Das Institut

Montag, 30. September 2019

Neu erschienen:
Veranstaltungsprogramm des Fritz Bauer Instituts

Oktober bis Februar 2019/20

Liebe Freundinnen und Freunde des Fritz Bauer Instituts,
im Wintersemester 2019/20 steht ein besonderes Jubiläum an: Das Fritz Bauer Institut wird 25 Jahre alt! Das Institut und der Förderverein wollen dieses Datum nutzen, um über die Arbeit der vergangenen Jahre nachzudenken und die Aufgaben des Instituts heute, abermals in Zeiten großer gesellschaftlicher Veränderungen, zu diskutieren.
Noch weitere Jubiläen werden wir begehen: Anlässlich des 70. Jahrestags des Grundgesetzes haben wir die Vortragsreihe »Verfassung, Recht und Demokratie« ins Leben gerufen, die mit Dr. Clara Maier, Prof. em. Dr. Michael Stolleis und Prof. Dr. Christoph Enders beginnt, einer Historikerin und zwei Juristen, die das Spannungsverhältnis zwischen Recht und Demokratie beleuchten werden. Wenn sich 2020 die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz zum 75. Mal jährt, werden wir gemeinsam mit dem Präsidium der Goethe-Universität der Opfer des Nationalsozialismus gedenken. In diesem Rahmen wird Prof. Dr. Ulrike Weckel über die während der Befreiung der Konzentrationslager gedrehten Filme der Alliierten sprechen.
Aktuelle zeithistorische Publikationen stellen Thomas Karlauf, apl. Prof. Dr. Anne C. Nagel, Dr. Beate Kosmala und Prof. Dr. Benjamin Ziemann vor. Prof. Dr. Irina Scherbakowa und Dr. habil. Andrzej Leder geben Einblick in gegenwärtige erinnerungspolitische Debatten in Russland und Polen. Josephine Ulbricht spricht über ihre Doktorarbeit, in der sie die fiskalische Ausbeutung der Sinti und Roma untersucht hat. Dr. Martin Liepach reflektiert, wie der Holocaust in Schulbüchern dargestellt wird. Prof. Dr. Dan Michman spricht über die in Yad Vashem praktizierte Ehrung der »Gerechten unter den Völkern«. Jens Kolata, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fritz Bauer Institut, präsentiert seine auf einer Kooperation zwischen dem Institut und dem Stadtgesundheitsamt Frankfurt am Main basierenden Forschungen zur Sozialhygiene und Eugenik in Frankfurt zwischen 1920 und 1960.
Zwei Filme werden zu sehen sein: Die Stille schreit rekapituliert die judenfeindlichen Maßnahmen in Augsburg in den 1930er und 1940er Jahren. Gestures of Resistance behandelt den vielfältigen Widerstand gegen das NS-Regime in Südosteuropa.
Wir freuen uns über Ihr Interesse und bedanken uns bei unserem Förderverein und der Holger Koppe-Stiftung für die finanzielle Unterstützung unserer öffentlichen Veranstaltungen im akademischen Jahr 2019/20.

Ihre
Prof. Dr. Sybille Steinbacher
Direktorin des Fritz Bauer Instituts

Veranstaltungsprogramm als Download

Veranstaltungsprogramm Oktober bis Februar 2019/20 (pdf-Datei)


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