Events and Exhibitions

Events Archiv

Wed 30
November 2022
18:15

Der Bericht der Unabhängigen Kommission Antiziganismus

Entstehung, zentrale Forderungen, Resonanz

Vortrag von Dr. Frank Reuter

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.811

Hybridveranstaltung

Veranstaltung in Präsenz und Livestream auf YouTube
Lesen Sie bitte die technischen Veranstaltungsinformationen.

Livestream auf YouTube

https://youtu.be/oO05fKrUw7A

Moderation: Dr. Jörg Osterloh, Fritz Bauer Institut

Die von der Bundesregierung 2019 eingesetzte Unabhängige Kommission Antiziganismus (UKA) war die erste wissenschaftliche Kommission ihrer Art. Im Frühjahr 2021 hat sie ihren Abschlussbericht der Öffentlichkeit übergeben. Der Referent, Mitglied der UKA, stellt zentrale Inhalte sowie Empfehlungen des umfassenden Berichts vor und fragt nach seiner Rezeption. Dabei geht er auch auf die von der UKA beauftragten Studien ein, die eine wichtige Ressource für künftige wissenschaftliche und zivilgesellschaftliche Auseinandersetzungen mit dem vielschichtigen Phänomen Antiziganismus darstellen.

Dr. Frank Reuter

ist wissenschaftlicher Geschäftsführer der Forschungsstelle Antiziganismus an der Universität Heidelberg.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem AStA der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Technische Veranstaltungsinformation

Die Veranstaltung findet als Präsenzveranstaltung statt. Die Teilnahme ist vorrangig für angemeldete Personen möglich. Zur Teilnahme schicken Sie bitte eine E-Mail unter Angabe Ihres Namens, mit dem Betreff »30. November 2022« an: anmeldung@fritz-bauer-institut.de. Bitte beachten Sie, dass bei der Veranstaltung weiterhin die Maskenpflicht bis zum Platz gilt. Dort können die Masken bei Bedarf abgesetzt werden.
Die Veranstaltung wird auch als Livestream auf YouTube gezeigt. Hierfür ist keine Anmeldung notwendig.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Wed 23
November 2022
18:15

»Wie ich den Weg zum Führer fand«

Beitrittsmotive und Entlastungsstrategien von NSDAP-Mitgliedern

Vortrag von Prof. Dr. Jürgen W. Falter

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.801

Präsenzveranstaltung

Lesen Sie bitte die technischen Veranstaltungsinformationen.

Was motivierte Deutsche, in die NSDAP einzutreten? Welche Entlastungsstrategien wählten sie nach 1945? Ein Vergleich der Spruchkammerakten von NSDAP-Mitgliedern mit deren im »Dritten Reich« verfassten Lebensgeschichten gibt Aufschluss über Sozialisationserfahrungen und persönliche Einstellungen. Die Analyse basiert auf einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit Kristine Khachatryan, Lisa Klagges, Jonas Meßner, Jan Rosensprung und Hannah Weber. Sie offenbart unter anderem die bedeutende Funktion nationalistischer und antisemitischer Organisationen als Einstiegsstationen auf dem Weg in die NSDAP.

Prof. Dr. Jürgen W. Falter

war bis 2012 Inhaber des Lehrstuhls für Innenpolitik und Empirische Politikforschung an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seit 2001 ist er Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

Technische Veranstaltungsinformation

Die Veranstaltung findet als Präsenzveranstaltung statt.
Die Teilnahme ist vorrangig für angemeldete Personen möglich. Zur Teilnahme schicken Sie bitte eine E-Mail unter Angabe Ihres Namens, mit dem Betreff »23. November 2022« an: anmeldung@fritz-bauer-institut.de. Bitte beachten Sie, dass bei der Veranstaltung weiterhin die Maskenpflicht bis zum Platz gilt. Dort können die Masken bei Bedarf abgesetzt werden.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Sat 19
November 2022
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Treffpunkt ist vor dem Wollheim-Pavillon am Fritz-Neumark-Weg, unterhalb des IG Farben-Hauses, von der Fürstenberger Straße kommend auf der linken Seite des Campus-Geländes.
Die kostenlose Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Guide: Thomas Siurkus

Das am 2. November 2008 feierlich eröffnete Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz (Auschwitz III). Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.

Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial zum Konzentrationslager Buna-Monowitz:
www.wollheim-memorial.de
Interviews mit Überlebenden des Konzentrationslagers Buna-Monowitz:
24 Videointerviews

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Wed 16
November 2022
18:15

Die strafrechtliche Verfolgung der Pogromtäter durch die Mainzer Nachkriegsjustiz

Vortrag von Dr. Tillmann Krach

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.801

Präsenzveranstaltung

Lesen Sie bitte die technischen Veranstaltungsinformationen.

Wie reagiert ein rechtsstaatliches Strafrecht auf Taten, die in einem Unrechtsstaat begangen wurden? Werden althergebrachte Tatbestände dem Geschehenen überhaupt gerecht? Können Strafprozessakten dabei helfen, die Abläufe zu rekonstruieren? Am Beispiel der Pogromverbrechen in Mainz wird beleuchtet, ob und wie sich die Justiz in der französischen Besatzungszone nach 1945 um eine Strafverfolgung bemüht hat, welche Probleme dabei aufgetreten sind und wie das politisch-gesellschaftliche Umfeld die Entwicklung beeinflusst hat.

Dr. Tillmann Krach

ist Rechtsanwalt in Mainz und Mitglied des Forums Anwaltsgeschichte. Im Jahr 2021 veröffentlichte er Das Novemberpogrom in Mainz im Spiegel seiner strafrechtlichen Aufarbeitung im Erich Schmidt Verlag, Berlin.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

Technische Veranstaltungsinformation

Die Veranstaltung findet als Präsenzveranstaltung statt.
Die Teilnahme ist vorrangig für angemeldete Personen möglich. Zur Teilnahme schicken Sie bitte eine E-Mail unter Angabe Ihres Namens, mit dem Betreff »16. November 2022« an: anmeldung@fritz-bauer-institut.de. Bitte beachten Sie, dass bei der Veranstaltung weiterhin die Maskenpflicht bis zum Platz gilt. Dort können die Masken bei Bedarf abgesetzt werden.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Wed 09
November 2022
18:15

DIE VERANSTALTUNG MUSS KRANKHEITSBEDINGT LEIDER ENTFALLEN. SIE WIRD ZU EINEM SPÄTEREN ZEITPUNKT NACHGEHOLT.

Offene Wunden Osteuropas.
Reisen zu Erinnerungsorten des Zweiten Weltkriegs

Buchvorstellung mit Dr. Franziska Davies und Dr. Katja Makhotina

Goethe-Universität Frankfurt am Main

Moderation: Dr. Jörg Osterloh, Fritz Bauer Institut

Die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg ist das Fundament unseres freien, geeinten Europas. Die Referentinnen bereisten zahlreiche Stätten Osteuropas, an denen deutsche Soldaten oft vergessene Kriegsverbrechen begingen. Mit Fakten, Rückgriffen auf Familiengeschichten und Gesprächen unter anderem mit Überlebenden veranschaulichen sie die Dimensionen des Vernichtungskriegs. Sie zeigen, warum wir diese Verbrechen und die Opfer des Krieges im Gedächtnis behalten müssen – gerade jetzt, wo mit Russlands Angriff auf die Ukraine ein neuer Krieg Europa erschüttert!

Dr. Franziska Davies

ist Akademische Rätin auf Zeit am Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte am Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Dr. Katja Makhotina

ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Geschichte Osteuropas der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

Franziska Davies, Katja Makhotina:
Offene Wunden Osteuropas. Reisen zu Erinnerungsorten des Zweiten Weltkriegs
Darmstadt: wbg Theiss 2022, 288 S., 11 Abb., € 28,–
ISBN 978-3-8062-4432-8 (auch als eBook erhältlich)

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Sun 06 - Tue 08
November 2022

Das jüdische Frankfurt

Zerstörung und fragiler Neuanfang 1933 bis 1990

Öffentliche Konferenz

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude

Die Konferenz ist offen für alle Interessierte.
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Programm (PDF)

Frankfurt am Main war bis 1933 eines der wichtigsten Zentren jüdischen Lebens in Deutschland und Europa. Das NS-Regime vernichtete mit seiner Politik der Verfolgung, Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung auch in Frankfurt das jüdische Leben und die jüdische Kultur vollständig. Diese Konferenz fragt nach der Spezifik jüdischer Geschichte in Frankfurt im NS-Staat und zeichnet deren Bedrohung und Zerstörung nach. Entgegen jeder Erwartung etablierte sich aber in Frankfurt wie andernorts im zerstörten Deutschland nach 1945 wieder eine jüdische Gemeinde, und es entwickelte sich neues jüdisches Leben im »Land der Täter«. Die Konferenz behandelt auch diese Geschichte bis in die 1980er Jahre, als gerade aus Frankfurt wichtige Impulse für eine neue Sichtbarkeit jüdischen Lebens in der Bundesrepublik ausgingen.

Veranstalter

Buber-Rosenzweig-Institut für jüdische Geistes- und Kulturgeschichte der Moderne und Gegenwart, Goethe-Universität Frankfurt am Main; Martin-Buber-Professur für Jüdische Religionsphilosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main; Jüdische Gemeinde Frankfurt am Main; Fritz Bauer Institut zur Geschichte und Wirkung des Holocaust; Institut für christlich-jüdische Studien und Beziehungen, Augustana-Hochschule Neuendettelsau; Jüdisches Museum Frankfurt am Main; Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden in Deutschland.
Die Konferenz findet statt im Rahmen des Projekts »Synagogen-Gedenkbuch Hessen«.

Kontakt

Martin-Buber-Professur für Jüdische Religionsphilosophie
Dr. Stefan Vogt, Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Forschungskoordinator des Projekts »Synagogen-Gedenkbuch Hessen«
s.vogt(at)em.uni-frankfurt.de


Thu 20
October 2022
18:15

»Als wäre das alles gestern geschehen«

Lesung und Gespräch mit Radka Denemarková und der Bucheditorin Silja Schultheis (Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds)

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 823

Präsenzveranstaltung

Lesen Sie bitte die technischen Veranstaltungsinformationen.

Im Mai 2020 – 75 Jahre nach Kriegsende – hat der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds knapp 1.000 Überlebende der NS-Verfolgung in Tschechien angeschrieben und sie um ihre persönlichen Erinnerungen und Credos gebeten. Die einzigartigen Zeugnisse dieser Menschen, die als Jugendliche die Konzentrationslager Auschwitz und Theresienstadt durchlitten und die Auslöschung von Lidice überlebt haben oder deren Eltern als Widerstandskämpfer hingerichtet wurden, liegen dem Buch »Als wäre das alles gestern geschehen« zugrunde. Radka Denemarková, eine der bekanntesten tschechischen Gegenwartsautorinnen, hat sich davon zu einem bemerkenswerten – und in der gegenwärtigen weltpolitischen Situation enorm aktuellen – Essay über den Holocaust, die moderne Gesellschaft und die ihr immanenten Machtmechanismen inspirieren lassen.

Dr. Radka Denemarková,

geb. 1968 in Kutná Hora, ist eine tschechische Schriftstellerin, Drehbuchautorin, Übersetzerin, und lehrt Creative Writing. Ihre Bücher wurden in 23 Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet, u.a. viermal mit dem wichtigsten tschechischen Literaturpreis »Magnesia Litera«.

Silja Schultheis

ist Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit beim Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und Editorin des im Mitteldeutschen Verlag erschienenen Buches »Als wäre das alles gestern geschehen«.

Eine Veranstaltung des Fritz Bauer Instituts in Kooperation mit dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und dem Mitteldeutschen Verlag

Technische Veranstaltungsinformation

Die Veranstaltung findet als Präsenzveranstaltung statt.
Die Teilnahme ist vorrangig für angemeldete Personen möglich. Zur Teilnahme schicken Sie bitte eine E-Mail unter Angabe Ihres Namens, mit dem Betreff »20. Oktober 2022« an: anmeldung@fritz-bauer-institut.de. Die Anmeldung muss aus organisatorischen Gründen spätestens zwei Tage vor dem Termin bei uns eingegangen sein. Bitte beachten Sie, dass bei der Veranstaltung weiterhin die Maskenpflicht bis zum Platz gilt. Dort können die Masken bei Bedarf abgesetzt werden.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Wed 19
October 2022
18:15

Erscheinungsformen von Antisemitismus in der Türkei

Vortrag von Dr. Corry Guttstadt

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.801

Präsenzveranstaltung

Lesen Sie bitte die technischen Veranstaltungsinformationen. 

Antisemitismus ist in der Türkei weit verbreitet: Mein Kampf rangierte lange auf der Bestsellerliste, Regierungspolitiker verbreiten antisemitische Verschwörungstheorien, Schulen, Universitäten und Kulturfestivals werden nach antisemitischen Vordenkern benannt. Doch die hiesige Debatte über den Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft und »den« islamischen Antisemitismus ist oft mehr von pauschalen Einordnungen als von Sachkenntnis geprägt. Historische sowie aktuelle Kontexte und Bedingungen werden meist ausgeblendet, ebenso wird übersehen, dass mehrere der einflussreichsten antisemitischen Publikationen in der Türkei aus der säkularnationalistischen Ecke stammen. Der Vortrag untersucht die Erscheinungsformen und die Verbreitung des Antisemitismus in verschiedenen politischen oder sozialen Spektren der türkischen Gesellschaft und stellt auch Aktivitäten gegen ihn vor.

Dr. Corry Guttstadt

ist Historikerin und Turkologin mit dem Forschungsschwerpunkt Juden in der Türkei, Situation von Minderheiten in der Türkei und Antisemitismus in der Türkei.

Eine Veranstaltung des Fritz Bauer Instituts mit Unterstützung der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung

Technische Veranstaltungsinformation

Die Veranstaltung findet als Präsenzveranstaltung statt.
Die Teilnahme ist vorrangig für angemeldete Personen möglich. Zur Teilnahme schicken Sie bitte eine E-Mail unter Angabe Ihres Namens, mit dem Betreff »19. Oktober 2022« an: anmeldung@fritz-bauer-institut.de. Die Anmeldung muss aus organisatorischen Gründen spätestens zwei Tage vor dem Termin bei uns eingegangen sein. Bitte beachten Sie, dass bei der Veranstaltung weiterhin die Maskenpflicht bis zum Platz gilt. Dort können die Masken bei Bedarf abgesetzt werden.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Mon 17 - Wed 19
October 2022

Childhood at War and Genocide

Children’s Experiences of Conflict in the 20th Century – Agency, Survival, Memory and Representation

International Conference / Annual Conference of the Fritz Bauer Institute

Center for Holocaust Studies at the
Leibniz Institute for Contemporary History
Leonrodstr. 52, Munich

The mass of scholarly works on Jewish and non-Jewish child survivors and youth of the Nazi era, and the studies of the ways young survivors were treated by relatives, adoptive parents, social workers, medical staff, and respective states in the aftermath of the Second World War, is constantly growing. Still, large research gaps remain, especially concerning the German war in the East. In addition, specific histories of child survivors of other genocides in the twenty century and beyond are lacking. However, thanks to the recent endorsement of child-centered historical methods and interdisciplinary approaches, the experiences and memories of child survivors of the 20th century wars and genocides have also begun to be investigated. This offers us a new and vital opportunity for systematic and focused comparative studies of timely topics such as the role of a child’s gender and agency as well as different social groups and resources that enabled the children to survive; family status, gender, and adoption of orphaned children in the aftermath of war and genocide; and the child survivors’ official state status, rehabilitation, education, and displacement, among others.

The conference brings innovative contributions which tackle case studies of children during war and genocide together and gives room to new approaches and questions. Nicholas Stargardt will deliver the Keynote Lecture on “Restoring the subjectivities of children in the Holocaust” and argue for an approach to interpreting these children's subjectivities. The keynote lecture is a public in-person event, a registration is necessary via email until October 13: zfhs(at)ifz-muenchen.de.

The conference will take place in-person at the Leibniz Institute of Contemporary History, Munich, Germany with limited space available. If you are interested to join the conference, please send an email by October 10 to: zfhs(at)ifz-muenchen.de.

Conference Program

Childhood at War and Genocide (pdf-file)

Organisers

Dr. Anna Ullrich, Center for Holocaust Studies, Leibniz Institute for Contemporary History
Dr. Yuliya von Saal, Leibniz Institute for Contemporary History
Dr. Joanna Michlic, UCL Centre for Collective Violence, Holocaust and Genocide Studies, IAS
PD Dr. Tobias Freimüller, Fritz Bauer Institute

Cooperation Partners

Leibniz Institute for Contemporary History / Center for Holocaust Studies
UCL Centre for Collective Violence, Holocaust and Genocide Studies, IAS
Fritz Bauer Institute

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Sat 15
October 2022
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Treffpunkt ist vor dem Wollheim-Pavillon am Fritz-Neumark-Weg, unterhalb des IG Farben-Hauses, von der Fürstenberger Straße kommend auf der linken Seite des Campus-Geländes.
Die kostenlose Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Guide: Thomas Siurkus

Das am 2. November 2008 feierlich eröffnete Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz (Auschwitz III). Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.

Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial zum Konzentrationslager Buna-Monowitz:
www.wollheim-memorial.de
Interviews mit Überlebenden des Konzentrationslagers Buna-Monowitz:
24 Videointerviews

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Thu 13
October 2022
19:30

Wissen Erinnern Fragen. S. Fischer

Die »Schwarze Reihe«, die Zeit des Nationalsozialismus und die deutsche Öffentlichkeit

Ein Abend mit Götz Aly, Frank Bajohr und Sybille Steinbacher

Literaturhaus Frankfurt am Main
Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt am Main
Die Veranstaltung findet als Hybridveranstaltung statt.

Moderation: Jens Bisky (Hamburger Institut für Sozialforschung)

Immer ein schwarzer Umschlag, weiße Groteskschrift und ein Dokumentarfoto – das ist die »Schwarze Reihe«. Die aufrichtige Beschäftigung der Deutschen mit dem Nationalsozialismus und der Shoah ließ auf sich warten: Erst die 70er Jahre brachten eine vielstimmige Publizistik, eine profunde Forschung und eine allgemeine gesellschaftliche Auseinandersetzung. Die 1977 von dem Fischer-Lektor Walter H. Pehle (1941–2021), einem langjährigen Mitglied im Kuratorium des Literaturhauses wie auch im Wissenschaftlichen Beirat des Fritz Bauer Instituts, begründete Fischer-Taschenbuchreihe »Die Zeit des Nationalsozialismus« prägte diese Entwicklung. Sie wurde weltweit zu einer der größten Geschichtsbibliotheken über die NS-Zeit. Das heutige Podium mit Götz Aly, Frank Bajohr und Sybille Steinbacher unter der Moderation von Jens Bisky will an die Wirkung dieser Reihe erinnern. Und es will den Blick auf ungeklärte Fragen der Gegenwart lenken. Was erwidern dem Wiedererstarken von völkischem und antidemokratischem Denken? Denn es gilt noch immer: Nie wieder!

Prof. Dr. Götz Aly

ist Autor zahlreicher Bücher zum Nationalsozialismus, Holocaust und Antisemitismus, von 2004 bis 2006 war er Inhaber der Gastprofessur am Fritz Bauer Institut.

Prof. Dr. Frank Bajohr

ist der Wissenschaftliche Leiter des Zentrums für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte in München und außerplanmäßiger Professor am Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Prof. Dr. Sybille Steinbacher

ist Direktorin des Fritz Bauer Instituts und Inhaberin des Lehrstuhls zur Erforschung der Geschichte und Wirkung des Holocaust an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Tickets

Saalticket: € 9,– (ermäßigt € 6,–) / Streamingticket: € 5,–
https://literaturhaus-frankfurt.reservix.de/p/reservix/group/410252

Eine Veranstaltung des Literaturhauses Frankfurt am Main in Kooperation mit dem S. Fischer Verlag und dem Fritz Bauer Institut.

Kontakt

Literaturhaus Frankfurt am Main e.V.
Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt am Main
Tel.: 069.756184-0, Fax: -20
infoliteraturhaus-frankfurtde
https://literaturhaus-frankfurt.de


Wed 05
October 2022
18:15

Die Überlebenden vor Gericht

Auschwitz-Häftlinge als Zeugen in NS-Prozessen

Buchvorstellung mit Dr. Katharina Stengel

Mittwoch, 5. Oktober 2022, 18:15 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Bockenheim
Mertonstr. 17–21, Hörsaalgebäude, 5. OG, H 14

Nach Kriegsende wurden die Verbrechen des Nationalsozialismus detailliert vor Gericht verhandelt. Vielfach waren es allein Holocaust-Überlebende und ehemalige KZ-Häftlinge, die mit ihren Zeugenaussagen die Grundlage für die Überführung der Angeklagten legten. Zugleich wurden sie von den deutschen Juristen oft für parteiisch gehalten. Am Beispiel von vier Auschwitz-Prozessen untersucht die Autorin, welche Bedeutung die Opfer für die NS-Prozesse hatten, wie die Justiz mit ihnen und ihren unfassbaren Berichten umging, wie die Zeugen und Zeuginnen vor Gericht agierten und welche Anliegen sie selbst verfolgten.

Dr. Katharina Stengel

ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fritz Bauer Institut. Seit 2021 arbeitet sie an dem von der Alfred Landecker Stiftung finanzierten Forschungsprojekt »Störfaktor des Wiederaufbaus. Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes«. Von 2016 bis 2019 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow, Leipzig, in dem in Kooperation mit dem Fritz Bauer Institut durchgeführten und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Forschungsprojekt »Opferzeugen in Auschwitz-Prozessen 1950–1980. Auschwitz-Überlebende als Zeugen vor Gericht«, Teilprojekt des Forschungsprojekts »Opferzeugen in NS-Prozessen. Eine Analyse ihrer wechselhaften Rolle in sechzig Jahren Bundesrepublik«.

Katharina Stengel: Die Überlebenden vor Gericht.
Auschwitz-Häftlinge als Zeugen in NS-Prozessen (1950–1976)

Schriften des Dubnow-Instituts, Band 34
548 S., 23 Abb, gebunden im Schutzumschlag, € 70,–
Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2022, ISBN: 978-3-525-31740-2
Kostenfrei im Open Access (pdf-Datei): Download

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit der Bundeszentrale für politische Bildung im Rahmen des Festivalprogramms »Politik im Freien Theater«

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Thu 29. September - Sat 08. October 2022

Politik im Freien Theater 2022

Festival der Bundeszentrale für politische Bildung

Angebote des Fritz Bauer Instituts: Buchvorstellung, Workshops und Führungen für Einzelbesucher:innen und Schulklassen

Frankfurt am Main

Mit dem Festival »Politik im Freien Theater« gastiert die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) alle drei Jahre in einer anderen deutschen Stadt. Nach Stationen in Bremen, Stuttgart, Hamburg, Berlin, Köln, Dresden, Freiburg und München findet die 11. Festivalausgabe vom 29. September bis 8. Oktober 2022 in Frankfurt am Main und damit erstmals in Hessen statt. Die bpb kooperiert im Rahmen des Festivals mit dem Künstler*innenhaus Mousonturm, dem Schauspiel Frankfurt und der Festival-AG, einem Netzwerk aus der regionalen Freien Szene, in dem ID_Frankfurt e.V., laPROF Hessen e.V. (Landesverband Professionelle Freie Darstellende Künste Hessen) sowie das Produktionshaus Naxos vertreten sind. Das Festival wird unterstützt und begleitet vom Kulturdezernat der Stadt Frankfurt am Main. Die Frankfurter Festivalausgabe findet unter dem Motto »Macht« statt. Zu diesem Themenschwerpunkt werden 16 Theaterinszenierungen präsentiert und ein vielfältiges Kunst-, Kultur- und Diskursprogramm veranstaltet. Das Gesamtprogramm richtet sich an die Stadtgesellschaft aller Altersgruppen sowie an Fachpublikum.
 

Angebote in Kooperation mit dem Fritz Bauer Institut

Workshop, Führungen und Buchvorstellung im Rahmenprogramm des Festivals:

Workshop:
Flucht und Migration am Beispiel Fritz Bauers

Montag, 3. Oktober 2022, 10:00–13:30 Uhr
Dauer: 3,5 Stunden
Generationenübergreifendes Angebot für Interessierte (ab 14 Jahren).
Um Anmeldung wird gebeten. Dazu bitte das Veranstaltungsdatum anklicken.
Am Beispiel der Biografie Fritz Bauers beleuchtet der Workshop sowohl die Ursachen für Emigration als auch die Herausforderungen und Unwägbarkeiten, denen Flüchtende in Europa zur Zeit der 1930er und 1940er Jahre ausgesetzt wurden. Ausgehend von der Auseinandersetzung mit der Situation Flüchtender zur Zeit des Nationalsozialismus werden auch aktuelle Aspekte von Flucht und Migration thematisiert. Die Teilnehmenden erarbeiten diese Themen mithilfe von zeitgenössischen Dokumenten wie Pässen und Urkunden, aber auch mit Fotos, autobiografischen Berichten und kurzen wissenschaftlichen Hintergrundtexten.

Führungen:
Das Norbert Wollheim Memorial und die Geschichte des IG Farben-Hauses

Samstag, 1. Oktober 2022, 15:00–17:00 Uhr
Montag, 3. Oktober 2022, 15:00–17:00 Uhr
Donnerstag, 6. Oktober 2022, 18:00–20:00 Uhr

Dauer: ca. 2 Stunden, geeignet ab 14 Jahren
Um Anmeldung wird gebeten. Dazu bitte das Veranstaltungsdatum anklicken.
Die Führung greift die Geschichte des IG Farben-Hauses von seiner Entstehung als Zentrale des einst größten Chemiekonzerns der Welt bis zu seiner heutigen Funktion als Hauptgebäude der Goethe-Universität auf. Neben der Konzerngeschichte der IG Farben und ihrer Verflechtung mit der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungspolitik stehen vor allem die vom Konzern im KZ Buna-Monowitz ausgebeuteten Zwangsarbeiter:innen und ihre Biografien im Fokus. Mit dem im November 2008 eröffneten Norbert Wollheim Memorial wurde für sie vor dem IG Farben-Haus ein Erinnerungsort geschaffen, dessen Konzeption und Intention ebenfalls thematisiert werden.

Buchvorstellung mit Dr. Katharina Stengel:
Die Überlebenden vor Gericht.
Auschwitz-Häftlinge als Zeugen in NS-Prozessen (1950–1976)

Mittwoch, 5. Oktober 2022, 18:15–19:45 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main – Campus Westend
Anmeldung: anmeldung(at)fritz-bauer-institut.de
In Gerichtsverfahren wurden nach Kriegsende die Verbrechen des Nationalsozialismus detailliert verhandelt. Vielfach waren es allein die Holocaustüberlebenden und ehemaligen KZ-Häftlinge, die mit ihren Zeugenaussagen die Grundlage für die Überführung der Angeklagten legten. Zugleich waren sie oft mit massivem Misstrauen der deutschen Juristen konfrontiert, die die Überlebenden für zu parteiisch hielten, um objektiv Zeugnis abzulegen. Am Beispiel von vier Auschwitz-Prozessen untersucht die Autorin, welche Bedeutung die Opfer für die NS-Prozesse hatten, wie die Justiz mit ihnen und ihren unfassbaren Berichten umging, wie die Zeuginnen und Zeugen vor Gericht agierten und welche Anliegen sie selbst verfolgten.
Zum Buch: Die Überlebenden vor Gericht, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 202
 

Angebot für Schulklassen

Lehrkräfte können sich im Rahmen des Festivals mit ihrer Klasse für folgende Workshops anmelden:

Antisemitismus nach 1945

Workshop für Schulklassen
Termine sind nach individueller Absprache im gesamten Festivalzeitraum möglich.
Anmeldung unter: vermittlung(at)politikimfreientheater.de
Dauer: 4 Stunden, geeignet ab 9. Klasse
Der Workshop zeigt Kontinuität und Wandel antisemitischer Vorstellungen nach 1945. Dabei wird auch thematisiert, wie sich antisemitisches Denken an die jeweils gegebenen politischen und gesellschaftlichen Umstände anpasst. Der Workshop bietet Gelegenheit zur Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Formen, Akteur:innen und Plattformen antisemitischer Vorstellungen von den 1950er Jahren bis heute. Die Teilnehmenden werden angeregt, die Auswirkungen auf direkt Betroffene und die demokratische Gesellschaft als Ganzes zu reflektieren.

Flucht und Migration am Beispiel Fritz Bauers

Workshop für Schulklassen
Termine sind nach individueller Absprache im gesamten Festivalzeitraum möglich.
Anmeldung unter: vermittlung(at)politikimfreientheater.de
Dauer: 3,5 Stunden, geeignet ab 9. Klasse
Am Beispiel der Biografie Fritz Bauers beleuchtet der Workshop sowohl die Ursachen für Emigration als auch die Herausforderungen und Unwägbarkeiten, denen Flüchtende in Europa zur Zeit der 1930er und 1940er Jahre ausgesetzt wurden. Ausgehend von der Auseinandersetzung mit der Situation Flüchtender zur Zeit des Nationalsozialismus werden auch aktuelle Aspekte von Flucht und Migration thematisiert. Die Teilnehmenden erarbeiten diese Themen mithilfe von zeitgenössischen Dokumenten wie Pässen und Urkunden, aber auch mit Fotos, autobiografischen Berichten und kurzen wissenschaftlichen Hintergrundtexten.
 

Kontakt

Bundeszentrale für politische Bildung
Adenauerallee 86, 53113 Bonn
Tel.: 0228.99515-0, Fax: -113
info@bpb.de
www.bpb.de


Sat 17
September 2022
15:00

DIE ÖFFENTLICHE FÜHRUNG FINDET IN DIESEM MONAT LEIDER NICHT STATT.

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung (fällt aus!)

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz

Die kostenlose Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz (Auschwitz III). Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.

Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial zum Konzentrationslager Buna-Monowitz:
www.wollheim-memorial.de
Interviews mit Überlebenden des Konzentrationslagers Buna-Monowitz:
24 Videointerviews

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Tue 13 - Wed 14
September 2022

Emotions and Holocaust Studies

Online-Workshop

Tuesday, September 13, 2022, 1:30–7:30 pm
Wednesday, September 14, 2022, 2:00–8:00 pm

Workshop on Zoom-Meeting, register:

https://psu.zoom.us/meeting/register/tJ0sd-mhqjgvEtYI4agZYF79FosW_pSY4dKK?fbclid=IwAR2scv9cxNwmdFWxPA-a61TpqAXxKHjJzntiM6AW09Nwbbg98DY_FsV00RA

Program

Emotions and Holocaust Studies (PDF-file)

Concept and Organization

Stefanie Fischer and Kobi Kabalek
In collaboration with:
Buber-Rosenzweig Institute, Penn State University, Center for Antisemitism Research (TU Berlin), Fritz Bauer Institute

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Mon 12
September 2022
18:15

Das Ende der Ära der Zeitzeugen?

Das Fortunoff Archive als lebendiges Gedächtnis und Brücke in die Vergangenheit

Vortrag von Stephen Naron

Onlineveranstaltung

Teilnahme über den Videodienst Zoom Meetings nur nach Anmeldung!
Lesen Sie bitte die technischen Veranstaltungsinformationen.

Livestream auf YouTube

https://youtu.be/6_Vv1Jd1Epo

Moderiert von Johannes Beermann-Schön M.A., Fritz Bauer Institut

Das Holocaust Survivors Film Project begann 1979 mit der Videoaufzeichnung von Überlebenden des Holocaust. Seitdem hat sein Nachfolger, das Fortunoff Video Archive for Holocaust Testimonies, 40 Jahre lang Zeugnisse bewahrt. Nach Abschluss der Digitalisierung der Sammlung will es den digitalen Zugang verbessern und die Nutzung fördern. Nach dem Tod der letzten Überlebenden werden mündliche Zeugnisse über den Holocaust nur noch über solche Archive zugänglich sein. Neben der Geschichte und Methodik des Archivs werden im Vortrag neue technische, kuratorische und ethische Herausforderungen diskutiert.

Stephen Naron

ist Direktor des Fortunoff Video Archive for Holocaust Testimonies an der Yale University, New Haven.

Eine Veranstaltung des Fritz Bauer Instituts im Rahmen der »Tage des Exils«. Eine Initiative der Körber-Stiftung, Hamburg in Kooperation mit dem Deutschen Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main

Tage des Exils

Frankfurt am Main, 1.–17. September 2022
Programm der »Tage des Exils«

Technische Veranstaltungsinformation

Die Veranstaltung findet als Onlineveranstaltung statt.
Zur Teilnahme schicken Sie bitte eine E-Mail unter Angabe Ihres Namens, mit dem Betreff »12. September 2022« an: anmeldung@fritz-bauer-institut.de. Sie erhalten dann rechtzeitig die Zugangsdaten für die Teilnahme via Zoom Meetings zugeschickt. Die Veranstaltung wird auch als Livestream auf YouTube gezeigt. Hierfür ist keine Anmeldung notwendig. Im Anschluss an den Vortrag können Sie sich über die Chatfunktion an der Diskussion beteiligen.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Fri 09
September 2022
13:00

Frankfurt, eine Großstadt im Nationalsozialismus

Öffentliche Tagung im Rahmen der Ausstellung im Historischen Museum Frankfurt: »Eine Stadt macht mit – Frankfurt und der NS«

Historisches Museum Frankfurt
Leopold-Sonnemann-Saal
Saalhof 1, Frankfurt am Main

Die Geschichte und Ideologie des Nationalsozialismus zu verstehen, um den Versprechen von Rechtspopulisten und Rechtsradikalen zu widerstehen: Das muss auch heute ein Hauptziel von historischer und politischer Bildung sein. Wie verhielt sich Frankfurt mit seiner Stadtverwaltung, Justiz, Polizei und Universität im Vergleich zu anderen Großstädten im Nationalsozialismus? Welche Handlungsspielräume hatten die Kommunen in den Jahren 1933 bis 1945, und welche Rolle spielten sie bei der Durchsetzung der nationalsozialistischen Politik? Diesen Fragen sind die Autorinnen und Autoren des geplanten Sammelbandes der Frankfurter Historischen Kommission und des Fritz Bauer Instituts zur Frankfurter Geschichte in der NS-Zeit nachgegangen. Auf der Tagung stellen sie ausgewählte Beiträge vor.

Das Historische Museum Frankfurt hat sich 2018 entschlossen, ein großes Ausstellungsprojekt über »Frankfurt und der NS« zu erarbeiten. Drei Ausstellungen wurden zeitgleich und in engem Bezug zueinander entwickelt: Neben der Ausstellung im Jungen Museum »Nachgefragt«, die ein junges Publikum ab 10 Jahren anspricht, versucht die historische Ausstellung »Eine Stadt macht mit« auf großer Fläche eine umfassende Gesamtschau mit Vor- und Nachgeschichte, während die partizipativ erarbeitete Stadtlabor-Ausstellung »Auf Spurensuche im Heute« auf die zahlreichen Bürger*innen mit aktivem Interesse an Erinnerungskultur adressiert war. Bis 11. September sind beide Ausstellungen noch zu sehen. Die Tagung bildet die Abschlussveranstaltung der Sonderausstellung »Eine Stadt macht mit«.

Geplant ist eine Publikation zur Frankfurter Geschichte von 1933 bis 1945, die sowohl in der mehrbändigen Stadtgeschichte der Frankfurter Historischen Kommission als auch in der Reihe der Studien zur Geschichte und Wirkung des Holocaust des Fritz Bauer Instituts erscheinen wird.

Tagungsprogramm

13:00 Uhr Begrüßung
Dr. Jan Gerchow (Direktor des Historischen Museums Frankfurt am Main)
Prof. Dr. Christoph Cornelißen (Historisches Seminar, Goethe-Universität Frankfurt am Main)
Prof. Dr. Sybille Steinbacher (Direktorin des Fritz Bauer Instituts, Frankfurt am Main)
13:20 Uhr PD Dr. Fabian Link (Dozent für Historische Wissenschafts- und Technikforschung, Bergische Universität Wuppertal): Kulturleben, Bildung und Wissenschaft in Frankfurt am Main während der NS-Herrschaft 
13:40 Uhr Dr. Bettina Tüffers (wissenschaftliche Mitarbeiterin der Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, Berlin): Orte der Herrschaftsausübung der NSDAP in Frankfurt am Main
14:00 Uhr Diskussion
14:30 Uhr Jun.-Prof. Dr. Nicole Kramer (Historisches Institut, Universität Köln): Privilegien und Repression: die städtische Gesellschaft im »Dritten Reich«
14:50 Uhr Dr. Markus Roth (wissenschaftlicher Mitarbeiter des Fritz Bauer Instituts, Frankfurt am Main): Widerstand in Frankfurt 1933 bis 1945
15.10 Uhr Heike Drummer (Kuratorin für Zeitgeschichte und stellvertretende Leiterin von Bibliothek, Archiv und Familie Frank Zentrum, Jüdisches Museum Frankfurt): Frankfurt am Main – »Stadt ohne Juden«. Verleugnung. Enthumanisierung. Vernichtung
15:30 Uhr Diskussion
16:15 Uhr Kaffeepause
17:00 Uhr Dr. Jan Gerchow/Anne Gemeinhardt (Kuratorin der Ausstellung, Kuratorin für Bildung und Vermittlung am Historischen Museum Frankfurt): Rückblick auf die Ausstellung »Frankfurt und der NS – Eine Stadt macht mit«
17:30 Uhr Schlussdiskussion
Die Tagung endet um 18:00 Uhr, Auslass bis 19:00 Uhr.

Teilnahmegebühr: € 12,– / ermäßigt € 6,–

Eine Anmeldung ist erforderlich. Mit dem Tagungsticket können Sie am 9. September bereits ab 11:00 Uhr das ganze Historische Museum mit den drei NS-Ausstellungen und der NS-Thementour besuchen.
Onlineticket: Frankfurt, eine Großstadt im NS
Besucherservice (Mo. bis Fr., 10:00–16.00 Uhr): Tel. 069.212-35154
oder: besucherservice(at)historisches-museum-frankfurt.de
Sind noch Plätze verfügbar, können Sie kurz vor Beginn der Tagung eine Eintrittskarte erwerben.
Weitere Informationen: www.historisches-museum-frankfurt.de/tagung-Frankfurt-im-NS

Eine Kooperation des Historischen Museums Frankfurt mit der Hessischen Landeszentrale für Politische Bildung, der Frankfurter Historischen Kommission, dem Historischen Seminar der Goethe-Universität und dem Fritz Bauer Institut

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de

Historisches Museum Frankfurt
Saalhof 1, 60311 Frankfurt am Main
Tel.: +49 69 212-35599
info@historisches-museum-frankfurt.de
www.historisches-museum-frankfurt.de


Sat 20
August 2022
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Treffpunkt ist vor dem Wollheim-Pavillon am Fritz-Neumark-Weg, unterhalb des IG Farben-Hauses, von der Fürstenberger Straße kommend auf der linken Seite des Campus-Geländes.
Die kostenlose Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Guide: Thomas Siurkus

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz (Auschwitz III). Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.

Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial zum Konzentrationslager Buna-Monowitz:
www.wollheim-memorial.de
Interviews mit Überlebenden des Konzentrationslagers Buna-Monowitz:
24 Videointerviews

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Sat 16
July 2022
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Treffpunkt ist vor dem Wollheim-Pavillon am Fritz-Neumark-Weg, unterhalb des IG Farben-Hauses, von der Fürstenberger Straße kommend auf der linken Seite des Campus-Geländes.
Die kostenlose Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt.
Guide: Thomas Siurkus

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz (Auschwitz III). Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.

Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial zum Konzentrationslager Buna-Monowitz:
www.wollheim-memorial.de
Interviews mit Überlebenden des Konzentrationslagers Buna-Monowitz:
24 Videointerviews

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Wed 13
July 2022
18:15

Rückkehrende aus dem Exil

Antinazismus und die Geburt des (west-)deutschen Konstitutionalismus der Nachkriegszeit

Vortrag von Dr. Samuel Miner

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.811

Präsenzveranstaltung

Anmeldung bitte an: anmeldung(at)fritz-bauer-institut.de

Das Grundgesetz weist dem Bundesverfassungsgericht eine zentrale Rolle im deutschen politischen System zu. Für seine Aufgaben, Gesetze zu überprüfen und die staatliche Ordnung zu schützen, wurde der Begriff »wehrhafte Demokratie« geprägt. Unter denjenigen, welche die einzelnen Landesverfassungen in der US-Zone ausarbeiteten, wo zumindest zu Beginn eine unbelastete Biografie für die Berufsausübung noch entscheidend war, wird man also ehemalige Gegner des Nationalsozialismus erwarten dürfen. Vor dem Hintergrund der Lebensläufe maßgeblicher Autorinnen und Autoren des Grundgesetzes wird im Vortrag nach den Ursprüngen des deutschen Konstitutionalismus der Nachkriegszeit gefragt.

Dr. Samuel Miner

ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München in dem Projekt »Das Bundesarbeitsgericht zwischen Kontinuität und Neuanfang nach 1954«. Er wurde 2021 mit seiner Dissertation The Exiles’ Return: Emigres, Anti-Nazis, and the Basic Law an der University of Maryland, College Park promoviert. Von September 2018 bis August 2019 war Samuel J. Miner als Fulbright- und DAAD-Stipendiat am Fritz Bauer Institut, wo er zum Thema »Nazi Crimes and the Basic Law. War Crimes Trials and the Path to Militant Democracy« geforscht hat.

Technische Veranstaltungsinformation

Die Veranstaltung findet als Präsenzveranstaltung statt.
Die Teilnahme ist vorrangig für angemeldete Personen möglich. Zur Teilnahme schicken Sie bitte eine E-Mail unter Angabe Ihres Namens, mit dem Betreff »13. Juli 2022« an: anmeldung(at)fritz-bauer-institut.de. Bitte beachten Sie, dass bei der Veranstaltung weiterhin die Maskenpflicht bis zum Platz gilt. Dort können die Masken bei Bedarf abgesetzt werden.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Thu 07 - Fri 08
July 2022

Universitätsnervenkliniken im Nationalsozialismus.

Eugenik, Krankenmorde, Begleitforschung

Workshop

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.802 (7. Juli) / Raum 1.801 (8. Juli)

Gemeinsamer Workshop des Fritz Bauer Instituts mit der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Workshop-Programm als Download

Universitätsnervenkliniken im Nationalsozialismus (PDF-Datei)

Die Geschichte der Universitätspsychiatrien bzw. Universitätsnervenkliniken im Nationalsozialismus ist im Vergleich zur Geschichte der psychiatrischen Heil- und Pflegeanstalten noch deutlich weniger erforscht. Dies mag auch darin begründet sein, dass die Universitätspsychiatrien in der Nachkriegszeit als unbelastete Institutionen galten. Dass sie nicht in die Erfassung der Patientinnen und Patienten durch die zentrale Dienststelle im Rahmen der sogenannten Euthanasie einbezogen waren, lieferte Universitätspsychiaterinnen und -psychiatern hierfür willkommene Argumente. So gelang es vielen Belasteten, den Fokus zur Erforschung der Tathergänge auf die Heil- und Pflegeanstalten und weg von den Universitäten zu verlagern.

Tatsächlich geschahen die Patientenmorde in erster Linie in den Heil- und Pflegeanstalten. Die psychiatrischen Universitätskliniken hatten gleichwohl eine zentrale Stellung in der Psychiatrie des NS-Staates. Von hier wurden Patientinnen und Patienten in die Anstalten verlegt, die Behandlerinnen und Behandler waren entscheidend an Zwangssterilisationen beteiligt – und sie betrieben auch in der Zeit des Nationalsozialismus wissenschaftliche Forschung.

Einzelne Universitätsnervenkliniken sind bereits historiographisch untersucht worden, allerdings zumeist nur mit Blick auf jeweils einzelne thematische Schwerpunkte. Arbeiten, die die Geschichte einer Universitätsnervenklinik bzw. -psychiatrie im NS-Staat möglichst umfassend behandeln, sind ebenso die Ausnahme wie überregionale Vergleiche. Mit diesem Workshop soll ein Anfang gemacht werden, diese Lücke zu schließen. Die zentralen Fragen lauten: Wie gingen die Universitätspsychiatrien damit um, dass die Verlegung von chronisch Kranken in Heil- und Pflegeanstalten oftmals deren Tod bedeutete? Wie veränderte sich die wissenschaftliche Forschung im Nationalsozialismus und Krieg und wie beeinflussten sich erbbiologische Forschung, klinische Praxis und die Durchführung des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses an den Kliniken gegenseitig?

Anmeldung

Der Workshop ist offen für Interessierte. Die Platzzahl ist begrenzt.
Wir bitten um Anmeldung unter: anmeldung(at)fritz-bauer-institut.de.

Corona-Regeln

Bitte beachten Sie, dass bei der Veranstaltung die Maskenpflicht bis zum Platz gilt. Dort können die Masken bei Bedarf abgesetzt werden.

Aktuell bestehen an der Goethe-Uni keine weiteren Corona-Beschränkungen. Es wird allerdings empfohlen, innerhalb der Gebäude eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Wir möchten alle Teilnehmenden dazu einladen, das auch während des Workshops zu tun. Zudem möchten wir darum bitten, nach Möglichkeit am Anreisetag mit einem Schnelltest getestet zu sein.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Wed 06
July 2022
18:15

Veit Harlan, »Jud Süß« und der Nachkriegsantisemit

Vortrag von Prof. Dr. Lisa Silverman

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.801

Hybridveranstaltung

Anmeldung zur Teilnahme in Präsenz bitte an: anmeldung(at)fritz-bauer-institut.de
Livestream auf YouTube: https://youtu.be/1NLP1spkI5s

Der Vortrag untersucht die Entstehung des Nachkriegsantisemiten, einer imaginären Figur, die allein für die Dämonisierung von Juden verantwortlich gewesen sein soll und es den Deutschen ermöglichte, sich von jeglicher Nähe zum Antisemitismus nach dem Holocaust zu distanzieren. Wie wichtig es war, diese Figur zu definieren, wird am Beispiel des Filmregisseurs Veit Harlan illustriert, der 1948 wegen seines erfolgreichen NS-Propagandafilms JUD SÜẞ (1940) des Verbrechens gegen die Menschlichkeit angeklagt wurde. Eine sorgfältige Analyse der Aussagen und Ereignisse im und um das Gerichtsverfahren zeigt, welch zentrale Rolle für seinen Freispruch Harlans Bestimmung des »Antisemiten« spielte, die fortan für breite Bevölkerungskreise als Vorlage diente.

Prof. Dr. Lisa Silverman

ist Associate Professor of History and Jewish Studies an der University of Wisconsin-Milwaukee. Im Sommersemester 2022 hat sie die Michael Hauck Gastprofessor für interdisziplinäre Holocaustforschung am Fritz Bauer Institut inne.

Technische Veranstaltungsinformation

Die Veranstaltung findet als Hybridveranstaltung statt.
Die Teilnahme in Präsenz ist vorrangig für angemeldete Personen möglich. Zur Teilnahme in Präsenz schicken Sie bitte eine E-Mail unter Angabe Ihres Namens, mit dem Betreff »6. Juli 2022« an: anmeldung(at)fritz-bauer-institut.de. Die Anmeldung muss aus organisatorischen Gründen spätestens zwei Tage vor dem Termin bei uns eingegangen sein. Bitte beachten Sie, dass bei der Veranstaltung weiterhin die Maskenpflicht bis zum Platz gilt. Dort können die Masken bei Bedarf abgesetzt werden.

Die Veranstaltung wird auch als Livestream auf YouTube gezeigt. Hierfür ist keine Anmeldung notwendig. Im Anschluss an den Vortrag können Sie sich über die Chatfunktion an der Diskussion beteiligen.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Wed 29
June 2022
18:15

»Weiße Welt am Wendepunkt«?

Die extreme Rechte am Übergang von den 1960er zu den 1970er Jahren

Vortrag von apl. Prof. Dr. Gideon Botsch

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
IG Farben-Haus, Raum 311

Hybridveranstaltung

Anmeldung zur Teilnahme in Präsenz bitte an: anmeldung(at)fritz-bauer-institut.de
Livestream auf YouTube: https://youtu.be/guTAdskrCQ0

Um 1970 änderten sich die politischen Bedingungen für die extreme Rechte substanziell. Im Jahr 1969 scheiterte die NPD bei den Bundestagswahlen. Würde die neue Ostpolitik zur dauerhaften Teilung Deutschlands führen? Liberalisierung und Linksruck, Verfall der Autorität, der heteronormativen Kleinfamilie und des christlichen Glaubens bedrohten die geistigen Fundamente der Nation, Pillenknick, Pornografie und sexuelle Libertinage bei gleichzeitiger Einwanderung aus dem außereuropäischen Ausland die biologische Substanz des Volkes. Dekolonialisierungsbewegungen zwangen die europäischen Mächte zum Rückzug. Stand die »weiße Welt am Wendepunkt«, so galt es, »Widerstand« zu organisieren – auch mit terroristischer Gewalt.

Dr. Gideon Botsch

ist außerplanmäßiger Professor für Politikwissenschaft an der Universität Potsdam sowie Leiter der Emil Julius Gumbel Forschungsstelle Antisemitismus und Rechtsextremismus am Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien in Potsdam.

Technische Veranstaltungsinformation

Die Veranstaltung findet als Hybridveranstaltung statt.
Die Teilnahme in Präsenz ist vorrangig für angemeldete Personen möglich. Zur Teilnahme in Präsenz schicken Sie bitte eine E-Mail unter Angabe Ihres Namens, mit dem Betreff »29. Juni 2022« an: anmeldung(at)fritz-bauer-institut.de. Die Anmeldung muss aus organisatorischen Gründen spätestens zwei Tage vor dem Termin bei uns eingegangen sein. Bitte beachten Sie, dass bei der Veranstaltung weiterhin die Maskenpflicht bis zum Platz gilt. Dort können die Masken bei Bedarf abgesetzt werden.

Die Veranstaltung wird auch als Livestream auf YouTube gezeigt. Hierfür ist keine Anmeldung notwendig. Im Anschluss an den Vortrag können Sie sich über die Chatfunktion an der Diskussion beteiligen.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Wed 29 - Thu 30
June 2022

Rechte Zeitenwende?

Die Transformationsphase extrem rechter Politik in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren

Workshop

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.811 (29. Juni) / Raum 1.801 (30. Juni)

Gemeinsamer Workshop des Fritz Bauer Instituts, Frankfurt am Main
mit dem Zeithistorischen Arbeitskreis Extreme Rechte (ZAER), Potsdam

Die Veranstaltung wird gefördert durch die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und die Otto Brenner Stiftung.

Workshop-Programm als Download

Rechte Zeitenwende? (PDF-Datei)

Auf nahezu allen politischen Feldern spielten sich in der extremen Rechten der späten 1960er und frühen 1970er Jahre unverkennbare Veränderungen ab. Sie waren sowohl Folge politischer Binnenentwicklungen als auch gesamtgesellschaftlicher Wandlungsprozesse. In der Gesamtschau sind die Veränderungen in der extremen Rechten, wenn auch nicht ausschließlich, gleichwohl als Antworten oder Bezugnahmen auf die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen zu betrachten. Deutlich stärker als in den ersten zwanzig Jahren der Bundesrepublik warnte die extreme Rechte nun vor »Sittenverfall« und »moralischer« Dekadenz – Schreckensszenarien, die Anknüpfungspunkte bis weit in das konservative Lager boten. Das nationalistische Spektrum sammelte sich um die NPD, im Widerstand gegen die Neue Ostpolitik und desintegrierte sich kurz darauf in verschiedene Strömungen, die ihrerseits neue Antworten auf die veränderte Lage zu geben versuchten. Bereits seit der zweiten Hälfte der 1960er Jahre bemühte man sich in rechten Diskussionszirkeln um eine Modernisierung des alten Nationalismus-Begriffs, ab den frühen 1970er Jahren kam es zu einem deutlich offensiveren, positiven Bezug auf den Nationalsozialismus, und eine gewaltgeprägte Jugendkultur begann sich zu entwickeln. Insgesamt setzte eine Phase der Radikalisierung sowohl der Inhalte als auch der Aktionsformen auf der extremen Rechten ein.

Zu fragen ist, wie die verschiedenen Ansätze und Strömungen in der Umbruchphase um 1970 miteinander zusammenhingen, wie sich das Verhältnis des extrem rechten Lagers zu Staat und Gesellschaft insgesamt gestaltete und veränderte, welche Entwicklungen für die nächsten Jahre entscheidend wurden und welche Auswirkungen sie bis in die Gegenwart haben.

Anmeldung

Der Workshop ist offen für Interessierte. Die Platzzahl ist begrenzt.
Wir bitten um Anmeldung bis spätestens 27. Juni unter:
anmeldung(at)fritz-bauer-institut.de

Corona-Regeln

Bitte beachten Sie, dass bei der Veranstaltung die Maskenpflicht bis zum Platz gilt. Dort können die Masken bei Bedarf abgesetzt werden.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de

Zeithistorischer Arbeitskreis Extreme Rechte (ZAER)
Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung
Am Neuen Markt 1, 14467 Potsdam
kontakt(at)zeitgeschichte-extreme-rechte.de
https://zeitgeschichte-extreme-rechte.de


Tue 28
June 2022
19:00

»Ausschaltung der Juden und des jüdischen Geistes«

Nationalsozialistische Kulturpolitik 1920–1945

Vortrag von Dr. Jörg Osterloh

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstr. 8, Berlin-Kreuzberg

Buchpräsentation

Moderation: Dr. Christoph Kreutzmüller, Berlin
Anmeldung bitte bis 23. Juni an:
veranstaltungen(at)topographie.de / Tel.: 030.254509-0
Eintritt frei

Bereits im Februar 1920 forderte die NSDAP den Kampf gegen eine »zersetzende« Kunst und Literatur und den Ausschluss von Juden aus dem Journalistenberuf. Das grundsätzliche Ziel lautete: Alle Juden und alles »Jüdische« sollten aus dem deutschen Kulturleben entfernt werden.
In seinem Buch über die »Ausschaltung der Juden und des jüdischen Geistes«. Nationalsozialistische Kulturpolitik 1920–1945 (2020) untersucht Jörg Osterloh den Ausschluss von Jüdinnen und Juden aus Kunst, Musik, Literatur, Theater und Film – von der Gründung der NSDAP bis zur Ermordung jüdischer Künstler im Holocaust. Dabei spannt er den Bogen von der frühen antijüdischen Propaganda und den ersten Allianzen der NSDAP mit bürgerlich-konservativen Parteien in Stadträten bis zur Umsetzung der kulturpolitischen Ziele der NSDAP in der Regierungsverantwortung, zunächst ab 1930 auf Länder-, ab 1933 auf Reichsebene. Neben den Institutionen des NS-Staats gilt der Blick auch dem Jüdischen Kulturbund, der jüdischen Künstlerinnen und Künstlern Auftritts- und Verdienstmöglichkeiten und Darbietungen für ein jüdisches Publikum bot.

Dr. Jörg Osterloh

1967 geboren, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fritz Bauer Institut und Lehrbeauftragter an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Zu seinen Publikationen gehören Nationalsozialistische Judenverfolgung im Reichsgau Sudeten­land 1938–1945 (2006), Unternehmer und NS-Verbrechen. Wirtschaftseliten im »Dritten Reich« und in der Bundesrepublik Deutschland (2014) sowie »Euthanasie« und Holocaust. Kontinuitäten, Kausalitäten, Parallelitäten (2021, Mithg.).

Jörg Osterloh
»Ausschaltung der Juden und des jüdischen Geistes« Nationalsozialistische Kulturpolitik 1920–1945
Wissenschaftliche Reihe des Fritz Bauer Instituts, Band 34
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2020
EAN 9783593511290, 644 S., Hardcover, € 45,–

Dr. Christoph Kreutzmüller

1968 geboren, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz.

Gemeinsame Veranstaltung der Stiftung Topographie des Terrors und des Fritz Bauer Instituts.

Kontakt

Stiftung Topographie des Terrors
Niederkirchnerstr. 8
10963 Berlin
Tel.: 030.254509-0, Fax: -99
info(at)topographie.de
www.topographie.de