Aus der Perspektive eines Patchworkkinds gibt Natali Stegmann Einblicke in ihre familiengeschichtlichen Recherchen. Die Eltern ihrer Mutter waren gut situierte Familienmenschen mit einem umfangreichen, wenn auch lückenhaften Nachlass, die in ihrer Jugend das NS-Regime aus tiefer Überzeugung mitgetragen haben. Die Eltern ihres Vaters waren Arbeiter und haben kaum etwas hinterlassen. Ihre Großeltern hat sie nie kennengelernt. Der Vortrag führt die familiäre Binnenperspektive und fachliche Betrachtung zusammen. Besonderes Augenmerk gilt der Erschließung von und dem Umgang mit Überlieferungen.
Apl. Prof. Dr. Natali Stegmann
ist Osteuropahistorikerin und arbeitet an der Universität Regensburg. Ihr Aufsatz »Nationalsozialistische Identifikation und abgeschnürte Trauer. Ein Rechercheessay über meine Großmutter und die Familie als Ort der Volksgemeinschaft« erschien 2025 in dem von Johannes Spohr, unter Mitarbeit von Claudia Krieg herausgegebenen Sammelband Present Past. Wie Nachfahren ihre NS-Familiengeschichte erforschen im Berliner Metropol Verlag.
Eine Veranstaltung des Fritz Bauer Instituts in Kooperation mit dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
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