Aktuelles

Am Ort des Verbrechens

Eine Exkursion des Fritz Bauer Instituts nach Oświęcim im Juni 2022

Bericht von Christopher Gomer

Auschwitz ist das Symbol für den Mord an den europäischen Jüdinnen und Juden. Der Name des Ortes steht paradigmatisch für die deutschen Verbrechen und den »Zivilisationsbruch« (Dan Diner), den sie bedeuten. Der Tag der Befreiung des Konzentrationslagers durch die Rote Armee – der…

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In ehrender Erinnerung

Christian Raabe

15. Dezember 1934 – 6. September 2022

Am 6. September 2022 verstarb Christian Raabe im Alter von 87 Jahren.
Christian Raabe war Rechtsanwalt und Notar in Frankfurt am Main. Geboren am 15. Dezember 1934 in Magdeburg, stammte er aus einer Familie von Verfolgten des Nationalsozialismus. Seit frühen Jahren engagierte er…

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Veranstaltungen

Do 29. September - Sa 08. Oktober 2022

Politik im Freien Theater 2022

Festival der Bundeszentrale für politische Bildung

Angebote des Fritz Bauer Instituts: Buchvorstellung, Workshops und Führungen für Einzelbesucher:innen und Schulklassen

Frankfurt am Main

Mit dem Festival »Politik im Freien Theater« gastiert die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) alle drei Jahre in einer anderen deutschen Stadt. Nach Stationen in Bremen, Stuttgart, Hamburg, Berlin, Köln, Dresden, Freiburg und München findet die 11. Festivalausgabe vom 29. September bis 8. Oktober 2022 in Frankfurt am Main und damit erstmals in Hessen statt. Die bpb kooperiert im Rahmen des Festivals mit dem Künstler*innenhaus Mousonturm, dem Schauspiel Frankfurt und der Festival-AG, einem Netzwerk aus der regionalen Freien Szene, in dem ID_Frankfurt e.V., laPROF Hessen e.V. (Landesverband Professionelle Freie Darstellende Künste Hessen) sowie das Produktionshaus Naxos vertreten sind. Das Festival wird unterstützt und begleitet vom Kulturdezernat der Stadt Frankfurt am Main. Die Frankfurter Festivalausgabe findet unter dem Motto »Macht« statt. Zu diesem Themenschwerpunkt werden 16 Theaterinszenierungen präsentiert und ein vielfältiges Kunst-, Kultur- und Diskursprogramm veranstaltet. Das Gesamtprogramm richtet sich an die Stadtgesellschaft aller Altersgruppen sowie an Fachpublikum.
 

Angebote in Kooperation mit dem Fritz Bauer Institut

Workshop, Führungen und Buchvorstellung im Rahmenprogramm des Festivals:

Workshop:
Flucht und Migration am Beispiel Fritz Bauers

Montag, 3. Oktober 2022, 10:00–13:30 Uhr
Dauer: 3,5 Stunden
Generationenübergreifendes Angebot für Interessierte (ab 14 Jahren).
Um Anmeldung wird gebeten. Dazu bitte das Veranstaltungsdatum anklicken.
Am Beispiel der Biografie Fritz Bauers beleuchtet der Workshop sowohl die Ursachen für Emigration als auch die Herausforderungen und Unwägbarkeiten, denen Flüchtende in Europa zur Zeit der 1930er und 1940er Jahre ausgesetzt wurden. Ausgehend von der Auseinandersetzung mit der Situation Flüchtender zur Zeit des Nationalsozialismus werden auch aktuelle Aspekte von Flucht und Migration thematisiert. Die Teilnehmenden erarbeiten diese Themen mithilfe von zeitgenössischen Dokumenten wie Pässen und Urkunden, aber auch mit Fotos, autobiografischen Berichten und kurzen wissenschaftlichen Hintergrundtexten.

Führungen:
Das Norbert Wollheim Memorial und die Geschichte des IG Farben-Hauses

Samstag, 1. Oktober 2022, 15:00–17:00 Uhr
Montag, 3. Oktober 2022, 15:00–17:00 Uhr
Donnerstag, 6. Oktober 2022, 18:00–20:00 Uhr

Dauer: ca. 2 Stunden, geeignet ab 14 Jahren
Um Anmeldung wird gebeten. Dazu bitte das Veranstaltungsdatum anklicken.
Die Führung greift die Geschichte des IG Farben-Hauses von seiner Entstehung als Zentrale des einst größten Chemiekonzerns der Welt bis zu seiner heutigen Funktion als Hauptgebäude der Goethe-Universität auf. Neben der Konzerngeschichte der IG Farben und ihrer Verflechtung mit der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungspolitik stehen vor allem die vom Konzern im KZ Buna-Monowitz ausgebeuteten Zwangsarbeiter:innen und ihre Biografien im Fokus. Mit dem 2014 errichteten Norbert Wollheim Memorial wurde für sie vor dem IG Farben-Haus ein Erinnerungsort geschaffen, dessen Konzeption und Intention ebenfalls thematisiert werden.

Buchvorstellung mit Dr. Katharina Stengel:
Die Überlebenden vor Gericht.
Auschwitz-Häftlinge als Zeugen in NS-Prozessen (1950–1976)

Mittwoch, 5. Oktober 2022, 18:15–19:45 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main – Campus Westend
Anmeldung: anmeldung(at)fritz-bauer-institut.de
In Gerichtsverfahren wurden nach Kriegsende die Verbrechen des Nationalsozialismus detailliert verhandelt. Vielfach waren es allein die Holocaustüberlebenden und ehemaligen KZ-Häftlinge, die mit ihren Zeugenaussagen die Grundlage für die Überführung der Angeklagten legten. Zugleich waren sie oft mit massivem Misstrauen der deutschen Juristen konfrontiert, die die Überlebenden für zu parteiisch hielten, um objektiv Zeugnis abzulegen. Am Beispiel von vier Auschwitz-Prozessen untersucht die Autorin, welche Bedeutung die Opfer für die NS-Prozesse hatten, wie die Justiz mit ihnen und ihren unfassbaren Berichten umging, wie die Zeuginnen und Zeugen vor Gericht agierten und welche Anliegen sie selbst verfolgten.
Zum Buch: Die Überlebenden vor Gericht, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 202
 

Angebot für Schulklassen

Lehrkräfte können sich im Rahmen des Festivals mit ihrer Klasse für folgende Workshops anmelden:

Antisemitismus nach 1945

Workshop für Schulklassen
Termine sind nach individueller Absprache im gesamten Festivalzeitraum möglich.
Anmeldung unter: vermittlung(at)politikimfreientheater.de
Dauer: 4 Stunden, geeignet ab 9. Klasse
Der Workshop zeigt Kontinuität und Wandel antisemitischer Vorstellungen nach 1945. Dabei wird auch thematisiert, wie sich antisemitisches Denken an die jeweils gegebenen politischen und gesellschaftlichen Umstände anpasst. Der Workshop bietet Gelegenheit zur Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Formen, Akteur:innen und Plattformen antisemitischer Vorstellungen von den 1950er Jahren bis heute. Die Teilnehmenden werden angeregt, die Auswirkungen auf direkt Betroffene und die demokratische Gesellschaft als Ganzes zu reflektieren.

Flucht und Migration am Beispiel Fritz Bauers

Workshop für Schulklassen
Termine sind nach individueller Absprache im gesamten Festivalzeitraum möglich.
Anmeldung unter: vermittlung(at)politikimfreientheater.de
Dauer: 3,5 Stunden, geeignet ab 9. Klasse
Am Beispiel der Biografie Fritz Bauers beleuchtet der Workshop sowohl die Ursachen für Emigration als auch die Herausforderungen und Unwägbarkeiten, denen Flüchtende in Europa zur Zeit der 1930er und 1940er Jahre ausgesetzt wurden. Ausgehend von der Auseinandersetzung mit der Situation Flüchtender zur Zeit des Nationalsozialismus werden auch aktuelle Aspekte von Flucht und Migration thematisiert. Die Teilnehmenden erarbeiten diese Themen mithilfe von zeitgenössischen Dokumenten wie Pässen und Urkunden, aber auch mit Fotos, autobiografischen Berichten und kurzen wissenschaftlichen Hintergrundtexten.
 

Kontakt

Bundeszentrale für politische Bildung
Adenauerallee 86, 53113 Bonn
Tel.: 0228.99515-0, Fax: -113
info@bpb.de
www.bpb.de


Mi 05
Oktober 2022
18:15

Die Überlebenden vor Gericht

Auschwitz-Häftlinge als Zeugen in NS-Prozessen

Buchvorstellung mit Dr. Katharina Stengel

Mittwoch, 5. Oktober 2022, 18:15 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Bockenheim,
Mertonstr. 17–21, Hörsaalgebäude, H 14

Nach Kriegsende wurden die Verbrechen des Nationalsozialismus detailliert vor Gericht verhandelt. Vielfach waren es allein Holocaust-Überlebende und ehemalige KZ-Häftlinge, die mit ihren Zeugenaussagen die Grundlage für die Überführung der Angeklagten legten. Zugleich wurden sie von den deutschen Juristen oft für parteiisch gehalten. Am Beispiel von vier Auschwitz-Prozessen untersucht die Autorin, welche Bedeutung die Opfer für die NS-Prozesse hatten, wie die Justiz mit ihnen und ihren unfassbaren Berichten umging, wie die Zeugen und Zeuginnen vor Gericht agierten und welche Anliegen sie selbst verfolgten.

Dr. Katharina Stengel

ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fritz Bauer Institut. Seit 2021 arbeitet sie an dem von der Alfred Landecker Stiftung finanzierten Forschungsprojekt »Störfaktor des Wiederaufbaus. Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes«. Von 2016 bis 2019 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow, Leipzig, in dem in Kooperation mit dem Fritz Bauer Institut durchgeführten und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Forschungsprojekt »Opferzeugen in Auschwitz-Prozessen 1950–1980. Auschwitz-Überlebende als Zeugen vor Gericht«, Teilprojekt des Forschungsprojekts »Opferzeugen in NS-Prozessen. Eine Analyse ihrer wechselhaften Rolle in sechzig Jahren Bundesrepublik«.

Katharina Stengel: Die Überlebenden vor Gericht.
Auschwitz-Häftlinge als Zeugen in NS-Prozessen (1950–1976)

Schriften des Dubnow-Instituts, Band 34
548 S., 23 Abb, gebunden im Schutzumschlag, € 70,–
Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2022, ISBN: 978-3-525-31740-2
Kostenfrei im Open Access (pdf-Datei): Download

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit der Bundeszentrale für politische Bildung im Rahmen des Festivalprogramms »Politik im Freien Theater«

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Do 13
Oktober 2022
19:30

Wissen Erinnern Fragen. S. Fischer

Die »Schwarze Reihe«, die Zeit des Nationalsozialismus und die deutsche Öffentlichkeit

Ein Abend mit Götz Aly, Frank Bajohr und Sybille Steinbacher

Literaturhaus Frankfurt am Main
Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt am Main
Die Veranstaltung findet als Hybridveranstaltung statt.

Moderation: Jens Bisky (Süddeutsche Zeitung)

Immer ein schwarzer Umschlag, weiße Groteskschrift und ein Dokumentarfoto – das ist die »Schwarze Reihe«. Die aufrichtige Beschäftigung der Deutschen mit dem Nationalsozialismus und der Shoah ließ auf sich warten: Erst die 70er Jahre brachten eine vielstimmige Publizistik, eine profunde Forschung und eine allgemeine gesellschaftliche Auseinandersetzung. Die 1977 von dem Fischer-Lektor Walter H. Pehle (1941–2021), einem langjährigen Mitglied im Kuratorium des Literaturhauses wie auch im Wissenschaftlichen Beirat des Fritz Bauer Instituts, begründete Fischer-Taschenbuchreihe »Die Zeit des Nationalsozialismus« prägte diese Entwicklung. Sie wurde weltweit zu einer der größten Geschichtsbibliotheken über die NS-Zeit. Das heutige Podium mit Götz Aly, Frank Bajohr und Sybille Steinbacher unter der Moderation von Jens Bisky will an die Wirkung dieser Reihe erinnern. Und es will den Blick auf ungeklärte Fragen der Gegenwart lenken. Was erwidern dem Wiedererstarken von völkischem und antidemokratischem Denken? Denn es gilt noch immer: Nie wieder!

Prof. Dr. Götz Aly

ist Autor zahlreicher Bücher zum Nationalsozialismus, Holocaust und Antisemitismus, von 2004 bis 2006 war er Inhaber der Gastprofessur am Fritz Bauer Institut.

Prof. Dr. Frank Bajohr

ist der Wissenschaftliche Leiter des Zentrums für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte in München und außerplanmäßiger Professor am Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Prof. Dr. Sybille Steinbacher

ist Direktorin des Fritz Bauer Instituts und Inhaberin des Lehrstuhls zur Erforschung der Geschichte und Wirkung des Holocaust an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Tickets

Saalticket: € 9,– (ermäßigt € 6,–) / Streamingticket: € 5,–
https://literaturhaus-frankfurt.reservix.de/p/reservix/group/410252

Eine Veranstaltung des Literaturhauses Frankfurt am Main in Kooperation mit dem S. Fischer Verlag und dem Fritz Bauer Institut.

Kontakt

Literaturhaus Frankfurt am Main e.V.
Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt am Main
Tel.: 069.756184-0, Fax: -20
infoliteraturhaus-frankfurtde
https://literaturhaus-frankfurt.de


Sa 15
Oktober 2022
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Treffpunkt ist vor dem Wollheim-Pavillon am Fritz-Neumark-Weg, unterhalb des IG Farben-Hauses, von der Fürstenberger Straße kommend auf der linken Seite des Campus-Geländes.
Die kostenlose Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Guide: Thomas Siurkus

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz (Auschwitz III). Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.

Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial zum Konzentrationslager Buna-Monowitz:
www.wollheim-memorial.de
Interviews mit Überlebenden des Konzentrationslagers Buna-Monowitz:
24 Videointerviews

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Mo 17 - Mi 19
Oktober 2022

Childhood at War and Genocide: Children’s Experiences of Conflict in the 20th and 21st Century.

Agency, Survival, Memory and Representation

Annual Conference of the Fritz Bauer Institute

Center for Holocaust Studies at the
Leibniz Institute for Contemporary History, Munich

Children are the primary victims of wars, armed conflicts, and genocides. They perish first and in disproportionately large numbers. Wars and genocides also destroy the family and family bonds, and that is so strikingly visible in the case of child survivors who are impacted for life with painful memories of the loss of parents, childhood, and community, and of displacement. Thanks to the last two decades of historical, sociological, anthropological, literary, and ethnographic research, scholars now know much more about the world of thinking, being, and feeling of Jewish and non-Jewish European children and youth, alongside their daily experiences, both during and in the aftermath of the Second World War.
The conference will present comparative studies of timely topics such as the role of a child’s gender and agency as well as different social groups and resources that enabled the children to survive; family status, gender, and adoption of orphaned children in the aftermath of war and genocide; and the child survivors’ official state status, rehabilitation, education, and displacement, among others.

A cooperation of the Fritz Bauer Institute with the Centre for Collective Violence, Holocaust and Genocide Studies, Institute of Advanced Studies at University College London and the Center for Holocaust Studies at the Leibniz Institute for Contemporary History, Institut für Zeitgeschichte, Munich

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Mi 19
Oktober 2022
18:15

Erscheinungsformen von Antisemitismus in der Türkei

Vortrag von Dr. Corry Guttstadt

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.801

Antisemitismus ist in der Türkei weit verbreitet: Mein Kampf rangierte lange auf der Bestsellerliste, Regierungspolitiker verbreiten antisemitische Verschwörungstheorien, Schulen, Universitäten und Kulturfestivals werden nach antisemitischen Vordenkern benannt. Doch die hiesige Debatte über den Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft und »den« islamischen Antisemitismus ist oft mehr von pauschalen Einordnungen als von Sachkenntnis geprägt. Historische sowie aktuelle Kontexte und Bedingungen werden meist ausgeblendet, ebenso wird übersehen, dass mehrere der einflussreichsten antisemitischen Publikationen in der Türkei aus der säkularnationalistischen Ecke stammen. Der Vortrag untersucht die Erscheinungsformen und die Verbreitung des Antisemitismus in verschiedenen politischen oder sozialen Spektren der türkischen Gesellschaft und stellt auch Aktivitäten gegen ihn vor.

Dr. Corry Guttstadt

ist Historikerin und Turkologin mit dem Forschungsschwerpunkt Juden in der Türkei, Situation von Minderheiten in der Türkei und Antisemitismus in der Türkei.

Eine Veranstaltung des Fritz Bauer Instituts mit Unterstützung der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Publikationen

Fritz Bauer Institut (Hrsg.)

Jahresbericht 2021

Forschung, Lehre, Publikationen, Veranstaltungen

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Andrea Rudorff

Katzbach – das KZ in der Stadt

Zwangsarbeit in den Adlerwerken Frankfurt am Main 1944/45

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