Veranstaltungen & Ausstellungen

Veranstaltungsarchiv

Sa 23
März 2019
13:00

Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

Mitgliederversammlung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1
IG-Farben Haus, Raum 311

Veranstalter
Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

Der Vorstand des Fördervereins des Fritz Bauer Instituts lädt alle seine Mitglieder ein zur ordentlichen Mitgliederversammlung (gemäß § 7 der Satzung). Im Rahmen der Mitgliederversammlung wird der Vorstand neu gewählt.

Mit freundlichen Grüßen
Jutta Ebeling
(für den Vorstand)

Kontakt
Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Do 21 - Fr 22
März 2019

Frankfurt und der Nationalsozialismus

Tagung

Historisches Museum Frankfurt
Saalhof 1, Sonnemannsaal

Eine Tagung des Historischen Museum Frankfurt in Kooperation mit dem Fritz Bauer Institut und der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung sowie der Bildungsstätte Anne Frank, dem Historischen Seminar der Goethe-Universität, dem Institut für Stadtgeschichte und dem Jüdischen Museum Frankfurt

Im Jahr 2020 jährt sich das Ende der nationalsozialistischen Herrschaft zum 75. Mal. Das Historische Museum Frankfurt wird in diesem Jahr die erste umfassende Ausstellung über die Zeit des Nationalsozialismus in Frankfurt eröffnen. Es überrascht, wie schnell und gründlich sich das zuvor so liberale und weltoffene Frankfurt unter seinem NS-Oberbürgermeister Friedrich Krebs der NS-Ideologie angeschlossen hat. Die Ausstellung will das lange gehegte Bild der Stadt als »widerständig« hinterfragen und die Beteiligung der Bevölkerung Frankfurts, ihrer Verwaltung, Universität und Wirtschaft am nationalsozialistischen System verdeutlichen.
Die Tagung bringt zur Vorbereitung der Ausstellung Wissenschaftler/innen und Praktiker/innen zusammen, die aktuelle Forschungsprojekte zu Frankfurt im Nationalsozialismus vorstellen und davon berichten, wie man andernorts mit den Herausforderungen umgeht, vor denen heute die Erinnerung an diese Epoche der deutschen Geschichte steht. Die Erwartungen der Frankfurter Stadtgesellschaft an eine solche Ausstellung sollen gleichermaßen Berücksichtigung finden. Deshalb sind alle Interessierte und Akteur/innen, die sich mit diesem Thema befassen, eingeladen.

Donnerstag, 21. März 2019

Erwartungen

10.00 Uhr
Begrüßung: Dr. Jan Gerchow (Historisches Museum Frankfurt)
Grußwort: Dr. Ina Hartwig (Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt am Main)
Grußwort: N.N. (Hessische Landeszentrale für politische Bildung Wiesbaden)

10.30 Uhr    
Key Note: Von der Heimat ohne NS zum NS ohne Heimat. Der Nationalsozialismus und die lokale Geschichtskultur nach 1945
Prof. Dr. Habbo Knoch (Universität Köln)

11.00 Uhr    
Ideensammlung mit dem Publikum: Was erwarten wir von einer Frankfurter NS-Ausstellung?

12.30 Uhr  
Mittagspause

Stand der Forschung zu Frankfurt, laufende Projekte und Desiderata

13.30 Uhr    
Stand der Forschung
Prof. Dr. Christoph Cornelißen (Historisches Seminar, Goethe-Universität Frankfurt)

14.00 Uhr    
Aktuelle Projekte des Fritz Bauer Instituts
Prof. Dr. Sybille Steinbacher (Fritz Bauer Institut, Frankfurt)

14.30 Uhr    
Die Frankfurter Universität im Nationalsozialismus
Prof. Dr. Moritz Epple (Historisches Seminar, Goethe-Universität Frankfurt)

15.00 Uhr    
Gemeinsame Diskussion und Kaffeepause

15.45 Uhr    
Die Webseite »Frankfurt1933–1945«
Dr. Thomas Bauer (Institut für Stadtgeschichte, Frankfurt)

16.15 Uhr    
Das neue Konzept des Jüdischen Museums Frankfurt
Dr. Mirjam Wenzel (Jüdisches Museum Frankfurt)

16.45 Uhr    
Vergangenheit und Zukunft der Gedenkpädagogik in Frankfurt
Gottfried Kößler (Pädagogisches Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt)

17.15 Uhr  
Gemeinsame Diskussion

Öffentlicher Abendvortrag

18.30 Uhr
Historisches Wissen und das Fortleben postnazistischer Bilderwelten in der Popkultur
Dr. Jelena Jazo (Frankfurt)

Freitag, 22. März 2019

Methoden: Wie den Nationalsozialismus ausstellen und vermitteln? Erfahrungen andernorts

9.30 Uhr    
Partizipative Ansätze in Ausstellungsprojekten: Das denk.mal Hannoverscher Bahnhof in Hamburg
Dr. Oliver von Wrochem (KZ-Gedenkstätte Neuengamme)

10.00 Uhr    
Der Nationalsozialismus in der geplanten Dauerausstellung des Deutschen Historischen Museums
Fritz Backhaus (Deutsches Historisches Museum, Berlin)

10.20 Uhr    
Emotionen und Diskurs. Erfahrungen im Umgang mit NS-Objekten
Dr. Sylvia Necker (Nottingham/Frankfurt)

10.40 Uhr    
Kaffeepause

11.00 Uhr    
Vielfältige Ansätze. Von der Erforschung zur Darstellung von Akteurinnen und Akteuren
PD Dr. Jan Erik Schulte (Gedenkstätte Hadamar)

11.20 Uhr    
Medial und interaktiv. geplante NS-Dokumentationszentrum in Mannheim
Andreas Mix (MARCHIVUM, Mannheim)

11.40 Uhr    
Digitale Medien in der historisch-politischen Bildung
Dr. Meron Mendel (Bildungsstätte Anne Frank, Frankfurt)

12.00 Uhr    
Design für Alle. Die neue Dauerausstellung in der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz
Dr. Elke Gryglewski (Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, Berlin)

12.20 Uhr    
Gemeinsame Diskussion

13.00 Uhr  
Mittagspause

Resümee

14.00 Uhr    
Welche Anstöße kann eine Ausstellung der Stadtgesellschaft geben?
Dr. Hanno Loewy (Jüdisches Museum Hohenems)

14.30 Uhr  
Zusammenfassung des gesammelten Inputs

15.00 Uhr    
Ende der Veranstaltung

An beiden Tagen ganztägig:
Poster-Präsentationen von Initiativen zur Frankfurter NS-Geschichte

Teilnahmegebühr: € 20,– / ermäßigt € 10,–
Vor Ort an der Museumskasse zu bezahlen.

Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht!

Tagungsflyer (pdf-Datei)

Kontakt
Historisches Museum Frankfurt
Saalhof 1
60311 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 212-35599
info(at)historisches-museum-frankfurt.de  
www.historisches-museum-frankfurt.de  

 


Sa 16
März 2019
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Die Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt.
Sie ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Guide: Thomas Siurkus

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz. Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

Kontakt
Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Mo 25
Februar 2019
19:30

Zur rechten Zeit. Wider die Rückkehr des Nationalismus

Buchvorstellung mit Prof. Dr. Norbert Frei, Dr. Franka Maubach, PD Dr. Christina Morina und Dr. Maik Tändler

Deutsche Nationalbibliothek
Adickesallee 1
60322 Frankfurt am Main

Moderation

Caroline Rebecca Schmidt, Geschäftsführerin des Exzellenzclusters »Die Herausbildung normativer Ordnungen«

Begrüßung

Prof. Dr. Sybille Steinbacher, Direktorin des Fritz Bauer Instituts
Prof. Dr. Klaus Günther, Co-Sprecher des Exzellenzclusters

Die Sehnsucht nach einer »konservativen Revolution« zieht sich durch die gesamte deutsche Nachkriegsgeschichte. Immer wieder forderten Nationalkonservative und Rechtsradikale die liberale Demokratie heraus. Doch seit der »Flüchtlingskrise« hat sich die Sprengkraft ihrer Argumente enorm verstärkt: Viele Positionen von AfD, Pegida und der Neuen Rechten sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen und das Verlangen nach einer heilen Geschichte heizt die Stimmung weiter an. Sind das noch die Deutschen, die glaubten, ihre Vergangenheit mustergültig »bewältigt« zu haben? Präzise führen die Autoren vor Augen, was derzeit auf dem Spiel steht – und wie es dazu gekommen ist.

Prof. Dr. Norbert Frei

forscht derzeit als Fellow des Exzellenzclusters am Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität in Bad Homburg. Er ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Leiter des Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Dr. Franka Maubach

ist Historikerin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und schreibt derzeit an einer Arbeit über die Deutung des »deutschen Sonderwegs«.

PD Dr. Christina Morina

lehrt Neuere und Neueste Geschichte Deutschlands in Europa an der Universität Amsterdam.

Dr. Maik Tändler

ist Historiker an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und forscht zur Geschichte der intellektuellen Rechten in Deutschland.

Norbert Frei, Franka Maubach, Christina Morina, Maik Tändler
Zur rechten Zeit. Wider die Rückkehr des Nationalismus
Berlin: Ullstein, 2019, Hardcover, 256 S., € 16,00
ISBN-13 9783550200151 (erscheint am 22. Februar 2019)

Eine gemeinsame Veranstaltung des Fritz Bauer Instituts und des Exzellenzclusters »Die Herausbildung normativer Ordnungen« an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, der Ullstein Buchverlage, der Karl-Marx-Buchhandlung und der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.
Anmeldung erbeten unter: www.dnb.de/veranstaltungfrankfurt

Kontakt

Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Sa 16
Februar 2019
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Die Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt.
Sie ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Guide: Thomas Siurkus

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz. Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

Kontakt
Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
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Mi 13
Februar 2019
18:15

Zur Transformation des sowjetischen Gedenkortes bei Trostenez in einen gesamteuropäischen Erinnerungsort

Vortrag von Dr. Aliaksandr Dalhouski

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.802

Der Ort der Massenvernichtung Malyj Trostenez in Weißrussland, der schon zu Zeiten der Sowjetunion zum Gedenkort wurde, soll gegenwärtig in einen gesamteuropäischen Erinnerungsort umgewandelt werden. Der Vortrag schildert die mit dieser Entwicklung verbundenen Schwierigkeiten und beleuchtet an diesem Beispiel die Probleme der Historisierung sowie die Besonderheiten der sowjetischen Wahrnehmung und Gestaltung von Orten des Gedenkens an die Massenvernichtung. Er basiert auf den im Rahmen der Vorarbeiten zur Ausstellung »Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung« erzielten Forschungsergebnissen und behandelt unter anderem folgende Fragen: Wie geriet die größte Vernichtungsstätte in der Region in Vergessenheit? Wie kam es in der Sowjetzeit dazu, dass die nach Trostenez deportierten und dort ermordeten mitteleuropäischen Juden in der offiziellen Erinnerungskultur als friedliche Sowjetbürger dargestellt wurden?

Dr. Aliaksandr Dalhouski

ist Historiker, verantwortlich für den Bereich Forschungsarbeit in der Geschichtswerkstatt Minsk.

Veranstaltung im Begleitprogramm der Ausstellung
Vernichtungsort Malyj Trostenez: Geschichte und Erinnerung
26. Januar – 17. März 2019, Karmeliterkloster, Frankfurt am Main
Veranstalter: Institut für Stadtgeschichte, Fritz Bauer Institut, Pädagogisches Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums, Internationales Bildungs- und Begegnungswerk
Informationen zur Ausstellung

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Fritz Bauer Institut
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Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
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Mi 06
Februar 2019
18:15

Fritz Bauer: Kleine Schriften

Präsentation des Editionsprojekts

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
IG Farben-Haus, Raum 311

Fritz Bauer (1903–1968) war eine der bedeutendsten Persönlichkeiten im Kampf für die juristische Ahndung der NS-Verbrechen in den 1950er und 1960er Jahre in der Bundesrepublik. Von den Nationalsozialisten ins Exil getrieben, kehrte Bauer 1949 nach West-Deutschland zurück und setzte sich als Generalstaatsanwalt für die Demokratisierung des Landes ein.

Es ist eine ironische Note, dass die »Kleinen Schriften« Fritz Bauers nun in einer Edition mit mehr als 1.800 Druckseiten erschienen sind. Man sieht, wie breit gestreut das Interesse von Verlagen, Zeitungen und Zeitschriften an seinen Auffassungen war. Zudem wird deutlich, dass er fast sein ganzes Leben lang publizierte.

Nach mehr als fünf Jahren Recherche und redaktioneller Arbeit legen wir die bislang bekannten und identifizierbaren Schriften Bauers in zwei Teilbänden vor. Sie decken die Jahre 1921 bis 1969 ab und lassen die Konjunkturen seiner Auseinandersetzung mit Themen wie der Emigration, den Wirtschaftssystemen, den Kriegsverbrechen, dem Widerstand, der Strafrechtsreform, den nationalsozialistischen Gewaltverbrechen, dem Sexualstrafrecht und dem Strafvollzug erkennen.

Programm

Es sprechen
für das Fritz Bauer Institut: Prof. Dr. Sybille Steinbacher
die Herausgeberin und der Herausgeber: Dr. Lena Foljanty und Dr. David Johst
für die Gerda Henkel Stiftung: Dr. Sybille Wüstemann

Vortrag von Oberstaatsanwalt a.D. Günther Feld:
»NSG-Verfahren in den 1980er/1990er Jahren – vertane Chancen!«

Mit Audio- und Videoaufnahmen von Fritz Bauer sowie einer Lesung aus seinen Texten durch Christoph Pütthoff (Schauspiel Frankfurt).

Anschließend Empfang

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Fritz Bauer Institut
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Norbert-Wollheim-Platz 1
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Mi 30
Januar 2019
18:15

Umgang in der Demokratie mit der völkischen Rechten

Vortrag von Prof. Dr. Samuel Salzborn

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
IG Farben-Haus, Raum 311

Die völkische Rebellion der antidemokratischen Rechten war erfolgreich, wobei dieser Erfolg auf neurechte Medien- und Öffentlichkeitsstrategien zurückgeht, die denen der sogenannten Konservativen Revolution und deren Kampf gegen die Weimarer Demokratie entlehnt sind. Zu lange und zu oft wurde bisher ignoriert, dass es solche Strategien gibt, die – würde man sich mit ihnen befassen – leicht zu konterkarieren wären. Statt den Fokus hierauf zu richten, werden ganz im Gegenteil stets dieselben Fehler im Umgang mit der völkischen Rechten wiederholt, was ihnen weiter in die Hände spielt. Der Vortrag benennt wesentliche rechte Strategien und zeigt, welche Fehler im demokratischen Umgang mit ihnen gemacht werden.

Prof. Dr. Samuel Salzborn
ist zurzeit Gastprofessor für Antisemitismusforschung am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin.

Eine Kooperation mit dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

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Mo 28
Januar 2019
12:00

Vorlesung zum Holocaust-Gedenktag:

Der Todesmarsch an die Bernsteinküste.
Die Geschehnisse von Palmnicken im Januar 1945

Vortrag von Prof. Dr. Sybille Steinbacher

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Theodor-W.-Adorno-Platz 1
Gebäude Präsidium und Administration, Lobby

Veranstaltung zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Begrüßung

Prof. Dr. Birgitta Wolff
Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt

Etwa zur selben Zeit, als die Rote Armee am 27. Januar 1945 Auschwitz befreite, trieb in Ostpreußen ein SS-Mordkommando Tausende Menschen, fast ausschließlich jüdische Frauen, an die Bernsteinküste bei Palmnicken. Eines der größten Massaker in der Zeit der Todesmärsche begann: Die Frauen wurden ins Meer gescheucht, erschossen und erschlagen. Was in Palmnicken geschah, ist bis heute wenig bekannt. Im Vortrag wird beleuchtet, was sich über die deutsche Zivilbevölkerung und die lokalen Amtsträger in der Zeit der Todesmärsche sagen lässt. Die Palette der Verhaltensweisen war breit: Mitleid und Hilfe, aber auch Feindseligkeit, Abscheu und Angst wurde den Frauen in Palmnicken entgegengebracht. Das Geschehen zeigt: Mit der Befreiung von Auschwitz endete der Massenmord nicht.

Im Anschluss an den Vortrag Umtrunk und Imbiss.

Prof. Dr. Sybille Steinbacher

ist Professorin für die Geschichte und Wirkung des Holocaust an der Goethe-Universität und Direktorin des Fritz Bauer Instituts.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Präsidium der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

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So 27
Januar 2019
19:00

Viktors Kopf

Vom Umgang mit einem NS-Unrechtsurteil, 2016

Filmvorführung mit Carmen Eckhardt

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Bockenheim
Pupille – Kino in der Uni
Studierendenhaus
Mertonstr. 26–28

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Die Filmemacherin Carmen Eckhardt begann siebzig Jahre nach der Ermordung ihres Urgroßvaters mit der Spurensuche: Georg Viktor Kunz, geboren 1884 als unehelicher Sohn des Barons Georg von Oertzen, engagierte sich erst in der Sozialistischen Arbeiterjugend, dann beim Spartakusaufstand 1919 in Berlin und avancierte zum Minister in der Rheinischen Republik Autonome Pfalz. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten suchte ihn die Gestapo. Im Jahr 1943 wurde er von Roland Freisler, Präsident des Volksgerichtshofs, zum Tode verurteilt und für »immer ehrlos« erklärt. In Stuttgart wurde das Urteil mit dem Fallbeil vollstreckt. Seine Urenkelin kämpfte darum, Kunz zu rehabilitieren. Aber das 1998 vom Bundestag verabschiedete NS-Aufhebungsgesetz hebt NS-Urteile pauschal auf und macht die juristische Würdigung von Einzelschicksalen unmöglich.

Carmen Eckhardt
ist Produzentin und Regisseurin von SeeMoreFilm. Sie lebt in Köln.

Eine Kooperation mit Pupille e.V. – Kino in der Uni und dem AStA der Goethe-Universität Frankfurt am Main

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