Veranstaltungen und Ausstellungen

Veranstaltungsarchiv

Mi 02
Februar 2011
20:15

Fritz Bauer – Tod auf Raten

Filmvorführungen im Rhein-Main-Gebiet

Dokumentarfilm:

Darmstadt, Rex-Kino
Donnerstag, 03. Februar 2011, 20:00 Uhr
Wiesbaden, Caligari FilmBühne
Freitag, 04. Februar 2011, 18:00 Uhr
Mainz, CinéMayence, Mai
son de France
Samstag, 05. Februar 2011, 20:00 Uhr
Frankfurt am Main, Club Voltaire
Sonntag, 06. Februar 2011, 18:00 Uhr
Wiesbaden, Caligari FilmBühne

Mittwoch, 2. Februar 2011, 20:15 Uhr
Darmstadt, Rex-Kino, Grafenstr. 18-20
Eine Veranstaltung der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung
und »Gegen Vergessen – für Demokratie e.V.«
Filmvorführung und Diskussion mit der Regisseurin Ilona Ziok
<link http: rex-kinos-darmstadt.kino-zeit.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>rex-kinos-darmstadt.kino-zeit.de

Donnerstag, 3. Februar 2011, 20:00 Uhr
Wiesbaden, Caligari FilmBühne, Marktplatz 9
Eintritt: € 5,50 / ermäßigt € 4,50
Eine Veranstaltung des Kulturamtes Wiesbaden,
der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung
und »Gegen Vergessen – für Demokratie e.V.«.
Filmvorführung und Diskussion mit der Regisseurin Ilona Ziok
<link http: www.wiesbaden.de caligari _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.wiesbaden.de/caligari

Freitag, 4. Februar 2011, 18:00 Uhr
Mainz, CinéMayence, Maison de France, Schillerstr. 11
Eine Veranstaltung der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung
und »Gegen Vergessen – für Demokratie e.V.«.
Filmvorführung und Diskussion mit der Regisseurin Ilona Ziok
<link http: www.cinemayence.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.cinemayence.de

Samstag, 5. Februar 2011, 20:00 Uhr
Frankfurt am Main, Club Voltaire, Kleine Hochstr. 5
Eine Veranstaltung der Humanistische Union Frankfurt,
der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung
und »Gegen Vergessen – für Demokratie e.V.«.
Eintritt: € 7,– / ermäßigt € 5,–
Filmvorführung und Podiumsgespräch mit der Regisseurin Ilona Ziok,
Heiner Halberstadt (Club Voltaire) und Peter Menne (Humanistische Union)
<link http: www.club-voltaire.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.club-voltaire.de

Sonntag, 6. Februar 2011, 18:00 Uhr
Wiesbaden, Caligari FilmBühne, Marktplatz 9
Eintritt: € 5,50 / ermäßigt € 4,50
Filmvorführung im Rahmen einer Veranstaltung
des Kulturamtes der Stadt Wiesbaden,
der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung
und »Gegen Vergessen – für Demokratie e.V.«.
<link http: www.wiesbaden.de caligari _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.wiesbaden.de/caligari

Fritz Bauer – Tod auf Raten
Ein Film von Ilona Ziok
Deutschland 2010, 97 Minuten
<link http: www.fritz-bauer-film.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.fritz-bauer-film.de

Fritz Bauer
Auflistung biographischer Daten/Bibliographie
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Di 01
Februar 2011
18:15

Im »Pausenraum« der Diktatur

Unterhaltung im NS-Rundfunk

Vortrag von Birgit Bernard, Köln:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Casino am IG Farben-Haus
Raum 1.812

Reihe: Kulturpolitik im »Dritten Reich«
Die Vortragsreihe soll sich mit zentralen Bereichen der Kulturpolitik im »Dritten Reich« befassen. Die Beiträge behandeln unter anderem die Organisation des Kulturlebens, die ideologischen Ansprüche und die Praxis der nationalsozialistischen Kulturpolitik – in diesem Kontext stehen auch die Kompetenzkämpfe etwa zwischen Joseph Goebbels und Alfred Rosenberg – sowie die Ausschaltung von politischen Gegnern und aller Juden.

»Nur nicht langweilig werden« lautete die Marschrichtung, die Propagandaminister Joseph Goebbels für den deutschen Rundfunk ausgegeben hatte. Und dies bedeutete ab 1935 vor allem eines: Unterhaltung, Unterhaltung und nochmals Unterhaltung. Ob in Wunschkonzerten, »Werkpausen « aus Industriebetrieben oder im Rahmen der legendären Sendereihe »Der frohe Samstagnachmittag« – unterhaltende Anteile dominierten das Programm des gleichgeschalteten Rundfunks. Anhand von O-Tönen und zeitgenössischem Bildmaterial erläutert die Rundfunkhistorikerin Birgit Bernard die Funktion von Unterhaltung für die Stabilisierung der Diktatur.

Weitere Termine der Vortragsreihe
Dienstag, 16. November 2010: Die Organisation der Kulturpolitik im »Dritten Reich«, Vortrag von Christoph Schmidt, Münster
Dienstag, 30. November 2010: Ein gescheitertes Experiment? Zur Bedeutung des Buches für die NS-Mediendiktatur, Vortrag von Jan-Pieter Barbian, Duisburg
Dienstag, 11. Januar 2011: Makel und Marketing. Über den widersprüchlichen Umgang mit Provenienzen verfemter Kunstwerke im »Dritten Reich», Vortrag von Uwe Fleckner, Hamburg

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Dr. Jörg Osterloh
Tel.: 069.798 322-35
<link mail ein fenster zum versenden der>j.osterloh@fritz-bauer-institut.de
<link fileadmin downloads _blank download herunterladen der datei>Veranstaltungsflyer (pdf-Datei)



Sa 29
Januar 2011
13:00

Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

Mitgliederversammlung:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
IG Farben-Haus, EG, Raum 411

Der Vorstand des Fördervereins Fritz Bauer Institut e.V.
lädt gemäß § 7 der Satzung zur ordentlichen Mitgliederversammlung ein.

Um 15:00 Uhr, im Anschluss an die Mitgliederversammlung,
wird für alle Mitglieder und Interessierte das neu gegründete
Pädagogische Zentrum Frankfurt am Main vorgestellt.

Brigitte Tilmann, Präsidentin des Oberlandesgerichtes a. D.
(Vorsitzende des Fördervereins)

Das Pädagogische Zentrum des Fritz Bauer Instituts
und des Jüdischen Museums Frankfurt am Main stellt sich vor

Das Pädagogische Zentrum Frankfurt arbeitet seit Herbst 2010 in eigenen Räumen in der Seckbächer Gasse 14. Es verbindet die Themenfelder deutsch-jüdische Geschichte im europäischen Kontext und jüdische Gegenwart mit der Geschichte und Nachgeschichte des Holocaust. Zu Themen aus diesem weiten Arbeitsfeld bietet es Beratungen, Fortbildungen, Workshops und Studientage an. Darüber hinaus entwickelt das Zentrum innovative Zugänge zu seinen Themenfeldern, die vor allem auf die Veränderung der deutschen Gesellschaft (Migrationsgesellschaft, Medien) reagieren.
Eine Präsentation führt in die verschiedenen Arbeitsfelder ein und stellt aktuelle Projekte vor.
Danach stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Pädagogischen Zentrums für ein Gespräch zur Verfügung.
... 
<link http: www.pz-ffm.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.pz-ffm.de

Kontakt

Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
Manuela Ritzheim
Tel.: 069.798 322-39
<link mail ein fenster zum versenden der>m.ritzheim@fritz-bauer-institut.de



Do 27
Januar 2011
19:30

Die gewaltsame Verschleppung der Flörsheimer Juden

im Kontext der Deportationen aus dem Regierungsbezirk Wiesbaden

Vortrag von Monica Kingreen:

Aula des Graf-Stauffenberg-Gymanasiums
Bürgermeister-Lauck-Straße 24
65439 Flörsheim am Main

Veranstaltung zum Gedenken jüdischer Mitbürger. Eintritt frei.
Stadt Flörsheim am Main in Zusammenarbeit mit dem Graf-Staufenberg-Gymnasium.
Die Stadt Flörsheim am Main ist Mitglied im <link internal-link internen link im aktuellen>Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

Vor fast 69 Jahren begann die systematische gewaltsame Verschleppung jüdischer Bürger aus Flörsheim und anderen Orten des Main-Taunus-Kreises sowie aus dem Regierungsbezirk Wiesbaden.
In zwei Massendeportationen am 10. Juni und 28. August 1942 wurden mehr als 430 jüdische Menschen gewaltsam aus ihren Wohnungen in ein Sammellager in Frankfurt und weiter in das Ghetto Izbica, das Konzentrationslager Majdanek, das Vernichtungslager Sobibor, das Ghetto Theresienstadt und weiter in die Vernichtungslager Treblinka und Auschwitz transportiert.

Monica Kingreen, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Pädagogischen Zentrums des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt am Main, und seit vielen Jahren mit der Erforschung des Jüdischen Landlebens in Hessen und der Verfolgung der Juden während der NS-Zeit beschäftigt geht in ihrem Vortrag den Verschleppungen aus dem Regierungsbezirk Wiesbaden detailliert nach.

Kontakt
Monica Kingreen
Pädagogisches Zentrum FFM
Fritz Bauer Institut & Jüdisches Museum Frankfurt
Telefon: 069.212-74238
<link mail ein fenster zum versenden der>monica.kingreen@stadt-frankfurt.de
<link http: www.pz-ffm.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.pz-ffm.de



Do 27
Januar 2011
14:00

Aktuelle Formen des Antisemitismus und die pädagogische Auseinandersetzung

Vortrag von Gottfried Kößler:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Bockenheim
Jügelhaus
Mertonstr. 17–21, Raum 32 B

Veranstaltungsreihe »Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus«

Gottfried Kößler ist stellvertretender Direktor des Fritz Bauer Instituts für den Bereich Pädagogik und Mitarbeiter des Pädagogischen Zentrums des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt.

Veranstaltung im Rahmen des Seminars von Dr. Manfred Wittmeier
Veranstalter: Hessischer Jugendring in Kooperation mit dem Fritz Bauer Institut

Einladung des Hessischen Jugendrings
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Weitere Termine der Veranstaltungsreihe zum
»Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus«
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Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de



Do 27
Januar 2011
11:00

Das Unverstehbare verstehen

Der Holocaust und die Rechtsgeschichte

Vortrag von Prof. Dr. Michael Stolleis:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Casino am IG Farben-Haus
Grüneburgplatz 1, Raum 1.801

Veranstaltungsreihe »Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus«

Vortrag von Prof. Dr. Michael Stolleis
(Max Planck Institut für Europäische Rechtsgeschichte)

Grußwort von Prof. Dr. Werner Müller-Esterl
(Präsident der Goethe-Universität Frankfurt am Main)

Weitere Termine der Veranstaltungsreihe zum
»Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus«
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Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
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Mi 26
Januar 2011
10:15

»Anständig geblieben«

Überlegungen zur »nationalsozialistischen Moral«

Vortrag von Prof. Dr. Raphael Gross:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Bockenheim
Jügelhaus (Eingang Gräfstraße)
Hörsaal VI

Veranstaltungsreihe »Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus«

Prof. Dr. Raphael Gross ist Direktor des Fritz Bauer Instituts,
des Jüdischen Museums Frankfurt am Main und des Leo Baeck Institute, London.

Veranstaltung im Rahmen der Vorlesung von Dr. habil. Benjamin Ortmeyer

Weitere Termine der Veranstaltungsreihe zum
»Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus«
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Kontakt

Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de



Di 25
Januar 2011
14:30

»Schindlers Liste« im Unterricht

Lehrerfortbildung:

Oskar und Emilie Schindler-Lernzentrum
Museum Judengasse
Kurt-Schumacher-Str. 10
Frankfurt am Main
Die Veranstaltung endet um 17:00 Uhr

Durch den Film »Schindlers Liste« von Steven Spielberg aus dem Jahr 1993 wurde er weltberühmt: der deutsche Fabrikbesitzer, der unter Einsatz seines Lebens und seines gesamten Vermögens fast 1.100 Juden vor dem sicheren Tod im Vernichtungslager Auschwitz rettete.
Wohl kaum ein historischer Spielfilm hat in den vergangenen Jahren eine vergleichbare Breitenwirkung auf die Wahrnehmung des Holocaust gehabt wie der Film von Steven Spielberg. Bemerkenswerterweise handelt es sich auch um einen Film, den Schülerinnen und Schüler nicht nur durch den Schulunterricht, sondern aus dem Fernsehprogramm oder durch die Ausleihe aus der Videothek kennen. Es bedarf keiner besonderen Überzeugungsanstrengung, um Schüler für eine Auseinandersetzung mit einem Spielberg-Film zu gewinnen.
In der Fortbildung geht es um verschiedene Zugangsformen zur schillernden Persönlichkeit Oskar Schindlers und die Möglichkeiten einer medienkritischen Auseinandersetzung mit Inhalten des Filmes. Dabei werden auch die Arbeitsmöglichkeiten für Schulklassen im Oskar und Emilie Schindler Lernzentrum einbezogen.

Veranstaltungsnummer: 056 4673
Leitung: Gottfried Kößler, Dr. Martin Liepach
Dieses Fortbildungsangebot wird mit fünf Leistungspunkten bewertet.

Kontakt
Dr. Martin Liepach
PÄDAGOGISCHES ZENTRUM FFM
FRITZ BAUER INSTITUT & JÜDISCHES MUSEUM FRANKFURT
Telefon: 069.212-49434
Telefax: 069.212-30705
<link mail ein fenster zum versenden der>martin.liepach@stadt-frankfurt.de
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Sa 15
Januar 2011
15:00

Norbert Wollheim Memorial

Öffentliche Führung:

Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon
Goethe-Universität
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
60323 Frankfurt am Main
Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße

Guide: Céline Wendelgaß

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de
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Di 11
Januar 2011
18:15

Makel und Marketing. Über den widersprüchlichen Umgang

mit Provenienzen verfemter Kunstwerke im »Dritten Reich»

Vortrag von Uwe Fleckner, Hamburg:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Casino am IG Farben-Haus, Raum 1.812

Reihe: Kulturpolitik im »Dritten Reich«
Die Vortragsreihe soll sich mit zentralen Bereichen der Kulturpolitik im »Dritten Reich« befassen. Die Beiträge behandeln unter anderem die Organisation des Kulturlebens, die ideologischen Ansprüche und die Praxis der nationalsozialistischen Kulturpolitik – in diesem Kontext stehen auch die Kompetenzkämpfe etwa zwischen Joseph Goebbels und Alfred Rosenberg – sowie die Ausschaltung von politischen Gegnern und aller Juden.

Tief ist die Kluft zwischen der Diffamierung der modernen Kunst im »Dritten Reich« und der Absicht der Nationalsozialisten, die als »entartet« beschlagnahmten Werke zu möglichst hohen Preisen an ausländische Sammler und Museen zu verkaufen. Die nationalsozialistische Führung sah sich in der Lage, jene Werke, die sie mit Hohn und Spott gebrandmarkt hatte, in ihren Verhandlungen mit den akkreditierten Kunsthändlern und deren Kundschaft, mit ausländischen Galeristen und Museumskuratoren vollständig anders zu bewerten als gegenüber der deutschen Öffentlichkeit. Gerade die Tatsache, daß Gemälde, Skulpturen und Graphiken als »wertlose« Produkte kulturellen Verfalls in deutschen Museen beschlagnahmt wurden und ihnen dann unter Hinweis auf ihre Provenienz zu hohem Marktwert und internationaler Anerkennung verholfen werden sollte, kann als Indikator für die grundsätzliche Heterogenität der Kunst- und Kulturpolitik im »Dritten Reich« dienen.

Uwe Fleckner ist Professor für Kunstgeschichte an der Universität Hamburg und Leiter des Warburg-Hauses. Anfang 2011 erscheint im Akademie-Verlag der von ihm gemeinsam mit Max Hollein herausgegebene Sammelband »Museum im Widerspruch. Das Städel und der Nationalsozialismus«.

Weitere Termine der Vortragsreihe
Dienstag, 16. November 2010: Die Organisation der Kulturpolitik im »Dritten Reich«, Vortrag von Christoph Schmidt, Münster
Dienstag, 30. November 2010: Ein gescheitertes Experiment? Zur Bedeutung des Buches für die NS-Mediendiktatur, Vortrag von Jan-Pieter Barbian, Duisburg
Dienstag, 1. Februar 2011: Im »Pausenraum« der Diktatur – Unterhaltung im NS-Rundfunk, Vortrag von Birgit Bernard, Köln

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Dr. Jörg Osterloh
Tel.: 069.798 322-35
<link mail ein fenster zum versenden der>j.osterloh@fritz-bauer-institut.de
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Sa 18
Dezember 2010
15:00

Norbert Wollheim Memorial

Öffentliche Führung:

Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon
Goethe-Universität
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
60323 Frankfurt am Main
Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße

Guide: Sandra Sattler

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de
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Di 07
Dezember 2010
19:00

Umdeuten, verschweigen, erinnern

Die späte Aufarbeitung des Holocaust in Osteuropa.

Buchvorstellung und Diskussion mit Karol Sauerland und Micha Brumlik:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
IG Farben-Haus, EG, Raum 411

In Ost- und Mitteleuropa wurde der Holocaust lange aus der eigenen Geschichte verdrängt. Mit Ende des Kalten Krieges öffneten sich jedoch die bis dahin verschlossenen Archive. Damit ließ sich nicht länger leugnen, dass die Massenvernichtung der Juden ein wesentlicher Bestandteil nicht nur der deutschen Geschichte, sondern auch der vieler europäischer Staaten ist. Der Band zeigt, wie unter anderem in Polen, Rumänien und Litauen, aber auch in Ostdeutschland nach 1989 die Vergangenheit im Dritten Reich aufgearbeitet wurde. Dabei wird klar, dass die Erinnerungsarbeit vielfach noch in den Anfängen steckt.
Die Aufsätze für diesen Sammelband sind entstanden aus Beiträgen zur internationalen Konferenz »Die Nachgeschichte des Holocaust in Ost- und Mitteleuropa«, 25. und 26. Juni 2004 in Frankfurt am Main, veranstaltet vom Fritz Bauer Institut in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Karol Sauerland.

Micha Brumlik ist Professor am Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt. Von 2000 bis 2005 war er Direktor des Fritz Bauer Instituts.

Karol Sauerland lehrt deutsche Literatur und Ästhetik an den Universitäten von Warschau und Thorn. Im Wintersemester 2003/2004 und im Sommersemester 2004 hatte er die Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung des Fritz Bauer Instituts an der Goethe-Universität Frankfurt am Main inne.

Micha Brumlik, Karol Sauerland (Hrsg.)
Umdeuten, verschweigen, erinnern
Die späte Aufarbeitung des Holocaust in Osteuropa

Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2010, 257 S., € 29,90
EAN 978-3-593-39271-4
Wissenschaftliche Reihe des Fritz Bauer Instituts, Band 18

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
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Di 30
November 2010
18:15

Ein gescheitertes Experiment?

Zur Bedeutung des Buches für die NS-Mediendiktatur

Vortrag von Jan-Pieter Barbian, Duisburg:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Casino am IG Farben-Haus, Raum 1.812

Reihe: Kulturpolitik im »Dritten Reich«
Die Vortragsreihe soll sich mit zentralen Bereichen der Kulturpolitik im »Dritten Reich« befassen. Die Beiträge behandeln unter anderem die Organisation des Kulturlebens, die ideologischen Ansprüche und die Praxis der nationalsozialistischen Kulturpolitik – in diesem Kontext stehen auch die Kompetenzkämpfe etwa zwischen Joseph Goebbels und Alfred Rosenberg – sowie die Ausschaltung von politischen Gegnern und aller Juden.

Der NS-Staat war auch eine Mediendiktatur, in der die Literatur eine ideologisch definierte Rolle spielen sollte. Was im Dritten Reich erschien, war in vielen Fällen »von Goebbels' Gnaden«. Doch der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, der in Personalunion auch Präsident der Reichskulturkammer war, musste seine Macht mit anderen Herrschaftsträgern teilen. Der Vortrag schildert diesen zwölfjährigen Kampf zwischen staatlichen und parteiamtlichen Bürokratien um die Aufteilung und praktische Anwendung der literaturpolitischen Kompetenzen. Darüber hinaus geht der Vortrag auf die konkreten Auswirkungen der Politik auf das Verlagswesen, den Buchmarkt und die literarische Produktion ein. Dabei werden insbesondere auch die Ausschaltung der jüdischen Autoren und die »Arisierung« der jüdischen Verlage und Buchhandlungen thematisiert.

Dr. Jan-Pieter Barbian
, geboren 1958, ist Direktor der Stadtbibliothek Duisburg. Der Historiker, Germanist und Philosoph promovierte 1991 mit einer Studie über die »Literaturpolitik im ›Dritten Reich‹. Institutionen, Kompetenzen, Betätigungsfelder«, veröffentlicht 1993 im Archiv für Geschichte des Buchwesens; die aktualisierte Taschenbuchausgabe erschien 1995 bei dtv.

Weitere Termine der Vortragsreihe
Dienstag, 16. November 2010: Die Organisation der Kulturpolitik im »Dritten Reich«, Vortrag von Christoph Schmidt, Münster
Dienstag, 11. Januar 2011: Makel und Marketing. Über den widersprüchlichen Umgang mit Provenienzen verfemter Kunstwerke im »Dritten Reich», Vortrag von Uwe Fleckner, Hamburg
Dienstag, 1. Februar 2011: Im »Pausenraum« der Diktatur – Unterhaltung im NS-Rundfunk, Vortrag von Birgit Bernard, Köln

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Dr. Jörg Osterloh
Tel.: 069.798 322-35
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Mo 29
November 2010
19:00

Fritz Bauer – Tod auf Raten

Dokumentarfilm und Diskussion:

CineStar Metropolis
Eschenheimer Anlage 40
60318 Frankfurt am Main
Geschlossene Veranstaltung! Nur auf Einladung mit Rückantwort und für die Mitglieder des Fördervereins Fritz Bauer Institut e.V.

Veranstalter: Frankfurter Anwaltsverein e.V.
und Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

Liebe Mitglieder des Fördervereins,
liebe Freunde des Fritz Bauer Instituts,

Fritz Bauer gehört zu den großen Gestalten der Justizgeschichte der BRD. Zuletzt war er der Hessische Generalstaatsanwalt von 1956 bis zu seinem Tod 1968. Als Patriot und Humanist war sein zentrales Anliegen die Aufarbeitung der NS-Verbrechen durch die deutsche Justiz selbst mit seinen staatsanwaltschaftlichen Mitteln.
Wir freuen uns, Ihnen gemeinsam mit dem Frankfurter Anwaltsverein e.V., der Hessischen Generalstaatsanwaltschaft und dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V. diesen Film im Rahmen einer geschlossenen Veranstaltung zeigen zu können und laden Sie dazu herzlich ein. Im Anschluss an die Filmvorführung moderieren die Veranstalter eine Diskussion zu Bedeutung, Leben und Wirken Fritz Bauers. Die Regisseurin Ilona Ziok hat ihre Teilnahme zugesagt.
Wegen der begrenzten Platzzahl möchten wir Sie bitten, sich mit Ihrem Vor- und Nachnamen, wenn Sie wollen auch mit Ihrer Funktion, und mit den Vor- und Nachnamen eventueller Begleitpersonen schriftlich beim Frankfurter Anwaltsverein e.V. (Adresse s.u.) anzumelden. Der Eintritt ist kostenlos.

Fritz Bauer – Tod auf Raten
Ein Film von Ilona Ziok
Deutschland 2010, 97 Minuten
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Fritz Bauer
Auflistung biographischer Daten/Bibliographie
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Kontakt
Frankfurter Anwaltsverein e.V.
Kurt Degenhard (Vorsitzender)
Fax: 069.287484
<link mail ein fenster zum versenden der>kanzlei@frankfurter-anwaltsverein.de
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Di 23
November 2010
20:00

Fritz Bauer

Tod auf Raten

Dokumentarfilm und Gespräch:

naxos – Kino im Theater Willy Praml
Wittelsbacherallee 29
60316 Frankfurt am Main

Veranstalter: naxos.KINO IM THEATER – Dokumentarfilm & Gespräch e.V.,
unterstützt von der IG Metall, gefördert von der Otto-Brenner Stiftung,
in Kooperation mit Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.

Podiumsgspräch im Anschluss an den Film

Ilona Ziok (Regisseurin des Films), Jürgen Serke (Schriftsteller und Journalist),
Peter Menne (Vorsitzender der Humanistischen Union Frankfurt)
Gesprächsleitung: Wolf Lindner (Leiter des Naxos-Kinos)

Vor der Filmvorführung gibt es einen Sektempfang für alle Besucher,
nach dem Filmgespräch werden Kleinigkeiten zum Essen gereicht.

Fritz Bauer – Tod auf Raten
Ein Film von Ilona Ziok
Deutschland 2010, 97 Minuten
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Kontakt
Wolf Lindner
Tucholskystraße 57
60598 Frankfurt am main
Tel.: 069.707 949 10
<link mail ein fenster zum versenden der>info@naxos-kino.org
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Sa 20
November 2010
15:00

Norbert Wollheim Memorial

Öffentliche Führung:

Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon
Goethe-Universität
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
60323 Frankfurt am Main
Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße

Guide: Patrick Schwentke

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
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Di 16
November 2010
18:15

Die Organisation der Kulturpolitik im »Dritten Reich«

Vortrag von Christoph Schmidt, Münster:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Casino am IG Farben-Haus, Raum 1.812

Vortragsreihe: Kulturpolitik im »Dritten Reich«
Die Vortragsreihe soll sich mit zentralen Bereichen der Kulturpolitik im »Dritten Reich« befassen. Die Beiträge behandeln unter anderem die Organisation des Kulturlebens, die ideologischen Ansprüche und die Praxis der nationalsozialistischen Kulturpolitik – in diesem Kontext stehen auch die Kompetenzkämpfe etwa zwischen Joseph Goebbels und Alfred Rosenberg – sowie die Ausschaltung von politischen Gegnern und aller Juden.

Die Machtübernahme der Nationalsozialisten im Januar 1933 markierte einen tiefen Einschnitt in die Tradition der deutschen Kulturpolitik. Niemals zuvor hatte es auf deutschem Boden ein Regime gegeben, das mit einem derart brachialen wie allumfassenden kulturellen Gestaltungsanspruch auftrat und seine Politik durchsetzte. Der Vortrag skizziert die ideologischen Hintergründe dieser Politik und versucht, die Frage zu beantworten, welcher Organisationsformen, machtpolitischer Methoden und ökonomischer Mechanismen sich die Protagonisten des »Dritten Reichs« auf dem Kultursektor bedienten und welche Strukturen sie schufen und hinterließen. Dabei liegt der Fokus der Betrachtung nicht nur auf der Reichsebene, sondern auch auf den kulturpolitischen Handlungsebenen der mittleren und unteren Verwaltung sowie der Parteiinstitutionen.

Christoph Schmidt, geboren 1972, ist Archivar im Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Der Historiker und Germanist promovierte 2003 mit seiner Studie über »Kommunale NS-Kulturpolitik im Parteigau Westfalen-Nord (1933–1945)«

Weitere Termine der Vortragsreihe

Dienstag, 30. November 2010: Ein gescheitertes Experiment? Zur Bedeutung des Buches für die NS-Mediendiktatur, Vortrag von Jan-Pieter Barbian, Duisburg
Dienstag, 11. Januar 2011: Makel und Marketing. Über den widersprüchlichen Umgang mit Provenienzen verfemter Kunstwerke im »Dritten Reich», Vortrag von Uwe Fleckner, Hamburg
Dienstag, 1. Februar 2011: Im »Pausenraum« der Diktatur – Unterhaltung im NS-Rundfunk, Vortrag von Birgit Bernard, Köln

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Dr. Jörg Osterloh
Tel.: 069.798 322-35
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Mi 10
November 2010
19:00

»Eichmanns Ende«

Nazi-Verbrecher in Argentinien

Lernnacht:

Film – Vortrag – Podiumsdiskussion
Museum Judengasse
Kurt-Schumacher-Str. 10
60311 Frankfurt am Main

Lernnacht des Jüdischen Museums Frankfurt und des Fritz Bauer Instituts

Die Entführung von Adolf Eichmann, einem der Organisatoren des Massenmordes an den europäischen Juden, und der Prozess gegen ihn in Israel gehören zu den wichtigsten Ereignissen in der Auseinandersetzung mit dem Holocaust nach 1945. Die Ereignisse warfen ein Schlaglicht auf die besondere Situation in Argentinien, wo jüdische Flüchtlinge auf ehemalige NS-Täter treffen konnten. Gleichzeitig zeigten sie die erschütternden Mängel in der Strafverfolgung der nationalsozialistischen Verbrecher. Die diesjährige LernNacht nimmt die Ausstellung „Juden in Argentinien“ zum Anlass, das beeindruckende Dokudrama „Eichmanns Ende“ zu präsentieren und in der anschließenden Diskussion auf die historischen Hintergründe einzugehen.

Programm


19.00 Uhr: Begrüßung
Prof. Dr. Felix Semmelroth, Dezernent für Kultur und Wissenschaft
Prof. Dr. Raphael Gross, Direktor des Jüdischen Museums

19.15 Uhr: Film
Eichmanns Ende. Liebe, Verrat, Tod
Deutschland 2010, Regie: Raymond Ley, Redaktion: Alexander von Sallwitz, wissenschaftliche Beratung: Dr. Bettina Stangneth

21.00 Uhr: Vortrag
Dr. Dieter Maier
Buenos Aires 1960 – Jüdische Flüchtlinge und NS-Verbrecher

21.15 Uhr: Podiumsdiskussion
Raymond Ley, Alexander von Sallwitz, Bettina Stangneth, Dieter Maier, Ronny Loewy (Moderation)

Kontakt
Jüdisches Museum Frankfurt
Tel.: 069.212 35000
Fax: 069.212 30705
<link mail ein fenster zum versenden der>info@juedischesmuseum.de
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Di 09
November 2010
19:00

»Ein Leben aufs neu« – Das Robinson Album

Jüdische »Displaced Persons« auf deutschen Boden 1945–1948

Ausstellungseröffnung:

Rathaus Ziegenhain
Wiederholdstr. 24
34613 Schwalmstadt-Ziegenhain
Veranstalter: Fritz Bauer Institut und Gedenkstätte und Museum Trutzhain

Öffnungszeiten:
Dienstag, 09. November bis Sonntag, 05. Dezember 2010
Dienstag bis Donnerstag, 9:00 bis 15:30 Uhr
Freitag nach Vereinbarung
Samstag und Sonntag, 14:00 bis 17:00 Uhr

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs fanden jüdische Überlebende der NS-Terrorherrschaft im Nachkriegsdeutschland Zuflucht in sogenannten Displaced Persons (DP) Camps. Die Fotoausstellung porträtiert das täglliche Leben und die Arbeit der Selbstverwaltung in dem Lager für jüdische Displaced Persons in Frankfurt-Zeisheim. Der Fotograf Ephraim Robinson lebte selbst als DP in diesem Lager und hielt eindrücklich fest, wie die Menschen ihre Belange in die eigenen Hände nahmen, den Alltag gestalteten, ein »Leben aufs neu« wagten. Als Ephraim Robinson 1958 in den USA verstarb, hinterließ er nicht nur viele hunderte Aufnahmen, sondern auch ein Album, das die Geschichte der jüdischen DPs in exemplarischer Weise erzählt.

Kontakt
Gedenkstätte und Museum Trutzhain
Seilerweg 1
34613 Schwalmstadt
Telefon: 06691.710662
<link mail ein fenster zum versenden der>info@gedenkstaette-trutzhain.de
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So 07
November 2010
11:15

Legalisierter Raub

Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933–1945

Ausstellungseröffnung:

Wolfgang-Bonhage-MUSEUM KORBACH
Kirchplatz 2
34997 Korbach
Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Hessischen Rundfunks

Zur Begrüßung spechen Klaus Friedrich (Bürgermeister der Kreisstadt Korbach) und Dr. Thomas Wurzel (Geschäftsführer der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen). Katharina Stengel (Fritz Bauer Institut) führt in das Thema der Ausstellung ein. Barbara Küpfer (Querflöte) und Angelika Peteler (Klavier) spielen Werke von Johann Sebastian Bach und Tomaso Albinoni.

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag, 11.00–16.30 Uhr, Eintritt frei.
Für Schulklassen und Gruppen nach Vereinbarung auch außerhalb der Öffnungszeiten.
Für Gruppen werden Führungen (Kosten: € 35,–) angeboten.
<link fileadmin downloads korbach-programm.pdf download herunterladen der datei>Ausführliches Begleitprogramm

Kontakt
Wolfgang-Bonhage-MUSEUM KORBACH
Dr. Wilhelm Völcker-Janssen
Telefon: 05631.53289 / .53278
<link mail ein fenster zum versenden der>museum@korbach.de
<link http: www.museum-korbach.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.museum-korbach.de

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Mi 03
November 2010
19:00

Fritz Bauer

Tod auf Raten

Filmaufführung und Diskussion:

Pupille – Kino in der Uni
Studierendenhaus Campus Bockenheim, Festsaal
Mertonstr. 26–28
60325 Frankfurt am Main

Veranstalter: Pupille – Kino in der Uni
mit Unterstützung des Fritz Bauer Instituts

Diskussion mit Ilona Ziok (Regiseurin des Films);
Prof. Dr. Raphael Gross (Direktor des Jüdischen Museums Frankfurt,
des Leo Baeck Institute London und des Fritz Bauer Instituts;
Jonas Erkel (AStA-Vorsitzender, Goethe-Universität Frankfurt am Main)

Fritz Bauer – Tod auf Raten
Ein Film von Ilona Ziok
Deutschland 2010, 97 Minuten
www.fritz-bauer-film.de

Kontakt
Pupille e.V.
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 289 76
Fax: 069.798 233 47
info(at)pupille.org
www.pupille.org



Di 02
November 2010
20:00

Das »Großdeutsche Reich« und die Juden

Nationalsozialistische Verfolgung in den »angegliederten« Gebieten

Buchpremiere:

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstr. 8
Berlin-Kreuzberg
Veranstalter: Stiftung Topographie des Terrors und Fritz Bauer Institut

Einführung und Moderation: Dr. Jörg Osterloh, Fritz Bauer Institut, Frankfurt am Main
Kurzvorträge: Dr. Wolfgang Gippert, Köln, und Marc Schoentgen, Diekirch (Luxemburg)
– Eintritt frei –

65 Jahre nach dem Ende des »Dritten Reichs« beleuchtet der von Wolf Gruner und Jörg Osterloh herausgegebene Band Das »Großdeutsche Reich« und die Juden. Nationalsozialistische Verfolgung in den »angegliederten« Gebieten (2010) erstmals systematisch die antijüdische Politik in den vom NS-Staat zwischen 1935 und 1940 annektierten Gebieten. Dazu zählten u.a. die Saar, Österreich und das Memelgebiet wie auch Danzig-Westpreußen und Luxemburg. Die Autoren untersuchen die Verfolgung in diesen Gebieten und ihre Auswirkungen auf die jüdische Bevölkerung: Welche Institutionen waren zu welchem Zeitpunkt für welche Maßnahmen verantwortlich? Wie verhielt sich die einheimische deutsche und nichtdeutsche Bevölkerung? Wie beeinflusste die Verfolgungspolitik die Bildung der von den Nationalsozialisten propagierten »Volksgemeinschaft«? Anstelle gleicher, von Berlin angeordneter Maßnahmen zeigen die Beiträge eigenständige Entwicklungen in den »angegliederten« Gebieten, die oftmals auf die anderen Gebiete und sogar die antijüdische Politik im Reich zurückwirkten.

Jörg Osterloh, 1967 geboren, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fritz Bauer Institut in Frankfurt am Main. Zu seinen Veröffentlichungen gehört die Studie Nationalsozialistische Judenverfolgung im Reichsgau Sudetenland 1938–1945 (2006). Er ist Mitherausgeber des vorgestellten Bandes und Autor des Beitrags zum Sudetenland.

Wolfgang Gippert, 1966 geboren, ist Akademischer Rat am Institut für vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften der Universität zu Köln. Er veröffentlichte u.a. Kindheit und Jugend in Danzig 1920–1945. Identitätsbildung im sozialistischen und im konservativen Milieu (2005). Zum vorgestellten Band hat er eine Studie über Danzig-Westpreußen beigetragen.

Marc Schoentgen, 1967 geboren, ist Lehrer für Geschichte. Bis 2009 war er Mitglied der staatlichen Untersuchungskommission Commission d’études sur la spoliation des biens juifs pendant les années de guerre 1940–1945. Zuletzt gab er gemeinsam mit Jeannot Berg J’avais 20 ans. J’avais connu l’enfer. Mémoires d’un rescapé des camps nazis heraus (2009). In dem vorgestellten Band ist er mit einem Beitrag über Luxemburg vertreten.

Kontakt
Stiftung Topographie des Terrors
Niederkirchnerstraße 8
10963 Berlin
Tel.: 030.254509-0
Fax: 030.254509-99
<link mail ein fenster zum versenden der>info@topographie.de
<link http: www.topographie.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.topographie.de



Mo 01
November 2010
19:00

»Das Wissen um Auschwitz«

Buchvorstellung und Diskussion mit Ahlrich Meyer:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
IG Farben-Haus, EG, Raum 311

Ahlrich Meyer: Das Wissen um Auschwitz.
Täter und Opfer der »Endlösung« in Westeuropa

Paderborn: Schöningh Verlag, 2010, 238 S., € 29,90

Ahlrich Meyer behandelt erstmals die Judenverfolgung in allen drei während des Zweiten Weltkriegs besetzten westeuropäischen Ländern und geht der Frage nach, was die deutschen Täter wie die Opfer über den tatsächlichen Zweck der Deportationen in die Vernichtungslager wussten.

Was wusste die Masse der Täter von Auschwitz, und was haben die deportierten Juden geahnt oder gewusst? Beide Fragen sind nicht so leicht zu beantworten, wie es scheinen mag. Nicht alle deutschen Akteure waren über die Dimension des Völkermords unterrichtet. Dies gilt zumal für diejenigen, die an der »Endlösung der Judenfrage« in Westeuropa mitwirkten. Ebenso wenig haltbar ist die Behauptung, die Juden seien sehenden Auges in den Tod gegangen. Meyer konfrontiert Vernehmungsaussagen von Angehörigen der deutschen Besatzungsmacht in Frankreich, Belgien und den Niederlanden mit Zeugenberichten von Holocaust-Überlebenden. Seine Analyse zeigt, was die Tatbeteiligten wissen konnten, was sie den Opfern über den Zweck der Deportationen gesagt haben und welche Gerüchte, Ahnungen und Nachrichten unter den Juden verbreitet waren.

Ahlrich Meyer ist Politologe an der Carl von Ossietzky-Universität in Oldenburg. Aus seinen Forschungen zur deutschen Besatzungspolitik in Westeuropa sind viele Publikationen hervorgegangen. Momentan leitet er ein DFG-Projekt mit dem Titel »Zwangsmigration und Holocaust. Jüdische Flüchtlinge in Westeuropa 1938–1944«.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de



Do 28
Oktober 2010
19:00

Simon Wiesenthal

Die Biographie

Vortrag von Tom Segev:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Hörsaalzentrum, Raum HZ 7

Vom Tag seiner Befreiung aus dem Konzentrationslager Mauthausen an machte Simon Wiesenthal (1908–2005) es sich zur Lebensaufgabe, NS-Verbrecher aufzuspüren und vor Gericht zu bringen. Fünf Jahre nach seinem Tod legt nun der bekannte Historiker und Journalist Tom Segev die erste aus Originalquellen erarbeitete Biographie dieser Jahrhundertgestalt vor, enthüllt zahlreiche bisher unbekannte Tatsachen und erzählt eindrucksvoll das Leben des »Nazi-Jägers«, der zeitlebens selbst auch ein Verfolgter blieb.
Als Simon Wiesenthal im Alter von 97 Jahren in Wien starb, betrauerte die Welt einen unermüdlichen Kämpfer gegen das Böse. Hollywood verklärte ihn als Helden, gleichwohl hatte er zeit seines Lebens auch Ablehnung und Anfeindungen erfahren, viele sahen in ihm einen unversöhnlichen Störenfried. Er entfachte die Phantasie von Menschen auf der ganzen Welt, fesselte und beängstigte sie, belastete ihr Gewissen und verlieh ihnen doch einen tröstlichen Glauben an das Gute.
Anhand von zahlreichen Briefen, Geheimdienstdossiers und anderen, bislang unbekannten Quellen zeichnet Tom Segev in seinem Buch die faszinierende Biographie Simon Wiesenthals nach: Die höchst lebendige und spannende Lebensgeschichte eines überaus mutigen Mannes, der eine Reihe atemberaubender Aktionen initiierte und dabei fast ganz auf sich gestellt arbeitete, in einer kleinen Wohnung zwischen hohen Stapeln alter Zeitungen und vergilbter Karteikarten.

»Eine glänzend geschriebene und spannend erzählte Biographie, die auf der Basis umfangreicher Quellenforschung das faszinierend Leben, die vielschichtige Persönlichkeit sowie die außerordentlichen Verdienste des Simon Wiesenthal erhellt.«
Ian Kershaw

Tom Segev ist Historiker und Journalist und gilt als einer der profiliertesten Publizisten Israels. Er ist regelmäßig als Kolumnist für die linksliberale Tageszeitung Haaretz tätig. In Deutschland wurde er durch sein Buch Die siebte Million. Der Holocaust und Israels Politik der Erinnerung (1995) bekannt. Für Es war einmal ein Palästina. Juden und Araber vor der Staatsgründung Israels (2005) wurde er mit dem National Jewish Book Award ausgezeichnet. Zuletzt sind erschienen: 1967. Israels zweite Geburt (2007) und Die ersten Israelis. Die Anfänge des jüdischen Staates (2008).

Tom Segev, Simon Wiesenthal. Die Biographie
Aus dem Hebräischen von Markus Lemke
München: Siedler Verlag, 2010, 576 S., mit Abb., € 29,95
ISBN: 978-3-88680-858-8

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de



Fr 22
Oktober 2010
16:15

Neuer Antisemitismus

Globalisierte Projektionen in der Migrationsgesellschaft

Fachtagung für Pädagog/innen:

bis Sonntag, 24. Oktober 2010, 12:30 Uhr
Evangelische Akademie Arnoldshain
Martin-Niemöller-Haus
Am Eichwaldsfeld 3
61389 Schmitten im Taunus

Tagungsnummer: 106144

Antisemitismus wird derzeit öffentlich häufig mit dem Islam oder mit Zuwanderern in Verbindung gebracht. Gleichzeitig verorten soziologische Studien den Antisemitismus „in der Mitte der Gesellschaft“. Die Tagung unternimmt eine Beschreibung der Phänomene anhand zentraler Problemfelder, diskutiert Ansätze aus der pädagogischen Praxis und führt in die wissenschaftliche Debatte über Neuen Antisemitismus ein. In welcher Form und an welchen Orten z. B. Schule, Jugendzentrum, Sportverein, Moscheegemeinde, Medien etc. tritt heute Antisemitismus auf? Wie beschreibt dies die Forschung und welche Folgerungen hat dies für die Praxis in den betreffenden gesellschaftlichen Bereichen? Welche Erkenntnisse bietet die Forschung hinsichtlich der Ursachen, Ausprägungen und Funktionen antisemitischer Vorurteile, Einstellungen, Denk- und Deutungsmuster bei Jugendlichen und Erwachsenen mit ihren unterschiedlichen biografischen, religiösen oder kulturellen Bezügen? Welche Zusammenhänge bestehen zudem zwischen lokalen oder landesweiten Erscheinungsformen und internationalen Konfliktfeldern?

Die Tagung richtet sich an Multiplikator/innen der Jugendarbeit und -bildung, Fachkräfte der historisch-politischen Bildung sowie des gesellschaftlichen Engagements für Vielfalt und Diversity; außerdem an eine interessierte Öffentlichkeit.

Zum Mitdiskutieren laden herzlich ein:
Aycan Demirel, Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus e.V. (KIgA)
Dr. Margrit Frölich, Evangelische Akademie Arnoldshain
Gottfried Kößler, Pädagogisches Zentrum des Fritz Bauer Instituts
und des Jüdischen Museums Frankfurt am Main
Ulla Kux, Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ)
Helga Nagel, Amt für multikulturelle Angelegenheiten der Stadt Frankfurt am Main

Tagungsprogramm
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Kontakt
Evangelische Akademie Arnoldshain
Dr. Margit Fröhlich, stellvertr. Direktorin
Tel.: 06984.95 98 123
<link mail ein fenster zum versenden der>froelich@evangelische-akademie.de
<link http: www.evangelische-akademie.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.evangelische-akademie.de