Anlässlich der in Kooperation mit dem Fritz Bauer Institut gezeigten partizipatorischen Ausstellung »Die Nazis waren ja nicht einfach weg: Vom Umgang mit dem Nationalsozialismus in Deutschland seit 1945« im Museum für Kommunikation in Frankfurt am Main widmet sich die Tagung aktuellen Fragen der Vermittlung des Holocaust im Bildungskontext.
Dabei geht es unter anderem um Fragen wie: Welche Rolle können digitale und analoge Formate in der heutigen pädagogischen Praxis spielen? Welche methodischen Zugänge unterstützen eine sinnvolle und empathische Auseinandersetzung? Und welche Ansätze sind notwendig, um das Thema Holocaust im Kontext historischen Lernens zeitgemäß und zugänglich zu gestalten?
TAGUNGSPROGRAMM
Mittwoch, 24. Juni, 18:15 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
IG Farben-Haus, Raum 311
Öffentlicher Vortrag:
Spielerischer Antisemitismus und Erinnern mit Deep Fakes?
Die Leugnung und Verfälschung des Holocaust auf TikTok
Prof. Dr. Tobias Ebbrecht-Hartmann, Hebräische Universität Jerusalem
Hybrid – Livestream auf YouTube: youtu.be/dYkf0c1cv20
(siehe gesonderte Ankündigung)
Donnerstag, 25. Juni 2026
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Theodor-W.-Adorno-Platz 1
PA-Gebäude, Lobby (Erdgeschoss)
9:00 Uhr
Begrüßung
Prof. Dr. Sybille Steinbacher, Direktorin des Fritz Bauer Instituts
9:15 Uhr
»Eintauchen« und »Erleben« als Zugang zur Vergangenheit? Schlaglichter aus der (digitalen) Geschichtskultur
Prof. Dr. Josef Memminger, Didaktik der Geschichte, Goethe-Universität Frankfurt am Main
10:00 Uhr
»Bitte alle Verfolgtengruppen!« – Partizipative Ausstellungsentwicklung zum Nationalsozialismus mit Schülerinnen und Schülern
Dr. Mathias Rösch, Leitung Schulmuseum Nürnberg
10:45 Uhr
Kaffeepause
11:00 Uhr
Pädagogik im Kontext von Ideologie und Verbrechen. Zur Aktualität der Auseinandersetzung mit Bildung und Schule im Nationalsozialismus
Dr. Saskia Müller, wissenschaftliche Mitarbeiterin Universität Bielefeld, Fakultät für Erziehungswissenschaft
11:45 Uhr
Panelgespräch: »Fragt uns mal!« Schülerinnen und Schüler berichten über ihre Erfahrungen
12:45 Uhr
Mittagspause
13:45 Uhr
Graphic Novels als Antisemitismusprävention?
Prof. Dr. Ursula Hennigfeld, Institut für Romanistik, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
14:30 Uhr
Genug Spielraum? Das Serious Game »Tribunal 45« im Memorium Nürnberger Prozesse
Nina Lutz M.A., Leitung Memorium Nürnberger Prozesse
Ann-Kathrin Steger M.A./LLM, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Vermittlung, Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, Nürnberg
15:15 Uhr
Kaffeepause
15:30 Uhr
Geschichte und Gefühl. Exemplarische Zugriffe aus der Beschäftigung mit der NS-Gewaltherrschaft
Prof. Dr. i.R. Alfons Kenkmann, Didaktik der Geschichte, Universität Leipzig
16:15 Uhr
Zusammenfassung und Ausblick – ein Tagungskommentar
Mag. Patrick Siegele, Bereichsleiter Holocaust Education (ERINNERN:AT) beim OeAD –Agentur für Bildung und Internationalisierung, Wien
Anfragen und Anmeldungen an
kontakt(at)fritz-bauer-institut.de
Tagungsprogramm als pdf-Datei
Kontakt
Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de