Veranstaltungen und Ausstellungen

Veranstaltungsarchiv

Mi 08
Juli 2026
18:15

Rassistisches Wissen über »Ausländer« zwischen 1940 und 1990

PRÄSENZ — Vortrag von PD Dr. Maria Alexopoulou

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.811

Rassistische Wissensbestände über »Ausländer«, die als »fremdvölkisch«, minderwertig, kulturell-biologisch unerwünscht oder gar gefährlich, aber gleichzeitig als ökonomisch brauchbar galten, zirkulierten seit dem Kaiserreich und fanden in der Phase der Zwangsarbeit während des Zweiten Weltkriegs weite Verbreitung. Maria Alexopoulou fragt, was mit dem akkumulierten rassistischen Wissen über »Ausländer« in der sogenannten Stunde Null 1945 geschah. Migranten waren in dieser Zeit durchgängig präsent und prägten mit der sogenannten Gastarbeiter- und späteren Asylmigration immer mehr das Bild vor allem der Industriestädte wie beispielsweise Mannheim.

PD Dr. Maria Alexopoulou

ist Privatdozentin am Historischen Institut der Universität Mannheim und Projektleiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin im Rahmen des »Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt«. Im August 2024 erschien ihre Monografie Rassistisches Wissen in der Transformation der Bundesrepublik Deutschland in eine Einwanderungsgesellschaft 1940–1990 im Wallstein Verlag.

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Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
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Mi 01
Juli 2026
18:15

Wie konnte das geschehen?

Deutschland 1933 bis 1945

PRÄSENZ — Vortrag von Prof. Dr. Götz Aly

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Rostocker Str. 2
Gebäude der Sprach- und Kulturwissenschaften
Hörsaal SKW B

In einer schweren Krise wurde die NSDAP 1932 zur mit Abstand stärksten Partei gewählt. Bald konnte sie die Macht übernehmen und auf wachsende gesellschaftliche Zustimmung bauen. Hitler brauchte den Krieg – das Volk fürchtete sich davor. Dennoch terrorisierten schließlich 18 Millionen deutsche Soldaten Europa. Wie kam es dazu? Warum beteiligten sich Hunderttausende an beispiellosen Massenmorden?

Die Antwort ist vielschichtig. Götz Aly schildert die Herrschaftsmethoden, mit denen die NS-Machthaber Millionen Deutsche in gefügige Vollstrecker oder in vom Krieg abgestumpfte Mitmacher verwandelten – und von denen nicht wenige beängstigend aktuell sind. 

Prof. Dr. Götz Aly

war von 2004 bis 2006 Gastprofessor am Fritz Bauer Institut und ist Autor zahlreicher Publikationen zu Nationalsozialismus, Holocaust und Antisemitismus. Sein aktuelles Buch, Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933 bis 1945, ist im August 2025 im Verlag S. Fischer erschienen.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

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Do 25
Juni 2026
9:00

Holocaust vermitteln und Geschichte verstehen.

Perspektiven für den Unterricht und die Bildungsarbeit

Tagung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Theodor-W.-Adorno-Platz 1
PA-Gebäude, Lobby (Erdgeschoss)

Anlässlich der in Kooperation mit dem Fritz Bauer Institut gezeigten partizipatorischen Ausstellung »Die Nazis waren ja nicht einfach weg: Vom Umgang mit dem Nationalsozialismus in Deutschland seit 1945« im Museum für Kommunikation in Frankfurt am Main widmet sich die Tagung aktuellen Fragen der Vermittlung des Holocaust im Bildungskontext.

Dabei geht es unter anderem um Fragen wie: Welche Rolle können digitale und analoge Formate in der heutigen pädagogischen Praxis spielen? Welche methodischen Zugänge unterstützen eine sinnvolle und empathische Auseinandersetzung? Und welche Ansätze sind notwendig, um das Thema Holocaust im Kontext historischen Lernens zeitgemäß und zugänglich zu gestalten?


TAGUNGSPROGRAMM

Mittwoch, 24. Juni, 18:15 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
IG Farben-Haus, Raum 311

Öffentlicher Vortrag:
Spielerischer Antisemitismus und Erinnern mit Deep Fakes?
Die Leugnung und Verfälschung des Holocaust auf TikTok

Prof. Dr. Tobias Ebbrecht-Hartmann, Hebräische Universität Jerusalem
Hybrid – Livestream auf YouTube: youtu.be/dYkf0c1cv20
(siehe gesonderte Ankündigung)

Donnerstag, 25. Juni 2026
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Theodor-W.-Adorno-Platz 1
PA-Gebäude, Lobby (Erdgeschoss)

9:00 Uhr
Begrüßung

Prof. Dr. Sybille Steinbacher, Direktorin des Fritz Bauer Instituts

9:15 Uhr
»Eintauchen« und »Erleben« als Zugang zur Vergangenheit? Schlaglichter aus der (digitalen) Geschichtskultur

Prof. Dr. Josef Memminger, Didaktik der Geschichte, Goethe-Universität Frankfurt am Main

10:00 Uhr
Über den Umgang mit dem Nationalsozialismus in einer Ausstellung. Zur Konzeption und Entwicklung der Ausstellung »Die Nazis waren ja nicht einfach weg«

Udo Andraschke, Stabsstelle Sammlungen und Museen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

10:45 Uhr
Kaffeepause

11:00 Uhr
Pädagogik im Kontext von Ideologie und Verbrechen. Zur Aktualität der Auseinandersetzung mit Bildung und Schule im Nationalsozialismus

Dr. Saskia Müller, wissenschaftliche Mitarbeiterin Universität Bielefeld, Fakultät für Erziehungswissenschaft

11:45 Uhr
Panelgespräch: »Fragt uns mal!« Schülerinnen und Schüler berichten über ihre Erfahrungen

12:45 Uhr
Mittagspause

13:45 Uhr
Graphic Novels als Antisemitismusprävention?

Prof. Dr. Ursula Hennigfeld, Institut für Romanistik, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

14:30 Uhr
Genug Spielraum? Das Serious Game »Tribunal 45« im Memorium Nürnberger Prozesse

Nina Lutz M.A., Leitung Memorium Nürnberger Prozesse
Ann-Kathrin Steger M.A./LLM, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Vermittlung, Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, Nürnberg

15:15 Uhr
Kaffeepause

15:30 Uhr
Geschichte und Gefühl. Exemplarische Zugriffe aus der Beschäftigung mit der NS-Gewaltherrschaft

Prof. Dr. i.R. Alfons Kenkmann, Didaktik der Geschichte, Universität Leipzig

16:15 Uhr
Zusammenfassung und Ausblick – ein Tagungskommentar

Mag. Patrick Siegele, Bereichsleiter Holocaust Education (ERINNERN:AT) beim OeAD –Agentur für Bildung und Internationalisierung, Wien

Anfragen und Anmeldungen an

kontakt(at)fritz-bauer-institut.de

Tagungsprogramm als pdf-Datei

Tagungsprogramm

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Mi 24
Juni 2026
18:15

Spielerischer Antisemitismus und Erinnern mit Deep Fakes?

Die Leugnung und Verfälschung des Holocaust auf TikTok

HYBRID — Vortrag von Prof. Dr. Tobias Ebbrecht-Hartmann

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
IG Farben-Haus, Raum 311

Hybridveranstaltung

Livestream auf YouTube: youtu.be/dYkf0c1cv20

Der Vortrag ist zugleich die Auftaktveranstaltung zur Tagung am 25. Juni 2026:
Holocaust vermitteln und Geschichte verstehen
Perspektiven für den Unterricht und die Bildungsarbeit

Tagungsprogramm (pdf-Datei)
Teilnahme an der Tagung nur nach bestätigter Anmeldung.

Nicht erst seit dem Angriff der Hamas auf Dörfer und Gemeinden im Süden Israels am 7. Oktober 2023 scheinen antisemitische Diskurse und die Relativierung und Leugnung des Holocaust auf sozialen Medienplattformen wie TikTok Hochkonjunktur zu haben. Insbesondere die immer einfacher werdenden Möglichkeiten, mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erfundene Wirklichkeiten, sogenannte Deep Fakes, zu generieren, stellen das Erinnern an die Shoah mit und auf sozialen Medien vor neue Herausforderungen. Der Vortrag diskutiert auch Möglichkeiten, wie sich Akteure der historisch-politischen Bildung, Überlebende und andere Personen diesen Phänomenen entgegenstellen und eine kritische Auseinandersetzung damit fördern können.

Prof. Dr. Tobias Ebbrecht-Hartmann

lehrt und forscht an der Hebräischen Universität in Jerusalem zu Visueller Kultur, Medien und Erinnerungskulturgeschichte. Im Oktober 2025 erschien von ihm das Buch Gewalt als Bild: Die Bilder vom 7. Oktober im Spiegel der visuellen Erinnerung an die Shoah im Neofelis Verlag.

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Sa 20
Juni 2026
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Wollheim-Pavillon

Treffpunkt ist vor dem Wollheim-Pavillon am Fritz-Neumark-Weg, unterhalb des IG Farben-Hauses, von der Fürstenberger Straße kommend auf der linken Seite des Campus-Geländes.
Die kostenlose Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Das am 2. November 2008 feierlich eröffnete Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna-Monowitz (Auschwitz III). Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.

Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, welche die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial zum Konzentrationslager Buna-Monowitz:
www.wollheim-memorial.de
Interviews mit Überlebenden des Konzentrationslagers Buna-Monowitz:
24 Videointerviews

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Mi 17
Juni 2026
18:15

Von der »Auflösung in Episoden«.

Fritz Bauers Strafrechtskritik angesichts der Dimension der Massenverbrechen

HYBRID — Vortrag von Prof. Dr. Lena Foljanty

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.811

Hybridveranstaltung

Livestream auf YouTube: youtu.be/B4WWwELO-Gc

Die Urteilsverkündung im ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess hat sich 2025 zum 60. Mal gejährt. Als erster Prozess im Land der Täter, der den Opfern eine Stimme gab, ist er ein Meilenstein bundesdeutscher Erinnerungsgeschichte. Dennoch blieb er weit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Das Strafgesetzbuch von 1871 bot keine hinreichende Handhabe für Massenverbrechen wie die Shoah. Fritz Bauer wandte sich entschieden gegen die »Auflösung in Episoden«, die das überkommene Strafrecht verlangte. Er forderte, das Lager als »Tatkomplex« zu begreifen. In dem Vortrag wird der Frage nachgegangen, warum er mit dieser Forderung kein Gehör fand, und die Rechtsprechungsentwicklung bis in die Gegenwart reflektiert.

Prof. Dr. Lena Foljanty

ist Professorin am Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte der Universität Wien und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Fritz Bauer Instituts.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

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Mi 10
Juni 2026
18:15

Die Abschottung der Welt

Internationale Reaktionen auf die Vertreibung der Juden 1933–1945

PRÄSENZ — Vortrag von PD Dr. Susanne Heim

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.801

Hinweis: Der ursprünglich für heute geplante Vortrag von Prof. i.R. DDr. Oliver Rathkolb, Ökonomie der Angst. Die Rückkehr des nervösen Zeitalters, entfällt. Wir bemühen uns, ihn zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen.

Als nach der NS-Machtübernahme tausende Jüdinnen und Juden zur Emigration aus Deutschland gedrängt wurden, hatte dies weitreichende Folgen für die internationale Staatengemeinschaft. Hilfsbereitschaft und zivilgesellschaftliche Initiativen zur Unterstützung der Geflüchteten in den Nachbarstaaten Deutschlands wichen schon bald einer »Das-Boot-ist-voll«-Stimmung. Abschreckungsmaßnahmen wie die Verschärfung von Grenzkontrollen, die Unterbringung in Lagern oder heimliche Abschiebungen über grüne Grenzen trugen dazu bei, die Flüchtlinge in eine Sphäre der Rechtlosigkeit abzudrängen. Sie bestiegen seeuntüchtige Boote, um der Verfolgung zu entkommen, mussten Fluchthelfer bezahlen und zunehmend illegale Wege gehen, um sich in Sicherheit zu bringen. Mit jedem deutschen Expansionsschritt stieg die Zahl derer, die sich vor der Verfolgung und letztlich der Ermordung zu retten suchten.

Thema des Vortrags sind die Reaktionen der Zufluchtsstaaten auf die Fluchtbewegung und ihre Auswirkungen auf die Geflüchteten sowie die internationalen Bemühungen um eine »Lösung« der Krise. Dabei wird auch die Rolle der meist wenig beachteten jüdischen Hilfsorganisationen in den Blick genommen. 

PD Dr. Susanne Heim

ist Historikerin und Politikwissenschaftlerin. Von 2005 bis 2020 war sie Projektkoordinatorin der 16-bändigen Quellenedition Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945, publiziert bei De Gruyter Oldenbourg. Ihr Buch Die Abschottung der Welt. Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen. 1933–1945 ist im Februar 2026 im Verlag C.H.Beck, München erschienen.

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Mi 27
Mai 2026
18:15

Das Verschwinden des Holocaust.

Zum Wandel der Erinnerung

HYBRID — Vortrag von Prof. Dr. Jan Gerber

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.811

Hybridveranstaltung

Livestream auf YouTubeyoutu.be/_9IXLFspgFs

Fritz Bauer Lecture 2026

Die Erkenntnis der Besonderheit des Holocaust hat sich erst spät durchgesetzt, die Erinnerung daran begann noch einmal zeitlich verzögert. Erst seit den 1970er Jahren wurde der Massenmord an der jüdischen Bevölkerung Europas als das zentrale Verbrechen der Nationalsozialisten wahrgenommen. Jan Gerber geht den Ursachen dieser Entwicklung nach. Er fragt nach den Bedingungen von Erinnerung und Erkenntnis, indem er die Gedächtnisgeschichte des Holocaust mit der Politik-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts verbindet. Auf diese Weise werden die aktuellen Debatten über die Bedeutung des Holocaust und sein Verhältnis zu den Kolonialverbrechen historisch eingeordnet. 

Prof. Dr. Jan Gerber

ist Leiter des Forschungsressorts »Politik« am Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow. Seit 2024 ist er Honorarprofessor für Neuere und Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt Moderne jüdische Geschichte an der Universität Leipzig. Sein Buch Das Verschwinden des Holocaust: Zum Wandel der Erinnerung ist 2025 in der Edition Tiamat, Berlin erschienen.

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Sa 23
Mai 2026
15:00

Fritz Bauer und das Grundgesetz.

Eine Annäherung

PRÄSENZ — Vortrag von Dr. Katharina Rauschenberger

SAALBAU Gallus, Fritz-Bauer-Saal
Frankenallee 111, Frankfurt am Main

Veranstaltung am Jahrestag der Verkündung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland

Öffentlicher Vortrag im Anschluss an die Mitgliederversammlung des Fördervereins Fritz Bauer Institut e.V. 

Es gibt keine explizite Auseinandersetzung Bauers mit dem Grundgesetz. Im Vortrag werden ein paar Beispiele vorgestellt, in denen Bauers Vorstellungen von Recht und Gesellschaft das Grundgesetz berühren.

Dr. Katharina Rauschenberger

ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fritz Bauer Institut. 

Eine Veranstaltung des Fördervereins Fritz Bauer Institut e.V. in Kooperation mit dem Fritz Bauer Institut

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Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 24741110
verein(at)fritz-bauer.org
fritz-bauer.org


Mi 20
Mai 2026
18:15

Archive in Niedersachsen und der Nationalsozialismus.

Kontinuitäten und Brüche

PRÄSENZ — Vortrag von Dr. Sabine Graf und Dr. Julia Kahleyß

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
IG Farben-Haus, Raum IG 311

Wie haben sich die nationalsozialistische Rassenideologie, die »Gleichschaltung« von Politik und Gesellschaft sowie der Zweite Weltkrieg auf staatliche, kommunale und kirchliche Archive und ihr Personal ausgewirkt? Am Beispiel der Situation in Niedersachsen wird gezeigt, dass der Einfluss einschneidend war und dass starke institutionelle und personelle Kontinuitäten im Archivwesen zwischen dem nationalsozialistischen Herrschaftssystem und der Nachkriegszeit bestanden. Gleichzeitig illustrieren die ausgewählten Beispiele strukturelle Unterschiede und individuelle Handlungsspielräume der Akteure. 

Dr. Sabine Graf

ist Präsidentin des Niedersächsischen Landesarchivs. 

Dr. Julia Kahleyß

ist Leiterin des Stadtarchivs Bremerhaven und Vorsitzende des Verbands der Archive in Niedersachsen und Bremen.

Der von Sabine Graf und Julia Kahleyß gemeinsam mit Henning Steinführer herausgegebene Sammelband Archive in Niedersachsen und der Nationalsozialismus Kontinuitäten und Brüche ist im Januar 2026 im Wallstein Verlag erschienen.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main

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Sa 16
Mai 2026
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Wollheim-Pavillon

Treffpunkt ist vor dem Wollheim-Pavillon am Fritz-Neumark-Weg, unterhalb des IG Farben-Hauses, von der Fürstenberger Straße kommend auf der linken Seite des Campus-Geländes.
Die kostenlose Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Das am 2. November 2008 feierlich eröffnete Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna-Monowitz (Auschwitz III). Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.

Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, welche die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial zum Konzentrationslager Buna-Monowitz:
www.wollheim-memorial.de
Interviews mit Überlebenden des Konzentrationslagers Buna-Monowitz:
24 Videointerviews

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Mi 06
Mai 2026
18:15

Erinnerungen an Micha Brumlik.

Die Frankfurter Jahre

PRÄSENZ — Beiträge ehemaliger Weggefährtinnen und -gefährten

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 823

Am 10. November 2025 verstarb Micha Brumlik im Alter von 78 Jahren. Von 2000 bis 2005 war er Direktor des Fritz Bauer Instituts. Ehemalige Weggefährtinnen und -gefährten verschiedener Etappen seines Lebens in Frankfurt am Main erzählen über ihre Begegnungen mit dem Freund und Intellektuellen. Im Anschluss laden wir zu einem kleinen Empfang ein.

Mit:
Hauke Brunkhorst: Von der Hebräischen Universität in die Frankfurter Schule 
Cilly Kugelmann: Porträt einer WG in den 1970er Jahren 
Daniel Cohn-Bendit: Zwischen Häuserkampf und Magistrat
Dan Diner: Räumliches und Zeitliches zur jüdischen Topographie Frankfurts
Dietrich Neuhaus: Christlich-jüdischer Dialog in Arnoldshain 
Gertrud Koch: Publizierte Motive 
Rupert von Plottnitz: Das Fritz Bauer Institut – zivilgesellschaftliche Verankerung und Universitätsanbindung
Matthias Lutz-Bachmann: Philosophie und Religion im Dialog 
Meron Mendel: Lehre aus der Perspektive des Promovenden

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit der Bildungsstätte Anne Frank

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Mi 29
April 2026
18:15

Die Konstruktion von Kriminellen.

Die Inhaftierung von »Berufsverbrechern« im KZ Mauthausen

PRÄSENZ — Vortrag von Dr. Andreas Kranebitter

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.811

Im Nationalsozialismus wurde die Kriminalpolizei ermächtigt, aus verschiedenen Gründen Personen in »Vorbeugungshaft« zu nehmen und in KZs einzuweisen. Polizei und SS etikettierten sie wegen ihrer Vorstrafen als »Berufsverbrecher«. Nach 1945 galten sie nicht als Opfer. Andreas Kranebitter hat die Kollektivbiografie von 885 österreichischen »Berufsverbrechern« im KZ Mauthausen geschrieben und ist darin diesen Fragen nachgegangen: Auf welcher rechtlichen Basis wurden sie deportiert? Wegen welcher Delikte hatten sie Vorstrafen erhalten? Wie wandte die Kriminalpolizei die Kategorie »Berufsverbrecher« an? Welche Rolle spielten sie im Gefüge der »Häftlingsgesellschaft«?

Dr. Andreas Kranebitter

ist Wissenschaftlicher Leiter des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands (DÖW) in Wien. Sein Buch Die Konstruktion von Kriminellen. Die Inhaftierung von »Berufsverbrechern« im KZ Mauthausen erschien 2024 im Verlag new academic press in Wien.

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Mi 22
April 2026
18:15

Jenseits der Undarstellbarkeit.

Bilder aus NS-Konzentrationslagern und -Ghettos aus kunsthistorischer Perspektive

PRÄSENZ — Vortrag von Prof. Dr. Verena Krieger und Ella Falldorf M.A.

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.811

Während und unmittelbar nach dem Holocaust entstanden Tausende von Bildern, geschaffen von Gefangenen in nationalsozialistischen Lagern und Ghettos. Wegen ihrer meist figurativen Bildsprache wurden sie oft auf den Status des spirituellen und politischen Widerstands reduziert oder als Illustrationen dafür, »wie es war«, konsultiert. Aber diese Bilder sprechen nicht für sich selbst, sie bedürfen der kunst- und bildwissenschaftlich informierten Analyse. 

Prof. Dr. Verena Krieger

ist Professorin für Kunstgeschichte und Direktorin des Instituts für Kunst- und Kulturwissenschaften an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. 

Ella Falldorf M.A.

ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am dortigen Lehrstuhl für Kunstgeschichte.

Das von Verena Krieger und Ella Falldorf herausgegebene Buch Beyond Irrepresentability. Exploring Images from Nazi Camps, Ghettos, and the Holocaust ist im Dezember 2025 im Böhlau Verlag erschienen.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Jüdischen Museum Frankfurt am Main

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Sa 18
April 2026
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Wollheim-Pavillon

Treffpunkt ist vor dem Wollheim-Pavillon am Fritz-Neumark-Weg, unterhalb des IG Farben-Hauses, von der Fürstenberger Straße kommend auf der linken Seite des Campus-Geländes.
Die kostenlose Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Das am 2. November 2008 feierlich eröffnete Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna-Monowitz (Auschwitz III). Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.

Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, welche die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial zum Konzentrationslager Buna-Monowitz:
www.wollheim-memorial.de
Interviews mit Überlebenden des Konzentrationslagers Buna-Monowitz:
24 Videointerviews

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Mi 15
April 2026
18:15

»Steh auf, es ist Krieg«

Der deutsche Überfall auf die Sowjetunion, Südwestfunk 1991

PRÄSENZ — Filmausschnitte und Gespräch mit Paul Kohl

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
IG Farben-Haus, Raum IG 311

Im Jahr 1985 reiste der Berliner Journalist Paul Kohl in die Sowjetunion, wo er auf den Spuren der Heeresgruppe Mitte Menschen interviewte, die den Terror der Wehrmacht überlebt hatten. Seine Route führte unter anderem zu den ehemaligen Konzentrationslagern von Minsk, Borisov, Orscha, Mogilev und Vitebsk, außerdem zum Vernichtungslager Malyj Trostenez in Belarus. Aus seinen Aufzeichnungen produzierte er ein Radiofeature und ein Buch. Mit dem Regisseur Hartmut Kaminski fuhr er später ein weiteres Mal in die Region, und es entstand daraus eine sechsteilige Fernsehserie der ARD. Diese frühen Forschungen zu den Opfern des deutschen Vernichtungskriegs gegen die Sowjetunion sind in der Fachwelt kaum rezipiert worden.

Paul Kohl

ist Schriftsteller sowie Autor von Hörspielen und Radiofeatures. 1990 erschien von ihm im Verlagshaus Gerd Mohn in Gütersloh »Ich wundere mich, dass ich noch lebe« – Sowjetische Augenzeugen berichten. 1995 wurde die Studie unter dem Titel Der Krieg der deutschen Wehrmacht und der Polizei 1941–1944 in die Schwarze Reihe des Fischer Verlags übernommen.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung

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Sa 21
März 2026
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Wollheim-Pavillon

Treffpunkt ist vor dem Wollheim-Pavillon am Fritz-Neumark-Weg, unterhalb des IG Farben-Hauses, von der Fürstenberger Straße kommend auf der linken Seite des Campus-Geländes.
Die kostenlose Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Das am 2. November 2008 feierlich eröffnete Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna-Monowitz (Auschwitz III). Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.

Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, welche die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial zum Konzentrationslager Buna-Monowitz:
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Interviews mit Überlebenden des Konzentrationslagers Buna-Monowitz:
24 Videointerviews

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Mi 25. Februar - Di 14. April 2026

Veranstaltungspause des Fritz Bauer Instituts

Während der vorlesungsfreien Zeit der Goethe-Universität finden keine öffentlichen Vortragsveranstaltungen statt.

Das Veranstaltungsprogramm des Fritz Bauer Instituts pausiert in der vorlesungsfreien Zeit der Goethe-Universität. Ab April finden wieder regelmäßig Vortragsveranstaltungen auf dem Campus Westend statt.

Die öffentliche Führungen zum Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus werden auch in den Semesterferien an jedem 3. Samstag im Monat angeboten.

Unser neues Programmheft mit Veranstaltungsankündigungen von April bis Juli 2026 ist in Vorbereitung. Es wird Ende März verschickt. Sie können das Programmheft mit diesem Formular kostenfrei bestellen:
Infosendungen des Fritz Bauer Instituts

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Di 24
Februar 2026
20:15

»… VERZEIHUNG, ICH LEBE«

PRÄSENZ — Filmaufführung und Filmgespräch mit Andrzej Klamt und Marek Pelc

Kino im Deutschen Filminstitut & Filmmuseum
Schaumainkai 41, Frankfurt am Main

Originaltitel »Przepraszam, ze zyje«
Regie: Andrzej Klamt, 81 Min., OmU
Der deutsch-polnische Dokumentarfilm von 2000 wurde 2025 im Rahmen des Förderprogramms Filmerbe aufwändig restauriert und digitalisiert.
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In Auschwitz wurden nach Kriegsende 2.400 private Fotografien von Jüdinnen und Juden aus der polnischen Kleinstadt Bedzin gefunden. Nur wenige der abgebildeten Menschen haben den Holocaust überlebt. Zu ihnen gehören die vier Protagonisten, die in dem Dokumentarfilm von Andrzej Klamt zu Wort kommen. In ihren Erzählungen wird das Leben der Juden und ihrer polnischen Mitbürger in der Vorkriegszeit lebendig. Sie schildern das Einbrechen des nationalsozialistischen Terrors, die Verfolgung und die Auslöschung der gesamten jüdischen Bevölkerung der kleinen polnischen Stadt.

Andrzej Klamt

wurde 1964 in Bytom geboren, einer Stadt im oberschlesischen Industriegebiet mit überwiegend zweisprachiger Bevölkerung. im Alter von 15 Jahren siedelte er mit seiner Familie nach Deutschland über. Seit 1990 lebt und arbeitet Andrzej Klamt in Wiesbaden als freier Autor und Regisseur im Dokumentarfilmbereich.

Marek Pelc

stammt aus Polen, lebte lange in Israel und seit 1982 in Frankfurt. Er studierte Geschichte, Philosophie und Germanistik und arbeitete in den 1990er Jahren am Fritz Bauer Institut, heute ist er Übersetzer für Texte vom Hebräischen ins Deutsche. Gemeinsam erarbeiteten beide das Konzept zu dem Film. 

Veranstalter: DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum in Kooperation mit dem Fritz Bauer Institut

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Sa 21
Februar 2026
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Wollheim-Pavillon

Treffpunkt ist vor dem Wollheim-Pavillon am Fritz-Neumark-Weg, unterhalb des IG Farben-Hauses, von der Fürstenberger Straße kommend auf der linken Seite des Campus-Geländes.
Die kostenlose Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Das am 2. November 2008 feierlich eröffnete Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna-Monowitz (Auschwitz III). Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.

Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, welche die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial zum Konzentrationslager Buna-Monowitz:
www.wollheim-memorial.de
Interviews mit Überlebenden des Konzentrationslagers Buna-Monowitz:
24 Videointerviews

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Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
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Mi 11
Februar 2026
18:15

Kabarett der Namenlosen

Ein bislang ungeschriebenes Kapitel der Exilgeschichte

PRÄSENZ — Lesung und Gespräch mit Susanne Schädlich

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.811

Die Schriftstellerin Susanne Schädlich beleuchtet in ihren Texten gern kaum beachtete Seiten der Vergangenheit. Oft verbunden mit ihrer eigenen Biografie wie im Bestseller Immer wieder Dezember. Der Westen, die Stasi, der Onkel und ich, in dem sie den ungeheuerlichen Stasi-Verrat durch ihren Onkel thematisiert. Nun erzählt sie in Kabarett der Namenlosen die Geschichte von Leopold Jessner, bis 1930 hochangesehener erster Generalintendant des Preußischen Staatstheaters in Berlin, der 1933 Deutschland verlassen musste und schließlich nach Amerika emigrierte. In Los Angeles zwischen 1939 und 1945 harrte er namen- wie bedeutungslos aus, gemeinsam mit vielen deutsch-jüdischen Emigranten, Regisseuren, Schauspielern, Schriftstellern, hin- und hergerissen zwischen alter und neuer Heimat.

Susanne Schädlich

ist Schriftstellerin und Übersetzerin. Ihr Roman Kabarett der Namenlosen erschien 2025 im Arco Verlag, Wuppertal.

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Norbert-Wollheim-Platz 1
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Mi 04
Februar 2026
18:15

Spielerischer Antisemitismus und Erinnern mit Deep Fakes?

Die Leugnung und Verfälschung des Holocaust auf TikTok

DER VORTRAG VON PROF. DR. TOBIAS EBBRECHT-HARTMANN MUSS LEIDER ENTFALLEN.

Wir bemühen uns, die Veranstaltung im Sommersemester 2026 nachzuholen.

Nicht erst seit dem Angriff der Hamas auf Dörfer und Gemeinden im Süden Israels am 7. Oktober 2023 scheinen antisemitische Diskurse und die Relativierung und Leugnung des Holocaust auf sozialen Medienplattformen wie TikTok Hochkonjunktur zu haben. Insbesondere die immer einfacher werdenden Möglichkeiten, mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erfundene Wirklichkeiten, sogenannte Deep Fakes, zu generieren, stellen das Erinnern an die Shoah mit und auf sozialen Medien vor neue Herausforderungen. Der Vortrag diskutiert auch Möglichkeiten, wie sich Akteure der politisch-historischen Bildung, Überlebende und andere Personen diesen Phänomenen entgegenstellen und eine kritische Auseinandersetzung fördern können.

Prof. Dr. Tobias Ebbrecht-Hartmann

lehrt und forscht an der Hebräischen Universität in Jerusalem zu Visueller Kultur, Medien und Erinnerungskulturgeschichte.

Tobias Ebbrecht-Hartmann
Gewalt als Bild
Die Bilder vom 7. Oktober im Spiegel der visuellen Erinnerung an die Shoah

Relationen. Essays zur Gegenwart, Band 20
Berlin, Neofelis Verlag, 2025, 144 S., 26 Abb., € 15,-
ISBN: 978-3-95808-515-2

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Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
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Do 29
Januar 2026
19:00

Die Nazis waren ja nicht einfach weg:

Vom Umgang mit dem Nationalsozialismus in Deutschland seit 1945

Ausstellungseröffnung

Museum für Kommunikation
Schaumainkai 53, Frankfurt am Main

Grußworte:
Dr. Annabelle Hornung, Direktorin Museum für Kommunikation Frankfurt
Dirk Belda, Vermittlung und Transfer, Fritz Bauer Institut

Anschließend Paneldiskussion mit Dr. Mathias Rösch, Leiter Schulmuseum Nürnberg der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und Kurator der Ausstellung

Musikalische Begleitung von Perismon (ein Ensemble des Bridges Kammerorchester) mit Hagit Halaf (Violine), Enkthuya Jambaldorj (Shudraga/Yatga) und Mónica Rincón (Harfe)

Ausstellungszeitraum/Öffnungszeiten

Freitag, 30. Januar bis Sonntag, 26. Juli 2026
Dienstag und Donnerstag: 9:00–17:00 Uhr
Mittwoch: 10:00–20:00 Uhr
Freitag, Samstag, Sonntag: 10:00–18:00 Uhr

Erinnern an die NS-Zeit

Vor 80 Jahren, am Ende des Zweiten Weltkriegs, lag Europa in Trümmern. Das NS-Regime hatte Millionen von Menschen verfolgt und ermordet sowie große Teile des europäischen Kontinents verwüstet und ausgeraubt. Nach 1945 taten sich die Deutschen schwer mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit. Die meisten verdrängten ihre Verantwortung und schwiegen über das Geschehene. Erst allmählich wandelte sich der Umgang mit der Zeit des Nationalsozialismus, in Ost- und Westdeutschland auf unterschiedliche Weise. Die Ausstellung thematisiert diesen Prozess und stellt die Frage, wie wir uns zukünftig an die NS-Geschichte erinnern wollen. Sie wurde zusammen mit Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland entwickelt und richtet sich insbesondere an junge Menschen. Sie greift die Perspektive von Kindern und Jugendlichen verschiedener Epochen auf und thematisiert die Situation der Überlebenden der Verfolgung sowie der vormaligen Täter und Mitläufer aber auch deren Nachkommen.Die erste Ausstellungsstation war ab Juli 2025 das Dokumentationszentrum Topographie des Terrors in Berlin.

Das Begleitprogramm der Ausstellung stellt lokale Bezüge zum Thema Erinnerungskultur her. Am 25. Februar lädt das Museum zum Erzählcafé, in dem Frankfurter Initiativen (u.a. die Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main und Förderverein für die Errichtung einer Gedenk- und Bildungsstätte KZ Katzbach in den Adlerwerken) von ihrer Arbeit berichten. Schulklassen ab der Jahrgangsstufe 10 können am 26. Februar mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus dem Rhein-Main-Gebiet ins Gespräch kommen. Ab April führt die Historikerin Kathrin Rahlwes Interessierte an wichtige Orte der Frankfurter NS-Vergangenheit.

Wanderausstellung des Schulmuseums der Universität Erlangen-Nürnberg, initiiert von Matthias Rösch.

Beratende Unterstützung der Ausstellungskonzeption:
Prof. Dr.  Sybille Steinbacher und Nadine Docktor (Fritz Bauer Institut)

Kooperationspartner und Förderung:
Schulmuseum der Universität Erlangen-Nürnberg, Alfred Landecker Foundation, Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., Fritz Bauer Institut

Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm:
https://www.mfk-frankfurt.de/nazis-nach-1945-ausstellung/

Kontakt

Museum für Kommunikation
Schaumainkai 53
60596 Frankfurt am Main
Tel.: 069.60600
mfk-frankfurt(at)mspt.de
https://www.mfk-frankfurt.de 


Mi 28
Januar 2026
18:15

Der vergessene Widerstand

Jüdinnen und Juden im Kampf gegen den Holocaust

PRÄSENZ — Vortrag von Prof. Dr. Stephan Lehnstaedt

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.811

Die Nationalsozialisten sahen für Menschen jüdischer Abstammung nur eine Rolle vor: die des passiven Opfers. Dass sich in Deutschland und den besetzten Gebieten zehntausende Jüdinnen und Juden aktiv gegen diese Zuschreibung wehrten, ist bis heute kaum bekannt. Ihre vergessenen Geschichten werden in diesem Vortrag vorgestellt. Er handelt von Menschen, die auch im Angesicht des Todes für sich und andere einstanden: sei es durch Sabotage, die Archivierung von Wissen, Fluchthilfe, Aufstände oder den Kampf mit der Waffe. Jüdischer Widerstand im NS-Staat und in den Besatzungsgebieten war aber nicht nur ein Kampf gegen die Verfolgung, sondern vor allem ums nackte Überleben.

Prof. Dr. Stephan Lehnstaedt

ist Professor für Holocaust-Studien und Jüdische Studien an der Touro University Berlin. Seine Studie Der vergessene Widerstand. Jüdinnen und Juden im Kampf gegen den Holocaust ist 2025 im C.H.Beck Verlag, München erschienen.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

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Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
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Di 27
Januar 2026
12:00

Geschichte, Erinnerungen und der »menschliche Orientierungssinn im Bereich des Wirklichen«

PRÄSENZ — Vortrag von Prof. Dr. Thomas Lindenberger

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Theodor-W.-Adorno-Platz 1
PA-Gebäude, Lobby (Erdgeschoss)

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

In der Rede über Vergangenheiten stehen Tatsachenwahrheiten Fiktionen, Gegenwartskritik der Konstruktion von Identitäten gegenüber. Dabei scheint die historische Urteilskraft dem Zusammenspiel von Erinnerungspolitiken und massenmedialem Histotainment wenig entgegenzusetzen zu haben. Solche Beliebigkeiten untergraben »die Unterscheidung von Wahrheit und Unwahrheit«, ohne die, so Hannah Arendt, der »menschliche Orientierungssinn im Bereich des Wirklichen […] nicht funktionieren« kann – ein Einfallstor für totalitäre Ideologien und Bewegungen?

Prof. Dr. Thomas Lindenberger

ist Seniorprofessor für Totalitarismusforschung an der TU Dresden. Er war bis 2017 Abteilungsleiter am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam. Zwischen 2017 und 2024 war er Direktor des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung e.V. an der Technischen Universität Dresden.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Präsidium der Goethe-Universität Frankfurt am Main

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Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
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