Veranstaltungen und Ausstellungen

Mittwoch, 4. November 2026, 18:15 Uhr

Die Deutsche Reichsbank und die NS-Massenverbrechen in Ostmittel- und Osteuropa 1939–1945
Vortrag von Dr. Ingo Loose

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
IG Farben-Haus, Raum 311

Im besetzten Ostmitteleuropa, in Polen ebenso wie in der Sowjetunion, war die Reichsbank verantwortlich für die währungspolitische Beherrschung und Ausbeutung. Die NS-Währungspolitik führte zu einer ruinösen Verarmung der Bevölkerung und kam einem Plündern der gesamten Volkswirtschaft gleich. Eine inflationäre Notenemission diente dabei vor allem der Finanzierung von Wehrmacht, Polizei und SS. Darüber hinaus hatte die Währungspolitik auch erhebliche Auswirkungen auf die nationalsozialistische Judenverfolgung und den Holocaust. Ob Finanzierung der Ghettos, Einsatz von Zwangsarbeitern, »Verwertung« des Eigentums der Bevölkerung: Vieles lief über Konten der Reichsbank, deren Beamte über alle Aspekte der Verbrechen bestens informiert waren.

Dr. Ingo Loose 

ist seit 2010 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München–Berlin und Lehrbeauftragter an der Universität Potsdam.  Im Herbst 2026 erschien im Wallstein Verlag sein Buch Die Reichsbank im nationalsozialistischen Eroberungskrieg. Ausbeutung, Kriegsfinanzierung und Raub im besetzten Polen 1939–1945.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de

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