Émilie Duranceau-Lapointe ist im Jahr 2026 Gastwissenschaftlerin am Fritz Bauer Institut. Sie bereitet die Veröffentlichung ihrer Dissertation über die Berliner Standesämter und die von der Rassenpolitik geprägte Rechtsordnung im Nationalsozialismus vor. Sie entwickelt zudem weiterführende Forschungsvorhaben zu den Nachwirkungen von Rassenkategorien in der DDR und in der Bundesrepublik Deutschland.
Émilie Duranceau-Lapointe hat einen Bachelor- und einen Masterabschluss im Fach Soziologie von der Université du Québec à Montréal sowie einen Masterabschluss im Fach Geschichte von der Concordia University in Montreal. Im Jahr 2025 wurde sie an der University of Michigan mit der historischen Dissertation »Safeguarding Civil Records, Protecting German Blood: The Implementation and Administration of a Nazi Racial Legal Order at the Registry Office in Berlin« promoviert. Ihre Forschung wurde unter anderem vom Social Sciences and Humanities Research Council of Canada, dem Berlin Program for Advanced German and European Studies und der Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert.