Veranstaltung des Deutschen Filmmuseums in Kooperation mit dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
Der Film »Der Einzelkämpfer – Richter Heinz Düx«, Regie: Wilhelm Rösing, ist eine Auftragsproduktion des Historischen Museums Frankfurt für die Bibliothek der Alten.
Heinz Düx führte als Untersuchungsrichter die gerichtliche Voruntersuchung zum ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess. In Wilhelm Rösings Dokumentarfilm »Der Einzelkämpfer – Richter Heinz Düx« (Deutschland 2011) erzählt er von seinen Erinnerungen und Erfahrungen.
Die historische Leistung von Heinz Düx liegt in seiner Arbeit als Untersuchungsrichter für den Auschwitz-Prozess, der am 20. Dezember 1963 begann. Mit genauer und kenntnisreicher Befragung von Zeugen und Angeschuldigten bereitete er von August 1961 bis Oktober 1962 den Prozess vor, der wie kein anderer Prozess der deutschen Nachkriegszeit die Struktur eines Konzentrations- und Vernichtungslagers und den verbrecherischen Charakter der NS-Herrschaft offen legte, ebenso wie die willige Beteiligung der Deutschen. In der mehrheitlich in den Nationalsozialismus verstrickten Richterschaft war und blieb Heinz Düx ein Außenseiter. Als Vorsitzender Richter an einem Zivilsenat des Frankfurter Oberlandesgerichts hat Heinz Düx sich in späteren Jahren für die Wiedergutmachungs- und Entschädigungsansprüche derer eingesetzt, die im Dritten Reich aus politischen und rassischen Gründen verfolgt worden waren. Sein antifaschistisch ausgerichteter politischer und publizistischer Einsatz brachte Heinz Düx viele Anfeindungen ein, bis zum Versuch der CDU, den unerschrockenen Einzelkämpfer aus dem Richteramt zu drängen.
Eintritt: € 9,– / ermäßigt: € 7,–
Begleitveranstaltung zur Ausstellung:
»Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht«
10. April bis 7. September 2014 im Jüdischen Museum Frankfurt, Untermainkai 14/15
Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt, in Kooperation mit dem Thüringer Justizministerium.
Weitere Informationen
... <link http: www.fritz-bauer-institut.de fileadmin user_upload uploadsfbi pdfdateien fritz-bauer-austellung-frankfurt.pdf _blank download herunterladen der datei>Fritz Bauer. Der Staatsanwalt (pdf-Datei)
Kontakt
Deutsches Filmmuseum
Schaumainkai 41
60596 Frankfurt am Main
Tel.: 069.961220-220
<link mail ein fenster zum versenden der>kino@deutsches-filminstitut.de
<link http: www.deutsches-filmmuseum.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.deutsches-filmmuseum.de
Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße
Guide: Patrick Schwentke
Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.
Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de
<link http: www.wollheim-memorial.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.wollheim-memorial.de
Eine Kooperation mit dem Historischen Seminar der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Eintritt: € 5,– / ermäßigt: € 2,50
Der Erste Weltkrieg stellt eine Zäsur der deutsch-jüdischen Geschichte dar. Der Vortag thematisiert am Beispiel herausragender jüdischer Intellektueller den grundstürzenden Charakter der zeitgenössischen Auseinandersetzungen. Gleichzeitig steht zur Diskussion, warum dieses Phänomen nur selten mit voller Schärfe gesehen wird.
Ulrich Sieg ist außerplanmäßiger Professor an der Philipps Universität in Marburg. Seine Habilitationsschrift Jüdische Intellektuelle im Ersten Weltkrieg. Kriegserfahrungen, weltanschauliche Debatten und kulturelle Neuentwürfe erschien 2001 im Akademie Verlag Berlin. 2013 erschien im Hanser Verlag sein Buch Geist und Gewalt. Deutsche Philosophen zwischen Kaiserreich und Nationalsozialismus. Für seine wissenschaftliche Leistung hat er mehrere Preise erhalten.
Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
und
Jüdisches Museum Frankfurt
Untermainkai 14/15
60311 Frankfurt am Main
Tel.: 069.212-35000
Fax: 069.212-30705
<link mail ein fenster zum versenden der>info@juedischesmuseum.de
<link http: www.juedischesmuseum.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.juedischesmuseum.de
Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße
Guide: Patrick Schwentke
Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.
Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de
<link http: www.wollheim-memorial.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.wollheim-memorial.de
Fritz Bauer hat wie nur wenige für ein noch heute tragfähiges Bild des Widerstands gestritten. Der Vortrag stellt die Rezeptionsgeschichte des Widerstands vom 20. Juli in der Bundesrepublik vor und berücksichtigt dabei insbesondere die Bedeutung von Fritz Bauer als geschichtspolitischem Akteur.
Peter Steinbach war Professor für Neuere und Neueste Geschichte am Historischen Institut der Universität Mannheim. Er ist wissenschaftlicher Leiter der ständigen Ausstellung »Widerstand gegen den Nationalsozialismus« und der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin. Unter seinen zahlreichen Publikationen ist die bereits 2004 im Siedler Verlag erschienene Monographie Der 20. Juli 1944. Die Gesichter des Widerstands zum Standardwerk geworden. Peter Steinbach ist Mitherausgeber der Zeitschrift für Geschichtswissenschaft.
Begleitveranstaltung zur Ausstellung:
»Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht«
10. April bis 7. September 2014 im Jüdischen Museum Frankfurt, Untermainkai 14/15
Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt, in Kooperation mit dem Thüringer Justizministerium.
Weitere Informationen
... <link http: www.fritz-bauer-institut.de fileadmin user_upload uploadsfbi pdfdateien fritz-bauer-austellung-frankfurt.pdf _blank download herunterladen der datei>Fritz Bauer. Der Staatsanwalt (pdf-Datei)
Kontakt
Jüdisches Museum Frankfurt
Untermainkai 14/15
60311 Frankfurt am Main
Tel.: 069.212-35000
Fax: 069.212-30705
<link mail ein fenster zum versenden der>info@juedischesmuseum.de
<link http: www.juedischesmuseum.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.juedischesmuseum.de
und
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
Ausstellung vom 15. bis 31. Juli 2014, 10.00–18.00 Uhr
Eintritt frei
Wanderausstellung des Hessischen Hauptstaatsarchivs, unterstützt vom Ministerium für Wissenschaft und Kunst, dem Hessischen Ministerium der Justiz, der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und dem Fritz Bauer Institut.
In der Justizpraxis wurden Beteiligte am NS-Völkermord seit den 1960er Jahren meist nur dann strafrechtlich belangt, wenn ihnen ein konkreter Beitrag an einer konkret bestimmbaren Tötung nachgewiesen werden konnte. Da dieser »konkrete Einzeltatnachweis« in vielen Verfahren allerdings nicht zweifelsfrei zu erbringen war, blieben zahlreiche NS-Verbrechen ungesühnt. Erst in der jüngeren Zeit trat an die Stelle des subjektiven Handelns Einzelner deren »objektiver Tatbeitrag« an NS-Verbrechen.
Grußworte zur Ausstellungseröffnung:
Jan Schneider, Stadtrat der Stadt Frankfurt am Main
Boris Rhein, Hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst
Dr. Thomas Wurzel, Geschäftsführer der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen
Einführung in die Ausstellung:
Dr. Johann Zilien, Hessisches Hauptstaatsarchiv
Expertengespräch:
»Die historische Entwicklung der Strafverfolgung bei NS-Verbrechen«
OStAin Friderike Busch (StA b. LG Frankfurt am Main)
Dr. Helmut Fünfsinn (Lt. d. Abt. Strafrecht, HMdJ)
Prof. Dr. Cornelius Nestler (Universität zu Köln)
Prof. Dr. Cornelius Prittwitz (Goethe-Universität Frankfurt am Main)
OStA a.D. Gerhard Wiese, Staatsanwalt im Auschwitz-Prozess.
Moderation: Dr. Reinhard Müller (FAZ)
Im Anschluss kleiner Empfang mit musikalischer Umrahmung:
Roman Kuperschmidt (Klezmer Musik Band) – Jüdische Musik
<link http: www.klezmer-frankfurt.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.klezmer-frankfurt.de
Ausstellungskatalog:
... <link fileadmin downloads die_justizielle_aufarbeitung_von_ns-verbrechen_in_hessen_katalog.pdf _blank download herunterladen der datei>Katalog (pdf-Datei, 125 S., 5.861 kb)
Einladungskarte zur Ausstellungseröffnung:
... <link fileadmin downloads die_justizielle_aufarbeitung_von_ns-verbrechen_in_hessen.pdf _blank download herunterladen der datei>Einladung (pdf-Datei, 612 kb)
Um Anmeldung bis spätestens Mittwoch, 9. Juli 2014 wird gebeten.
Kontakt:
Hessisches Hauptstaatsarchiv
Mosbacher Str. 55, 65187 Wiesbaden
Tel.: 0611.8810
<link mail ein fenster zum versenden der>poststelle@hhstaw.hessen.de
Die Ausstellung wird bis Ende 2015 in zahlreichen hessischen Städten gezeigt.
Weitere Informationen: <link http: www.hauptstaatsarchiv.hessen.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.hauptstaatsarchiv.hessen.de
In den Vernichtungslagern der »Aktion Reinhardt« wurden zwischen März 1942 und Oktober 1943 mehr als anderthalb Millionen Juden, insbesondere aus Polen, aber auch aus west-, süd- und osteuropäischen Ländern, durch Motorenabgase ermordet. Das Leitungspersonal der Lager, das sich zu Wachdiensten sogenannter »Trawniki«-Männer bediente, bsetzte sich aus etwa 120 deutschen und österreichischen Männern zusammen, die zuvor weitgehend bei der »Euthanasie« (Aktion T4) mitgewirkt hatten. Diese Täter und ihre Organisation stehen im Zentrum des Vortrags über die Geschichte der drei Vernichtungslager Bełżec, Sobibór und Treblinka.
Sara Berger ist Historikerin, Romanistin und Sozialpsychologin. Sie arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Fondazione Museo della Shoah in Rom und ist am Editionsprojekt »Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden« des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin für den Teilbereich Italien zuständig. Ihre Dissertation Experten der Vernichtung. Das T4-Reinhardt-Netzwerk in den Lagern Belzec, Sobibor und Treblinka erschien 2013 bei der Hamburger Edition des Hamburger Instituts für Sozialforschung.
Sara Berger, Experten der Vernichtung:
Das T4-Reinhardt-Netzwerk in den Lagern Bełżec, Sobibór und Treblinka
Hamburg: Hamburger Edition, 2013, 550 S., € 28,–
ISBN-13: 978-3868542684
Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
Bereits 1920 trat Fritz Bauer der SPD bei. Der Vortrag beleuchtet Bauers politisches Engagement in der Weimarer Republik und im Exil. Er thematisiert seine Freundschaft mit Kurt Schumacher, seinen Beitritt zum »Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold« im Kampf gegen NSDAP und KPD sowie seine Verfolgung durch die Nationalsozialisten. 1936 floh Fritz Bauer ins Exil, zunächst nach Dänemark, später nach Schweden, wo er sich der SOPADE um Willy Brandt anschloss, mit dem er die Zeitschrift »Sozialistische Tribüne« gründete.
Walter Mühlhausen ist Direktor der Stiftung Reichspräsident Friedrich Ebert Gedenkstätte in Heidelberg. Er ist Professor an der Technischen Universität Darmstadt und Mitglied der »Arbeitsgruppe zur Erforschung der NS-Vergangenheit ehemaliger hessischer Landtagsabgeordneter« innerhalb der der Kommission für Politische und Parlamentarische Geschichte des Landes Hessen beim Hessischen Landtag.
Eintritt: € 5,– / ermäßigt: € 2,50
Begleitveranstaltung zur Ausstellung:
»Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht«
10. April bis 7. September 2014 im Jüdischen Museum Frankfurt, Untermainkai 14/15
Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt, in Kooperation mit dem Thüringer Justizministerium.
Weitere Informationen
... <link http: www.fritz-bauer-institut.de fileadmin user_upload uploadsfbi pdfdateien fritz-bauer-austellung-frankfurt.pdf _blank download herunterladen der datei>Fritz Bauer. Der Staatsanwalt (pdf-Datei)
Kontakt
Jüdisches Museum Frankfurt
Untermainkai 14/15
60311 Frankfurt am Main
Tel.: 069.212-35000
Fax: 069.212-30705
<link mail ein fenster zum versenden der>info@juedischesmuseum.de
<link http: www.juedischesmuseum.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.juedischesmuseum.de
Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße
Guide: Patrick Schwentke
Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.
Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de
<link http: www.wollheim-memorial.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.wollheim-memorial.de
Mit Hilfe von Filmfunden und Aussagen von Weggefährten zeichnet der Film die außergewöhnliche Geschichte Fritz Bauers nach, von den schwäbischen Wurzeln über das erzwungene Exil bis zu seinem plötzlichen Tod. Es ist die Geschichte eines einzigartigen Verfechters des Rechts in einer restaurativen Gesellschaft, die in den sechziger Jahren bereits von den Geburtswehen einer freieren, kritischeren Zeit erfasst war – auch dank aufrechter Persönlichkeiten wie Fritz Bauer. Zu Wort kommen Manfred Amend, Inge Deutschkron, Heinz Düx, Ilse Staff, Ronen Steinke, Johannes Warlo, Günter Wehrheim und Gerhard Wiese.
Eintritt: € 5,– / ermäßigt: € 2,50
Begleitveranstaltung zur Ausstellung:
»Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht«
10. April bis 7. September 2014 im Jüdischen Museum Frankfurt, Untermainkai 14/15
Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt, in Kooperation mit dem Thüringer Justizministerium.
Weitere Informationen
... <link http: www.fritz-bauer-institut.de fileadmin user_upload uploadsfbi pdfdateien fritz-bauer-austellung-frankfurt.pdf _blank download herunterladen der datei>Fritz Bauer. Der Staatsanwalt (pdf-Datei)
Kontakt
Jüdisches Museum Frankfurt
Untermainkai 14/15
60311 Frankfurt am Main
Tel.: 069.212-35000
Fax: 069.212-30705
<link mail ein fenster zum versenden der>info@juedischesmuseum.de
<link http: www.juedischesmuseum.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.juedischesmuseum.de
Das Thema der Wiedergutmachung für Enteignungen und Unrecht während der NS-Zeit ist immer noch aktuell. Nach Ende des Kalten Kriegs wurden neue rechtliche Grundlagen geschaffen, Betroffenen auf der ganzen Welt Unterstützung zukommen zu lassen. Jenseits der rechtlichen stellt sich jedoch auch die Frage nach der ethisch begründeten Verantwortung. In welchem Verhältnis stehen beide zueinander? Wie lange sollten sich Staat und private Akteure moralisch in der Pflicht sehen, für begangene Verbrechen finanziell einzustehen?
Constantin Goschler ist Professor für Zeitgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum.
José Brunner ist Professor an der Buchmann Fakultät für Rechtswissenschaft und dem Cohn Institut für Wissenschaftsgeschichte und -philosophie der Universität Tel Aviv. Von 2005 bis 2013 war er Direktor des Minerva Instituts für deutsche Geschichte Tel Aviv.
2013 erschien im Wallstein Verlag der von José Brunner und Constantin Goschler gemeinsam mit Norbert Frei herausgegebene Band Die Globalisierung der Wiedergutmachung. Politik, Moral, Moralpolitik. Bereits 2009 ist in gleicher Herausgeberschaft und im gleichen Verlag der Band Die Praxis der Wiedergutmachung. Geschichte, Erfahrung und Wirkung in Deutschland und Israel erschienen.
Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
Hermann Diamanski trat als Zeuge im erstenFrankfurter Auschwitz-Prozess auf. Seine Aussagen waren teilweise umstritten, er selbst empfand seine Zeugenschaft als Last. Diamanskis abenteuerliches Leben spiegelt Jahrzehnte deutscher Geschichte. Er kämpfte im Spanischen Bürgerkrieg, war in Auschwitz Lagerältester im »Zigeunerlager«, erregte in der SBZ / DDR Missfallen, geriet in den Dschungel der Geheimdienste und flüchtete in die BRD, wo er nur schwer Fuß fassen konnte. Aus der Perspektive eines Akteurs geht es im Vortrag um die Zuverlässigkeit von Erinnerung und um die Verarbeitung traumatischer Erfahrungen.
Heiko Haumann ist emeritierter Professor für Osteuropäische und Neuere Allgemeine Geschichte an der Universität Basel. Er veröffentlichte zahlreiche Publikationen zur russischen und sowjetischen Geschichte sowie zur Geschichte der Ostjuden. 2011 erschien von ihm im Böhlau Verlag Hermann Diamanski (1910–1976): Überleben in der Katastrophe. Eine deutsche Geschichte zwischen Auschwitz und Staatssicherheitsdienst.
Begleitveranstaltung zur Ausstellung:
»Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht«
10. April bis 7. September 2014 im Jüdischen Museum Frankfurt, Untermainkai 14/15
Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt, in Kooperation mit dem Thüringer Justizministerium.
Weitere Informationen
... <link http: www.fritz-bauer-institut.de fileadmin user_upload uploadsfbi pdfdateien fritz-bauer-austellung-frankfurt.pdf _blank download herunterladen der datei>Fritz Bauer. Der Staatsanwalt (pdf-Datei)
Kontakt
Jüdisches Museum Frankfurt
Untermainkai 14/15
60311 Frankfurt am Main
Tel.: 069.212-35000
Fax: 069.212-30705
<link mail ein fenster zum versenden der>info@juedischesmuseum.de
<link http: www.juedischesmuseum.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.juedischesmuseum.de
und
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
Ein besonderes Interesse Fritz Bauers galt der strafrechtlichen Verfolgung der NS-Justiz. Noch bis in die späten 1970er Jahre stellte der Verbleib ehemaliger NS-Juristen in der bundesrepublikanischen Justiz eines der größten Versäumnisse im Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit dar.
Wie aktuell das Thema noch heute ist, erörtert Christoph Safferling anhand der Frage, wie sich das Bundesjustizministerium zu seiner NS-Vergangenheit verhält.
Christoph Safferling ist Professor für Strafrecht, Strafprozessrecht, Internationales Strafrecht und Völkerrecht an der Philipps-Universität Marburg, Mitglied am Institut für Kriminalwissenschaften und am Institut für Rechtsvergleichung und Direktor des Forschungs- und Dokumentationszentrums Kriegsverbrecherprozesse an der Philipps-Universität Marburg. Seit 11. Januar 2012 ist er Mitglied der Unabhängigen Wissenschaftlichen Kommission beim Bundesministerium der Justiz zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit. Christoph Safferling hat zahlreiche Monographien und Aufsätze veröffentlicht. 2013 erschien bei Vandenhoeck & Ruprecht der von ihm gemeinsam mit Manfred Görtemaker herausgegebene Band Die Rosenburg. Das Bundesministerium der Justiz und die NS-Vergangenheit – eine Bestandsaufnahme.
Eintritt: € 5,– / ermäßigt: € 2,50
Begleitveranstaltung zur Ausstellung:
»Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht«
10. April bis 7. September 2014 im Jüdischen Museum Frankfurt, Untermainkai 14/15
Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt, in Kooperation mit dem Thüringer Justizministerium.
Weitere Informationen
... <link http: www.fritz-bauer-institut.de fileadmin user_upload uploadsfbi pdfdateien fritz-bauer-austellung-frankfurt.pdf _blank download herunterladen der datei>Fritz Bauer. Der Staatsanwalt (pdf-Datei)
Kontakt
Jüdisches Museum Frankfurt
Untermainkai 14/15
60311 Frankfurt am Main
Tel.: 069.212-35000
Fax: 069.212-30705
<link mail ein fenster zum versenden der>info@juedischesmuseum.de
<link http: www.juedischesmuseum.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.juedischesmuseum.de
Der Vorstand des <link _blank internal-link internen link im aktuellen>Förderverein Fritz Bauer Institut e.V. lädt alle Mitglieder, Freunde und Förderer ganz herzlich zu einem Mitgliederfest des Vereins ein.
Im Anschluss an die Mitgliederversammlung möchten wir mit Ihnen feiern:
Um besser planen zu können bitten wir Sie, uns schriftlich bis zum 9. Mai 2014 Ihre Teilnahme am Mitgliederfest, gegebenenfalls mit Partner und Freunden, zu bestätigen.
Ich hoffe, Sie zur Mitgliederversammlung und zum Mitgliederfest zahlreich begrüßen zu dürfen.
Für den Vorstand
Jutta Ebeling (Vorsitzende)
Vorstand
Jutta Ebeling, Brigitte Tilmann, Gundi Mohr, Beate Bermanseder, Prof. Dr. Eike Hennig, Dr. Rachel Heuberger, Herbert Mai, Klaus Schilling, David Schnell
Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
Der Vorstand des <link _blank internal-link internen link im aktuellen>Förderverein Fritz Bauer Institut e.V. lädt gemäß § 7 der Satzung zur ordentlichen Mitgliederversammlung ein.
Für den Ablauf der Mitgliederversammlung gelten § 7,7 (»Die Mitgliederversammlung ist bei Anwesenheit von mehr als 50% der Mitglieder des Vereins beschlussfähig«) und § 7,8 (»Ist eine Mitgliederversammlung nicht beschlussfähig, so kann im unmittelbaren Anschluss an die Feststellung der Beschlussunfähigkeit eine Mitgliederversammlung anberaumt werden, die mit der Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig ist«) der Satzung. Die Mitgliedeversammlung ist öffentlich.
Tagesordnung:
Im Anschluss an die Mitgliderversammlung findet ab 15.00 Uhr im Casino des IG Farben-Hauses das Mitgliederfest des Fördervereins statt, zu dem alle Mitglieder, Freunde und Förderer herzlich eingeladen sind (siehe separaten Veranstaltungshinweis).
Ich hoffe, Sie zur Mitgliederversammlung und zum Mitgliederfest zahlreich begrüßen zu dürfen.
Für den Vorstand
Jutta Ebeling (Vorsitzende)
Vorstand
Jutta Ebeling, Brigitte Tilmann, Gundi Mohr, Beate Bermanseder, Prof. Dr. Eike Hennig, Dr. Rachel Heuberger, Herbert Mai, Klaus Schilling, David Schnell
Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße
Guide: Patrick Schwentke
Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.
Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de
<link http: www.wollheim-memorial.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.wollheim-memorial.de
Grußwort: Bürgermeisterin Gisela Stang
Herbert Mai (Vorstandsmitglied des Fördervereins):
Arbeit und die Aufgaben des <link _blank internal-link internen link im aktuellen>Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
Filmvorführung mit anschließender Diskussion:
mit Peter Hartl (Autor des Films) und Werner Renz (Fritz Bauer Institut)
Eintritt frei!
Veranstalter
Magistrat der Stadt Hofheim am Taunus-Stadtmuseum/Stadtarchiv in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im Main-Taunus-Kreis e.V., dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V. und dem Fritz Bauer Institut. Wir danken dem ZDF für die Bereitstellung des Films.
Mörder unter uns. Fritz Bauers einsamer Kampf
Er war die Ausnahmeerscheinung der Nachkriegsjustiz: Fritz Bauer, hessischer Generalstaatsanwalt, der die Deutschen in einem aufsehenerregenden Prozess vor 50 Jahren mit dem Geschehen in Auschwitz konfrontierte, stand in seiner Zunft weithin allein da. »Wenn ich mein Amtszimmer verlasse, betrete ich feindliches Ausland«, klagte er im Freundeskreis mit galligem Humor. Die überwältigende Mehrheit seiner Amtskollegen hatte ihre Robe bereits im Zeichen des Hakenkreuzes getragen und mühte sich nun, eingebunden in alte Seilschaften, nach Kräften, die Verbrechen der Vergangenheit ruhen zu lassen.
In klarem Kontrast zu dieser Schlussstrichmentalität öffnete Fritz Bauer im Frankfurter Auschwitzprozess seinen Landsleuten die Augen für die Abgründe der Diktatur. Ohne seine stille Beharrlichkeit wäre auch Adolf Eichmann, der nach Argentinien geflohene Manager des NS-Vernichtungswerks, bis an sein Lebensende unbehelligt geblieben. Und doch trieb Fritz Bauer, wiewohl als jüdischer Sozialdemokrat nach 1933 aus seinem Vaterland vertrieben, nicht Rachsucht an. Seine Mission war die Aufklärung. Auf dem Boden des Rechtsstaats ließ er öffentlich darüber verhandeln, welche verheerenden Folgen die Herrschaft des Unrechts hatte, in dem Bestreben, dessen Wiederkehr vorzubeugen.
Der Film zeichnet mit vielen Filmfunden, Selbstauskünften des Porträtierten und Aussagen von Weggefährten den eindrucksvollen Lebenslauf von Fritz Bauer auf. Ausgehend von den schwäbischen Wurzeln, über das erzwungene Exil in Dänemark und Schweden, bis zu seinem einsamen Tod in seiner Frankfurter Wohnung, zeigt er das Leben eines in vieler Hinsicht einzigartigen Verfechters des Rechts in einer restaurativen Gesellschaft, die in den sechziger Jahren bereits von den Geburtswehen einer freieren, kritischeren Zeit erfasst war – eine beginnende Entwicklung, die sich nur dank aufrechter Persönlichkeiten wie Fritz Bauer entfalten konnte.
Dokumentation, D 2014, 45 Minuten
Autoren Peter Hartl, Andrzej Klamt
Kamera: Anthony Miller, Christian Baumann
Schnitt: Nanni Leitner
Redaktion: Annette Tewes, Winfried Laasch
Sprecher: Nick Benjamin
Tonmischung: Bruno Hebestreit
Leitung: Annette Tewes, Stefan Brauburger
Wissenschaftliche Beratung: Dr. Ronen Steinke (Autor der Fritz Bauer Biografie: <link http: www.piper.de buecher fritz-bauer-isbn-978-3-492-05590-1 _blank external-link-new-window externen link in neuem>Fritz Bauer oder Auschwitz vor Gericht, München: Pieper Verlag, 2013)
Dank an: Werner Renz, Fritz Bauer Institut
Kontakt
Magistrat der Stadt Hofheim am Taunus
Chinonplatz 2
65719 Hofheim am Taunus
Tel.: 06192.202-0
Fax: 06192.7654
<link http: www.hofheim.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.hofheim.de
Eine Kooperation mit der <link http: www2.uni-frankfurt.de buber _blank external-link-new-window externen link in neuem>Martin-Buber-Professur für Jüdische Religionsphilosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Wenige Behauptungen über den Holocaust waren hartnäckiger und wurden kontroverser diskutiert als Hannah Arendts These, die Nazi-Verbrecher seien nicht unbedingt »böse«, sondern vielmehr »banal« gewesen. Arendt zielte mit diesem Argument darauf ab, die Rolle der nicht ideologisch motivierten Schreibtisch-Mörder des sogenannten Verwaltungsmassenmords hervorzuheben.
Im Lichte kürzlich entdeckter Belege, vor allem des lange vermissten Argentinien-Dossiers von Adolf Eichmann, kommen allerdings Zweifel auf, ob Arendts Beschreibung zutrifft, Eichmann sei ein bürokratischer Roboter gewesen, dessen Loyalität dem reibungslosen Funktionieren galt, ohne antisemitisch begründet zu sein. Diese Funde werfen wichtige Fragen auf im Hinblick auf die Interpretation des Holocaust und die Genocide Studies im Allgemeinen.
Richard Wolin ist Distinguished Professor of History, Political Science und Comparative Literature an der Columbia University New York, Graduate Center. Bereits 2001 erschien von ihm bei Princeton University Press Heidegger’s Children: Hannah Arendt, Karl Löwith, Hans Jonas, and Herbert Marcuse. 2012 wurde sein 2010 ebenfalls bei Princeton University Press erschienenes Buch The Wind From the East: French Intellectuals, the Cultural Revolution and the Legacy of the 1960s von der Financial Times als eines der besten Bücher bezeichnet.
Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
Präsentation der DVD mit Originalfilmmaterial zu Fritz Bauer mit anschließender Diskussion.
Teilnehmer/innen: Carl Bringer, Bettina Schulte Strathaus, Prof. Dr. Michael Stolleis und Dietrich Wagner
Eine Veranstaltung der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Jüdischen Museums e.V. und des Fördervereins Fritz Bauer Institut e.V.
Fritz Bauer, der hessische Generalstaatsanwalt, Initiator der Auschwitz-Prozesse und unermüdlicher Kritiker des deutschen Strafrechts, stellte sich der öffentlichen Auseinandersetzung. Das Fernsehstudio wusste er zu nutzen, um sich Handlungsspielräume zu erschließen. Im Zusammenhang mit der Vorbereitung der Ausstellung über Fritz Bauer im Jüdischen Museum Frankfurt hat das Fritz Bauer Institut Originalfilmmaterialien zusammengestellt, die erstmals von der Filmwissenschaftlerin Bettina Schulte Strathaus vorgestellt werden.
Fritz Bauer Institut (Hrsg.)
Fritz Bauer. Gespräche, Interviews und Reden aus den Fernseharchiven 1961‒1968
Redaktion: Bettina Schulte Strathaus
Absolut MEDIEN, Berlin 2014, Dokumente 4017
2 DVDs, 298 Min., s/w, € 19,90, ISBN: 978-3-8488-4017-5
Begleitveranstaltung zur Ausstellung:
»Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht«
10. April bis 7. September 2014 im Jüdischen Museum Frankfurt, Untermainkai 14/15
Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt, in Kooperation mit dem Thüringer Justizministerium.
Weitere Informationen
... <link http: www.fritz-bauer-institut.de fileadmin user_upload uploadsfbi pdfdateien fritz-bauer-austellung-frankfurt.pdf _blank download herunterladen der datei>Fritz Bauer. Der Staatsanwalt (pdf-Datei)
Kontakt
Jüdisches Museum Frankfurt
Untermainkai 14/15
60311 Frankfurt am Main
Tel.: 069.212-35000
Fax: 069.212-30705
<link mail ein fenster zum versenden der>info@juedischesmuseum.de
<link http: www.juedischesmuseum.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.juedischesmuseum.de
Das Vernichtungslager Sobibor lag am Ostrand des deutsch besetzten »Generalgouvernements« im Distrikt Lublin. Zwischen Mai 1942 und Oktober 1943 wurden dort etwa 180.000 Juden ermordet, darunter fast 100.000 Juden aus den umgebenden polnischen Gebieten, etwa 23.500 aus dem Deutschen Reich, mehr als 34.000 aus den Niederlanden und 3.500 aus Frankreich. Hinzu kam eine unbestimmte Zahl aus Weißrussland. Die Mehrzahl der Opfer wurde in Zügen der Reichsbahn nach Sobibor verschleppt. Bauarbeiten der Eisenbahn unterbrachen die Transporte im Sommer 1942 für einige Wochen. Doch der Terror von Sobibor endete erst mit dem erfolgreichen Aufstand der Häftlinge vom 14. Oktober 1943. Das Lager wurde anschließend fast spurlos eingeebnet. Die Täter wurden ab 1950 in der Bundesrepublik in mehreren Strafprozessen verurteilt. Der Vortrag beschreibt Bau und Betrieb der »Mordfabrik« Sobibor und geht auch auf die jüngste Geschichte der Gedenkstätte ein.
Alfred Gottwaldt ist Oberkustos am Technikmuseum in Berlin. Der Jurist und Historiker hat viele Publikationen über die Rolle der Reichsbahn im Holocaust und den Antisemitismus unter den Beschäftigten der Reichsbahn veröffentlicht. Bereits 2005 veröffentlichte er gemeinsam mit Diana Schulle die zum Standardwerk gewordene Chronik Die »Judendeportationen« aus dem Deutschen Reich 1941–1945 im Wiesbadener Marixverlag. Dort erschien 2011 auch Die Reichsbahn und die Juden 1933–1939. Antisemitismus bei der Eisenbahn in der Vorkriegszeit.
Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
Ausstellung im Jüdischen Museum Frankfurt am Main, Untermainkai 14/15
Donnerstag, 10. April bis Sonntag, 7. September 2014
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag, 10:00–17:00 Uhr
Mittwoch, 10:00–20:00 Uhr
Montag geschlossen
Als Gastrednerin der Eröffnungsveranstaltung spricht Dr. Stefanie Hubig,
Staatssekretärin im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz
Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt, in Kooperation mit dem Thüringer Justizministerium.
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Joachim Gauck.
Sie wird gefördert durch die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, das Hessische Ministerium der Justiz, für Integration und Europa, die Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung, die Fazit-Stiftung sowie Christiane und Nicolaus Weickert.
Fritz Bauer gehört zu den juristisch einflussreichsten jüdischen Remigranten im Nachkriegsdeutschland. Als hessischer Generalstaatsanwalt, der den Frankfurter Auschwitz-Prozess auf den Weg brachte, hat er bundesrepublikanische Geschichte geschrieben.
Die Ausstellung nimmt den Prozess, der sich 2013 zum fünfzigsten Mal jährte, zum Anlass, Fritz Bauer einem größeren Publikum vorzustellen.
Bauers Leben blieb nicht unberührt von den Verwerfungen des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung dokumentiert seine Lebensgeschichte im Spiegel der historischen Ereignisse, die ihn auch persönlich betrafen. Als Jude blieb Fritz Bauer vom Antisemitismus nicht verschont. Als Sozialdemokrat glaubte er dennoch an den Fortschritt, dann trieben ihn die Nationalsozialisten für 13 Jahre ins Exil. Als Generalstaatsanwalt hat er das überkommene Bild dieses Amtes revolutioniert. Nicht der Gehorsam der Bürger gegenüber dem Staat stand im Vordergrund. Bauer verstand sich stets als Vertreter der Menschenwürde vor allem auch gegen staatliche Gewalt – ein großer Schritt auf dem Weg der Demokratisierung in der frühen Bundesrepublik.
Kuratorin der Ausstellung
Monika Boll, Fritz Bauer Institut
Zur Ausstellung ist erschienen
Fritz Backhaus, Monika Boll, Raphael Gross (Hrsg.)
Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2014,
300 S., zahlr. Abb., € 29,90
ISBN: 978-3-5935-0105-5
Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 32
Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung.
... <link http: www.fritz-bauer-institut.de internal-link internen link im aktuellen>mehr
Des Weiteren ist erschienen
Fritz Bauer Institut (Hrsg.)
Fritz Bauer. Gespräche, Interviews und Reden aus den Fernseharchiven 1961‒1968
Redaktion: Bettina Schulte Strathaus
Absolut MEDIEN, Berlin 2014, Dokumente 4017
2 DVDs, 298 Min., s/w, € 19,90
ISBN: 978-3-8488-4017-5
Erstveröffentlichung historischer Fernsehaufnahmen Fritz Bauers.
... <link http: www.fritz-bauer-institut.de internal-link internen link im aktuellen>mehr
Weitere Informationen zur Ausstellung, zum Begleitprogramm und zu den zur Ausstellung erschienenen Publikationen:
... <link http: www.fritz-bauer-institut.de fileadmin user_upload uploadsfbi pdfdateien fritz-bauer-austellung-frankfurt.pdf _blank download herunterladen der datei>Fritz Bauer. Der Staatsanwalt (pdf-Datei)
Kontakt
Jüdisches Museum Frankfurt
Untermainkai 14/15
60311 Frankfurt am Main
Tel.: 069.212-35000
Fax: 069.212-30705
<link mail ein fenster zum versenden der>info@juedischesmuseum.de
<link http: www.juedischesmuseum.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.juedischesmuseum.de
Unmittelbar nach Gründung des westlichen Teilstaates gab es sowohl von Seiten der Alliierten als auch in der Bundes-SPD eine Reihe von Versuchen, die »streitbare Demokratie« des Grundgesetzes nicht nur gegen verfassungswidrige Parteien wie KPD und SRP in Stellung zu bringen, sondern auch gegen die Gefahr einer zu erwartenden »Renazifizierung« des Staates und der Armee »von oben«. Erst ab Herbst 1950 setzte sich die von Adenauer seit langem eingeschlagene Linie durch, die NS-Funktionseliten stillschweigend mit Bezügen und Pensionen auszustatten, um sie nicht mit Fragen nach ihrem Karriereverlauf in die Arme neonazistischer Parteien zu treiben. Einer der wenigen, die sich den Folgen dieser Politik zu widersetzen suchten, war Fritz Bauer.
Dominik Rigoll ist Historiker. Seit 2011 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Er war Projektkoordinator und Leiter der Arbeitsgruppe »Nationalsozialismus und autoritäre Regime« am Centre Marc Bloch in Berlin. Seine Dissertation Staatsschutz in Westdeutschland. Von der Entnazifizierung zur Extremistenabwehr erschien 2013 im Wallstein Verlag.
Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
Eine Veranstaltung des Pädagogisches Zentrums des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt am Main, in Kooperation mit dem Akademie für Lehrerbildung und Personalentwicklung – Xenos-Projekt.
Die Bielefelder Forschungsgruppe hat die »gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit« als Ideologie der Ungleichwertigkeit zwischen Gruppen ausgiebig erforscht. Für die pädagogische Praxis legen diese Untersuchungen unmittelbare normative Folgerungen nahe: die Gleichwertigkeit aller Menschen als Grundvoraussetzung für demokratische Verhältnisse zum Maßstab des pädagogischen Handelns zu machen und nach Wegen einer neuen Kultur der Anerkennung in Schule und Gesellschaft zu suchen.
Prof. Dr. Andreas Zick (Bielefeld) erläutert die Ergebnisse der Langzeitstudie für die pädagogische Praxis.
In Workshops werden Formen einer Pädagogik der Anerkennung vorgestellt:
Chris Kaletsch (Bildungsstätte Anne Frank, Frankfurt am Main)
Marina Chernivsky (Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V. – Projekt Perspektivwechsel, Berlin)
Jan Krebs (Gesicht zeigen! – Projekt 7xjung, Berlin)
Anmeldung: <link mail ein fenster zum versenden der>karin.stahl@lsa.hessen.de
Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße
Guide: Patrick Schwentke
Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.
Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de
<link http: www.wollheim-memorial.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.wollheim-memorial.de
Eine Veranstaltung des Pädagogisches Zentrums des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt am Main.
Dass Jugendliche palästinensischer und türkischer Herkunft die Beschäftigung mit der Shoah mehrheitlich ablehnen und sich bei diesem Thema antisemitisch äußern, ist eine weitverbreitete Meinung. Elke Gryglewski stellt die Gegenthese auf: Auch diese Jugendlichen interessieren sich für den Holocaust und entwickeln Empathie für die Opfer, wenn sie sich mit ihren Familiengeschichten anerkannt fühlen. In mehrmonatigen Projekten arbeitete sie als Pädagogin der Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz mit Jugendlichen aus diesen Communities. Ihre begleitenden Forschungen zeigen, wie diese tatsächlich Zugang zur Geschichte des Nationalsozialismus und der Shoah fanden. Dieser Befund ist nicht nur für das Lernen über die Geschichte der Shoah relevant. Auch die Frage, wie pädagogische Antworten auf neue Formen des Antisemitismus aussehen könnten, wird hier berührt.
Elke Gryglewsk: Anerkennung und Erinnerung.
Zugänge arabisch-palästinensischer und türkischer Berliner Jugendlicher zum Holocaust
Berlin: Metropol Verlag, 2013, 302 S., € 22,–
ISBN-13: 978-3863311452
Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
Ausgaben des Programmhefts
(pdf-Datei) seit April 2018
› April bis Juli 2026
› Oktober bis Februar 2025/26
› April bis Juli 2025
› Oktober bis Februar 2024/25
› März bis Juli 2024
› Oktober bis Februar 2023/24
› April bis Juli 2023
› Oktober bis Februar 2022/23
› April bis September 2022
› Oktober bis Februar 2021/22
› Juni bis Juli 2021
› April bis Mai 2021
› Januar bis Februar 2021
› Oktober bis November 2020
› März bis Juli 2020
› Oktober bis Februar 2019/20
› April bis Juli 2019
› Oktober bis Februar 2018/19
› April bis Juli 2018