Veranstaltungen und Ausstellungen

Veranstaltungsarchiv

So 04
November 2012
18:00

Geschichte der Juden in Deutschland von 1945 bis zur Gegenwart

Buchvorstellung:

Jüdisches Museum Frankfurt am Main
Untermainkai 14/15

Gespräch mit Michael Brenner, Lena Gorelik, Constantin Goschler und Salomon Korn

Michael Brenner (Hrsg.), Geschichte der Juden in Deutschland von 1945 bis zur Gegenwart. Politik, Kultur und Gesellschaft
München: C.H. Beck, 2012, 542 S., 62 Abb., 2 Karten, ISBN 978-3-406-63737-7, € 34,–
Autorinnen und Autoren: Dan Diner (Jerusalem, Leipzig), Norbert Frei (Jena), Lena Gorelik (München), Constantin Goschler (Bochum), Atina Grossmann (New York), Anthony Kauders (Keele, München), Tamar Lewinsky (Basel), Yfaat Weiss (Jerusalem).

Erstmals schildert dieser Band auf der Grundlage breiter Archivrecherchen, wie jüdisches Leben sich nach dem Holocaust über sechs Jahrzehnte in Deutschland entfaltete, welche Rolle es für die deutsche Gesellschaft in West und Ost spielte und wie im wiedervereinigten Deutschland durch die Zuwanderung aus der ehemaligen Sowjetunion die am schnellsten wachsende jüdische Gemeinde der Welt entstand.

Nach dem Holocaust galt Deutschland den meisten Juden als »blutgetränkte Erde«, auf der jüdisches Leben unmöglich erschien. Dennoch bildete in den ersten Nachkriegsjahren das besetzte Deutschland eine Durchgangsstation für jüdische Überlebende aus Osteuropa. Ein kleiner Teil von ihnen blieb und baute gemeinsam mit überlebenden und aus dem Exil zurückgekehrten deutschen Juden wieder jüdische Gemeinden auf. International renommierte Zeithistoriker beschreiben die Entwicklung der Gemeinden, die Politik des Zentralrats und seiner Vorsitzenden, die »Wiedergutmachung« sowie den Umgang mit altem und neuem Antisemitismus. Das Buch dürfte für längere Zeit zum Standardwerk über das jüdische Leben in Deutschland seit 1945 werden.

Kontakt

Jüdisches Museum Frankfurt
Untermainkai 14/15
60311 Frankfurt am Main
Tel.: 069.212 35000
Fax: 069.212 30705
<link mail ein fenster zum versenden der>info@juedischesmuseum.de
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Mo 29
Oktober 2012
13:00

Blickwinkel – Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft

Bildungszugang Gender

Tagung:

bis Dienstag, 30. Oktober 2012, 18:30 Uhr
Forum Volkshochschule
Rautenstrauch-Joest-Museum
Cäcilienstraße 29–33, 50667 Köln

Tagungsreihe »Blickwinkel. Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft«
Teil 3: Bildungszugang Gender


Der Ruf nach Gendersensibilität ist heute überall zu hören. Gleichzeitig aber wird der Zusammenhang von ausgrenzenden Denk- und Deutungsmustern und Genderbezügen bislang kaum systematisch erforscht und reflektiert – so auch die Beziehung zwischen Antisemitismus und Geschlecht(erverhältnis).
Die Tagung »Bildungszugang Gender« möchte an der Schnittstelle von Wissenschaft und pädagogischer Praxis die Rolle von Gender in der Auseinandersetzung mit Antisemitismus diskutieren: Sind im Antisemitismus wie auch im Sprechen darüber Dimensionen von Gender enthalten? Ist es sinnvoll, Antisemitismus anhand von Gender kritisch zu bearbeiten? Wie wirken in der Migrationsgesellschaft unterschiedliche Macht- und Diskriminierungsverhältnisse zusammen und was bedeutet das wiederum für gesellschaftliche und präventiv-pädagogische Strategien und Konzepte?
Nachdem die erste Tagung der Blickwinkel-Reihe den »Bildungsraum Lebenswelt« fokussierte und die zweite sich mit dem »Bildungsansatz Alltagskultur« beschäftigte, hoffen wir für die Diskussion des Bildungszugangs Gender auf einen weiterhin spannenden und lebendigen Austausch.

Ein Kooperationsprojekt von
Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA e.V.);
Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft«;
Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin;
Jugendbegegnungsstätte Anne Frank e.V.;
<link http: www.pz-ffm.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>Pädagogisches Zentrum Frankfurt am Main;
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

Programm

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Kontakt
Elizaveta Khan
Integrationshaus e.V.m, Köln
Tel.: 0221.99745753
<link mail ein fenster zum versenden der>blickwinkel@integrationshaus-koeln.de



So 21
Oktober 2012
18:00

Fritz Bauer in der deutsch-jüdischen Nachkriegsgeschichte

Tagung:

bis Montag, 22. Oktober 2012, 19:00 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Casino-Gebäude am IG Farben-Haus, Raum 1.801

Fritz Bauer gehört zu den bedeutendsten und juristisch einflussreichsten deutsch-jüdischen Remigranten der bundesrepublikanischen Geschichte. Diese Tagung wird erstmals den deutsch-jüdischen Kontext seines Lebens und Wirkens ins Zentrum rücken. Wir fragen danach, wie die öffentlichen Facetten der Person Fritz Bauers mit seinem Leben als »jüdischer« Remigrant zusammenhängen – unabhängig davon, in welcher Weise Bauer selbst sein Judentum beschrieb.
In der Bundesrepublik war eine ganze Reihe jüdischer Juristen, Historiker und Vertreter von Interessensverbänden in unterschiedlichen Bereichen damit befasst, Aufklärung über die Verbrechen des Holocaust zu betreiben, Rechtsbeistand zu geben, Interessen von Verfolgten zu vertreten und Wiedergutmachungsansprüchen eine rechtliche Grundlage zu verschaffen. Sie stießen dabei nicht nur auf Zustimmung, sondern vielmals auf Skepsis, die dem Umstand geschuldet war, dass sie Juden waren. Auch wenn ihre Verbindung untereinander oft nur eine lose und zeitlich befristete war, schufen sie mit ihrer Arbeit ein eigenes Netzwerk.

Gefördert durch das Hessische Ministerium der Justiz, für Integration und Europa, durch die Sebastian Cobler Stiftung für Bürgerrechte und den Arbeitskreis selbständiger Kultur-Institute e.V. – AsKI aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
 
Programm

Sonntag 21. Oktober 2012
18.00 Uhr ∙ Raphael Gross:
Begrüßung
18.10 Uhr ∙ Justizminister Jörg-Uwe Hahn:
Grußwort
18.30 Uhr ∙ Detlev Claussen:
Unter uns. Die Remigranten Fritz Bauer, Max Horkheimer und Theodor W. Adorno treffen sich in Frankfurt

Montag, 22. Oktober 2012
10.00–11.00 Uhr ∙ Katharina Stengel:
H. G. Adler und Hermann Langbein: Die schwierige Rolle der Verfolgten in den NS-Prozessen
11.15–12.15 Uhr ∙ Katharina Rauschenberger:
Recht schaffen und politisch handeln. Fritz Bauer und Henry Ormond – ein Vergleich
12.15–13.15 Uhr ∙ Klaus Kempter:
Institutionalisierung der Holocaustforschung? Joseph Wulf und das »Internationale Dokumentationszentrum« am Wannsee
14.30–15.30 Uhr ∙ Lena Foljanty:
Die Rechtstheorie Fritz Bauers im Kontext der Diskussionen der Nachkriegszeit
16.00–17.00 Uhr ∙ Volker Rieß:
Fritz Bauer und die Zentrale Stelle in Ludwigsburg: Personen, Konsens und Dissens
17.00–18.00 Uhr ∙ Ronen Steinke:
Fritz Bauer und die Interview-Affären 1963 und 1965
18.00–18.30 Uhr ∙ Liliane Weissberg:
Kommentar zur Tagung

... <link fileadmin downloads _blank download herunterladen der datei>Tagungsprogramm (pdf-Datei)

Kontakt
Dr. Katharina Rauschenberger
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-26
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>k.rauschenberger@fritz-bauer-institut.de



Sa 20
Oktober 2012
15:00

Norbert Wollheim Memorial

Öffentliche Führung:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße
Guide: Céline Wendelgaß

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de
<link http: www.wollheim-memorial.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.wollheim-memorial.de



Mo 01
Oktober 2012
19:00

Judaistik in Frankfurt

Neue Perspektiven

Vortrag von Elisabeth Hollender:

Jüdisches Museum Frankfurt am Main
Untermainkai 14/15

Eine gemeinsame Veranstaltung des Jüdischen Museums Fankfurt, des Fritz Bauer Instituts, des Martin-Buber-Lehrstuhls für Jüdische Religionsphilosphie und des Präsidiums der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Das Frankfurter Seminar für Judaistik wurde 1969 als dritter Lehrstuhl für Judaistik an einer deutschen Universität gegründet. Aufbauend auf einer philologischen Ausbildung der Studierenden, stand die Arbeit an Texten seitdem im Mittelpunkt von Forschung und Lehre. Wie auch an anderen judaistischen Lehrstühlen galt das Hauptinteresse der antiken und rabbinischen Epoche. Im Verlauf der Zeit erweiterte sich das Themenspektrum ins Mittelalter und die Neuzeit; die Judaistik versteht sich seit langem als breit angelegte Kulturwissenschaft.
Die Berufung einer Juniorprofessorin für europäisch-jüdische Geschichte 2010 und die Wiederbesetzung des Lehrstuhls 2011 bietet Anlass, das Profil der Judaistik in Frankfurt und die Kooperation mit anderen Institutionen, wie dem Fritz Bauer Institut, dem Jüdischen Museum und der Martin-Buber-Professur für Jüdische Religionsphilosophie, neu zu beschreiben.

Prof. Dr. Elisabeth Hollender hat sich 2001 in Jüdischen Studien an der Gerhard Mercator Universität GH Duisburg habitiliert. Zuletzt war sie Professorin für die Religion des Judentums in Geschichte und Gegenwart an der Ruhr-Universität Bochum. Seit 2011 ist sie Professorin am Seminar für Judaistik der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Ihr Forschungsinteresse liegt in der Geschichte und Literatur des aschkenasischen Judentums im Mittelalter unter Berücksichtigung des Minderheitenstatus der Juden im mitteleuropäischen Raum.
2008 ist von ihr die Monographie Piyyut Commentary in Medieval Ashkenaz (Studia Judaica 42, Berlin: de Gruyter) erschienen. Aktuell hat sie einen Beitrag über das Ritual der Beschneidung im mittelalterlichen Judentum (»The Ritualization of Circumcision in Medieval Judaism in Relation to Islam and Christianity: An Overview«, in: Religion 42:2, 2012, S. 233-246) veröffentlicht.

Kontakt

<link http: www.judaistik.uni-frankfurt.de personal hollender index.html _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.judaistik.uni-frankfurt.de/personal/Hollender/index.html



Sa 15
September 2012
15:00

Norbert Wollheim Memorial

Öffentliche Führung:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße
Guide: Céline Wendelgaß

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de
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So 02
September 2012
18:30

»Nationalsozialismus und Moral«

Workshop:

bis Montag, 03. September 2012, 18:30 Uhr
Evangelische Akademie Arnoldshain
m Eichwaldsfeld 3
61389 Schmitten im Taunus

Geschlossene Veranstaltung, Teilnahme nur auf Einladung!
4. Workshop des Fritz Bauer Instituts und der <link http: www.evangelische-akademie.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>Evangelischen Akademie Arnoldshain

Unser alljährlicher Workshop zu Moral und Nationalsozialismus findet in diesem Jahr wieder in Arnoldshain statt. Wie immer wollen wir die Arbeit an einem bestimmten inhaltlichen Schwerpunkt verbinden mit Vorträgen und Berichten aus den verschiedenen Projekten. Schwerpunkt gemeinsamer Textinterpretationen wird dieses Jahr das Verhältnis von moralischen Gefühlen und Urteilen im NS-Film und in der Nachkriegszeit sein. Dabei wollen wir  uns auf drei Filme konzentrieren:
»Das Wunder von Bern«, ein Film von Sönke Hoffmann, Deutschland, 2003
»Tanz auf dem Vulkan«, Hans Steinhoff, Deutschland, 1938
»Kora Terry«, Georg Jacoby, Deutschland, 1940
In den beiden ersten Filmen geht es um explizit nationalistische Gefühle, also Gefühle, die sich auf die politische Einheit, die Nation oder das Volk, beziehen. In dem dritten Film geht es um die Verbindung von privaten und politischen Gefühlen. In den Diskussionen wird es auch um die Unterscheidung von Gefühlen, die nationalistisch sind, und Gefühlen, die im Nationalsozialismus mobilisiert wurden gehen. Lässt sich ein solcher Unterschied überhaupt feststellen? Zweitens geht es um die Verbindung dieser Gefühle besonderer Zugehörigkeit mit moralischen Urteilen und Einstellungen.

Sonntag, 2. September 2012
18:30–19:30 Uhr   Anreise und Abendessen
19:30–21:30 Uhr   Film, Gefühle und Leidenschaft – Eine Einführung

Montag, 3. September 2012
08:30–09:00 Uhr   Frühstück
09:00–11:00 Uhr   Berichte aus den Projekten
11:00–13:00 Uhr   Moral in »Tanz auf dem Vulkan« (Daniel Wildmann), »Das Wunder von Bern« (Werner Konitzer) und »Kora Terry« (Werner Konitzer, Daniel Wildmann)
13:00–14:00 Uhr   Mittagessen
14:00–15:00 Uhr   Moral, moralische Gefühle zu Nation und Volksgemeinschaft – Nationalsozialismus und Nationalismus
15:00–15:45 Uhr   Kaffeepause
15:45–17:00 Uhr   Berichte aus den Projekten
Abreise bis 18:30 Uhr

Evangelische Akademie Arnoldshain
Am Eichwaldsfeld 3, 61389 Schmitten
Tel.: 06084.95980
<link http: www.evangelische-akademie.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.evangelische-akademie.de

Anmeldung
Fritz Bauer Institut
Dorothee Becker (Sekretariat)
Grüneburgplatz 1
60323 Frankfurt am Main
Telefon: 069.798 322-40,
Telefax: 069.798 322-41,
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de

Kontakt
Werner Konitzer
Tel.: 0179.520 45 20
<link mail ein fenster zum versenden der>wekonitzer@aol.com



Sa 18
August 2012
15:00

Norbert Wollheim Memorial

Öffentliche Führung:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße
Guide: Céline Wendelgaß

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
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Sa 21
Juli 2012
15:00

Norbert Wollheim Memorial

Öffentliche Führung:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
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Mo 16
Juli 2012
18:15

Vortrag von Martin Bauer (Hamburg):

Kontexte transzendieren. Ernst Tugendhats Universalismus

Neuer Termin: Montag, 10. Dezember 2012

Die für heute angesetzte Veranstaltung muss leider verschoben werden

Leo Baeck Lecture Series 2012: »Jews and Justice«
Eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Fritz Bauer Instituts, des Jüdischen Museums Frankfurt am Main und des Leo Baeck Institute London
In diesem Jahr ist das Thema der Leo Baeck Lecture Series »Jews and Justice«. Die Reihe beinhaltet Vorträge über deutsche Rechtstheoretiker, Schriftsteller und über den Zusammenhang von Recht und Religion. Es sollen verschiedene Konzepte von Gerechtigkeit und Recht diskutiert werden, ihre Beziehungen zu realen politischen und historischen Verhältnissen und mögliche rechtliche und politische Konflikte, die daraus hervorgingen.

Ernst Tugendhat wurde am 8. März 1930 im tschechischen Brünn als Sohn jüdischer Eltern geboren. Seine Familie emigrierte 1938 in die Schweiz und 1941 nach Venezuela. Von 1946 bis 1949 studierte er an der Stanford University (USA) Klassische Philologie. Daran schloss sich 1949 ein Philosophie-Studium in Freiburg (Heidegger) an. 1956 Promotion, Thema seiner Dissertation waren die metaphysischen Grundbegriffe des Aristoteles. 1966 Habilitation in Tübingen mit einer Arbeit über den »Wahrheitsbegriff bei Husserl und Heidegger« (Berlin 1967). In der Zeit von 1966 bis 1975 war er ordentlicher Professor für Philosophie an der Universität Heidelberg. Daran schloss sich eine Tätigkeit am Max-Planck-Institut zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt in Starnberg an. Anschließend war er von 1980 bis 1992 Philosophieprofessor an der FU Berlin. Gastprofessuren in Santiago de Chile, Konstanz, Prag, Gioânia (Brasilien) und Porto Alegre folgten. Im Jahr 1999 wurde er von der Universität Tübingen zum Honorarprofessor ernannt. Am 9. Mai 2005 erhielt Ernst Tugendhat die Ehrendoktorwürde der Universidad Autónoma Madrid. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der sprachanalytischen Philosophie in Deutschland.
Ernst Tugendhat vertritt eine »Moral der universellen Achtung«. Sie kommt in dem Imperativ »Instrumentalisiere niemanden!« zum Ausdruck. Der Philosoph beansprucht, damit die für unser moralisches Bewusstsein maßgebliche Konzeption des Guten identifiziert zu haben. Zu den Voraussetzungen dieses Moralbewusstseins gehört eine Vorstellung davon, was es heißt, das gute Mitglied einer moralischen Gemeinschaft zu sein. Dass wir überhaupt Mitglied einer solchen Gemeinschaft sein, d. h. moralisch urteilen wollen, lässt sich aber nicht begründen, sondern nur motivieren. Letztlich fundiert ein Akt der Selbstbestimmung diese Mitgliedschaft. Er zeigt, dass Menschen eigene Perspektiven im Lichte von Gründen dezentrieren können. Deshalb leben sie als vernünftige Tiere nicht bloß in Situationen und Kontexten, sondern in einer Welt. Sie ist der Schauplatz ihres moralischen Handelns.

Martin Bauer studierte Philosophie sowie vergleichende Literatur- und Religionswissenschaft in Berlin und Paris. Nach verschiedenen Verlagstätigkeiten, zuletzt als Cheflektor des Fischer Taschenbuch Verlages und Herausgeber der Neuen Rundschau, ist er seit 2002 Redakteur der Zeitschrift Mittelweg 36 des Hamburger Instituts für Sozialforschung. Zudem ist er Redaktionsmitglied der Zeitschrift für Ideengeschichte.

Kontakt
<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de



Mo 16
Juli 2012
11:00

Der Prozess um den 20. Juli

Das Braunschweiger Verfahren gegen Otto Ernst Remer 1952

Ausstellungsempfehlung:

bis Freitag, 28. September 2012
Im Foyer des Landgerichts Braunschweig
Münzstraße 17
38100 Braunschweig

Ausstellungseröffnung
Montag, 16. Juli 2012, 11:00 Uhr

Öffnungszeiten
Mo. bis Do., 8:00–16:00 Uhr und Fr., 8:00–13:00 Uhr
Eintritt frei

Veranstalter

Institut für Braunschweigische Regionalgeschichte an der TU Braunschweig und Generalstaatsanwaltschaft Braunschweig, mit Unterstützung der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz

Kuratorin
Dr. Claudia Fröhlich, Leibniz Universität Hannover

Ausstellungsgestaltung
BERGZWO communication + concepts, Berlin

»Ein Unrechtsstaat, der täglich zehntausende Morde begeht, berechtigt jedermann zur Notwehr … Ich stelle deswegen den Satz auf: ein Unrechtsstaat – im Gegensatz zum heutigen Rechtsstaat – … wie das Dritte Reich ist überhaupt nicht hochverratsfähig.«
Generalstaatsanwalt Dr. Fritz Bauer

Otto Ernst Remer, Mitglied des Vorstands der rechtsextremen Sozialistischen Reichspartei (SRP), bezeichnete im Frühjahr 1951 öffentlich im niedersächsischen Wahlkampf die Widerstandskämpfer vom 20. Juli 1944 als Hoch- und Landesverräter. Bundesinnenminister Robert Lehr stellte daraufhin Strafantrag in Braunschweig. Nachdem der zuständige Staatsanwalt die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens zunächst abgelehnt hatte, übernahm Generalstaatsanwalt Dr. Fritz Bauer das Verfahren persönlich und erhob Anklage.
Mit der Verurteilung erkannte das Landgericht Braunschweig den Widerstand vom 20. Juli 1944 als rechtmäßig an und befreite ihn damit vom Stigma des Verrats. Das Braunschweiger Verfahren bildet die normative Grundlage für die positive Wahrnehmung des Widerstandes gegen den NS-Staat in der Bundesrepublik. Der »Remer-Prozess« vor 60 Jahren gilt heute als eines der wichtigsten juristischen Verfahren mit politischem Hintergrund in der Geschichte der frühen Bundesrepublik.

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Kontakt
Generalstaatsanwaltschaft
Landgericht Braunschweig
Münzstraße 17, 38100 Braunschweig
<link http: www.landgericht-braunschweig.de external-link-new-window externen link in neuem>www.landgericht-braunschweig.de



Sa 14
Juli 2012
15:00

Norbert Wollheim Memorial

Öffentliche Führung:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße
Guide: Céline Wendelgaß

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de
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Fr 29
Juni 2012
19:00

»Ich, Axel Cäsar Springer« (Teil 4: Der gemachte Mann), 1970

Zur Entstehungsgeschichte des DEFA Films. Mit einer Einführung von Dr. Jochen Staadt

Filmpräsentation:

Jüdisches Museum
Untermainkai 14/15
60311 Frankfurt am Main
Vortragssaal im II. Obergeschoss

In Kooperation mit dem Forschungsverbund SED-Staat, Freie Universität Berlin

Begleitprogramm zur Ausstellung im <link http: www.juedischesmuseum.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>Jüdischen Museum Frankfurt am Main,
Bild dir dein Volk! Axel Springer und die Juden, 15. März bis 29. Juli 2012.

Der fünfteilige Spielfilm »Ich, Axel Caesar Springer« (1968, 602 min) war mit seinen Produktionskosten von über 7 Millionen DDR-Mark eine der aufwendigsten Produktionen des DDR-Fernsehens. Die Drehbücher stammten von SED-Propagandisten und Stasi-Experten, die Schauspieler gehörten zur ersten Garde des DDR-Fernsehens. In dem Fünfteiler wurde der Springer Verlag als eine von ehemaligen Nazis gesteuerte und aus Mitteln des SS-Schatzes finanzierte Manipulationsmaschine dargestellt. Der IV. Teil des Propagandafilms führt Springers Engagement für Israel auf ein Komplott zwischen ehemaligen SS-Leuten und der Hagana zurück.

Kontakt:
Fritz Bauer Institut
Dmitrij Belkin
Grüneburgplatz 1
D-60323 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69.798 322-60
Telefax: +49 (0)69.798 322-41
E-Mail: <link mail ein fenster zum versenden der>d.belkin@fritz-bauer-institut.de



Mi 27
Juni 2012
18:00

zur internationalen Konferenz »Politisierung der Wissenschaft

Jüdische, völkische und andere Wissenschaftler an der Universität Frankfurt«

Öffentlicher Festvortrag von Avi Primor

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Casino-Gebäude am IG Farben-Haus, Raum 823 (Festsaal)

Die internationalen Konferenz »Politisierung der Wissenschaft.
Jüdische, völkische und andere Wissenschaftler an der Universität Frankfurt«
findet vom 27. bis 30. Juni in der Goethe-Universität Frankfurt am Main statt.

Veranstalter

Historisches Seminar der Goethe-Universität Frankfurt am Main (Prof. Dr. Dr. h.c. Johannes Fried, Prof. Dr. Moritz Epple, Janus Gudian M.A.) und Fritz Bauer Institut (Prof. Dr. Raphael Gross)

S. E. Botschafter a. D. Avraham »Avi« Primor, ist Direktor des trialateralen Zentrums für Europäische Studien, ein israelisch-palästinensisch-jordanisches Kooperationsprojekt, an der israelischen Privatuniversirät IDC Herzliya in der Nähe von Tel Aviv. Von 1993 bis 1999 war er israelischer Botschafter in Deutschland.

... <link fileadmin downloads _blank download herunterladen der datei>Tagungsprogramm/Schedule (pdf-Datei)

Kontakt
Janus Gudian
Historisches Seminar der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Tel.: 069.798-32426
<link mail ein fenster zum versenden der>gudian@em.uni-frankfurt.de



Mi 27
Juni 2012
9:30

Politisierung der Wissenschaft. Jüdische, völkische und andere Wissenschaftler an der Universität Frankfurt

Scholarship in Times of Political Radicalisation. Jews, Nationalists, and Others at the University

Internationale Konferenz:

bis Freitag, 29. Juni 2012, 18:00 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Casino-Gebäude am IG Farben-Haus, Raum 1.801

Veranstalter
Historisches Seminar der Goethe-Universität Frankfurt am Main (Prof. Dr. Dr. h.c. Johannes Fried, Prof. Dr. Moritz Epple, Janus Gudian M.A.) und Fritz Bauer Institut (Prof. Dr. Raphael Gross)

Das Verhältnis von jüdischen Wissenschaftlern und ihren Gegenspielern, etwa deutsch-völkischen Gelehrten in Weimar oder Nutznießern der jüdischen Entlassungen von 1933/34, steht im Fokus dieser Tagung. Inwieweit nahmen politische Überzeugungen Einfluss auf das wissenschaftliche Arbeiten, wie wirkten sich diese unterschiedlichen Vorstellungen auf das Verhältnis der Wissenschaftler zueinander aus und welche neuen, richtungsweisenden Forschungsfragen entstanden in dieser Konstellation? Untersucht werden soll das disparate politische und wissenschaftliche »Miteinander«, das sich gerade in der Frankfurter Universität verdichtete. Wäre etwa Karl Mannheims Auffassung vom Werterelativismus ohne diese spezifische Situation formuliert worden?

Öffentlicher Festvortrag zur Konferenz
Mittwoch, 27. Juni 2012, 18.00 Uhr
Casino-Gebäude am IG Farben-Haus, Raum 823 (Festsaal)
S. E. Botschafter a. D. Avi Primor, Israel

Konferenzprogramm
Eröffnungsvortrag: Prof. Dr. Steven E. Aschheim, Israel
Außerdem sprechen: Prof. Dr. Mitchell Ash zu Max Wertheimer, Prof. Dr. Peter C. Caldwell zu Ernst Forsthoff, Prof. Dr. David Dyzenhaus zu Hermann Heller, Prof. Dr. David Kettler zu Karl Mannheim, Prof. Dr. Emanuel Faye zu Ernst Krieck, Prof. Dr. Jeffrey Herf (Abschlussvortrag), Prof. Dr. Dieter Hoffmann zu Friedrich Dessauer, Prof. Dr. Martin Jay zu Max Horkheimer, Dr. Carsten Kretschmann zu Walter Platzhoff, Prof. Dr. Heinz D. Kurz zu Franz Oppenheimer, Prof. Dr. Robert Lerner zu Ernst Kantorowicz, Prof. Dr. Volker R. Remmert zu Ludwig Bieberbach, Dr. Alexander von Schwerin zu Boris Rajewsky, Prof. Dr. John Stillwell zu Max Wilhelm Dehn, Prof. Dr. Shulamit Volkov zur jüdischen Perspektive, Prof. Dr. Sheila Weiss zu Otmar Freiherr von Verschuer, Prof. Dr. Michael Zank zu Martin Buber, Prof. Dr. Moshe Zimmermann zur völkischen Perspektive.

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Kontakt
Janus Gudian
Historisches Seminar der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Tel.: 069.798-32426
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Mo 25
Juni 2012
18:15

»Vor dem Gesetz steht ein Türhüter.

Zu diesem Türhüter kommt ein Mann vom Lande.« Erzählung und Gesetz bei Kafka und seinen Interpreten

Vortrag von Vivian Liska (Antwerpen):

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Casino-Gebäude am IG Farben-Haus, Raum 1.802

Leo Baeck Lecture Series 2012: »Jews and Justice«
Eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Fritz Bauer Instituts, des Jüdischen Museums Frankfurt am Main und des Leo Baeck Institute London
In diesem Jahr ist das Thema der Leo Baeck Lecture Series »Jews and Justice«. Die Reihe beinhaltet Vorträge über deutsche Rechtstheoretiker, Schriftsteller und über den Zusammenhang von Recht und Religion. Es sollen verschiedene Konzepte von Gerechtigkeit und Recht diskutiert werden, ihre Beziehungen zu realen politischen und historischen Verhältnissen und mögliche rechtliche und politische Konflikte, die daraus hervorgingen.

Die Frage des Gesetzes durchzieht Kafkas gesamtes Werk, doch die Bedeutung des Begriffs bleibt dunkel. Die Schwierigkeit oder gar Unmöglichkeit, zu bestimmen, ob das Gesetz bei Kafka im juridischen, religiösen, literarischen oder ontologischen Sinn verstanden werden soll, eröffnet tiefgreifende Einsichten in die Beziehung zwischen diesen Bereichen. Bedeutende Denker der Moderne – von Gershom Scholem, Walter Benjamin, Theodor W. Adorno und Hannah Arendt bis Jacques Derrida und Giorgio Agamben – beziehen sich auf Kafkas Schreiben über das Gesetz in ihren Überlegungen zu Fragen der Gerechtigkeit. Beachtenswert ist dabei vor allem das Verhältnis von Gesetz und Narration, das mit jüdischen Auffassungen der Interaktion von Halacha und Aggadah korrelieren kann.

Vivian Liska ist Professorin für Neuere Deutsche Literatur und Direktorin des Instituts für Jüdische Studien an der Universität Antwerpen. 2009 veröffentlichte sie die Monografie When Kafka Says We. Uncommon Communities in German Jewish Literature, Indiana University Press, 2011 auf Deutsch unter dem Titel Fremde Gemeinschaft. Deutsch-jüdische Literatur der Moderne im Wallstein Verlag erschienen. Zurzeit arbeitet sie an einem Buch über die jüdische Tradition im modernen Denken und über Kafka in der Philosophie des 20. und 21. Jahrhunderts.

Kontakt

<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de



Mi 20
Juni 2012
19:15

Ulrike Holler im Gespräch mit Günter Wallraff

»Ich war Hans Esser«

Jüdisches Museum, Untermainkai 14/15
60311 Frankfurt am Main

Begleitprogramm zur Ausstellung im<link http: www.juedischesmuseum.de _blank external-link-new-window externen link in neuem> Jüdischen Museum Frankfurt am Main,
Bild dir dein Volk! Axel Springer und die Juden, 15. März bis 29. Juli 2012.

Veranstaltung der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Jüdischen Museums Frankfurt e. V.

Die Journalistin Ulrike Holler im Gespräch mit Günter Wallraff über sein Leben als Enthüllungsjournalist, seine Auseinandersetzung mit der Bild-Zeitung, seine Sicht auf Axel Springer und die Juden und seine Arbeit heute.

Kontakt:
Fritz Bauer Institut
Dr. Dmitrij Belkin
Grüneburgplatz 1
D-60323 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69.798 322-60
Telefax: +49 (0)69.798 322-41
E-Mail: <link mail ein fenster zum versenden der>d.belkin@fritz-bauer-institut.de



Sa 16
Juni 2012
15:00

Norbert Wollheim Memorial

Öffentliche Führung:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de
<link http: www.wollheim-memorial.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.wollheim-memorial.de



Do 14
Juni 2012
18:15

Charlotte Beradts Traumsammlung und ihr Dialog mit Hannah Arendt

Öffentlicher Gastvortrag von PD Dr. Birgit Erdle:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
IG Farben-Haus, Raum 411

Im Jahr 1933 beginnt die Autorin und Journalistin Charlotte Beradt, Aufzeichnungen von Träumen im Nationalsozialismus zu sammeln. Ihre Traumsammlung verklammert zwei Zeiten: die dreißiger Jahre, in der die Sammlung entsteht, und die sechziger Jahre, in der sie unter dem Titel Das Dritte Reich des Traums veröffentlicht wird – als Rücksendung an ihren Ursprungsort, von den USA aus, wohin Beradt die Notate verschickt hatte, bevor ihr selbst 1939 die Flucht aus Berlin nach New York glückte. Der Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, wie Beradt die Träume liest, und geht den Spuren des Dialogs mit dem Denken Hannah Arendts nach, mit der Beradt eine langjährige Freundschaft verband.

PD Dr. Birgit Erdle ist Literaturwissenschaftlerin und lehrt als Privatdozentin an der Technischen Universität Berlin. Sie hatte Vertretungs- und Gastprofessuren an den Universitäten Wien, Berlin und Atlanta inne und war Lehrbeauftragte des Leo Baeck Institute London an der University of Sussex. Schwerpunkte ihrer Forschung liegen im Bereich deutsch-jüdischer Literatur- und Ideengeschichte, der Literatur- und Wissenschaftsgeschichte des Traumas, der Kulturtheorie 1800/1900, der Bezüge von Materialität, Gedächtnis und Wissen, und der Nachgeschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust.
Im WS 2011/12 und im SoSe 2012 ist Birgit Erdle <link internal-link internen link im aktuellen>Gastprofessorin zur Erforschung des Holocaust und der deutsch-jüdischen Geschichte am Fritz Bauer Institut in Frankfurt am Main. Ihre Habilitationsschrift Literarische Epistemologie der Zeit. Lektüren zu Kant, Kleist, Heine und Kafka wird 2012 im Wilhelm Fink Verlag in München erscheinen.

Veranstaltet vom Institut für deutsche Literatur und ihre Didaktik und dem Fritz Bauer Institut. Mit freundlicher Unterstützung der Dr. Bodo Sponholz-Stiftung.

Kontakt
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Di 12
Juni 2012
19:30

Verdammt starke Liebe

Autorenlesung mit Lutz van Dijk:

Jugendbegegnungsstätte Anne Frank
Hansaalle 150
60320 Frankfurt am Main

Anne Frank zu Ehren
Am 12. Juni 2012 wäre Anne Frank 83 Jahre alt geworden.
Als sie ermordet wurde, war sie 15 Jahre alt.

Aus Anlass des Geburtstags von Anne Frank liest Lutz van Dijk aus seinem Buch Verdammt starke Liebe. Es ist die Lebensgeschichte von Stefan K., der 16 Jahre alt ist, als er sich während des Krieges in den wenig älteren Willi verliebt. Eine unmögliche Liebe: nicht nur, dass es sich um zwei Männer handelt, sie sind auch politische Feinde. Ein polnischer Junge, der sich in einen deutsch-österreichischen Soldaten verliebt, der jener Armee angehört, die sein Heimatland besetzt. Über Monate können sie ihre Liebe geheim halten, doch dann wird ihnen ein Liebesbrief zum Verhängnis. Die Verfolgung von Homosexuellen in der NS-Zeit, aber auch die Unbedingtheit einer Liebe sind Thema dieses Buches.

Lutz van Dijk hat in einigen Jugendbüchern Biografien von Menschen erzählt, die in der NS-Zeit jung waren. Die persönlichen Geschichten zeigen Fragen auf, öffnen Horizonte, die für die Gegenwart relevant sind: die Suche nach dem eigenen Weg, die Auseinandersetzung mit Ausgrenzung und Rassismus, mit Ressentiments bis hin zur Verfolgung. Als Ko-Direktor der Stiftung HOKISA, die sich für von AIDS betroffene Kinder einsetzt, arbeitet und lebt Lutz van Dijk in Kapstadt, Südafrika.

Eine Kooperation der Jugendbegegnungsstätte Anne Frank e.V. mit dem Historischen Museum Frankfurt und dem Pädagogischen Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt.

Kontakt
Jugendbegegnungsstätte Anne Frank e.V.
Hansaallee 150
60320 Frankfurt am Main
Tel.: 069.56000-20
Fax: 069.56000-250
<link mail ein fenster zum versenden der>info@jbs-anne-frank.de
<link http: www.jbs-anne-frank.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.jbs-anne-frank.de



Di 12
Juni 2012
16:15

Inside the Dual State: The Secret Life, Writings and Lawyering

of Ernst Fraenkel in Nazi Germany

Vortrag von Prof. Dr. Douglas G. Morris (New York):

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
IG Farben-Haus, Raum 1.314 / Eisenhower-Raum

Vortrag in englischer Sprache

Leo Baeck Lecture Series 2012: »Jews and Justice«

Eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Fritz Bauer Instituts, des Jüdischen Museums Frankfurt am Main und des Leo Baeck Institute London
In diesem Jahr ist das Thema der Leo Baeck Lecture Series »Jews and Justice«. Die Reihe beinhaltet Vorträge über deutsche Rechtstheoretiker, Schriftsteller und über den Zusammenhang von Recht und Religion. Es sollen verschiedene Konzepte von Gerechtigkeit und Recht diskutiert werden, ihre Beziehungen zu realen politischen und historischen Verhältnissen und mögliche rechtliche und politische Konflikte, die daraus hervorgingen.
 
In 1941 the German Jewish lawyer Ernst Fraenkel published his classic account of Nazism, The Dual State: A Contribution to the Theory of Dictatorship. While other politically engaged socialist lawyers fled Nazi Germany in 1933, Fraenkel got out only in September 1938. Fraenkel’s activities from 1933 through 1938 raise questions about the possibilities of scholarly inquiry under Nazi rule and more. While many Jewish lawyers lost their law licenses or struggled to maintain their legal practices, Fraenkel continued to represent clients in political trials. How could he accomplish what he did and still survive? How did his circumstances frame the nature of his thought? The talk will explore Fraenkel’s rare brew of practical activism and theoretical analysis, which tested the boundaries of anti-Nazi defiance.

Prof. Dr. Douglas G. Morris
is a legal historian and practicing criminal defense attorney in New York. He is author of Justice Imperiled: The Anti-Nazi Lawyer Max Hirschberg in Weimar Germany, University of Michigan Press, 2005. He received several prizes, e.g. in 1998 the Thurgood Marshall Award from the Association of the Bar of the City of New York for serving »as pro bono counsel to a human being under a sentence of death«.

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Di 05
Juni 2012
18:15

Prozesse gegen NS-Verbrechen und Thema Israel in der Bild-Zeitung

Prof. Dr. Karl Christian Führer:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Casino-Gebäude am IG Farben-Haus, Raum 1.801

Begleitprogramm zur Ausstellung im Jüdischen Museum Frankfurt am Main,
Bild dir dein Volk! Axel Springer und die Juden, 15. März bis 29. Juli 2012.
Das Ausstellungsprojekt ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Fritz Bauer Institut und dem Jüdischen Museum Frankfurt.

Der Vortrag beschäftigt sich mit dem Beitrag der Bild-Zeitung zu den juden- und israelfreundlichen Projekten des Verlegers Axel Springer und zeigt, dass diese Boulevardzeitung trotz ihres zweifelhaften Rufs gerade in den 1960er Jahren Themen aus der deutsch-jüdischen Vergangenheit auf eine Art und Weise präsentiert hat, die den Klischees vom »Revolverblatt« durchaus widerspricht bzw. diese revidiert.

Karl Christian Führer ist außerplanmäßiger Professor am Historischen Seminar der Universität Hamburg. Seine Veröffentlichungen behandeln u.a. die Geschichte der Sozialpolitik, die Medien- und Kulturgeschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert. 2008 erschien im Dölling und Galitz Verlag Hamburg die Studie Medienmetropole Hamburg. Mediale Öffentlichkeiten 1930–1960.

Kontakt:
Fritz Bauer Institut
Dr. Dmitrij Belkin
Grüneburgplatz 1
D-60323 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69.798 322-60
Telefax: +49 (0)69.798 322-41
E-Mail: d.belkin(at)fritz-bauer-institut.de


 


Di 22
Mai 2012
19:00

Jüdische Remigranten im Axel Springer Verlag

Vortrag von Dr. Gudrun Kruip:

Jüdisches Museum
Untermainkai 14/15
60311 Frankfurt am Main

Begleitprogramm zur Ausstellung im<link http: www.juedischesmuseum.de _blank external-link-new-window externen link in neuem> Jüdischen Museum Frankfurt am Main,
Bild dir dein Volk! Axel Springer und die Juden, 15. März bis 29. Juli 2012.
Das Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Fritz Bauer Institut und dem Jüdischen Museum Frankfurt.

Der Wiederaufbau der deutschen Presse nach 1945 wurde von den Alliierten überwacht. Dabei wurde eine Entnazifizierung der Medien angestrebt. Lizenzen sollen nur an Journalisten ohne NS-Vergangenheit vergeben werden. In den meisten Verlagen besteht das Personal indes aus Journalisten, die in der Propagandapresse des »Dritten Reiches« aktiv waren oder eine SS-Vergangenheit hatten. Auch im Axel Springer Verlag kommt es innerhalb des engen Beraterkreises um den Verleger zu einem Nebeneinander von ehemaligen Nationalsozialisten und zurückgekehrten Juden, darunter Ernst Cramer. Der Vortrag von Dr. Gudrun Kruip geht diesem Phänomen aus der Perspektive der jüdischen Remigranten nach.

Dr. Gudrun Kruip, geb. 1963, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus in Stuttgart. U.A. ist sie Verfasserin einer Monographie zur Geschickte und Ideologie des AS Verlags: Das »Welt«-»Bild« des Axel Springer Verlags. Journalismus zwischen westlichen Werten und deutschen Denktraditionen, Oldenbourg Verlag, München 1999.

Kontakt:
Fritz Bauer Institut
Dr. Dmitrij Belkin
Grüneburgplatz 1
D-60323 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69.798 322-60
Telefax: +49 (0)69.798 322-41
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Sa 19
Mai 2012
15:00

Norbert Wollheim Memorial

Öffentliche Führung:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
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<link http: www.wollheim-memorial.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.wollheim-memorial.de



Sa 12
Mai 2012
19:00

»Ein Leben aufs neu« – Das Robinson Album

Jüdische »Displaced Persons« auf deutschen Boden 1945–1948

Ausstellungseröffnung:

Stadtmuseum Hofgeismar
Petriplatz 2
34369 Hofgeismar

Ausstellung des Fritz Bauer Instituts,
präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Hofgeismar.
Samstag, 12. Mai bis Montag, 13. August 2012

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs fanden jüdische Überlebende der NS-Terrorherrschaft im Nachkriegsdeutschland Zuflucht in sogenannten Displaced Persons (DP) Camps. Die Fotoausstellung porträtiert das täglliche Leben und die Arbeit der Selbstverwaltung in dem Lager für jüdische Displaced Persons in Frankfurt-Zeisheim. Der Fotograf Ephraim Robinson lebte selbst als DP in diesem Lager und hielt eindrücklich fest, wie die Menschen ihre Belange in die eigenen Hände nahmen, den Alltag gestalteten, ein »Leben aufs neu« wagten. Als Ephraim Robinson 1958 in den USA verstarb, hinterließ er nicht nur viele hunderte Aufnahmen, sondern auch ein Album, das die Geschichte der jüdischen DPs in exemplarischer Weise erzählt.

... <link internal-link internen link im aktuellen>Informationen zur Ausstellung

Kontakt
Stadtmuseum Hofgeismar
Petriplatz 2
34369 Hofgeismar
Tel: 05671.4791