Aktuelles

Hans und Berthold Finkelstein-Promotionsstipendium

Ausschreibung zweier Promotionsstipendien am Fritz Bauer Institut für jeweils 36 Monate

Am Fritz Bauer Institut, einem mit der Goethe-Universität Frankfurt am Main kooperierenden Institut, das sich mit der Erforschung der Geschichte und Wirkung der nationalsozialistischen Verbrechen, insbesondere des Holocaust, beschäftigt, werden zum nächstmöglichen Zeitpunkt zwei…

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Zur Versteigerung von Dokumenten der NS-Verfolgung und des Holocaust

WDR: Nach abgesagter Auktion in Neuss: 428 Holocaust-Zeugnisse in Warschau

Für den 17. November 2025 hatte das Neusser Auktionshaus Felzmann unter dem Titel »Das System des Terrors, Volume II, 1933–1945« die Versteigerung hunderter Häftlingsbriefe aus deutschen Konzentrationslagern, Schriftstücken aus verschiedenen Verfolgungskontexten sowie…

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Veranstaltungen

Mi 25. Februar - Di 14. April 2026

Veranstaltungspause des Fritz Bauer Instituts

Während der vorlesungsfreien Zeit der Goethe-Universität finden keine öffentlichen Vortragsveranstaltungen statt.

Das Veranstaltungsprogramm des Fritz Bauer Instituts pausiert in der vorlesungsfreien Zeit der Goethe-Universität. Ab April finden wieder regelmäßig Vortragsveranstaltungen auf dem Campus Westend statt.

Die öffentliche Führungen zum Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus werden auch in den Semesterferien an jedem 3. Samstag im Monat angeboten.

Unser neues Programmheft mit Veranstaltungsankündigungen von April bis Juli 2026 ist in Vorbereitung. Es wird Ende März verschickt. Sie können das Programmheft mit diesem Formular kostenfrei bestellen:
Infosendungen des Fritz Bauer Instituts

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Mi 15
April 2026
18:15

»Steh auf, es ist Krieg«

Der deutsche Überfall auf die Sowjetunion, Südwestfunk 1991

PRÄSENZ — Filmausschnitte und Gespräch mit Paul Kohl

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
IG Farben-Haus, Raum IG 311

Im Jahr 1985 reiste der Berliner Journalist Paul Kohl in die Sowjetunion, wo er auf den Spuren der Heeresgruppe Mitte Menschen interviewte, die den Terror der Wehrmacht überlebt hatten. Seine Route führte unter anderem zu den ehemaligen Konzentrationslagern von Minsk, Borisov, Orscha, Mogilev und Vitebsk, außerdem zum Vernichtungslager Malyj Trostenez in Belarus. Aus seinen Aufzeichnungen produzierte er ein Radiofeature und ein Buch. Mit dem Regisseur Hartmut Kaminski fuhr er später ein weiteres Mal in die Region, und es entstand daraus eine sechsteilige Fernsehserie der ARD. Diese frühen Forschungen zu den Opfern des deutschen Vernichtungskriegs gegen die Sowjetunion sind in der Fachwelt kaum rezipiert worden.

Paul Kohl

ist Schriftsteller sowie Autor von Hörspielen und Radiofeatures. 1990 erschien von ihm im Verlagshaus Gerd Mohn in Gütersloh »Ich wundere mich, dass ich noch lebe« – Sowjetische Augenzeugen berichten. 1995 wurde die Studie unter dem Titel Der Krieg der deutschen Wehrmacht und der Polizei 1941–1944 in die Schwarze Reihe des Fischer Verlags übernommen.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung

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Sa 18
April 2026
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Wollheim-Pavillon

Treffpunkt ist vor dem Wollheim-Pavillon am Fritz-Neumark-Weg, unterhalb des IG Farben-Hauses, von der Fürstenberger Straße kommend auf der linken Seite des Campus-Geländes.
Die kostenlose Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Das am 2. November 2008 feierlich eröffnete Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna-Monowitz (Auschwitz III). Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.

Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, welche die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial zum Konzentrationslager Buna-Monowitz:
www.wollheim-memorial.de
Interviews mit Überlebenden des Konzentrationslagers Buna-Monowitz:
24 Videointerviews

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Mi 22
April 2026
18:15

Jenseits der Undarstellbarkeit.

Bilder aus NS-Konzentrationslagern und -Ghettos aus kunsthistorischer Perspektive

PRÄSENZ — Vortrag von Prof. Dr. Verena Krieger und Ella Falldorf M.A.

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.811

Während und unmittelbar nach dem Holocaust entstanden Tausende von Bildern, geschaffen von Gefangenen in nationalsozialistischen Lagern und Ghettos. Wegen ihrer meist figurativen Bildsprache wurden sie oft auf den Status des spirituellen und politischen Widerstands reduziert oder als Illustrationen dafür, »wie es war«, konsultiert. Aber diese Bilder sprechen nicht für sich selbst, sie bedürfen der kunst- und bildwissenschaftlich informierten Analyse. 

Prof. Dr. Verena Krieger

ist Professorin für Kunstgeschichte und Direktorin des Instituts für Kunst- und Kulturwissenschaften an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. 

Ella Falldorf M.A.

ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am dortigen Lehrstuhl für Kunstgeschichte.

Das von Verena Krieger und Ella Falldorf herausgegebene Buch Beyond Irrepresentability. Exploring Images from Nazi Camps, Ghettos, and the Holocaust ist im Dezember 2025 im Böhlau Verlag erschienen.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Jüdischen Museum Frankfurt am Main

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Mi 29
April 2026
18:15

Die Konstruktion von Kriminellen.

Die Inhaftierung von »Berufsverbrechern« im KZ Mauthausen

PRÄSENZ — Vortrag von Dr. Andreas Kranebitter

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.811

Im Nationalsozialismus wurde die Kriminalpolizei ermächtigt, aus verschiedenen Gründen Personen in »Vorbeugungshaft« zu nehmen und in KZs einzuweisen. Polizei und SS etikettierten sie wegen ihrer Vorstrafen als »Berufsverbrecher«. Nach 1945 galten sie nicht als Opfer. Andreas Kranebitter hat die Kollektivbiografie von 885 österreichischen »Berufsverbrechern« im KZ Mauthausen geschrieben und ist darin diesen Fragen nachgegangen: Auf welcher rechtlichen Basis wurden sie deportiert? Wegen welcher Delikte hatten sie Vorstrafen erhalten? Wie wandte die Kriminalpolizei die Kategorie »Berufsverbrecher« an? Welche Rolle spielten sie im Gefüge der »Häftlingsgesellschaft«?

Dr. Andreas Kranebitter

ist Wissenschaftlicher Leiter des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands (DÖW) in Wien. Sein Buch Die Konstruktion von Kriminellen. Die Inhaftierung von »Berufsverbrechern« im KZ Mauthausen erschien 2024 im Verlag new academic press in Wien.

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Mi 06
Mai 2026
18:15

Erinnerungen an Micha Brumlik.

Die Frankfurter Jahre

PRÄSENZ — Beiträge ehemaliger Weggefährtinnen und -gefährten

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 823

Am 10. November 2025 verstarb Micha Brumlik im Alter von 78 Jahren. Von 2000 bis 2005 war er Direktor des Fritz Bauer Instituts. Ehemalige Weggefährtinnen und -gefährten verschiedener Etappen seines Lebens in Frankfurt am Main erzählen über ihre Begegnungen mit dem Freund und Intellektuellen. Im Anschluss laden wir zu einem kleinen Empfang ein.

Mit:
Hauke Brunkhorst: Von der Hebräischen Universität in die Frankfurter Schule 
Cilly Kugelmann: Porträt einer WG in den 1970er Jahren 
Daniel Cohn-Bendit: Zwischen Häuserkampf und Magistrat
Dan Diner: Räumliches und Zeitliches zur jüdischen Topographie Frankfurts
Dietrich Neuhaus: Christlich-jüdischer Dialog in Arnoldshain 
Gertrud Koch: Publizierte Motive 
Rupert von Plottnitz: Das Fritz Bauer Institut – zivilgesellschaftliche Verankerung und Universitätsanbindung
Matthias Lutz-Bachmann: Philosophie und Religion im Dialog 
Meron Mendel: Lehre aus der Perspektive des Promovenden

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit der Bildungsstätte Anne Frank

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Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
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Publikationen

Einsicht 2025

Bulletin des Fritz Bauer Instituts

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Niklas Krawinkel

Rechter »Rand« und demokratische »Mitte«

Radikalisierung und Legitimation extrem rechter Politik in Deutschland nach 1945

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