Eine Kooperation der Überregionalen Forschungsgruppe am Sigmund-Freud-Institut zu den psychosozialen Spätfolgen der Shoah, der Frankfurt University of Applied Sciences, dem Frankfurter Psychoanalytischen Institut und dem Fritz Bauer Institut.
Am 8. Mai 2015 wird das Ende des NS-Regimes und des Zweiten Weltkrieges 70 Jahre zurückliegen. Dies wird in der Bundesrepublik offiziell und feierlich begangen werden – als Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus. Doch wer feiert was? War der 8. Mai 1945 für die vielen Deutschen, die Hitler mit seinen völkischen und antisemitischen Ideen begeistert folgten, Befreiung, Kapitulation oder Niederlage? Wie erlebten und erinnern Überlebende der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungspolitik den 8. Mai 1945?
Antworten auf diese Fragen sind kompliziert, wie Norbert Wollheim, politischer Aktivist und ehemaliger Häftling des Konzentrationslagers Buna-Monowitz, feststellt. In einem Brief vom 26. August 1945 bittet er seinen Freund, den US-amerikanischen Sergeant Hermann E. Simon, um Unterstützung und schreibt dazu: »Wir sind gerettet, aber wir sind nicht befreit.« Wollheim berichtete von den körperlichen und psychischen Folgen, unter denen die Überlebenden der Shoah auch nach 1945 litten. Die Befreiung durch die Alliierten rettete die Überlebenden zwar vor der Ermordung durch die Nationalsozialisten. Von den tiefgreifenden seelischen Nachwirkungen ihrer traumatischen Verfolgungserfahrung seien sie jedoch nicht befreit worden. Dies ist inzwischen durch eine umfangreiche Forschung zur transgenerationalen Trauma-Tradierung eindrücklich belegt.
Bei den Täter/-innen und Mitläufer/-innen der NS-Verbrechen hingegen schien die Entnazifizierung beendet, noch bevor der erste alliierte Panzer durch deutsche Städte rollte. Viele Gau-, Kreis- und Ortsgruppenleiter, die bis zuletzt »Verräter« standrechtlich ermorden ließen, entledigten sich ihrer Uniformen und wurden brave Bürger, die dem Nationalsozialismus angeblich schon immer ferngestanden hatten. Zahlreiche Deutsche, die während der NS-Zeit durch Denunziation und unterlassene Hilfe eine alltägliche und oftmals mörderische Macht über andere ausüben konnten, wollten nachträglich von den NS-Verbrechen nichts gewusst haben. Die Verleugnung der Diskriminierungen und Verbrechen der NS-Zeit hielt die in ihr gelebten kollektiven Machtphantasien ebenso lebendig wie die psychosoziale Teilhabe an expansiver und destruktiver Gewalt: Sie wirkt in Form von Gefühlserbschaften bei den Kindern und noch den Enkeln und Enkelinnen der Täter/-innen und Mitläufer/-innen weiter.
Nach »Blickrichtungen, Dissoziation, Reflexion« (November 2007) und »Antisemitismus/Erfahrungen. Spätfolgen der Shoah und Antisemitismus heute« (September 2012) ist dies die dritte Tagung der Reihe »Szenisches Erinnern der Shoah«.
70 Jahre nach 1945 wird sich die Tagung mit unterschiedlichen Erlebnisweisen und Verarbeitungsmustern des Endes der NS-Herrschaft bei Täter/-innen und Mitläufer/-innen einerseits und bei Überlebenden andererseits beschäftigen. Sie tut dies aus literarischer, historischer, psychoanalytischer, soziologischer, sozialpsychologischer sowie erziehungs- und kulturwissenschaftlicher Perspektive. Dabei schließt sie konzeptuell an die beiden vorangegangenen Tagungen an. Darüber hinaus wird der Fokus in internationaler Hinsicht erweitert: Neben den Erfahrungen von in Deutschland lebenden jüdischen und nichtjüdischen Menschen werden auch die Perspektiven von Juden und Jüdinnen mit einbezogen, die während der Shoah ins Ausland emigriert sind.
Referentinnen und Referenten
› Georges-Arthur Goldschmidt (Paris), Schriftsteller
› Micha Brumlik, Professor emeritus für Erziehungswissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Senior Advisor am Zentrum Jüdische Studien Berlin/Brandenburg
› Emily A. Kuriloff (New York), Psychoanalytiker: »Die zeitgenössische Psychoanalyse und das Vermächtnis des Dritten Reichs« (Vortrag in englischer Sprache)
› Robert Prince (New York), Psychoanalytiker: »Das Vermächtnis des Holocaust: Psychohistorische Themen in der Zweiten Generation« (Vortrag in englischer Sprache)
› Jan Lohl und Sebastian Winter: »›Kaum ist das deutsche Blut kalt …‹ Zur psychosozialen Dynamik des Übergangs vom Nationalsozialismus in die Bundesrepublik bei Jugendlichen«, Projektvorstellung einer Gruppendiskussion mit Jugendlichen
› Ilka Quindeau, Katrin Einert und Nadine Teuber: »Kindheiten im Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieg, Material aus narrativen Interviews mit Angehörigen der Geburtenjahrgänge 1930 bis 1945«
› Kurt Grünberg und Friedrich Markert: »Nie wieder Opfer sein. Über das Forschungsprojekt ›Szenisches Erinnern der Shoah: Zur transgenerationalen Tradierung extremen Traumas in Deutschland‹«.
Abschlussgespräch mit Moderation durch Nele Reuleaux und Angela Moré.
Tagungsprogramm
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Kontakt
Sigmund-Freud-Institut
Überregionale Forschungsgruppe zu den
psychosozialen Spätfolgen der Shoah
Beethovenplatz 1–3
60325 Frankfurt am Main
Tel.: 069.971204-0
Fax: 069.971204-4
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<link http: www.sfi-frankfurt.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.sfi-frankfurt.de
Ausstellung vom Donnerstag, 7. Mai bis Freitag, 26. Juni 2015
Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums
Präsentiert in Kooperation mit dem Justizministerium Baden Württemberg
Öffnungszeiten
Mo. bis Fr., 8:00–18:00 Uhr
An Feiertagen geschlossen. Der Eintrit ist frei.
... <link http: www.landgericht-tuebingen.de external-link-new-window externen link in neuem>www.landgericht-tuebingen.de
Informationen zur Ausstellungsstation Tübingen
... <link fileadmin user_upload uploadsfbi pdfdateien fritz-bauer-ausstellung_flyer-tuebingen.pdf _blank download herunterladen der datei>Ausstellungsflyer Tübingen (pdf-Datei, 377kb)
Einlagung zur Ausstellungseröffnung
... <link http: fbi.jubelware.de fileadmin user_upload uploadsfbi pdfdateien fritz-bauer-ausstellung_einladung-tuebingen.pdf _blank download herunterladen der datei>Ausstellungseröffnung Tübingen (pdf-Datei, 290kb)
Ausstellungseröffnung
Grußworte:
Reiner Frey, Präsident des Landgerichts Tübingen
Rainer Stickelberger MdL, Justizminister des Landes Baden-Württemberg
Boris Palmer, Oberbürgermeister der Stadt Tübingen
Rundgang durch die Ausstellung:
Fritz Backhaus, Stellvertretender Direktor des Jüdischen Museums Frankfurt
Fritz Bauer gehört zu den juristisch einflussreichsten jüdischen Remigranten im Nachkriegsdeutschland. Als hessischer Generalstaatsanwalt, der den Frankfurter Auschwitz-Prozess auf den Weg brachte, hat er bundesrepublikanische Geschichte geschrieben.
Die Ausstellung nimmt den Prozess, der sich 2013 zum fünfzigsten Mal jährte, zum Anlass, Fritz Bauer einem größeren Publikum vorzustellen.
Bauers Leben blieb nicht unberührt von den Verwerfungen des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung dokumentiert seine Lebensgeschichte im Spiegel der historischen Ereignisse, die ihn auch persönlich betrafen. Als Jude blieb Fritz Bauer vom Antisemitismus nicht verschont. Als Sozialdemokrat glaubte er dennoch an den Fortschritt, dann trieben ihn die Nationalsozialisten für 13 Jahre ins Exil. Als Generalstaatsanwalt hat er das überkommene Bild dieses Amtes revolutioniert. Nicht der Gehorsam der Bürger gegenüber dem Staat stand im Vordergrund. Bauer verstand sich stets als Vertreter der Menschenwürde vor allem auch gegen staatliche Gewalt – ein großer Schritt auf dem Weg der Demokratisierung in der frühen Bundesrepublik.
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Joachim Gauck.
Sie wird gefördert durch die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, das Hessische Ministerium der Justiz, für Integration und Europa, die Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung, die Fazit-Stiftung sowie Christiane und Nicolaus Weickert.
Kuratoren der Ausstellung
Monika Boll (Fritz Bauer Institut),
Konzeption und Aufbau der Erstausstellung in Frankfurt
Erik Riedel (Jüdisches Museum Frankfurt am Main),
Betreuung der Wanderausstellung
Zur Ausstellung ist erschienen
Fritz Backhaus, Monika Boll, Raphael Gross (Hrsg.)
Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2014,
300 S., zahlr. Abb., € 29,90
ISBN: 978-3-5935-0105-5
Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 32
Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung.
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Des Weiteren ist erschienen
Fritz Bauer Institut (Hrsg.)
Fritz Bauer. Gespräche, Interviews und Reden aus den Fernseharchiven 1961‒1968
Redaktion: Bettina Schulte Strathaus
Absolut MEDIEN, Berlin 2014, Dokumente 4017
2 DVDs, 298 Min., s/w, € 19,90
ISBN: 978-3-8488-4017-5
Erstveröffentlichung historischer Fernsehaufnahmen Fritz Bauers.
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Kontakt
Manuela Ritzheim
Tel.: 069.798 322-33
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>m.ritzheim@fritz-bauer-institut.de
Vortragsreihe
»Antisemitismus und andere Feindseligkeiten«
Ist Antisemitismus eine Form des Rassismus oder handelt es sich um zwei völlig verschiedene Phänomene? Und gibt es Analogien zur Islamfeindlichkeit oder ist dieser Vergleich abwegig? Der Vortrag zeichnet die international geführte Fachdiskussion um das Verhältnis verschiedener Ausgrenzungsmuster und Diskriminierungsformen nach.
Dr. Yasemin Shooman ist seit 2013 Leiterin der Akademieprogramme des Jüdischen Museums Berlin und Lehrbeauftragte am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin. Ihre Doktorarbeit »… weil ihre Kultur so ist« Narrative des antimuslimischen Rassismus ist 2014 im transcript Verlag, Beielefeld erschienen.
Alle Termine der Vortragsreihe
› Montag, 9. Februar 2015
Prof. Dr. Johannes Heil, Heidelberg:
Matthaeus Parisiensis, die Mongolen und die jüdische Verschwörung.
Überlegungen zu den Hintergründen eines narrativen Konstrukts
› Montag, 16. Februar 2015
Prof. Dr. Olaf Blaschke, Münster:
Kulturkampf und Antisemitismus
› Montag, 23. Februar 2015
Dr. Christoph Dieckmann, Fritz Bauer Institut:
Die Entwicklung von Antisemitismen in Litauen 1914–1947.
Zu Kontexten und Dynamiken von Antisemiten
› Montag, 23. März 2015
Vortrag von Prof. Dr. Omar Kamil, Erlangen:
Der arabische Antisemitismus: Entstehung und Erkenntnisse
› Montag, 27. April 2015
Dr. Yasemin Shooman, Berlin:
Die Debatte um das Verhältnis von Antisemitismus, Rassismus und Islamfeindlichkeit
› Montag, 15. Juni 2015
Prof. Dr. Andrew Hussey, Paris:
Anti-Semitsm in France in the 21st Century: The Return of the Post-Colonial Repressed
Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
Das Konzept der »Volksgemeinschaft« war die Lehre, die die Nationalsozialisten aus der Niederlage von 1918 gezogen hatten, als angeblich die Heimat den »Dolchstoß« in den Rücken der unbesiegten Front geführt hatte. Als sich in der zweiten Kriegshälfte des Zweiten Weltkriegs die Krisen häuften, versuchte das Regime, »Volksgemeinschaft« und »Heimatfront« mit immer radikaleren Mitteln stabil zu halten und zu mobilisieren. Dies waren der Kontext und die Ratio der Gewalt, die gegen »Rassefeinde«, »Volksverräter« und »Defaitisten« ausgeübt wurde. Diese Ratio der Gewalt erklärt, weshalb das nationalsozialistische Morden in jener gesellschaftlichen Übergangssituation des Frühjahrs 1945 bis zuletzt weiterging.
Dr. Sven Keller ist seit 2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München – Berlin. Seine Doktorarbeit mit dem Titel »Gesellschaft und Gewalt. Verbrechen in der Endphase des Zweiten Weltkriegs« erschien 2011 im Wallstein Verlag. Im selben Jahr wurde er mit dem Mieczysław-Pemper-Preis ausgezeichnet. 2013 erschien seine Monographie Volksgemeinschaft am Ende. Gesellschaft und Gewalt 1944/44 im Oldenbourg Verlag, München
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Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße
Guide: N.N.
Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.
Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
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Mit einem Grußwort der französischen Generalkonsulin Sophie Laszlo.
Veranstalter: Institut français d’histoire en Allemagne mit der Deutsch-Französischen Gesellschaft Frankfurt am Main e.V. und dem Fritz Bauer Institut.
Veranstaltungssprachen: Deutsch / Französisch
Am 4. September 2013 besuchte der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck nach fast 70 Jahren als erster hochrangiger Vertreter der Bundesregierung gemeinsam mit dem französischen Präsidenten François Hollande Oradour-sur-Glane. Das nordöstlich von Bordeaux gelegene französische Dorf ist in Frankreich bis heute ein Symbol für die Kriegsverbrechen des Nationalsozialismus im Zweiten Weltkrieg.
Oradour-sur-Glane wurde am 10. Juni 1944 von Soldaten der deutschen SS-Panzer-Division »Das Reich« total zerstört, seine 642 Bewohner wurden getötet – nur sechs Menschen überlebten. Vom NS-Regime wurde das Blutbad als »Vergeltungsaktion« gegen den wachsenden Widerstand der Résistance bezeichnet. Nach dem Massaker blieb das zerstörte Oradour erhalten und wurde zu einem französischen Erinnerungsort.
Anfang der 50er-Jahre kam es in Frankreich zu einem Prozess gegen 21 der beteiligten Soldaten, darunter 14 zwangsrekrutierte Elsässer. Alle Verurteilungen, auch zwei verhängte Todesstrafen, wurden nach Protesten in der Elsässer Bevölkerung im Laufe der 50er-Jahre durch ein Amnestiegesetz wieder aufgehoben.
2011 begann die Staatsanwaltschaft Dortmund mit den Ermittlungen gegen sechs ehemalige deutsche Beteiligte. Das Landgericht Köln verzichtete jedoch im Dezember 2014 auf eine Anklage gegen einen 89-Jährigen Verdächtigen, da eine aktive Beteiligung an dem Verbrechen nicht eindeutig nachzuweisen sei.
ZEUGNIS EINES ÜBERLEBENDEN – ROBERT HÉBRAS
ORADOUR-SUR-GLANE. FRANKREICH, 10. JUNI 1944
Dokumentarfilm von Michaël Faugeroux (45 Min., OF franz. m. dt. Ut.)
Der Regisseur wird bei der Veranstaltung anwesend sein.
Im Anschluss an den Film wird Robert Hébras einen Zeitzeugenbericht zum Massaker von Oradour geben und auf Fragen der Besucher antworten.
Robert Hébras war 19 Jahre, als das Grauen über Oradour hereinbrach. Als einer von nur sechs Dorfbewohnern, die das Massaker vom 10. Juni 1944 überlebt haben, ist er überzeugt von der Notwendigkeit einer »Pflicht zur Erinnerung«.
Kontakt
Institut français d'histoire en Allemagne (IFHA)
Céline Lebret, Chargée de mission culturelle
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.79831900
<link mail ein fenster zum versenden der>celine.lebret@institutfrancais.de
<link http: www.institutfrancais.de frankfurt _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.institutfrancais.de/frankfurt
Oskar Gröning wird von der Staatsanwaltschaft Hannover Beihilfe zur Ermordung der 300.000 ungarischen Juden, die im Sommer 1944 in Auschwitz vernichtet wurden, vorgeworfen. Die Anklage ist vom Landgericht Lüneburg zugelassen und der Beginn der Haupthauptverhandlung ist auf den 21. April terminiert.
Gröning war in Auschwitz vor allem für die Verwertung des Bargeldes aus dem Gepäck der jüdischen Opfer zuständig. Die Anklage gegen ihn markiert eine grundsätzliche Wende in der Praxis der Staatsanwaltschaften bei der Verfolgung von Angehörigen der SS. Sie scheint an Fritz Bauers Auffassung anzuknüpfen, nach dem jeder, der in Auschwitz in irgendeiner Weise Dienst tat, am Vernichtungsprozess beteiligt gewesen sei und sich strafrechtlich verantworten müsse.
An diesem Strafverfahren werden mehr als 60 Überlebende von Auschwitz als Nebenkläger teilnehmen, weil ihre nahen Angehörigen unmittelbar nach der Ankunft in Auschwitz ermordet wurden. 12 von ihnen sind als Zeugen geladen. Thomas Walther und Cornelius Nestler vertreten die Großzahl dieser Nebenkläger.
Der Vortrag erläutert die rechtlichen Besonderheiten dieses Prozesses und blickt auf die jahrzehntelange Praxis der Strafverfolgung zurück.
Cornelius Nestler ist Professor für Strafrecht und Strafprozessrecht an der Universität zu Köln. Er war Nebenklagevertreter im Strafprozess gegen John Demjanjuk am Landgericht München II. Sein gegenwärtiger Forschungsschwerpunkt liegt beim Umgang der bundesdeutschen Justiz mit den NS-Verbrechen.
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Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
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Vortragsreihe
»Antisemitismus und andere Feindseligkeiten«
Der Vortrag widmet sich der historischen Konstellation, die zur Entstehung des Antisemitismus in arabisch-muslimisch geprägten Gesellschaften geführt hat. Das Phänomen »arabischer Antisemitismus« soll im Zusammenhang mit der arabischen Wahrnehmung des Holocaust erklärt werden.
Prof. Dr. Omar Kamil hat derzeit die Professur für Politik und Zeitgeschichte des Nahen Ostens an der Universität Erlangen inne. Seine Forschungsschwerpunkte decken ein breites Spektrum ab: die Demokratisierungsprozesse im arabisch-islamischen Raum, die arabisch-islamische Politik und Kultur des 19. und 20. Jahrhunderts, die politische Ideengeschichte der arabisch-islamischen Gesellschaften, die euro-mediterranen Beziehungen und die muslimische Integration in die EU. Er hat zahlreiche Publikationen veröffentlicht, darunter 2012 im Vandenhoeck & Ruprecht Verlag, Göttingen Die Araber und der Holocaust. Eine Diskursgeschichte.
Weitere Termine der Vortragsreihe
› Montag, 9. Februar 2015
Prof. Dr. Johannes Heil, Heidelberg:
Matthaeus Parisiensis, die Mongolen und die jüdische Verschwörung.
Überlegungen zu den Hintergründen eines narrativen Konstrukts
› Montag, 16. Februar 2015
Prof. Dr. Olaf Blaschke, Münster:
Kulturkampf und Antisemitismus
› Montag, 23. Februar 2015
Dr. Christoph Dieckmann, Fritz Bauer Institut:
Die Entwicklung von Antisemitismen in Litauen 1914–1947.
Zu Kontexten und Dynamiken von Antisemiten
› Montag, 27. April 2015
Dr. Yasemin Shooman, Berlin:
Die Debatte um das Verhältnis von Antisemitismus, Rassismus und Islamfeindlichkeit
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Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
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Veranstalter: <link internal-link internen link im aktuellen>Förderverein Fritz Bauer Institut e.V. mit der Frankfurter Regionalgruppe der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V. und dem Förderverein Roma e.V.
Vertreter_innen der tschechischen Roma-Organisation »Konexe« berichten über die Geschichte des Lagers Lety und den Kampf um ein würdiges Gedenken sowie die gegenwärtige Lage von Roma in Tschechien.
In der Zeit der nationalsozialistischen Besatzung bestand im tschechischen Lety in den Jahren 1942–1943 ein Konzentrationslager für Roma. Etwa 400 Menschen wurden im KZ Lety selbst ermordet, mehrere Tausend Gefangene wurden von dort aus nach Auschwitz deportiert. Nach der Befreiung wurde in Lety keine Gedenkstätte errichtet. Vielmehr errichtete die CSSR im Jahr 1973 eine große Schweinemastanlage auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers. Diese ist trotz nationaler und internationaler Proteste noch immer in Betrieb. Romaverbände, EU und UNO fordern seit 20 Jahren von der tschechischen Regierung, den Betrieb zu kaufen, um in Lety ein würdiges Gedenken an die Opfer zu ermöglichen. Außer Versprechungen und symbolischen Aktionen geschah bisher jedoch wenig. Kann Lety so möglicherweise gar als europäisches Symbol für die mangelnde Aufarbeitung und Anerkennung des Völkermords an den Roma gelten?
Die Verteter_innen der tschechischen Roma-Organisation »Konexe« engagieren sich im Kampf für die Errichtung einer Gedenkstätte in Lety. Sie werden hiervon ebenso berichten, wie von ihren aktuellen Erfahrungen des Antiromaismus und der allgemeinen sozialpolitischen Situation von Roma in Tschechien. Der Vortrag der Referent_innen von »Konexe« wird durch einen Kurzbericht zur Situation von Roma im Rhein-Main-Gebiet durch den Frankfurter Förderverein Roma e.V. ergänzt. Für das anschließende Gespräch stehen alle Vortragenden gerne bereit.
Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
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Fax: 069.798 322-41
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Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße
Guide: N.N.
Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.
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Fritz Bauer Institut
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Die aktuelle Lebenssituation vieler Sinti und Roma in der Bundesrepublik Deutschland ist gekennzeichnet von alltäglicher und struktureller Diskriminierung und Abwertung. Die Berichterstattung über die so genannte Armuts-einwanderung von Roma aus Bulgarien und Rumänien ist ein Beispiel für die Aktualität dieser diskriminierenden Fremdbilder. In der Schule ist die Lage der Minderheit nicht nur ein Unterrichtsthema, sie ist ein Teil der pädagogischen Aufgaben. Nicht nur Jugendliche, sondern gerade die „Mitte der Gesellschaft“ – also auch die Schule und die Lehrkräfte – sind Teil des Problems. Alltägliche, oft subtile ethnische Zuschreibungen und Etikettierungen erfahren junge Sinti und Roma in Schule und Unterricht. Die stark vorurteilsgeprägte Wahrnehmung erschwert die gesellschaftliche Integration der Minderheit und blockiert dadurch gerade auch die Lebens- und Bildungschancen von Jugendlichen für einen erfolgreichen Schulabschluss und eine qualifizierte berufliche Ausbildung. Die Fachtagung möchte diese Mechanismen der gesellschaftlichen Ausgrenzung und die Funktion und Wirkung der rassistischen Stereotype in den Blick nehmen und dabei die Frage in den Mittelpunkt stellen, wie wir als Lehrer und Lehrerinnen individuelle und institutionelle Formen der Diskriminierung von Schülerinnen und Schülern aus der Minderheit der Sinti und Roma aufdecken können. Es werden Handlungsoptionen vorgestellt, die gegen die Ideologie der Ungleichwertigkeit eine Kultur der Anerkennung als Maßstab des pädagogischen Handelns setzen.
Grußworte
Rinaldo Strauß, Verband deutscher Sinti und Roma, Landesverband Hessen
Lieselotte Haffke, Leiterin Sachgebiet II.2.2, Landesschulamt und Lehrkräfteakademie
Dr. Uta George, Fachreferentin „Diversität und Integration“, Amt für multikulturelle Angelegenheiten, Frankfurt am Main
Einführungsvortrag
Dr. Udo Engbring-Romang: Sinti und Roma und die Macht der Bilder
Workshops (13.15–16:00 Uhr)
Markus End: Antiziganismus in der deutschen Öffentlichkeit
Joachim Brenner: Zur aktuellen Situation der Roma in Frankfurt am Main
Sabine Ernst: „Vertrauen ist ein Prozess“ – Die Bildungsstätte Schaworalle in Frankfurt am Main
Barbara Kirchner, Milena Ademovic: Roma-Schulmediation an einer Berliner Grundschule
Veranstalter
Landesschulamt und Lehrkräfteakademie Hessen, Gewaltprävention und Demokratielernen – Bildungsserver Hessen, Amt für multikulturelle Angelegenheiten der Stadt Frankfurt am Main, Pädagogisches Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt am Main
Anmeldung
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, Reisekosten werden nicht erstattet. Anmeldungen per Mail bis zum 13. März 2015 an: <link>
karin.stahl@kultus.hessen.de
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Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
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Veranstaltung des <link http: www.pz-ffm.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>Pädagogischen Zentrums des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt am Main
Seit Ende der 1990er Jahre diskutieren Pädagogen und Erziehungswissenschaftlerinnen darüber, ob und wie das Lernen über den Nationalsozialismus »anders« konzipiert werden müsse, um »die Migrantenkinder« zu »erreichen«, ihnen »die Rolle des Holocaust« zu vermitteln und sie zu »integrieren«. In diesen Fachartikeln kommt eine Reihe von Selbst- und Fremdbildern über »Migranten« und »Deutsche« zum Ausdruck, die weniger mit individuellen Lernmotivationen von Schülern und Schülerinnen als mit deutscher nationaler Identität zu tun haben. Rosa Fava hat in ihrer Dissertation untersucht, welches Wissen über »die anderen« und »das deutsche Wir« die Diskussion prägt. Sie zeigt, wie dabei das Bild einer deutschen Aufarbeitungsgemeinschaft einerseits und interesseloser »Migrantenkinder« andererseits konstruiert wird.
Dr. Rosa Maria Fava ist Gymnasiallehrerin und Referentin für historische und politische Bildung. Sie hat als Teamerin in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme/Hamburg gearbeitet und die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus mitbegründet. 2012 bis Februar 2015 leitete sie im Jüdischen Museum Berlin das Projekt »Vielfalt in Schulen«. 2013 promovierte sie an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg. Neben ihrer im Januar 2015 im Berliner Metropol Verlag erschienenen Dissertation, Die Neuausrichtung der »Erziehung nach Auschwitz« in der Einwanderungsgesellschaft. Eine rassismuskritische Diskursanalyse, hat sie zu den Themen »Schwarze im Nationalsozialismus«, »Sloweninnen und Slowenen im Konzentrationslager Neuengamme«, »Antisemitismus und Lernen über den Nationalsozialismus in der deutschen Einwanderungsgesellschaft« publiziert.
Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
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Ausstellung vom 27. Februar bis 17. April 2015
Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums
Präsentiert in Kooperation mit dem Justizministerium Baden Württemberg
Öffnungszeiten
Mo. bis Do., 7:30–16:30 Uhr
Fr., 7:30–14:30 Uhr
An Feiertagen geschlossen. Der Eintrit ist frei.
... <link http: www.landgericht-heidelberg.de>www.landgericht-heidelberg.de
Informationen zur Ausstellungsstation Heidelberg
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Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Joachim Gauck.
Sie wird gefördert durch die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, das Hessische Ministerium der Justiz, für Integration und Europa, die Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung, die Fazit-Stiftung sowie Christiane und Nicolaus Weickert.
Fritz Bauer gehört zu den juristisch einflussreichsten jüdischen Remigranten im Nachkriegsdeutschland. Als hessischer Generalstaatsanwalt, der den Frankfurter Auschwitz-Prozess auf den Weg brachte, hat er bundesrepublikanische Geschichte geschrieben.
Die Ausstellung nimmt den Prozess, der sich 2013 zum fünfzigsten Mal jährte, zum Anlass, Fritz Bauer einem größeren Publikum vorzustellen.
Bauers Leben blieb nicht unberührt von den Verwerfungen des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung dokumentiert seine Lebensgeschichte im Spiegel der historischen Ereignisse, die ihn auch persönlich betrafen. Als Jude blieb Fritz Bauer vom Antisemitismus nicht verschont. Als Sozialdemokrat glaubte er dennoch an den Fortschritt, dann trieben ihn die Nationalsozialisten für 13 Jahre ins Exil. Als Generalstaatsanwalt hat er das überkommene Bild dieses Amtes revolutioniert. Nicht der Gehorsam der Bürger gegenüber dem Staat stand im Vordergrund. Bauer verstand sich stets als Vertreter der Menschenwürde vor allem auch gegen staatliche Gewalt – ein großer Schritt auf dem Weg der Demokratisierung in der frühen Bundesrepublik.
Kuratoren der Ausstellung
Monika Boll (Fritz Bauer Institut),
Konzeption und Aufbau der Erstausstellung in Frankfurt
Erik Riedel (Jüdisches Museum Frankfurt am Main),
Betreuung der Wanderausstellung
Zur Ausstellung ist erschienen
Fritz Backhaus, Monika Boll, Raphael Gross (Hrsg.)
Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2014,
300 S., zahlr. Abb., € 29,90
ISBN: 978-3-5935-0105-5
Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 32
Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung.
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Des Weiteren ist erschienen
Fritz Bauer Institut (Hrsg.)
Fritz Bauer. Gespräche, Interviews und Reden aus den Fernseharchiven 1961‒1968
Redaktion: Bettina Schulte Strathaus
Absolut MEDIEN, Berlin 2014, Dokumente 4017
2 DVDs, 298 Min., s/w, € 19,90
ISBN: 978-3-8488-4017-5
Erstveröffentlichung historischer Fernsehaufnahmen Fritz Bauers.
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Manuela Ritzheim
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Vortragsreihe
»Antisemitismus und andere Feindseligkeiten«
Christoph Dieckmann schildert unterschiedliche Formen der Judenfeindschaft, die sich auf dem Territorium Litauens vom Ersten Weltkrieg bis in die unmittelbare Nachkriegszeit des Zweiten Weltkriegs entwickelten. Er fragt nach den verschiedenen Kontexten, um Kontinuitäten und Diskontinuitäten in den Blick zu bekommen. Wie entwickelte sich der Antisemitismus im Konflikt zwischen verschiedenen Nationalismen und anderen identitätsstiftenden Ideologien? Was waren eigentlich die Fragen, auf die er vermeintliche Antworten bieten sollte? Was lässt sich über das Verhältnis des litauischen Antisemitismus bis 1940 zur Shoah in Litauen 1941 – 1944, der über 90 Prozent der litauischen Juden zum Opfer fielen, sagen?
Dr. Christoph Dieckmann arbeitet im Rahmen eines DFG-Projekts am Fritz Bauer Institut zum Thema »Jüdische Diskussionen im Exil in den zwanziger Jahren: Die Pogrome 1918–1921 und der ›jüdische Bolschewismus‹«. Zuletzt lehrte er moderne europäische Geschichte an der Keele University in Großbritannien. Seine umfassende zweibändige Dissertation Deutsche Besatzungspolitik in Litauern 1941–1944 erschien 2011 im Wallstein Verlag. Sie wurde 2012 mit dem Yad Vashem International Book Prize for Holocaust Research ausgezeichnet.
Weitere Termine der Vortragsreihe
› Montag, 9. Februar 2015
Prof. Dr. Johannes Heil, Heidelberg:
Matthaeus Parisiensis, die Mongolen und die jüdische Verschwörung.
Überlegungen zu den Hintergründen eines narrativen Konstrukts
› Montag, 16. Februar 2015
Prof. Dr. Olaf Blaschke, Münster:
Kulturkampf und Antisemitismus
› Montag, 23. März 2015
Prof. Dr. Omar Kamil, Erlangen:
Der arabische Antisemitismus: Entstehung und Erkenntnisse
› Montag, 27. April 2015
Dr. Yasemin Shooman, Berlin:
Die Debatte um das Verhältnis von Antisemitismus, Rassismus und Islamfeindlichkeit
Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße
Guide: N.N.
Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.
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Vortragsreihe
»Antisemitismus und andere Feindseligkeiten«
Aus heutiger Sicht mag der Antisemitismus im Kaiserreich, der nach dem Höhepunkt des Kulturkampfes eigens zu Antisemitenparteien führte, als verheerendes Phänomen erscheinen. Zeitgenossen nannten ihn die »Schmach« des Jahrhunderts. Gleichwohl sahen sie andere Konfliktlinien als dramatischer an. Der Nationalismus mit seinen Feindbildern erfasste breite Bevölkerungsschichten; in den 1870er Jahren lebte der Antiklerikalismus wieder auf; der Antikatholizismus wurde als »wahre Schmach« des Jahrhunderts bezeichnet. Nach Beendigung des Kulturkampfes erstarkte der Antisozialismus, aber auch der Konfessionalismus kam nicht zur Ruhe, und alles verschränkte sich mit dem Antifeminismus. Der Vortrag geht den Parallelen dieser Stereotypenkonstellationen und ihrer Verflechtung mit dem Antisemitismus nach.
Olaf Blaschke ist Professor am Historischen Seminar der Westfälischen Wilhelms Universität Münster. Seine Doktorarbeit erschien 1997 im Vandenhoek Ruprecht Verlag unter dem Titel Katholizismus und Antisemitismus im Deutschen Kaiserreich. 2014 veröffentlichte er im Reclam Verlag sein neuestes Buch Die Kirchen und der Nationalsozialismus.
Weitere Termine der Vortragsreihe
› Montag, 9. Februar 2015
Prof. Dr. Johannes Heil, Heidelberg:
Matthaeus Parisiensis, die Mongolen und die jüdische Verschwörung.
Überlegungen zu den Hintergründen eines narrativen Konstrukts
› Montag, 23. Februar 2015
Dr. Christoph Dieckmann, Fritz Bauer Institut:
Die Entwicklung von Antisemitismen in Litauen 1914–1947.
Zu Kontexten und Dynamiken von Antisemiten
› Montag, 23. März 2015
Prof. Dr. Omar Kamil, Erlangen:
Der arabische Antisemitismus: Entstehung und Erkenntnisse
› Montag, 27. April 2015
Dr. Yasemin Shooman, Berlin:
Die Debatte um das Verhältnis von Antisemitismus, Rassismus und Islamfeindlichkeit
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Podiumsdiskussion mit:
Gerhard Wiese, Staatsanwalt im Frankfurter Auschwitz-Prozess
Werner Renz, Fritz Bauer Institut
Turgut Yüksel, Landtagsabgeordneter der SPD
Moderation: Tim Frühling, SPD Dornbusch
»Leider ist es eine typisch deutsche Eigenschaft, den Gehorsam schlechthin für eine Tugend zu halten. Wir brauchen die Zivilcourage, ›Nein‹ zu sagen.«
Fritz Bauer
Fritz Bauer hat als hessischer Generalstaatsanwalt von 1956 bis 1968 früher als jeder andere Amtsträger die Taten von Auschwitz zur Anklage gebracht. Er hat damit dieses ungeheuerliche Verbrechen an der Menschlichkeit zurück in das deutsche Bewusstsein geholt. Der jüdische Sozialdemokrat Fritz Bauer war der couragierteste Kämpfer gegen das bleierne Schweigen in der Zeit nach der NS-Diktatur: ein großer Mensch und Vorbild für viele.
Zusammen mit Zeitzeugen und Historikern laden wir Sie ein, über die Bedeutung des Wirkens von Fritz Bauer für unserer heutige Zeit zu diskutieren.
Veranstalter
SPD Dornbusch
Sylvia Kunze, Vorsitzende
<link http: www.spd-dornbusch.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.spd-dornbusch.de
Vortragsreihe
»Antisemitismus und andere Feindseligkeiten«
Nur wenige Jahre, nachdem die Mongolen 1241 ihren Zug nach Westen überraschend abgebrochen hatten, schrieb der in Saint Albans bei London wirkende Benediktiner Matthaeus Parisiensis eine alarmierende Geschichte auf, die womöglich mit der Vorstellungskraft seines Publikums spielte, vielleicht aber auch geglaubt wurde: Die Juden Alemanniens hätten in den Heerscharen aus dem Osten ihre Brüder aus den verlorenen Stämmen Israels gesehen und ihnen in Fässern versteckte Waffen schicken wollen. Tatsächlich wurden die Frankfurter Juden im Jahr 1241 umgebracht, ohne dass die Hintergründe bis heute geklärt wären. Der Vortrag fragt nach den Gründen für die Verbindung, die zwischen den Juden im Innern und äußeren Feinden immer wieder hergestellt wurde.
Johannes Heil ist Rektor der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg und hat dort die Ignaz Bubis Stiftungsprofessur für jüdische Religion, Geschichte und Kultur des europäischen Judentums. Seine Forschungsfelder sind weit gestreut zwischen mittelalterlicher und zeithistorischer Forschung. 2006 veröffentlichte er im Klartext Verlag in Essen seine Habilitation »Gottesfeinde« – »Menschenfeinde«. Die Vorstellung von jüdischer Weltverschwörung (13. bis 16. Jahrhundert), zugleich Band 3 der Reihe »Antisemitismus: Geschichte und Strukturen«.
Weitere Termine der Vortragsreihe
› Montag, 16. Februar 2015
Prof. Dr. Olaf Blaschke, Münster:
Kulturkampf und Antisemitismus
› Montag, 23. Februar 2015
Dr. Christoph Dieckmann, Fritz Bauer Institut:
Die Entwicklung von Antisemitismen in Litauen 1914–1947.
Zu Kontexten und Dynamiken von Antisemiten
› Montag, 23. März 2015
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Der arabische Antisemitismus: Entstehung und Erkenntnisse
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Dr. Yasemin Shooman, Berlin:
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Veranstalter: <link internal-link internen link im aktuellen>Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
Öffentlicher Vortrag im Anschluss an die Mitgliederversammlung des Fördervereins (siehe separate Veranstaltungsankündigung).
Aktivität und Auftreten von Beate Zschäpe im »Nationalsozialistischen Untergrund« (NSU) und im Münchner Strafprozess wegen Mittäterschaft in dieser terroristischen Vereinigung liefern den Anlass, das Thema Frauen in der extremen Rechten in seiner Breite und Entwicklung zu betrachten. Die Zeit hat Zschäpe als »die gute Seele der Killer« vorgestellt, was der klassischen Rolle von Frauen in der extremen Rechten entspricht und sie tendenziell entpolitisiert. Rechte Frauen werden auch gern als Walküre mit vielen Kindern im Hintergrund einer vorwiegend männlichen extremistischen Gewalt wahrgenommen. Modernisierte Formen des öffentlich-politischen Auftretens von Frauen, eines subtilen Wirkens in der »Mitte der Gesellschaft« oder gar einer rechten Kritik an sexistischen Strukturen, also eines von Frauen getragenen »antisexistischen Nationalismus« werden dagegen kaum beachtet. Diese Differenzierung rechter Frauenbilder und -aktivitäten stellt Renate Bitzan auf Grundlage eigener Forschungen und ihres Mitwirkens im »Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus« vor.
Prof. Dr. Renate Bitzan ist Professorin für Gesellschaftswissenschaften an der Fakultät für angewandte Mathematik, Physik und Allgemeinwissenschaften der Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm. Dort leitet sie zusammen mit Prof. Dr. Laila Maija Hofmann das Kompetenzzentrum »Gender & Diversity«. 2000 erschien ihre Dissertation unter dem Titel Selbstbilder rechter Frauen. Zwischen Antisexismus und völkischem Denken im Verlag Edition Diskord in Tübingen. Seit 2000 ist sie Gründungsmitglied des Netzwerks »Frauen und Rechtsextremismus«. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Migration, Interkulturalität, Gender, Globalisierung, Gewerkschaften, Rechtsextremismus und Rassismus.
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Veranstalter: <link internal-link internen link im aktuellen>Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
Der Vorstand des Fördervereins des Fritz Bauer Instituts lädt alle seine Mitglieder ein zur ordentlichen Mitgliederversammlung (gemäß § 7 der Satzung). Im Rahmen der Mitgliederversammlung findet die Wahl des Vorstandes und die Wahl der Vertreter des Fördervereins im Stiftungsrat des Fritz Bauer Instituts statt.
Im Anschluss an die Mitgliederversammlung laden wir Sie ein zum Vortrag von Prof. Dr. Renate Bitzan: Frauen und Rechtsextremismus (siehe separate Veranstaltungsankündigung).
Mit freundlichen Grüßen
Jutta Ebeling
(für den Vorstand)
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Eine Veranstaltung des Thüringer Justizministeriums
im Begleitprogramm der Ausstellung
»Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht«
vom 9. Dezember 2014 bis 1. Februar 2015
im Thüringer Landtag, Jürgen-Fuchs-Str. 1, 99096 Erfurt
Öffnungszeiten der Ausstellung
Mo. bis Fr., 8.00–18.00 Uhr (außer an Plenartagen)
Der Besuch der Ausstellung an Wochenenden und außerhalb der Öffnungszeiten ist nach vorheriger telefonischer Absprache möglich.
Tel.: 0361.3772005
Informationen zur Ausstellungsstation Erfurt
... <link fileadmin downloads fritz-bauer-ausstellung_erfurt.pdf _blank download herunterladen der datei>Fritz Bauer. Der Staatsanwalt (pdf-Datei)
Fritz Bauer gehört zu den juristisch einflussreichsten jüdischen Remigranten im Nachkriegsdeutschland. Als hessischer Generalstaatsanwalt, der den Frankfurter Auschwitz-Prozess auf den Weg brachte, hat er bundesrepublikanische Geschichte geschrieben.
Die Ausstellung nimmt den Prozess, der sich 2013 zum fünfzigsten Mal jährte, zum Anlass, Fritz Bauer einem größeren Publikum vorzustellen.
Bauers Leben blieb nicht unberührt von den Verwerfungen des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung dokumentiert seine Lebensgeschichte im Spiegel der historischen Ereignisse, die ihn auch persönlich betrafen. Als Jude blieb Fritz Bauer vom Antisemitismus nicht verschont. Als Sozialdemokrat glaubte er dennoch an den Fortschritt, dann trieben ihn die Nationalsozialisten für 13 Jahre ins Exil. Als Generalstaatsanwalt hat er das überkommene Bild dieses Amtes revolutioniert. Nicht der Gehorsam der Bürger gegenüber dem Staat stand im Vordergrund. Bauer verstand sich stets als Vertreter der Menschenwürde vor allem auch gegen staatliche Gewalt – ein großer Schritt auf dem Weg der Demokratisierung in der frühen Bundesrepublik.
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Zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus
Eine gemeinsame Veranstaltung der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG), der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) und des Jüdischen Museums Frankfurt
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Zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus
Wilhelm Brasse wurde mit 22 Jahren in das Stammlager Auschwitz eingeliefert. Als gelernter Fotograf wurde es seine Aufgabe, die KZ-Insassen zu fotografieren, die kurze Zeit später in den Gaskammern umgebracht oder von Josef Mengele zu »medizinischen Forschungsarbeiten« missbraucht wurden. Hätte er die Arbeit verweigert, wäre das sein eigenes Todesurteil gewesen. Als Brasse 1945 alle Fotos verbrennen sollte, widersetzte er sich. Reiner Engelmann hat Wilhelm Brasse noch kennengelernt. Er schrieb sein Leben für Jugendliche auf.
Reiner Engelmann ist Sozialpädagoge und arbeitet in den Bereichen der Leseförderung, der Gewaltprävention und der Kinder- und Menschenrechtsbildung. Für Schulklassen und Erwachsene organisiert Reiner Engelmann regelmäßig Studienfahrten nach Auschwitz. Bei einem dieser Aufenthalte lernte er auch Wilhelm Brasse kennen.
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Zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus
Begrüßung durch Prof. Dr. Dr. Matthias Lutz-Bachmann, Frankfurt am Main
Eine gemeinsame Veranstaltung des Fritz Bauer Instituts mit dem Präsidium und dem Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Auschwitz gilt heute als Inbegriff des Bösen; das Konzentrations- und Vernichtungslager steht symbolisch für sämtliche Verbrechen des Dritten Reiches. Seine Befreiung wird als Sieg über das NS-Regime gedeutet. Dabei ist kaum im Blick, dass die Monate vor dem Eintreffen der Roten Armee eine Zeit besonders grausamer Geschehnisse waren. Tausende von Häftlingen verloren im Zuge der sogenannten Lagerevakuierung ihr Leben. Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Frage, welche Ziele die SS an die Auflösung des KZ-Systems knüpfte, was die deutsche Bevölkerung von den Ereignissen wahrnahm und wie die Alliierten in der Endphase des Dritten Reiches agierten.
Sybille Steinbacher ist Professorin für Zeitgeschichte in Wien. Sie ist Autorin zahlreicher Publikationen, darunter viele Arbeiten zur Geschichte des Nationalsozialismus und zur Gesellschaftsgeschichte der »sexuellen Revolution«. Ihr Buch Auschwitz. Geschichte und Nachgeschichte (2004) wurde in mehrere Sprachen übersetzt.
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Werner Rernz ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fritz Bauer Institut, zuständig für das Archiv und die Bibliothek, sowie Mitglied der Redaktion »Einsicht – Bulletin des Fritz Bauer Instituts«. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Geschichte der Frankfurter Auschwitz-Prozesse und die Geschichte des Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau.
Eine Veranstaltung des Thüringer Landtags
im Begleitprogramm der Ausstellung
»Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht«
9. Dezember 2014 bis 1. Februar 2015 im Thüringer Landtag
Öffnungszeiten der Ausstellung
Mo. bis Fr., 8.00–18.00 Uhr (außer an Plenartagen)
Der Besuch der Ausstellung an Wochenenden und außerhalb der Öffnungszeiten ist nach vorheriger telefonischer Absprache möglich.
Tel.: 0361.3772005
Informationen zur Ausstellungsstation Erfurt
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Fritz Bauer gehört zu den juristisch einflussreichsten jüdischen Remigranten im Nachkriegsdeutschland. Als hessischer Generalstaatsanwalt, der den Frankfurter Auschwitz-Prozess auf den Weg brachte, hat er bundesrepublikanische Geschichte geschrieben.
Die Ausstellung nimmt den Prozess, der sich 2013 zum fünfzigsten Mal jährte, zum Anlass, Fritz Bauer einem größeren Publikum vorzustellen.
Bauers Leben blieb nicht unberührt von den Verwerfungen des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung dokumentiert seine Lebensgeschichte im Spiegel der historischen Ereignisse, die ihn auch persönlich betrafen. Als Jude blieb Fritz Bauer vom Antisemitismus nicht verschont. Als Sozialdemokrat glaubte er dennoch an den Fortschritt, dann trieben ihn die Nationalsozialisten für 13 Jahre ins Exil. Als Generalstaatsanwalt hat er das überkommene Bild dieses Amtes revolutioniert. Nicht der Gehorsam der Bürger gegenüber dem Staat stand im Vordergrund. Bauer verstand sich stets als Vertreter der Menschenwürde vor allem auch gegen staatliche Gewalt – ein großer Schritt auf dem Weg der Demokratisierung in der frühen Bundesrepublik.
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Ausgaben des Programmhefts
(pdf-Datei) seit April 2018
› April bis Juli 2026
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› April bis Juli 2023
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› April bis September 2022
› Oktober bis Februar 2021/22
› Juni bis Juli 2021
› April bis Mai 2021
› Januar bis Februar 2021
› Oktober bis November 2020
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› Oktober bis Februar 2019/20
› April bis Juli 2019
› Oktober bis Februar 2018/19
› April bis Juli 2018