Veranstaltungen und Ausstellungen

Mittwoch, 2. Juni 2021 - 18:00 Uhr

Zwischen Allmacht und Ohnmacht.
Die gebaute Ordnung der nationalsozialistischen Vernichtungslager

Vortrag von Dr. Annika Wienert

Veranstaltung im Rahmen der Ringvorlesung
»Gebaute Ordnung: Räume der Macht«

Unser alltägliches Leben wird in nicht unerheblichem Maße von der architektonischen Konfiguration des uns umgebenden Raums beeinflusst. Hierbei handelt es sich jedoch nur selten um das Produkt zufälliger und nicht intendierter Umstände. So müssen sich Architekt_innen, die sich mit der baulichen Gestaltung von Regierungs- und Behördengebäuden, städtischen Räumen oder anderen Formen des Gebauten auseinandersetzen, seit jeher nicht nur nach ästhetischen, sondern gleichermaßen nach funktionalen Anforderungen und Bedürfnissen richten, die an die von ihnen entworfenen Bauten und Architekturen gestellt werden. Resultat sind sich architektonisch manifestierende Räume, die unter anderem politisch-soziale Ordnungen und Idealvorstellungen widerspiegeln und konstituieren sollen oder in Hinblick auf spezifische Formen der Machtausübung und Machtsicherung gestaltet werden.

Die Ringvorlesung »Gebaute Ordnung: Räume der Macht« wird sich im Sommersemester 2021 mit Räumen der Macht auseinandersetzen und insbesondere nach der bei ihnen wahrnehmbaren Verzahnung von architektonischen und räumlichen mit politischen und sozialen Ordnungen fragen. Diesem Themenkomplex wird im Rahmen von vier Abendvorträgen nachgegangen, bei denen es um Architekturen der Integration, der Ausgrenzung und der Vernichtung, der Repräsentation und Legitimation und der Sicherung von Macht gehen wird.

Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und auf der Website des Schwerpunkts online gestellt:
https://architecturesoforder.org/event/gebaute-ordnung-raeume-der-macht

Dr. Annika Wienert

hat im Sommersemester 2021 die Michael Hauck Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung am Fritz Bauer Institut inne. Sie ist Kunsthistorikerin und hat bereits in ihrer Magistra-Arbeit über den Wettbewerb für ein Denkmal in Auschwitz-Birkenau kunstgeschichtliche Fragen mit der Geschichte des Holocaust und der Konzentrations- und Vernichtungslager verknüpft. 2014 wurde sie mit einer Arbeit über »Die Architektur der NS-Vernichtungslager« an der Ruhr-Universität Bochum promoviert. Die unter dem Titel »Das Lager vorstellen. Die Architektur der nationalsozialistischen Vernichtungslager« publizierte Dissertationsschrift wurde mit dem Theodor-Fischer-Preis des Zentralinstituts für Kunstgeschichte (München) und mit dem Marko-Feingold-Preis der Universität sowie Stadt und Land Salzburg ausgezeichnet.

Anmeldung per Mail

glunz(at)em.uni-frankfurt.de

Veranstalter

Kunstgeschichtliches Institut
Goethe-Universität Frankfurt am Main
www.kunst.uni-frankfurt.de/de/aktuelles/veranstaltungen/547


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