Veranstaltungen und Ausstellungen

Veranstaltungsarchiv

Sa 16
Juni 2018
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung:

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Die Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt.
Sie ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Guide: Patrick Schwentke

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz. Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

Kontakt
Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Mi 13
Juni 2018
18:15

Édition critique française de Mein Kampf

Die französische kritische Ausgabe von Mein Kampf

Projektvorstellung auf Deutsch und Französisch mit Dr. Florent Brayard und Dr. Stefan Martens, beide Paris

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend,
Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.812

In Frankreich wird seit 2015 an einer kritischen Ausgabe von Mein Kampf gearbeitet. Der Text wird für diese Ausgabe neu übersetzt und für das französische Publikum kommentiert. Was diese Ausgabe charakterisiert und welche Diskussionen damit verbunden waren, ist Thema der Veranstaltung.

Dr. Florent Brayard
ist Forschungsdirektor am Centre national de la recherche scientifique in Paris. Er leitet das Editionsprojekt.

Dr. Stefan Martens
ist stellvertretender Direktor am Deutschen Historischen Institut in Paris.

Eine Kooperation mit dem Institut franco-allemand de sciences historiques et sociales, Frankfurt am Main, und dem Exzellenzcluster »Die Herausbildung normativer Ordnungen« an der Goethe-Universität Frankfurt am Main

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An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
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Mo 11
Juni 2018
18:15

Wir sind das Volk. Die Anderen nicht

Über die Ambivalenzen und Abgründe des politischen Konzepts des Volkes

Vortrag von Prof. Dr. Michael Wildt, Berlin

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1
IG Farben-Haus, Raum N.N.

»Wir sind das Volk!« Das ist ein mächtiger und anspruchsvoller Satz, vor allem in einer Demokratie, in der das Volk herrscht. »Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus« heißt es im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Doch: Wer ist das Volk? Die wahlberechtigten Staatsbürgerinnen und Staatsbürger? Die Demonstranten gegen die Diktatur in Leipzig im Oktober 1989? Die orangefarbenen Massen auf dem Maidan in Kiew, die 2013/14 erfolgreich die Neuwahl des Präsidenten erzwangen? In der langen Geschichte des Volkes wurde stets darum gestritten, wer zu ihm gehörte und wer nicht. Was geschieht aber, wie Sebastian Haffner1933 fragte, wenn das Volk die Demokratie nicht mehr will?

Der Vortrag lotet die Ambivalenzen und Abgründe des politischen Konzepts des Volkes aus sowie die rassistisch-antisemitische Radikalisierung in der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft. Auf dieser Grundlage hinterfragt er die populistischen Äußerungen der AfD, die sich lauthals auf das Volk beruft. Die kulturell definierte Ausgrenzung von Minderheiten bei der AfD birgt die Gefahr radikaler Exklusion aus dem »Volk«. Doch auch das Beharren darauf, dass das Volk demos und nicht ethnos sei, gelangt über die tückische Imagination eines einheitlichen Volkes nicht hinaus. Wäre es nicht stattdessen vielmehr an der Zeit, Hannah Arendts Gedanken aufzugreifen und nicht das Volk, sondern den Menschen und sein Recht, Rechte zu haben, in den Mittelpunkt unseres demokratischen Denkens zu stellen?

Michael Wildt
ist Professor für Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit einem Schwerpunkt in der Zeit des Nationalsozialismus am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

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An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
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Mi 06
Juni 2018
19:30

Die Stadt und das »jüdische Geld«

Die Stadt und das »jüdische Geld«.

Vortrag von Dr. Paul-Moritz Rabe, München

Historisches Museum Frankfurt
Saalhof 1

Der nationalsozialistische Völkermord war auch ein Raubmord. Schon früh hatte es das NS-Regime auf das Vermögen der deutsch-jüdischen Bevölkerung abgesehen. Anteil und Funktion der deutschen Städte und Gemeinden waren bislang kaum bekannt. Paul-Moritz Rabe zeigt am Beispiel München, der »Hauptstadt der Bewegung«, welche Rolle den Kommunalverwaltungen zukam, wie die örtlichen Finanzbehörden agierten und wie sich die Verfolgungspolitik im Stadthaushalt widerspiegelte. So richteten die städtischen Beamten die Gebührenerhebung an antisemitischen Kriterien aus, gingen besonders massiv gegen »jüdische« Steuerschuldner vor und eröffneten bei der Stadthauptkasse ein sogenanntes Judenkonto, auf dem in besonders perfider Weise Hunderttausende von Reichsmark von jüdischen Münchnern gesammelt wurden.

Dr. Paul-Moritz Rabe
ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am NS-Dokumentationszentrum München.

Eine Kooperation mit dem Hessischen Rundfunk und dem Historischen Museum Frankfurt

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Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
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Mi 23
Mai 2018
18:15

Diener des Rechts und der Vernichtung

Vortrag von Christoph Schneider, Frankfurt am Main:

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.812

Die Spitze der Justiz des Deutschen Reichs traf sich auf Einladung des Justizministers am 23. April 1941 und ließ sich über den Mord an den Anstaltspatienten informieren – von den Tätern. Fritz Bauer initiierte 1960 ein Verfahren gegen die Teilnehmer dieser Konferenz. Im Zuge der Ermittlungen wurde deutlich: Hochrangige Juristen hatte einen wehrlosen und schutzbedürftigen Teil der Bevölkerung aus eigenem Antrieb preisgegeben. Zwei Jahre nach Bauers Tod wurde das Verfahren beendet, zehn Jahre nach seinem Tod war seine Existenz vergessen. Der Vortrag zeigt, wie die Strafverfolgung fehlschlug und wie verhindert wurde, dass Erkenntnisse aus dem Ermittlungsverfahren geschichtspolitisch wirksam werden konnten.

Christoph Schneider
ist freier Autor und Kulturwissenschaftler in Frankfurt am Main.

Eine Kooperation mit der Veranstaltungsreihe zum »Denkmal der Grauen Busse«

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An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
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Sa 19
Mai 2018
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung:

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Die Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt.
Sie ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Guide: Patrick Schwentke

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz. Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

Kontakt
Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
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Mi 16
Mai 2018
18:00

Legalisierter Raub

Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933–1945

Ausstellungseröffnung:

Historisches Museum Frankfurt
Sonnemannsaal, Saalhof 1
Frankfurt am Main

Ausstellungszeitraum
Mittwoch, 16. Mai bis Sonntag, 14. Oktober 2018

Abschlusspräsentation der Wanderausstellung
des Fritz Bauer Instituts und des Hessischen Rundfunks.
Mit Unterstützung der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.

Die Ausstellung »Legalisierter Raub« ist seit ihrer Eröffnung in der Goldhalle des Hessischen Rundfunks am 28. Mai 2002 sehr erfolgreich durch Hessen und darüber hinaus gewandert. Das Ausstellungsteam hatte für jeden Ausstellungsort neue regionale Vitrinen erarbeitet, die sich mit der Geschichte des legalisierten Raubes vor Ort beschäftigten.
Nach 16 Jahren Wanderschaft und 29 Ausstellungsstationen kehrt die Ausstellung nach Frankfurt zurück, wo sie – erweitert um neue lokale Forschungsergebnisse – im Historischen Museum abschließend präsentiert werden wird.

Aktzuelle Publikation zur Ausstellung:
Bettina Leder, Christoph Schneider, Katharina Stengel
Ausgeplündert und verwaltet
Geschichten vom legalisierten Raub an Juden in Hessen

Berlin: Hentrich & Hentrich, 528 S., 390 Abb., Hardcover, € 29,90
ISBN: 978-3-95565-261-6
Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 36

Weitere Informationen zur Ausstellung
www.fritz-bauer-institut.de/legalisierter-raub.html
www.hr.de/legalisierter-raub
www.historisches-museum-frankfurt.de 

Gekauft, gesammelt, geraubt?
Vom Weg der Dinge ins Museum
Ergänzende Ausstellungen zur Provenienzforschung in vier Frankfurter Museen.
Die Ausstellung »Legalisierter Raub« nehmen vier Frankfurter Museen zum Anlass, nach den Spuren des »legalisierten Raubs« in ihren Sammlungen zu suchen: Historisches Museum Frankfurt, Jüdisches Museum Frankfurt/Museum Judengasse, Museum für Angewandte Kunst, Weltkulturen Museum.

Eine Kooperation mit dem Hessischen Rundfunk, dem Historischen Museum Frankfurt, dem Jüdischen Museum Frankfurt, dem Museum für Angewandte Kunst und dem Weltkulturen Museum; unter der Schirmherrschaft von Dr. Thomas Schäfer, Hessischer Minister der Finanzen

Kontakt
Historisches Museum Frankfurt
Saalhof 1, 60311 Frankfurt am Main
Tel.: 069.212-35599
info.historisches-museum(at)stadt-frankfurt.de
https://historisches-museum-frankfurt.de

Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
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Mi 16
Mai 2018
14:00

»Memory of the World«

Die Dokumente des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses als historische Quelle

Tagung:

Tagungsende gegen 17:00 Uhr
Hessisches Landesarchiv, Abt. Hessisches Hauptstaatsarchiv
Mosbacher Str. 55, Wiesbaden

Der von Fritz Bauer maßgeblich initiierte Frankfurter Auschwitz-Prozess war das erste westdeutsche Großverfahren gegen zunächst 22, dann 20 Angeklagte, das sich mit den Verbrechen in Auschwitz befasste. Nach Bauers Ansicht ging es bei der Aufarbeitung vor Gericht darum, einen Beitrag zur Auseinandersetzung mit der NS-Zeit zu leisten. Er verstand, dass jenseits des Dokumentenmaterials die tatsächlichen Verhältnisse in Auschwitz nur durch die Aussage von Zeugen erfasst werden könnten. Fritz Bauer wollte die Deutschen mit diesem Prozess aufrütteln. 1964 schrieb er in einem Text mit dem Titel »Nach den Wurzeln des Bösen fragen«: »Ich glaube nicht, daß Aufklärung allein genügt. Die Aufstellung eherner Tafeln: ›Du sollst‹, ›Du sollst nicht‹ reicht nicht aus. Gebote und Verbote, die gehalten werden sollen, verlangen einen Urgrund des Fühlens, den zu schaffen allen staatlichen Gewalten, allen sozialen Gruppen, allen Fakultäten aufgegeben ist. Dieser Urgrund des Fühlens wird hoffentlich aufgewühlt, wenn etwa im Auschwitz-Prozeß die Überlebenden kommen und Zeugnis ablegen.«

Überlebende aus Polen, der Sowjetunion, Israel und Deutschland sagten in diesem Prozess aus. Ihre Stimmen, die Vernehmungen vor Gericht, das Agieren von Richtern, Staatsanwaltschaft, Nebenklagevertretern, Verteidigern und Dolmetschern sind in Aktenform und auf  Tonbändern verfügbar. Mit ca. 430 Stunden Tonaufnahmen und den umfangreichen Verfahrensakten der Staatsanwaltschaft in 456 Einzelbänden auf über 50.000 Seiten verfügt das Hessische Hauptstaatsarchiv über einen einzigartigen Fundus an Quellen für die Erforschung des Holocaust, aber auch für den Ablauf im Gerichtssaal. Mehr als 50 Jahre nach dem Prozess sind die Tonbänder und Verfahrensakten längst als Quellen in die historische Forschung eingegangen. Was können wir aus diesem Material lernen? Wie hat es unsere Sicht auf das Geschehen in Auschwitz geformt? Welche Absichten der Prozessbeteiligten lassen sich aus den Quellen ableiten? Welche Fragen muss die Geschichtswissenschaft an das Material stellen? Diese und andere Themen werden auf der Tagung behandelt. 

Es sprechen: Dr. Johann Zilien, Wiesbaden, Johannes Beermann, Frankfurt am Main, Prof. Dr. Sybille Steinbacher, Frankfurt am Main, Prof. Dr. Devin O. Pendas, Boston, und Prof. Dr. Peter Davies, Edinburgh.
Mit Hörbeispielen aus den Tonbandmitschnitten.

Teilnahme nur nach bestätigter Anmeldung!
Anmeldung unter: pressestelle(at)hla.hessen.de

Eine Kooperation mit dem Hessischen Landesarchiv

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Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
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Mi 16
Mai 2018
11:00

Strafverfolgung – Gedenken – Forschung

Die Akten und Tonbänder des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses

Festakt zur Verleihung der Urkunde »Memory of the World«:

Hessisches Landesarchiv, Abt. Hessisches Hauptstaatsarchiv
Mosbacher Str. 55
Wiesbaden

Am 30. Oktober 2017 entschied die UNESCO, dass die Akten und Tonbandmitschnitte aus dem ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963–1965) in das internationale Register »Memory of the World« aufgenommen werden. Die feierliche Verleihung der Urkunde wird in einem Festakt begangen.

Teilnahme nur nach bestätigter Anmeldung!
Anmeldung unter: pressestelle(at)hla.hessen.de
Eine Kooperation mit dem Hessischen Landesarchiv

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Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
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Sa 05
Mai 2018
9:45

Schwierige Erinnerung: Frühe Völkermorde des 20. Jahrhunderts

Deutsch-Südwestafrika (Herero) und Osmanisches Reich (Armenier)

Fortbildung für Lehrkräfte

Veranstaltungsschluss gegen 15:30 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Max-Horkheimer-Str. 4, Seminarhaus, Raum SH 5.104

Nicht erst anlässlich der Resolution des Bundestages 2016 zum Völkermord an den Armeniern sind die beiden Genozide in Deutsch-Südwestafrika und im Osmanischen Reich als umstrittene Themen historischer Erinnerung verstärkt in die öffentliche Debatte gekommen. Die Herero und Armenier waren im jeweiligen historischen Kontext auch nicht die einzigen Opfergruppen, sondern stehen nur herausgehoben für die Opfer von Vernichtungsstrategien im frühen 20. Jahrhundert. Die Vorträge präsentieren die Fakten und thematisieren die Probleme des Gedenkens und der historischen Verantwortung. Im Plenum wird auch die Frage nach dem pädagogischen Umgang mit dem Thema zur Sprache kommen.

Programm
Begrüßung

Vortrag mit Diskussion:
Prof. Dr. Henning Melber, Uppsala/Pretoria, »Völkermord in Deutsch-Südwestafrika aus heutiger Sicht«

Vortrag mit Diskussion:
Prof. Dr. Ulrich Sieg, Marburg: »Der Völkermord an den Armeniern«

Nach der Mittagspause: Workshops des Pädagogischen Zentrums des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt
Gottfried Kößler: »Das Wollheim-Memorial – Zwangsarbeit bei der IG Farben«
Sophie Schmidt: »Erinnerungsstätte Großmarkthalle – die Deportationen der Frankfurter Jüdinnen und Juden«

Infoblatt (pdf-Datei)
› Veranstaltungsflyer

Eine Kooperation mit dem Verband Hessischer Geschichtslehrerinnen und -lehrer
www.geschichtslehrerverbandhessen.de/html/veranstaltungen.html#5.5.2018

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Mi 02
Mai 2018
18:15

AntiAnti – Museum Goes School

Mit Prof. Dr. Benno Hafeneger, Marburg, Dr. Türkân Kanbıçak und Dr. Mirjam Wenzel, beide Frankfurt am Main

Buch- und Projektvorstellung:

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.812

»AntiAnti – Museum Goes School« ist ein kulturelles Bildungsprogramm des Jüdischen Museums Frankfurt zur antisemitismuskritischen Extremismusprävention an berufsbildenden Schulen. Es ist dank der Förderung von Vonovia langfristig angelegt. Benno Hafeneger wird das Projekt bildungspolitisch kontextualisieren, einen praktischen Einblick in die konkrete Bildungsarbeit gibt die Projektleiterin Türkân Kanbıçak. Das Gespräch widmet sich unter anderem der Erziehung zur Selbstreflexion.

Dr. Mirjam Wenzel
ist Direktorin des Jüdischen Museums Frankfurt am Main.

Prof. Dr. Benno Hafeneger
ist Jugend- und Extremismusforscher und war bis zu seiner Emeritierung Professor für Erziehungswissenschaften an der Philipps-Universität in Marburg.

Dr. Türkân Kanbıçak
ist Lehrerin und Mitarbeiterin am Pädagogischen Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt.

Eine Kooperation mit dem Jüdischen Museum Frankfurt

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Mi 02
Mai 2018
12:15

»In ganz Europa wird die Judenfrage Schritt für Schritt, aber beharrlich geregelt...

Öffentliche Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Sybille Steinbacher, Professorin für Geschichte und Wirkung des Holocaust

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.801

Prof. Dr. Sybille Steinbacher hat 2017 die Leitung des Fritz Bauer Instituts übernommen und ist Inhaberin des neu geschaffenen Lehrstuhls zur Erforschung der Geschichte und Wirkung des Holocaust am Historischen Seminar der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Sybille Steinbacher studierte in München Neuere und Neueste Geschichte, Mittelalterliche Geschichte und Politikwissenschaft. Sie wurde an der Ruhr-Universität Bochum promoviert und habilitierte sich an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Sie war Stipendiatin am Institut für Zeitgeschichte München und am Deutschen Historischen Institut in Warschau. Sie arbeitete am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte von Prof. Dr. Norbert Frei an der Ruhr-Universität Bochum und später an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Für die Unabhängige Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Hauses Bertelsmann im Dritten Reich war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. Als Lynen-Stipendiatin der Alexander von Humboldt-Stiftung ging sie für ein Jahr an die Harvard University. Im Sommersemester 2010 hatte sie die Gastprofessur des Fritz Bauer Instituts zur interdisziplinären Holocaustforschung an der Goethe-Universität inne. Auf Einladung des United States Holocaust Memorial Museum in Washington D.C. war sie 2012/13 Ina Levine Invitational Scholar am dortigen Mandel Center for Advanced Holocaust Studies. Von 2010 bis 2017 war sie Universitätsprofessorin für Zeitgeschichte/Vergleichende Diktatur-, Gewalt- und Genozidforschung an der Universität Wien.

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Mi 25
April 2018
18:15

Die Bedeutung von Ökonomie

und Biologismus für die Genese der NS-»Euthanasie«

Vortrag von Dr. Simon Duckheim, Gießen

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.812

Je näher man hinschaut, desto dringlicher stellt sich die grundlegende Frage, mit welchen Begriffen und Kategorien die Genese der NS-»Euthanasie« erschlossen und diskutiert werden kann. Im Anschluss an ältere und jüngere Erklärungsansätze formuliert Simon Duckheim die These, dass das Ineinander von ökonomischen und biologistischen Motiven dafür von entscheidender Bedeutung war. Dieses Ineinander wird als Ausdruck des dialektischen Verhältnisses von Naturbeherrschung und Naturverfallenheit interpretiert, wie es Adorno und Horkheimer in der Dialektik der Aufklärung entfaltet haben.

Dr. Simon Duckheim ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für die Geschichte der Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Eine Kooperation mit der Wanderausstellung »erfasst, verfolgt, vernichtet«

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Mo 23
April 2018
18:15

Zu aktuellen Debatten um Antisemitismus

Ein Gespräch mit Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum und Petra Pau, beide Berlin

Uralt, ganz neu oder alles so wie immer?

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1
IG Farben-Haus, Raum 411

Was ist Antisemitismus, was ist antisemitisch? Nimmt der Judenhass zu oder ab, oder bleibt er auf ewig gleich, ein 2.000 Jahre alter Virus, wie die Auschwitz-Überlebende Anita Lasker-Wallfisch bei ihrer Rede im Deutschen Bundestag aus Anlass des Holocaust-Gedenktags 2018 sagte?
Über diese Fragen debattiert und streitet man sich in der Wissenschaft, der Politik und in der Öffentlichkeit – mit durchaus gravierenden Folgen für die Bildungsarbeit, die Rechtsprechung und last but not least das gesellschaftliche Klima in unserem Land.
Im Gespräch mit Sybille Steinbacher werden Petra Pau und Stefanie Schüler-Springorum die Ergebnisse des Berichts des Unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus des Bundestages vorstellen, mögliche Konsequenzen diskutieren und zu aktuellen politischen Entwicklungen in Deutschland Stellung nehmen.

Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum ist Direktorin des Zentrums für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin.

Petra Pau ist Bundestagsabgeordnete für Die Linke und
Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags in Berlin.

Eine Kooperation mit dem
Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.


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Sa 21
April 2018
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung:

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Die Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt.
Sie ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Guide: Patrick Schwentke

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz. Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz:
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Norbert-Wollheim-Platz 1
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Mi 18
April 2018
18:15

Medizin ohne Menschlichkeit

Alexander Mitscherlich und die Aufarbeitung der NS-Medizinverbrechen

Vortrag von Dr. Tobias Freimüller, Frankfurt am Main:

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.812

Der Mediziner und Psychoanalytiker Alexander Mitscherlich beobachtete im Auftrag der westdeutschen Ärztekammern 1946/47 den Nürnberger Ärzteprozess. Der Streit um die drei Prozessdokumentationen, die Mitscherlich anschließend vorlegte, illustriert beispielhaft, mit welchen Problemen die Aufarbeitung der NS-Medizinverbrechen in der frühen Bundesrepublik konfrontiert war.

Dr. Tobias Freimüller ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und stellvertretender Direktor am Fritz Bauer Institut.

Eine Kooperation mit der Veranstaltungsreihe
zum »Denkmal der Grauen Busse«


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Fritz Bauer Institut
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Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
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Sa 14
April 2018
14:00

des Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

Mitgliederversammlung

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1
IG Farben Haus, Nebengebäude, Raum NG 1.741b

Veranstalter: Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

Der Vorstand des Fördervereins des Fritz Bauer Instituts lädt alle seine Mitglieder ein zur ordentlichen Mitgliederversammlung (gemäß § 7 der Satzung).

Jutta Ebeling
Vorsitzende des Fördervereins

Kontakt
Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
Manuela Ritzheim
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-39
verein(at)fritz-bauer-institut.de

 


Mi 11
April 2018
18:15

Woher kam der Judenhass?

Antisemitismus in Deutschland 1890 – 1938

Vortrag von Prof. Dr. Ulrich Herbert, Freiburg im Breisgau

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend,Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.801

Fritz Bauer Lecture

Am Ende des 19. Jahrhunderts zählte man nicht Deutschland zu den Hochburgen des Antisemitismus, sondern eher Russland oder sogar Frankreich. Wie kam es, dass sich dies innerhalb von nicht einmal 35 Jahren so sehr veränderte, dass mit den Nationalsozialisten die judenfeindlichste Partei des Kontinents in Deutschland an die Macht gelangte? Und wie kam es, dass dann so viele, vielleicht die Mehrheit der Deutschen, offenbar überzeugt waren, die Juden seien ihr Unglück? Im Vortrag wird die Zeit zwischen 1900 und 1938 daraufhin untersucht und auch gefragt, warum Linke und Liberale in Deutschland Bedeutung und Dynamik des Antisemitismus so ostentativ unterschätzten.

Prof. Dr. Ulrich Herbert ist Inhaber des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau und Träger des Leibniz-Preises der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Unter der Schirmherrschaft von Peter Feldmann,
Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main


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Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
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Fr 23
März 2018
18:00

Die IG Farben und das Konzentrationslager Buna-Monowitz

Wirtschaft und Politik im Nationalsozialismus

Eröffnung der Wanderausstellung:

Erinnerungsort Topf & Söhne
Sorbenweg 7
99099 Erfurt

Ausstellungseröffnung
Grußwort: Kathrin Hoyer (Beigeordnete für Umwelt, Kultur und Sport der Landeshauptstadt Erfurt)
Einführung in die Ausstellung: Gottfried Kößler (Fritz Bauer Institut), PD Dr. Annegret Schüle (Oberkuratorin Neuere und Zeitgeschichte, Geschichtsmuseen Erfurt)

Ausstellungszeitraum
Samstag, 24. März bis Dienstag, 31. Juli 2018
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10:00–18:00 Uhr

Veranstalter in Erfurt
Stadtverwaltung Erfurt, Erinnerungsort Topf & Söhne

Kontakt
Erinnerungsort Topf & Söhne
Dr. Annegret Schüle, Leiterin
Sorbenweg 7, 99099 Erfurt
Tel.: 0361.655-1681
topfundsoehne(at)erfurt.de
Ausstellungsstation Erfurt

Der Chemiekonzern I.G. Farben ließ ab 1941 in unmittelbarer Nähe zu dem Konzentrationslager Auschwitz die größte chemische Fabrik Osteuropas bauen. Sie sollte zugleich ein Baustein der »Germanisierung« der Region werden. Neben deutschen Fachkräften setzte das Unternehmen auf der riesigen Baustelle Tausende von Häftlingen aus dem KZ Auschwitz, Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aus ganz Europa ein. Für die zunehmende Zahl von KZ-Häftlingen errichteten der Konzern und die SS 1942 das firmeneigene KZ Buna-Monowitz. Tausende Menschen kamen durch die unmenschlichen Arbeitsbedingungen zu Tode oder wurden in den Gaskammern in Auschwitz-Birkenau ermordet, wenn sie nicht mehr arbeitsfähig waren.
Die Ausstellung zeichnet die Entstehung, den Alltag und die Auflösung des KZ Buna-Monowitz nach. Historische Fotografien dokumentieren die Perspektive der SS und der I.G. Farben auf der Baustelle und im Lageralltag. Sie wurden angefertigt anlässlich eines Besuches des Reichsführers der SS, Heinrich Himmler, am 17. und 18. Juli 1942. Die Fotografin werden kontrastiert mit autobiographischen Texten von Überlebenden, darunter Primo Levi, Eli Wiesel, Jean Améry und Paul Steinberg, sowie den Aussagen von Überlebenden in den Nachkriegsprozessen. Informationen zu den Gerichtsverfahren in der Nachkriegszeit und den Bemühungen der Überlebenden um Entschädigung nach 1945 beschließen die Ausstellung.

Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts
Die Neugestaltung der Ausstellung wurde erstellt von:
Funkelbach. Büro für Architektur und Grafik, Leipzig

Weitere Informationen zur Ausstellung
www.fritz-bauer-institut.de/ig-farben.html

Kontakt
Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de

 


Sa 17
März 2018
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung:

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Die Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt.
Sie ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Guide: Patrick Schwentke

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz. Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

Kontakt
Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Mi 14
März 2018
18:00

Fritz Bauer. Der Staatsanwalt

NS-Verbrechen vor Gericht

Eröffnung der Wanderausstellung:

Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände
Bayernstr. 110
90478 Nürnberg

Fritz Bauer hat als Generalstaatsanwalt in Braunschweig und in Hessen, der den Frankfurter Auschwitz-Prozess auf den Weg brachte, bundesrepublikanische Geschichte geschrieben. Die Ausstellung dokumentiert seine Lebensgeschichte im Spiegel der historischen Ereignisse. Als Jude und Homosexueller blieb Fritz Bauer von Ausgrenzung und Verfolgung nicht verschont. Als Sozialdemokrat glaubte er dennoch an den Fortschritt, dann trieben ihn die Nationalsozialisten in die Emigration. Als Jurist und Strafrechtsreformer trat für ihn an die Stelle der Staatsräson um jeden Preis der Schutz der Würde des Einzelnen, gerade auch gegen staatliche Gewalt – ein großer Schritt auf dem Weg zur Demokratie.

Ausstellungszeitraum
Donnerstag, 15. März bis Sonntag, 3. Juni 2018
Eintritt frei

Führungen
Sonntags, 18. März, 15. April, 13. Mai und 3. Juni 2018, jeweils 15:00 Uhr
3 Euro / ermäßigt 2 Euro

Begleitband zur Ausstellung
Fritz Backhaus, Monika Boll, Raphael Gross (Hrsg.)
Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2014,
300 S., zahlr. Abb., € 29,90, ISBN: 978-3-5935-0105-5
Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 32

Eine Ausstellung des Fritz Bauer Institutes und des Jüdischen Museums Frankfurt am Main.
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten a.D. Joachim Gauck.
Sie wird gefördert durch die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, das Hessische Ministerium der Justiz, für Integration und Europa, die Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung, die Fazit-Stiftung sowie Christiane und Nicolaus Weickert.

Weitere Informationen zur Ausstellung
www.fritz-bauer-institut.de/fritz-bauer-ausstellung.html

Kontakt
Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände
Bayernstr. 110
90478 Nürnberg
https://museen.nuernberg.de/dokuzentrum

Kontakt
Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de

 


Mi 28
Februar 2018
18:15

Die Veranstaltung mit Prof. Dr. Michael Wildt muss leider krankheitsbedingt ausfallen!

Wir sind das Volk. Die Anderen nicht. Über die Ambivalenzen und Abgründe des

Vortrag von Prof. Dr. Michael Wildt, Berlin

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1
IG Farben-Haus, Raum 311

»Wir sind das Volk!« Das ist ein mächtiger und anspruchsvoller Satz, vor allem in einer Demokratie, in der das Volk herrscht. »Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus« heißt es im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Doch: Wer ist das Volk? Die wahlberechtigten Staatsbürgerinnen und Staatsbürger? Die Demonstranten gegen die Diktatur in Leipzig im Oktober 1989? Die orangefarbenen Massen auf dem Maidan in Kiew, die 2013/14 erfolgreich die Neuwahl des Präsidenten erzwangen? In der langen Geschichte des Volkes wurde stets darum gestritten, wer zu ihm gehörte und wer nicht. Was geschieht aber, wie Sebastian Haffner1933 fragte, wenn das Volk die Demokratie nicht mehr will? Der Vortrag lotet die Ambivalenzen und Abgründe des politischen Konzepts des Volkes aus sowie die rassistisch-antisemitische Radikalisierung in der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft. Auf dieser Grundlage hinterfragt er die populistischen Äußerungen der AfD, die sich lauthals auf das Volk beruft. Die kulturell definierte Ausgrenzung von Minderheiten bei der AfD birgt die Gefahr radikaler Exklusion aus dem »Volk«. Doch auch das Beharren darauf, dass das Volk demos und nicht ethnos sei, gelangt über die tückische Imagination eines einheitlichen Volkes nicht hinaus. Wäre es nicht stattdessen vielmehr an der Zeit, Hannah Arendts Gedanken aufzugreifen und nicht das Volk, sondern den Menschen und sein Recht, Rechte zu haben, in den Mittelpunkt unseres demokratischen Denkens zu stellen?

Michael Wildt ist Professor für Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit einem Schwerpunkt in der Zeit des Nationalsozialismus am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts
mit dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.


Kontakt
Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de

 


Di 27
Februar 2018
19:00

Justiz und NS-Prozesse in den 60er Jahren

Vorträge von Prof. Dr. Sybille Steinbacher und Joachim Hennig:

Landeszentrale für politische Bildung RLP
Am Kronberger Hof 6, 55116 Mainz

Prof. Dr. Sybille Steinbacher: »Fritz Bauer und der Auschwitz-Prozess«
Prof. Dr. Sybille Steinbacher ist Direktorin des Fritz Bauer Instituts und Inhaberin des Lehrstuhls zur Geschichte und Wirkung des Holocaust an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Joachim Hennig: »Die Bestrafung von NS-Juristen einschließlich der Personalpolitik in Rheinland-Pfalz«
Joachim Hennig ist Stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V. und war von 1977 bis 2013 Richter im Dienst des Landes Rheinland-Pfalz.         

Die Veranstaltung bildet den Auftakt zum Schwerpunkt »1968« der Landeszentrale für politische Bildung. 50 Jahre 1968 sind für die Landeszentrale für politische Bildung Anlass, mit einem Programmschwerpunkt »1968« und einer Vielzahl von Veranstaltungen von Februar bis Mai zu informieren und zu reflektieren. Bei den Protesten von 1968 und davor ging es in Deutschland auch um die unzureichende Aufarbeitung und Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte. Die Ohrfeige von Beate Klarsfeld an Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger im Jahr 1968 war sicherlich ein sichtbares, wenn auch umstrittenes (deutsch-französisches) Symbol der Anklage von Seiten auch der 68er.
Die Auschwitz-Prozesse hatten 1963 bis 1965 mit dem ersten großen Prozess in Frankfurt begonnen. Der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer hatte zuvor beim Bundesgerichtshof erreichen können, das Landgericht Frankfurt am Main als Ort für den Auschwitz-Prozess zu bestimmen. Bis zum Jahr 1968 wurden anschließend drei Auschwitzprozesse durchgeführt, 1965 bis 1966 sowie 1967/1968. Weitere folgten.
 
Anmeldung zur Veranstaltung per E-Mail:
anmeldung(at)politische-bildung-rlp.de
oder auf der Website Landeszentrale:
https://politische-bildung-rlp.de/veranstaltungen.html

Programmflyer zum Schwerpunkt »1968«
Programmflyer (pdf-Datei)

Veranstaltet von der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland Pfalz in Kooperation mit dem Fritz Bauer Institut.

Kontakt
Landeszentrale für politische Bildung RLP
Bernhard Kukatzki/Rainer Ullrich
Tel.: 06131.162977
rainer.ullrich(at)politische-bildung-rlp.de 
https://politische-bildung-rlp.de

 


Sa 17
Februar 2018
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Die Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt.
Sie ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Guide: Patrick Schwentke

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz. Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

Kontakt
Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Mi 07
Februar 2018
18:15

Less than Slaves

Entschädigung ehemaliger Sklaven- und Zwangsarbeiter durch die deutsche Industrie

Vortrag von Rüdiger Mahlo, Frankfurt am Main:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend,Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.812

1953 errang der Auschwitz-Überlebende Norbert Wollheim vor dem Frankfurter Landgericht einen Anspruch auf Entschädigung für seine im Buna-Werk der IG Farben in Auschwitz-Monowitz geleistete Zwangsarbeit. Auf der Grundlage des Urteils verhandelte die Jewish Claims Conference in den späten 1950er und in den 1960er Jahren Vereinbarungen mit deutschen Industrieunternehmen über Entschädigungszahlungen an ehemalige Sklavenarbeiter, unter anderem mit der IG Farben, mit Siemens, Krupp und der AEG. Unter aktiver Mitwirkung von Norbert Wollheim und des Frankfurters Siegmund Freund wurden Entschädigungszahlungen an mehrere Zehntausend jüdische Überlebende verteilt. Sie ebneten den Weg für die Errichtung der Bundestiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft« im Jahr 2000, die mehr als 1,6 Millionen Zwangsarbeiter entschädigte.

Rüdiger Mahlo ist Repräsentant der Conference on Jewish Material Claims Against Germany in Frankfurt am Main.

Kontakt
Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de