Veranstaltungen und Ausstellungen

Veranstaltungsarchiv

Sa 21
Juni 2014
15:00

Norbert Wollheim Memorial

Öffentliche Führung:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße
Guide: Patrick Schwentke

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de
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Mi 11
Juni 2014
19:00

Mörder unter uns

Fritz Bauers einsamer Kampf (ZDF 2013)

Filmvorführung mit den Regisseuren Peter Hartl und Andrzej Klamt:

Jüdisches Museum Frankfurt
Vortragssaal
Untermainkai 14/15
60311 Frankfurt am Main

Mit Hilfe von Filmfunden und Aussagen von Weggefährten zeichnet der Film die außergewöhnliche Geschichte Fritz Bauers nach, von den schwäbischen Wurzeln über das erzwungene Exil bis zu seinem plötzlichen Tod. Es ist die Geschichte eines einzigartigen Verfechters des Rechts in einer restaurativen Gesellschaft, die in den sechziger Jahren bereits von den Geburtswehen einer freieren, kritischeren Zeit erfasst war – auch dank aufrechter Persönlichkeiten wie Fritz Bauer. Zu Wort kommen Manfred Amend, Inge Deutschkron, Heinz Düx, Ilse Staff, Ronen Steinke, Johannes Warlo, Günter Wehrheim und Gerhard Wiese.

Eintritt: € 5,– / ermäßigt: € 2,50

Begleitveranstaltung zur Ausstellung:
»Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht«
10. April bis 7. September 2014 im Jüdischen Museum Frankfurt, Untermainkai 14/15
Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt, in Kooperation mit dem Thüringer Justizministerium.

Weitere Informationen
... <link http: www.fritz-bauer-institut.de fileadmin user_upload uploadsfbi pdfdateien fritz-bauer-austellung-frankfurt.pdf _blank download herunterladen der datei>Fritz Bauer. Der Staatsanwalt (pdf-Datei)

Kontakt
Jüdisches Museum Frankfurt
Untermainkai 14/15
60311 Frankfurt am Main
Tel.: 069.212-35000
Fax: 069.212-30705
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Di 03
Juni 2014
18:15

Die Globalisierung der Wiedergutmachung

Eine Diskussion über Moral und Politik

Buchvorstellung mit Prof. Dr. Constantin Goschler, Bochum und Prof. Dr. José Brunner, Tel Aviv:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Hörsaalzentrum, Raum HZ 8

Das Thema der Wiedergutmachung für Enteignungen und Unrecht während der NS-Zeit ist immer noch aktuell. Nach Ende des Kalten Kriegs wurden neue rechtliche Grundlagen geschaffen, Betroffenen auf der ganzen Welt Unterstützung zukommen zu lassen. Jenseits der rechtlichen stellt sich jedoch auch die Frage nach der ethisch begründeten Verantwortung. In welchem Verhältnis stehen beide zueinander? Wie lange sollten sich Staat und private Akteure moralisch in der Pflicht sehen, für begangene Verbrechen finanziell einzustehen?

Constantin Goschler
ist Professor für Zeitgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum.
José Brunner ist Professor an der Buchmann Fakultät für Rechtswissenschaft und dem Cohn Institut für Wissenschaftsgeschichte und -philosophie der Universität Tel Aviv. Von 2005 bis 2013 war er Direktor des Minerva Instituts für deutsche Geschichte Tel Aviv.
2013 erschien im Wallstein Verlag der von José Brunner und Constantin Goschler gemeinsam mit Norbert Frei herausgegebene Band Die Globalisierung der Wiedergutmachung. Politik, Moral, Moralpolitik. Bereits 2009 ist in gleicher Herausgeberschaft und im gleichen Verlag der Band Die Praxis der Wiedergutmachung. Geschichte, Erfahrung und Wirkung in Deutschland und Israel erschienen.

Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
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Mo 26
Mai 2014
18:15

Von der Last, ein Zeuge zu sein – Hermann Diamanski (1910–1976)

Eine deutsche Geschichte zwischen Auschwitz und Staatssicherheitsdienst

Vortrag von Prof. Dr. Heiko Haumann, Basel:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Hörsaalzentrum, Raum HZ 11

Hermann Diamanski trat als Zeuge im erstenFrankfurter Auschwitz-Prozess auf. Seine Aussagen waren teilweise umstritten, er selbst empfand seine Zeugenschaft als Last. Diamanskis abenteuerliches Leben spiegelt Jahrzehnte deutscher Geschichte. Er kämpfte im Spanischen Bürgerkrieg, war in Auschwitz Lagerältester im »Zigeunerlager«, erregte in der SBZ / DDR Missfallen, geriet in den Dschungel der Geheimdienste und flüchtete in die BRD, wo er nur schwer Fuß fassen konnte. Aus der Perspektive eines Akteurs geht es im Vortrag um die Zuverlässigkeit von Erinnerung und um die Verarbeitung traumatischer Erfahrungen.

Heiko Haumann ist emeritierter Professor für Osteuropäische und Neuere Allgemeine Geschichte an der Universität Basel. Er veröffentlichte zahlreiche Publikationen zur russischen und sowjetischen Geschichte sowie zur Geschichte der Ostjuden. 2011 erschien von ihm im Böhlau Verlag Hermann Diamanski (1910–1976): Überleben in der Katastrophe. Eine deutsche Geschichte zwischen Auschwitz und Staatssicherheitsdienst.

Begleitveranstaltung zur Ausstellung:
»Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht«
10. April bis 7. September 2014 im Jüdischen Museum Frankfurt, Untermainkai 14/15
Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt, in Kooperation mit dem Thüringer Justizministerium.

Weitere Informationen
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Jüdisches Museum Frankfurt
Untermainkai 14/15
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Fax: 069.212-30705
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und
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
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Mi 21
Mai 2014
19:00

Die Rosenburg

Der Umgang des Bundesjustizministeriums mit seiner NS-Vergangenheit

Vortrag von Prof. Dr. Christoph Safferling, Marburg:

Jüdisches Museum Frankfurt, Vortragssaal
Untermainkai 14/15
60311 Frankfurt am Main
(TERMINÄNDERUNG: Die im Programmflyer zur Fritz Bauer-Austellung
noch für den 5. Juni angekündigte Veranstaltung, wurde auf den 21. Mai vorverlegt.)

Ein besonderes Interesse Fritz Bauers galt der strafrechtlichen Verfolgung der NS-Justiz. Noch bis in die späten 1970er Jahre stellte der Verbleib ehemaliger NS-Juristen in der bundesrepublikanischen Justiz eines der größten Versäumnisse im Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit dar.
Wie aktuell das Thema noch heute ist, erörtert Christoph Safferling anhand der Frage, wie sich das Bundesjustizministerium zu seiner NS-Vergangenheit verhält.

Christoph Safferling ist Professor für Strafrecht, Strafprozessrecht, Internationales Strafrecht und Völkerrecht an der Philipps-Universität Marburg, Mitglied am Institut für Kriminalwissenschaften und am Institut für Rechtsvergleichung und Direktor des Forschungs- und Dokumentationszentrums Kriegsverbrecherprozesse an der Philipps-Universität Marburg. Seit 11. Januar 2012 ist er Mitglied der Unabhängigen Wissenschaftlichen Kommission beim Bundesministerium der Justiz zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit. Christoph Safferling hat zahlreiche Monographien und Aufsätze veröffentlicht. 2013 erschien bei Vandenhoeck & Ruprecht der von ihm gemeinsam mit Manfred Görtemaker herausgegebene Band Die Rosenburg. Das Bundesministerium der Justiz und die NS-Vergangenheit – eine Bestandsaufnahme.

Eintritt: € 5,– / ermäßigt: € 2,50

Begleitveranstaltung zur Ausstellung:
»Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht«
10. April bis 7. September 2014 im Jüdischen Museum Frankfurt, Untermainkai 14/15
Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt, in Kooperation mit dem Thüringer Justizministerium.

Weitere Informationen
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Kontakt
Jüdisches Museum Frankfurt
Untermainkai 14/15
60311 Frankfurt am Main
Tel.: 069.212-35000
Fax: 069.212-30705
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So 18
Mai 2014
15:00

des FördervereinFritz Bauer Institut e.V.

Mitgliederfest

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Casino am IG-Farben Haus, Raum 1.801

Der Vorstand des <link _blank internal-link internen link im aktuellen>Förderverein Fritz Bauer Institut e.V. lädt alle Mitglieder, Freunde und Förderer ganz herzlich zu einem Mitgliederfest des Vereins ein.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung möchten wir mit Ihnen feiern:

  • Jazzkonzert mit Emil Mangelsdorff und Thilo Wagner
  • Gesprächsrunde mit allen Vorsitzenden des Fördervereins:
    »Der Blick zurück – der Blick nach vorne. 21 Jahre Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.«
    Mit Werner Schneider-Quindeau, Rupert von Plottnitz, Brigitte Tilmann und Jutta Ebeling
  • Geselliges Beisammensein bei Kaffee und Kuchen, Wein und kleinem Imbiss.

Um besser planen zu können bitten wir Sie, uns schriftlich bis zum 9. Mai 2014 Ihre Teilnahme am Mitgliederfest, gegebenenfalls mit Partner und Freunden, zu bestätigen.
Ich hoffe, Sie zur Mitgliederversammlung und zum Mitgliederfest zahlreich begrüßen zu dürfen.

Für den Vorstand
Jutta Ebeling (Vorsitzende)

Vorstand
Jutta Ebeling, Brigitte Tilmann, Gundi Mohr, Beate Bermanseder, Prof. Dr. Eike Hennig, Dr. Rachel Heuberger, Herbert Mai, Klaus Schilling, David Schnell

Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
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So 18
Mai 2014
13:00

des Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

Mitgliederversammlung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
IG-Farben Haus, EG, Raum 311

Der Vorstand des <link _blank internal-link internen link im aktuellen>Förderverein Fritz Bauer Institut e.V. lädt gemäß § 7 der Satzung zur ordentlichen Mitgliederversammlung ein.

Für den Ablauf der Mitgliederversammlung gelten § 7,7 (»Die Mitgliederversammlung ist bei Anwesenheit von mehr als 50% der Mitglieder des Vereins beschlussfähig«) und § 7,8 (»Ist eine Mitgliederversammlung nicht beschlussfähig, so kann im unmittelbaren Anschluss an die Feststellung der Beschlussunfähigkeit eine Mitgliederversammlung anberaumt werden, die mit der Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig ist«) der Satzung. Die Mitgliedeversammlung ist öffentlich.

Tagesordnung:

  • Eröffnung der Versammlung und Begrüßung der Teilnehmer/innen durch die 1. Vorsitzende
  • Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung und der Beschlussfähigkeit der Mitgliederversammlung
  • Genehmigung der Tagesordnung
  • Bericht der Vorstandsvorsitzenden über die Vereinsarbeit
  • Bericht des Institutsdirektor Prof. Dr. Raphael Gross
  • Bericht der Schatzmeisterin und der Kassenprüfer
  • Aussprache über die Berichte
  • Entlastung von Vorstand und Schatzmeisterin
  • Verschiedenes

Im Anschluss an die Mitgliderversammlung findet ab 15.00 Uhr im Casino des IG Farben-Hauses das Mitgliederfest des Fördervereins statt, zu dem alle Mitglieder, Freunde und Förderer herzlich eingeladen sind (siehe separaten Veranstaltungshinweis).

Ich hoffe, Sie zur Mitgliederversammlung und zum Mitgliederfest zahlreich begrüßen zu dürfen.

Für den Vorstand
Jutta Ebeling (Vorsitzende)

Vorstand
Jutta Ebeling, Brigitte Tilmann, Gundi Mohr, Beate Bermanseder, Prof. Dr. Eike Hennig, Dr. Rachel Heuberger, Herbert Mai, Klaus Schilling, David Schnell

Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de



Sa 17
Mai 2014
15:00

Norbert Wollheim Memorial

Öffentliche Führung:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße
Guide: Patrick Schwentke

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de
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Mo 12
Mai 2014
20:00

Mörder unter uns

Fritz Bauers einsamer Kampf

Filmvorführung:

Cine-Park Hofheim
Chinonplatz 6
65719 Hofheim am Taunus

Grußwort: Bürgermeisterin Gisela Stang
Herbert Mai (Vorstandsmitglied des Fördervereins):
Arbeit und die Aufgaben des <link _blank internal-link internen link im aktuellen>Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
Filmvorführung mit anschließender Diskussion:
mit Peter Hartl (Autor des Films) und Werner Renz (Fritz Bauer Institut)
Eintritt frei!

Veranstalter
Magistrat der Stadt Hofheim am Taunus-Stadtmuseum/Stadtarchiv in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im Main-Taunus-Kreis e.V., dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V. und dem Fritz Bauer Institut. Wir danken dem ZDF für die Bereitstellung des Films.

Mörder unter uns. Fritz Bauers einsamer Kampf

Er war die Ausnahmeerscheinung der Nachkriegsjustiz: Fritz Bauer, hessischer Generalstaatsanwalt, der die Deutschen in einem aufsehenerregenden Prozess vor 50 Jahren mit dem Geschehen in Auschwitz konfrontierte, stand in seiner Zunft weithin allein da. »Wenn ich mein Amtszimmer verlasse, betrete ich feindliches Ausland«, klagte er im Freundeskreis mit galligem Humor. Die überwältigende Mehrheit seiner Amtskollegen hatte ihre Robe bereits im Zeichen des Hakenkreuzes getragen und mühte sich nun, eingebunden in alte Seilschaften, nach Kräften, die Verbrechen der Vergangenheit ruhen zu lassen.
In klarem Kontrast zu dieser Schlussstrichmentalität öffnete Fritz Bauer im Frankfurter Auschwitzprozess seinen Landsleuten die Augen für die Abgründe der Diktatur. Ohne seine stille Beharrlichkeit wäre auch Adolf Eichmann, der nach Argentinien geflohene Manager des NS-Vernichtungswerks, bis an sein Lebensende unbehelligt geblieben. Und doch trieb Fritz Bauer, wiewohl als jüdischer Sozialdemokrat nach 1933 aus seinem Vaterland vertrieben, nicht Rachsucht an. Seine Mission war die Aufklärung. Auf dem Boden des Rechtsstaats ließ er öffentlich darüber verhandeln, welche verheerenden Folgen die Herrschaft des Unrechts hatte, in dem Bestreben, dessen Wiederkehr vorzubeugen.
Der Film zeichnet mit vielen Filmfunden, Selbstauskünften des Porträtierten und Aussagen von Weggefährten den eindrucksvollen Lebenslauf von Fritz Bauer auf. Ausgehend von den schwäbischen Wurzeln, über das erzwungene Exil in Dänemark und Schweden, bis zu seinem einsamen Tod in seiner Frankfurter Wohnung, zeigt er das Leben eines in vieler Hinsicht einzigartigen Verfechters des Rechts in einer restaurativen Gesellschaft, die in den sechziger Jahren bereits von den Geburtswehen einer freieren, kritischeren Zeit erfasst war – eine beginnende Entwicklung, die sich nur dank aufrechter Persönlichkeiten wie Fritz Bauer entfalten konnte.

Dokumentation, D 2014, 45 Minuten
Autoren Peter Hartl, Andrzej Klamt
Kamera: Anthony Miller, Christian Baumann
Schnitt: Nanni Leitner
Redaktion: Annette Tewes, Winfried Laasch
Sprecher: Nick Benjamin
Tonmischung: Bruno Hebestreit
Leitung: Annette Tewes, Stefan Brauburger
Wissenschaftliche Beratung: Dr. Ronen Steinke (Autor der Fritz Bauer Biografie: <link http: www.piper.de buecher fritz-bauer-isbn-978-3-492-05590-1 _blank external-link-new-window externen link in neuem>Fritz Bauer oder Auschwitz vor Gericht, München: Pieper Verlag, 2013)
Dank an: Werner Renz, Fritz Bauer Institut

Kontakt

Magistrat der Stadt Hofheim am Taunus
Chinonplatz 2
65719 Hofheim am Taunus
Tel.: 06192.202-0
Fax: 06192.7654
<link http: www.hofheim.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.hofheim.de



Mo 12
Mai 2014
18:15

»Die Banalität des Bösen«

Vom Ende einer Legende

Vortrag von Prof. Dr. Richard Wolin, New York:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Hörsaalzentrum, Raum HZ 11

Eine Kooperation mit der <link http: www2.uni-frankfurt.de buber _blank external-link-new-window externen link in neuem>Martin-Buber-Professur für Jüdische Religionsphilosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Wenige Behauptungen über den Holocaust waren hartnäckiger und wurden kontroverser diskutiert als Hannah Arendts These, die Nazi-Verbrecher seien nicht unbedingt »böse«, sondern vielmehr »banal« gewesen. Arendt zielte mit diesem Argument darauf ab, die Rolle der nicht ideologisch motivierten Schreibtisch-Mörder des sogenannten Verwaltungsmassenmords hervorzuheben.
Im Lichte kürzlich entdeckter Belege, vor allem des lange vermissten Argentinien-Dossiers von Adolf Eichmann, kommen allerdings Zweifel auf, ob Arendts Beschreibung zutrifft, Eichmann sei ein bürokratischer Roboter gewesen, dessen Loyalität dem reibungslosen Funktionieren galt, ohne antisemitisch begründet zu sein. Diese Funde werfen wichtige Fragen auf im Hinblick auf die Interpretation des Holocaust und die Genocide Studies im Allgemeinen.

Richard Wolin ist Distinguished Professor of History, Political Science und Comparative Literature an der Columbia University New York, Graduate Center. Bereits 2001 erschien von ihm bei Princeton University Press Heidegger’s Children: Hannah Arendt, Karl Löwith, Hans Jonas, and Herbert Marcuse. 2012 wurde sein 2010 ebenfalls bei Princeton University Press erschienenes Buch The Wind From the East: French Intellectuals, the Cultural Revolution and the Legacy of the 1960s von der Financial Times als eines der besten Bücher bezeichnet.

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Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
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Mo 05
Mai 2014
20:00

Fritz Bauer

Gespräche, Interviews und Reden aus den Fernseharchiven 1961–1968

Filmvorführung:

Deutsches Filmmuseum
Schaumainkai 41
Frankfurt am Main

Präsentation der DVD mit Originalfilmmaterial zu Fritz Bauer mit anschließender Diskussion.
Teilnehmer/innen: Carl Bringer, Bettina Schulte Strathaus, Prof. Dr. Michael Stolleis und Dietrich Wagner
Eine Veranstaltung der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Jüdischen Museums e.V. und des Fördervereins Fritz Bauer Institut e.V.

Fritz Bauer, der hessische Generalstaatsanwalt, Initiator der Auschwitz-Prozesse und unermüdlicher Kritiker des deutschen Strafrechts, stellte sich der öffentlichen Auseinandersetzung. Das Fernsehstudio wusste er zu nutzen, um sich Handlungsspielräume zu erschließen. Im Zusammenhang mit der Vorbereitung der Ausstellung über Fritz Bauer im Jüdischen Museum Frankfurt hat das Fritz Bauer Institut Originalfilmmaterialien zusammengestellt, die erstmals von der Filmwissenschaftlerin Bettina Schulte Strathaus vorgestellt werden.

Fritz Bauer Institut (Hrsg.)
Fritz Bauer. Gespräche, Interviews und Reden aus den Fernseharchiven 1961‒1968
Redaktion: Bettina Schulte Strathaus
Absolut MEDIEN, Berlin 2014, Dokumente 4017
2 DVDs, 298 Min., s/w, € 19,90, ISBN: 978-3-8488-4017-5

Begleitveranstaltung zur Ausstellung:
»Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht«
10. April bis 7. September 2014 im Jüdischen Museum Frankfurt, Untermainkai 14/15
Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt, in Kooperation mit dem Thüringer Justizministerium.

Weitere Informationen
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Tel.: 069.212-35000
Fax: 069.212-30705
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Mo 28
April 2014
18:15

Züge nach Sobibor

Vortrag von Dr. Alfred Gottwaldt, Berlin:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Casino am IG-Farben Haus, Raum 1.801

Das Vernichtungslager Sobibor lag am Ostrand des deutsch besetzten »Generalgouvernements« im Distrikt Lublin. Zwischen Mai 1942 und Oktober 1943 wurden dort etwa 180.000 Juden ermordet, darunter fast 100.000 Juden aus den umgebenden polnischen Gebieten, etwa 23.500 aus dem Deutschen Reich, mehr als 34.000 aus den Niederlanden und 3.500 aus Frankreich. Hinzu kam eine unbestimmte Zahl aus Weißrussland. Die Mehrzahl der Opfer wurde in Zügen der Reichsbahn nach Sobibor verschleppt. Bauarbeiten der Eisenbahn unterbrachen die Transporte im Sommer 1942 für einige Wochen. Doch der Terror von Sobibor endete erst mit dem erfolgreichen Aufstand der Häftlinge vom 14. Oktober 1943. Das Lager wurde anschließend fast spurlos eingeebnet. Die Täter wurden ab 1950 in der Bundesrepublik in mehreren Strafprozessen verurteilt. Der Vortrag beschreibt Bau und Betrieb der »Mordfabrik« Sobibor und geht auch auf die jüngste Geschichte der Gedenkstätte ein.

Alfred Gottwaldt
ist Oberkustos am Technikmuseum in Berlin. Der Jurist und Historiker hat viele Publikationen über die Rolle der Reichsbahn im Holocaust und den Antisemitismus unter den Beschäftigten der Reichsbahn veröffentlicht. Bereits 2005 veröffentlichte er gemeinsam mit Diana Schulle die zum Standardwerk gewordene Chronik Die »Judendeportationen« aus dem Deutschen Reich 1941–1945 im Wiesbadener Marixverlag. Dort erschien 2011 auch Die Reichsbahn und die Juden 1933–1939. Antisemitismus bei der Eisenbahn in der Vorkriegszeit.

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Fritz Bauer Institut
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Mi 09
April 2014
19:00

Fritz Bauer. Der Staatsanwalt

NS-Verbrechen vor Gericht

Ausstellungseröffnung:

Städtische Bühnen Frankfurt am Main
Schauspiel Frankfurt
Chagallsaal
Neue Mainzer Str. 17

Ausstellung im Jüdischen Museum Frankfurt am Main, Untermainkai 14/15
Donnerstag, 10. April bis Sonntag, 7. September 2014

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag, 10:00–17:00 Uhr
Mittwoch, 10:00–20:00 Uhr
Montag geschlossen

Als Gastrednerin der Eröffnungsveranstaltung spricht Dr. Stefanie Hubig,
Staatssekretärin im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt, in Kooperation mit dem Thüringer Justizministerium.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Joachim Gauck.
Sie wird gefördert durch die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, das Hessische Ministerium der Justiz, für Integration und Europa, die Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung, die Fazit-Stiftung sowie Christiane und Nicolaus Weickert.

Fritz Bauer gehört zu den juristisch einflussreichsten jüdischen Remigranten im Nachkriegsdeutschland. Als hessischer Generalstaatsanwalt, der den Frankfurter Auschwitz-Prozess auf den Weg brachte, hat er bundesrepublikanische Geschichte geschrieben.
Die Ausstellung nimmt den Prozess, der sich 2013 zum fünfzigsten Mal jährte, zum Anlass, Fritz Bauer einem größeren Publikum vorzustellen.
Bauers Leben blieb nicht unberührt von den Verwerfungen des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung dokumentiert seine Lebensgeschichte im Spiegel der historischen Ereignisse, die ihn auch persönlich betrafen. Als Jude blieb Fritz Bauer vom Antisemitismus nicht verschont. Als Sozialdemokrat glaubte er dennoch an den Fortschritt, dann trieben ihn die Nationalsozialisten für 13 Jahre ins Exil. Als Generalstaatsanwalt hat er das überkommene Bild dieses Amtes revolutioniert. Nicht der Gehorsam der Bürger gegenüber dem Staat stand im Vordergrund. Bauer verstand sich stets als Vertreter der Menschenwürde vor allem auch gegen staatliche Gewalt – ein großer Schritt auf dem Weg der Demokratisierung in der frühen Bundesrepublik.

Kuratorin der Ausstellung
Monika Boll, Fritz Bauer Institut

Zur Ausstellung ist erschienen
Fritz Backhaus, Monika Boll, Raphael Gross (Hrsg.)
Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2014,
300 S., zahlr. Abb., € 29,90
ISBN: 978-3-5935-0105-5
Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 32
Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung.
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Des Weiteren ist erschienen
Fritz Bauer Institut (Hrsg.)
Fritz Bauer. Gespräche, Interviews und Reden aus den Fernseharchiven 1961‒1968
Redaktion: Bettina Schulte Strathaus
Absolut MEDIEN, Berlin 2014, Dokumente 4017
2 DVDs, 298 Min., s/w, € 19,90
ISBN: 978-3-8488-4017-5
Erstveröffentlichung historischer Fernsehaufnahmen Fritz Bauers.
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Weitere Informationen zur Ausstellung, zum Begleitprogramm und zu den zur Ausstellung erschienenen Publikationen:
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Jüdisches Museum Frankfurt
Untermainkai 14/15
60311 Frankfurt am Main
Tel.: 069.212-35000
Fax: 069.212-30705
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Mo 07
April 2014
18:15

Vom Sicherheitsrisiko zur Selbstverständlichkeit

Das Problem der »Renazifizierung« in der frühen Bundesrepublik

Vortrag von Dr. Dominik Rigoll, Jena:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
IG-Farben Haus, Raum 311

Unmittelbar nach Gründung des westlichen Teilstaates gab es sowohl von Seiten der Alliierten als auch in der Bundes-SPD eine Reihe von Versuchen, die »streitbare Demokratie« des Grundgesetzes nicht nur gegen verfassungswidrige Parteien wie KPD und SRP in Stellung zu bringen, sondern auch gegen die Gefahr einer zu erwartenden »Renazifizierung« des Staates und der Armee »von oben«. Erst ab Herbst 1950 setzte sich die von Adenauer seit langem eingeschlagene Linie durch, die NS-Funktionseliten stillschweigend mit Bezügen und Pensionen auszustatten, um sie nicht mit Fragen nach ihrem Karriereverlauf in die Arme neonazistischer Parteien zu treiben. Einer der wenigen, die sich den Folgen dieser Politik zu widersetzen suchten, war Fritz Bauer.

Dominik Rigoll
ist Historiker. Seit 2011 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Er war Projektkoordinator und Leiter der Arbeitsgruppe »Nationalsozialismus und autoritäre Regime« am Centre Marc Bloch in Berlin. Seine Dissertation Staatsschutz in Westdeutschland. Von der Entnazifizierung zur Extremistenabwehr erschien 2013 im Wallstein Verlag.

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Fritz Bauer Institut
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Mi 19
März 2014
10:00

Anerkennung und Gleichwertigkeit

Pädagogische Handlungsstrategien gegen »gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit«

Fachtagung:

Die Veranstaltung endet gegen 17:00 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1, IG-Farben Haus, Raum 1.314

Eine Veranstaltung des Pädagogisches Zentrums des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt am Main, in Kooperation mit dem Akademie für Lehrerbildung und Personalentwicklung – Xenos-Projekt.

Die Bielefelder Forschungsgruppe hat die »gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit« als Ideologie der Ungleichwertigkeit zwischen Gruppen ausgiebig erforscht. Für die pädagogische Praxis legen diese Untersuchungen unmittelbare normative Folgerungen nahe: die Gleichwertigkeit aller Menschen als Grundvoraussetzung für demokratische Verhältnisse zum Maßstab des pädagogischen Handelns zu machen und nach Wegen einer neuen Kultur der Anerkennung in Schule und Gesellschaft zu suchen.

Prof. Dr. Andreas Zick
(Bielefeld) erläutert die Ergebnisse der Langzeitstudie für die pädagogische Praxis.
In Workshops werden Formen einer Pädagogik der Anerkennung vorgestellt:
Chris Kaletsch (Bildungsstätte Anne Frank, Frankfurt am Main)
Marina Chernivsky (Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V. – Projekt Perspektivwechsel, Berlin)
Jan Krebs (Gesicht zeigen! – Projekt 7xjung, Berlin)

Anmeldung: <link mail ein fenster zum versenden der>karin.stahl@lsa.hessen.de

Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de



Sa 15
März 2014
15:00

Norbert Wollheim Memorial

Öffentliche Führung:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1,
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße
Guide: Patrick Schwentke

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de
<link http: www.wollheim-memorial.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.wollheim-memorial.de



Mo 10
März 2014
18:15

Anerkennung und Erinnerung

Zugänge arabisch-palästinensischer und türkischer Berliner Jugendlicher zum Holocaust

Buchvorstellung mit Elke Gryglewski, Berlin:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
IG-Farben Haus, Raum 311

Eine Veranstaltung des Pädagogisches Zentrums des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt am Main.

Dass Jugendliche palästinensischer und türkischer Herkunft die Beschäftigung mit der Shoah mehrheitlich ablehnen und sich bei diesem Thema antisemitisch äußern, ist eine weitverbreitete Meinung. Elke Gryglewski stellt die Gegenthese auf: Auch diese Jugendlichen interessieren sich für den Holocaust und entwickeln Empathie für die Opfer, wenn sie sich mit ihren Familiengeschichten anerkannt fühlen. In mehrmonatigen Projekten arbeitete sie als Pädagogin der Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz mit Jugendlichen aus diesen Communities. Ihre begleitenden Forschungen zeigen, wie diese tatsächlich Zugang zur Geschichte des Nationalsozialismus und der Shoah fanden. Dieser Befund ist nicht nur für das Lernen über die Geschichte der Shoah relevant. Auch die Frage, wie pädagogische Antworten auf neue Formen des Antisemitismus aussehen könnten, wird hier berührt.

Elke Gryglewsk: Anerkennung und Erinnerung.
Zugänge arabisch-palästinensischer und türkischer Berliner Jugendlicher zum Holocaust

Berlin: Metropol Verlag, 2013, 302 S., € 22,–
ISBN-13: 978-3863311452

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Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
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Mo 03
März 2014
18:15

The Great War and Jewish Memory

Vortrag von Prof. Dr. Jay Winter, New Haven:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Casino am IG-Farben Haus, Raum 1.801

European Leo Baeck Lecture Series 2014
Vortrag in englischer Sprache!
Eine Kooperation mit dem Historischen Seminar der Goethe Universität Frankfurt am Main.

The Great War shattered Yosef Hayim Yerushalmi’s celebrated distinction between history and memory in Jewish cultural life. The lecture argues that Jewish history and Jewish memory collided between 1914 and 1918 in ways which transformed both and created a new category which I term historical remembrance. Less the ›faith of fallen Jews‹, as Yerushalmi claims, historical remembrance is the practice of finding some meaning in the revolution in violence which erupted in 1914 and has continued to this day. An amalgam of the very old and the very new, Jewish thought and practice approached the terrors of industrialized warfare in striking and at times surprising ways.

Dr. Jay M. Winter is the Charles J. Stille Professor of History at the Yale University, New Haven. As specialist on World War I and its impact on the 20th century he is the author or co-author of a dozen books, including Rene Cassin et les droits de l’homme, co-authored with Antoine Prost, Fayard, Paris 2011, Socialism and the Challenge of War, Ideas and Politics in Britain, 1912–18, Routledge & Kegan Paul, Reading 1974, The Great War and the British People, McMillan, New York 1984, Sites of Memory, Sites of Mourning: The Great War in European Cultural History, Cambridge University Press, Cambridge 2000, and Remembering War: The Great War between History and Memory in the 20th Century, Yale University Press, New Haven 2006.

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Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
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Sa 15
Februar 2014
15:00

Norbert Wollheim Memorial

Öffentliche Führung:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße
Guide: Patrick Schwentke

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de
<link http: www.wollheim-memorial.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.wollheim-memorial.de



Mo 10
Februar 2014
18:15

Rassekonzepte zur Zeit des Nationalsozialismus und deren Kontinuierungen in der Nachkriegszeit

Vortrag von Dr. Tino Plümecke, Frankfurt am Main:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Casino am IG-Farben Haus, Raum 1.801

Vortragsreihe:
Recht und Moral im Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit

Die Einteilung von Menschen in »Rassen« hat eine zentrale Stellung in der nationalsozialistische Politik. Zum Verständnis jener besonderen Funktion ist es notwendig, sich die Genealogie der jeweiligen Modelle in ihrer Unterschiedlichkeit anzuschauen, die Verbindung von Wissenschaft und Politik zu beleuchten und die Frageperspektive um gesellschaftstheoretische und -kritische Aspekte zu erweitern. Nach dem Zweiten Weltkrieg dominierten vor allem Versuche, die rassenanthropologischen Konzepte als Pseudowissenschaft zu beschreiben und entsprechend von einem Bruch mit diesen Vorstellungen nach dem Ende des Nationalsozialismus ausgehen. Entgegen dieser Sichtweisen, lohnt sich heute jedoch vielmehr den Blick auf die Kontinuitätslinien und stetigen Modernisierungen von Rassekonzepten, die bis in die aktuellen genetischen Einteilungen des Menschen reichen, zu richten

Dr. Tino Plümecke ist Pädagoge und Soziologe und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Sein Buch Rasse in der Ära der Genetik: die Ordnung des Menschen in den Lebenswissenschaften ist 2013 im Transkript Verlag erschienen.

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Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
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Mi 05
Februar 2014
19:00

Ein Nationalist im Wartestand?

Ernst Ludwig Kirchners tödliche Identitätskrise im Jahr 1938

Vortrag von Dr. Christian Saehrendt, Berlin:

Jüdisches Museum Frankfurt am Main
Untermainkai 14/15

Begleitveranstaltung zur Ausstellung
1938: Kunst, Künstler, Politik

1938 verübte Ernst Ludwig Kirchner in der Schweiz Selbstmord. Die Tat wurde weithin mit seiner politischen Verzweiflung erklärt. Tatsächlich hatte Kirchner noch 1933 gehofft, an einem »Aufschwung der deutschen Kunst« teilhaben zu können. Zu seiner widersprüchlichen Persönlichkeit gehört auch das nationalistische und antisemitische Gedankengut, das bisweilen in seinen Schriften aufscheint und uns heute befremdet. Der Vortrag versucht diese Widersprüche zu deuten und Kirchners Weltbild im Zeitalter der Extreme zu rekonstruieren.

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Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
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Mo 03
Februar 2014
18:15

Arbeit und Gemeinschaft im nationalsozialistischen Recht und im Recht der frühen Bundesrepublik

Vortrag von Prof. Dr. Martin Becker, Frankfurt am Main:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Casino am IG-Farben Haus, Raum 1.801

Vortragsreihe:
Recht und Moral im Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit

Veränderte Einsichten in Realitäten und Uminterpretationen gesellschaftlicher und politischer Werte haben Folgen für rechtspolitische Gestaltungsoptionen und die juristische Argumentationstechnik, so auch für die Ausgestaltung und dogmatische Durchdringung des Arbeitsrechts. Deshalb geht der Vortrag nach einem kurzen Überblick zur Arbeitsrechtsentwicklung im NS auf die Dogmatik des Arbeitsverhältnisses in der Betriebs- und Volksgemeinschaft und auf die damit verbundene Moralisierung des Arbeitsrechts für die Betroffenen ein. Gleichfalls wird aufgezeigt, wie sich diese Dogmatiken, Rechtslehren und Argumentationsfiguren unter dem Rechtsregime eines freiheitlichen Grundgesetzes fortentwickeln und lange die arbeitsrechtliche Praxis mitbestimmen konnten.

Martin Becker ist Richter am Arbeitsgericht Frankfurt und außerplanmäßiger Professor an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. 2005 erschien im Klostermann Verlag sein Buch Arbeitsvertrag und Arbeitsverhältnis während der Weimarer Republik und in der Zeit des Nationalsozialismus.

Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de



Fr 31
Januar 2014
18:00

Stört Religion die Integration?

Podiumsdiskussion:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
IG-Farben Haus, Raum 311

Initiiert von der Lajna Imaillah e.V. Frankfurt/IASV
in Kooperation mit dem Fritz Bauer Institut.

Podiumsteilnehmerinnen:
Prof. Dr. Ursula Apitzsch (Politikwissenschaftlerin und Soziologin)
Khola Hübsch (Schriftstellerin und Journalistin)
Moderation:
Dr. Meron Mendel (Direktor der <link http: www.bs-anne-frank.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>Bildungstätte Anne Frank e.V., Frankfurt am Main)

Wie viel Religion verträgt der säkulare Staat? Wenn es um den Islam in Deutschland geht, ist diese Frage von besonderer Brisanz. Vor zehn Jahren sorgte das sogenannte »Kopftuchurteil« für Diskussionen. Die Beschneidungsdebatte und das jüngst gefällte Burkini Urteil zeigen, dass die Frage nach der Bedeutung und Sichtbarkeit der Religion im säkularen Staat nach wie vor aktuell ist. Doch im Zuge der voranschreitenden Pluralisierung unserer Gesellschaft stellt sich nicht nur die Frage, ob »die Scharia« mit der Demokratie kompatibel ist. Die Religionszugehörigkeit dient immer häufiger als Etikett, um das Fremde zu konstruieren. Die Religion des Islam wird dann als Störfaktor im Integrationsprozess wahrgenommen.

Anmeldung erwünscht, aber nicht zwingend.

Kontakt
Alia Hübsch, Religionswissenschaftlerin (B.A.)
Beauftragte für den interreligiösen Dialog der Lajna Imaillah Frankfurt
Steinrutsch 7, 65931 Frankfurt am Main
Tel.: 069.314596, Voice: 0157.73118551
<link mail ein fenster zum versenden der>alia.huebsch@gmail.com



Mi 29
Januar 2014
19:00

Gurlitt und die Folgen

Podiumsdiskussion:

Museum Judengasse
Casino der Stadtwerke
Kurt-Schumacher-Str. 10
60311 Frankfurt am Main

Begleitveranstaltung zur Ausstellung
1938: Kunst, Künstler, Politik

Veranstalter: Gesellschaft der Freunde und Förderer des Jüdischen Museums e.V.

Der Kunstfund in der Schwabinger Wohnung des Cornelius Gurlitt erregt die Gemüter wie kaum je eine Kunstaffäre der letzten Jahrzehnte – auch international. Wie konnte es möglich sein, dass  ein Kunsthändler seine Ware aus der Nazizeit jahrzehntelang aufbewahren, sie vererben und sein Sohn sie unerkannt verbergen konnte? Was sagt uns diese Geschichte über den Umgang der Bundesrepublik mit »Entarteter Kunst« und NS-Raubkunst in den Jahren nach dem Krieg? Und: Welche Schlussfolgerungen sind aus all dem zu ziehen?
Spannende Fragen, die bei einer prominent besetzten Podiumsdiskussion besprochen werden soll.

Auf dem Podium:

Julia Voss, promovierte Kunsthistorikerin und Journalistin, seit 2007 leitende Redakteurin des Kunstressorts der FAZ, ist Kuratorin der aktuellen Ausstellung »1938. Kunst, Künstler, Politik«. Dieses Jahr erhielt sie den Luise Büchner-Preis für Publizistik. Sie hat zahlreiche Artikel zu Restitution, Kunst, Kunstgeschichte und Museen im Nationalsozialismus veröffentlicht.
Julius H. Schoeps, Historiker, Politikwissenschaftler, Dr. phil., Prof. em., Direktor des Moses Mendelssohn Zentrums für europäische Studien an der Universität Potsdam und Vorstandsvorsitzender der Moses Mendelssohn-Stiftung, wirkte als Gastprofessor in New York, Oxford, Seattle, Tel Aviv und Budapest. Julius H. Schoeps, der zahlreiche Publikationen veröffentlicht hat, kämpft seit 2003 als Sprecher der Erben des Bankiers Paul von Mendelssohn Bartholdy um die Restitution verschiedener Kunstwerke aus dessen Besitz.
Corinna Budras ist seit 2005 Wirtschaftsredakteurin bei der FAZ. Hier schreibt sie über wirtschaftsrechtliche und juristische Themen und betreut die wöchentliche Beilage »Beruf und Chance«. Sie studierte Jura in Berlin und Lüttich. Auf das juristische Staatsexamen folgte eine Ausbildung an der Berliner Journalistenschule mit verschiedenen Praktika in New York, Hamburg und Berlin. Ihre erste Festanstellung führte sie in den amerikanischen Journalismus: Bei der Nachrichtenagentur Bloomberg arbeitete sie als »Legal Reporter«.
Stefan Koldehoff ist Kulturredakteur beim Deutschlandfunk in Köln und schreibt u.a. für Die Zeit, FAZ, Die Welt, Sonntagszeitung (Zürich) und ARTnews (New York). 2008 wurde er für seine investigativen Recherchen mit dem puk-Journalistenpreis des Deutschen Kulturrats ausgezeichnet. Für sein Engagement gegen Kunstfälschung erhielt er 2012 den Prix Annette Giacometti. Sein neuestes Buch erschien bei Kiepenheuer & Witsch: Falsche Bilder, echtes Geld. Der Fälschungscoup des Jahrhunderts – und wer alles daran verdiente (zusammen mit Tobias Timm).
 
Der Eintritt ist frei. Wegen einer begrenzten Anzahl an Sitzplätzen wären wir Ihnen für eine verbindliche Anmeldung dankbar.

Kontakt
Jüdisches Museum Frankfurt
Christine Wern
Tel.: 069.212-34856
Fax: 069.212-30705
<link mail ein fenster zum versenden der>christine.wern@stadt-frankfurt.de<link mail ein fenster zum versenden der>



Mo 27
Januar 2014
18:15

Gedenken in Worten und Gesten vor den Steinen der Judengasse

Im Anschluss an den Vortrag:

Neuer Börneplatz
Frankfurt am Main
(Rückseite des Museums Judengasse
Kurt-Schumacher-Str. 10)

Zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

Eine gemeinsame Veranstaltung des Fritz Bauer Instituts mit der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG), der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) und dem Jüdischen Museum Frankfurt.

Kontakt

Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de