Aktuelles

Neu erschienen: Katzbach – das KZ in der Stadt

Zwangsarbeit in den Adlerwerken Frankfurt am Main 1944/45

Andrea Rudorff (Göttingen: Wallstein Verlag, 2021)

Wie zahlreiche deutsche Unternehmen beschäftigten auch die Frankfurter Adlerwerke ab Sommer 1944 KZ-Häftlinge in der Rüstungsproduktion und errichteten für deren Unterbringung ein KZ-Außenlager auf ihrem Firmengelände. Insgesamt 1.616 Häftlinge, die zum großen Teil aus Polen,…

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Michael Hauck Gastprofessur

für interdisziplinäre Holocaustforschung

Dr. Annika Wienert, Sommersemester 2021

Wir freuen uns, Dr. Annika Wienert als Inhaberin der Michael Hauck Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung am Fritz Bauer Institut begrüßen zu dürfen. Dr. Wienert ist Kunsthistorikerin und hat bereits in ihrer Magistra-Arbeit über den Wettbewerb für ein Denkmal in…

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Veranstaltungen

Sa 15
Mai 2021
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Die öffentliche Führung entfällt aufgrund der geltenden Pandemie-Beschränkungen!

Wegen den aktuellen Schutzmaßnahmen der Goethe-Universität zur Corona-Prävention werden die öffentlichen Führungen zum Wollheim-Memorial derzeit ausgesetzt. Wir bitten Sie um Verständnis, dass die Veranstaltung erst wieder stattfinden kann, wenn die gesundheitspolitische und rechtliche Situation dies zulässt. Über das zu diesem Zeitpunkt geltende Hygienekonzept informieren wir Sie an dieser Stelle sobald wie möglich.

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz (Auschwitz III). Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des Konzentrationslagers Buna-Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

Kontakt

Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
+49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Mi 19
Mai 2021
18:15

(Um)Wege über den Mars in die deutsche Zukunft

Utopische Entwürfe in den 1920er Jahren

Online-Vortrag von PD Dr. Kristin Platt

Veranstaltung über den Videodienst »Zoom Meetings«

Livestream auf YouTube

https://youtu.be/bmiiV4WvAlI

Die Zwischenkriegszeit war geprägt von Veränderungen und Ambivalenzen. Im Schnittfeld von Literatur, Wissen und Gesellschaft entwickelten sich in dieser Zeit politische Vorstellungen, deren Schlüsselthema die Idee »Zukunft« wurde. Im Mittelpunkt des Vortrags steht eine Analyse der Weltentwürfe in den sogenannten Zukunftsromanen, einer neuen Literaturgattung. Bilder von Weltrisiken, Bedrohungen, Erfindungen und Rettungen werden konfrontiert mit zeitgenössischen kulturphilosophischen Diskursen. Die wahrgenommene »Unruhe« der Zeit zeigte sich in der Auseinandersetzung mit Konflikten zwischen Natur und technischem Fortschritt, Moral und Freiheit, Abendland und neuen universalen Werten. Die Utopien dieser Zeit wurden in die Ideologie des Nationalsozialismus integriert.

PD Dr. Kristin Platt

ist Privatdozentin am Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt Universität zu Berlin. Zudem leitet sie das Institut für Diaspora- und Genozidforschung an der Ruhr-Universität Bochum.

Eine Kooperation mit der Arbeitsstelle Holocaustliteratur der Universität Gießen

Technische Veranstaltungsinformation

Die Veranstaltung wird über den Videodienst Zoom Meetings mit anschließender Diskussion via Chatfunktion stattfinden.
Zur Teilnahme schicken Sie bitte eine E-Mail mit dem Betreff »Vortrag am 19.05.2021« an:
h.hecker(at)fritz-bauer-institut.de
Die Zugangsdaten erhalten Sie rechtzeitig zugesandt.
Der Vortrag wird auch als Livestream auf YouTube gezeigt.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Mi 26 - Fr 28
Mai 2021

The Holocaust and the Cold War

Culture and Justice

Joint Annual Conference

Fritz Bauer Institut, Frankfurt am Main
Imre Kertész Kolleg Jena

The conference will examine to what extent the Cold War affected representations of the Shoah in historiography, legal investigations and trials as well as the arts and will ask how this has determined political discourse until today. We will take stock of the confrontational nature of the Cold War and discuss how the Holocaust became a discursive and ideological weapon in the arsenals of both the West and the Eastern Bloc.

The conference will take place from May 26 to 28 2021. The conference will be held entirely online. All information will be available shortly on our conference website. Registration for this event is not required (except for the film screening)

Conference Website (online from May 10, 2021)

www.holocaust-and-cold-war.de

Conference Flyer

Conference Program (pdf-file)

Contakt

Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Mi 26
Mai 2021
16:00

Prof. Dr. Mary Fulbrook: The Holocaust as a European Project

Prof. Dr. Jan Tomasz Gross: Reflections about Jewish Life in Eastern Europe after the Second World War

»The Holocaust and the Cold War. Culture and Justice«

Welcome, introduction and key notes of the conference

The Holocaust and the Cold War
Culture and Justice

Wednesday, May 26 to Friday, May 28, 2021
Joint Annual Conference
Fritz Bauer Institut, Frankfurt am Main
Imre Kertész Kolleg Jena

Welcome and introduction

Joachim von Puttkamer (Jena)
Sybille Steinbacher (Frankfurt am Main)

Livestream auf YouTube

https://youtu.be/Hi915J7fgLw

The Fritz Bauer Institut in Frankfurt and the Imre Kertész Kolleg Jena are joining forces to explore the confrontational nature of the Cold War and discuss how debating on the Holocaust became a discursive and ideological weapon in the arsenals of both blocs. The Joint Conference will be held online from May 26 to 28, 2021. You can find the entire program and more information on our conference website. Registration for this event is not required.

Conference Website (online from May 10, 2021)

www.holocaust-and-cold-war.de

Conference Flyer

Conference Program (pdf-file)

Prof. Dr. Mary Fulbrook

is Professor of German History at the School of European Languages, Culture and Society at University College London.

Prof. Dr. Jan Tomasz Gross

is Norman B. Tomlinson ’16 and ’48 Professor of War and Society, emeritus, and Professor of History, emeritus, at Princeton University.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Do 27
Mai 2021
18:00

Online film screening:

COLD DAYS (HIDEG NAPOK)

Directed by András Kovács, Hungary 1966, 96 min.

Set in 1946, this film (based on a novel by Tibor Cseres) is about the planning and execution of the January 1942 Novi Sad massacre of 4,000 Yugoslav Serbs and Jews by Hungarian army units in retaliation for a partisan ambush (in which 17 soldiers were gunned down). It is mainly explored through the recollections of four participants – Major Buky, Lieutenant Tarpataki, Ensign Pozdor, and Corporal Szabonow – who are cellmates awaiting trial. Ultimately, however, it is an extended debate on questions of individual responsibility.

Registration for the livestream

The film will be shown as a livestream on the video platform Vimeo. To participate, you must register separately. We will then send you the access data. Please write a short mail to: h.hecker(at)fritz-bauer-institut.de

The film screening is part of the conference:

The Holocaust and the Cold War
Culture and Justice

Wednesday, May 26 to Friday, May 28, 2021
Joint Annual Conference
Fritz Bauer Institut, Frankfurt am Main
Imre Kertész Kolleg Jena

The Fritz Bauer Institut in Frankfurt and the Imre Kertész Kolleg Jena are joining forces to explore the confrontational nature of the Cold War and discuss how debating on the Holocaust became a discursive and ideological weapon in the arsenals of both blocs. The Joint Conference will be held online from May 26 to 28, 2021. You can find the entire program and more information on our conference website. Registration for this event is not required.

Conference Website (online from May 10, 2021)

www.holocaust-and-cold-war.de

Conference Flyer

Conference Program (pdf-file)

Kontakt

Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Mi 02
Juni 2021
18:00

Zwischen Allmacht und Ohnmacht.

Die gebaute Ordnung der nationalsozialistischen Vernichtungslager

Vortrag von Dr. Annika Wienert

Veranstaltung im Rahmen der Ringvorlesung
»Gebaute Ordnung: Räume der Macht«

Unser alltägliches Leben wird in nicht unerheblichem Maße von der architektonischen Konfiguration des uns umgebenden Raums beeinflusst. Hierbei handelt es sich jedoch nur selten um das Produkt zufälliger und nicht intendierter Umstände. So müssen sich Architekt_innen, die sich mit der baulichen Gestaltung von Regierungs- und Behördengebäuden, städtischen Räumen oder anderen Formen des Gebauten auseinandersetzen, seit jeher nicht nur nach ästhetischen, sondern gleichermaßen nach funktionalen Anforderungen und Bedürfnissen richten, die an die von ihnen entworfenen Bauten und Architekturen gestellt werden. Resultat sind sich architektonisch manifestierende Räume, die unter anderem politisch-soziale Ordnungen und Idealvorstellungen widerspiegeln und konstituieren sollen oder in Hinblick auf spezifische Formen der Machtausübung und Machtsicherung gestaltet werden.

Die Ringvorlesung »Gebaute Ordnung: Räume der Macht« wird sich im Sommersemester 2021 mit Räumen der Macht auseinandersetzen und insbesondere nach der bei ihnen wahrnehmbaren Verzahnung von architektonischen und räumlichen mit politischen und sozialen Ordnungen fragen. Diesem Themenkomplex wird im Rahmen von vier Abendvorträgen nachgegangen, bei denen es um Architekturen der Integration, der Ausgrenzung und der Vernichtung, der Repräsentation und Legitimation und der Sicherung von Macht gehen wird.

Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und auf der Website des Schwerpunkts online gestellt:
https://architecturesoforder.org/event/gebaute-ordnung-raeume-der-macht

Dr. Annika Wienert

hat im Sommersemester 2021 die Michael Hauck Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung am Fritz Bauer Institut inne. Sie ist Kunsthistorikerin und hat bereits in ihrer Magistra-Arbeit über den Wettbewerb für ein Denkmal in Auschwitz-Birkenau kunstgeschichtliche Fragen mit der Geschichte des Holocaust und der Konzentrations- und Vernichtungslager verknüpft. 2014 wurde sie mit einer Arbeit über »Die Architektur der NS-Vernichtungslager« an der Ruhr-Universität Bochum promoviert. Die unter dem Titel »Das Lager vorstellen. Die Architektur der nationalsozialistischen Vernichtungslager« publizierte Dissertationsschrift wurde mit dem Theodor-Fischer-Preis des Zentralinstituts für Kunstgeschichte (München) und mit dem Marko-Feingold-Preis der Universität sowie Stadt und Land Salzburg ausgezeichnet.

Anmeldung per Mail

glunz(at)em.uni-frankfurt.de

Veranstalter

Kunstgeschichtliches Institut
Goethe-Universität Frankfurt am Main
www.kunst.uni-frankfurt.de/de/aktuelles/veranstaltungen/547


Publikationen

Einsicht 2020

Bulletin des Fritz Bauer Instituts

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Maximilian Aigner

Vereinsführer

Vier Funktionäre von Eintracht Frankfurt im Nationalsozialismus

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