Veranstaltungen und Ausstellungen

Vortrag von Prof. Dr. Dmytro Tytarenko

Die (post-)sowjetische Strafverfolgung der Krankenmorde und die historische Erinnerung. Das Beispiel Poltawas

Mittwoch, 1. Dezember 2021,
Online-Vortrag

Moderiert von Dr. Jörg Osterloh, Fritz Bauer Institut

Der Vortrag behandelt die Ermordung von etwa 800 Psychiatriepatientinnen und -patienten in Poltawa in der Ukraine unter der NS-Besatzungsherrschaft zwischen 1941 und 1943. Anhand der juristischen Aufarbeitung durch sowjetische und postsowjetische Justizbehörden rekonstruiert er das Geschehen und analysiert insbesondere die Beteiligung der einheimischen Polizei sowie die Rolle des medizinischen Personals. In der Erinnerung der Ukraine an die NS- und Kriegsopfer sind die Opfer der Krankenmorde bis heute kaum präsent, wie das Beispiel Poltawas zeigt.

Prof. Dr. Dmytro Tytarenko

ist Professor für Politikwissenschaft und Ukrainische Geschichte an der Juristischen Hochschule Donezk (Krywyj Rih). 2014 habilitierte er sich mit dem Thema »Das Kulturleben in der Ukraine während der NS-Besatzung (Militärverwaltungsgebiet)«. Von März 2021 bis Februar 2022 ist er Gastwissenschaftler am Fritz Bauer Institut, finanziert aus den Mitteln des Dorothee Freudenberg-Fonds..

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Jüdischen Museum Frankfurt am Main

Videoaufzeichnung des Vortrags

Prof. Dr. Dmytro Tytarenko