Aktuelles

PD Dr. Boris Burghardt:

Michael Hauck Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Sommersemester 2019

Im Sommersemester 2019 wird PD Dr. Boris Burghardt die Michael Hauck Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung am Fritz Bauer Institut innehaben. Er ist wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für deutsches und internationales Strafrecht, Strafprozessrecht und…

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Exkursion nach Auschwitz/Oświęcim

für Studierende des Faches Geschichte an der Goethe-Universität

Samstag, 20. bis Donnerstag, 25. Juli 2019

Im Juli 2019 bietet das Fritz Bauer Institut für Studierende des Faches Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main eine fünftägige Exkursion nach Auschwitz/Oświęcim an. Verbunden ist die Reise mit zwei Lehrveranstaltungen im Sommersemester, einem Seminar »Auschwitz…

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Veranstaltungen

Mi 24
April 2019
18:15

Die SA. Eine neue Geschichte von Hitlers Braunhemden

Vortrag von Prof. Dr. Daniel Siemens

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
IG-Farben Haus, Raum 311

Daniel Siemens nimmt die verschiedenen Entwicklungsstufen der SA in den Blick: vom paramilitärischen Wehrverband der Weimarer Jahre, der nach seiner Neukonstituierung 1925/26 wieder erstarkte und dem Nationalsozialismus zur Macht verhalf, über Konflikte und Krisen im Zuge der »Machtergreifung« bis zur abermaligen Neuausrichtung nach der Ermordung führender SA-Mitglieder 1934. Tatsächlich suchte sich die SA, die eine ganze Generation von Heranwachsenden prägte, ab Mitte der 1930er Jahre neue Aufgaben, die sie vor allem in der Peripherie des »Dritten Reiches«, den »Anschlussgebieten« Österreich, Sudeten- und Memelland, fand. Ihre Führer waren zudem eng in die Organisation des Holocaust in Südosteuropa eingebunden.

Prof. Dr. Daniel Siemens

ist Professor für Europäische Geschichte an der University of Newcastle. Seine Habilitationsschrift erschien 2017 unter dem Titel Stormtroopers: A New History of Hitler’s Brownshirts (dt. Sturmabteilung. Die Geschichte der SA, München: Siedler Verlag, 2019).

Kontakt

Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Do 25
April 2019
19:00

XXII. Frankfurter Stadtgespräch:

Das Verbrechen des Holocaust verjährt nicht.
Die Aufgaben von Historie und Justiz

PD Dr. Boris Burghardt und RA Günther Feld im Gespräch mit Prof. Dr. Sybille Steinbacher

Historisches Museum Frankfurt
Saalhof 1, Römerberg

Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

Moderation: Rebecca C. Schmidt, Geschäftsführerin des Exzellenzclusters »Die Herausbildung normativer Ordnungen«

»Dadurch war aber der Gerichtshof überfordert, der nur zu einem einzigen Zweck zusammentritt, nämlich dem, Recht zu sprechen«, so Hannah Arendt, Beobachterin des Eichmann-Prozesses, den sie mit einer großen »Anzahl von Aufgaben« und einer ganzen »Reihe politischer Nebenabsichten« kon-frontiert sah. Seit dem Jerusalemer Prozess des Jahres 1961 und den wenig später beginnenden Frankfurter Auschwitz-Prozessen, initiiert von Fritz Bauer, wird immer wieder über die Rolle der Justiz bei der Aufarbeitung des Holocaust diskutiert. Soll sie die einzelnen Verbrechen aufklären und die Täter schuldig sprechen, oder soll sie auch den Opfern eine Stimme geben und zur historischen Erforschung der Gründe, Ursachen und Folgen dieses Menschheitsverbrechens beitragen? Schon bald werden die letzten mutmaßlichen Täter gestorben sein – wie auch die Überlebenden der Opfergeneration. Was bringt es, Greise vor Gericht zu stellen? Welche Aufgaben hat die Geschichtswissenschaft im Unterschied zur Justiz? Wie sollten sich beide zu den jüngsten Relativierungsversuchen und der Gefahr eines wachsenden Antisemitismus verhalten? Darüber diskutiert Sybille Steinbacher mit dem Rechtswissenschaftler Boris Burghardt von der HU Berlin, der die strafrechtliche Aufarbeitung von Unrechtsregimen erforscht, und Günther Feld, der zunächst als Staatsanwalt und dann als Vertreter der Nebenklage an vielen NS-Verfahren beteiligt war.

PD Dr. Boris Burghardt

ist Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für deutsches und internationales Strafrecht, Strafprozessrecht und Juristische Zeitgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Sommersemester 2019 hat er die Michael Hauck Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung am Fritz Bauer Institut inne.

Oberstaatsanwalt a.D. Günther Feld

war von 1978 bis 2011 Staatsanwalt in Köln und langjähriger Leiter der Abteilung für NS-Verbrechen. Er führte etwa 30 Verfahren gegen SS-Angehörige. Heute arbeitet er als Rechtsanwalt und vertritt Holocaust-Überlebende und deren Angehörige als Nebenkläger in den letzten Auschwitz-Prozessen.

Prof. Dr. Sybille Steinbacher

ist Direktorin des Fritz Bauer Instituts, Inhaberin des Lehrstuhls zur Erforschung der Geschichte und Wirkung des Holocaust und Principal Investigator des Exzellenzclusters »Die Herausbildung normativer Ordnungen« an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Veranstalter

Exzellenzcluster »Die Herausbildung normativer Ordnungen« in Zusammenarbeit mit dem Historischen Museum Frankfurt

Veranstaltungsflyer (jpg-Datei)

Kontakt

Exzellenzcluster
»Die Herausbildung normativer Ordnungen«
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Max-Horkheimer-Str. 2
60323 Frankfurt am Main
+49 (0)69 798-31401
office@normativeorders.net
https://www.normativeorders.net/frankfurter-stadtgespraech


Mi 08
Mai 2019
18:15

Die Rettung der Geschichte.

Hilfe für Juden im »Dritten Reich« aus unterschiedlichen zeitlichen Blickwinkeln

Vortrag von Prof. Dr. Mark Roseman

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
IG-Farben Haus, Raum 311

Eine Veranstaltung im Rahmen des Bündnisses DIE VIELEN e.V.
DIE VIELEN: Frankfurter Erklärung

Der Vortrag zeigt am Beispiel des »Bund. Gemeinschaft für sozialistisches Leben«, wie sehr unsere Vorstellung von der »Rettung« von Juden ein Nachkriegsprodukt ist, geprägt vom Bedürfnis, ein vereinfachtes Bild des rechtschaffenen Individuums zu feiern. Dieses Bild hat auch die Aussagen der Helfer selbst gefärbt, die oft erst viele Jahre danach über ihre Taten berichtet haben. Anhand von Tagebüchern und anderen zeitgenössischen Quellen wird eine Welt aufgedeckt, die vielfach nicht zu unserer gängigen Vorstellung passt, und zudem gezeigt, wie schwer es den Akteuren fiel, ihre Erlebnisse in der Nachkriegszeit zu bewerten.

Prof. Dr. Mark Roseman

ist Distinguished Professor am Pat M Glazer Chair für Jüdische Studien sowie Professor für Geschichte und Germanistische Studien am Department of History der Indiana University Bloomington. 2000 erschien sein grundlegendes Buch The Past in Hiding. Memory and Survival in Nazi Germany.

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Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
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Mi 15
Mai 2019
18:15

Ad perpetuam memoriam.

Die Aktualität des Spanienkriegs und des Franquismus

Vortrag von Dr. Georg Pichler

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.802

80 Jahre nach dem Ende des Spanienkriegs und 40 Jahre nach der franquistischen Diktatur hat das lange Schweigen über die Vergangenheit einer vielschichtig geführten Diskussion Platz gemacht über die rund 114.000 Opfer des Franquismus, die immer noch in Massengräbern oder am Straßenrand verscharrt sind, über den Umgang mit den Symbolen der Diktatur in einer Demokratie, über die Kontroversen um die Verursacher des Bürgerkriegs und die in ihm von beiden Seiten verübte Gewalt. Die Vehemenz der Debatte zeigt, dass trotz gegenteiliger Beteuerungen die vom Spanienkrieg verursachte Spaltung der Gesellschaft bis heute nicht überwunden ist.

Dr. Georg Pichler

ist Professor für Deutsche Sprache und Literatur an der Universität von Alcalá (Madrid). 2013 erschien von ihm Gegenwart der Vergangenheit. Die Kontroverse um Bürgerkrieg und Diktatur in Spanien.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem AStA der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

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Norbert-Wollheim-Platz 1
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Sa 18
Mai 2019
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Die Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt.
Sie ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Guide: Thomas Siurkus

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz. Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

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An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
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Mi 22
Mai 2019
18:15

Arolsen Archives

International Center on Nazi Persecution:
Geschichte, Perspektiven und Potentiale

Vortrag von Floriane Azoulay und Dr. Henning Borggräfe

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
IG Farben-Haus, Raum 454

Für die Suche nach Vermissten und die Klärung ihrer Schicksale entstand 1946 im hessischen Arolsen das weltweit umfassendste Archiv über die Opfer des Nationalsozialismus. Die von den Alliierten als International Tracing Service gegründete Einrichtung agierte lange abseits der Öffentlichkeit und war selbst Forschenden kaum bekannt. Dies hat mit ihrer Geschichte zu tun, die mit der Auseinandersetzung über den Umgang mit den NS-Verbrechen verschränkt ist. Heute unterstützen die Arolsen Archives sowohl Angehörige von NS-Verfolgten als auch Forschung und Bildung. Außerdem sollen die Sammlungen weltweit zugänglich gemacht werden. Der Vortrag zeichnet ihre wechselvolle Geschichte nach und stellt aktuelle Perspektiven und Potentiale vor.

Floriane Azoulay

hat Sozialwissenschaften und Management studiert und ist Direktorin der Arolsen Archives.

Dr. Henning Borggräfe

ist Historiker und Leiter der Abteilung Forschung und Bildung an den Arolsen Archives.

Kontakt

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Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
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Publikationen

Einsicht 2018

Bulletin des Fritz Bauer Instituts

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Fritz Bauer. Kleine Schriften

Band 1: 1921–1961, Band 2: 1962–1969

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