Veranstaltungen und Ausstellungen

Mittwoch, 13. Januar 2027, 18:15 Uhr

Das letzte Ghetto.
Eine Alltagsgeschichte von Theresienstadt
Vortrag von PD Dr. Anna Hájková

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.801

Zur Ehrung von Trude Simonsohn, die am 6. Januar 2022 in Frankfurt am Main verstorben ist. Sie hat Theresienstadt und Auschwitz überlebt.

Während des Holocaust bildete sich in der Häftlingsgesellschaft von Theresienstadt eine eigene soziale Hierarchie heraus. Dabei entschieden kleine Unterschiede zwischen den Häftlingen – ihr Alter, ihre Herkunft oder ihre frühere Arbeit – über Leben und Tod. In den dreieinhalb Jahren des Bestehens des Lagers schufen die Häftlinge ihre eigene Kultur und ihre eigenen Gewohnheiten, schlossen sich zusammen, verliebten sich und gründeten neue Familien. Auf der Grundlage umfangreicher Archivrecherchen legt Anna Hájková eine analytische, transnationale Kultur-, Sozial-, Geschlechter- und Organisationsgeschichte Theresienstadts vor und bietet damit neue Einsichten in die Geschichte des Holocaust.

PD Dr. Anna Hájková

ist außerordentliche Professorin an der University of Warwick und Co-Direktorin des Warwick Centre for Global Jewish Studies. Ihr Buch Das letzte Ghetto. Eine Alltagsgeschichte von Theresienstadt kam  2026 im transcript-Verlag heraus. Für ihr 2021 auf Englisch und 2024 im Wallstein Verlag auf Deutsch erschienenes Buch Menschen ohne Geschichte sind Staub erhielt sie den 75. National Jewish Book Award in der Kategorie Holocaust. 

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de

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