Events and Exhibitions
Radikalisierung, Autoritarismus, Kriegstreiberei, Xenophobie und Kontrollverlust: Der Vortrag geht den Ursachen dieser Phänomene der Gegenwart nach und macht sie an der »ersten und zweiten Turboglobalisierung« fest. Politische Umwälzungen, ökonomische Krisen und technologische Innovationen überforderten im Vorfeld des Ersten Weltkriegs –ähnlich wie auch heute die nationalen Gesellschaften und ihre politischen Eliten – und riefen die Raubritter der Wirtschaft auf den Plan. Irrationale Fehlentscheidungen in der Politik, die Polarisierung der Bevölkerung und das Gefühl der Marginalisierung des Einzelnen weckten damals wie heute eine Sehnsucht nach einfachen, oft gewaltvollen Lösungen für komplexe Probleme.
war bis 2024 Professor am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien und bis 2022 dessen Vorstand. 2025 erschien sein Buch Ökonomie der Angst. Die Rückkehr des nervösen Zeitalters im Wiener Molden Verlag. Es wurde in Österreich Sieger in der Wahl des Publikums für das Wissenschaftsbuch im Bereich Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften des Jahrs 2026.
Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de
Zwei Jahrzehnte nach seinem Tod gilt Armin Mohler noch immer als Vordenker der Neuen Rechten in Deutschland. Der 1920 in der Schweiz geborene Publizist inszenierte sich nach 1945 als Erbwahrer jenes in der Weimarer Republik grassierenden Radikalnationalismus, den er unter dem Begriff der »Konservativen Revolution« in die Bundesrepublik hinüberzuretten versuchte. Der Vortrag rekonstruiert die Geschichte der rechtsintellektuellen Netzwerke um Mohler unter den Bedingungen einer sich schnell wandelnden politischen Öffentlichkeit bis zur Herausbildung einer Neuen Rechten seit den 1970er Jahren.
ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München–Berlin. Zuvor war er am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin und am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena tätig. 2025 erschien im Wallstein Verlag sein Buch Armin Mohler und die intellektuelle Rechte in der Bonner Republik.
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14:00 bis 16:00 Uhr
Filmvorführung: »Im Labyrinth des Schweigens«
(Regie: Giulio Ricciarelli, D 2014, 123 Min.)
16:15 bis 17:45 Uhr
Podiumsgespräch:
Dr. h.c. Gerhard Wiese (Jurist)
Dr. Katharina Rauschenberger (Historikerin)
Moderation: Rebecca Caroline Schmidt (Normative Orders)
Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Der Frankfurter Auschwitz-Prozess von 1963 bis 1965 gilt als ein zentraler Wendepunkt in der juristischen und öffentlichen Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen in der Bundesrepublik Deutschland. In dem Podiumsgespräch berichtet Dr. h.c. Gerhard Wiese, der als junger Staatsanwalt zum Team der Ankläger des Prozesses gehörte, aus seiner Perspektive auf die damaligen Ermittlungen und die Hauptverhandlung. Im Gespräch mit der Historikerin Dr. Katharina Rauschenberger (Fritz Bauer Institut) wird die Bedeutung des Prozesses für die strafrechtliche Aufarbeitung der NS-Verbrechen in den Blick genommen. Welche Herausforderungen stellten sich den Staatsanwälten bei der juristischen Aufarbeitung der im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz begangenen Verbrechen? Wie wurde mit der Vielzahl von Zeugenaussagen und Beweismitteln umgegangen? Und welche Bedeutung hat der Prozess über das konkrete Strafverfahren hinaus für die öffentliche Wahrnehmung und Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen bis heute?
studierte Rechtswissenschaften an der Freien Universität in Berlin. Nach dem Referendariat wurde er Staatsanwalt, ab Februar 1961 bis zu seiner Pensionierung bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main. Dort holte ihn der Hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, den Wiese bereits im Referendariat kennengelernt hatte, im August 1962 als dritten Staatsanwalt neben Georg Friedrich Vogel und Joachim Kügler – die bereits seit 1959 ermittelt hatten – in das Team, das später die Anklage im sog. Auschwitz-Prozess verfasste und in der Hauptverhandlung vertrat. Ab September 1965 war Wiese dann allein für das Verfahren zuständig bis zur Revisionsverhandlung vor dem Bundesgerichtshof im Februar 1969. Gerhard Wiese wurde mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande und dem Hessischem Verdienstorden ausgezeichnet. 2024 erhielt er vom Fachbereich Rechtswissenschaft der Goethe-Universität die Ehrendoktorwürde.
ist seit 2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fritz Bauer Institut und Redakteurin der Einsicht. Bulletin des Fritz Bauer Instituts. Sie studierte Geschichte, Philosophie und Spanisch an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und wurde 2001 an der Technischen Universität Berlin mit einer Arbeit zur Geschichte des jüdischen Museumswesens in Deutschland promoviert. Von 1989 bis 2003 war sie in verschiedenen Projekten am Jüdischen Museum Frankfurt tätig, darunter an der Ausstellung »Die Rothschilds. Eine europäische Familie«. Von 2006 bis 2008 koordinierte sie das Leo-Baeck-Programm »Jüdisches Leben in Deutschland – Schule und Fortbildung«. 2008 bis 2016 verantwortete sie die Programmkoordination zwischen dem Fritz Bauer Institut und dem Jüdischen Museum Frankfurt; 2015/16 war sie dort Gastkuratorin. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören die deutsch-jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts, die Prozesse wegen nationalsozialistischer Gewaltverbrechen im Kontext des Kalten Krieges sowie die Biografie und Wirkungsgeschichte Fritz Bauers.
ist seit 2012 Geschäftsführerin (Managing Director) des Forschungszentrums Normative Orders der Goethe-Universität Frankfurt am Main und seit 2020 administrative Geschäftsführerin des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ). Von 2007 bis 2012 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur von Prof. Dr. Klaus Günther sowie an der Forschungsstelle für Strafrechtstheorie und Strafrechtsethik von Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas von Hirsch tätig. Parallel dazu arbeitete sie bei der internationalen Wirtschaftskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer in Frankfurt am Main im Bereich des Bankaufsichtsrechts. Sie studierte Rechtswissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt am Main mit dem Schwerpunkt Kriminalwissenschaften sowie Strafverfahrens- und Strafvollzugsrecht.
Veranstalter: Forschungszentrum »Normative Orders« der Goethe-Universität und Frankfurter Juristische Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Fritz Bauer Institut
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Musikalische Umrahmung mit Auszügen aus Que sais-je? (op. 68), Amit Dolberg – Klavier, Amos Elkana – Komposition, Elektronik
Am 19. Oktober 1941 standen ab 6 Uhr morgens SA-Leute und Polizisten vor der Tür von mehr als 1.100 Jüdinnen und Juden. Sie forderten sie auf, innerhalb von zwei Stunden zum Abtransport bereitzustehen. Der Vortrag beschreibt den Ablauf dieser ersten Deportation, versucht die Perspektive der Betroffenen zu erfassen, geht den Tätern sowie den Reaktionen der Zuschauer und Nachbarn nach. Er skizziert zudem die weiteren Deportationen aus Frankfurt bis 1945 und fragt nach dem Umgang mit der Erinnerung an dieses Verbrechen in der Nachkriegszeit.
ist Direktor der Sammlungen und stellvertretender Präsident des Deutschen Historischen Museums in Berlin. Bis 2017 war er stellvertretender Direktor am Jüdischen Museum Frankfurt. Dort war er unter anderem an der Vorbereitung der Erinnerungsstätte an der Frankfurter Großmarkthalle beteiligt.
Amit Dolberg ist Pianist und künstlerischer Leiter des Meitar Ensembles. Amos Elkana ist Komponist. Que sais-je? (op. 68, 2023) ist das musikalische Portrait seines Vaters, Yehuda Elkana, Überlebender von Auschwitz und später Wissenschaftshistoriker an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Ursprünglich komponiert für Flöte, Klarinette, Fagott, Klavier, Violine, Cello und Elektronik wird das Stück in einer Fassung für Klavier und Elektronik dem Anlass angepasst. Beide Musiker wurden mit vielen internationalen Preisen ausgezeichnet.
Interessierte können sich bis 15. Oktober 2026 unter dem Link protokoll.ffm.de für die Gedenkstunde am 19. Oktober anmelden und erhalten bei Vorlage eines Ausweises Zugang zur Veranstaltung. Einlass in die Paulskirche ab 17:15 Uhr.
Eine Veranstaltung des Fritz Bauer Instituts in Kooperation mit dem Dezernat für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main
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Treffpunkt ist vor dem Wollheim-Pavillon am Fritz-Neumark-Weg, unterhalb des IG Farben-Hauses, von der Fürstenberger Straße kommend auf der linken Seite des Campus-Geländes.
Die kostenlose Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Das am 2. November 2008 feierlich eröffnete Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna-Monowitz (Auschwitz III). Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, welche die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.
Website mit umfangreichem Informationsmaterial zum Konzentrationslager Buna-Monowitz:
www.wollheim-memorial.de
Interviews mit Überlebenden des Konzentrationslagers Buna-Monowitz:
24 Videointerviews
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Aus der Perspektive eines Patchworkkinds gibt Natali Stegmann Einblicke in ihre familiengeschichtlichen Recherchen. Die Eltern ihrer Mutter waren gut situierte Familienmenschen mit einem umfangreichen, wenn auch lückenhaften Nachlass, die in ihrer Jugend das NS-Regime aus tiefer Überzeugung mitgetragen haben. Die Eltern ihres Vaters waren Arbeiter und haben kaum etwas hinterlassen. Ihre Großeltern hat sie nie kennengelernt. Der Vortrag führt die familiäre Binnenperspektive und fachliche Betrachtung zusammen. Besonderes Augenmerk gilt der Erschließung von und dem Umgang mit Überlieferungen.
ist Osteuropahistorikerin und arbeitet an der Universität Regensburg. Ihr Aufsatz »Nationalsozialistische Identifikation und abgeschnürte Trauer. Ein Rechercheessay über meine Großmutter und die Familie als Ort der Volksgemeinschaft« erschien 2025 in dem von Johannes Spohr, unter Mitarbeit von Claudia Krieg herausgegebenen Sammelband Present Past. Wie Nachfahren ihre NS-Familiengeschichte erforschen im Berliner Metropol Verlag.
Eine Veranstaltung des Fritz Bauer Instituts in Kooperation mit dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
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Treffpunkt ist vor dem Wollheim-Pavillon am Fritz-Neumark-Weg, unterhalb des IG Farben-Hauses, von der Fürstenberger Straße kommend auf der linken Seite des Campus-Geländes.
Die kostenlose Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Das am 2. November 2008 feierlich eröffnete Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna-Monowitz (Auschwitz III). Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, welche die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.
Website mit umfangreichem Informationsmaterial zum Konzentrationslager Buna-Monowitz:
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Treffpunkt ist vor dem Wollheim-Pavillon am Fritz-Neumark-Weg, unterhalb des IG Farben-Hauses, von der Fürstenberger Straße kommend auf der linken Seite des Campus-Geländes.
Die kostenlose Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Das am 2. November 2008 feierlich eröffnete Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna-Monowitz (Auschwitz III). Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, welche die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.
Website mit umfangreichem Informationsmaterial zum Konzentrationslager Buna-Monowitz:
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Das Veranstaltungsprogramm des Fritz Bauer Instituts pausiert in der vorlesungsfreien Zeit der Goethe-Universität. Ab Oktober finden wieder regelmäßig Vortragsveranstaltungen auf dem Campus Westend statt.
Die öffentliche Führungen zum Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus werden auch in den Semesterferien an jedem 3. Samstag im Monat angeboten.
Unser neues Programmheft mit Veranstaltungsankündigungen von Oktober 2026 bis Februar 2027 ist in Vorbereitung. Es wird Ende September verschickt. Sie können das Programmheft mit diesem Formular kostenfrei bestellen:
Infosendungen des Fritz Bauer Instituts
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Die kostenlose Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Das am 2. November 2008 feierlich eröffnete Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna-Monowitz (Auschwitz III). Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, welche die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.
Website mit umfangreichem Informationsmaterial zum Konzentrationslager Buna-Monowitz:
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Can Nazi Germany’s rule in annexed Poland be understood as colonial, or was it something entirely different? Rachel O’Sullivan investigates how concepts from colonial contexts, such as settlement, assimilation, segregation and violence, can inform research on National Socialist policies toward ethnic Germans (Volksdeutsche), Poles and Jews. She examines strategies aimed at including or excluding these population groups alongside colonial and settler colonial methods, offering new ways to understand German rule and the Holocaust within broader historical frameworks.
holds a post-doc fellowship at the Institute of International Studies, Charles University in Prague. Her book Nazi Germany, Annexed Poland and Colonial Rule: Resettlement, Germanziation and Population Policies in Comparative Perspective was published by Bloomsbury Academic in 2023.
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Rassistische Wissensbestände über »Ausländer«, die als »fremdvölkisch«, minderwertig, kulturell-biologisch unerwünscht oder gar gefährlich, aber gleichzeitig als ökonomisch brauchbar galten, zirkulierten seit dem Kaiserreich und fanden in der Phase der Zwangsarbeit während des Zweiten Weltkriegs weite Verbreitung. Maria Alexopoulou fragt, was mit dem akkumulierten rassistischen Wissen über »Ausländer« in der sogenannten Stunde Null 1945 geschah. Migranten waren in dieser Zeit durchgängig präsent und prägten mit der sogenannten Gastarbeiter- und späteren Asylmigration immer mehr das Bild vor allem der Industriestädte wie beispielsweise Mannheim.
ist Privatdozentin am Historischen Institut der Universität Mannheim und Projektleiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin im Rahmen des »Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt«. Im August 2024 erschien ihre Monografie Rassistisches Wissen in der Transformation der Bundesrepublik Deutschland in eine Einwanderungsgesellschaft 1940–1990 im Wallstein Verlag.
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In einer schweren Krise wurde die NSDAP 1932 zur mit Abstand stärksten Partei gewählt. Bald konnte sie die Macht übernehmen und auf wachsende gesellschaftliche Zustimmung bauen. Hitler brauchte den Krieg – das Volk fürchtete sich davor. Dennoch terrorisierten schließlich 18 Millionen deutsche Soldaten Europa. Wie kam es dazu? Warum beteiligten sich Hunderttausende an beispiellosen Massenmorden?
Die Antwort ist vielschichtig. Götz Aly schildert die Herrschaftsmethoden, mit denen die NS-Machthaber Millionen Deutsche in gefügige Vollstrecker oder in vom Krieg abgestumpfte Mitmacher verwandelten – und von denen nicht wenige beängstigend aktuell sind.
war von 2004 bis 2006 Gastprofessor am Fritz Bauer Institut und ist Autor zahlreicher Publikationen zu Nationalsozialismus, Holocaust und Antisemitismus. Sein aktuelles Buch, Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933 bis 1945, ist im August 2025 im Verlag S. Fischer erschienen.
Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
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Anlässlich der in Kooperation mit dem Fritz Bauer Institut gezeigten partizipatorischen Ausstellung »Die Nazis waren ja nicht einfach weg: Vom Umgang mit dem Nationalsozialismus in Deutschland seit 1945« im Museum für Kommunikation in Frankfurt am Main widmet sich die Tagung aktuellen Fragen der Vermittlung des Holocaust im Bildungskontext.
Dabei geht es unter anderem um Fragen wie: Welche Rolle können digitale und analoge Formate in der heutigen pädagogischen Praxis spielen? Welche methodischen Zugänge unterstützen eine sinnvolle und empathische Auseinandersetzung? Und welche Ansätze sind notwendig, um das Thema Holocaust im Kontext historischen Lernens zeitgemäß und zugänglich zu gestalten?
Mittwoch, 24. Juni, 18:15 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
IG Farben-Haus, Raum 311
Öffentlicher Vortrag:
Spielerischer Antisemitismus und Erinnern mit Deep Fakes?
Die Leugnung und Verfälschung des Holocaust auf TikTok
Prof. Dr. Tobias Ebbrecht-Hartmann, Hebräische Universität Jerusalem
Hybrid – Livestream auf YouTube: youtu.be/dYkf0c1cv20
(siehe gesonderte Ankündigung)
Donnerstag, 25. Juni 2026
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Theodor-W.-Adorno-Platz 1
PA-Gebäude, Lobby (Erdgeschoss)
9:00 Uhr
Begrüßung
Prof. Dr. Sybille Steinbacher, Direktorin des Fritz Bauer Instituts
9:15 Uhr
»Eintauchen« und »Erleben« als Zugang zur Vergangenheit? Schlaglichter aus der (digitalen) Geschichtskultur
Prof. Dr. Josef Memminger, Didaktik der Geschichte, Goethe-Universität Frankfurt am Main
10:00 Uhr
Über den Umgang mit dem Nationalsozialismus in einer Ausstellung. Zur Konzeption und Entwicklung der Ausstellung »Die Nazis waren ja nicht einfach weg«
Udo Andraschke, Stabsstelle Sammlungen und Museen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
10:45 Uhr
Kaffeepause
11:00 Uhr
Pädagogik im Kontext von Ideologie und Verbrechen. Zur Aktualität der Auseinandersetzung mit Bildung und Schule im Nationalsozialismus
Dr. Saskia Müller, wissenschaftliche Mitarbeiterin Universität Bielefeld, Fakultät für Erziehungswissenschaft
11:45 Uhr
Panelgespräch: »Fragt uns mal!« Schülerinnen und Schüler berichten über ihre Erfahrungen
12:45 Uhr
Mittagspause
13:45 Uhr
Graphic Novels als Antisemitismusprävention?
Prof. Dr. Ursula Hennigfeld, Institut für Romanistik, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
14:30 Uhr
Genug Spielraum? Das Serious Game »Tribunal 45« im Memorium Nürnberger Prozesse
Nina Lutz M.A., Leitung Memorium Nürnberger Prozesse
Ann-Kathrin Steger M.A./LLM, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Vermittlung, Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, Nürnberg
15:15 Uhr
Kaffeepause
15:30 Uhr
Geschichte und Gefühl. Exemplarische Zugriffe aus der Beschäftigung mit der NS-Gewaltherrschaft
Prof. Dr. i.R. Alfons Kenkmann, Didaktik der Geschichte, Universität Leipzig
16:15 Uhr
Zusammenfassung und Ausblick – ein Tagungskommentar
Mag. Patrick Siegele, Bereichsleiter Holocaust Education (ERINNERN:AT) beim OeAD –Agentur für Bildung und Internationalisierung, Wien
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Der Vortrag ist zugleich die Auftaktveranstaltung zur Tagung am 25. Juni 2026:
Holocaust vermitteln und Geschichte verstehen
Perspektiven für den Unterricht und die Bildungsarbeit
Tagungsprogramm (pdf-Datei)
Teilnahme an der Tagung nur nach bestätigter Anmeldung.
Nicht erst seit dem Angriff der Hamas auf Dörfer und Gemeinden im Süden Israels am 7. Oktober 2023 scheinen antisemitische Diskurse und die Relativierung und Leugnung des Holocaust auf sozialen Medienplattformen wie TikTok Hochkonjunktur zu haben. Insbesondere die immer einfacher werdenden Möglichkeiten, mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erfundene Wirklichkeiten, sogenannte Deep Fakes, zu generieren, stellen das Erinnern an die Shoah mit und auf sozialen Medien vor neue Herausforderungen. Der Vortrag diskutiert auch Möglichkeiten, wie sich Akteure der historisch-politischen Bildung, Überlebende und andere Personen diesen Phänomenen entgegenstellen und eine kritische Auseinandersetzung damit fördern können.
lehrt und forscht an der Hebräischen Universität in Jerusalem zu Visueller Kultur, Medien und Erinnerungskulturgeschichte. Im Oktober 2025 erschien von ihm das Buch Gewalt als Bild: Die Bilder vom 7. Oktober im Spiegel der visuellen Erinnerung an die Shoah im Neofelis Verlag.
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Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, welche die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.
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Die Urteilsverkündung im ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess hat sich 2025 zum 60. Mal gejährt. Als erster Prozess im Land der Täter, der den Opfern eine Stimme gab, ist er ein Meilenstein bundesdeutscher Erinnerungsgeschichte. Dennoch blieb er weit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Das Strafgesetzbuch von 1871 bot keine hinreichende Handhabe für Massenverbrechen wie die Shoah. Fritz Bauer wandte sich entschieden gegen die »Auflösung in Episoden«, die das überkommene Strafrecht verlangte. Er forderte, das Lager als »Tatkomplex« zu begreifen. In dem Vortrag wird der Frage nachgegangen, warum er mit dieser Forderung kein Gehör fand, und die Rechtsprechungsentwicklung bis in die Gegenwart reflektiert.
ist Professorin am Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte der Universität Wien und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Fritz Bauer Instituts.
Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
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Hinweis: Der ursprünglich für heute geplante Vortrag von Prof. i.R. DDr. Oliver Rathkolb, Ökonomie der Angst. Die Rückkehr des nervösen Zeitalters, entfällt. Wir bemühen uns, ihn zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen.
Als nach der NS-Machtübernahme tausende Jüdinnen und Juden zur Emigration aus Deutschland gedrängt wurden, hatte dies weitreichende Folgen für die internationale Staatengemeinschaft. Hilfsbereitschaft und zivilgesellschaftliche Initiativen zur Unterstützung der Geflüchteten in den Nachbarstaaten Deutschlands wichen schon bald einer »Das-Boot-ist-voll«-Stimmung. Abschreckungsmaßnahmen wie die Verschärfung von Grenzkontrollen, die Unterbringung in Lagern oder heimliche Abschiebungen über grüne Grenzen trugen dazu bei, die Flüchtlinge in eine Sphäre der Rechtlosigkeit abzudrängen. Sie bestiegen seeuntüchtige Boote, um der Verfolgung zu entkommen, mussten Fluchthelfer bezahlen und zunehmend illegale Wege gehen, um sich in Sicherheit zu bringen. Mit jedem deutschen Expansionsschritt stieg die Zahl derer, die sich vor der Verfolgung und letztlich der Ermordung zu retten suchten.
Thema des Vortrags sind die Reaktionen der Zufluchtsstaaten auf die Fluchtbewegung und ihre Auswirkungen auf die Geflüchteten sowie die internationalen Bemühungen um eine »Lösung« der Krise. Dabei wird auch die Rolle der meist wenig beachteten jüdischen Hilfsorganisationen in den Blick genommen.
ist Historikerin und Politikwissenschaftlerin. Von 2005 bis 2020 war sie Projektkoordinatorin der 16-bändigen Quellenedition Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945, publiziert bei De Gruyter Oldenbourg. Ihr Buch Die Abschottung der Welt. Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen. 1933–1945 ist im Februar 2026 im Verlag C.H.Beck, München erschienen.
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Livestream auf YouTube: youtu.be/_9IXLFspgFs
Die Erkenntnis der Besonderheit des Holocaust hat sich erst spät durchgesetzt, die Erinnerung daran begann noch einmal zeitlich verzögert. Erst seit den 1970er Jahren wurde der Massenmord an der jüdischen Bevölkerung Europas als das zentrale Verbrechen der Nationalsozialisten wahrgenommen. Jan Gerber geht den Ursachen dieser Entwicklung nach. Er fragt nach den Bedingungen von Erinnerung und Erkenntnis, indem er die Gedächtnisgeschichte des Holocaust mit der Politik-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts verbindet. Auf diese Weise werden die aktuellen Debatten über die Bedeutung des Holocaust und sein Verhältnis zu den Kolonialverbrechen historisch eingeordnet.
ist Leiter des Forschungsressorts »Politik« am Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow. Seit 2024 ist er Honorarprofessor für Neuere und Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt Moderne jüdische Geschichte an der Universität Leipzig. Sein Buch Das Verschwinden des Holocaust: Zum Wandel der Erinnerung ist 2025 in der Edition Tiamat, Berlin erschienen.
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Öffentlicher Vortrag im Anschluss an die Mitgliederversammlung des Fördervereins Fritz Bauer Institut e.V.
Es gibt keine explizite Auseinandersetzung Bauers mit dem Grundgesetz. Im Vortrag werden ein paar Beispiele vorgestellt, in denen Bauers Vorstellungen von Recht und Gesellschaft das Grundgesetz berühren.
ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fritz Bauer Institut.
Eine Veranstaltung des Fördervereins Fritz Bauer Institut e.V. in Kooperation mit dem Fritz Bauer Institut
Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
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Wie haben sich die nationalsozialistische Rassenideologie, die »Gleichschaltung« von Politik und Gesellschaft sowie der Zweite Weltkrieg auf staatliche, kommunale und kirchliche Archive und ihr Personal ausgewirkt? Am Beispiel der Situation in Niedersachsen wird gezeigt, dass der Einfluss einschneidend war und dass starke institutionelle und personelle Kontinuitäten im Archivwesen zwischen dem nationalsozialistischen Herrschaftssystem und der Nachkriegszeit bestanden. Gleichzeitig illustrieren die ausgewählten Beispiele strukturelle Unterschiede und individuelle Handlungsspielräume der Akteure.
ist Präsidentin des Niedersächsischen Landesarchivs.
ist Leiterin des Stadtarchivs Bremerhaven und Vorsitzende des Verbands der Archive in Niedersachsen und Bremen.
Der von Sabine Graf und Julia Kahleyß gemeinsam mit Henning Steinführer herausgegebene Sammelband Archive in Niedersachsen und der Nationalsozialismus Kontinuitäten und Brüche ist im Januar 2026 im Wallstein Verlag erschienen.
Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main
Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de
Treffpunkt ist vor dem Wollheim-Pavillon am Fritz-Neumark-Weg, unterhalb des IG Farben-Hauses, von der Fürstenberger Straße kommend auf der linken Seite des Campus-Geländes.
Die kostenlose Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Das am 2. November 2008 feierlich eröffnete Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna-Monowitz (Auschwitz III). Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, welche die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.
Website mit umfangreichem Informationsmaterial zum Konzentrationslager Buna-Monowitz:
www.wollheim-memorial.de
Interviews mit Überlebenden des Konzentrationslagers Buna-Monowitz:
24 Videointerviews
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Am 10. November 2025 verstarb Micha Brumlik im Alter von 78 Jahren. Von 2000 bis 2005 war er Direktor des Fritz Bauer Instituts. Ehemalige Weggefährtinnen und -gefährten verschiedener Etappen seines Lebens in Frankfurt am Main erzählen über ihre Begegnungen mit dem Freund und Intellektuellen. Im Anschluss laden wir zu einem kleinen Empfang ein.
Mit:
Hauke Brunkhorst: Von der Hebräischen Universität in die Frankfurter Schule
Cilly Kugelmann: Porträt einer WG in den 1970er Jahren
Daniel Cohn-Bendit: Zwischen Häuserkampf und Magistrat
Dan Diner: Räumliches und Zeitliches zur jüdischen Topographie Frankfurts
Dietrich Neuhaus: Christlich-jüdischer Dialog in Arnoldshain
Gertrud Koch: Publizierte Motive
Rupert von Plottnitz: Das Fritz Bauer Institut – zivilgesellschaftliche Verankerung und Universitätsanbindung
Matthias Lutz-Bachmann: Philosophie und Religion im Dialog
Meron Mendel: Lehre aus der Perspektive des Promovenden
Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit der Bildungsstätte Anne Frank
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Im Nationalsozialismus wurde die Kriminalpolizei ermächtigt, aus verschiedenen Gründen Personen in »Vorbeugungshaft« zu nehmen und in KZs einzuweisen. Polizei und SS etikettierten sie wegen ihrer Vorstrafen als »Berufsverbrecher«. Nach 1945 galten sie nicht als Opfer. Andreas Kranebitter hat die Kollektivbiografie von 885 österreichischen »Berufsverbrechern« im KZ Mauthausen geschrieben und ist darin diesen Fragen nachgegangen: Auf welcher rechtlichen Basis wurden sie deportiert? Wegen welcher Delikte hatten sie Vorstrafen erhalten? Wie wandte die Kriminalpolizei die Kategorie »Berufsverbrecher« an? Welche Rolle spielten sie im Gefüge der »Häftlingsgesellschaft«?
ist Wissenschaftlicher Leiter des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands (DÖW) in Wien. Sein Buch Die Konstruktion von Kriminellen. Die Inhaftierung von »Berufsverbrechern« im KZ Mauthausen erschien 2024 im Verlag new academic press in Wien.
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Ausgaben des Programmhefts
(pdf-Datei) seit April 2018
April bis Juli 2026
Oktober bis Februar 2025/26
April bis Juli 2025
Oktober bis Februar 2024/25
› März bis Juli 2024
Oktober bis Februar 2023/24
April bis Juli 2023
Oktober bis Februar 2022/23
April bis September 2022
Oktober bis Februar 2021/22
Juni bis Juli 2021
April bis Mai 2021
Januar bis Februar 2021
Oktober bis November 2020
März bis Juli 2020
Oktober bis Februar 2019/20
April bis Juli 2019
Oktober bis Februar 2018/19
April bis Juli 2018