Veranstaltungen & Ausstellungen

Veranstaltungsarchiv

Sa 16
November 2019
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Die Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt.
Sie ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Guide: Thomas Siurkus

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz. Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

Kontakt

Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
+49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Mi 13
November 2019
18:15

Neostalinismus und die russische Gesellschaft heute

Vortrag von Prof. Dr. Irina Scherbakowa

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.801

In der heutigen russischen Gesellschaft wird auf das bitterste um die Erinnerung an die sowjetische Vergangenheit gekämpft. Es ist symptomatisch, dass das Bild Stalins dabei eine entscheidende Rolle spielt. Der Vortrag befasst sich mit den Gründen, warum dessen Popularität wächst. Er analysiert diesen Blick auf die russische Geschichte und behandelt vor allem die Frage, welche Rolle die Massenkultur und die sozialen Medien bei der Entstehung eines neuen Stalinbildes spielen. Darüber hinaus wird ein Zusammenhang zwischen dieser Erinnerungsdebatte und internationalen Diskussionen hergestellt.

Prof. Dr. Irina Scherbakowa

ist Germanistin und Kulturwissenschaftlerin. Sie arbeitet als Übersetzerin, Journalistin, Redakteurin, Dozentin und Buchautorin, forscht zur Geschichte des Stalinismus, engagiert sich als Menschenrechtsaktivistin für die Organisation Memorial, zu deren Begründern sie zählt, und hat zahlreiche Auszeichnungen bekommen. Ihr jüngstes Buch Die Hände meines Vaters. Eine russische Familiengeschichte erschien 2017 auf Deutsch.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

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Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


So 10
November 2019
18:00

»Die Stille schreit«

Ein Dokumentarfilm von Josef Pröll unter Mitarbeit von Miriam Friedmann (2019, 74 min.)

Filmvorführung in Anwesenheit von Josef Pröll und Miriam Friedmann

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Bockenheim, Pupille – Kino in der Uni
Studierendenhaus, Mertonstr. 26–28

Der Film erzählt die Geschichte der jüdischen Familien Friedmann und Oberdorfer aus Augsburg. Das Ehepaar Oberdorfer wurde deportiert und ermordet. Die Friedmanns nahmen sich, zusammen mit anderen Leidensgefährten, vor ihrer Deportation das Leben. Miriam Friedmann, in den USA geboren und aufgewachsen, kehrte 2001 nach Augsburg zurück. Seitdem ging sie dem Schicksal ihrer beiden Großelternpaare nach, das die Eltern für sich behalten hatten, um sie zu schonen. Im Juli 2018 restituierte die Bayerische Staatsgemäldesammlung das Bild »Bauernstube« aus dem vormaligen Besitz ihrer Großeltern väterlicherseits an sie. Es war nach deren Suizid vom Finanzamt Augsburg-Stadt »zur Verwertung« eingezogen und an die Staatsgemäldesammlung veräußert worden.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit Pupille e.V. – Kino in der Uni und dem AStA der Goethe-Universität Frankfurt am Main

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Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
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Mi 06
November 2019
18:15

Bitte beachten: Krankheitsbedingt muss der Vortrag von Dr. Clara Maier leider ausfallen.

Der demokratische Rechtsstaat und seine Geschichte. Perspektiven auf Weimar und Bonn

Goethe-Universität Frankfurt am Main

Vortragsreihe:
»Verfassung, Recht und Demokratie. 70 Jahre Grundgesetz«

Der demokratische Rechtsstaat ist im deutschen Sprachraum zum Synonym gerechter und plebiszitär legitimierter Staatlichkeit geworden. Dabei ist die Verbindung beider Staatstheorien historisch gesehen keineswegs eine Selbstverständlichkeit. Im Vortrag wird es um das spezifische Modell von Rechtsstaatlichkeit gehen, das in der Bundesrepublik nach dem Zweiten Weltkrieg etabliert wurde. Dieses soll historisch dargestellt, kontextualisiert und zu anderen Formen demokratischer Staatlichkeit ins Verhältnis gesetzt werden.

Dr. Clara Maier

ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Hamburger Institut für Sozialforschung in der Forschungsgruppe Demokratie und Staatlichkeit. 2016 beendete sie ihre Dissertation The Politics of German Peculiarity: American, British and German Debates on the German Sonderweg, 1933–1968 an der University of Cambridge. 2019 erschien ihr Aufsatz »Gehegte Demokratie. Zur Idee des Rechtsstaats in Deutschland und Spanien« in Mittelweg 36.

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Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
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Mo 04
November 2019
20:15

»Gestures of Resistance«

A Documentary by Olga Stefan (2019, 60 min.)

Filmscreening and discussion with Olga Stefan (in English)

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Bockenheim, Pupille – Kino in der Uni
Studierendenhaus, Mertonstr. 26–28

»Gestures of Resistance« connects the personal testimonies of some of the last survivors of the Holocaust from Romania, Czech Republic and Slovakia through their presentations of antifascist resistance – chapter 1: Armed Resistance, chapter 2: Civil/Political Resistance, chapter 3: Resistance through Art, chapter 4: Resistance through Solidarity.
The filmmakers use these personal stories to inquire further into their relevance in today’s society, what the protagonists feel about the right-wing political movements gaining power, and how they think we can use their stories to resist current tendencies.
»Gestures of Resistance« weaves filmed footage from protest movements and individual acts of solidarity today with filmed testimonies of the protagonists, archival material, and artworks depicting antifascist resistance.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit Pupille e.V. – Kino in der Uni und dem AStA der Goethe-Universität Frankfurt am Main

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Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
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Mi 30
Oktober 2019
18:15

Verwaltet und verwertet

Die fiskalische Verfolgung von Sinti und Roma im Nationalsozialismus

Vortrag von Dr. des. Josephine Ulbricht

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.812

Im Rahmen der Deportation von Sinti und Roma in die nationalsozialistischen Konzentrationslager griffen die Behörden auf deren Vermögenswerte zu. Die Betroffenen durften nur wenige Wäsche- und Kleidungsstücke sowie einen »Mundvorrat« an Lebensmitteln mitnehmen. Es wurden Vermögensverzeichnisse angelegt, alle auffindbaren Werte beschlagnahmt und zugunsten des Deutschen Reichs eingezogen. Die Mitarbeiter der Reichsfinanzverwaltung verwerteten das gesamte Gut durch Verkauf oder öffentliche Versteigerung. Der Vortrag widmet sich insbesondere dem Vorgehen der Behörden. Wer waren die beteiligten Akteure und Profiteure? Gab es Unterschiede oder Gemeinsamkeiten im Vergleich zur fiskalischen Verfolgung anderer Gruppen?

Dr. des. Josephine Ulbricht

ist Historikerin und Mitarbeiterin der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig. 2020 erscheint ihre Dissertation unter dem Titel Das Vermögen der »Reichsfeinde«. Staatliche Finanzverwaltung und Gegnerverfolgung im nationalsozialistischen Deutschland.

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Fritz Bauer Institut
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Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
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Sa 26
Oktober 2019
14:00

Mord und Folter im Wohnviertel

Das »Arbeitserziehungslager« Frankfurt-Heddernheim

Rundgang mit Dr. Petra Meyer

Treffpunkt: U-Bahn-Haltestelle Zeilweg, Bahnsteig stadtauswärts,
Frankfurt am Main (Linien U 1, U 3, U 8)
Veranstaltungsende gegen 16:00 Uhr

Das von 1942 bis 1945 in der Lehmgrube, einer ehemaligen Ziegelei, untergebrachte »Arbeitserziehungslager« der Gestapo ist heute weitgehend überbaut. Eine kleine Gedenkstätte erinnert an Folter, Hinrichtungen und Deportationen von Zwangs- und Fremdarbeitern. Der Rundgang durch das Viertel informiert über ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen.

Dr. Petra Meyer

ist Historikerin und Lehrbeauftragte an der Universität des 3. Lebensalters der Goethe-Universität. Bereits 1986 erschien von ihr die Broschüre Das Arbeitserziehungslager Heddernheim.

Teilnahme nur nach bestätigter Anmeldung.

Programmflyer mit Anmeldeformular (pdf-Datei)

Eine Veranstaltung des Fördervereins Fritz Bauer Institut e.V. im Rahmen der Reihe »Mahnmale des Holocaust – Besuche von Gedenkstätten in Frankfurt am Main und Umgebung«

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Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
verein(at)fritz-bauer-institut.de


Mi 23
Oktober 2019
18:15

Ein Mensch und zwei Leben

Erwin Stein – Hessischer Kultusminister und Bundesverfassungsrichter 1903–1992

Vortrag von apl. Prof. Dr. Anne C. Nagel

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.812

Am 7. März 1903 wurde Erwin Stein in dem Städtchen Grünberg in Oberhessen als Sohn eines Bahnmeisters geboren. Alles deutete auf ein solides Leben ohne Verwerfungen. Die politische Entwicklung in der ersten Jahrhunderthälfte zwang den Juristen, der mit einer Jüdin verheiratet war, jedoch zu größter Zurückhaltung. Die Nachricht von der bevorstehenden Deportation in den Osten trieb seine Frau Hedwig 1943 in den Tod. Nach dem Krieg begann Steins zweites Leben. In der Hoffnung, Einfluss auf die Zukunft Deutschlands nehmen zu können, stürzte er sich in die Politik und griff nachdrücklich in die Gestaltung eines demokratischen Deutschland ein.

Apl. Prof. Dr. Anne C. Nagel

lehrt an der Justus-Liebig-Universität Gießen Geschichte. Bisher liegen von ihr Veröffentlichungen zur nationalsozialistischen Bildungs- und Wissenschaftsgeschichte sowie zum Widerstand im Dritten Reich vor.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung

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Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
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Sa 19
Oktober 2019
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Die Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt.
Sie ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Guide: Thomas Siurkus

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz. Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

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Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
+49 (0)69 798 322-40
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Mi 16
Oktober 2019
18:15

Stauffenberg

Porträt eines Attentäters

Vortrag von Thomas Karlauf

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.801

Wer war Claus von Stauffenberg? Die Figur des Obersts, der am 20. Juli 1944 die Bombe zündete, die Hitler töten sollte, blieb immer schemenhaft. Wir kennen die Ereignisse, die zu dem Anschlag führten, aber bis heute besitzen wir kein überzeugendes Bild von der Persönlichkeit des Attentäters. Die Einordnung des militärischen Widerstands fällt schwer, weil die Gruppe um Stauffenberg zu Beginn nicht zu den Oppositionellen des NS-Regimes gehört hatte. Einer der Ersten, die die Rehabilitierung Stauffenbergs betrieben, war Fritz Bauer, den politisch sicher nicht viel mit ihm verband. Die neue Stauffenberg-Biographie rekonstruiert die Ideenwelt des Attentäters, die für ihn lange Zeit vereinbar war mit Hitlers Politik. Erst im Sommer 1942 begann er umzudenken und die politische Verantwortung des Offiziers höher zu stellen als Pflicht und Gehorsam.

Thomas Karlauf

ist freier Lektor und Autor, unter anderem von Biographien zu Stefan George und Helmut Schmidt. Er war Lektor und Endredakteur des öffentlich viel beachteten, 2010 erschienenen Buches Das Amt und die Vergangenheit zur Geschichte des Auswärtigen Amts im Nationalsozialismus und in der Bundesrepublik Deutschland.

Historisches Buch des Jahres 2019

Damals – Das Magazin für Geschichte hat das 2019 im Blessing Verlag erschienene Buch von Thomas Karlauf, »Stauffenberg. Porträt eines Attentäters«, zum Historischen Buch des Jahres gekürt.
www.wissenschaft.de/damals/rezensionen/buecher-des-jahres

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Veranstaltungsprogramm

Ausgaben des Programmhefts
(pdf-Datei) seit April 2018

Oktober bis Februar 2019/20
April bis Juli 2019
Oktober bis Februar 2018/19
April bis Juli 2018