Das Institut

Donnerstag, 29. Januar 2026, 19:00 Uhr

Die Nazis waren ja nicht einfach weg:
Vom Umgang mit dem Nationalsozialismus in Deutschland seit 1945

Ausstellungseröffnung

Museum für Kommunikation
Schaumainkai 53, Frankfurt am Main

Grußworte:
Dr. Annabelle Hornung, Direktorin Museum für Kommunikation Frankfurt
Dirk Belda, Vermittlung und Transfer, Fritz Bauer Institut

Anschließend Paneldiskussion mit Dr. Mathias Rösch, Leiter Schulmuseum Nürnberg der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und Kurator der Ausstellung

Musikalische Begleitung von Perismon (ein Ensemble des Bridges Kammerorchester) mit Hagit Halaf (Violine), Enkthuya Jambaldorj (Shudraga/Yatga) und Mónica Rincón (Harfe)

Ausstellungszeitraum/Öffnungszeiten

Freitag, 30. Januar bis Sonntag, 26. Juli 2026
Dienstag und Donnerstag: 9:00–17:00 Uhr
Mittwoch: 10:00–20:00 Uhr
Freitag, Samstag, Sonntag: 10:00–18:00 Uhr

Erinnern an die NS-Zeit

Vor 80 Jahren, am Ende des Zweiten Weltkriegs, lag Europa in Trümmern. Das NS-Regime hatte Millionen von Menschen verfolgt und ermordet sowie große Teile des europäischen Kontinents verwüstet und ausgeraubt. Nach 1945 taten sich die Deutschen schwer mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit. Die meisten verdrängten ihre Verantwortung und schwiegen über das Geschehene. Erst allmählich wandelte sich der Umgang mit der Zeit des Nationalsozialismus, in Ost- und Westdeutschland auf unterschiedliche Weise. Die Ausstellung thematisiert diesen Prozess und stellt die Frage, wie wir uns zukünftig an die NS-Geschichte erinnern wollen. Sie wurde zusammen mit Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland entwickelt und richtet sich insbesondere an junge Menschen. Sie greift die Perspektive von Kindern und Jugendlichen verschiedener Epochen auf und thematisiert die Situation der Überlebenden der Verfolgung sowie der vormaligen Täter und Mitläufer aber auch deren Nachkommen.Die erste Ausstellungsstation war ab Juli 2025 das Dokumentationszentrum Topographie des Terrors in Berlin.

Das Begleitprogramm der Ausstellung stellt lokale Bezüge zum Thema Erinnerungskultur her. Am 25. Februar lädt das Museum zum Erzählcafé, in dem Frankfurter Initiativen (u.a. die Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main und Förderverein für die Errichtung einer Gedenk- und Bildungsstätte KZ Katzbach in den Adlerwerken) von ihrer Arbeit berichten. Schulklassen ab der Jahrgangsstufe 10 können am 26. Februar mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus dem Rhein-Main-Gebiet ins Gespräch kommen. Ab April führt die Historikerin Kathrin Rahlwes Interessierte an wichtige Orte der Frankfurter NS-Vergangenheit.

Wanderausstellung des Schulmuseums der Universität Erlangen-Nürnberg, initiiert von Matthias Rösch.

Beratende Unterstützung der Ausstellungskonzeption:
Prof. Dr.  Sybille Steinbacher und Nadine Docktor (Fritz Bauer Institut)

Kooperationspartner und Förderung:
Schulmuseum der Universität Erlangen-Nürnberg, Alfred Landecker Foundation, Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., Fritz Bauer Institut

Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm:
https://www.mfk-frankfurt.de/nazis-nach-1945-ausstellung/

Kontakt

Museum für Kommunikation
Schaumainkai 53
60596 Frankfurt am Main
Tel.: 069.60600
mfk-frankfurt(at)mspt.de
https://www.mfk-frankfurt.de 

Präsenzveranstaltung

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