Gedenktag der Stadt Frankfurt am Main aus Anlass der ersten Massendeportation am 19. Oktober 1941
Musikalische Umrahmung mit Auszügen aus Que sais-je? (op. 68), Amit Dolberg – Klavier, Amos Elkana – Komposition, Elektronik
Am 19. Oktober 1941 standen ab 6 Uhr morgens SA-Leute und Polizisten vor der Tür von mehr als 1.100 Jüdinnen und Juden. Sie forderten sie auf, innerhalb von zwei Stunden zum Abtransport bereitzustehen. Der Vortrag beschreibt den Ablauf dieser ersten Deportation, versucht die Perspektive der Betroffenen zu erfassen, geht den Tätern sowie den Reaktionen der Zuschauer und Nachbarn nach. Er skizziert zudem die weiteren Deportationen aus Frankfurt bis 1945 und fragt nach dem Umgang mit der Erinnerung an dieses Verbrechen in der Nachkriegszeit.
Fritz Backhaus
ist Direktor der Sammlungen und stellvertretender Präsident des Deutschen Historischen Museums in Berlin. Bis 2017 war er stellvertretender Direktor am Jüdischen Museum Frankfurt. Dort war er unter anderem an der Vorbereitung der Erinnerungsstätte an der Frankfurter Großmarkthalle beteiligt.
Amit Dolberg ist Pianist und künstlerischer Leiter des Meitar Ensembles. Amos Elkana ist Komponist. Que sais-je? (op. 68, 2023) ist das musikalische Portrait seines Vaters, Yehuda Elkana, Überlebender von Auschwitz und später Wissenschaftshistoriker an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Ursprünglich komponiert für Flöte, Klarinette, Fagott, Klavier, Violine, Cello und Elektronik wird das Stück in einer Fassung für Klavier und Elektronik dem Anlass angepasst. Beide Musiker wurden mit vielen internationalen Preisen ausgezeichnet.
Anmeldung
Interessierte können sich bis 15. Oktober 2026 unter dem Link protokoll.ffm.de für die Gedenkstunde am 20. Oktober anmelden und erhalten bei Vorlage eines Ausweises Zugang zur Veranstaltung. Einlass in die Paulskirche ab 17:15 Uhr.
Eine Veranstaltung des Fritz Bauer Instituts in Kooperation mit dem Dezernat für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main
Kontakt
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