Das Institut

Dienstag, 26. Juli 2022

Norbert Wollheim Memorial:
24 Videointerviews mit Überlebenden des Konzentrationslagers Buna/Monowitz

Wieder online verfügbar!

Die bereits 2008 von der Goethe-Universität Frankfurt am Main eingerichtete Website des Norbert Wollheim Memorials ist inzwischen in die Jahre gekommen. Die zum Abspielen der Video-Dateien eingesetzte Flash-Technologie entspricht nicht mehr dem aktuellen Standard und ist seit der Einstellung des Supports für den Adobe Flash Player im Januar 2021 nicht mehr nutzbar. Bis zum Relaunch der Wollheim-Website in überarbeiteter Form sind die Überlebenden-Interviews jetzt über die Website des Fritz Bauer Instituts abrufbar.

24 Videointerviews mit Überlebenden des Konzentrationslagers Buna/Monowitz

Überlebenden Interviews

Norbert Wollheim Memorial

Das Memorial ist benannt nach Norbert Wollheim (1913–1998), Überlebender des Konzentrationslagers Buna/Monowitz. Er musste für die I.G. Farben Zwangsarbeit auf der Baustelle in Auschwitz leisten. 1951 verklagte er den Konzern in einem Musterprozess auf Entschädigung. Das Wollheim Memorial verbindet das Gedenken an die Opfer von Buna/Monowitz mit Informationen über die Geschichte ihrer Verfolgung und Entschädigung. Ort des Memorials ist der nach Wollheim benannte Vorplatz des IG Farben-Hauses auf dem Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Neben den Fotostelen auf dem Norbert-Wollheim-Platz und dem Informationspavillon sind die 24 Videointerviews mit Überlebenden des Konzentrationslagers Buna/Monowitz ein zentrales Element des Memorials.
Häftlinge des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz mussten von April 1941 bis Januar 1945 Zwangsarbeit für die I.G. Farben leisten. Ab Oktober 1942 richtete das Werk I.G. Auschwitz das firmeneigene Konzentrationslager Buna/Monowitz ein. Die Häftlinge, meist Juden, hatte das nationalsozialistische Deutschland aus ganz Europa nach Auschwitz verschleppt. In Deutschland wurden Juden seit 1933 und in Österreich seit dem »Anschluss« an das Deutsche Reich 1938 verfolgt. Immer mehr Länder Europas wurden seit 1939 von Deutschland besetzt. Deutsche Behörden verfolgten Jüdinnen und Juden auch dort. Auch Sinti und Roma wurden verfolgt und deportiert. Polen, die aus politischen Gründen inhaftiert wurden, kamen ebenfalls nach Auschwitz.
Die 24 Videointerviews mit Überlebenden des Konzentrationslagers Buna/Monowitz wurden in den Jahren 2007/08 geführt. Mit Norbert Wollheim sprach bereits im Mai 1991 Linda Gordon Kuzmack in Washington, DC. Wollheim starb am 1. November 1998 in New York.


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