Veranstaltungen und Ausstellungen

Vortrag von Dr. Markus Nesselrodt

Dem Holocaust entkommen. Erfahrungen polnischer Jüdinnen und Juden in der Sowjetunion (1939–1946)

Mittwoch, 10. November 2021,
Hybridveranstaltung

Moderiert von Dr. Jörg Osterloh, Fritz Bauer Institut

Beim deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 flohen Hunderttausende polnischer Juden in die Sowjetunion. Trotz Armut, Hunger, politischen Terrors und religiöser Verfolgung überlebten etwa 230.000 von ihnen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs entschieden sich viele für die Auswanderung aus der UdSSR und gelangten auf ihrem Weg in eine neue Heimat in die Lager für jüdische Displaced Persons im besetzten Nachkriegsdeutschland. Der Vortrag stellt die Migration zwischen Polen, der Sowjetunion und Deutschland vor und fragt nach der Bedeutung dieser Erfahrung für die Erforschung des Holocaust.

Dr. Markus Nesselrodt

ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kulturwissenschaftlichen Institut der Europäischen Universität Viadrina. Seine preisgekrönte Dissertation erscheint 2021 im Verlag De Gruyter Oldenbourg.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Jüdischen Museum Frankfurt am Main

Videoaufzeichnung des Vortrags

Dr. Markus Nesselroth