Veranstaltungen und Ausstellungen

Veranstaltungsarchiv

Sa 18
Juni 2022
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Treffpunkt ist vor dem Wollheim-Pavillon am Fritz-Neumark-Weg, unterhalb des IG Farben-Hauses, von der Fürstenberger Straße kommend auf der linken Seite des Campus-Geländes.
Die kostenlose Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt.
Guide: Thomas Siurkus

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz (Auschwitz III). Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.

Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des Konzentrationslagers Buna-Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Mi 08
Juni 2022
18:15

Neu-Bayreuth?

Mythos und Realität der »Stunde null«

Vortrag von Dr. Sven Friedrich

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.801

Hybridveranstaltung

Anmeldung zur Teilnahme in Präsenz bitte an: anmeldung(at)fritz-bauer-institut.de
Livestream auf YouTube: https://youtu.be/AaFBcnVIWi0

Als wesentlicher Teil der nationalsozialistischen Ideologiegeschichte waren die Bayreuther Festspiele und die Familie Wagner wegen Richard Wagners Antisemitismus und der engen Verbindung mit Adolf Hitler nach 1945 zunächst vollständig diskreditiert. Ein Neubeginn schien nur durch einen entschiedenen Schlussstrich möglich. Die angebliche »Stunde null« vollzog sich in Bayreuth ab 1951 mit Wieland Wagners Mythos von »Neu-Bayreuth«. Der Vortrag wirft ein Schlaglicht auf das Ringen um die Festspiele nach dem Krieg sowie die Persönlichkeit und Rolle Wieland Wagners im Spannungsfeld von revolutionärer Erneuerung und reaktionärer Kontinuität.

Dr. Sven Friedrich

ist Theater-, Literatur- und Kommunikationswissenschaftler. Seit 1993 leitet er in Bayreuth das Richard Wagner Museum mit Nationalarchiv und Forschungsstätte der Richard-Wagner-Stiftung, das Franz-Liszt- und das Jean-Paul-Museum. Sein Buch Wagner: Im Spiegel seiner Zeit erschien 2013 im Fischer Taschenbuch Verlag.

Technische Veranstaltungsinformation

Die Veranstaltung findet als Hybridveranstaltung statt.
Die Teilnahme in Präsenz ist vorrangig für angemeldete Personen möglich. Zur Teilnahme schicken Sie bitte eine E-Mail unter Angabe Ihres Namens, mit dem Betreff »8. Juni 2022« an: anmeldung(at)fritz-bauer-institut.de. Die Anmeldung muss aus organisatorischen Gründen spätestens zwei Tage vor dem Termin bei uns eingegangen sein. Bitte beachten Sie, dass bei der Veranstaltung weiterhin die Maskenpflicht bis zum Platz gilt. Dort können die Masken bei Bedarf abgesetzt werden.

Die Veranstaltung wird auch als Livestream auf YouTube gezeigt. Hierfür ist keine Anmeldung notwendig. Im Anschluss an den Vortrag können Sie sich über die Chatfunktion an der Diskussion beteiligen.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Mi 01
Juni 2022
18:15

Das zerstreute Wissen sammeln

Wege zu einer Enzyklopädie des NS-Völkermordes an Sinti und Roma in Europa

Vortrag von Dr. Karola Fings

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.802

Präsenzveranstaltung

Anmeldung bitte an: anmeldung(at)fritz-bauer-institut.de

Der NS-Völkermord an den Sinti und Roma wurde spät Gegenstand der Forschung und erst 2012 mit der Einweihung des Denkmals in Berlin von einer breiteren Öffentlichkeit wahrgenommen. Das Wissen über zahlreiche Verfolgungs- und Verbrechenskontexte ist stark fragmentiert und oftmals nur über fremdsprachige, vielfach entlegen publizierte Literatur zugänglich. Das vom Auswärtigen Amt geförderte Vorhaben am Historischen Seminar der Universität Heidelberg begegnet mit einer enzyklopädischen Bündelung des vorhandenen Wissens der bisherigen Missrepräsentation des NS-Völkermordes an den Sinti und Roma in Europa.

Dr. Karola Fings

ist Historikerin an der Forschungsstelle Antiziganismus am Historischen Seminar der Universität Heidelberg. Von 2019 bis 2021 war sie Mitglied der Unabhängigen Kommission Antiziganismus der Bundesregierung. Zusammen mit Prof. Dr. Sybille Steinbacher gab sie den 2021 im Wallstein Verlag, Göttingen erschienenen Band Sinti und Roma. Der nationalsozialistische Völkermord in historischer und gesellschaftspolitischer Perspektive heraus.

Technische Veranstaltungsinformation

Die Veranstaltung findet als Präsenzveranstaltung statt.
Die Teilnahme ist vorrangig für angemeldete Personen möglich. Zur Teilnahme schicken Sie bitte eine E-Mail unter Angabe Ihres Namens, mit dem Betreff »1. Juni 2022« an: anmeldung(at)fritz-bauer-institut.de. Bitte beachten Sie, dass bei der Veranstaltung weiterhin die Maskenpflicht bis zum Platz gilt. Dort können die Masken bei Bedarf abgesetzt werden.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Di 31
Mai 2022
16:30

Katzbach – das KZ in der Stadt

Zwangsarbeit in den Adlerwerken Frankfurt am Main 1944/45

Fortbildung für Lehrkräfte, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren

Geschichtsort Adlerwerke:
Fabrik – Zwangsarbeit – Konzentrationslager
Kleyerstr. 17, Frankfurt am Main

Referentin: Dr. Andrea Rudorff
Moderation: Nadine Docktor, Laura Throckmorton

In ihrem Buch Katzbach – das KZ in der Stadt. Zwangsarbeit in den Adlerwerken Frankfurt am Main 1944/45 beleuchtet die Historikerin Dr. Andrea Rudorff die Rolle der ursprünglich für ihre Fahrräder und Schreibmaschinen bekannten Frankfurter Adlerwerke im Nationalsozialismus. Seit 1941 setzte das Unternehmen Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen ein, im letzten Kriegsjahr errichtete es auf dem Werksgelände inmitten des belebten Frankfurter Gallusviertels ein Konzentrationslager. Zivile Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge wurden unter ständiger Lebensgefahr und Gewaltanwendung für die Rüstungsaufträge des Un ternehmens ausgebeutet. Von 1944 bis 1945 waren mindestens 1.616 KZ-Häf tlinge inhaftiert, die wenigsten überlebten die Zeit im Lager beziehungsweise den anschließenden Todesmarsch. Das Buch widmet sich ihrer Geschichte ebenso wie der Frage nach der Rolle von Unte rnehmensangehörigen und der zivilen Nachbarschaft. Im ersten Teil der Veranstaltung stellt Andrea Rudorff ihr Buch vor. In einer anschließenden Workshop-Einheit werden ausgewählte und didaktisierte historische Quellen vorgestellt und es wird die Frage diskutiert, wie diese in die eigene pädagogische Arbeit eingebunden werden könnten.

Dr. Andrea Rudorff

ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fritz Bauer Institut und arbeitet seit 2020 an dem Projekt »Polnische Strafverfahren gegen Angehörige der Lagerbesatzung von Auschwitz-Birkenau«. Zuvor war sie von 2018 bis 2020 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt »Die Geschichte des Konzentrationslagers Katzbach Frankfurt am Main« am Institut tätig. Von 2013 bis 2018 wirkte sie am Editionsprojekt »Die Verfolgung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945« mit und bearbeitete Band 16 Auschwitz 1942–1945 und die Zeit der Todesmärsch«. Ihr Buch Katzbach – das KZ in der Stadt. Zwangsarbeit in den Adlerwerken Frankfurt am Main 1944/45 ist 2021 in der Reihe des Fritz Bauer Instituts »Studien zur Geschichte und Wirkung des Holocaust« im Wallstein-Verlag, Göttingen erschienen.

Dauer des Workshops: ca. 2 Stunden
Veranstaltungsflyer (pdf-Datei)

Information und Anmeldung:
anmeldung(at)fritz-bauer-institut.de

Gemeinsame Veranstaltung des Fritz Bauer Instituts und des Geschichtsorts Adlerwerke

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de

Geschichtsort Adlerwerke:
Fabrik – Zwangsarbeit – Konzentrationslager
Kleyerstr. 17, Frankfurt am Main
https://geschichtsort-adlerwerke.de


Sa 21
Mai 2022
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Treffpunkt ist vor dem Wollheim-Pavillon am Fritz-Neumark-Weg, unterhalb des IG Farben-Hauses, von der Fürstenberger Straße kommend auf der linken Seite des Campus-Geländes.
Die kostenlose Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt.
Guide: Thomas Siurkus

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz (Auschwitz III). Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.

Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des Konzentrationslagers Buna-Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Mi 18
Mai 2022
18:15

Antisemitismus: Eine deutsche Geschichte

Von der Aufklärung bis heute

Vortrag von Prof. Dr. Peter Longerich

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.801

Hybridveranstaltung

Anmeldung zur Teilnahme in Präsenz bitte an: anmeldung(at)fritz-bauer-institut.de
Livestream auf YouTube: https://youtu.be/nTJ0HMY6P9o

In Schulen und Hochschulen wird der Antisemitismus vor allem als Sündenbock-Phänomen für andere gesellschaftliche Probleme verstanden. Unsere tägliche Konfrontation damit zeigt aber, dass das nicht ausreicht. Der Vortrag führt in die Geschichte der antijüdischen Einstellungen in Deutschland und zeigt, dass das Verhältnis zum Judentum vor allem eine Suche nach nationaler Identität geblieben ist, die sich wesentlich auf das deutsche Selbstbild auswirkt.

Prof. Dr. Peter Longerich

war Professor für moderne Geschichte am Royal Holloway College der Universität London und Gründer des dortigen Holocaust Research Centre. 2002/2003 war er für zwei Semester Gastprofessor für interdisziplinäre Holocaustforschung am Fritz Bauer Institut. Er veröffentlichte wissenschaftliche Biographien zu Himmler, Goebbels und Hitler und 2016 im Pantheon Verlag das Buch Wannseekonferenz. Der Weg zur »Endlösung«. Das hier vorgestellte Buch, Antisemitismus: Eine deutsche Geschichte.Von der Aufklärung bis heute, ist 2021 im Münchner Siedler Verlag erschienen.

Technische Veranstaltungsinformation

Die Veranstaltung findet als Hybridveranstaltung statt.
Die Teilnahme in Präsenz ist vorrangig für angemeldete Personen möglich. Zur Teilnahme schicken Sie bitte eine E-Mail unter Angabe Ihres Namens, mit dem Betreff »18. Mai 2022« an: anmeldung(at)fritz-bauer-institut.de. Bitte beachten Sie, dass bei der Veranstaltung weiterhin die Maskenpflicht bis zum Platz gilt. Dort können die Masken bei Bedarf abgesetzt werden.

Die Veranstaltung wird auch als Livestream auf YouTube gezeigt. Hierfür ist keine Anmeldung notwendig. Im Anschluss an den Vortrag können Sie sich über die Chatfunktion an der Diskussion beteiligen.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Mi 11
Mai 2022
18:15

Zerborstene Zeit

Deutsche Geschichte 1918–1945

Vortrag von Prof. Dr. Michael Wildt

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 823

Hybridveranstaltung

Anmeldung zur Teilnahme in Präsenz bitte an: anmeldung(at)fritz-bauer-institut.de
Livestream auf YouTube: https://youtu.be/42mDGyJ7aT0

Deutschland zwischen 1918 und 1945 – ein Zeitraum von knapp 30 Jahren, in denen für Millionen gleich zweimal eine »neue Zeit« anbrach: 1918 mit dem Ende des Ersten Weltkrieges und 1933 mit der nationalsozialistischen Machteroberung. Michael Wildts Zerborstene Zeit ist keine Großerzählung mit einem Blick von oben, sondern zeigt die Kanten und Zacken, Lichtungen und Abgründe dieses zerklüfteten 20. Jahrhunderts. Es verbindet die Ereignislinien der »großen« Geschichte mit den Erfahrungen und Lebenswelten der Zeitgenossinnen und Zeitgenossen.

Prof. Dr. Michael Wildt

ist emeritierter Professor für Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt im Nationalsozialismus an der Humboldt-Universität Berlin. Zu seinen wichtigsten Büchern gehören Generation des Unbedingten. Das Führungskorps des Reichssicherheitshauptamtes und Volksgemeinschaft als Selbstermächtigung. Gewalt gegen Juden in der deutschen Provinz 1919 bis 1939, erschienen 2003 bzw. 2007 in der Hamburger Edition. Das hier vorgestellte Buch Zerborstene Zeit. Deutsche Geschichte 1918 bis 1945 ist 2022 im Verlag C.H.Beck in München erschienen.

Technische Veranstaltungsinformation

Die Veranstaltung findet als Hybridveranstaltung statt.

Die Teilnahme in Präsenz ist vorrangig für angemeldete Personen möglich. Zur Teilnahme schicken Sie bitte eine E-Mail unter Angabe Ihres Namens, mit dem Betreff »11. Mai 2022« an: anmeldung(at)fritz-bauer-institut.de. Bitte beachten Sie, dass bei der Veranstaltung weiterhin die Maskenpflicht bis zum Platz gilt. Dort können die Masken bei Bedarf abgesetzt werden.

Die Veranstaltung wird auch als Livestream auf YouTube gezeigt. Hierfür ist keine Anmeldung notwendig. Im Anschluss an den Vortrag können Sie sich über die Chatfunktion an der Diskussion beteiligen.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem AStA der Goethe-Universität Frankfurt am Main

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Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Sa 07
Mai 2022
13:00

Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

Mitgliederversammlung 2021/2022

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Hauptgebäude des IG Farben-Hauses, EG, Raum IG 311

13:00 Uhr, Mitgliederversammlung 2021
14:30 Uhr, Mitgliederversammlung 2022

Der Vorstand des Fördervereins des Fritz Bauer Instituts lädt alle seine Mitglieder ein zu den ordentlichen Mitgliederversammlungen 2021 und 2022 (gemäß § 7 der Satzung). Im Rahmen der Mitgliederversammlung 2022 wird der Vorstand neu gewählt.

Mit freundlichen Grüßen

Jutta Ebeling
(für den Vorstand)

Veranstalter: Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

Kontakt

Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-39
verein(at)fritz-bauer-institut.de
www.fritz-bauer-institut.de/verein


Mi 04
Mai 2022
18:15

Kampf um die Kultur

Gespräch mit Sasha Marianna Salzmann und Dr. Doron Rabinovici, Moderation: Claudia Sautter

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
IG Farben-Haus, Nebengebäude, NG 731

Nachholtermin zur Veranstaltungsreihe:
Angst. Vertrauensverlust. Manipulation. Demokratie in Gefahr?

Anmeldung bitte an:

anmeldung(at)fritz-bauer-institut.de

Ist die Freiheit von Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre (Art. 5 GG) bedroht? Der Kulturkampf der Rechten macht Stimmung gegen Diversität, Feminismus und Multikulturalität, tritt ein für Homogenität und deutsch-nationale Traditionspflege. Die Protagonisten der Identitären Bewegung mit ihrem Einfluss auf die AfD sagen der Globalisierung und dem Kapitalismus den Kampf von rechts an. Ist eine Identitätspolitik von links hierauf eine adäquate Antwort?

Sasha Marianna Salzmann

ist Theaterautor:in, Essayist:in und Dramaturg:in. Für ihre Theaterstücke erhielt sie verschiedene Preise zuletzt den Kunstpreis Berlin 2020. Salzmanns Romandebüt Außer sich ist in 16 Sprachen übersetzt, der zweite Roman Im Menschen muss alles herrlich sein erschien im Herbst 2021 im Suhrkamp Verlag, Berlin. Beide Romane waren nominiert für den Deutschen Buchpreis. Am 11. Mai bekommt Salzmann in Stuttgart den mit 20.000 Euro dotierten Preis der Literaturhäuser 2022 verliehen.

Dr. Doron Rabinovici

ist Schriftsteller und Historiker. Er gehört der Mainzer Akademie der Wissenschaften und Literatur an und erhielt 2015 den Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz im Denken und Handeln. Rabinovicis aktuelle Veröffentlichung, der Roman Die Einstellung, behandelt die Debatte über Fake News und alternative Wahrheiten. Das Buch ist im Februar 2022 im Suhrkamp Verlag, Berlin erschienen.

Technische Veranstaltungsinformation

Die Veranstaltung findet als Präsenzveranstaltung statt. Bitte beachten Sie, dass bei der Veranstaltung weiterhin die Maskenpflicht bis zum Platz gilt. Dort können die Masken bei Bedarf abgesetzt werden.

Die Teilnahme ist nur für angemeldete Personen möglich. Zur Teilnahme schicken Sie bitte eine E-Mail unter Angabe Ihres Namens, mit dem Betreff »4. Mai 2022« an: anmeldung(at)fritz-bauer-institut.de. Die Anmeldung muss aus organisatorischen Gründen spätestens zwei Tage vor dem Termin bei uns eingegangen sein.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


So 01
Mai 2022
19:00

»Die Rache ist Mein allein«

Vergeltung für die Schoa: Abba Kovners Organisation Nakam

Lesung und Gespräch mit Prof. Dr. Dina Porat, moderiert von Dr. Christoph Dieckmann

Jüdisches Museum Frankfurt
Bertha-Pappenheim-Platz 1, Frankfurt am Main
Eintritt: € 5,– / ermäßigt: € 2,50

Buchvorstellung in englischer Sprache

Lesung aus dem neuen Buch von Prof. Dr. Dina Porat mit anschließendem Gespräch mit der Autorin, moderiert von Dr. Christoph Dieckmann.

Anmeldung bitte an:

besuch.JMF@stadt-frankfurt.de

Informationen des Jüdischen Museums:

www.juedischesmuseum.de/besuch/detail/dina-porat

Dina Porat beschreibt und analysiert in ihrem Ende 2021 ins Deutsche übersetzten Buch Die Rache ist Mein allein. Vergeltung für die Schoa: Abba Kovners Organisation Nakam (Paderborn: Verlag Brill | Schöningh) die Geschichte von etwa 50 Überlebenden der Shoa, die sich gegen Ende des Zweiten Weltkriegs zur Organisation Nakam zusammenfanden, um Rache für sechs Millionen ermordeter Jüdinnen und Juden zu üben. Unter der Führung des Schriftstellers und Partisanen Abba Kovner beabsichtigen sie, die Trinkwasserversorgung in mehreren deutschen Großstädten zu vergiften. Nachdem dieses gescheitert war, suchen Teile der Gruppe nach anderen Wegen, um Vergeltung zu nehmen. Auf Grundlage von Zeugenaussagen und bislang unbekannter Quellen zeichnet die Historikerin die geplanten Racheakte nach, erzählt, wie es zu diesen Plänen kam, warum sie scheiterten und was die Beteiligten später über ihre einstigen Absichten dachten. Dabei behandelt Porat auch die vom Thema der Rache aufgeworfenen moralischen Fragen und präsentiert tiefe Einblicke in die ersten Nachkriegsjahre.

Prof. Dr. Dina Porat

ist emeritierte Professorin für Moderne Jüdische Geschichte an der Universität Tel Aviv, Vorsitzende des Kantor Center for the Study of Contemporary European Jewry und seit 2011 leitende Historikerin am International Institute for Holocaust Research in der Gedenkstätte Yad Vashem, Jerusalem.

Dr. Christoph Dieckmann

ist deutscher Historiker. Für seine zweibändige Studie Deutsche Besatzungspolitik in Litauen 1941–1944 (Göttingen: Wallstein Verlag, 2011) wurde er mit dem Yad Vashem International Book Prize for Holocaust Research 2012 ausgezeichnet.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Jüdisches Museum Frankfurt im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung »Rache: Geschichte und Fantasie«

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Mi 27
April 2022
18:00

Hermann Gundersheimer und Guido Schönberger.

Kunstgeschichte und Exil

Vortrag von Dr. Katharina Rauschenberger

Historisches Museum Frankfurt
Saalhof 1, Frankfurt am Main, Leopold-Sonnemann-Saal
Eintritt: € 4,– / ermäßigt: € 2,–

Weitere Informationen des Historischen Museums

Hermann Gundersheimer und Guido Schönberger, 1933 aus städtischen Diensten entlassen, schufen am Museum Jüdischer Altertümer ein neues Forschungsgebiet, bevor sie aus Deutschland flohen. Zuvor jedoch musste Gundersheimer die im Novemberpogrom aus dem Museum und den Synagogen geraubten Objekte sortieren. Die besten Stücke sicherte sich das Historische Museum. Nach 1945 begutachtete Schönberger diese Relikte aus jüdischem Eigentum und verteilte sie an jüdische Organisationen. Der Vortrag geht auf die wissenschaftliche Arbeit der beiden, ihre persönlichen Bindungen an die Frankfurter Museen sowie auf die Umstände ihrer Flucht und besuchsweisen Rückkehr nach 1945 ein.

Dr. Katharina Rauschenberger

ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fritz Bauer Institut.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Historischen Museum Frankfurt

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Do 21
April 2022
18:00

Fritz Bauer. Der Staatsanwalt.

NS-Verbrechen vor Gericht

Ausstellungseröffnung in Wien

Justizpalast, Aula
Schmerlingplatz 10-11
A-1010 Wien, Österreich

Überlegungen zum strafjustiziellen Umgang mit den nationalsozialistischen Verbrechen in der Bundesrepublik Deutschland und in Österreich in den 1950er und 1960 Jahren

Begrüßung
› Hon.-Prof. Dr. Elisabeth Lovrek (Präsidentin des Obersten Gerichtshofes)
› Mag. Katharina Lehmayer (Präsidentin des Oberlandesgerichtes Wien)
› Univ.-Prof. Dr. Franz-Stefan Meissel (Vize-Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, Universität Wien)

Zur Ausstellung
› Dr. Monika Boll (Kuratorin der Ausstellung), Einführung in die Ausstellung
› Univ.-Prof. Dr. Sybille Steinbacher (Direktorin des Fritz Bauer Instituts, Frankfurt am Main), Zur Person und Bedeutung von Fritz Bauer
› Oscar Bronner, Erinnerung an die Debatte um NS-Justizangehörige in den 1960er Jahren in Österreich
› Univ.-Prof. Mag. DDr. Oliver Rathkolb (Vorstand des Instituts für Zeitgeschichte, Universität Wien), Zeithistorische Anmerkungen zur rechtlichen Auseinandersetzung mit NS-Verbrechen in Österreich nach 1945

Eröffnung
› Bundesministerin Dr. Alma Zadić, LL.M.

Ausstellungszeitraum / Öffnungszeiten

Donnerstag, 21. April bis Donnerstag, 19. Mai 2022
Montag bis Freitag, 7:30–15:30 Uhr, Eintritt frei
Ausstellungswebseite des Fritz Bauer Instituts
Ausstellungswebseite der Universität Wien
Flyer zur Ausstellungseröffnung (PDF-Datei)
Ausstellungsflyer (PDF-Datei)

Führungen

Montag bis Freitag, 10:00, 11:00, 13:00 und 14:00 Uhr, oder nach vorheriger Vereinbarung.
Das Angebot wendet sich an Gruppen aller Art, für Schulen sind diese Führungen gratis.
Freitags, 14:00 Uhr, findet eine wöchentliche öffentliche Führung statt.
Die Gruppengröße ist auf 15 Personen beschränkt, Entgelt: € 4,–
Anmeldung: fritzbauer-ausstellung.zeitgeschichte(at)univie.ac.at

Filmvorführung

DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER (Regie: Lars Kraume, D 2015)
Dienstag, 10. Mai 2022, Votiv Kino, Währinger Str. 12, Wien
www.votivkino.at/film/der-staat-gegen-fritz-bauer

Die Ausstellungspräsentation in Wien wird gefördert durch

Kulturabteilung der Stadt Wien (MA7)
Zukunftsfonds der Republik Österreich
Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus
Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Wien
Wirtschaftskammer Wien

Fritz Bauer

war als hessischer Generalstaatsanwalt eine der bedeutendsten Persönlichkeiten, die sich in der Bundesrepublik Deutschland für die gerichtliche Verfolgung von Tätern des nationalsozialistischen Regimes einsetzte. Fritz Bauer, der selbst aufgrund seiner jüdischen Herkunft und wegen seiner politischen Einstellung vom nationalsozialistischen Regime verfolgt wurde, kehrte nach der Befreiung vom Nationalsozialismus nach Deutschland zurück. In seiner Funktion trieb er die gerichtliche Verfolgung von NS-Tätern voran und ebnete den Weg für die Frankfurter Auschwitz-Prozesse. Der »Verein zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der Zeitgeschichte« ermöglicht es, in Kooperation mit dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien, dem Fritz Bauer Institut in Frankfurt am Main, der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien und in Zusammenarbeit mit der Präsidentin des Obersten Gerichtshofes, Hon.-Prof. Dr. Elisabeth Lovrek, und der Präsidentin des Oberlandesgerichtes Wien, Mag. Katharina Lehmayer, erstmals, die Ausstellung über das Leben und Wirken von Fritz Bauer auch in Österreich im Justizpalast zu zeigen und einen Einblick in die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit zu erhalten, der nicht nur für Deutschland, sondern auch für Österreich von großer Relevanz ist.
Die Ausstellung dokumentiert mit vielen Originalobjekten sowie Ton- und Filmaufnahmen Fritz Bauers Lebensgeschichte im Spiegel der historischen Ereignisse

Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts
in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Frankfurt

Kontakt

Verein zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der Zeitgeschichte
c/o Institut für Zeitgeschichte
Spitalgasse 2-4, Hof 1, 1090 Wien
Tel.: +43.1.4277-41201, Fax: -9412
oliver.rathkolb(at)univie.ac.at
https://zeitgeschichte.univie.ac.at


Mi 20
April 2022
18:15

»… und warte täglich auf ein Lebenszeichen«

Briefe an Johanna Tesch im Konzentrationslager

Vortrag von Dipl.-Päd. Dieter Wesp

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.801

Präsenzveranstaltung

Anmeldung bitte an: anmeldung(at)fritz-bauer-institut.de

Johanna Tesch gehörte zu den ersten Frauen in einem deutschen Parlament. Von 1919 bis 1924 war sie für die SPD Abgeordnete in der Nationalversammlung und im Reichstag. Im Jahr 1944 wurde sie im Rahmen der Aktion »Gewitter« verhaftet, im März 1945 starb sie im Konzentrationslager Ravensbrück. Ein umfangreicher Briefwechsel, vor allem mit Ehemann Richard und dem geflohenen Sohn Carl, hat sich erhalten und wurde 2020 veröffentlicht. Der Vortrag konzentriert sich auf die Korrespondenz aus der Zeit des Nationalsozialismus und die erschütternden Briefe, die Richard Tesch an seine Frau ins Konzentrationslager schrieb.

Dipl.-Päd. Dieter Wesp

ist Stadthistoriker und Mitherausgeber der Dokumentation Johanna Tesch: Briefwechsel 1909–1945, die 2020 bei epubli erschienen ist.

Technische Veranstaltungsinformation

Die Veranstaltung findet als Präsenzveranstaltung statt.
Als wir das Veranstaltungsprogramm im Februar 2022 planten, stand noch nicht fest, wie die Zugangsbedingungen im Sommersemester auf dem Campus Westend sein werden. Daher ist es erforderlich, dass Sie sich für die Teilnahme an Veranstaltungen weiterhin anmelden. Zur Teilnahme schicken Sie bitte eine E-Mail unter Angabe Ihres Namens, mit dem Betreff »20. April 2022« an: anmeldung(at)fritz-bauer-institut.de. Die Anmeldung muss aus organisatorischen Gründen spätestens zwei Tage vor dem Termin bei uns eingegangen sein.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Sa 16
April 2022
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Treffpunkt ist vor dem Wollheim-Pavillon am Fritz-Neumark-Weg, unterhalb des IG Farben-Hauses, von der Fürstenberger Straße kommend auf der linken Seite des Campus-Geländes.
Die kostenlose Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt.
Guide: Thomas Siurkus

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz (Auschwitz III). Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.

Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des Konzentrationslagers Buna-Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Mi 13
April 2022
20:00

Ein Verbrechen ohne Namen

Anmerkungen zum neuen Streit über den Holocaust

Buchvorstellung mit Prof. Dr. Dan Diner, Prof. Dr. Norbert Frei und Prof. Dr. Sybille Steinbacher

Deutsche Nationalbibliothek
Adickesallee 1, Frankfurt am Main

Moderation:

Rebecca Caroline Schmidt, Forschungsverbund »Normative Ordnungen« der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Weitere Informationen und die aktuellen Corona-Regeln:

www.dnb.de | www.dnb.de/verbrechenohnenamen

Anmeldung bitte an:

anmeldung@fritz-bauer-institut.de

Livestream auf YouTube:

https://youtu.be/s0CDczEX2oU

Ist es ein neuer Historikerstreit? Die Erinnerung an den Holocaust in Deutschland steht plötzlich in der Kritik. Was eben noch als eine politische und gesellschaftliche Errungenschaft galt, verstehen manche nun als einen »Katechismus«, der den Deutschen aufgezwungen sei und über dessen Einhaltung »Hohepriester« wachten. Seine wahre Funktion sei es, andere historische Verbrechen auszublenden und dem Mord an den Juden eine übertriebene Rolle im kollektiven Gedächtnis der Deutschen einzuräumen.

Der vorgestellte Band Ein Verbrechen ohne Namen (München: Verlag C.H.BECK, 2022) tritt solchen Thesen entgegen und zeigt, warum das Argument der Präzedenzlosigkeit des Holocaust historisch gut begründet ist. Zugleich macht er deutlich, dass die Erinnerung insbesondere an die Kolonialverbrechen einen größeren Platz erhalten sollte, ohne deshalb die kritische Auseinandersetzung mit dem Holocaust beiseitezuschieben.

Prof. Dr. Dan Diner

ist Historiker für Moderne Geschichte und lehrte an den Universitäten Jerusalem und Leipzig.

Prof. Dr. Norbert Frei

ist Seniorprofessor für Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Prof. Dr. Sybille Steinbacher

ist Zeithistorikerin und Direktorin des Fritz Bauer Instituts, sie lehrt an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Rebecca Caroline Schmidt

ist Managing Direktor des Forschungsverbunds »Normative Ordnungen« der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Deutschen Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek und dem Forschungsverbund »Normative Ordnungen« der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


So 03
April 2022
11:00

»Ich habe überlebt«

Helmut »Sonny« Sonneberg berichtet

Zeitzeugenbericht

Neues Theater Höchst
Emmerich-Josef-Str. 46A, Frankfurt am Main

Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht!

Tel.: 069.33999933, service(at)neues-theater.de

Helmut »Sonny« Sonneberg, Ehrenmitglied bei Eintracht Frankfurt, wird 1931 in Frankfurt geboren. Da seine leiblichen Eltern Juden sind, ist er – trotz katholischer Erziehung – nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten zunehmender Diskriminierung ausgesetzt. Als Kind erlebt er Ausgrenzung und Gewalt, bis hin zur Deportation ins Konzentrationslager Theresienstadt. Als einer der letzten Zeitzeugen berichtet er aus seinem Leben. Wir laden dazu herzlich ein.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit der IG Metall, dem Neuen Theater Höchst, dem Eintracht Frankfurt Museum, der Initiative Respekt! Kein Platz für Rassismus, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, der IG Bergbau, Chemie, Energie Rhein-Main, der AG Geschichte und Erinnerung, dem Höchster Geschichtsverein und dem Bund für Volksbildung Frankfurt am Main – Höchst

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Sa 19
März 2022
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Treffpunkt ist vor dem Wollheim-Pavillon am Fritz-Neumark-Weg, unterhalb des IG Farben-Hauses, von der Fürstenberger Straße kommend auf der linken Seite des Campus-Geländes.
Die kostenlose Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt.
Guide: Thomas Siurkus

Corona-Hygienekonzept

Wir bitten um Verständnis, dass Ihre Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung (anmeldung(at)fritz-bauer-institut.de oder telefonisch 069.798 322-40) erfolgen kann. Die Führung findet ausschließlich im Freien statt.

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz (Auschwitz III). Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des Konzentrationslagers Buna-Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Mi 09
März 2022
19:00

»Jude! Berichte von deinem Überleben!«

Frühe Zeugnisse der nationalsozialistischen Judenverfolgung

Vortrag von Dr. Markus Roth, mit einer Lesung von Katja Schild

Münchner Volkshochschule
Bildungszentrum Einstein 28
Einsteinstr. 28, 81611 München

Dauer: 1,5 Stunden
Kursnummer: O110746
Eintritt frei, Anmeldung erforderlich
Fragen zur Buchung: 089.48006-6239
Fachliche Beratung: 089.48006-6551
www.mvhs.de/programm/mensch-politik-gesellschaft/zeit-geschichte.19162/O110746

Deutschland 1946: Zehntausende Überlebende der nationalsozialistischen Ghettos und Konzentrationslager lebten als »Displaced Persons« in Lagern, entwurzelt und in eine ungewisse Zukunft schauend. Ihre Erfahrungen und schrecklichen Erlebnisse aus Vernichtungslagern wie Sobibor oder Chelmno, Berichte von Kindern, Lieder aus den Ghettos und vieles mehr wurden zusammengetragen. Veröffentlicht wurden viele davon in der Zeitschrift »Fun letstn churbn« (Von der letzten Zerstörung), die von 1946 bis 1948 von der Jüdischen Historischen Kommission in München herausgegeben wurde.

Dr. Markus Roth

ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fritz Bauer Institut. Er stellt die Zeitschrift und ihre Hintergründe vor. Zusammen mit Dr. Frank Beer ist er Herausgeber der 2020 im Berliner Metropol Verlag erschienenen Edition Von der letzten Zerstörung. Die Zeitschrift »Fun letstn churbn« der Jüdischen Historischen Kommission in München 1946–1948.

Katja Schild

ist Sprecherin und Sängerin. Sie liest aus drei Zeugnistexten von Überlebenden aus der Edition der jiddischen Zeitschrift Von der letzten Zerstörung.

Veranstalter

Münchner Volkshochschule in Zusammenarbeit mit dem Fritz Bauer Institut und dem Zentrum für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte, München.

Kontakt

Münchner Volkshochschule
Bildungszentrum Einstein 28
Einsteinstr. 28, 81611 München
Tel.: 089.48006-0, Fax: -6598
info(at)mvhs.de
https://www.mvhs.de


Do 24
Februar 2022
18:15

DIESE VERANSTALTUNG FINDET LEIDER NICHT STATT!

»Oma war in Ordnung«.
Intergenerationale Tradierung des Redens über den Holocaust und Nationalsozialismus in der extremen Rechten

Vortrag von Prof. Dr. Michaela Köttig

Krankheitsbedingt müssen wir die Veranstaltung leider absagen.
Sie wird voraussichtlich zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Rechtsextrem orientierte Handlungs- und Orientierungsmuster entwickeln sich in einem Prozess, der sich unter anderem aus intergenerationellen Übertragungen speist. Familiäre Transmissionen haben ihren Ursprung in der de-thematisierten, aber dennoch subtil vermittelten Vergangenheit im Nationalsozialismus. Diese Botschaften werden von jungen Frauen im rechtsextremen Spektrum aufgegriffen und in einer destruktiven Weise bearbeitet. Im Vortrag sollen diese wechselwirkenden Dynamiken anhand unterschiedlicher biografischer Verläufe veranschaulicht werden.

Prof. Dr. Michaela Köttig

ist Professorin für Gesprächsführung, Kommunikation und Konfliktbearbeitung sowie Sprecherin des Kompetenzzentrums für Soziale Interventionsforschung an der Frankfurter University of Applied Sciences.

Eine Veranstaltung des Fördervereins Fritz Bauer Institut e.V.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Sa 19
Februar 2022
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Treffpunkt ist vor dem Wollheim-Pavillon am Fritz-Neumark-Weg, unterhalb des IG Farben-Hauses, von der Fürstenberger Straße kommend auf der linken Seite des Campus-Geländes.
Die kostenlose Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt.
Guide: Thomas Siurkus

Corona-Hygienekonzept

Wir bitten um Verständnis, dass Ihre Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung (anmeldung(at)fritz-bauer-institut.de oder telefonisch 069.798 322-40) erfolgen kann. Die Führung findet ausschließlich im Freien statt.

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz (Auschwitz III). Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des Konzentrationslagers Buna-Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Mi 16
Februar 2022
18:15

Kreisläufe

Über Repetitives im Diskurs über den Holocaust

Fritz Bauer Lecture — Vortrag von Prof. Dr. Dan Diner

Onlineveranstaltung

Teilnahme über den Videodienst Zoom Meetings nur nach Anmeldung!
Lesen Sie bitte die technischen Veranstaltungsinformationen.

Livestream auf YouTube

https://youtu.be/vii5Zs-qtBU

Der Vortrag beabsichtigt, eine sich wiederholende Struktur in der Rede über den Holocaust zu thematisieren. Dabei sollen Muster des kulturellen Gedächtnisses aufgerufen werden, deren Entstehungsmilieu außerhalb dieses Ereignisses liegt und die sich gleichwohl in dessen Poren einnisten. Um sich dieser auffälligen Konstellation von Ereignis und Gedächtnis angemessen zu nähern, wird es nötig sein, das Besondere am Holocaust als absolutem Genozid im Vergleich zu anderen Massenverbrechen herauszustellen und zugleich auf das zu rekurrieren, was sich im Wortbild »Zivilisationsbruch« als anthropologische Krise verdichtet.

Prof. Dr. Dan Diner

ist Historiker. Bis zu seiner Emeritierung war er Professor für Moderne Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem und am Historischen Seminar der Universität Leipzig. Zudem war er bis 2014 Direktor des Simon-Dubnow-Instituts für jüdische Geschichte und Kultur in Leipzig. Er steht der Alfred Landecker Stiftung vor.

Technische Veranstaltungsinformation

Die Veranstaltung findet als Onlineveranstaltung statt.
Zur Teilnahme schicken Sie bitte eine E-Mail unter Angabe Ihres Namens, mit dem Betreff »16. Februar 2022« an: anmeldung(at)fritz-bauer-institut.de. Sie erhalten dann rechtzeitig die Zugangsdaten für die Teilnahme via Zoom Meetings zugeschickt. Die Veranstaltung wird auch als Livestream auf YouTube gezeigt. Hierfür ist keine Anmeldung notwendig. Im Anschluss an den Vortrag können Sie sich über die Chatfunktion an der Diskussion beteiligen.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Sa 12
Februar 2022
10:00

Frühe Ausschaltung der Gegner.

Gedenkstätte KZ Osthofen

Exkursion mit Führung

Bus ab Frankfurt 10:00 Uhr, Rückfahrt ca. 16:00 Uhr

Die Verordnung zum »Schutz von Volk und Staat« vom 28. Februar 1933 zur »Abwehr kommunistischer staatsgefährdende Gewaltakte« löste eine Verhaftungswelle aus und veranlasste Werner Best, NS-Leiter der Polizei in Hessen-Darmstadt, Anfang März 1933 im Gebäude einer ehemaligen Papierfabrik das Konzentrationslager Osthofen einzurichten. Anna Seghers‘ Roman Das siebte Kreuz verewigt das Lager. Die Häftlinge wurden misshandelt, gequält und gedemütigt. Bis zur Schließung im Juli 1934 waren in Osthofen rund 3.000 Angehörige der Arbeiterparteien und Gewerkschaften, aber auch deutsche Staatsbürger jüdischen Glaubens inhaftiert. Carlo Mierendorff, Pressesprecher des hessischen Innenministers Leuschner, war einer der Häftlinge.

Mitarbeiter*innen der Gedenkstätte KZ Osthofen führen die Besuchergruppe durch das ehemalige Konzentrationslager. Zudem ist dort derzeit die Ausstellung des Fritz Bauer Instituts »Die I.G. Farben und das Konzentrationslager Buna-Monowitz, Wirtschaft und Politik im Nationalsozialismus« zu sehen.

Anmeldung und Teilnahmeregeln

Zur Teilnahme melden Sie sich bitte per E-Mail unter verein(at)fritz-bauer-institut.de an.
Kostenbeitrag 20 Euro pro Person zzgl. Restaurantverzehr (optional).
Informationen zum Treffpunkt und zum Ablauf erhalten Sie mit Ihrer Teilnahmebestätigung. Für die Teilnahme gilt die 2G-Plus-Regelung zum Schutz vor der Corona-Pandemie. Im Bus ist das Tragen einer Maske verpflichtend.

Eine Veranstaltung des Fördervereins Fritz Bauer Institut e.V.

Kontakt

Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798322-39
verein@fritz-bauer-institut.de
www.fritz-bauer-institut.de/verein


Mi 09
Februar 2022
18:15

»Hautnah«, »in Echtzeit«, »authentisch«?

Tendenzen des Umgangs mit der NS-Vergangenheit in der Geschichtskultur

Vortrag von Prof. Dr. Josef Memminger

Onlineveranstaltung

Teilnahme über den Videodienst Zoom Meetings nur nach Anmeldung!
Lesen Sie bitte die technischen Veranstaltungsinformationen.

Livestream auf YouTube

https://youtu.be/0FFp6HximrM

Der geschichtskulturelle Umgang mit Themen zur NS-Vergangenheit verändert sich: Digitalisierung und Virtualisierung; alternative Zugänge für das historische Lernen; die Tatsache, dass bald keine Zeitzeugen mehr zur Verfügung stehen – das sind nur einige Schlagworte, die ursächlich genannt werden können. In dem Vortrag sollen exemplarisch Tendenzen vorgestellt und diskutiert werden. Nicht zuletzt soll es um didaktische Implikationen für die Geschichtsvermittlung und den Geschichtsunterricht gehen.

Prof. Dr. Josef Memminger

ist Professor für Didaktik der Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Technische Veranstaltungsinformation

Die Veranstaltung findet als Onlineveranstaltung statt.
Zur Teilnahme schicken Sie bitte eine E-Mail unter Angabe Ihres Namens, mit dem Betreff »9. Februar 2022« an: anmeldung(at)fritz-bauer-institut.de. Sie erhalten dann rechtzeitig die Zugangsdaten für die Teilnahme via Zoom Meetings zugeschickt. Die Veranstaltung wird auch als Livestream auf YouTube gezeigt. Hierfür ist keine Anmeldung notwendig. Im Anschluss an den Vortrag können Sie sich über die Chatfunktion an der Diskussion beteiligen.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
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Mi 02
Februar 2022
18:15

Der Oberste Gerichtshof für die Britische Zone und die Aufarbeitung von NS-Unrecht

Vortrag von Dr. Juliane Ohlenroth

Onlineveranstaltung

Teilnahme über den Videodienst Zoom Meetings nur nach Anmeldung!
Lesen Sie bitte die technischen Veranstaltungsinformationen.

Livestream auf YouTube

https://youtu.be/vYMEvTXNOkQ

Der Schwerpunkt der Strafverfolgung von NS-Verbrechen lag in der unmittelbaren Nachkriegszeit. In der frühen Bundesrepublik hingegen kam sie zeitweise fast zu einem Stillstand. Der Vortrag analysiert die strafrechtsdogmatischen Grundsätze des Obersten Gerichtshofs für die Britische Zone (1948–1950) zur Aufarbeitung von NS-Unrecht. Sie werden in den Kontext der Rechtsprechung der Instanzgerichte und des Bundesgerichtshofs gesetzt. Dabei zeigt sich, dass die Rechtsauslegung des Obersten Gerichtshofs für die Britische Zone im Kontrast zur übrigen westdeutschen Justiz und zeitgenössischen Lehre eine angemessenere strafrechtliche Aufarbeitung von NS-Verbrechen ermöglicht hätte.

Dr. Juliane Ohlenroth

ist Rechtsreferendarin im OLG-Bezirk München. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Risiko- und Präventionsstrafrecht sowie Juristische Zeitgeschichte an der Universität Augsburg. Ihre Dissertation wurde 2021 mit dem Fritz Bauer Studienpreis für Menschenrechte und juristische Zeitgeschichte des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz ausgezeichnet.

Juliane Ohlenroth, Der Oberste Gerichtshof für die Britische Zone und die Aufarbeitung von NS-Unrecht. Unter besonderer Berücksichtigung der Bedeutung für die Fortentwicklung der Strafrechtsdogmatik
Beiträge zur Rechtsgeschichte des 20. Jahrhunderts 112
Tübingen: Mohr Siebeck, 2020. XXII, 398 S., € 99,–

Technische Veranstaltungsinformation

Die Veranstaltung findet als Onlineveranstaltung statt.
Zur Teilnahme schicken Sie bitte eine E-Mail unter Angabe Ihres Namens, mit dem Betreff »2. Februar 2022« an: anmeldung(at)fritz-bauer-institut.de. Sie erhalten dann rechtzeitig die Zugangsdaten für die Teilnahme via Zoom Meetings zugeschickt. Die Veranstaltung wird auch als Livestream auf YouTube gezeigt. Hierfür ist keine Anmeldung notwendig. Im Anschluss an den Vortrag können Sie sich über die Chatfunktion an der Diskussion beteiligen.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Sa 29
Januar 2022
16:00

Ausstellungseröffnung:

IL PRESENTE DI AUSCHWITZ / DIE GEGENWART VON AUSCHWITZ

Plakatmappe des Fritz Bauer Instituts

Museum Casa Frabboni
Via G. Matteotti, 169
40018 San Pietro in Casale BO, Italien

Il Giorno della Memoria 2022 nei comuni dell'Unione Reno Galliera

Zur Eröffnung sprechen

Riccardo Marchetti, Kulturamt der Gemeinde San Pietro in Casale
Virginio Merola, Präsident des Istituto Storico Parri, Bologna

Ausstellung vom 30. Januar bis zum 1. März 2022

Öffnungszeiten jeweils Samstag und Sonntag, 15.00–18.00 Uhr
Die Ausstellung kann auch außerhalb dieser Zeit von Schulklassen auf Anfrage besucht werden.
Anmeldung für Schulklassen:
Museumsservice der Union Reno Galliera
Tel.: +39.051.8904829, musei(at)renogalliera.it

Eine an die Ausstellung anschließende Konferenz mit dem Titel »Auschwitz. Il filo della memoria: una riflessione tra passato e presente«, organisiert von Olga Massari, Istituto Storico Parri Bologna Metropolitana, ist in Vorbereitung.

Veranstalter

Museum Casa Frabboni in Zusammenarbeit mit der Gemeinde San Pietro in Casale

Die Gegenwart von Auschwitz

Plakatmappe, 20 Plakate im Format DIN A1
Hrsg.: Förderverein Fritz Bauer Institut e.V., Frankfurt am Main 1994
20 Plakate im Format DIN A1, mit Fotografien von Henning Langenheim und Peter Liedtke, mit Zitaten von Jean Amery, Leo B., Carlotte Delbo, Salmen Gradowski, Elizabeth Guttenberger, Lilly J., Ruth Klüger, Arieh Ben-Menachem, Filip M.
(Die italienische Version der Plakatausstellung des Fritz Bauer Instituts wird herausgegeben und vertrieben von Pro Forma Memoria, Carpi, www.studioproforma.it.)

Kontakt

Museum Casa Frabboni
Via G. Matteotti, 169
40018 San Pietro in Casale
Bologna, Emilia-Romagna, Italy
www.comune.san-pietro-in-casale.bo.it/musei/museo-casa-frabboni
www.culturabologna.it/il-presente-di-auschwitz