Veranstaltungen und Ausstellungen

Veranstaltungsarchiv

Do 21
April 2016
19:00

Fritz Bauer- Der Staatsanwalt

NS-Verbrechen vor Gericht

Ausstellungseröffnung

NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
EL-DE-Haus
Appellhofplatz 23-25
50667 Köln

Grußworte
Dr. Werner Jung, Direktor des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln
Elfi Scho-Antwerpes, Bürdermeisterin der Stadt Köln
Dr. Mirjam Wenzel, Direktorin des Jüdischen Museums Frankfurt am Main
Einführung in die Ausstellung
Dr. Monikla Boll, Kuratorin der Ausstellung:
Fritz Bauer. Ein Leben im Zeitalter der Extreme

Ausstellungszeitraum
Donnerstag, 21. April bis Sonntag, 21. August 2016
Zur Ausstellung findet ein umfangreiches Begleitprogramm statt.

Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag, 10:00–18:00 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertag, 11:00–18:00 Uhr
jeden 1. Donnerstag im Monat (außer Feiertag) bis 22:00 Uhr
Eintritt: € 4,50 / ermaßigt € 2,– / Schüler frei

Führungen
Dauer: 60 Minuten, Gruppengröße: max. 20
Kosten: € 75,– / ermäßigt: € 50,– / Schüler € 30,–
Wochenende/Feiertag: zzgl. € 10, Fremdsprache: zzgl. € 10 |
Info-Tel.: 0221.221-26331
Online-Buchung: www.nsdok.de
(Link: Besuch / Führungen)

Informationen zur Ausstellung
... Ausstellungsflyer Köln (pdf-Datei)

Fritz Bauer gehört zu den juristisch einflussreichsten jüdischen Remigranten im Nachkriegsdeutschland. Als hessischer Generalstaatsanwalt, der den Frankfurter Auschwitz-Prozess auf den Weg brachte, hat er bundesrepublikanische Geschichte geschrieben.
Die Ausstellung nimmt den Prozess, der sich 2013 zum fünfzigsten Mal jährte, zum Anlass, Fritz Bauer einem größeren Publikum vorzustellen.
Bauers Leben blieb nicht unberührt von den Verwerfungen des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung dokumentiert seine Lebensgeschichte im Spiegel der historischen Ereignisse, die ihn auch persönlich betrafen. Als Jude blieb Fritz Bauer vom Antisemitismus nicht verschont. Als Sozialdemokrat glaubte er dennoch an den Fortschritt, dann trieben ihn die Nationalsozialisten für 13 Jahre ins Exil. Als Generalstaatsanwalt hat er das überkommene Bild dieses Amtes revolutioniert. Nicht der Gehorsam der Bürger gegenüber dem Staat stand im Vordergrund. Bauer verstand sich stets als Vertreter der Menschenwürde vor allem auch gegen staatliche Gewalt – ein großer Schritt auf dem Weg der Demokratisierung in der frühen Bundesrepublik.

Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt am Main.
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Joachim Gauck.
Sie wird gefördert durch die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, das Hessische Ministerium der Justiz, für Integration und Europa, die Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung, die Fazit-Stiftung sowie Christiane und Nicolaus Weickert.

Kuratoren der Ausstellung
Monika Boll (Fritz Bauer Institut),
Konzeption und Aufbau der Erstausstellung in Frankfurt
Erik Riedel (Jüdisches Museum Frankfurt am Main),
Betreuung der Wanderausstellung

Zur Ausstellung ist erschienen
Fritz Backhaus, Monika Boll, Raphael Gross (Hrsg.)
Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2014,
300 S., zahlr. Abb., € 29,90
ISBN: 978-3-5935-0105-5
Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 32
Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung.
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Des Weiteren ist erschienen
Fritz Bauer Institut (Hrsg.)
Fritz Bauer. Gespräche, Interviews und Reden aus den Fernseharchiven 1961‒1968
Redaktion: Bettina Schulte Strathaus
Absolut MEDIEN, Berlin 2014, Dokumente 4017
2 DVDs, 298 Min., s/w, € 19,90
ISBN: 978-3-8488-4017-5
Erstveröffentlichung historischer Fernsehaufnahmen Fritz Bauers.
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Kontakt
NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
EL-DE-Haus, Appellhofplatz 23-25, 50667 Köln
Tel.: 0221.221-26332
Fax: 0221.221-25512
nsdok(at)stadt-koelm.de
www.nsdok.de

Kontakt
Manuela Ritzheim
Tel.: 069.798 322-33
Fax: 069.798 322-41
m.ritzheim(at)fritz-bauer-institut.de


Sa 16
April 2016
15:00

Norbert Wollheim Memorial

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Guide: Patrick Schwentke

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de
www.wollheim-memorial.de


So 20
März 2016
14:00

NS-Prozesse im zeitlichen Längsschnitt

Rolle der Zeugen und historische Forschung

Symposium

Veranstaltungsende gegen 17:00 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino am IG Farben-Haus, Raum 1.801

Podiumsdiskussion mit Beiträgen von Jochen August, Berlin/Oświęcim; Dr. Sara Berger, Rom; Dagi Knellessen, Leipzig; Dr. Claudia Kuretsidis-Haider, Wien; Dr. Katharina Stengel, Fritz Bauer Institut

Am Beispiel der Prozesse um die Konzentrations- und Vernichtungslager Sobibór, Auschwitz und Majdanek möchten wir untersuchen, in welcher Weise die Beweisaufnahme in den Verfahren, insbesondere durch Zeugen, sich auf den Beginn der historischen Forschung zu diesen Lagern ausgewirkt hat. Wie viel und welchen Einfluss hatten die Prozesse auf die wissenschaftliche Beschäftigung mit den Lagern? Welche Rolle spielten die Zeugen in diesem Zusammenhang? Im historischen Längsschnitt von den 1950er bis in die 1980er Jahre sollen unterschiedliche Entwicklungen nachvollzogen werden.

› Jochen August: Das Zeugnis früherer Häftlinge des Konzentrationslagers Auschwitz und seine Bedeutung für Forschung und Vermittlung
› Dr. Sara Berger: Die Rekonstruktion nach der Spurenverwischung: Die Belzec-, Sobibór- und Treblinka-Strafverfahren und ihr Beitrag zur historischen Forschung
› Dagi Knellessen: Zwischen den Zeiten, zwischen den Welten – DPs im Zeugenstand der ersten beiden Sobibór Prozesse 1949/50 in Frankfurt und Berlin
› Dr. Claudia Kuretsis-Haider: Der Düsseldorfer Majdanek-Prozess 19751981: Quellenlage und Zeugenbeweis, rechtshistorische Forschung, öffentliche Rezeption
› Dr. Katharina Stengel: Auschwitz-Überlebende als Zeugen in frühen NS-Prozessen

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Dorothee Becker (Sekretariat)
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
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Sa 19
März 2016
15:00

Norbert Wollheim Memorial

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Guide: Patrick Schwentke

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

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Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de
www.wollheim-memorial.de


Mo 14
März 2016
18:15

Krise des europäischen Grenzregimes

Vortrag von Prof. Dr. Sonja Buckel, Kassel:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino am IG Farben-Haus, Raum 1.801

Vortragsreihe »Grenzen, Flucht, Menschenrecht – Historische, psychoanalytische und sozialtheoretische Aspekte der Flüchtlingsdiskussion«
Die in die Europäische Union flüchtenden Menschen aus Syrien, Afghanistan und anderen Regionen stellen die einzelnen Länder vor eine schwierige Situation. Wie soll das politische Handeln aussehen, wenn es einerseits um die Sicherung der Grundrechte, andererseits um die Zunahme von Ängsten und politische Verschiebungen geht? Aus historischer, psychoanalytischer und politikwissenschaftlicher Perspektive soll die aktuelle Debatte um das Asyl für Flüchtlinge diskutiert werden.

Weitere Vorträge der Reihe:
›  10. Mai 2016, PD Dr. Susanne Heim, Berlin:
Die Judenverfolgung in Deutschland 1938 und die internationale Flüchtlingskonferenz von Evian
›  21. Juni 2016, Prof. Dr. Marianne Leuzinger-Bohleber, Frankfurt am Main:
Psychoanalytische Überlegungen zum Projekt Step-by-Step in der Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Darmstadt

Bis Ende der 1990er Jahre war die Asyl-, Migrations- und Grenzpolitik noch eine nationale Angelegenheit in Europa. Der sogenannte »Asylkompromiss« der BRD war eine der letzten großen nationalen Verfassungsänderungen auf diesem Gebiet. Doch mit der Abschaffung der Binnengrenzkontrollen durch das Schengener Übereinkommen standen die Regierungen vor der Aufgabe, den Schutz der gemeinsamen Außengrenzen und die Regelungen über Migration zu europäisieren. Die neuen Zuständigkeiten wurden 1999 im Vertrag von Amsterdam festgelegt. Der Implementationsprozess verlief allerdings schleppend: Einigungen kamen nur auf der Basis des kleinsten gemeinsamen Nenners zustande, Scheinlösungen wurden umgesetzt – fehlende europäische Solidarität war das Kennzeichen dieser Epoche. Zum wesentlichen Bestandteil der europäischen Migrationspolitik entwickelten sich zwei Ringe der Externalisierung, welche Europas Grenzen vor allem sichern sollten: einerseits die südlichen und östlichen Mitgliedsstaaten, andererseits die nordafrikanischen und osteuropäischen Anrainerstaaten. Mit der Externalisierung gelang es, menschenrechtswidrige postkoloniale Grenzpolitiken in ein Außerhalb europäischer Aufmerksamkeit zu verbannen. Nur ab und an irritierten die Toten im Mittelmeer oder in den elektronischen Grenzzäunen der spanischen Exklave Ceuta die europäische Normalität. Im Sommer der Migration 2015 brach dieses äußerst instabile Kartenhaus zusammen und die Widersprüche der Migrationspolitik wurden offensichtlich. Es ist nicht einmal mehr ausgeschlossen, dass die Europäische Integration an dieser Frage scheitern wird. Vor diesem Hintergrund finden massive Kämpfe um die Reorganisation des Grenzregimes statt, deren Ausgang mehr als ungewiss ist. Der Vortrag will die verschiedenen Stationen dieser Auseinandersetzungen beleuchten.

Sonja Buckel ist Professorin für Politische Theorie an der Universität Kassel und assoziierte Wissenschaftlerin des Instituts für Sozialforschung. Sie ist Mitherausgeberin der Zeitschrift Kritische Justiz. Veröffentlichungen zum Thema u. a.: »Welcome to Europe« – Die Grenzen des europäischen Migrationsrechts, Bielefeld: transcript 2013; Forschungsgruppe »Staatsprojekt Europa« (Hrsg.), Kämpfe um Migrationspolitik. Theorie, Methode und Analysen kritischer Europaforschung, Bielefeld: transcript 2014; Forschungsgruppe »Staatsprojekt Europa« (Hrsg.), Die EU in der Krise – Zwischen autoritärem Etatismus und europäischem Frühling, Münster: Westfälisches Dampfboot, 2012.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Institut für Sozialforschung an der Goethe-Universität Frankfurt und dem Sigmund-Freud-Institut – Forschungsinstitut für Psychoanalyse und ihre Anwendungen, Frankfurt am Main.

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Dorothee Becker (Sekretariat)
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de



Sa 12
März 2016
15:00

Die Stimmung des Augenblicks

Angst, Hass, Hoffnung

Öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Heinz Bude, Kassel

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1
IG Farben-Haus, Raum 311

Veranstalter: Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
Öffentliche Veranstaltung im Anschluss an die Mitgliederversammlung des Fördervereins.

Der Vortrag von Prof. Dr. Heinz Bude hat drei Akzente:
1. Er beschäftigt sich mit Verbitterung in der Mitte der Gesellschaft bei rund 10 Prozent der Bevölkerung. Man fühlt sich unter seinen Möglichkeiten, wird von Abstiegsängsten geplagt, obwohl man alles »richtig« macht. Man sieht sich von Mächten beherrscht, die man nicht kontrollieren kann und die nicht kontrolliert werden. Ein stabiles Verbitterungsmilieu entwickelt sich und verharrt in heimlichem Groll.
2. Am Rand der Dienstleistungsgesellschaft bildet sich ein neues Proletariat von etwa 25 Prozent der Bevölkerung. Es sind Nichtwähler, Politik schreiben sie ab. Sie vermissen Anerkennung, fühlen sich nicht ausreichend bezahlt. In der Bundesrepublik gibt es zurzeit keinen autoritären Rebellen, der das heimatlose Unbehagen beider Teile der Gesellschaft bündelt. Hass jedoch wird mehr und mehr gesellschaftsfähig.
3. Dagegen steht eine Stimmung der Solidarität: »Wir können die Arme öffnen, weil wir uns stark genug in uns selber fühlen«.
Der Blick auf diese Figuration ist ein Blick auf Spaltung und Zusammenhalt einer herausgeforderten Gesellschaft und Politik.

Prof. Dr. phil. Heinz Bude, geboren 1954 in Wuppertal, ist einer der führenden zeitgenössischen deutschen Soziologen. Der Zeit gilt er als einer der »Stichwortgeber« öffentlicher Debatten. Promoviert hat er 1986 mit einer Arbeit über die Flakhelfer-Generation, 1994 habilitiert er sich mit einer Studie zur Entwicklung in der 1968er Generation. Von 1992 bis 2014 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hamburger Institut für Sozialforschung, wo er den Bereich »Die Gesellschaft der Bundesrepublik« leitete. Seit 2000 ist er Professor für Makrosoziologie am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Universität Kassel. Einer seiner Arbeitsschwerpunkte ist die Analyse von »Überflüssigen« und »Ausgeschlossen« in der von Ungleichheit, Statusunsicherheit und einem Unbehagen in der bürgerlichen Mitte bestimmten Gegenwartsgesellschaft. Seine Diagnosen zu Themen wie Armut und Exklusion, die Berliner Republik, die Rolle der Kirchen oder zum Bildungsstand finden ein großes Echo in der Öffentlichkeit und in den überregionalen deutschen Medien. Seine letzte Publikation Gesellschaft der Angst, setzt sich mit diesem Zustand und der Sozialpsychologie solcher Exklusion und Abstiegsängste auseinander.

Heinz Bude, Gesellschaft der Angst
Hamburg: Hamburger Edition, 2014, 168 S., € 16,–
ISBN 978-3-86854-284-4

Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
d.becker(at)fritz-bauer-institut.de

 


Sa 12
März 2016
12:30

Mitgliederversammlung des Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1
IG-Farben Haus, Raum 311

Veranstalter: Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

Der Vorstand des Fördervereins des Fritz Bauer Instituts lädt alle seine Mitglieder ein zur ordentlichen Mitgliederversammlung (gemäß § 7 der Satzung).

Tagesordnung
1. Eröffnung der Versammlung und Begrüßung durch die 1. Vorsitzende
2. Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung und der Beschlussfähigkeit der Mitgliederversammlung
3. Genehmigung der Tagesordnung
4. Bericht der Vorstandsvorsitzenden über die Vereinsarbeit
5. Bericht des kommissarischen Direktors apl. Prof. Dr. Werner Konitzer
6. Bericht der Schatzmeisterin
7. Bericht der Kassenprüfer
8. Aussprache über die Berichte
9. Entlastung von Vorstand und Schatzmeisterin
10. Verschiedenes

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung laden wir Sie ein zum Vortrag von Prof. Dr. Heinz Bude: »Die Stimmung des Augenblicks: Angst, Hass, Hoffnung«. Vortrag beginnt um 15:00 Uhr (siehe separate Veranstaltungsankündigung).

Mit freundlichen Grüßen
Jutta Ebeling
(für den Vorstand)

Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
d.becker(at)fritz-bauer-institut.de

 


Do 10
März 2016
19:30

Legalisierter Raub

Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933–1945

Ausstellungseröffnung

Landesmuseum Mainz, Forum
Große Bleiche 49
55116 Mainz

Zur Begrüßung spricht Doris Ahnen, Ministerin der Finanzen Rheinland-Pfalz.
Dr. Katharina Stengel, Fritz Bauer Institut, führt in das Thema der Ausstellung ein.
Helge Heynold liest aus Dokumenten zum Thema.
Musikalische Umrahmung: Nitzan Bartana, Violine, und Michal Beck, Violoncello, spielen das Duo für Violine und Violoncello von Erwin Schulhoff.

Ausstellungszeitraum und Ort
Donnerstag, 10. März bis Dienstag, 10. Mai 2016
im Ministerium der Finanzen Rheinland-Pfalz
Kaiser-Friedrich-Str. 5, Mainz
und im Ministerium der Justiz und für Verbraucherschutz
Ernst-Ludwig-Str. 3, Mainz

Öffnungszeiten
Montag bis Donnerstag, 8.00–16.30 Uhr
Freitag, 8.00–14.00 Uhr
Sonderöffnungszeiten:
Donnerstag, 17. März, 8.00–20.00 Uhr
Mittwoch, 27. April, 8.00–20.00 Uhr
Eintritt: frei
Gruppenführungen: € 60,– pro Gruppe

Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm mit Lesungen, Filmvorführungen, Stadtrundgängen und Vorträgen begleitet.

Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm
... Ausstellungsflyer (pdf-Datei)

Kontakt
Ministerium der Finanzen Rheinland-Pfalz
Iris Plöckes, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 06131.164142
iris.ploeckes@fm.rlp.de

Die Ausstellung »Legalisierter Raub« beschäftigt sich mit den Gesetzen und Verordnungen, die ab 1933 auf die Ausplünderung jüdischer Bürger zielten. Sie stellt die Beamten der Finanzbehörden vor, die die Gesetze in Kooperation mit weiteren Ämtern und Institutionen umsetzten, und sie erzählt von denen, die Opfer dieser Maßnahmen wurden. Sie zeigt, wie das »Deutsche Reich« durch die Reichsfluchtsteuer, zahlreiche Sonderabgaben und schließlich durch den vollständigen Vermögenseinzug sowohl an denen verdiente, die in die Emigration getrieben wurden, wie an jenen, die blieben, weil ihnen das Geld für die Auswanderung fehlte oder weil sie ihre Heimat trotz allem nicht verlassen wollten. Nach den Deportationen kam es überall zu öffentlich angekündigten Auktionen aus »jüdischem Besitz«: Tischwäsche, Möbel, Kinderspielzeug, Geschirr, Lebensmittel wechselten die Besitzer.

Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Hessischen Rundfunks.
Mit Unterstützung der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen
und des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.

Die regionale Präsentation der Ausstellung in Mainz steht unter der Schirmherrschaft von Doris Ahnen, Ministerin der Finanzen Rheinland-Pfalz.
Sie wird unterstützt von: Anna-Seghers-Gesellschaft Berlin und Mainz e. V., Anni Eisler-Lehmann-Stiftung Mainz, CinéMayence, Deutsch-Israelischer Freundeskreis Ingelheim e. V., Dominikanerkonvent St. Bonifaz Mainz, Finanzamt Mainz-Mitte, Forum Anwaltsgeschichte e. V., Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V., Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz – Direktion Landesmuseum Mainz, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Mainz, Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e. V., Kulturamt Stadt Mainz, Katholische Pfarrgemeinde St. Stephan Mainz, Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, Ministerium der Finanzen Rheinland-Pfalz, Ministerium der Justiz und für Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz, Stadtarchiv Mainz, Stadthistorisches Museum Mainz, Verein für Sozialgeschichte Mainz e. V.

Informationen zur Ausstellung
... Website zur Ausstellung

Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
d.becker(at)fritz-bauer-institut.de

 


Mo 07
März 2016
18:15

Erinnern an einen Völkermord

Entschuldigung, Wiedergutmachung und Versöhnung zwischen Namibia und Deutschland

Vortrag von Prof. Dr. Reinhart Kößler, Freiburg:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1
IG Farben-Haus, Raum 411

Während des Krieges (1903–1908) in der damaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika verübte die kaiserliche Schutztruppe einen Völkermord an Ovaherero und Nama, dessen Folgen bis heute spürbar sind. Die Forderung der Opfergruppen nach einer offiziellen Entschuldigung durch Deutschland und nach entsprechender Entschädigung hat 2015 neue Aktualität erhalten durch den Entschluss des Auswärtigen Amtes, den Völkermord als solchen anzuerkennen und offizielle Verhandlungen mit Namibia einzuleiten.

Im Vortrag wird vor diesem Hintergrund zum einen auf die asymmetrische Erinnerungspraxis in Namibia einerseits und Deutschland andererseits eingegangen. Zum anderen soll die Problematik des Umgangs mit dem kolonialen Völkermord in den Zusammenhang deutscher Erinnerungs- und Wiedergutmachungspolitik nach dem Zweiten Weltkrieg gestellt werden.

Reinhart Kößler, geb. 1949, ist apl. Professor am Seminar für Wissenschaftliche Politik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg sowie Visiting Professor and Research Associate am Institute for Reconciliation and Social Justice, The University of the Free State, Südafrika. Bis 2015 war er Direktor des Arnold-Bergstraesser-Instituts für kulturwissenschaftliche Forschung in Freiburg. Er ist Mitbegründer und langjähriges Redaktionsmitglied der Peripherie – Zeitschrift für Politik und Ökonomie in der Dritten Welt, sowie langjähriges Vorstandsmitglied der Informationsstelle Südliches Afrika (ISSA) e.V., Bonn.
Interessengebiete: Gesellschaftstheorie, Entwicklungstheorie, Institutionenpluralismus und Ethnizität, postkoloniale Erinnerungspolitik, Menschenrechte.
Neuere Buchveröffentlichungen: The Long Aftermath of War – Reconciliation and Transition in Namibia (hrsg. mit André du Pisani und William A. Lindeke, 2010); Gesellschaft bei Marx (mit Hanns Wienold, 2001/2013); Namibia and Germany. Negotiating the Past (2015).

Eine Kooperation mit dem Zentrum für interdisziplinäre Afrikaforschung und dem Institut für Afrikanistik, beide Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Dorothee Becker (Sekretariat)
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
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Sa 20
Februar 2016
15:00

Norbert Wollheim Memorial

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Guide: Patrick Schwentke

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

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Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de
www.wollheim-memorial.de


Mi 10
Februar 2016
18:15

Biologie, Psychologie und Soziales Netz

Schicksale der Eugenik oder die Geschichte eines französischen Zuchtwahlmodells

Vortrag von Prof. Dr. Paul-André Rosental, Paris:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Max-Horkheimer-Str. 4
Seminarhaus, Raum SH 1.109

Vortrag in englischer Sprache, schriftliche Zusammenfassung des Vortrags auf Deutsch, Diskussion auf Deutsch

Paul-André Rosentals neues Buch Destins de l’eugénisme (Paris 2016) beschäftigt sich mikrohistorisch mit dem Strassburger Zentrum für junge Paare, das von 1920 bis in die 1980er Jahre hinein eine Politik der Eugenik und Geburtenplanung entwarf. Dabei werden grundsätzliche Themen wie die Begegnung zwischen Wissenschaft und Ideologie sowie die Ansätze der Soziobiologie, Psychologie und Demographie über sechzig Jahre hinweg betrachtet. Die lange Zeitspanne gibt Einblick in die Entwicklung wissenschaftlicher Methoden und in Forschungsergebnisse in der Moderne, sowohl unter dem Einfluss einer totalitären Diktatur und als auch in der demokratischen Gesellschaft der Nachkriegszeit.

Prof. Dr. Paul-André Rosental
war Directeur d‘études an der École des Hautes Études en Sciences Sociales (EHESS, Paris) und ist nun Professor und Forschungsdirektor am Institut des Sciences Politiques in Paris, gleichzeitig associate researcher am Institut National d’Études Démographiques (INED).

Eine Kooperation mit dem Institut franco-allemand de sciences historiques et sociales

IFRA/SHS
Deutsch-französisches Institut
für Geschichts- und Sozialwissenschaften

Goethe-Universität Frankfurt
IG-Farben Haus, Postfach 42
Norbert-Wollheim-Platz 1
60629 Frankfurt am Main
Tel.: 069.79831-900, Fax: -910
<link>ifra@institutfrancais.de
<link http: www.ifra-frankfurt.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.ifra-frankfurt.de
<link https: frankfurt.institutfrancais.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>frankfurt.institutfrancais.de

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So 07
Februar 2016
11:00

..Dann bin ich ja ein Mörder!

Filmvorführung und Diskussion mit Prof. Dr. Walter Manoschek, Wien

Mal Seh’n Kino
dlerflychtstr. 6
Frankfurt am Main

Eine Kooperation mit dem Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Am 29. März 1945 erschossen drei Angehörige der Waffen-SS-Division »Wiking« mindestens 57 ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter im burgenländischen Deutsch Schützen. Einer der mutmaßlichen Täter hieß Adolf Storms. 63 Jahre nach dem Massenmord gelang es Walter Manoschek, mit Storms und zwei weiteren beteiligten HJ-Führern zu sprechen. Er interviewte Storms insgesamt 15 Stunden vor laufender Kamera.

Der Dokumentarfilm … DANN BIN ICH JA EIN MÖRDER! lässt die Täter sowie die Überlebenden des Massakers von Deutsch Schützen zu Wort kommen. Die historische Rekonstruktion der Vorgänge hat Walter Manoschek zudem in einem Buch vorgelegt. Film und Buch geben Einblick in ein Geschehen, das Teil der »Endphaseverbrechen« des Nationalsozialismus war. Sie offenbaren Rechtfertigungsstrukturen und Sprachlosigkeit angesichts einer unfassbaren Tat.

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Fritz Bauer Institut
Dorothee Becker (Sekretariat)
Norbert-Wollheim-Platz 1
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Tel.: 069.798 322-40
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Sa 06
Februar 2016
10:00

Mord verjährt nicht

NS-Verbrechen vor Gerichten der Bundesrepublik

Studientag

Veranstaltungsende gegen 18:00 Uhr
Katholische Akademie Rabanus Maurus
Haus am Dom, Domplatz 3
Frankfurt am Main

Vorträge und Diskussionen mit Generalstaatsanwalt Prof. Dr. Helmut Fünfsinn, Frankfurt am Main, Prof. Dr. Cornelius Nestler, Köln, Werner Renz, Fritz Bauer Institut, Prof. Dr. Lucia Scherzberg, Saarbrücken, und dem Leitenden Oberstaatsanwalt a.D. Wolfram Wiesemann, Wiesbaden

Eine Kooperation mit der Katholischen Akademie Rabanus Maurus und der Katholischen Erwachsenenbildung Frankfurt am Main

Im Juli 2015 teilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main mit, Anklage gegen einen ehemaligen Wachmann des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau erhoben zu haben. Der Prozessbeginn ist für 2016 in Hanau vor einer Jugendstrafkammer angesetzt. Möglich wird dieser Prozess durch eine veränderte Rechtspraxis in der Strafverfolgung von NS-Verbrechen. Dass 70 Jahre nach Kriegsende noch NS-Prozesse geführt werden müssen, weist darauf hin, dass die strafrechtliche Verfolgung der Verbrecher in der Vergangenheit unbefriedigend war. Neben der juristischen Strafverfolgung stellt sich auch die Frage von Gerechtigkeit, Schuld und Sühne. Welche Antworten fand und findet die Theologie angesichts der Taten?
Der Studientag beleuchtet die bundesweite Rechtsprechung seit den 1950er Jahren bis hin zu den neuesten Verfahren und die Schwierigkeiten und Widrigkeiten bei ihrer Umsetzung in juristischer, gesellschaftspolitischer und theologischer Hinsicht.

Programmablauf
› 10:00 Uhr: Begrüßung
› 10:15 Uhr: Fritz Bauer und das Scheitern der NS-Prozesse
   Werner Renz, Fritz Bauer Institut
› 11:15 Uhr: Kaffeepause
› 11:30 Uhr: Mörder unter uns. Fritz Bauers einsamer Kampf
   Dokumentarfilm von Peter Hartl (ZDF 2014)
› 12:30 Uhr: Mittagessen
› 14:00 Uhr: Strafverfolgung des Massenmordes Auschwitz – 1959 bis 2016
   Prof. Cornelius Nestler, Universität zu Köln
› 15:00 Uhr: Kaffeepause
› 15:30 Uhr: Schuld, Verantwortung und Sühne in theologischer Perspektive
   Prof. Dr. Lucia Scherzberg, Universität des Saarlandes
› 16:30 Uhr: Podiumsdiskussion
   Prof. Dr. Helmut Fünfsinn, Generalstaatsanwalt
   Prof. Dr. Cornelius Nestler, Universität zu Köln
   Wolfram Wiesemann, Leitender Oberstaatsanwalt a.D., Wiesbaden
   Prof. Dr. Lucia Scherzberg, Universität des Saarlandes
   Werner Renz, Fritz Bauer Institut
   Moderation: Dr. Kornelia Siedlaczek

Verbindliche schriftliche Anmeldung erforderlich bis 29. Januar 2016
unter der Anmelde-Nr. A160206DK an:

Katholische Akademie Rabanus Maurus
Domplatz 3
60311 Frankfurt am Main
Fax: 069.800 8718 412
hausamdom(at)bistum-limburg.de

Eine gesonderte Anmeldebestätigung erfolgt nicht.
Eintritt: € 19,– / ermäßigt € 10,–

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Fritz Bauer Institut
Dorothee Becker (Sekretariat)
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
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Mo 01
Februar 2016
18:15

Der Feind im »Weltanschauungskrieg« hinter Stacheldraht

Fotografien aus »Russenlagern« in Deutschland 1941/42

Vortrag von Dr. Jörg Osterloh, Frankfurt am Main

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino am IG Farben-Haus, Raum 1.811

Mehr als professionelle sind private Fotos für die historische Forschung auf einen erläuternden Text angewiesen. Eine ganz besondere Fotosammlung stellen die Aufnahmen aus dem Kriegsgefangenen-Mannschaftsstammlager 304 (IV H) Zeithain in Sachsen dar. Zeithain war eines jener zunächst speziell für sowjetische Kriegsgefangene eingerichteten Lager im Deutschen Reich. Bis zu 30.000 Menschen überlebten aufgrund der katastrophalen Lebensbedingungen, der menschenunwürdigen Behandlung wie auch des systematischen Mordens die Gefangenschaft in Zeithain nicht.
Der Fotograf der Bilderserie war ein Offizier der in Zeithain eingesetzten Wachmannschaften. Neben den zwischen Sommer 1941 und Frühjahr 1942 entstandenen Fotos umfasste sein Nachlass auch die Feldpost an die Familie, die seine (sich wandelnde) Einstellung gegenüber den Gefangenen widerspiegelt.

Dr. Jörg Osterloh, Studium der Geschichte und politischen Wissenschaft an der Universität Hannover, Promotion an der Technischen Universität Dresden, seit 2008 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fritz Bauer Institut. Neueste Buchveröffentlichungen: Zus. mit Harald Wixforth (Hrsg.), Unternehmer und NS-Verbrechen. Wirtschaftseliten im »Dritten Reich« und in der Bundesrepublik Deutschland, Frankfurt am Main 2014; Zus. mit Wolf Gruner (Hrsg.): The Greater German Reich and the Jews. Nazi Persecution Policies in the Annexed Territories 1935–1945, New York, Oxford 2015.

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Fritz Bauer Institut
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Mi 27
Januar 2016
20:00

»Aufgewachsen im DP-Lager Föhrenwald«

Ein Zeitzeuge berichtet

Vortrag von Majer Szanckower:

Altes Goethegymnasium
Saal der Musikschule
Hugenottenallee 82

Neu-Isenburg

Musik: Kretschmer-Casselmann-Duo
Gedenkveranstaltung anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktags
Veranstalter: Seminar-und Gedenkstätte Bertha-Pappenheim-Haus in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Neu-Isenburg, der Evangelisch-Reformierten Gemeinde Neu-Isenburg und der Jüdischen Volkshochschule Frankfurt am Main

Veranstaltung im Begleitprogramm der Ausstellung
»Ein Leben aufs neu – Das Robinson Album
DP-Lager: Juden auf deutschem Boden 1945–1948«
11. Januar bis 29. Februar 2016
Altes Goethegymnasium, Hugenottenallee 82, Neu-Isenburg

Die Geschichte von Majer Szanckowers Familie ist, wie die vieler europäischer Juden, geprägt von Flucht, Exil und Neuanfang. Seine Eltern kamen nach dem Krieg aus der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland. Zuflucht fanden sie in einem sogenannten Lager für »Displaced Persons«, die die Amerikaner im Nachkriegsdeutschland einrichteten. Majer Szanckower wurde 1947 in Berlin geboren, seine Kindheit verbrachte er  im DP-Lager Föhrenwald, wo er umgeben von jiddischer Sprache aufwuchs. 1957 kam er mit seiner Familie nach Frankfurt am Main wo er bis heute lebt und als Verwalter der jüdischen Friedhöfe arbeitet. In seinem Vortrag berichtet er über seine ersten Kindheitsjahre im DP-Lager Föhrenwald.

... <link internal-link internen link im aktuellen>Informationen zur Ausstellung

Kontakt
Seminar- und Gedenkstätte Bertha Pappenheim Haus
Gabriele Loepthien, Leitung
Magistrat der Stadt Neu-Isenburg
Hugenottenallee 53
63263 Neu-Isenburg
Tel.: 06102.241754
<link>pappenheim.haus@stadt-neu-isenburg.de



Mi 27
Januar 2016
19:00

Fritz Bauer. Der Staatsanwalt

NS-Verbrechen vor Gericht

Ausstellungseröffnung

Museum zur Geschichte von Christen und Juden
Schloss Großlaupheim
Claus-Graf-Stauffenberg-Str. 15
88471 Laupheim

Ausstellungseröffnung anlässlich des
Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus


Grußworte:
Rainer Kapellen, Oberbürgermeister der Stadt Laupheim
Fritz Backhaus, Stellvertretender Direktor des Jüdischen Museums Frankfurt
Vortrag von Dr. Monika Boll, Kuratorin der Ausstellung:
»Fritz Bauer. Einführung in die Ausstellung«
Schülerinnen und Schüler der Laupheimer Schulen:
»Fritz Bauer und wir«
Danksagung:
Dr. Matthias Schönwald, Museum zur Geschichte von Christen und Juden
Musikalische Umrahmung durch Schülerinnen des Carl-Laemmle-Gymnasiums
Anschließend Stehempfang

Ausstellungszeitraum
Mittwoch, 27. Januar bis Montag, 28. März 2016

Öffnungszeiten
Samstag, Sonntag, Feiertag: 13:00–17:00 Uhr
Führungen für Gruppen nach Voranmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten
Führungen im Museum bis 25 Personen: € 40,–
Audio-Guide: € 2,–
Eintritt: € 4,– / ermäßigt: € 3,– / Familien: € 7,–
Schüler und Jugendliche bis 18 Jahre frei
Gruppen ab 6 Personen: € 3,– / ermäßigt: € 2,–

Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm
... Ausstellungsflyer Laupheim (pdf-Datei)

Fritz Bauer gehört zu den juristisch einflussreichsten jüdischen Remigranten im Nachkriegsdeutschland. Als hessischer Generalstaatsanwalt, der den Frankfurter Auschwitz-Prozess auf den Weg brachte, hat er bundesrepublikanische Geschichte geschrieben.
Die Ausstellung nimmt den Prozess, der sich 2013 zum fünfzigsten Mal jährte, zum Anlass, Fritz Bauer einem größeren Publikum vorzustellen.
Bauers Leben blieb nicht unberührt von den Verwerfungen des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung dokumentiert seine Lebensgeschichte im Spiegel der historischen Ereignisse, die ihn auch persönlich betrafen. Als Jude blieb Fritz Bauer vom Antisemitismus nicht verschont. Als Sozialdemokrat glaubte er dennoch an den Fortschritt, dann trieben ihn die Nationalsozialisten für 13 Jahre ins Exil. Als Generalstaatsanwalt hat er das überkommene Bild dieses Amtes revolutioniert. Nicht der Gehorsam der Bürger gegenüber dem Staat stand im Vordergrund. Bauer verstand sich stets als Vertreter der Menschenwürde vor allem auch gegen staatliche Gewalt – ein großer Schritt auf dem Weg der Demokratisierung in der frühen Bundesrepublik.

Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt am Main.
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Joachim Gauck.
Sie wird gefördert durch die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, das Hessische Ministerium der Justiz, für Integration und Europa, die Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung, die Fazit-Stiftung sowie Christiane und Nicolaus Weickert.

Kuratoren der Ausstellung
Monika Boll (Fritz Bauer Institut),
Konzeption und Aufbau der Erstausstellung in Frankfurt
Erik Riedel (Jüdisches Museum Frankfurt am Main),
Betreuung der Wanderausstellung

Zur Ausstellung ist erschienen
Fritz Backhaus, Monika Boll, Raphael Gross (Hrsg.)
Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2014,
300 S., zahlr. Abb., € 29,90
ISBN: 978-3-5935-0105-5
Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 32
Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung.
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Des Weiteren ist erschienen
Fritz Bauer Institut (Hrsg.)
Fritz Bauer. Gespräche, Interviews und Reden aus den Fernseharchiven 1961‒1968
Redaktion: Bettina Schulte Strathaus
Absolut MEDIEN, Berlin 2014, Dokumente 4017
2 DVDs, 298 Min., s/w, € 19,90
ISBN: 978-3-8488-4017-5
Erstveröffentlichung historischer Fernsehaufnahmen Fritz Bauers.
... mehr

Kontakt
Museum zur Geschichte von Christen und Juden
Schloss Großlaupheim,
Claus-Graf-Stauffenberg-Str. 15
88471 Laupheim
Tel.: 07392.968000
Fax: 07392.9680018
museum(at)laupheim.de
www.museum-laupheim.de

Kontakt
Manuela Ritzheim
Tel.: 069.798 322-33
Fax: 069.798 322-41
m.ritzheim(at)fritz-bauer-institut.de


Mi 27
Januar 2016
18:30

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Gedenken in Worten und Gesten

Neuer Börneplatz
(Rückseite Museum Judengasse)

Eine Kooperation mit der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG), der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) und dem Jüdischen Museum Frankfurt am Main

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Mi 27
Januar 2016
17:00

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

»Die Geige, die ich halte, ist mein Schutzschild«

Heiliggeistkirche im Dominikanerkloster
Kurt-Schumacher-Str. 23
Frankfurt am Main

Unter dem Titel »Musik gegen das Vergessen« tragen die Frankfurter Cellistin Cornelia Walther und die Grazer Pianistin Vanessa Bosch Kompositionen jüdischer Musiker vor, die unter der Naziherrschaft in Deutschland verboten worden waren. Biographische Informationen aus Briefen, Artikeln und Zeugenaussagen der Musiker ergänzen das musikalische Programm und vermitteln Einblicke in das sehr eingeschränkte Leben von Jüdinnen und Juden im Nationalsozialismus.

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Mi 27
Januar 2016
12:00

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Wohin gehen die Transporte? Vorstellungen von den Deportationen aus Deutschland

Vortrag von PD Dr. Susanne Heim, Berlin

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1, IG Farben-Haus
Eisenhower-Saal, Raum 1.314

Grußwort von Prof. Dr. Birgitta Wolf, Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt

Im Herbst 1941 begannen die ersten Massendeportationen von Juden aus Deutschland. Die Betroffenen wurden für jedermann sichtbar zu Sammelstellen gebracht und von dort verschleppt. Die Transporte waren nicht geheim, aber sie wurden unterschiedlich wahrgenommen: Was erwarteten die Juden? Welche Vorstellungen hatten ihre Nachbarn vom Schicksal der Deportierten? Wie sahen Polizisten und SS-Männer ihre Beteiligung an den Transporten? Was bewog die jüdischen Gemeindevertreter zur Mithilfe? Was berichteten jüdische Hilfsorganisationen und ausländische Beobachter darüber? Der Vortrag verfolgt die unterschiedlichen Perspektiven und versucht, sie zu deuten.

PD Dr. Susanne Heim, geb. 1955, ist Politikwissenschaftlerin und Historikerin und habilitierte am Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaft der Freien Universität Berlin. Sie publiziert vor allem zur Geschichte des Nationalsozialismus sowie zur Bevölkerungspolitik und Migration im 20. Jahrhundert. Seit 1999 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsprogramm »Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus«. 1974–1981 Studium der Politologie, Geschichte und Literaturwissenschaft in Hamburg und Berlin (FU); 1985–1989 wissenschaftliche Mitarbeiterin des Projekts »Täterbiographien im Nationalsozialismus« am Hamburger Institut für Sozialforschung; 1991 Promotion am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin; 1991–1993 Redakteurin des Genethischen Informationsdienstes; 1996/97 Fellow am International Research Center for Holocaust Studies, Yad Vashem, Jerusalem; 1999–2005 Wissenschaftliche Mitarbeiterin bzw. Leiterin (seit 2004) des Forschungsprogramms der Max-Planck-Gesellschaft »Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus«. Zurzeit Projektleiterin der Edition »Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945«.

Eine Kooperation mit dem Präsidium der Goethe-Universität Frankfurt am Main und dem Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften

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Mo 25
Januar 2016
18:15

Der Schrecken verliert sich vor Ort

Buchvorstellung, Tondokument, Diskussion mit Monika Held und Jutta Ebeling

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino am IG Farben-Haus, Raum 1.801

Eine Veranstaltung des Fördervereins Fritz Bauer Institut e.V.

Aus einer kleinen Zeitungsmeldung wird ein Interview im Rundfunk, dann ein Feature, ein Hörspiel und über zwanzig Jahre später ein Roman: Der Schrecken verliert sich vor Ort. Jorge Semprún forderte die Nachfahren auf, aus den Erinnerungen der Überlebenden etwas Eigenes zu machen. Wie viel Fiktion verträgt Auschwitz? Wie umgehen mit dem Erbe?

Der Roman beschreibt eine komplizierte Liebe zwischen zwei Menschen, die sich 1964 beim Auschwitz-Prozess in Frankfurt kennenlernen. Wie leben mit den Überlebenden? Wie leben mit denen, die nie »dort« waren? Lena träumt vom Urlaub in der Südsee, Heiner suchen nachts die Bilder von Auschwitz heim. Sie muss damit leben, dass ihm seine Kameraden, Deutsche und Polen, Überlebende wie er selbst, näher sind, als sie es je sein wird. Und er, der ehemalige Häftling Nr. 63.387, muss sich damit abfinden, dass sich sein Trauma aus Bildern und Geräuschen nicht weiterreichen lässt wie ein Buch.

Monika Held ist Verlagskauffrau und Journalistin, sie lebt in Frankfurt am Main. Für ihre publizistische Arbeit über das Kriegsrecht in Polen und die Hilfstransporte zu den Überlebenden von Auschwitz wurde sie mit der polnischen Solidarnosc-Medaille ausgezeichnet. Der Schrecken verliert sich vor Ort ist ihr dritter Roman und erschien 2013 im Eichborn Verlag.

Jutta Ebeling ist eine Politikerin von Bündnis 90/Die Grünen und war von Mai 2006 bis Februar 2012 Bürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main. Sie ist Vorsitzende des Fördervereins Fritz Bauer Institut e.V. und derzeitige Vorsitzende des Stiftungsrats des Fritz Bauer Instituts.

Monika Held, Der Schrecken verliert sich vor Ort
Roman, 270 S., € 19,99, Köln: Eichborn Verlag, 2013
ISBN: 978-3-8479-0529-5

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Mo 18
Januar 2016
18:15

NS-Justiz in Hessen

Verfolgung, Kontinuitäten, Erbe

Podiumsdiskussion

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1
IG Farben-Haus, Raum 411

Podiumsdiskussion mit Dr. Wolfgang Form, Marburg, Prof. Dr. Theo Schiller, Marburg, Generalstaatsanwalt a.D. Hans-Josef Blumensatt, Eltville, Generalstaatsanwalt Prof. Dr. Helmut Fünfsinn, Frankfurt am Main und Oberlandesgerichtspräsident Dr. Roman Poseck, Frankfurt am Main

Als integraler Teil der Gewaltherrschaft des Nationalsozialismus fungierte die Justiz nach 1933 als ein Kampf- und Vernichtungsinstrument gegen politische Gegner und Minderheiten. Allein im Gebiet des heutigen Landes Hessen wurden Tausende Männer und Frauen wegen ihrer Gesinnung oder aus nichtigen Anlässen zu schweren Strafen bis hin zum Tode verurteilt. Nach 1945 war eine Aufarbeitung über Jahrzehnte unterblieben, Richter und Staatsanwälte wurden strafrechtlich nicht belangt.
In einem Sammelband wurden die neuesten Forschungsergebnisse der konkreten Verfolgungsmaßnahmen in Hessen zusammengetragen. Er spannt vielfältige Bogen in die Nachkriegszeit und dokumentiert eine Ausstellung, die 2012 am Studienzentrum der Finanzverwaltung und Justiz in Rotenburg an der Fulda entstanden ist und bis Anfang 2015 an allen Landgerichten sowie am Oberlandesgericht Frankfurt gezeigt wurde.

Wolfgang Form ist Geschäftsführer des Forschungs- und Dokumentationszentrums für Kriegsverbrecherprozesse an der Philipps-Universität Marburg. Er ist u.a. Initiator der Wanderausstellung »Verstrickung der Justiz in das NS-System. Forschungsergebnisse für Hessen« am Studienzentrum der Finanzverwaltung und Justiz in Rotenburg an der Fulda.

Theo Schiller ist emeritierter Professor für Politologie an der Philipps-Universität Marburg. Gemeinsam mit Lothar Seitz sind sie Herausgeber des Sammelbandes NS-Justiz in Hessen. Verfolgung, Kontinuitäten, Erbe, der 2015 in der Reihe der Historischen Kommission für Hessen erschienen ist.

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Sa 16
Januar 2016
15:00

Norbert Wollheim Memorial

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Guide: Patrick Schwentke

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

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Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de
www.wollheim-memorial.de


Mi 13
Januar 2016
10:30

Ein Leben aufs neu

Das Robinson AlbumDP-Lager: Juden auf deutschem Boden 1945–1948

Eröffnung der Ausstellung

Altes Goethegymnasium
Hugenottenallee 82
Neu-Isenburg

Ausstellungszeitraum
Montag, 11. Januar bis Freitag, 29. Februar 2016

Veranstalter
Seminar-und Gedenkstätte Bertha-Pappenheim-Haus in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Neu-Isenburg, der Evangelisch-Reformierten Gemeinde Neu-Isenburg und der Jüdischen Volkshochschule Frankfurt am Main

Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts, Frankfurt am Main in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum in der Maximilianstraße in München (1989–1998). Mit freundlicher Unterstützung des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Jüdische »Displaced Persons« in Frankfurt-Zeilsheim
Um die 200.000 jüdische Überlebende wurden zu sogenannten Displaced Persons, die in Auffanglagern – DP-Camps – bei München, Regensburg, Bamberg, Ulm, Stuttgart und vielen anderen deutschen Städten lebten. Gemeinsam baute dieser »She’arit Hapleyta« – »der Rest, der entkommen ist« in den von den Besatzungsmächten errichteten Lagern ihr eigenes Gemeinwesen auf, mit Zentralkomitee und örtlichen Selbstverwaltungen, mit Schulen und beruflichen Ausbildungskursen, Zeitungen und Zeitschriften, Theatergruppen und Sportmannschaften. Sie feierten Hochzeit und freuten sich über Neugeborene.
Einer der Übertlebenden, der Fotograf Ephraim Robinson, lebte in einem solchen DPLager und dokumentierte den Alltag, wie die Menschen »a lebn afs nay« wagten. Robinsons Fotos wurden im DP-Lager Zeilsheim bei Frankfurt am Main aufgenommen; sie hätten in jedem anderen entstehen können.
Als Ephraim Robinson 1985 in den USA verstarb hinterließ er ein Album, das die Geschichte der jüdischen DPs in exemplarischer Weise erzählt.

... Informationen zur Ausstellung

Kontakt
Seminar- und Gedenkstätte Bertha Pappenheim Haus
Gabriele Loepthien, Leitung
Magistrat der Stadt Neu-Isenburg
Hugenottenallee 53
63263 Neu-Isenburg
Tel.: 06102.241754
pappenheim.haus(at)stadt-neu-isenburg.de

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Mo 11
Januar 2016
18:15

NS-Aufarbeitung und Homosexuellenverfolgung

Ein Gespräch mit Filmausschnitten aus »Der Staat gegen Fritz Bauer«

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino am IG Farben-Haus, Raum 1.811

mit Dr. Nicolas Berg, Frankfurt am Main/Leipzig, apl. Prof. Dr. Werner Konitzer, Frankfurt am Main und Dr. Andreas Pretzel, Berlin

Fritz Bauers Leistung war es, Strafverfahren gegen NS-Verbrecher eingeleitet zu haben, die von der breiten Öffentlichkeit abgelehnt wurden. Der Spielfilm Der Staat gegen Fritz Bauer thematisiert diese beeindruckende Haltung Bauers am Beispiel seiner illegalen Mithilfe bei der Ergreifung Eichmanns. In einem zweiten Strang des Films wird die Strafverfolgung von Homosexuellen nach dem § 175 in den 1950er und 1960er Jahren als gesellschaftlich weithin akzeptierte Praxis aufgegriffen. In der Veranstaltung soll gefragt werden, ob die Verbindung dieser beiden Themen historisch zutreffend ist und welche Auswirkungen sich daraus für die erinnerungsgeschichtlichen Debatten der Folgejahre ergaben.

Werner Konitzer ist kommissarischer Direktor des Fritz Bauer Instituts. Am Institut bearbeitet er seit 2007 den Schwerpunkt Moral und Nationalsozialismus sowie Erinnerung und moralische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus.

Nicolas Berg ist leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter am Simon Dubnow Institut in Leipzig und für das Wintersemester 2015/2016 Gastprofessor am Fritz Bauer Institut. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen bei historischen, historiographischen und methodischen Fragen zum Holocaust und dessen Erinnerungsgeschichte.

Andreas Pretzel ist Kulturwissenschaftler und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt Universität sowie der Forschungsstelle zur Geschichte der Sexualwissenschaft. Seit 2000 ist er Bearbeiter des Projekts »The Fate of Persecuted Homosexuals after WW II«.

Eine Kooperation mit dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER
Spielfilm, D 2015, 105 Min.
Regie: Lars Kraume, Drehbuch: Lars Kraume und Olivier Guez
Mit Burghart Klaußner, Ronald Zehrfeld, Sebastian Blomberg, Lilith Stangenberg, u.a.
www.derstaatgegenfritzbauer.de

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Sa 19
Dezember 2015
15:00

Norbert Wollheim Memorial

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Guide: Patrick Schwentke

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

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Tel.: 069.798 322-40
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