Veranstaltungen und Ausstellungen

Veranstaltungsarchiv

Fr 11
Mai 2012
11:00

KZ-Häftling, Historiker, Gesellschaftskritiker

Hermann Langbein zum 100. Geburtstag

Tagung:

Albert Schweitzer Haus
Schwarzspanierstr. 13
1090 Wien

Veranstalter
Institut für Zeitgeschichte (Universität Wien), Gesellschaft für politische Aufklärung (Innsbruck und Wien) und Fritz Bauer Institut (Frankfurt am Main); in Kooperation mit der Österreichischen HochschülerInnenschaft (Universität Wien); mit finanzieller Unterstützung der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien und der Kulturabteilung der Stadt Wien.

Konzeption und Organisation
Sybille Steinbacher, Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien

Tagungsprogramm (11:00 bis 19:00 Uhr)

  • Barbara Distel (München): Widerstand und Erinnerung. Das Vermächtnis von Hermann Langbein
  • Hans Safrian (Wien): Hermann Langbein im Spanischen Bürgerkrieg
  • Brigitte Halbmayr (Wien): »Ich war ein gläubiger Kommunist.« Hermann Langbeins Verhältnis zur Kommunistischen Partei
  • Katharina Stengel (Frankfurt am Main): Hermann Langbein und die Auseinandersetzung mit Auschwitz in der frühen Nachkriegszeit
  • Sybille Steinbacher (Wien): »Menschen in Auschwitz« und die Auschwitz-Forschung
  • Erika Thurner (Innsbruck): Hermann Langbein im Bemühen um vergessene Opfergruppen
  • Anton Pelinka (Budapest): Brüche österreichischer Geschichte reflektiert in Hermann Langbeins Leben
  • Bertrand Perz (Wien): Hermann Langbein und die Entstehung der österreichischen Gedenkstätte Auschwitz
  • Jan Parcer (Oświęcim): Meine Begegnungen mit Hermann Langbein. Eine persönliche Erinnerung
  • Karin Liebhart (Wien): Hermann Langbein und das Zeitzeugen-Projekt in Österreich
  • Norbert Frei (Jena): Hermann Langbein und der Kampf gegen die „Auschwitz-Lüge“
  • Johannes Schwantner (Wien): Fortbildung für Schüler und Lehrer. Das Hermann Langbein-Symposium
  • Kurt Langbein (Wien): Hermann Langbein privat

Hermann Langbein setzte Maßstäbe: als Überlebender des NS-Terrors, als gesellschaftskritisch intervenierender Historiker und als Akteur in den hitzigen erinnerungspolitischen Konflikten der Nachkriegsjahrzehnte in Österreich und Deutschland. Er überlebte Dachau, Auschwitz und Neuengamme und hatte in den Konzentrationslagern zur Kerngruppe des Widerstands gehört. Nach Kriegsende war der ehemalige Spanienkämpfer Funktionär der KPÖ. Als Generalsekretär des Internationalen Auschwitz-Komitees und später als Sekretär des Comité International des Camps, der Organisation der ehemaligen Häftlinge der nationalsozialistischen Lager, kämpfte er für die Rechte der Überlebenden. Zu einer Zeit, als kaum jemand sich für ihr Leid interessierte und viele Opfergruppen in Vergessenheit gerieten, schrieb Langbein Bücher über seine Erfahrungen in den Terrorstätten des Dritten Reiches. Mit Verve setzte er sich für die Entschädigung der Verfolgten, für die Strafverfolgung von NS-Verbrechern und für die gesellschaftliche sowie (rechts-)politische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus ein. Dabei hatte er sich als Kommunist in der politisch brisanten Atmosphäre des Kalten Krieges stets gegen Angriffe zu wehren.
Dass der Auschwitz-Prozess in Frankfurt am Main 1963 zustande kam, ist wesentlich auf ihn zurückzuführen. Maßgeblich trug er auch dazu bei, dass das gesellschaftliche Bewusstsein für die Verbrechen des Dritten Reiches unter Deutschen wie Österreichern allmählich wuchs und vor allem junge Leute Sensibilität dafür entwickelten. Dafür spielten seine Bücher eine wichtige Rolle, die eine große Öffentlichkeit erreichten und bis heute Standardwerke sind.
Langbein, von der Gedenkstätte Yad Vashem 1967 als »Gerechter unter den Völkern« geehrt, war in den siebziger Jahren einer der Initiatoren, die Überlebende der NS-Zeit als Zeitzeugen in die österreichischen Schulen holten. Gegen die Auschwitz-Leugnung ging er leidenschaftlich vor, bis an sein Lebensende engagierte er sich für die kritische Aufklärung und die politische Bildung junger Leute; er starb mit 83 Jahren im Oktober 1995 in seiner Geburtsstadt Wien.
Hermann Langbein würde im Mai 100 Jahre alt werden. Ziel der Tagung, die zu seinen Ehren aus diesem Anlass veranstaltet wird, ist es, ein Porträt von Langbeins Wirken zu zeichnen, seine Lebensleistung zu würdigen und über die politischen und gesellschaftlichen Widerstände nachzudenken, gegen die er anzukämpfen hatte.

Anmeldung
Emanuel Althuber
Institut für Zeitgeschichte
Universität Wien, Spitalgasse 2-4, 1090 Wien
<link mail ein fenster zum versenden der>sekretariat.steinbacher.zeitgeschichte@univie.ac.at



Do 10
Mai 2012
18:15

Ethics and Law in Pursuit of the Ideal:

The Jewish Voice of Hermann Cohen

Vortrag von Prof. Dr. Tsvi Blanchard (New York/Berlin):

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Casino-Gebäude am IG Farben-Haus, Raum 1.802

Vortrag in englischer Sprache

Leo Baeck Lecture Series 2012: »Jews and Justice«
Eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Fritz Bauer Instituts, des Jüdischen Museums Frankfurt am Main und des Leo Baeck Institute London
In diesem Jahr ist das Thema der Leo Baeck Lecture Series »Jews and Justice«. Die Reihe beinhaltet Vorträge über deutsche Rechtstheoretiker, Schriftsteller und über den Zusammenhang von Recht und Religion. Es sollen verschiedene Konzepte von Gerechtigkeit und Recht diskutiert werden, ihre Beziehungen zu realen politischen und historischen Verhältnissen und mögliche rechtliche und politische Konflikte, die daraus hervorgingen.

Hermann Cohen, a 19th and early 20th German Idealist philosopher, founded one of the most important schools of Neokantianism. He was also one of the most important modern Jewish thinkers. His special emphasis on the conceptual importance of law and ethical ideals in systematic philosophy is also reflected in the role he assigns them in his Jewish writings, especially in his masterwork The Religion of Reason: Out of the Sources of Judaism. Known as a leading representative of ethical monotheism, Cohen still has much to say to us about how moral vision informs law.

Prof. Dr. Tsvi Blanchard ist orthodoxer Rabbinerund war Professor für Philosophie und Direktor der Ida Crown Jewish Academy in Chicago. Er ist Direktor für Organisationsentwicklung am National Jewish Center for Learning and Leadership (CLAL) und Gastprofessor für jüdisches Recht an der Humboldt Universität Berlin. Gegenwärtig arbeitet Blanchard an rechtswissenschaftlichen und philosophischen Themen in pluralistischen Rechtssystemen – vor allem dem talmudischen Rechtssystem.
Zu seinen Veröffentlichungen zählt der Aufsatz »Law and Redemptive Narrative: Genesis as a Cultural Resource in the 21st Century« (Hebraic Political Studies) sowie ein Kapitel in Why Study Talmud in the 21st Century, Lexington Books 2009. Zudem ist er Co-Autor von Embracing life, facing death: A Jewish Guide to Palliative Care.

Kontakt
<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de



Mi 09
Mai 2012
18:00

Jewishness as Concept in Christian Politics

Medieval and Modern

Vortrag von David Nirenberg:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
IG Farben-Haus, Raum 411

Vortrag in englischer Sprache

Kantorowicz-Lecture in Political Manguage 2012
Veranstalter: Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt am Main in Zusammenarbeit mit dem Fritz Bauer Institut

From Origen and Ambrose, Luther and Shakespeare, Karl Marx and Joseph Goebbels: these and many other thinkers have characterized certain types of political regimes as »Jewish«. What cultural logics made the vocabulary of Judaizing such an enduring way of criticizing politics? This lecture will begin by exploring – through an early Christian, a medieval, and a modern example – how »Judaism« became a meaningful critique of political representation. It will conclude by asking what the durability of this critique can teach us about how we approach the history of ideas and of concepts.

David Nirenberg ist Professor für Mediaval History and Social Thought an der Universität von Chicago.

Kontakt
Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften
an der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Tel: 069.798-32114
Fax: 069.798-32115
<link mail ein fenster zum versenden der>M.Beck@em.uni-frankfurt.de
<link http: www.fzhg.org _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.fzhg.org



Mi 09
Mai 2012
10:00

Gegen den Strom

Solidarität und Hilfe für verfolgte Juden in Frankfurt und Hessen

Ausstellung:

bis Sonntag, 14. Oktober 2012
üdisches Museum Judengasse
Kurt-Schumacher-Str. 10
Frankfurt am Main

Ab August 2012 präsentieren das Jüdisches Museum Frankfurt und das Fritz Bauer Institut ein umfangreiches Begleitprogramm mit Vorträgen und Filmen.

Die Ausstellung erzählt in 15 Themeninseln von Paaren, die Hilfe erhielten oder einander beistanden. Sie beleuchtet die Dimensionen solidarischen Verhaltens mit verfolgten Juden: von Freundschaften über riskante Fluchthilfen bis hin zu Rettungswiderstand im Schatten der Massenmorde. Dazu gehören Beispiele geglückter Hilfen wie auch das tragische Scheitern.

Kontakt
juedischesmuseum.de/museumjudengasse.html



Mo 07
Mai 2012
18:15

Israel, BRD und die Springer-Medien

Anmerkungen zur westdeutschen Nachkriegszeit

Vortrag von Moshe Zuckermann:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Casino-Gebäude am IG Farben-Haus, Raum 1.801

Begleitprogramm zur Ausstellung im<link http: www.juedischesmuseum.de _blank external-link-new-window externen link in neuem> Jüdischen Museum Frankfurt am Main,
Bild dir dein Volk! Axel Springer und die Juden, 15. März bis 29. Juli 2012.

Das Verhältnis zwischen der alten Bundesrepublik und Israel war in der Nachkriegszeit primär durch die Shoah-Erinnerung kodiert. Im restaurativen Klima der Adenauer-Ära der 1950er Jahre manifestierte sich das vornehmlich in der Materialisierung der Sühne durch die Wiedergutmachungsabkommen von 1952. Die 1960er Jahre zeichneten sich durch eine zunehmende Hinterfragung der jüngsten deutschen Vergangenheit aus. Diese wurde durch die linken Intellektuellen zum Topos erhoben. Zugleich zeichnete sich aber auch die Gesinnung dieser Intelligenz durch eine kritische Einstellung zu Israels Politik nach 1967. Axel Springers mediale Praxis stand im Schnittpunkt dieser Koordinaten: Zum einen eine vorbehaltlose Solidarität mit Israel, zum anderen eine damit einhergehende Attacke ebendieser kritischen Intelligenz. Die politische Kultur der BRD wurde weitgehend von diesen Spannungsfeldern geprägt.

Prof. Dr. Moshe Zuckermann ist Soziologe und Professor für Geschichte und Philosophie an der Universität Tel Aviv.

Kontakt:
Fritz Bauer Institut
Dr. Dmitrij Belkin
Grüneburgplatz 1
D-60323 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69.798 322-60
Telefax: +49 (0)69.798 322-41
E-Mail: <link mail ein fenster zum versenden der>d.belkin@fritz-bauer-institut.de



Do 03
Mai 2012
13:30

Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft

Bildungsansatz Alltagskultur

Tagung:

bis Freitag, 04. Mai 2012, 18:30 Uhr
Jugendamt der Stadt Frankfurt am Main
Eschersheimer Landstr. 241–249
60320 Frankfurt am Main

Antisemitismus, Rassismus, Islamfeindlichkeit – Migrationsgesellschaft, Konkurrenzen, Bildungsstrategien: Diese Stichworte prägen zunehmend die gesellschaftliche, wissenschaftliche und pädagogische Auseinandersetzung mit Vorurteilen und mit ausgrenzenden Denk- und Deutungsmustern. Vielfach schwankt die Diskussion zwischen Eifer und Orientierungslosigkeit, zwischen eindeutigen Positionen und Differenziertheit.
Antisemitismus ist kein Randgruppen- oder Minderheitenphänomen, sondern funktioniert herkunfts- und schichtenübergreifend. Gleichzeitig bringt die Migrationsgesellschaft mit ihren vielfältigen Identitäts- und Geschichtsbezügen neue Spannungsfelder mit sich. Soweit herrscht Einigkeit – in der Wissenschaft wie in der Bildungspraxis. Wie sich diese Spannungsfelder jedoch konkret gestalten und wo und wie Pädagogik sinnvoll ansetzen kann, wird kontrovers diskutiert.
Die Tagungsreihe »Blickwinkel. Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft« beleuchtet aktuelle Analysen, diskutiert innovative Bildungsansätze und setzt diskurskritische Akzente.
Drei thematisch fokussierte Veranstaltungen in Berlin, Frankfurt am Main und Köln bieten ein Forum für Wissenschaft und pädagogische Praxis.
Nachdem die erste Tagung dieser Reihe den »Bildungsraum Lebenswelt« im Fokus hatte, steht jetzt die Frage nach alltagskulturellen Aspekten im Mittelpunkt. Im engen Austausch von Wissenschaft und Bildungspraxis werden wir Schnittstellen von Alltagskulturen und Antisemitismus analysieren und die Potenziale präventiv-pädagogischer Konzepte diskutieren: Was bedeutet Alltagskultur in der Migrationsgesellschaft? Ist Antisemitismus ein prägender Bestandteil? Welche Rolle spielen dabei Medien, Sport, Musik, Geschichtsbezüge und Erinnerungskulturen? Und wie können pädagogische Zugänge aussehen, die unterschiedliche Lebensrealitäten wahr- und ernstnehmen?

Ein Kooperationsprojekt von
Anne Goldenbogen, Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA e.V.);
Dr. Martin Salm, Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft«;
Dr. Juliane Wetzel, Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin;
Dr. Meron Mendel, Jugendbegegnungsstätte Anne Frank e.V.;
Gottfried Kößler, <link http: www.pz-ffm.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>Pädagogisches Zentrum Frankfurt am Main;
in Zusammenarbeit mit dem Jugendbildungswerk der Stadt Frankfurt am Main

Anmeldeschluss: 15. April 2012
Ein Teilnahmebeitrag wird nicht erhoben. Ein Reisekostenzuschuss kann gewährt werden. Ein begrenztes bezuschusstes Zimmerkontingent ist vorhanden (Übernachtungskosten pro Nacht: EZ € 35,– / DZ € 15,–).

... <link fileadmin downloads _blank download herunterladen der datei>Tagungsprogramm (pdf-Datei)

Anmeldung
Jugendbegegnungsstätte Anne Frank e.V.
Tami Ensinger
Hansaallee 150
60320 Frankfurt am Main
Tel.: 069.5600020
<link mail ein fenster zum versenden der>TEnsinger@jbs-anne-frank.de
<link http: www.jbs-anne-frank.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.jbs-anne-frank.de



Di 01
Mai 2012
18:15

Bloodlands

Europa zwischen Hitler und Stalin

Buchvorstellung mit Timothy Snyder:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
IG Farben-Haus, Raum 311

Bloodlands. Europa zwischen Hitler und Stalin gehört zu den Büchern, die einen anderen Blick auf die europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts eröffnen. Für die Jahre 1930 bis 1945 erzählt Timothy Snyder die Massenverbrechen der Sowjetunion und Nazi-Deutschlands, die in dem Territorium zwischen den beiden Regimen – den »Bloodlands« – über 14 Millionen Opfer gekostet haben. Er fragt in neuer Weise nach den Zusammenhängen, Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen Hitlers Nationalsozialismus und Stalins Sowjetsystem. Snyder provoziert damit unser Nachdenken über dieses grausamste Kapitel europäischer Geschichte im 20. Jahrhundert.

Timothy Snyder
lehrt osteuropäische Geschichte an der Yale University.

Timothy Snyder: Bloodlands. Europa zwischen Hitler und Stalin
München: C.H.Beck, 2012, 523 S., € 29,95

Kontakt
<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de



Mo 23
April 2012
18:15

Das Getto Łódź in Romanen

Vortrag von Dr. Sascha Feuchert:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
IG Farben-Haus, Raum 411

Der Vortrag nimmt u. a. drei Romane zum Getto Łódź in den Blick: den kürzlich bei Klett-Cotta erschienenen Roman von Steve Sem-Sandberg Die Elenden von Łódź, das ebenfalls 2011 im Schöffling Verlag herausgegebene Buch Die Fliegenfängerfabrik von Andrzej Bart und den bereits 1983 bei Hoffmann & Campe veröffentlichten Roman Der Judenkönig von Leslie Epstein. Er fragt danach, was Fiktionen im Hinblick auf die Vergangenheit zu leisten vermögen – und das vor dem Hintergrund einer großen und bedeutenden Zeugnisliteratur, wie sie gerade für das Getto Łódź vorliegt.

Sascha Feuchert
ist Leiter der Arbeitsstelle Holocaustliteratur an der Universität Gießen und Honorarprofessor an der Eastern Michigan University. Er ist u. a. Mitherausgeber der fünfbändigen Edition Die Chronik des Gettos Lodz/Litzmannstadt (2007) und der Tagebücher Friedrich Kellners, die 2011 unter dem Titel »Vernebelt, verdunkelt sind alle Hirne« Tagebücher 1939–1945 im Wallstein Verlag erschienen sind. Feuchert ist Mitglied des deutschen P.E.N.-Zentrums.

Kontakt
<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de



Sa 21
April 2012
15:00

Norbert Wollheim Memorial

Öffentliche Führung:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de
<link http: www.wollheim-memorial.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.wollheim-memorial.de



Sa 21
April 2012
10:00

Rechtsstaatliche Demokratie und Erbschaft des Nationalsozialismus

in der frühen Bundesrepublik

Symposium:

bis Sonntag, 22. April 2012, 17:30 Uhr
Leibniz-Haus
Holzmarkt 4–6
30159 Hannover

Symposium zum 70. Geburtstag von Prof. Dr. Joachim Perels
Veranstalter: Institut für Politische Wissenschaft, Leibniz Universität Hannover;
Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.; Redaktion Kritische Justiz.
Mit Unterstützung des Fritz Bauer Instituts, u. a.

Seit Gründung der Bundesrepublik ist die Abgrenzung vom Nationalsozialismus Teil des offiziellen politischen Selbstverständnisses. Nicht zuletzt ist das Grundgesetz als Antithese zur Herschaftspraxis des NS-Staates formuliert und ist damit sowohl Ausdruck des vollzogenen Bruches mit der nationalsozialistischen Terrorherrschaft, als auch normative Leitschnur für die Entwicklung der zweiten deutschen Demokratie.
Doch obschon sich die nach 1945 unter maßgeblicher Führung der Alliierten Besatzungsmächte institutionalisierte Demokratie mittlerweile als eine von der deutlichen Mehrheit der Bürger anerkannte Ordnung etabliert hat, zeigen die Ergebnisse der jüngeren NS-Forschung im Hinblick auf die Ausgangssituation von Staat und Gesellschaft in der Gründungsphase der Bundesrepublik, dass die politische, ideologische und mentale Verwurzelung des nationalsozialistischen Regimes in der deutschen Gesellschaft sehr viel tiefgreifender war, als lange angenommen. In den Bereichen Politik, Kultur, Wissenschaft und Justiz zeigen sich bemerkenswerte Nachwirkungen des Nationalsozialismus. Gerade im Hinblick auf die justizielle Auseinandersetzung mit dem NS-Staat zeigt die Forschung Verzögerungen der Aneignung des demokratischen Rechtsstaates auf.
Zugleich zeigt sich gerade in den frühen Jahren in der breiten bundesdeutschen Öffentlichkeit und in den Medien eine deutliche Abwehr bzw. ein Beschweigen und Ausblenden bestimmter Aspekte der NS-Vergangenheit, das erst ab Ende der 1950er und insbesondere im Laufe der 1960er Jahre zunehmend aufgebrochen wird. Hierbei kommt der Berichterstattung über die NS-Prozesse, vorallem aber der aktiven Aneignung der Demokratie und der bewußten Abkehr von überkommenen gesellschaftlichen Strukturen und Denkmustern durch die nachwachsende Generation eine besondere Bedeutung zu. Oft wurde diese Entwicklung von Zurückgekehrten Emigranten, die in den 1950er Jahren noch weitgehend unbeachtete kritische Minderheitenpositionen vertreten hatten nachhaltig beeinflusst.
Das Symposium »Rechtsstaatliche Demokratie und Erbschaft des Nationalsozialismus in der frühen Bundesrepublik« widmet sich den drei für die bundesdeutsche Nachkriegsentwicklung besonders bedeutenden Bereichen Medien und Öffentlichkeit, juristische Strafverfolgung und Justiz sowie den Kontinuitäten und Diskontinuitäten von Denkmustern.

Konzeption und Organisation
Sonja Begalke, M.A.
Dr. Claudia Fröhlich
Dr. Stephan A. Glienke

Kontakt
Stephan Glienke
Institut für Politische Wissenschaft
Gottfried-Wilhelm-Leibniz Universität Hannover
Schneiderberg 50, 30167 Hannover
<link mail ein fenster zum versenden der>stephan.glienke@gmx.de



Sa 17
März 2012
15:00

Norbert Wollheim Memorial

Öffentliche Führung:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße
Guide: Patrick Schwentke

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de
<link http: www.wollheim-memorial.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.wollheim-memorial.de



Do 15
März 2012
18:00

Bild dir dein Volk!

Axel Springer und die Juden

Ausstellung:

bis Sonntag, 26. August 2012
Jüdisches Museum
Untermainkai 14/15
Frankfurt am Main

Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt

»Das Herbeiführen einer Aussöhnung zwischen Juden und Deutschen; hierzu gehört auch die Unterstützung der Lebensrechte des israelischen Volkes« – dazu sind, laut Arbeitsvertrag, die Redakteurinnen und Redakteure des Axel Springer Verlags verpflichtet. Es war der Verleger selbst, der diese grundsätzliche Haltung Mitte der 1960er Jahre seinem Zeitungsimperium vorgab. Die politischen Konstellationen und öffentlichen Kontroversen, in denen sich Axel Springer (1912–1985) mit seiner medienpolitischen Macht positionierte, werden erstmals mit besonderem Augenmerk auf seine dezidiert projüdische und proisraelische Haltung in den Blick genommen: Welche Rolle spielte diese im Selbstverständnis von Axel Springer und seiner Kontrahenten, vor allem: Welche Bedeutung kommt ihr im Kontext der deutsch-jüdischen Nachkriegsgeschichte zu?

Die Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt geht diesen Fragen nach. Sie zeigt Exponate wie die unbekannte Fotografie aus dem Jahr 1970. Darauf sieht man Springer, wie er auf dem Ölberg steht und seinen Blick über Jerusalem schweifen lässt. Solche und andere Aufnahmen von Sven Simon, dem Sohn Axel Springers, trugen dazu bei, Springer als Visionär der politischen Einheit Berlins zu inszenieren, für die ihm Jerusalem als Beispiel diente. Diese und viele andere ungewohnte Perspektiven stellt die Ausstellung vor.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, den Kulturfonds Frankfurt RheinMain, die Gerda Henkel Stiftung, die Herbert Quandt Stiftung und die Hessische Kulturstiftung.

Zur Ausstellung ist erschienen:
Fritz Backhaus, Dmitrij Belkin und Raphael Gross (Hrsg.)
Bild dir dein Volk! Axel Springer und die Juden
Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 29
Göttingen: Wallstein Verlag, 2012
224 S., 64 überw. farb. Abb., € 19,90
ISBN: 978-3-8353-1081-0

Kontakt
Jüdisches Museum
Untermainkai 14/15
60311 Frankfurt am Main
Tel.: 069.212-35000
Fax: 069.212-30705
<link mail ein fenster zum versenden der>info@juedischesmuseum.de<link http: juedischesmuseum.de _self>
<link http: juedischesmuseum.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>juedischesmuseum.de



Mi 14
März 2012
19:00

Bild dir dein Volk!

Axel Springer und die Juden

Ausstellungseröffnung:

Jüdisches Museum Frankfurt am Main
Untermainkai 14/15

Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt
15. März bis 29. Juli 2012 im Jüdischen Museum Frankfurt
 
»Das Herbeiführen einer Aussöhnung zwischen Juden und Deutschen; hierzu gehört auch die Unterstützung der Lebensrechte des israelischen Volkes« – dazu sind, laut Arbeitsvertrag, die Redakteurinnen und Redakteure des Axel Springer Verlags verpflichtet. Es war der Verleger selbst, der diese grundsätzliche Haltung Mitte der 1960er Jahre seinem Zeitungsimperium vorgab. Die politischen Konstellationen und öffentlichen Kontroversen, in denen sich Axel Springer (1912–1985) mit seiner medienpolitischen Macht positionierte, werden erstmals mit besonderem Augenmerk auf seine dezidiert projüdische und proisraelische Haltung in den Blick genommen: Welche Rolle spielte diese im Selbstverständnis von Axel Springer und seiner Kontrahenten, vor allem: Welche Bedeutung kommt ihr im Kontext der deutsch-jüdischen Nachkriegsgeschichte zu?

Die Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt geht diesen Fragen nach. Sie zeigt Exponate wie die unbekannte Fotografie aus dem Jahr 1970. Darauf sieht man Springer, wie er auf dem Ölberg steht und seinen Blick über Jerusalem schweifen lässt. Solche und andere Aufnahmen von Sven Simon, dem Sohn Axel Springers, trugen dazu bei, Springer als Visionär der politischen Einheit Berlins zu inszenieren, für die ihm Jerusalem als Beispiel diente. Diese und viele andere ungewohnte Perspektiven stellt die Ausstellung vor.

Zur Ausstellung ist erschienen:
Fritz Backhaus, Dmitrij Belkin und Raphael Gross (Hrsg.)
Bild dir dein Volk! Axel Springer und die Juden
Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 29
Göttingen: Wallstein Verlag, 2012
224 S., 64 überw. farb. Abb., € 19,90
ISBN: 978-3-8353-1081-0

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, den Kulturfonds Frankfurt RheinMain, die Gerda Henkel Stiftung, die Herbert Quandt Stiftung und die Hessische Kulturstiftung.

Kontakt
Dr. Dmitrij Belkin
<link mail ein fenster zum versenden der>d.belkin@fritz-bauer-institut.de



Mo 12
März 2012
18:15

Objektiv kritischer Geist

Der NS-Intellektuelle Hans Rössner

Vortrag von PD Dr. Birgit Erdle:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Casino-Gebäude am IG Farben-Haus, Raum 1.802

Kulturpolitik im »Dritten Reich«
Fortsetzung der Vortragsreihe vom WS 2010/2011

Seit 1940 war der promovierte Germanist Hans Rössner im Reichssicherheitshauptamt tätig. Seine Sicht des Nationalsozialismus als einer Kraft, die der europäischen Zivilisation eine kulturelle Norm zu geben vermag, begründet er in zahlreichen Artikeln und Aufsätzen. Der Vortrag fragt danach, was Hans Rössner unter »Kultur« verstand, wie er dieses Verständnis tatkräftig umsetzte und wie er nach 1945 im Kulturbetrieb als Lektor und Verlagsleiter bei R. Piper weiter mitspielte.

Birgit Erdle ist Literaturwissenschaftlerin und lehrt als Privatdozentin an der Technischen Universität Berlin. Ihre Habilitationsschrift Literarische Epistemologie der Zeit. Lektüren zu Kant, Kleist, Heine und Kafka wird 2012 im Wilhelm Fink Verlag in München erscheinen. Birgit Erdle hatte Vertretungs- und Gastprofessuren an der Universität Wien, der TU Berlin und an der Emory University Atlanta inne. Als Lehrbeauftragte am Leo Baeck Institute London lehrte sie an der University of Sussex (MA in Modern European Jewish History, Culture and Thought). Schwerpunkte ihrer Forschung liegen im Bereich deutsch-jüdischer Literatur- und Ideengeschichte, der Literatur- und Wissenschaftsgeschichte des Traumas, der Kulturtheorie 1800/1900, der Bezüge von Materialität, Gedächtnis und Wissen, und der Nachgeschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust. Neben ihrem Buch Antlitz – Mord – Gesetz. Figuren des Anderen bei Gertrud Kolmar und Emmanuel Lévinas (Passagen Verlag, Wien) hat sie gemeinsam mit Elisabeth Bronfen und Sigrid Weigel den Band Trauma. Zwischen Psychoanalyse und kulturellem Deutungsmuster herausgegeben, der im Böhlau Verlag erschien, und ebenfalls mit Sigrid Weigel das Buch Fünfzig Jahre danach. Zur Nachgeschichte des Nationalsozialismus (vdf Hochschulverlag Zürich) publiziert. Darüber hinaus ist sie Verfasserin zahlreicher Artikel in Zeitschriften und Sammelbänden zu ideengeschichtlichen, literatur- und kulturwissenschaftlichen Themen, unter anderem zu Kitsch und Vergessen, zur Liaison von Antisemitismus und Kulturkritik, zum Begriff des Überlebens nach Auschwitz und zum Schadensdiskurs nach 1945.
Seit Beginn des Wintersemesters 2011/2012 hat Birgit Erdle die <link internal-link internen link im aktuellen>Gastprofessur zur Erforschung des Holocaust und der deutsch-jüdischen Geschichte inne. In diesem Rahmen wird sie für zwei Semester am Historischen Seminar der Goethe-Universität und am Fritz Bauer Institut lehren und forschen.

Kontakt

Dr. Jörg Osterloh
<link mail ein fenster zum versenden der>j.osterloh@fritz-bauer-institut.de



Mo 05
März 2012
18:15

Neue Forschungen zu Krieg und Shoah

Besatzung, Krieg und Judenmord in Litauen 1941–1944

Buchvorstellung mit Dr. Christoph Dieckmann:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Casino-Gebäude am IG Farben-Haus, Raum 1.811

Christoph Dieckmann, Deutsche Besatzungspolitik in Litauen 1941–1944
2 Bände, zus. 1.605 S., Göttingen: Wallstein Verlag, 2011, € 79,–

In seiner zweibändigen Studie analysiert Christoph Dieckmann die deutschen Verbrechen in Litauen aus der Perspektive der Besatzer, der Bevölkerung und der Opfer.

Dr. Christoph Dieckmann
, geb. 1960; studierte Geschichte, Soziologie und Volkswirtschaftslehre in Göttingen, Jerusalem und Hamburg; Doktorarbeit in Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg; seit 2005 Lehrauftrag für moderne europäische Geschichte an der Keele University, Großbritannien; Mitglied der Redaktion der Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus; Mitarbeit an der Edition Der Dienstkalender Heinrich Himmlers 1941/42 (1999); Mitglied der Forscher- und Expertengruppe der »Internationalen Kommission für die Bewertung der Verbrechen der nationalsozialistischen und sowjetischen Besatzungsregime in Litauen«.
Seit 1. September 2011 arbeitet Dr. Christoph Dieckmann als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fritz Bauer Institut an dem auf zwei Jahre ausgelegten Forschungsprojekt »Das Stereotyp des ›jüdischen Bolschewismus‹. Die frühe Wirkungsgeschichte aus jüdischer Sicht«.

Kontakt
Dr. Christoph Dieckmann
<link mail ein fenster zum versenden der>c.dieckmann@fritz-bauer-institut.de



Mo 27
Februar 2012
18:15

Tödliche Gratwanderung. Die Reichsvereinigung der Juden in Deutschland

zwischen Selbstbehauptung und Verstrickung

Buchvorstellung von Dr. Beate Meyer:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
IG Farben-Haus, Raum 311

Beate Meyer, Tödliche Gratwanderung. Die Reichsvereinigung der Juden in Deutschland zwischen Hoffnung, Zwang, Selbstbehauptung und Verstrickung (1939–1945), 464 S., Göttingen: Wallstein Verlag, 2011, € 39,90

Die Funktionäre der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland waren gezwungen, mit der Gestapo zu kooperieren. Zwischen 1939 und 1941 bemühten sie sich vor allem um die Auswanderung. Nach Beginn der Deportationen leisteten sie auch weiterhin Zuarbeiten, weil sie hofften, die Dynamik der NS-Judenpolitik zu verlangsamen und Willkür und Gewalt zu verhindern. Der Vortrag fragt nach den Konsequenzen dieser Strategie für die Betroffenen wie auch für das Urteil über die Funktionäre nach 1945.

Dr. Beate Meyer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg.

Kontakt

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Sa 18
Februar 2012
15:00

Norbert Wollheim Memorial

Öffentliche Führung:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße
Guide: Céline Wendelgaß

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
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Sa 04
Februar 2012
15:00

Begegnung mit einem Mörder – Die vielen Gesichter des Adolf Eichmann

oder: Von der Kraft des gesprochenen Wortes

Hörbuchpräsentation mit Jochanan Shelliem:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
IG Farben-Haus, Raum 311

Öffentliche Veranstaltung im Anschluss an die Mitgliederversammlung des Förderverein Fritz Bauer Institut e.V., veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Jugendbegegnungsstätte Anne Frank.

1960 wird der unter falschem Namen in Buenos Aires lebende Adolf Eichmann vom israelischen Geheimdienst gefasst und nach Jerusalem überstellt. In den prozessvor-bereitenden Verhören stellt sich Eichmann als gehorsamer Staatsdiener dar, der lediglich Befehle befolgte. Doch die Gespräche, die Eichmann unmittelbar vor seiner Verhaftung im Kreis des ehemaligen SS-Offiziers Sassen führte, zeigen sein wahres Gesicht.

Jochanan Shelliem verbindet in seiner Hörfunkarbeit bisher unveröffentlichte Mitschnitte des israelischen Polizeiverhörs Adolf Eichmanns mit O-Tönen aus Argentinien und Zeitzeugenaussagen. Ein Tondokument von großer Wucht und Eindringlichkeit.

Kontakt
Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
Grüneburgplatz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 0 69.79 83 22-39
Fax: 0 69.79 83 22-41
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Sa 04
Februar 2012
13:00

des Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

Mitgliederversammlung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
IG Farben-Haus, Raum 311

Um 15.00 Uhr – im Anschluss an die Mitgliederversammlung – präsentiert Jochanan Shelliem sein neues Hörbuch zur Ergreifung und Vernehmung Adolf Eichmanns:
Begegnung mit einem Mörder – Die vielen Gesichter des Adolf Eichmann
oder: Von der Kraft des gesprochenen Wortes


Kontakt
Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
Grüneburgplatz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 0 69.79 83 22-39
Fax: 0 69.79 83 22-41
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Fr 27
Januar 2012
18:00

Legalisierter Raub

Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933–1945

Ausstellungseröffnung:

Sparkasse Werra-Meißner
Friedrich-Wilhelm-Str. 40–42
37269 Eschwege

Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Hessischen Rundfunks.
Mit Unterstützung der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen
und des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.

Öffnungszeiten:
28. Januar bis 5. April 2012
Montag bis Mittwoch, 8.30¬–17.00 Uhr
Donnerstag und Freitag, 8.30–18.00 Uhr
Eintritt frei!

Für Schulen und andere Bildungseinrichtungen öffnet die Ausstellung
auf Anfrage bereits um 8.00 Uhr.

Sonderöffnungszeiten am Wochenende:

Samstag, 11. Februar 2012 / Sonntag, 4. März 2012 / Samstag, 24. März 2011
jeweils von 14.00–18.00 Uhr

Zur Ausstellung werden Gruppenführungen zum Preis von € 40,– angeboten.
Anmeldungen werden in der Sparkasse unter der Telefonnummer 05651.306-1234
von Montag bis Freitag in der Zeit von 8.30 –17.00 Uhr entgegen genommen.

Die regionale Präsentation der Ausstellung wird unterstützt von der Ernst-Ludwig-Chambré-Stiftung zu Lich, dem Geschichtsverein Eschwege, dem Archiv der Stadt Eschwege, der Historischen Gesellschaft des Werralandes, der Buchhandlung Heinemann, der Musikschule Werra-Meißner und der Paul-Moor-Schule.

... <link fileadmin downloads _blank download herunterladen der datei>Begleitprogramm zur Ausstellung (pdf-Datei)

... <link internal-link internen link im aktuellen>Weitere Informationen zur Ausstellung



Fr 27
Januar 2012
17:00

Shoah in Griechenland

Die Deportation der jüdischen Gemeinde von Joánnina

Präsentation:

Museum Judengasse
Gedenkstätte Neuer Börneplatz
Kurt-Schumacher-Str. 10
Frankfurt am Main

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
Eine Präsentation von Prof. Dr. Christoph Schminck-Gustavus (Bremen)
und Willy Schwarz (Chicago/Bremen)

Jüdisches Museum Frankfurt in Kooperation mit der Evangelischen Studierendengemeinde an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, der Katholischen Hochschulgemeinde und dem Friedrich-Dessauer-Haus.

Die Fotos einer Propagandakompanie der Wehrmacht aus dem Jahr 1944 zeigen erschütternde Szenen während der Deportationen aus Joánnina. Sie werden musikalisch begleitet von hebräischen Psalmen und Liedern in Ladino – der Sprache der sephardischen Juden in Thessaloniki.

Kontakt

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Fr 27
Januar 2012
14:00

In Erinnerung an die Befreiung von Auschwitz

Seminar zur Gedenkstättenpädagogik:

Goethe-Universität
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
IG Farben-Haus, Raum 1.418

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
Kooperationsveranstaltung des Hessischen Jugendrings mit dem Fritz Bauer Institut.
Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des Projekts »Wissenschaft-Praxis« des Hessischen Jugendrings, Wintersemesters 2011/12 an der Goethe Universität Frankfurt am Main.
Eingeladen sind VertreterInnen der Jugendverbände, JugendbildungsreferentInnen der politischen Bildung und Studierende des FB Erziehungswissenschaft.

14:00 Uhr: Zwischen Erinnerungspolitik und Gedenken
14:30 Uhr: Das Fritz Bauer Institut zur Geschichte und Wirkung des Holocaust“
16:00 Uhr: Gemeinsame Begehung des Campus Westend: Die Geschichte des IG Farben-Hauses
16:30 Uhr: Das Norbert Wollheim Memorial: Zur Zwangsarbeit im Konzentrationslager Buna/Monowitz
17:30 Uhr: Veranstaltungsende

Es laden ein:

Holger Kindler, stellv. Vorsitzender Hessischer Jugendring
Dr. Manfred Wittmeier, Hessischer Jugendring, Wiesbaden
Gottfried Kößler, stellv. Direktor Fritz Bauer Institut

Anmeldung bis 23. Januar 2012 an:

Hessischer Jugendring
Schiersteiner Str. 31–33
65187 Wiesbaden
Tel.: 0611 - 990 83 20
Fax: 0611 - 990 83 60
<link mail ein fenster zum versenden der>diehl@hessischer-jugendring.de



Fr 27
Januar 2012
11:00

Volksgemeinschaft als Selbstermächtigung

NS-Gesellschaft und Gewalt

Vortrag von Prof. Dr. Michael Wildt, Berlin:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Hörsaalzentrum, Raum HZ 6

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem
Präsidium der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Am 19. August 1933 wurde ein junger Mann durch die Straßen getrieben und musste ein Schild halten, auf dem stand: »Ich habe ein Christenmädchen geschändet!« Uniformierte SA-Männer begleiteten ihn, wie bei einem Volksfest lief vor ihm ein Spielmannszug. Umstehende säumten den »Umzug«. Bislang wurde nationalsozialistische Gewalt vor allem mit dem NS-Staat und seinen Terrororganen in Verbindung gebracht. Indessen rückt in der neueren Forschung mehr und mehr die gesellschaftliche Dimension der Gewalt in den Blick. Michael Wildt wird diesen Veränderungen in der Analyse von Gewalt nachgehen und diskutieren, was dieser Perspektivwechsel für die Geschichte des Holocaust bedeutet.

Michael Wildt ist Professor für Deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts mit dem Schwerpunkt im Nationalsozialismus an der Humboldt Universität in Berlin. Zuvor war er außerordentlicher Professor an der Universität Hannover, dann Honorarprofessor für Neuere Geschichte am Historischen Seminar der Universität Hamburg und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hamburger Institut für Sozialforschung.
Seine Habilitation Generation des Unbedingten. Das Führungskorps des Reichssicherheitshauptamtes erschien 2002 in der Hamburger Edition. 2007 erschien im selben Verlag sein Buch Volksgemeinschaft als Selbstermächtigung. Gewalt gegen Juden in der deutschen Provinz 1919 bis 1939, das in einem Internetforum zum besten historischen Buch 2008 erkoren wurde.

Ab 12:30 Uhr im Foyer des IG Farben-Hauses:
Namenslesung zum Gedenken der Opfer der IG Farben
Eine Veranstaltung der Initiative Studierender am IG Farben-Campus

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Sa 21
Januar 2012
15:00

Norbert Wollheim Memorial

Öffentliche Führung:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße
Guide: Patrick Schwentke

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

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Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
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Do 19
Januar 2012
20:00

»Babi Jar – Das vergessene Massaker«

Filmvorführung und Podiumsdiskussion:

Deutsches Filmmuseum Frankfurt
Schaumainkai 41

Ein Film von Christine Rütten und Lutz Rentner (45 Min.)

Im Anschluss an den Film diskutieren Raphael Gross (Fritz Bauer Institut/Jüdisches Museum), Johannes Glenz (Pflichtverteidiger im Prozess von 1968), Cornelia Maimon-Levi (Conference on Jewish Material Claims Against Germany) und Christine Rütten (Filmemacherin). Die Moderation führt Esther Schapira (Hessischer Rundfunk).

Eine Kooperation des Hessischen Rundfunks, der Jewish Claims Conference, des Fritz Bauer Instituts sowie des Deutschen Filminstituts und goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films.

Es war die größte Massenerschießung des Zweiten Weltkriegs und doch ist das Massaker von Babi Jar wenigen ein Begriff. Im September 1941 erschossen Deutsche nahe der ukrainischen Hauptstadt Kiew 33.771 Juden. Zwei Tage dauerte das grauenvolle Morden.
Wurde die sogenannte »Endlösung der Judenfrage« am 20. Januar 1942 beschlossen, hatte die planmäßige Vernichtung der Juden doch längst begonnen. Das zeigt die erschütternde Dokumentation von Christine Rütten und Lutz Rentner. Babi Jar war der Vorläufer von Auschwitz – der Mord nach Dienstplan. Im Schichtbetrieb wurden Menschen erschossen und im Massengrab verscharrt.
1968 wurden einige der Täter vom Landgericht Darmstadt wegen Beihilfe zum Mord verurteilt, andere freigesprochen. Elf Angeklagte holte hier ihre NS-Vergangenheit ein. Sie waren nach dem Krieg mühelos in ihre bürgerliche Existenz zurückgekehrt. „Es ist nicht einer aufgestanden, irgendeine Person, die gesagt hat, ich habe Gewissensbisse, ich kann nachts nicht schlafen“, erklärt der Filmproduzent Artur Brauner erschüttert. Er selbst hat 49 Verwandte im Holocaust verloren.
Artur Brauner kommt in der Dokumentation ebenso zu Wort wie die letzten Überlebenden, die wie durch ein Wunder dem Massaker von Babi Jar entkamen. Die Dokumentation zeigt, dass die Mörder Männer waren, die fest daran glaubten, das Richtige zu tun.

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