Veranstaltungen und Ausstellungen

Mittwoch, 15. April 2026, 18:15 Uhr

»Steh auf, es ist Krieg«
Der deutsche Überfall auf die Sowjetunion, Südwestfunk 1991

PRÄSENZ — Filmausschnitte und Gespräch mit Paul Kohl

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
IG Farben-Haus, Raum IG 311

Im Jahr 1985 reiste der Berliner Journalist Paul Kohl in die Sowjetunion, wo er auf den Spuren der Heeresgruppe Mitte Menschen interviewte, die den Terror der Wehrmacht überlebt hatten. Seine Route führte unter anderem zu den ehemaligen Konzentrationslagern von Minsk, Borisov, Orscha, Mogilev und Vitebsk, außerdem zum Vernichtungslager Malyj Trostenez in Belarus. Aus seinen Aufzeichnungen produzierte er ein Radiofeature und ein Buch. Mit dem Regisseur Hartmut Kaminski fuhr er später ein weiteres Mal in die Region, und es entstand daraus eine sechsteilige Fernsehserie der ARD. Diese frühen Forschungen zu den Opfern des deutschen Vernichtungskriegs gegen die Sowjetunion sind in der Fachwelt kaum rezipiert worden.

Paul Kohl

ist Schriftsteller sowie Autor von Hörspielen und Radiofeatures. 1990 erschien von ihm im Verlagshaus Gerd Mohn in Gütersloh »Ich wundere mich, dass ich noch lebe« – Sowjetische Augenzeugen berichten. 1995 wurde die Studie unter dem Titel Der Krieg der deutschen Wehrmacht und der Polizei 1941–1944 in die Schwarze Reihe des Fischer Verlags übernommen.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de

Präsenzveranstaltung

PRÄSENZ


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