Aktuelles

Sparkassen im Nationalsozialismus:

Aktuelle Forschungsprojekte

Workshop des Fritz Bauer Instituts

Donnerstag, 18. und Freitag, 19. Juni 2026

Die Geschichte der Sparkassen im Nationalsozialismus ist in den letzten Jahren zum Gegenstand intensiver sowohl wirtschafts- und finanzhistorischer als auch sozial- und zeithistorischer Forschungen geworden. Über Aspekte der geschäftlichen Entwicklung hinaus steht dabei die…

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Holocaust vermitteln und Geschichte verstehen.

Perspektiven für den Unterricht und die Bildungsarbeit

Tagung des Fritz Bauer Instituts

Mittwoch, 24. und Donnerstag, 25. Juni 2026

Anlässlich der in Kooperation mit dem Fritz Bauer Institut gezeigten partizipatorischen Ausstellung »Die Nazis waren ja nicht einfach weg: Vom Umgang mit dem Nationalsozialismus in Deutschland seit 1945« im Museum für Kommunikation in Frankfurt am Main widmet sich die Tagung…

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Veranstaltungen

Mi 17
Juni 2026
18:15

Von der »Auflösung in Episoden«.

Fritz Bauers Strafrechtskritik angesichts der Dimension der Massenverbrechen

HYBRID — Vortrag von Prof. Dr. Lena Foljanty

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.811

Hybridveranstaltung

Livestream auf YouTube: youtu.be/B4WWwELO-Gc

Die Urteilsverkündung im ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess hat sich 2025 zum 60. Mal gejährt. Als erster Prozess im Land der Täter, der den Opfern eine Stimme gab, ist er ein Meilenstein bundesdeutscher Erinnerungsgeschichte. Dennoch blieb er weit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Das Strafgesetzbuch von 1871 bot keine hinreichende Handhabe für Massenverbrechen wie die Shoah. Fritz Bauer wandte sich entschieden gegen die »Auflösung in Episoden«, die das überkommene Strafrecht verlangte. Er forderte, das Lager als »Tatkomplex« zu begreifen. In dem Vortrag wird der Frage nachgegangen, warum er mit dieser Forderung kein Gehör fand, und die Rechtsprechungsentwicklung bis in die Gegenwart reflektiert.

Prof. Dr. Lena Foljanty

ist Professorin am Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte der Universität Wien und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Fritz Bauer Instituts.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Sa 20
Juni 2026
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Wollheim-Pavillon

Treffpunkt ist vor dem Wollheim-Pavillon am Fritz-Neumark-Weg, unterhalb des IG Farben-Hauses, von der Fürstenberger Straße kommend auf der linken Seite des Campus-Geländes.
Die kostenlose Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Das am 2. November 2008 feierlich eröffnete Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna-Monowitz (Auschwitz III). Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.

Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, welche die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial zum Konzentrationslager Buna-Monowitz:
www.wollheim-memorial.de
Interviews mit Überlebenden des Konzentrationslagers Buna-Monowitz:
24 Videointerviews

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Mi 24
Juni 2026
18:15

Spielerischer Antisemitismus und Erinnern mit Deep Fakes?

Die Leugnung und Verfälschung des Holocaust auf TikTok

HYBRID — Vortrag von Prof. Dr. Tobias Ebbrecht-Hartmann

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
IG Farben-Haus, Raum 311

Hybridveranstaltung

Livestream auf YouTube: youtu.be/dYkf0c1cv20

Der Vortrag ist zugleich die Auftaktveranstaltung zur Tagung am 25. Juni 2026:
Holocaust vermitteln und Geschichte verstehen
Perspektiven für den Unterricht und die Bildungsarbeit

Tagungsprogramm (pdf-Datei)
Teilnahme an der Tagung nur nach bestätigter Anmeldung.

Nicht erst seit dem Angriff der Hamas auf Dörfer und Gemeinden im Süden Israels am 7. Oktober 2023 scheinen antisemitische Diskurse und die Relativierung und Leugnung des Holocaust auf sozialen Medienplattformen wie TikTok Hochkonjunktur zu haben. Insbesondere die immer einfacher werdenden Möglichkeiten, mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erfundene Wirklichkeiten, sogenannte Deep Fakes, zu generieren, stellen das Erinnern an die Shoah mit und auf sozialen Medien vor neue Herausforderungen. Der Vortrag diskutiert auch Möglichkeiten, wie sich Akteure der historisch-politischen Bildung, Überlebende und andere Personen diesen Phänomenen entgegenstellen und eine kritische Auseinandersetzung damit fördern können.

Prof. Dr. Tobias Ebbrecht-Hartmann

lehrt und forscht an der Hebräischen Universität in Jerusalem zu Visueller Kultur, Medien und Erinnerungskulturgeschichte. Im Oktober 2025 erschien von ihm das Buch Gewalt als Bild: Die Bilder vom 7. Oktober im Spiegel der visuellen Erinnerung an die Shoah im Neofelis Verlag.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Do 25
Juni 2026
9:00

Holocaust vermitteln und Geschichte verstehen.

Perspektiven für den Unterricht und die Bildungsarbeit

Tagung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Theodor-W.-Adorno-Platz 1
PA-Gebäude, Lobby (Erdgeschoss)

Anlässlich der in Kooperation mit dem Fritz Bauer Institut gezeigten partizipatorischen Ausstellung »Die Nazis waren ja nicht einfach weg: Vom Umgang mit dem Nationalsozialismus in Deutschland seit 1945« im Museum für Kommunikation in Frankfurt am Main widmet sich die Tagung aktuellen Fragen der Vermittlung des Holocaust im Bildungskontext.

Dabei geht es unter anderem um Fragen wie: Welche Rolle können digitale und analoge Formate in der heutigen pädagogischen Praxis spielen? Welche methodischen Zugänge unterstützen eine sinnvolle und empathische Auseinandersetzung? Und welche Ansätze sind notwendig, um das Thema Holocaust im Kontext historischen Lernens zeitgemäß und zugänglich zu gestalten?


TAGUNGSPROGRAMM

Mittwoch, 24. Juni, 18:15 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
IG Farben-Haus, Raum 311

Öffentlicher Vortrag:
Spielerischer Antisemitismus und Erinnern mit Deep Fakes?
Die Leugnung und Verfälschung des Holocaust auf TikTok

Prof. Dr. Tobias Ebbrecht-Hartmann, Hebräische Universität Jerusalem
Hybrid – Livestream auf YouTube: youtu.be/dYkf0c1cv20
(siehe gesonderte Ankündigung)

Donnerstag, 25. Juni 2026
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Theodor-W.-Adorno-Platz 1
PA-Gebäude, Lobby (Erdgeschoss)

9:00 Uhr
Begrüßung

Prof. Dr. Sybille Steinbacher, Direktorin des Fritz Bauer Instituts

9:15 Uhr
»Eintauchen« und »Erleben« als Zugang zur Vergangenheit? Schlaglichter aus der (digitalen) Geschichtskultur

Prof. Dr. Josef Memminger, Didaktik der Geschichte, Goethe-Universität Frankfurt am Main

10:00 Uhr
»Bitte alle Verfolgtengruppen!« – Partizipative Ausstellungsentwicklung zum Nationalsozialismus mit Schülerinnen und Schülern

Dr. Mathias Rösch, Leitung Schulmuseum Nürnberg

10:45 Uhr
Kaffeepause

11:00 Uhr
Pädagogik im Kontext von Ideologie und Verbrechen. Zur Aktualität der Auseinandersetzung mit Bildung und Schule im Nationalsozialismus

Dr. Saskia Müller, wissenschaftliche Mitarbeiterin Universität Bielefeld, Fakultät für Erziehungswissenschaft

11:45 Uhr
Panelgespräch: »Fragt uns mal!« Schülerinnen und Schüler berichten über ihre Erfahrungen

12:45 Uhr
Mittagspause

13:45 Uhr
Graphic Novels als Antisemitismusprävention?

Prof. Dr. Ursula Hennigfeld, Institut für Romanistik, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

14:30 Uhr
Genug Spielraum? Das Serious Game »Tribunal 45« im Memorium Nürnberger Prozesse

Nina Lutz M.A., Leitung Memorium Nürnberger Prozesse
Ann-Kathrin Steger M.A./LLM, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Vermittlung, Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, Nürnberg

15:15 Uhr
Kaffeepause

15:30 Uhr
Geschichte und Gefühl. Exemplarische Zugriffe aus der Beschäftigung mit der NS-Gewaltherrschaft

Prof. Dr. i.R. Alfons Kenkmann, Didaktik der Geschichte, Universität Leipzig

16:15 Uhr
Zusammenfassung und Ausblick – ein Tagungskommentar

Mag. Patrick Siegele, Bereichsleiter Holocaust Education (ERINNERN:AT) beim OeAD –Agentur für Bildung und Internationalisierung, Wien

Anfragen und Anmeldungen an

kontakt(at)fritz-bauer-institut.de

Tagungsprogramm als pdf-Datei

Tagungsprogramm

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Mi 01
Juli 2026
18:15

Wie konnte das geschehen?

Deutschland 1933 bis 1945

PRÄSENZ — Vortrag von Prof. Dr. Götz Aly

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Rostocker Str. 2
Gebäude der Sprach- und Kulturwissenschaften
Hörsaal SKW B

In einer schweren Krise wurde die NSDAP 1932 zur mit Abstand stärksten Partei gewählt. Bald konnte sie die Macht übernehmen und auf wachsende gesellschaftliche Zustimmung bauen. Hitler brauchte den Krieg – das Volk fürchtete sich davor. Dennoch terrorisierten schließlich 18 Millionen deutsche Soldaten Europa. Wie kam es dazu? Warum beteiligten sich Hunderttausende an beispiellosen Massenmorden?

Die Antwort ist vielschichtig. Götz Aly schildert die Herrschaftsmethoden, mit denen die NS-Machthaber Millionen Deutsche in gefügige Vollstrecker oder in vom Krieg abgestumpfte Mitmacher verwandelten – und von denen nicht wenige beängstigend aktuell sind. 

Prof. Dr. Götz Aly

war von 2004 bis 2006 Gastprofessor am Fritz Bauer Institut und ist Autor zahlreicher Publikationen zu Nationalsozialismus, Holocaust und Antisemitismus. Sein aktuelles Buch, Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933 bis 1945, ist im August 2025 im Verlag S. Fischer erschienen.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

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Mi 08
Juli 2026
18:15

Rassistisches Wissen über »Ausländer« zwischen 1940 und 1990

PRÄSENZ — Vortrag von PD Dr. Maria Alexopoulou

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.811

Rassistische Wissensbestände über »Ausländer«, die als »fremdvölkisch«, minderwertig, kulturell-biologisch unerwünscht oder gar gefährlich, aber gleichzeitig als ökonomisch brauchbar galten, zirkulierten seit dem Kaiserreich und fanden in der Phase der Zwangsarbeit während des Zweiten Weltkriegs weite Verbreitung. Maria Alexopoulou fragt, was mit dem akkumulierten rassistischen Wissen über »Ausländer« in der sogenannten Stunde Null 1945 geschah. Migranten waren in dieser Zeit durchgängig präsent und prägten mit der sogenannten Gastarbeiter- und späteren Asylmigration immer mehr das Bild vor allem der Industriestädte wie beispielsweise Mannheim.

PD Dr. Maria Alexopoulou

ist Privatdozentin am Historischen Institut der Universität Mannheim und Projektleiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin im Rahmen des »Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt«. Im August 2024 erschien ihre Monografie Rassistisches Wissen in der Transformation der Bundesrepublik Deutschland in eine Einwanderungsgesellschaft 1940–1990 im Wallstein Verlag.

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Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
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Publikationen

Einsicht 2025

Bulletin des Fritz Bauer Instituts

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Niklas Krawinkel

Rechter »Rand« und demokratische »Mitte«

Radikalisierung und Legitimation extrem rechter Politik in Deutschland nach 1945

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