Veranstaltungen und Ausstellungen

Veranstaltungsarchiv

Mi 15
April 2020
18:15

DIESE VERANSTALTUNG FINDET LEIDER NICHT STATT!

Eine Stadt und die Schuld.
Wiesbaden und die NS-Vergangenheit seit 1945

Buchvorstellung mit Dr. Philipp Kratz

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.802

Trotz des Erstarkens des Rechtspopulismus beruht die selbstkritische Auseinandersetzung der Deutschen mit der NS-Vergangenheit gegenwärtig auf einem breiten gesellschaftlichen Konsens. Dieses geschichtspolitische Einvernehmen war lange Zeit keine Selbstverständlichkeit. Wie schwierig der Weg dorthin sein konnte, untersucht Philipp Kratz am Beispiel der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden in seiner Langzeitstudie zur Nachgeschichte des »Dritten Reichs«. Dabei wird deutlich, dass sich die Auseinandersetzung der Deutschen darüber, wie mit der schuldbeladenen Vergangenheit des Nationalsozialismus umzugehen sei, weder als geradlinige Erfolgsgeschichte noch als bloße Defizitgeschichte erzählen lässt.

Dr. Philipp Kratz

studierte Geschichte und Sozialwissenschaften in Bochum und Frankfurt am Main und wurde 2016 in Jena promoviert. Derzeit unterrichtet er an einem Wiesbadener Oberstufengymnasium und als Lehrbeauftragter an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. 2019 erschien sein Buch Eine Stadt und die Schuld. Wiesbaden und die NS-Vergangenheit seit 1945.

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Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Sa 28
März 2020
15:00

DIESE VERANSTALTUNG FINDET LEIDER NICHT STATT!

Vortrag von Prof. Dr. Michaela Köttig:
»Oma war in Ordnung«
Intergenerationelle Tradierung des Holocaust und Nationalsozialismus in der extremen Rechten

Öffentlicher Vortrag im Rahmen der Mitgliederversammlung des Fördervereins Fritz Bauer Institut e.V.

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
IG Farben-Haus, Nebengebäude, Raum NG 2.701

Rechtsextreme Handlungs- und Orientierungsmuster entwickeln sich in einem Prozess, der sich aus intergenerationellen Übertragungen, biographischen Erfahrungen und sozialen Rahmenbedingungen speist. Familiengeschichtliche Transmissionen haben ihren Ursprung in der de-thematisierten, aber dennoch subtil vermittelten Vergangenheit des Nationalsozialismus. Diese Botschaften und als unbefriedigend erlebte Eltern-Kind-Bindungen werden von jungen Frauen innerhalb des rechtsextremen Spektrums aufgegriffen und auf destruktive Weise bearbeitet. Soziale Rahmenbedingungen können hierbei Möglichkeitsräume eröffnen oder begrenzen. Diese wechselwirkenden Dynamiken werden anhand biographischer Verläufe veranschaulicht.

Prof. Dr. Michaela Köttig

ist Professorin für Gesprächsführung, Kommunikation und Konfliktbearbeitung sowie Sprecherin des Kompetenzzentrums für Soziale Interventionsforschung an der Frankfurt University of Applied Sciences.

Veranstalter

Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

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Fritz Bauer Institut
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Norbert-Wollheim-Platz 1
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Sa 28
März 2020
13:00

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Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

Mitgliederversammlung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
IG Farben-Haus, Nebengebäude, Raum NG 2.701

Der Vorstand des Fördervereins des Fritz Bauer Instituts lädt alle seine Mitglieder ein zur ordentlichen Mitgliederversammlung (gemäß § 7 der Satzung).

Mit freundlichen Grüßen
Jutta Ebeling
(für den Vorstand)

Veranstalter

Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

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Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
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Mi 25
März 2020
18:15

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Biedermänner: Die Wähler und der Auftritt der AfD. Gespräch zwischen Albrecht von Lucke und Ulrich Wolf

Vortragsreihe: »Biedermänner und Brandstifter: eine Alternative für Deutschland?«

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
IG Farben-Haus, Raum 311

Moderation: Claudia Sautter

Im Gespräch zwischen Albrecht von Lucke und Ulrich Wolf werden der Wandel der AfD zu einer Partei, die sich als Repräsentantin der kleinen Leute begreift, und ihr betont provokatives, rechtes Auftreten in den neuen Bundesländern vorgestellt. Am Beispiel der ostsächsischen Kreisstadt Bautzen wird die Rechtswende einer lokalen politischen Kultur demonstriert, die seitdem vollzogen wurde.

Albrecht von Lucke

ist Redakteur der Monatszeitschrift Blätter für deutsche und internationale Politik. Ausgezeichnet wurde er mit dem Lessing-Preis für Kritik und dem Otto Brenner Preis »Spezial«.

Ulrich Wolf

ist Reporter der Sächsischen Zeitung. 2019 erhielt er für seinen »Bautzen-Report« den 2. Preis der Otto Brenner Stiftung für kritischen Journalismus, 2016 für seine Pegida-Berichterstattung den Wächterpreis der deutschen Tagespresse.

Programmfolder zur Vortragsreihe:

»Biedermänner und Brandstifter«

Eine Veranstaltungsreihe des
Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

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Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
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Sa 21
März 2020
15:00

DIESE VERANSTALTUNG FINDET LEIDER NICHT STATT!

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Die Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt.
Sie ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Guide: Thomas Siurkus

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz. Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

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Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
+49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Do 12
März 2020
19:00

Die IG Farben und das Konzentrationslager Buna-Monowitz.

Wirtschaft und Politik im Nationalsozialismus

Eröffnung der Wanderausstellung in Köln

EL-DE-Haus
NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
Appellhofplatz 23-25
50667 Köln

Ausstellungseröffnung

Donnerstag, 12. März 2020, 19:00 Uhr
Begrüßung: Dr Werner Jung, Direktor des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln
Grußwort: Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln
Einführung: Prof. Dr. Sybille Steinbacher, Direktorin des Fritz Bauer Instituts

Ausstellungszeitraum

Freitag, 13. März bis Sonntag, 24. Mai 2020

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag, 10:00–18.00 Uhr
Samstag und Sonntag, 11:00–18:00 Uhr
1. Donnerstag im Monat (außer an Feiertagen), 10:00–22:00 Uhr

Informationen zur Ausstellung

NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
EL-DE-Haus, Appellhofplatz 23-25, 50667 Köln
Telefon: 0221.2212-6332
Führungen: 0221.2212-6331
nsdok(at)stadt-koeln.de
www.nsdok.de

Die IG Farben-Ausstellung des Fritz Bauer Instituts

Der Chemiekonzern IG Farben ließ ab 1941 in unmittelbarer Nähe zum Konzentrationslager Auschwitz eine chemische Fabrik zur Produktion von Buna errichten, einem für die Kriegswirtschaft wichtigen synthetischen Kautschuk. Neben deutschen Fachkräften setzte das Unternehmen auf der riesigen Baustelle tausende von Häftlingen aus dem KZ Auschwitz, außerdem Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aus ganz Europa ein. Mit der SS arbeiteten die IG-Farben-Manager eng zusammen. Für die ständig steigende Zahl von KZ-Häftlingen errichteten sie 1942 gemeinsam mit der SS das firmeneigene Konzentrationslager Buna-Monowitz. Tausende Häftlinge kamen durch die unmenschlichen Arbeitsbedingungen auf der Baustelle zu Tode oder wurden in den Gaskammern in Auschwitz-Birkenau ermordet, sobald sie nicht mehr arbeitsfähig waren. Im Durchschnitt lebte nur noch etwa drei Monate lang, wer zur Zwangsarbeit nach Buna-Monowitz abkommandiert worden war.

Die Ausstellung zeichnet Entstehung, Alltag und Auflösung des KZ Buna-Monowitz nach. Historische Fotografien, die anlässlich eines Besuches von Heinrich Himmler, dem Reichsführer SS, am 17. und 18. Juli 1942 gemacht wurden, dokumentieren die Perspektive von SS und IG Farben. Sie werden kontrastiert mit autobiographischen Texten von überlebenden Häftlingen, darunter Primo Levi, Jean Améry und Elie Wiesel, sowie Aussagen von Überlebene in den Nachkriegsprozessen. Informationen zu den Gerichtsverfahren und den Bemühungen der Überlebenden um Entschädigung nach 1945 ergänzen die Ausstellung, die als Wanderausstellung konzipiert ist und zum Verleih zur Verfügung steht.

Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts

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Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Sa 15
Februar 2020
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Die Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt.
Sie ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Guide: Thomas Siurkus

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz. Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

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Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
+49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Fr 14 - So 16
Februar 2020

»Von wegen neutral!«

Selbstreflexive und diversitätsbewusste Gedenkstättenpädagogik

Fortbildung für Multiplikator*innen

Europäische Jugendbildungs- und
Jugendbegegnungsstätte Weimar
Jenaer Str. 2/4, 99425 Weimar

»Verunsichernde Orte – Weiterbildung Gedenkstättenpädagogik«

In der Fortbildung reflektieren die Teilnehmenden gemeinsam ihre pädagogische Arbeit zum Nationalsozialismus anhand von Übungen der Konzeption »Verunsichernde Orte – Weiterbildung Gedenkstättenpädagogik«. Der Blick ist dabei einerseits besonders auf die eigene Motivation, Zielsetzung und Ergebniserwartung für die Durchführung von Gedenkstättenbesuchen mit Schulklassen und/oder Gruppen der außerschulischen Bildung gerichtet. Andererseits reflektieren die Teilnehmenden ihre pädagogische Praxis im Hinblick auf die Frage, ob und wie sich diese verändert bzw. verändern muss, wenn Gleichheit und Gleichberechtigung öffentlich in Frage gestellt und auf komplexe gesellschaftliche Herausforderungen einfache rechtspopulistische (Schein-)Antworten formuliert werden.

Angebot für Gedenkstättenmitarbeiter*innen, schulische Lehrkräfte unterschiedlicher Fachrichtungen, und außerschulische Multiplikator*innen, die Besuchergruppen betreuen bzw. mit Gruppen NS-Gedenkstätten besuchen. Die Veranstaltung ist als Lehrerfortbildung von der Hessischen Lehrkräfteakademie anerkannt (LA-Angebots-Nr. 01998061).

Leitung: Franziska Göpner, Verena Haug (Trainerinnen »Verunsichernde Orte«)

Programmflyer (pdf-Datei)

Anmeldung

Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Anmeldung ist bis zum 24. Januar 2020 online möglich. Bei einer Absage nach dem 24. Januar 2020 müssen wir Ihnen 50 % des Teilnahmebeitrages, bei einer kurzfristigen Absage nach dem 7. Februar 2020 müssen wir 100 % des Teilnahmebeitrages in Rechnung stellen.

Kosten

Die Teilnahme kostet 225,– EUR und beinhaltet Übernachtung im Doppelzimmer, Vollpension und Seminargebühr (ohne Übernachtung 165,– EUR). Für Ermäßigungsberechtigte (Studierende, Erwerbslose gegen Vorlage der entsprechenden Bescheinigung) beträgt die Teilnahmegebühr 165,– EUR (ohne Übernachtung 115,– EUR). Es stehen begrenzt Einzelzimmer zur Verfügung. Die zusätzlichen Kosten von 16,70 EUR/Nacht für ein Einzelzimmer sind selbst zu tragen.

Eine Kooperationsveranstaltung der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar mit dem Fritz Bauer Institut, Frankfurt am Main.

Kontakt

Stiftung »Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar«
Dr. Frank König
Bildungsreferent Historisch-Politische Bildung
Tel.: 03643.827-104, Fax: -452
koenig(at)ejbweimar.de
www.ejbweimar.de/de/veranstaltungen/detail/von-wegen-neutral-selbstreflexive-und-diversitaetsbewusste-gedenkstaettenpaedagogik


Do 13 - Fr 14
Februar 2020

Kontinuitäten rechter Gewalt

Ideologien – Praktiken – Wirkungen

Tagung

Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Bibliothek, Am Neuen Markt 9 d, 14467 Potsdam

So wie extrem rechtes Denken stets Teil der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert war, gehört gewaltförmiges Handeln seit jeher zur politischen Praxis der »nationalen Opposition«. Die rechten Krisendiagnosen beschwören beständig den drohenden Untergang Deutschlands und setzen dagegen eine Ideologie, die die Rechtfertigung und Ausübung von Gewalt in sich trägt. Die Tagung führt unterschiedliche Perspektiven auf die gewalttätigen Praktiken der deutschen und internationalen extremen Rechten, auf ihre Wirkung in die Gesellschaft sowie auf die zugrundeliegende Ideologie zusammen. Kontinuitäten rechter Gewalt seit 1945 – inklusive der personellen und strukturellen Verbindungslinien in die Weimarer Republik und in den Nationalsozialismus – werden sichtbar gemacht und analysiert. Im Fokus stehen dabei nicht nur explizit militante Gruppen, sondern auch Alltagsgewalt sowie die mit der Gewalt verbundenen Konstruktionen von Männlichkeit und Weiblichkeit; Diskurse über Gewalt genauso wie die Präsenz extrem rechten Denkens und Handelns in Polizei, Justiz und Armee. Ziel der Beiträge und Diskussionen ist eine Systematisierung der Forschung zur rechten Gewalt und ihre Einbettung in die zeitgeschichtliche Rechtsextremismusforschung sowie in die Politik- und Gesellschaftsgeschichte des Rassismus und organisierten Nationalismus

Tagungsprogramm

Programmflyer (pdf-Datei) | Tagungswebsite

Anmeldung

Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Verbindliche Anmeldung per formloser E-Mail an Tobias Rischk:
rischk(at)zzf-potsdam.de

Veranstalter

Zeithistorischer Arbeitskreis Extreme Rechte Potsdam und Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam in Kooperation mit dem Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam, dem Hannah Arendt Institut für Totalitarismusforschung Dresden und dem Fritz Bauer Institut

Kontakt

Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) e.V.
Am Neuen Markt 1, 14467 Potsdam
Tel.: 0331.28991-56, -57, Fax: -40
sekretariat(at)zzf-potsdam.de
https://zzf-potsdam.de


Mi 12
Februar 2020
18:15

Geschichte und Wirkung des Holocaust bis heute

Präsentation und Diskussion studentischer Arbeiten

Frankfurt University of Applied Sciences
Nibelungenplatz 1, Frankfurt am Main
Gebäude 4, Raum 111/112

Die Geschichte des Holocaust und seine Wirkung sind Gegenstand unterschiedlicher Fachgebiete und werden an verschiedenen Hochschulen und Universitäten intensiv erforscht. In einer neuen Veranstaltungsreihe präsentieren das Fritz Bauer Institut und der Förderverein Fritz Bauer Institut e.V. pro Semester zwei aktuelle Abschlussarbeiten von Studierenden, die innovative Zugänge zum Thema zeigen und durch eine interdisziplinär besetzte Kommission ausgewählt wurden. Die Studierenden erhalten auf diese Weise Gelegenheit, ihre Arbeiten erstmals einem breiten Publikum vorzustellen. Dieses erhält wiederum Einblick in die studentische Auseinandersetzung mit der Geschichte des Holocaust und seiner Wirkung bis heute.

Christian Hinrichs (Marburg):

Dorfgeschichte(n). Lokales Gedenken an die NS-Vergangenheit im Spiegel der sozialwissenschaftlichen Analysen

Lilia Tomchuk (Frankfurt am Main):

Gewalt gegen jüdische Frauen auf dem Gebiet der Ukraine 1941–1945. Themen, Muster und Narrative sexueller Gewalt in Zeitzeugnissen der USC Shoah Foundation

Mit der Veranstaltungsreihe wollen das Fritz Bauer Institut und der Förderverein Fritz Bauer Institut e.V. ein Forum für Fragestellungen junger Menschen an die Geschichte und Wirkung des Holocaust schaffen und darüber hinaus verschiedene Disziplinen zusammenführen.

Eine Veranstaltung des Fördervereins Fritz Bauer Institut e.V.

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Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
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Mi 05
Februar 2020
18:15

Zwischen Sozialhygiene und Eugenik

Gesundheitsfürsorge in Frankfurt am Main von 1920 bis 1960

Vortrag von Jens Kolata M.A.

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.801

Mit Grußworten des Gesundheitsdezernenten Stefan Majer und des Leiters des Gesundheitsamtes Prof. Dr. Dr. René Gottschalk

Das Stadtgesundheitsamt Frankfurt gehörte im Nationalsozialismus zu den wichtigsten lokalen Akteuren bei Zwangssterilisationen und Eheverboten. Der Vortrag, der anhand mehrerer Tätigkeitsfelder Entwicklungslinien der Gesundheitsfürsorge in Frankfurt aufzeigt, geht jedoch auch auf die Zeit der Weimarer Republik und der frühen Bundesrepublik ein. Dabei stehen nicht nur Kontinuitäten und Brüche im Fokus. Es wird vielmehr auch deutlich, dass das Gesundheitsamt eng mit anderen Behörden kooperierte. Nur so konnten die Mitarbeiter zu ihrem umfassenden Wissen über die Bevölkerung gelangen.

Jens Kolata M.A.

ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fritz Bauer Institut.

Das im Frühjahr 2019 begonnene Forschungsprojekt sowie diese Veranstaltung beruhen auf einer Kooperation zwischen dem Fritz Bauer Institut und dem Stadtgesundheitsamt Frankfurt am Main.

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Mi 29
Januar 2020
18:15

Grenzen von Agitation und Kritik im freiheitlichen demokratischen Rechtsstaat.

Keine Freiheit den Feinden der Freiheit?

Vortrag von Prof. Dr. Christoph Enders

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.812

Vortragsreihe:
»Verfassung, Recht und Demokratie. 70 Jahre Grundgesetz«

Wer seine Freiheit zum Kampf gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung missbraucht, kann sein Freiheitsrecht auf Beteiligung am Meinungsbildungsprozess verwirken. Bedeutet das, dass politisch extreme Positionen nicht mehr vertreten werden dürfen? Das Bundesverfassungsgericht mahnt immer wieder eine Grenzziehung an, die Minderheitspositionen nicht unterdrückt. Im Einzelnen ist es freilich oft schwierig, diese Grenze verantwortungsvoll zu bestimmen.

Prof. Dr. Christoph Enders

ist Professor für Öffentliches Recht, Staats- und Verfassungslehre an der Universität Leipzig. Seine Habilitation Die Menschenwürde in der Verfassungsordnung: zur Dogmatik des Art. 1 GG erschien 1997, sein Aufsatz »›Der III. Weg‹ in Plauen und das Militanzverbot des Versammlungsrechts« im Mai 2019 auf: https://verfassungsblog.de

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Norbert-Wollheim-Platz 1
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Mo 27
Januar 2020
19:00

Die IG Farben und das Konzentrationslager Buna-Monowitz.

Wirtschaft und Politik im Nationalsozialismus

Eröffnung der Wanderausstellung in Buchholz

Empore Buchholz, Foyer
Breite Straße 10, 21244 Buchholz in der Nordheide

Ausstellungseröffnung im Rahmen einer Feierstunde aus Anlass des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus, u.a. mit Esther Bejarano und die Microphone Mafia. Ab Mittwoch, 29. Januar 2020 ist die Ausstellung in der Stadtbücherei zu sehen:

Ausstellungsort

Stadtbücherei Buchholz, Foyer
Kirchenstr. 6, 21244 Buchholz in der Nordheide

Ausstellungszeitraum

Mittwoch, 29. Januar bis Freitag, 21. Februar 2020

Öffnungszeiten

Montag, 10:00–12:00 Uhr und 15:00–20:00 Uhr
Mittwoch und Donnerstag, 10:00–18:00 Uhr
Freitag, 14:00–18:00 Uhr
Samstag, 10:00–13:00 Uhr

Lokaler Veranstalter

Die Städtepartnerschaftsvereine der Stadt Buchholz

Informationen zur Ausstellung

Stadtbücherei Buchholz
Kirchenstr. 6, 21244 Buchholz
Telefon: 04181.214280
stadtbuecherei(at)buchholz.de
www.stadtbuecherei-buchholz.de
Die IG Farben-Ausstellung des Fritz Bauer Instituts

Der Chemiekonzern IG Farben ließ ab 1941 in unmittelbarer Nähe zum Konzentrationslager Auschwitz eine chemische Fabrik zur Produktion von Buna errichten, einem für die Kriegswirtschaft wichtigen synthetischen Kautschuk. Neben deutschen Fachkräften setzte das Unternehmen auf der riesigen Baustelle tausende von Häftlingen aus dem KZ Auschwitz, außerdem Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aus ganz Europa ein. Mit der SS arbeiteten die IG-Farben-Manager eng zusammen. Für die ständig steigende Zahl von KZ-Häftlingen errichteten sie 1942 gemeinsam mit der SS das firmeneigene Konzentrationslager Buna-Monowitz. Tausende Häftlinge kamen durch die unmenschlichen Arbeitsbedingungen auf der Baustelle zu Tode oder wurden in den Gaskammern in Auschwitz-Birkenau ermordet, sobald sie nicht mehr arbeitsfähig waren. Im Durchschnitt lebte nur noch etwa drei Monate lang, wer zur Zwangsarbeit nach Buna-Monowitz abkommandiert worden war.

Die Ausstellung zeichnet Entstehung, Alltag und Auflösung des KZ Buna-Monowitz nach. Historische Fotografien, die anlässlich eines Besuches von Heinrich Himmler, dem Reichsführer SS, am 17. und 18. Juli 1942 gemacht wurden, dokumentieren die Perspektive von SS und IG Farben. Sie werden kontrastiert mit autobiographischen Texten von überlebenden Häftlingen, darunter Primo Levi, Jean Améry und Elie Wiesel, sowie Aussagen von Überlebene in den Nachkriegsprozessen. Informationen zu den Gerichtsverfahren und den Bemühungen der Überlebenden um Entschädigung nach 1945 ergänzen die Ausstellung, die als Wanderausstellung konzipiert ist und zum Verleih zur Verfügung steht.

Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts

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Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
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Mo 27
Januar 2020
15:30

Beschämender Anblick

Filme über befreite Lager und Reaktionen des deutschen Publikums 1945/46

Vortrag von Prof. Dr. Ulrike Weckel

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Theodor-W.-Adorno-Platz 1
PA-Gebäude (Präsidium der Administration)
Lobby (Erdgeschoss)

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
75 Jahre Befreiung von Auschwitz

Alle Alliierten beauftragten Kamerateams, um bei der Befreiung der Konzentrations- und Vernichtungslager zu filmen. Wie würden Deutsche reagieren, wenn man ihnen vor Augen führte, was die allermeisten während der NS-Herrschaft nicht hatten genauer wissen wollen? Das interessierte damals viele und wird bis heute kontrovers beurteilt. Der Vortrag lädt dazu ein, über die Aussagekraft der konkreten Reaktionen sowie darüber nachzudenken, was unter den gegebenen Umständen realistischerweise erwartet werden konnte.

Prof. Dr. Ulrike Weckel

ist Historikerin und Professorin für Fachjournalistik Geschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen. 2012 erschien ihre Habilitationsschrift Beschämende Bilder. Deutsche Reaktionen auf alliierte Dokumentarfilme über befreite Konzentrationslager.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Präsidium der Goethe-Universität Frankfurt am Main

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Fritz Bauer Institut
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60323 Frankfurt am Main
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Mi 22
Januar 2020
18:15

Martin Niemöller

Ein Leben in Opposition

Buchvorstellung und Vortrag von Prof. Dr. Benjamin Ziemann

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.802

Martin Niemöller (1892–1984) gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Bekennenden Kirche und ihres Kampfes gegen die »Deutschen Christen«, aber auch als Opfer des NS-Regimes, das die Jahre 1938 bis 1945 als »persönlicher Gefangener des Führers« in KZ-Haft verbrachte. Auch nach 1945 führte Niemöller ein »Leben in Opposition« im Kampf gegen die deutsche Wiederbewaffnung und Adenauers Politik der Westbindung. Doch worin bestand seine Opposition gegen das NS-Regime genau? Widersetzte er sich tatsächlich dessen Rassenpolitik und Antisemitismus oder war er mehr auf die Selbstbehauptung der evangelischen Kirche bedacht? Worin zeigte sich seine Zustimmung zum »Dritten Reich«? Und wie ging er nach 1945 nicht nur mit der Schuld der Deutschen, sondern auch ganz konkret mit seinem eigenen Engagement für völkisch-radikalnationale Politik um?

Prof. Dr. Benjamin Ziemann

ist Historiker und Professor für Neuere Deutsche Geschichte an der University of Sheffield sowie Mitherausgeber der Zeitschrift für Geschichtswissenschaft. Sein Buch zu Niemöller erschien 2019.

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Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
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Sa 18
Januar 2020
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Die Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt.
Sie ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Guide: Thomas Siurkus

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz. Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

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Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
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Do 16
Januar 2020
17:00

25 Jahre Fritz Bauer Institut

Zur gesellschaftlichen und politischen Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen

Festveranstaltung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Theodor-W.-Adorno-Platz1
PA-Gebäude (Präsidium der Administration)
Lobby im Erdgeschoss

Im Januar 2020 wird das Fritz Bauer Institut 25 Jahre alt. Als es 1995 gegründet wurde, war die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit ein Thema, das in Medien und Öffentlichkeit zunehmend Aufmerksamkeit erfuhr. Was wir heute »Erinnerungskultur« nennen, begann sich seinerzeit in Deutschland zu etablieren. Auch setzte in den neunziger Jahren in der Zeitgeschichtswissenschaft ein Prozess ein, der bis heute zur Ausdifferenzierung und Internationalisierung der Holocaustforschung führte.

Das Fritz Bauer Institut ist heute eng mit der Goethe-Universität Frankfurt am Main verbunden, 2017 wurde am Historischen Seminar ein eigener Lehrstuhl zur Geschichte und Wirkung des Holocaust mit der Direktion des Instituts verknüpft. Bedeutend für die Auseinandersetzung mit dem Holocaust war damals und ist heute die aktuelle politische Situation. Angesichts des Wiedererstarkens von Rechtsradikalismus und Nationalismus wird der Arbeit des Instituts heute besondere öffentliche Aufmerksamkeit zuteil. Aufklärungs- und Bildungsarbeit zum Holocaust, so der Anspruch, trägt dazu bei, demokratische Haltungen zu stärken und zu fördern. Die Aufgaben und Möglichkeiten des Fritz Bauer Instituts möchten wir auf einem Podium, aber auch mit Ihnen im Plenum diskutieren. Dabei blicken wir auch zurück auf die Entstehungszeit des Instituts.

Programm

17:00–17:30 Uhr
Vortrag von Dr. Katharina Rauschenberger:
Die Gründungsgeschichte des Fritz Bauer Instituts
17:30–19:00 Uhr
Podiumsdiskussion:
Jutta Ebeling (Frankfurt am Main)
Prof. Dr. Norbert Frei (Jena)
Prof. Dr. Volkhard Knigge (Jena/Weimar)
Gottfried Kößler (Frankfurt am Main)
Dr. Hanno Loewy (Hohenems)
Moderation: Prof. Dr. Sybille Steinbacher (Frankfurt am Main)
19:00 Uhr
Empfang

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts
mit dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Mi 15
Januar 2020
18:15

Righteous Among the Nations

The Emergence of a Unique Commemorative Category

Lecture in English by Prof. Dr. Dan Michman

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Theodor-W.-Adorno-Platz
Hörsaalzentrum, Raum HZ 7

Almost 27.000 non-Jews have hitherto been recognized by Yad Vashem as »Righteous Among the Nations«. This category has gained high profile in Holocaust commemoration and education and an international status as a kind of Nobel prize for morality and humaneness. But how and why did this commemorative category come into being at all? What does the term mean? Who decides about the recognition? What were – and are – the problems and challenges facing the committee that has to decide about the awarding? Does this category have historical value? And to what extent is it manipulated in current politics?

Prof. Dr. Dan Michman

is professor (Emeritus) for Modern Jewish History at Bar-Ilan University in Ramat Gan. Moreover he is one of the leading historians at the International Institute for Holocaust Research at the memorial Yad Vashem. In 2017 his book Adolf Hitler, the Decision-Making Process Leading to the »Final Solution of the Jewish Question« was published.

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Sa 21
Dezember 2019
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Die Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt.
Sie ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Guide: Thomas Siurkus

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz. Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

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Mi 11
Dezember 2019
18:15

Zur Darstellung des Holocaust in den aktuellen Schulgeschichtsbüchern

Eine Bestandsaufnahme

Vortrag von Dr. Martin Liepach

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.812

Schulbücher sind Arbeitsmaterial für den Unterricht und zugleich Ausdrucksform von Geschichtskultur – Letzteres, indem sie Aufschluss über geschichtskulturelle Wahrnehmungs- und Deutungsmuster geben. Der Vortrag knüpft an die Befunde der Deutsch-Israelischen Schulbuchkommission aus dem Jahr 2015 an und beschäftigt sich mit ausgewählten Aspekten der Darstellung des Holocaust in der jüngsten Schulgeschichtsbuchgeneration, vor allem in der Sekundarstufe I. Es geht um die Frage der Umsetzung didaktischer Kernforderungen wie der der Multiperspektivität sowie um den Umgang mit Definitionen, Arbeitsaufträgen und Bildquellen.

Dr. Martin Liepach

ist Gymnasiallehrer für Geschichte und Mathematik sowie Lehrbeauftragter an der Goethe-Universität und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fritz Bauer Institut im Bereich Vermittlung und Transfer. Als Mitglied der Deutsch-Israelischen Schulbuchkommission ist er Mitautor der 2015 erschienenen deutsch-israelischen Schulbuchempfehlungen.

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Mi 04
Dezember 2019
18:15

Polen im Wachtraum

Die Revolution 1939–1956 und ihre Folgen

Lecture in English by Dr. habil. Andrzej Leder

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.802

Andrzej Leder’s book Polen im Wachtraum provoked a broad discussion in Poland in 2014. It’s about the core of the upheavals in East Central Europe between 1939 and 1956: the murder of Polish Jews under German occupation as well as the destruction of the landed gentry as a result of socialist order imposed after 1945. Leder explains that the character of the actors as subjects in the course of the »Polish revolution« was systematically faded out because independent political actions were not possible under German and Soviet rule. According to him, only critical analysis can lead to an awakening from this »daydream«.

Dr. habil. Andrzej Leder

is Professor at the Institute of Philosophy and Sociology of the Polish Academy of Sciences in Warsaw. He is the author of philosophical treatises and historical work on the history of Poland. His book Polen im Wachtraum appeared in 2019 in German.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Institut mit dem Deutschen Polen-Institut (Darmstadt)

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Mi 27
November 2019
18:15

Inge Deutschkron: Auschwitz war nur ein Wort

Berichte über den Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963–1965

Buchvorstellung mit Dr. Beate Kosmala

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.801

Über den ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963–1965), der die deutsche Gesellschaft mit der Judenvernichtung konfrontierte und sie nachhaltig veränderte, berichtete auch die Journalistin Inge Deutschkron. Der vorgestellte Band versammelt einen Großteil ihrer täglichen Berichte aus Frankfurt nach Tel Aviv, die sie als Bonner Deutschlandkorrespondentin der israelischen Zeitung Maariv verfasste, sowie einige Reportagen über den Prozess. Sie stand vor der fast unlösbaren Aufgabe, das Grauen von Auschwitz und die Versuche, ihm mit juristischen Mitteln zu begegnen, ihren israelischen Lesern nahezubringen, unter denen viele Überlebende waren.

Dr. Beate Kosmala

ist Historikerin und Übersetzerin. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung sowie Kuratorin der Gedenkstätte »Stille Helden« in der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin. Die 2019 auf Deutsch erschienenen Beiträge Inge Deutschkrons wurden von ihr übersetzt und herausgegeben.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

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Fritz Bauer Institut
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Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
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Sa 23
November 2019
10:00

Nationalsozialistische »Euthanasie«-Verbrechen

Exkursion zur Gedenkstätte Hadamar

Führung durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gedenkstätte Hadamar und Gespräch

Bus ab Frankfurt: Goethe-Universität,
Eingang Campus Westend, Fürstenbergerstraße
Veranstaltungsende gegen 17:30 Uhr

In der Tötungsanstalt Hadamar wurden zwischen 1941 und 1945 rund 15.000 Menschen ermordet. Patientinnen und Patienten mit körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen starben in der Gaskammer, an überdosierten Medikamenten und gezielter Mangelernährung. Der Rundgang informiert über die nationalsozialistischen »Euthanasie«-Verbrechen auf dem Mönchberg. Die Führung und das anschließende Gespräch dauern ungefähr drei Stunden.

Teilnahme nur nach bestätigter Anmeldung.

Kostenbeitrag 20 Euro pro Person zzgl. Restaurantverzehr (optional)
Programmflyer mit Anmeldeformular (pdf-Datei)

Eine Veranstaltung des Fördervereins Fritz Bauer Institut e.V. im Rahmen der Reihe »Mahnmale des Holocaust – Besuche von Gedenkstätten in Frankfurt am Main und Umgebung«

Kontakt

Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
verein(at)fritz-bauer-institut.de


Mi 20
November 2019
18:15

Das Provisorium von 1949 als »Antwort« auf die Erfahrung von Weimar

Rechtsstaat und »wehrhafte Demokratie«

Vortrag von Prof. em. Dr. Dr. h.c. mult. Michael Stolleis

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Theodor-W.-Adorno-Platz
Hörsaalzentrum, Raum HZ 7

Vortragsreihe:
»Verfassung, Recht und Demokratie. 70 Jahre Grundgesetz«

Die Vorberatungen des Grundgesetzes auf Herrenchiemsee und die Beratungen im Parlamentarischen Rat 1948/49 standen unter dem Eindruck des Scheiterns der Weimarer Verfassung. Man glaubte, die Lektion gelernt zu haben. Die ersten Gehversuche der Demokratie waren vom Kalten Krieg und von Angst geprägt.

Prof. em. Dr. Dr. h.c. mult. Michael Stolleis

ist Rechtshistoriker und war bis zu seiner Emeritierung 2006 Professor für Öffentliches Recht und Rechtsgeschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Bis 2009 war er Direktor des Max-Planck-Instituts für europäische Rechtsgeschichte.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


So 17 - Di 19
November 2019

Die Zukunft der Erinnerung:

Gedenkkultur und gesellschaftliche Verantwortung

Internationale Konferenz

17. bis 19. November 2019, Frankfurt am Main
Sonntag, 17. November 2019, 17:00 Uhr
Jüdische Gemeinde Frankfurt am Main
Westendstr. 43, Gemeinderatssaal
Montag, 18. und Dienstag, 19. November 2019
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Casino, Raum 1.801/Raum 823

Ausgehend vom Gedenken an die Pogromnacht von 1938 untersucht die Konferenz die Bedeutungswandlungen der Erinnerung an die Shoa und an die Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland sowie die aktuellen Entwicklungen der erinnerungspolitischen Debatte, der Erinnerungsforschung und der Gedenkkultur. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage nach den zukünftigen Formen und Inhalten des Erinnerns und seinen institutionellen Manifestationen in politischen Diskursen, in der Wissenschaft, in der politischen Bildung und in den Gedenkorten. Wie kann die Erinnerung an die jüdische Geschichte in Deutschland und Europa, an die Diskriminierung und Verfolgung der jüdischen Minderheit und an den Völkermord auch mehr als 80 Jahre nach der Pogromnacht weiterhin aufrechterhalten werden und wirksam bleiben? Die Konferenz beleuchtet damit einen wesentlichen Kontext für ein von der Martin-Buber-Professur für Jüdische Religionsphilosophie an der Goethe-Universität Frankfurt, der Bildungsabteilung im Zentralrat der Juden in Deutschland und dem Institut für Christlich-Jüdische Studien an der Augustana-Hochschule Neuendettelsau initiiertes Kooperationsprojekt: die Aufarbeitung und Dokumentation der Geschichte der jüdischen Gemeinden in Hessen und ihrer Synagogen im Rahmen eines mehrbändigen Synagogen-Gedenkbuchs Hessen. Sie thematisiert darüber hinaus aber auch grundlegende Fragen nach der gesellschaftlichen Bedeutung der Gedenkkultur in der Gegenwart und in der Zukunft.

Weitere Informationen

Tagungsprogramm (pdf-Datei)

Für die Teilnahme an der Auftaktveranstaltung am 17. November in der Jüdischen Gemeinde ist eine Anmeldung erforderlich. Bitte senden Sie dazu eine formlose E-Mail an: s.vogt(at)em.uni-frankfurt.de

Veranstalter

Martin-Buber-Professur an der Goethe Universität Frankfurt am Main in Kooperation mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland, dem Institut für Christlich-Jüdische Studien und Beziehungen an der Augustana-Hochschule in Neuendettelsau, dem LOEWE-Forschungsschwerpunkt »Religiöse Positionierung: Modalitäten und Konstellationen in jüdischen, christlichen und islamischen Kontexten«, dem Jüdisches Museum Frankfurt und dem Fritz Bauer Institut.
Mit Unterstützung der Georg und Franziska Speyer`sche Hochschulstiftung, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und der Stadt Frankfurt am Main.

Kontakt

Martin-Buber-Professur
Fachbereich Evangelische Theologie
Eva Kramberger, Sekretariat, Raum IG 713
Norbert-Wollheim-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798-33312; Fax: -33358
Kramberger(at)em.uni-frankfurt.de
www.uni-frankfurt.de/40998908