Moderation: Jutta Ebeling
(Vorsitzende des Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.)
Vor 50 Jahren haben die Bundesrepublik Deutschland und der Staat Israel diplomatische Beziehungen aufgenommen – vorläufiger Höhepunkt einer dramatischen Vorgeschichte, die 1952 mit dem Luxemburger Abkommen begann. In Rituelle Distanz, seinem neuen Buch, sucht der Historiker Dan Diner die Tiefenschichten jener zwiespältigen deutsch-israelischen Annäherung auszuleuchten. Vor allem die politisch-theologischen Aspekte der Diskussion auf israelischer Seite interessieren ihn, die nur wenige Jahre nach dem Mord an den europäischen Juden geäußert wurden. Es geht ihm dabei um Sprache und Habitus, Fluch und Bann, um Erinnern und Vergessen, Anerkennung und Nichtanerkennung – schließlich um die Entscheidung zwischen jüdischer Tradition und israelischer Staatsräson: Durfte man mit dem Land der Mörder verhandeln und materielle Entschädigung annehmen?
Prof. Dr. Dan Diner, geborenam 20. Mai 1946 in München, lehrt Moderne Geschichte an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Von 1999 bis 2014 war er Direktor des Simon-Dubnow-Instituts für Jüdische Geschichte und Kultur an der Universität Leipzig.
Prof. Dr. Raphael Gross, geboren am 25. Dezember 1966 in Zürich, ist Direktor des Simon-Dubnow-Instituts für jüdische Geschichte und Kultur sowie Inhaber des Lehrstuhls für Jüdische Geschichte und Kultur an der Universität Leipzig.
Seit 2006 leitet er das Jüdische Museum in Frankfurt am Main. Von April 2007 bis Ende April 2015 war er Direktor des Fritz Bauer Instituts.
Eine Kooperation mit der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Jüdischen Museums e.V.
Dan Diner
Rituelle Distanz. Israels deutsche Frage
München: DVA, 2015, 176 S., € 19,99
ISBN: 978-3-421-04683-3
Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
Grußwort:
Beigeordnete Prof. Dr. Cornelia Reifenberg
Einführung:
Werner Renz, Leiter Archiv und Bibliothek des Fritz Bauer Instituts sowie Kurator der Ausstellung
Erläuterung des Begleitprogramms:
Dr. Regina Heilmann, Leiterin Stadtmuseum
Anschließend Besichtigung der Ausstellung
Ausstellungszeitraum
Freitag, 4. September bis Sonntag, 18. Oktober 2015
Öffnungszeiten: Do. bis So., 11:00–17:00 Uhr
Der Eintritt ist frei.
Die Wanderausstellung des Fritz Bauer Instituts besteht aus Fotografien, die von der SS anlässlich des Besuches von Himmler in Auschwitz am 17./18. Juli 1942 angefertigt wurden, kontrastiert durch Texte von Überlebenden wie Primo Levi, Eli Wiesel, Jean Améry und Paul Steinberg.
Ausstellungsinformationen und Begleitprogramm
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Kontakt
Stadtmuseum Ludwigshafen
Tel.: 0621.504-2574
<link mail ein fenster zum versenden der>stadtmuseum@ludwigshafen.de
<link http: www.ludwigshafen.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.ludwigshafen.de
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Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de
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Eröffnung durch die Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Wiesbaden, Rose-Lore Scholz.
Ausstellung von Montag 31. August bis Donnerstag, 10. September 2015
Rathaus Wiesbaden, Schlossplatz 6, Foyer
70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs werden die beiden Ausstellungen gezeigt im Rahmen der Veranstaltungsreihe der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden:
»Tarbut – Zeit für Jüdische Kultur«
<link http: www.jg-wi.de tarbut _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.jg-wi.de/tarbut
Veranstaltungsprogramm
<link http: www.jg-wi.de tarbut broschuere_tarbut.pdf _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.jg-wi.de/Tarbut/broschuere_tarbut.pdf
Ein Leben aufs neu – Das Robinson Album
DP-Lager: Juden auf deutschem Boden 1945–1948
Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts, Frankfurt am Main in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum in der Maximilianstraße in München (1989–1998). Mit freundlicher Unterstützung des Zentralrats der Juden in Deutschland.
Um die 200.000 jüdische Überlebende wurden zu sogenannten Displaced Persons, die in Auffanglagern – DP-Camps – bei München, Regensburg, Bamberg, Ulm, Stuttgart und vielen anderen deutschen Städten lebten. Gemeinsam baute dieser »She’arit Hapleyta« – »der Rest, der entkommen ist« in den von den Besatzungsmächten errichteten Lagern ihr eigenes Gemeinwesen auf, mit Zentralkomitee und örtlichen Selbstverwaltungen, mit Schulen und beruflichen Ausbildungskursen, Zeitungen und Zeitschriften, Theatergruppen und Sportmannschaften. Sie feierten Hochzeit und freuten sich über Neugeborene.
Einer der Übertlebenden, der Fotograf Ephraim Robinson, lebte in einem solchen DPLager und dokumentierte den Alltag, wie die Menschen »a lebn afs nay« wagten. Robinsons Fotos wurden im DP-Lager Zeilsheim bei Frankfurt am Main aufgenommen; sie hätten in jedem anderen entstehen können.
Als Ephraim Robinson 1985 in den USA verstarb hinterließ er ein Album, das die Geschichte der jüdischen DPs in exemplarischer Weise erzählt.
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Spurensuche – Die Todesmärsche in den Dokumenten des International Tracing Service
Eine Ausstellung des International Tracing Service (ITS)
Große Allee 5–9, 34454 Bad Arolsen
<link http: www.its-arolsen.org _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.its-arolsen.org
Kontakt
Jüdische Gemeinde Wiesbaden
Friedrichstraße 31–33
65185 Wiesbaden
Tel.: 0611.933303-0, Fax: -19
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www.jg-wi.de
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Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
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Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Guide: Patrick Schwentke
Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.
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Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
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Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Guide: Patrick Schwentke
Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.
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Fritz Bauer Institut
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Vortrag in englischer Sprache.
The nineteenth and twentieth centuries witnessed a certain engagement with the Jewish historical past by non-Jewish and Jewish artists. The lecture will explore the ways in which events and figures of the past were invoked by various artists (e. g. Moritz Oppenheim, Maurycy Gottlieb, Max Liebermann, Samuel Hirszenberg, E. M. Lilien, Marc Chagall, and Reuven Rubin) to unravel contemporary issues. Artists were seldom concerned with presenting history »as it was« but rather with the allusions the historical figures and experience could provoke with their own period and predicament. Biblical (e. g. Moses, David, Jesus, and Job) and historical figures (e.g. Spinoza, Moses Mendelssohn, Moses Montefiore, and Theodor Herzl) appeared in a wide range of artistic works that created imaginative interpretations of their historical role. Similarly scenes from the past, be they biblical or post-biblical, loomed as a modern discourse on the contemporary context.
Eine Kooperation mit dem Seminar für Judaistik der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
Nürnberg 1945: Die Nazielite muss sich für ihre Verbrechen verantworten. Das ist etwas unvergleichlich Kühnes in der Geschichte der Menschheit: am Ende eines Krieges kein Blutvergießen, kein Friedensvertrag – stattdessen ein Prozess. Zum ersten Mal werden verantwortliche Politiker und Militärs vor Gericht gestellt.
Lesung und Gespräch mit dem Autor
Dr. Thomas Darnstädt, Jurist und Spiegel-Journalist
Begrüßung:
Prof. Dr. Salomon Korn, Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main
Weitere Gesprächsteilnehmer:
Prof. Dr. Erhard Denninger, emeritierter Professor für öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Apl. Prof. Dr. Werner Konitzer, Kommissarischer Leiter des Fritz Bauer Instituts
Moderation: Jochanan Shelliem, ARD Journalist
Thomas Darnstädt
Nürnberg. Menschheitsverbrechen vor Gericht 1945
München: Piper Verlag, 2015, 416 S., 16 Abb., € 24,99
ISBN: 978-3-492-05684-7
Veranstalter (und Vorverkauf):
Jüdische Gemeinde Frankfurt am Main K.d.ö.R.
Westendstr. 43, 60325 Frankfurt am Main
Mo. bis Do., 9.00–14.00 Uhr, Fr., 9.00–12.00 Uhr
am Veranstaltungstag von 9–12 Uhr
Tel. 069.76 80 36 12,
Eintritt: € 5,–
<link http: www.jg-ffm.de>www.jg-ffm.de
Zwischen 1944 und 1948 befand sich fast eine Million Deutsche in französischer Kriegsgefangenschaft. Zunächst waren sie in provisorischen, dann in regulären Lagern und schließlich auch bei Privatpersonen untergebracht. Auf der Basis neuer Quellen schildert der Vortrag den Übergang Frankreichs vom Zustand des Besiegten zum Sieger von heute sowie die traumatischen Folgen der Okkupationszeit einerseits und der Kollaboration andererseits – dies alles vor dem Hintergrund des beginnenden Kalten Krieges. Punktuell kam es dabei zum intimen Zusammenleben von französischen Besatzern und Deutschen. Grundsätzlich war die Haltung der Deutschen ihnen gegenüber jedoch zwiespältig – noch geprägt von nationalsozialistischer Ideologie, aber vorsichtig aus Angst um Angehörige in französischer Kriegsgefangenschaft.
Fabien Théofilakis unterrichtet am Institut d’Histoire du Temps présent des Centre National de la recherche scientifique in Paris. 2014 erschien sein Buch Les prisonniers de guerre allemands: France, 1944–1949 im Verlag Fayard in Paris. Théofilakis erhielt 2011 den Preis für die beste deutsch-französische Dissertation der Deutsch-Französischen Hochschule, Saarbrücken.
Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Institut français d’histoire en Allemagne und dem Historischen Seminar der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Kontakt
Institut français d'histoire en Allemagne (IFHA)
Céline Lebret, Chargée de mission culturelle
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.79831900
<link mail ein fenster zum versenden der>celine.lebret@institutfrancais.de
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Begleitprogramm zur Ausstellung:
»Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht«
Donnerstag, 7. Mai bis Freitag, 26. Juni 2015
Landgericht Tübingen, Doblerstr. 14, 72074 Tübingen
Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums
Präsentiert in Kooperation mit dem Justizministerium Baden Württemberg
Öffnungszeiten
Mo. bis Fr., 8:00–18:00 Uhr
An Feiertagen geschlossen. Der Eintrit ist frei.
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Informationen zur Ausstellungsstation Tübingen
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Fritz Bauer gehört zu den juristisch einflussreichsten jüdischen Remigranten im Nachkriegsdeutschland. Als hessischer Generalstaatsanwalt, der den Frankfurter Auschwitz-Prozess auf den Weg brachte, hat er bundesrepublikanische Geschichte geschrieben.
Die Ausstellung nimmt den Prozess, der sich 2013 zum fünfzigsten Mal jährte, zum Anlass, Fritz Bauer einem größeren Publikum vorzustellen.
Bauers Leben blieb nicht unberührt von den Verwerfungen des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung dokumentiert seine Lebensgeschichte im Spiegel der historischen Ereignisse, die ihn auch persönlich betrafen. Als Jude blieb Fritz Bauer vom Antisemitismus nicht verschont. Als Sozialdemokrat glaubte er dennoch an den Fortschritt, dann trieben ihn die Nationalsozialisten für 13 Jahre ins Exil. Als Generalstaatsanwalt hat er das überkommene Bild dieses Amtes revolutioniert. Nicht der Gehorsam der Bürger gegenüber dem Staat stand im Vordergrund. Bauer verstand sich stets als Vertreter der Menschenwürde vor allem auch gegen staatliche Gewalt – ein großer Schritt auf dem Weg der Demokratisierung in der frühen Bundesrepublik.
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Joachim Gauck.
Sie wird gefördert durch die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, das Hessische Ministerium der Justiz, für Integration und Europa, die Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung, die Fazit-Stiftung sowie Christiane und Nicolaus Weickert.
Kuratoren der Ausstellung
Monika Boll (Fritz Bauer Institut),
Konzeption und Aufbau der Erstausstellung in Frankfurt
Erik Riedel (Jüdisches Museum Frankfurt am Main),
Betreuung der Wanderausstellung
Zur Ausstellung ist erschienen
Fritz Backhaus, Monika Boll, Raphael Gross (Hrsg.)
Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2014,
300 S., zahlr. Abb., € 29,90
ISBN: 978-3-5935-0105-5
Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 32
Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung.
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Des Weiteren ist erschienen
Fritz Bauer Institut (Hrsg.)
Fritz Bauer. Gespräche, Interviews und Reden aus den Fernseharchiven 1961‒1968
Redaktion: Bettina Schulte Strathaus
Absolut MEDIEN, Berlin 2014, Dokumente 4017
2 DVDs, 298 Min., s/w, € 19,90
ISBN: 978-3-8488-4017-5
Erstveröffentlichung historischer Fernsehaufnahmen Fritz Bauers.
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Kontakt
Manuela Ritzheim
Tel.: 069.798 322-33
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>m.ritzheim@fritz-bauer-institut.de
Eine Veranstaltung des Fritz Bauer Instituts in Zusammenarbeit mit der Deutschen Vereinigung für politische Bildung e.V., Hessen.
Stichworte wie »Vergangenheitsbewältigung« oder »Erinnerungskultur« waren nicht nur konstitutiv, sondern lange Zeit auch prägend für das Selbstverständnis der politischen Bildung in Deutschland nach 1945. Inzwischen scheint dieser Konsens, der sich auch in Adornos berühmter Formel einer »Erziehung nach Auschwitz« widerspiegelt, aus unterschiedlichen Gründen brüchig geworden zu sein. Die Herausgeber sehen die non-formale politische Bildung vor der Aufgabe, gemeinsam mit Jugendlichen heute in der Analyse der Nationalsozialistischen Verbrechen und ihrer gesellschaftlichen Bedingungen Einsichten und Kategorien zu erarbeiten, die eine mündige politische Selbstverständigung in der Gegenwart ermöglichen.
Gerd Steffens ist Professor (i.R.) für Politische Bildung und ihre Didaktik an der Universität Kassel, Mitherausgeber des Jahrbuch für Pädagogik, er hat unter anderem eine Vielzahl von Publikationen zur NS-Geschichte als Gegenstand politischen Lernen vorgelegt.
Benedikt Widmaier ist Direktor der Akademie für politische und soziale Bildung der Diözese Mainz »Haus am Maiberg« und Redaktionsmitglied des Journal für politische Bildung.
Benedikt Widmaier, Gerd Steffens (Hrsg.)
Politische Bildung nach Auschwitz.
Erinnerungsarbeit und Erinnerungskultur heute
Schwalbach/Ts.: Wochenschau Verlag, 2015
ISBN: 978-3-7344-0069-8, 192 S., € 19,80
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Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
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Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Guide: Patrick Schwentke
Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.
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Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de
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Begleitprogramm zur Ausstellung:
»Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht«
Donnerstag, 7. Mai bis Freitag, 26. Juni 2015
Landgericht Tübingen, Doblerstr. 14, 72074 Tübingen
Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums
Präsentiert in Kooperation mit dem Justizministerium Baden Württemberg
Öffnungszeiten
Mo. bis Fr., 8:00–18:00 Uhr
An Feiertagen geschlossen. Der Eintrit ist frei.
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Informationen zur Ausstellungsstation Tübingen
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Fritz Bauer gehört zu den juristisch einflussreichsten jüdischen Remigranten im Nachkriegsdeutschland. Als hessischer Generalstaatsanwalt, der den Frankfurter Auschwitz-Prozess auf den Weg brachte, hat er bundesrepublikanische Geschichte geschrieben.
Die Ausstellung nimmt den Prozess, der sich 2013 zum fünfzigsten Mal jährte, zum Anlass, Fritz Bauer einem größeren Publikum vorzustellen.
Bauers Leben blieb nicht unberührt von den Verwerfungen des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung dokumentiert seine Lebensgeschichte im Spiegel der historischen Ereignisse, die ihn auch persönlich betrafen. Als Jude blieb Fritz Bauer vom Antisemitismus nicht verschont. Als Sozialdemokrat glaubte er dennoch an den Fortschritt, dann trieben ihn die Nationalsozialisten für 13 Jahre ins Exil. Als Generalstaatsanwalt hat er das überkommene Bild dieses Amtes revolutioniert. Nicht der Gehorsam der Bürger gegenüber dem Staat stand im Vordergrund. Bauer verstand sich stets als Vertreter der Menschenwürde vor allem auch gegen staatliche Gewalt – ein großer Schritt auf dem Weg der Demokratisierung in der frühen Bundesrepublik.
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Joachim Gauck.
Sie wird gefördert durch die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, das Hessische Ministerium der Justiz, für Integration und Europa, die Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung, die Fazit-Stiftung sowie Christiane und Nicolaus Weickert.
Kuratoren der Ausstellung
Monika Boll (Fritz Bauer Institut),
Konzeption und Aufbau der Erstausstellung in Frankfurt
Erik Riedel (Jüdisches Museum Frankfurt am Main),
Betreuung der Wanderausstellung
Zur Ausstellung ist erschienen
Fritz Backhaus, Monika Boll, Raphael Gross (Hrsg.)
Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2014,
300 S., zahlr. Abb., € 29,90
ISBN: 978-3-5935-0105-5
Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 32
Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung.
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Des Weiteren ist erschienen
Fritz Bauer Institut (Hrsg.)
Fritz Bauer. Gespräche, Interviews und Reden aus den Fernseharchiven 1961‒1968
Redaktion: Bettina Schulte Strathaus
Absolut MEDIEN, Berlin 2014, Dokumente 4017
2 DVDs, 298 Min., s/w, € 19,90
ISBN: 978-3-8488-4017-5
Erstveröffentlichung historischer Fernsehaufnahmen Fritz Bauers.
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Manuela Ritzheim
Tel.: 069.798 322-33
Fax: 069.798 322-41
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Vortragsreihe
»Antisemitismus und andere Feindseligkeiten«
Vortrag in englischer Sprache.
This lecture provides an overview of variant forms of anti-semitism in contemporary France. In particular it will focus on anti-semitism as component part of Islamist discourse. It will consider the historical background for this phenomenon, but tracing carefully how anti-semitism plays an active role in radicalization – either in the banlieue, in French prisons or North Africa.
Andrew Hussey is an English cultural historian and biographer. He was educated at the University of Manchester and the Université Jean Moulin Lyon 3. He received his PhD for a thesis on Georges Bataille and lectured in French at the University of Huddersfield as well as at the University of Wales Aberystwyth. Since 2006 he has been the dean of the University of London Institute in Paris. In 2014 he was appointed Director of the Centre for Post-Colonial Studies at the University of London's School of Advanced Study. He began his career as a journalist in the early 1990s. He now regularly contributes to The Observer, New Statesman, Granta and Literary Review. In 2014 his book The French Intifada. The long war between France and its Arabs was published with Granta Publishers.
Alle Termine der Vortragsreihe
› Montag, 9. Februar 2015
Prof. Dr. Johannes Heil, Heidelberg:
Matthaeus Parisiensis, die Mongolen und die jüdische Verschwörung.
Überlegungen zu den Hintergründen eines narrativen Konstrukts
› Montag, 16. Februar 2015
Prof. Dr. Olaf Blaschke, Münster:
Kulturkampf und Antisemitismus
› Montag, 23. Februar 2015
Dr. Christoph Dieckmann, Fritz Bauer Institut:
Die Entwicklung von Antisemitismen in Litauen 1914–1947.
Zu Kontexten und Dynamiken von Antisemiten
› Montag, 23. März 2015
Vortrag von Prof. Dr. Omar Kamil, Erlangen:
Der arabische Antisemitismus: Entstehung und Erkenntnisse
› Montag, 27. April 2015
Dr. Yasemin Shooman, Berlin:
Die Debatte um das Verhältnis von Antisemitismus, Rassismus und Islamfeindlichkeit
› Montag, 15. Juni 2015
Prof. Dr. Andrew Hussey, Paris:
Anti-Semitsm in France in the 21st Century: The Return of the Post-Colonial Repressed
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Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
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Fax: 069.798 322-41
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Begleitprogramm zur Ausstellung:
»Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht«
Donnerstag, 7. Mai bis Freitag, 26. Juni 2015
Landgericht Tübingen, Doblerstr. 14, 72074 Tübingen
Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums
Präsentiert in Kooperation mit dem Justizministerium Baden Württemberg
Öffnungszeiten
Mo. bis Fr., 8:00–18:00 Uhr
An Feiertagen geschlossen. Der Eintrit ist frei.
... <link http: www.landgericht-tuebingen.de external-link-new-window externen link in neuem>www.landgericht-tuebingen.de
Informationen zur Ausstellungsstation Tübingen
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Fritz Bauer gehört zu den juristisch einflussreichsten jüdischen Remigranten im Nachkriegsdeutschland. Als hessischer Generalstaatsanwalt, der den Frankfurter Auschwitz-Prozess auf den Weg brachte, hat er bundesrepublikanische Geschichte geschrieben.
Die Ausstellung nimmt den Prozess, der sich 2013 zum fünfzigsten Mal jährte, zum Anlass, Fritz Bauer einem größeren Publikum vorzustellen.
Bauers Leben blieb nicht unberührt von den Verwerfungen des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung dokumentiert seine Lebensgeschichte im Spiegel der historischen Ereignisse, die ihn auch persönlich betrafen. Als Jude blieb Fritz Bauer vom Antisemitismus nicht verschont. Als Sozialdemokrat glaubte er dennoch an den Fortschritt, dann trieben ihn die Nationalsozialisten für 13 Jahre ins Exil. Als Generalstaatsanwalt hat er das überkommene Bild dieses Amtes revolutioniert. Nicht der Gehorsam der Bürger gegenüber dem Staat stand im Vordergrund. Bauer verstand sich stets als Vertreter der Menschenwürde vor allem auch gegen staatliche Gewalt – ein großer Schritt auf dem Weg der Demokratisierung in der frühen Bundesrepublik.
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Joachim Gauck.
Sie wird gefördert durch die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, das Hessische Ministerium der Justiz, für Integration und Europa, die Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung, die Fazit-Stiftung sowie Christiane und Nicolaus Weickert.
Kuratoren der Ausstellung
Monika Boll (Fritz Bauer Institut),
Konzeption und Aufbau der Erstausstellung in Frankfurt
Erik Riedel (Jüdisches Museum Frankfurt am Main),
Betreuung der Wanderausstellung
Zur Ausstellung ist erschienen
Fritz Backhaus, Monika Boll, Raphael Gross (Hrsg.)
Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2014,
300 S., zahlr. Abb., € 29,90
ISBN: 978-3-5935-0105-5
Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 32
Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung.
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Des Weiteren ist erschienen
Fritz Bauer Institut (Hrsg.)
Fritz Bauer. Gespräche, Interviews und Reden aus den Fernseharchiven 1961‒1968
Redaktion: Bettina Schulte Strathaus
Absolut MEDIEN, Berlin 2014, Dokumente 4017
2 DVDs, 298 Min., s/w, € 19,90
ISBN: 978-3-8488-4017-5
Erstveröffentlichung historischer Fernsehaufnahmen Fritz Bauers.
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Manuela Ritzheim
Tel.: 069.798 322-33
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>m.ritzheim@fritz-bauer-institut.de
Begleitprogramm zur Ausstellung:
»Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht«
Donnerstag, 7. Mai bis Freitag, 26. Juni 2015
Landgericht Tübingen, Doblerstr. 14, 72074 Tübingen
Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums
Präsentiert in Kooperation mit dem Justizministerium Baden Württemberg
Öffnungszeiten
Mo. bis Fr., 8:00–18:00 Uhr
An Feiertagen geschlossen. Der Eintrit ist frei.
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Informationen zur Ausstellungsstation Tübingen
... Ausstellungsflyer Tübingen (pdf-Datei, 377kb)
Fritz Bauer gehört zu den juristisch einflussreichsten jüdischen Remigranten im Nachkriegsdeutschland. Als hessischer Generalstaatsanwalt, der den Frankfurter Auschwitz-Prozess auf den Weg brachte, hat er bundesrepublikanische Geschichte geschrieben.
Die Ausstellung nimmt den Prozess, der sich 2013 zum fünfzigsten Mal jährte, zum Anlass, Fritz Bauer einem größeren Publikum vorzustellen.
Bauers Leben blieb nicht unberührt von den Verwerfungen des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung dokumentiert seine Lebensgeschichte im Spiegel der historischen Ereignisse, die ihn auch persönlich betrafen. Als Jude blieb Fritz Bauer vom Antisemitismus nicht verschont. Als Sozialdemokrat glaubte er dennoch an den Fortschritt, dann trieben ihn die Nationalsozialisten für 13 Jahre ins Exil. Als Generalstaatsanwalt hat er das überkommene Bild dieses Amtes revolutioniert. Nicht der Gehorsam der Bürger gegenüber dem Staat stand im Vordergrund. Bauer verstand sich stets als Vertreter der Menschenwürde vor allem auch gegen staatliche Gewalt – ein großer Schritt auf dem Weg der Demokratisierung in der frühen Bundesrepublik.
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Joachim Gauck.
Sie wird gefördert durch die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, das Hessische Ministerium der Justiz, für Integration und Europa, die Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung, die Fazit-Stiftung sowie Christiane und Nicolaus Weickert.
Kuratoren der Ausstellung
Monika Boll (Fritz Bauer Institut),
Konzeption und Aufbau der Erstausstellung in Frankfurt
Erik Riedel (Jüdisches Museum Frankfurt am Main),
Betreuung der Wanderausstellung
Zur Ausstellung ist erschienen
Fritz Backhaus, Monika Boll, Raphael Gross (Hrsg.)
Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2014,
300 S., zahlr. Abb., € 29,90
ISBN: 978-3-5935-0105-5
Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 32
Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung.
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Des Weiteren ist erschienen
Fritz Bauer Institut (Hrsg.)
Fritz Bauer. Gespräche, Interviews und Reden aus den Fernseharchiven 1961‒1968
Redaktion: Bettina Schulte Strathaus
Absolut MEDIEN, Berlin 2014, Dokumente 4017
2 DVDs, 298 Min., s/w, € 19,90
ISBN: 978-3-8488-4017-5
Erstveröffentlichung historischer Fernsehaufnahmen Fritz Bauers.
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Manuela Ritzheim
Tel.: 069.798 322-33
Fax: 069.798 322-41
m.ritzheim(at)fritz-bauer-institut.de
Der Jurist Henry Ormond, der 1950 in Frankfurt am Main eine Kanzlei eröffnete, vertrat als Rechtsanwalt viele Überlebende des Holocaust in prominenten Prozessen. Bekannt wurde er durch seinen Erfolg im sogenannten Wollheim-Prozess. Für den ehemaligen Zwangsarbeiter Norbert Wollheim erwirkte er erstmals eine Entschädigungszahlung durch ein Privatunternehmen, die I.G. Farben AG i. L. Im Frankfurter Auschwitz-Prozess vertrat er die Nebenklage von 15 Angehörigen Ermordeter bzw. von ehemaligen Häftlingen aus Auschwitz. Und im Verfahren gegen die Mitarbeiter von Adolf Eichmann, Hermann Krumey und Otto Hunsche, gelang es ihm, hohe Haftstrafen für die »Schreibtischmörder“ zu erwirken.
Im Gespräch werden biografische, historische und rechtliche Fragen durch den Sohn, Thomas Ormond, und zwei Rechtsanwälte erörtert, die zeitweise in der Kanzlei Ormonds angestellt waren.
Der promovierte Jurist Thomas Ormond ist der Sohn Henry Ormonds. Er ist seit 1992 beim Regierungspräsidium Darmstadt in der Umweltabteilung im Wasser- und Abfallrecht tätig. Dolf Weber war zwischen 1965 und 1968 Partner in der Rechtsanwaltssozietät Ormond, Sommer, Weber & Raabe. Dort hat er vor allem Wiedergutmachungsfälle betreut. 1968 eröffnete er eine eigene Kanzlei. Christian Raabe kam als 29-jähriger 1963 in die Kanzlei von Henry Ormond. Er verließ die Kanzlei 1971, nachdem er mit Ormond im ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess und im parallel laufenden Krumey-Hunsche-Prozess Nebenklägervertreter gewesen war.
Katharina Rauschenberger, Werner Renz (Hrsg.)
Henry Ormond – Anwalt der Opfer. Plädoyers in NS-Prozessen
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2015
ca. 360 S., ca. 20 Abb., € 34,90, EAN 978-3-593-50282-3
<link internal-link internen link im aktuellen>Wissenschaftliche Reihe des Fritz Bauer Instituts, Band 24
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Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
Tagungsreihe »Blickwinkel. Antisemitismuskritisches Forum für Bildung und Wissenschaft«
Antisemitismus, Rassismus, Islamfeindlichkeit – Migrationsgesellschaft, Konkurrenzen, Bildungsstrategien: Diese Stichworte prägen zunehmend die gesellschaftliche, wissenschaftliche und pädagogische Auseinandersetzung mit Vorurteilen und mit ausgrenzenden Denk- sowie Deutungsmustern. Vielfach schwankt die Diskussion zwischen Eifer und Orientierungslosigkeit, zwischen eindeutigen Positionen und Differenziertheit.
Die Tagungsreihe »Blickwinkel« beleuchtet aktuelle Analysen, diskutiert innovative Bildungsansätze und setzt diskurskritische Akzente. Dazu ermöglichen die VeranstalterInnen einen verstetigten Austausch und Vernetzung für Wissenschaft und pädagogische Praxis. Die Tagungsreihe »Blickwinkel« wurde 2011 (noch unter dem Titel »Blickwinkel. Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft«) initiiert und läuft bis 2016.
6. Tagung der Tagungsreihe
In jüngsten Debatten zu Antisemitismus wird immer wieder die besondere »Anfälligkeit« von jungen MuslimInnen diskutiert. Und die Pädagogik wird aufgefordert, aktiv zu werden, oder die Wissenschaft, Erklärungen zu geben. Hat Antisemitismus etwas mit Religion bzw. mit Religionszugehörigkeit zu tun?
Die lange Tradition des Antijudaismus sowie der Antisemitismus im Christentum und die aktuellen Formen eines islamistischen Antisemitismus in Europa werfen Fragen nach diesem Zusammenhang auf. Zugleich werden populistische und ausgrenzende Positionen gegenüber MuslimInnen verstärkt mit angeblichen religiösen Prägungen verknüpft, wenn etwa über ein vermeintlich »christlich-jüdisches Abendland« gesprochen wird.
Vor diesem Hintergrund laden wir zu einem Austausch von Wissenschaft und Praxis ein: Welche Vorstellungen über Religion und Zugehörigkeit sind mit solchen Positionen verbunden? Welche Zuschreibungen, Projektionen und Differenzkategorien werden dabei transportiert? Nicht zuletzt ist zu fragen, wie Vorstellungen über das Verhältnis von Religion und Säkularität in eine antisemitismuskritische Demokratiebildung hineinwirken.
In Bezug auf verschiedene pädagogische Ansätze wird ausgelotet, wie ein reflektierter, geschichtsbewusster und differenzsensibler Umgang mit Religion und Religiosität sowie mit religiös aufgeladenen kulturellen Zuschreibungen für eine antisemitismuskritische Bildung gestaltet werden kann.
Dazu laden wir WissenschaftlerInnen, PädagogInnen, AkteurInnen aus Stadtteilarbeit, Mediation und Beratung sowie Bildungsverantwortliche herzlich ein.
Anmeldung
Die TeilnehmerInnenzahl ist begrenzt. Ein Teilnahmebeitrag wird nicht erhoben. Die Veranstalter übernehmen die Unterkunftskosten für eine Übernachtung in Kassel bis zu einem begrenzten Kontingent. Anmeldeschluss ist der 21. Mai 2015.
<link http: www.bs-anne-frank.de projekte blickwinkel _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.bs-anne-frank.de/projekte/blickwinkel
Programm
... <link fileadmin downloads blickwinkel-2015_religion.pdf _blank download herunterladen der datei>Tagungsprogramm (pdf-Datei, 614 kb)
Veranstalter der Tagungsreihe
<link http: www.bs-anne-frank.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>Bildungsstätte Anne Frank, Frankfurt am Main
<link http: www.stiftung-evz.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft«
<link http: www.tu-berlin.de fakultaet_i zentrum_fuer_antisemitismusforschung _blank external-link-new-window externen link in neuem>Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin
<link http: www.pz-ffm.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>Pädagogisches Zentrum Frankfurt am Main
Die bisherigen Tagungsthemen der »Blickwinkel«-Reihe
»Bildungsraum Lebenswelt«, Berlin, 26./27. Oktober 2011
»Bildungsansatz Alltagskultur«, Frankfurt am Main, 3./4. Mai 2012
»Bildungszugang Gender«, Köln, 29./30. Oktober 2012
»Kontext Nahostkonflikt«, Nürnberg, 9./10. September 2013
»Antisemitismus und Rassismus – Verflechtungen«, Jena, 22./23. September 2014
Material und Berichte
<link http: www.stiftung-evz.de blickwinkel _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.stiftung-evz.de/blickwinkel
Kontakt
Bildungsstätte Anne Frank e.V.
Ricarda Wawra (Veranstaltungsmanagement)
Hansaallee 150
60320 Frankfurt/Main
Tel.: 069.56 000 235
<link mail ein fenster zum versenden der>rwawra@bs-anne-frank.de
<link http: www.bs-anne-frank.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.bs-anne-frank.de
Er galt als »Halbjude«, war Swingbube und schwul: Wolfgang Lauinger erzählt im Gespräch mit Dr. Daniel Baranowski (Bundesstiftung Magnus Hirschfeld) aus seinem Leben.
Bettina Leder liest aus ihrem Buch Lauingers: Eine Familiengeschichte aus Deutschland, Berlin: Verlag Hentrich & Hentrich, 2015
Ulrich Gooß berichtet von der Entstehung des Frankfurter Engels, des Mahnmals für die verfolgten Homosexuellen.
Das Main-Kinzig Jazz-Quartett umrahmt die Veranstaltung musikalisch.
Lauingers. Eine Familiengeschichte aus Deutschland erzählt die Geschichte des 1879 in Augsburg geborenen Artur Lauinger und seines Sohnes Wolfgang. Artur hatte dreißig Jahre lang für die renommierte »Frankfurter Zeitung« gearbeitet, als er 1937 entlassen wurde. 1939 emigrierte er nach London und ließ seinen damals 20-jährigen Sohn in Deutschland zurück. Er sollte »dem Vaterland«, also in der Wehrmacht, dienen. 1940 wurde Wolfgang Lauinger als »Halbjude« aus der Wehrmacht entlassen. In Frankfurt schloss er sich der Swing-Jugend an, die sehr schnell die Aufmerksamkeit der Gestapo auf sich zog. Doch auch nach der Befreiung war die Verfolgung für ihn nicht zu Ende: 1950 wurde er in Frankfurt am Main wegen des Verdachts, gegen den § 175 verstoßen zu haben, verhaftet.
Veranstalter
Schauspiel Frankfurt, Fritz Bauer Institut, Jüdisches Museum Frankfurt, Verlag Hentrich & Hentrich, Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, Lagergemeinschaft Auschwitz/Freundeskreis der Auschwitzer, PMK International Services – CityTour & Chauffeurservice
Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
Kooperationsveranstaltung des Deutschen Filmmuseums mit dem Fritz Bauer Institut.
Der Dokumentarfilm stellt den Rabbiner Benjamin Murmelstein in den Mittelpunkt, der im Konzentrationslager Theresienstadt als von den Nationalsozialisten eingesetzter »Judenältester« tätig war. Seine Figur ist bis heute umstritten. Lanzmann empfand die Kritik am Verhalten von Murmelstein jedoch als ungerecht. 40 Jahre nach einem ersten Interview mit Murmelstein sucht Lanzmann die Orte auf, die hier eine zentrale Rolle spielen, und ergänzt seine Aussagen durch historische Dokumente. Er rekonstruiert so die furchtbare Zwangslage, in der sich Benjamin Murmelstein zur Zeit des Holocaust befand.
DER LETZTE DER UNGERECHTEN
LE DERNIER DES INJUSTES
Regie: Claude Lanzmann
Frankreich/Österreich 2013, 220 Min., OmU
Kontakt
Deutsches Filmmuseum
Tel.: 069.961220-222
info(at)deutsches-filminstitut.de
www.deutsches-filmmuseum.de
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 begannen die Nationalsozialisten Konzentrationslager sowie zudem sogenannte Schutzhaftabteilungen in Gefängnissen einzurichten. Verantwortlich hierfür waren die Gestapo (etwa das KZ Columbia-Haus in Berlin), die SA (beispielsweise das KZ Sachsenburg bei Chemnitz), Innenministerien der Länder (z.B. das KZ Kislau/Baden) und schließlich die SS (KZ Dachau).
Die ersten Häftlinge waren vor allem politische Gegner der Nationalsozialisten: Kommunisten und Sozialdemokraten, aber auch Politiker anderer Parteien, Gewerkschaftsfunktionäre, Intellektuelle und Künstler. Juden waren in den ersten Monaten des NS-Regimes in der Regel vor allem aus politischen Gründen inhaftiert worden. Dies betraf beispielsweise auch Fritz Bauer, der als sozialdemokratischer Richter, Mitbegründer des Republikanischen Richterbundes und Stuttgarter Vorsitzender des Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold im KZ Heuberg inhaftiert wurde. Allein in Sachsen befanden sich im Juli 1933 rund 4.500 Menschen in »Schutzhaft«.
Zwischen Ende 1933 und Mai 1934 ließen Reichsinnenminister Wilhelm Frick und der Preußische Ministerpräsident Hermann Göring mehr als 40 »wilde« Lager schließen, um die Willkürherrschaft vor allem der SA zu beenden. Zugleich wurde ab Ende 1933 und im zweiten Jahr der NS-Herrschaft eine Vielzahl von politischen Gegnern des Nazi-Regimes aus der KZ-Haft entlassen.
In den vergangenen Jahren hat eine intensive Erforschung der mindestens 60 sogenannten frühen Konzentrationslager unter verschiedenen Blickwinkeln eingesetzt: Organisationsgeschichtliche, regionalgeschichtliche und gewaltgeschichtliche Fragen wurden ebenso untersucht wie die Biographien von Tätern und Opfern.
Das Kolloquium, zu dem das Fritz Bauer Institut ausgewiesene Fachleute eingeladen hat, beabsichtigt, die Forschungsergebnisse zu den Gefangenen in den frühen Konzentrationslagern (wie etwa jene zu den Gewalterfahrungen in den verschiedenen Lagern, den Voraussetzungen und der Praxis der Haftentlassung) zu bündeln und offene Fragen zu diskutieren.
Referentinnen und Referenten
› Dr. Carina Baganz (Berlin): Die frühen Konzentrationslager in Sachsen
› Markus Kienle, M.A. (Ulm): Das KZ Heuberg
› Prof. Dr. Habbo Knoch (Köln): Die Emslandlager 1933–1936
› Dr. Dirk Riedel (Dachau): KZ Dachau
› Dr. Kim Wünschmann (Jerusalem): Jüdische Häftlinge in den Vorkriegskonzentrationslagern
Organisiert von
Dr. Jörg Osterloh
<link>j.osterloh@fritz-bauer-institut.de
Werner Renz
<link>w.renz@fritz-bauer-institut.de
Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
Begleitprogramm zur Ausstellung:
»Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht«
Donnerstag, 7. Mai bis Freitag, 26. Juni 2015
Landgericht Tübingen, Doblerstr. 14, 72074 Tübingen
Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums
Präsentiert in Kooperation mit dem Justizministerium Baden Württemberg
Öffnungszeiten
Mo. bis Fr., 8:00–18:00 Uhr
An Feiertagen geschlossen. Der Eintrit ist frei.
... www.landgericht-tuebingen.de
Informationen zur Ausstellungsstation Tübingen
... Ausstellungsflyer Tübingen (pdf-Datei, 377kb)
Fritz Bauer gehört zu den juristisch einflussreichsten jüdischen Remigranten im Nachkriegsdeutschland. Als hessischer Generalstaatsanwalt, der den Frankfurter Auschwitz-Prozess auf den Weg brachte, hat er bundesrepublikanische Geschichte geschrieben.
Die Ausstellung nimmt den Prozess, der sich 2013 zum fünfzigsten Mal jährte, zum Anlass, Fritz Bauer einem größeren Publikum vorzustellen.
Bauers Leben blieb nicht unberührt von den Verwerfungen des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung dokumentiert seine Lebensgeschichte im Spiegel der historischen Ereignisse, die ihn auch persönlich betrafen. Als Jude blieb Fritz Bauer vom Antisemitismus nicht verschont. Als Sozialdemokrat glaubte er dennoch an den Fortschritt, dann trieben ihn die Nationalsozialisten für 13 Jahre ins Exil. Als Generalstaatsanwalt hat er das überkommene Bild dieses Amtes revolutioniert. Nicht der Gehorsam der Bürger gegenüber dem Staat stand im Vordergrund. Bauer verstand sich stets als Vertreter der Menschenwürde vor allem auch gegen staatliche Gewalt – ein großer Schritt auf dem Weg der Demokratisierung in der frühen Bundesrepublik.
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Joachim Gauck.
Sie wird gefördert durch die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, das Hessische Ministerium der Justiz, für Integration und Europa, die Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung, die Fazit-Stiftung sowie Christiane und Nicolaus Weickert.
Kuratoren der Ausstellung
Monika Boll (Fritz Bauer Institut),
Konzeption und Aufbau der Erstausstellung in Frankfurt
Erik Riedel (Jüdisches Museum Frankfurt am Main),
Betreuung der Wanderausstellung
Zur Ausstellung ist erschienen
Fritz Backhaus, Monika Boll, Raphael Gross (Hrsg.)
Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2014,
300 S., zahlr. Abb., € 29,90
ISBN: 978-3-5935-0105-5
Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 32
Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung.
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Des Weiteren ist erschienen
Fritz Bauer Institut (Hrsg.)
Fritz Bauer. Gespräche, Interviews und Reden aus den Fernseharchiven 1961‒1968
Redaktion: Bettina Schulte Strathaus
Absolut MEDIEN, Berlin 2014, Dokumente 4017
2 DVDs, 298 Min., s/w, € 19,90
ISBN: 978-3-8488-4017-5
Erstveröffentlichung historischer Fernsehaufnahmen Fritz Bauers.
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Manuela Ritzheim
Tel.: 069.798 322-33
Fax: 069.798 322-41
m.ritzheim(at)fritz-bauer-institut.de
Man nannte ihn »Doktor Tod« und »Schlächter von Mauthausen«. Aribert Heim war nur wenige Monate in einem Konzentrationslager stationiert, aber in dieser Zeit war er für seine unvorstellbar grausamen »Behandlungen« von Gefangenen berüchtigt. Nach dem Krieg führte er – trotz Fahndung – zunächst ein bürgerliches Leben als Gynäkologe und Familienvater. Kurz vor seiner Verhaftung tauchte er 1962 in Kairo unter, baute sich unter arabischem Namen, als Muslim und geliebter »Onkel« einer Kairoer Familie eine neue Existenz auf und verstarb dort 1992. Unterdessen lief die weltweite Suche nach der Nummer eins auf der Liste des Simon Wiesenthal Center auf Hochtouren. 2009 gelang es den Journalisten Nicholas Kulish und Souad Mekhennet, seine Hinterlassenschaft in Kairo aufzuspüren. Sie erzählen die Geschichte von Leben und Flucht Heims und berichten über die lange, fieberhafte Jagd nach ihm. Dieser Fall erhellt generell, wie die Fluchtwege der NS-Verbrecher funktionierten und warum die intensive Fahndung so spät in Gang kam.
Souad Mekhennet ist Politologin und arbeitet derzeit als Journalistin für die New York Times, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und das ZDF. Gemeinsam mit Elmar Theveßen erhielt sie 2012 den Deutschen Fernsehpreis für die Dokumentation 9/11. Sie ist Autorin mehrerer Bücher u.a. zum islamistischen Terror in Europa.
Claus Kleber ist Jurist. Für seine journalistische Arbeit hat er zahlreiche Preise erhalten, darunter 2010 den Hans-Joachim-Friedrichs-Preis für Fernsehjournalismus. Zudem ist er Autor verschiedener Bücher. Er ist Honorarprofessor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen.
Nicholas Kulish und Souad Mekhennet
Dr. Tod. Die lange Jagd nach dem meistgesuchten NS-Verbrecher
München: C. H. Beck, 2015
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Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Guide: Patrick Schwentke
Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.
Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de
<link http: www.wollheim-memorial.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.wollheim-memorial.de
Begleitprogramm zur Ausstellung:
»Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht«
Donnerstag, 7. Mai bis Freitag, 26. Juni 2015
Landgericht Tübingen, Doblerstr. 14, 72074 Tübingen
Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums
Präsentiert in Kooperation mit dem Justizministerium Baden Württemberg
Öffnungszeiten
Mo. bis Fr., 8:00–18:00 Uhr
An Feiertagen geschlossen. Der Eintrit ist frei.
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Informationen zur Ausstellungsstation Tübingen
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Fritz Bauer gehört zu den juristisch einflussreichsten jüdischen Remigranten im Nachkriegsdeutschland. Als hessischer Generalstaatsanwalt, der den Frankfurter Auschwitz-Prozess auf den Weg brachte, hat er bundesrepublikanische Geschichte geschrieben.
Die Ausstellung nimmt den Prozess, der sich 2013 zum fünfzigsten Mal jährte, zum Anlass, Fritz Bauer einem größeren Publikum vorzustellen.
Bauers Leben blieb nicht unberührt von den Verwerfungen des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung dokumentiert seine Lebensgeschichte im Spiegel der historischen Ereignisse, die ihn auch persönlich betrafen. Als Jude blieb Fritz Bauer vom Antisemitismus nicht verschont. Als Sozialdemokrat glaubte er dennoch an den Fortschritt, dann trieben ihn die Nationalsozialisten für 13 Jahre ins Exil. Als Generalstaatsanwalt hat er das überkommene Bild dieses Amtes revolutioniert. Nicht der Gehorsam der Bürger gegenüber dem Staat stand im Vordergrund. Bauer verstand sich stets als Vertreter der Menschenwürde vor allem auch gegen staatliche Gewalt – ein großer Schritt auf dem Weg der Demokratisierung in der frühen Bundesrepublik.
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Joachim Gauck.
Sie wird gefördert durch die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, das Hessische Ministerium der Justiz, für Integration und Europa, die Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung, die Fazit-Stiftung sowie Christiane und Nicolaus Weickert.
Kuratoren der Ausstellung
Monika Boll (Fritz Bauer Institut),
Konzeption und Aufbau der Erstausstellung in Frankfurt
Erik Riedel (Jüdisches Museum Frankfurt am Main),
Betreuung der Wanderausstellung
Zur Ausstellung ist erschienen
Fritz Backhaus, Monika Boll, Raphael Gross (Hrsg.)
Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2014,
300 S., zahlr. Abb., € 29,90
ISBN: 978-3-5935-0105-5
Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 32
Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung.
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Fritz Bauer Institut (Hrsg.)
Fritz Bauer. Gespräche, Interviews und Reden aus den Fernseharchiven 1961‒1968
Redaktion: Bettina Schulte Strathaus
Absolut MEDIEN, Berlin 2014, Dokumente 4017
2 DVDs, 298 Min., s/w, € 19,90
ISBN: 978-3-8488-4017-5
Erstveröffentlichung historischer Fernsehaufnahmen Fritz Bauers.
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Manuela Ritzheim
Tel.: 069.798 322-33
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>m.ritzheim@fritz-bauer-institut.de
Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit der Evangelischen Akademie Frankfurt, dem Evangelischen Stadtdekanat Frankfurt, der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (angefragt) und der Martin-Niemöller-Stiftung.
Förderer und Unterstützer
Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung der EKHN, Bundeszentrale für Politische Bildung, Diakonie Hessen, Ecco! Agentur für Kulturmedien, EKHN-Reformationsdekade, Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V., Hessische Landeszentrale für politische Bildung, Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, Martin-Niemöller-Stiftung, S. Fischer-Verlage, Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen
Leitung
Dr. Eberhard Pausch, Werner Renz, Dr. Christopher Scholtz, Dr. Gunter Volz
Mitwirkende
Elisabeth Abendroth, PD Dr. Thomas Beddies, Prof. Dr. Wolfgang Benz, Dr. Ruth Fühner, Georg Gabler, Ulrike Holler, Prof. Dr. Walter Pehle, Achim Rinke-Bachmann, Meinhard Schmidt-Degenhard, Christoph Schneider, Dr. Jan Erik Schulte, Trude Simonsohn, Dr. Christian Staff
Ernst Klee (1942–2013) hat mit seinen Arbeiten viele öffentliche Diskussionen angefacht. Die meisten haben bis heute ihre gesellschaftliche Brisanz nicht verloren: So war er ein Verfechter der Inklusion, lange bevor es den Begriff gab, und seine Bücher zur »Euthanasie« im NS-Staat haben ein langes Schweigen gebrochen.
Am Freitagabend (bis ca. 21:00 Uhr) stehen Ernst Klees Person und sein Wirken in der Frankfurter Stadtgesellschaft im Vordergrund. Der Samstag widmet sich seinen wissenschaftlichen Projekten, seinen Dokumentarfilmen und den Impulsen für aktuelle gesellschaftliche Diskurse.
Anmeldung
Evangelische Akademie Frankfurt
Tel.: 069.1741526-16
<link mail ein fenster zum versenden der>obut@evangelische-akademie.de
<link http: www.evangelische-akademie.de kalender ernst-klee _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.evangelische-akademie.de/kalender/ernst-klee
Tagungsprogramm
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Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
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Ausgaben des Programmhefts
(pdf-Datei) seit April 2018
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› April bis September 2022
› Oktober bis Februar 2021/22
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› April bis Mai 2021
› Januar bis Februar 2021
› Oktober bis November 2020
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› Oktober bis Februar 2019/20
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