Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Guide: Patrick Schwentke
Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.
Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz:
<link http: www.wollheim-memorial.de>www.wollheim-memorial.de
Kontakt
Dorothee Becker (Sekretariat)
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de
Begleitveranstaltung zur Ausstellung
»Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht«
Eine Veranstaltung der Gedenkstätte Münchner Platz Dresden und der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein.
Ärzte und Pfleger ermordeten in den Jahren 1940/41 fast 14.000 geistig oder körperlich behinderte sowie psychisch kranke Menschen in der ehemaligen Heilanstalt Pirna-Sonnenstein in einer Gaskammer. Auch danach starben Tausende Patientinnen und Patienten durch Nahrungsentzug und überdosierte Medikamente in verschiedenen sächsischen Pflegeeinrichtungen.
Vor 70 Jahren, am 16. Juni 1947, begann vor dem Landgericht Dresden der sogenannte »Euthanasie«-Prozess. Er war das größte Verfahren seiner Art in Ostdeutschland. Auch durch eine umfangreiche Beweisaufnahme ragt der Prozess heraus.
Hagen Markwardt (Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein) stellt Vorgeschichte, Planung und Durchführung der Krankenmorde vor. Dr. Gerald Hacke (Gedenkstätte Münchner Platz Dresden) ordnet das Verfahren vor dem Dresdner Landgericht in den historischen Kontext der ostdeutschen Nachkriegszeit ein. Anschließend diskutieren beide, moderiert von Dr. Justus Ulbricht (Dresdner Geschichtsverein), wie der Dresdner »Euthanasie«-Prozess aus heutiger Sicht zu bewerten ist.
»Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht«
Eine Ausstellung des Fritz Bauer Institutes und des Jüdischen Museums Frankfurt am Main. Die Ausstellungspräsentation in Dresden wird realisiert in Kooperation mit dem Militärhistorischen Museum der Bundeswehr, dem Münchner-Platz-Komitee e.V. und der Gedenkstätte Münchner Platz Dresden.
Ausstellungszeitraum
Freitag, 10. März bis Dienstag, 27. Juni 2017
Militärhistorisches Museum der Bundeswehr
Olbrichtplatz 2, 01099 Dresden
Eintritt frei
Öffnungszeiten
Montag: 10.00–21.00 Uhr
Dienstag und Donnerstag bis Sonntag: 10.00–18.00 Uhr
Mittwoch: geschlossen
Anmeldung zu Gruppenführungen
Claudia Rose
<link>mhmfuehrungen@bundeswehr.org
Begleitband zur Ausstellung
Fritz Backhaus, Monika Boll, Raphael Gross (Hrsg.)
Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2014,
300 S., zahlr. Abb., € 29,90, ISBN: 978-3-5935-0105-5
<link internal-link internen link im aktuellen>Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 32
Weitere Informationen zur Ausstellung
<link http: www.fritz-bauer-institut.de fritz-bauer-ausstellung.html _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.fritz-bauer-institut.de/fritz-bauer-ausstellung.html
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Tel.: 0351.82328-03, Fax: -05
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Von den über 118.000 im März 1939 in Böhmen und Mähren lebenden Juden konnten bis Oktober 1941 nur etwa 25.000 flüchten. Seit der Errichtung des Protektorats radikalisierten tschechische und deutsche Behörden die antijüdische Politik. Sie beraubten die Juden ihres Eigentums, ghettoisierten sie, zogen sie zur Zwangsarbeit heran und deportierten sie nach Theresienstadt, bevor viele von dort in die Vernichtungslager verschleppt wurden. Rund 80.000 tschechische Juden fielen dem Holocaust zum Opfer. Diese Politik wurde nicht allein von Berlin aus gesteuert, sondern oft auch von der tschechischen Regierung oder lokalen Behörden vorangetrieben. Anhand bislang unbekannter Wochenberichte der Jüdischen Gemeinde Prag an Adolf Eichmann können die Auswirkungen auf das Leben der jüdischen Bevölkerung detailliert nachgezeichnet werden.
Wolf Gruner ist Professor für Geschichte an der University of Southern California, Los Angeles, Shapell-Guerin Chair in Jewish Studies und Gründungsdirektor des USC Shoah Foundation Center for Advanced Genocide Research.
Wolf Gruner
<link http: www.wallstein-verlag.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>Die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren.
Lokale Initiativen, zentrale Entscheidungen, jüdische Antworten 1939–1945
Göttingen: Wallstein Verlag 2016, 431 S., 23 Abb., € 34,90
ISBN: 978-3-8353-1910-3
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Fritz Bauer Institut
Dorothee Becker (Sekretariat)
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Tel.: 069.798 322-40
<link>info@fritz-bauer-institut.de
Das Visual History Archive ist eine Online- Plattform, die Zugang zu den Oral-History- Beständen der »USC Shoah Foundation. The Institute for Visual History and Education« bietet. Die von der USC Shoah Foundation zwischen 1994 und 2000 erstellte Sammlung von Interviews mit Überlebenden und Zeugen des Holocaust ist die umfangreichste ihrer Art. Sie beinhaltet 52.000 Interviews, die in 56 Ländern und 32 Sprachen aufgezeichnet wurden. Inzwischen wird dieser Bestand durch Interviewsammlungen zu anderen Genoziden (Nanjing Massaker 1937/38, Völkermord in Ruanda 1994) ergänzt.
Der Workshop gibt eine Einführung in die an der Goethe-Universität neu zugängliche Datenbank. Er richtet sich an Studierende und Lehrende der Goethe-Universität. Teilnehmende sind gebeten, sich für die Nutzung der Datenbank registrieren zu lassen. Registrierungen nimmt Frau Dorothee Becker entgegen: <link>sekretariat.steinbacher@fritz-bauer-institut.de
Wolf Gruner, Dr. phil., ist Professor für Geschichte an der University of Southern California, Los Angeles, Shapell-Guerin Chair in Jewish Studies und Gründungsdirektor des USC Shoah Foundation Center for Advanced Genocide Research.
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Am 12. Juni 1929 wurde Anne Frank in Frankfurt geboren. Heute – mehr als 70 Jahre, nachdem sie von den Nazis ermordet wurde – gilt sie als die berühmteste Frankfurterin. Aber was kann das eigentlich bedeuten?
Die Geschichte von Anne Frank ermöglicht allen Generationen einen Zugang zur Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus und Holocaust – sie lässt sich zugleich mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen, Problemen und Fragen auf besondere Weise verknüpfen.
An der Ausgestaltung des Tages arbeiten unter der Federführung des Bildungsdezernats der Stadt Frankfurt am Main und der Bildungsstätte Anne Frank das Amt für multikulturelle Angelegenheiten, das Kulturamt, das Jüdische Museum Frankfurt, das Pädagogische Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums, der Rat der Religionen, der Frankfurter Jugendring, die DGB-Jugend, christliche Kirchen und die Jüdische Gemeinde Frankfurt zusammen.
Neben der Aufführung der Monooper »Das Tagebuch der Anne Frank« von Grigori Frid und einer Podiumsdiskussion mit dem Titel »Anne Frank: Ikone, Inspiration – Mittel zum Zweck?« wird es weitere Veranstaltungen an verschiedenen Orten in Frankfurt geben.
Nähere Informationen
Pädagogisches Zentrum Frankfurt
Seckbächer Gasse 14
60311 Frankfurt am Main
Tel. 069.212 74237
<link>pz-ffm@stadt-frankfurt.de
<link http: www.pz-ffm.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.pz-ffm.de
Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Guide: Patrick Schwentke
Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.
Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz:
<link http: www.wollheim-memorial.de>www.wollheim-memorial.de
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Wer wird heute nicht alles als Populist bezeichnet: Gegner der Eurorettung, Figuren, die fordern, alle Grenzen gehörten geschlossen, aber auch Politiker des Mainstreams, die meinen, dem Volk aufs Maul schauen zu müssen. Vielleicht ist ein Populist aber auch einfach nur ein populärer Konkurrent, dessen Programm man nicht mag, wie Ralf Dahrendorf einmal anmerkte? Lässt sich das Phänomen schärfer umreißen, und was sind seine Ursachen? Worin besteht der Unterschied zwischen Rechts- und Linkspopulismus? Jan-Werner Müller nimmt aktuelle Entwicklungen zum Ausgangspunkt, um eine Theorie des Populismus zu skizzieren und ihn letztlich klar von der Demokratie abzugrenzen. Seine Thesen helfen zudem, neue Strategien in der Auseinandersetzung mit Populisten zu formulieren.
Jürgen Kaube ist Leiter des Feuilletons der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Jan-Werner Müller ist Professor für Politikwissenschaft an der Princeton University.
Eine Kooperation des Fördervereins Fritz Bauer Institut e.V. mit der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Jüdischen Museums e.V.
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Fritz Bauer Institut
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Wolfgang Döblin, auch Vincent Doblin (1915–1940), zweitältester Sohn des Schriftstellers Alfred Döblin, schuf in seinem sehr kurzen Leben ein geniales mathematisches Werk im Bereich der Wahrscheinlichkeitstheorie. Im Hintergrund stehen die gespannte Beziehung zwischen Vater und Sohn, die Emigration von Berlin nach Paris, Krieg und tragischer Tod.
In diesem allgemeinverständlichen Vortrag werden wir insbesondere besprechen, wie ein versiegelter Brief die Wiedergeburt seiner bahnbrechenden Ideen sicherte, die so Quelle neuer wissenschaftlicher Inspiration wurden.
Sylvie Roelly ist Professorin für Wahrscheinlichkeitstheorie am Institut für Mathematik der Universität Potsdam.
Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Wissenschaftshistorischen Kolloquium am Historischen Seminar und dem Institut für Mathematik der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
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Fritz Bauer Institut
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Begleitveranstaltung zur Ausstellung
»Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht«
Eine Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung, Büro Dresden in Kooperation mit dem
Münchner-Platz-Komitee e.V.
Moderation: Dr. Swen Steinberg, TU Dresden
»Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht«
Eine Ausstellung des Fritz Bauer Institutes und des Jüdischen Museums Frankfurt am Main. Die Ausstellungspräsentation in Dresden wird realisiert in Kooperation mit dem Militärhistorischen Museum der Bundeswehr, dem Münchner-Platz-Komitee e.V. und der Gedenkstätte Münchner Platz Dresden.
Ausstellungszeitraum
Freitag, 10. März bis Dienstag, 27. Juni 2017
Militärhistorisches Museum der Bundeswehr
Olbrichtplatz 2, 01099 Dresden
Eintritt frei
Öffnungszeiten
Montag: 10.00–21.00 Uhr
Dienstag und Donnerstag bis Sonntag: 10.00–18.00 Uhr
Mittwoch: geschlossen
Anmeldung zu Gruppenführungen
Claudia Rose
<link>mhmfuehrungen@bundeswehr.org
Begleitband zur Ausstellung
Fritz Backhaus, Monika Boll, Raphael Gross (Hrsg.)
Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2014,
300 S., zahlr. Abb., € 29,90, ISBN: 978-3-5935-0105-5
<link internal-link internen link im aktuellen>Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 32
Weitere Informationen zur Ausstellung
<link http: www.fritz-bauer-institut.de fritz-bauer-ausstellung.html _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.fritz-bauer-institut.de/fritz-bauer-ausstellung.html
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Militärhistorisches Museum der Bundeswehr
Olbrichtplatz 2
01099 Dresden
Tel.: 0351.82328-03, Fax: -05
<link>mhmeingang@bundeswehr.org
<link https: www.mhmbw.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.mhmbw.de
Eine Veranstaltung der Karl Marx Buchhandlung, Frankfurt am Main
Dies ist die Geschichte eines Versuchs der Strafverfolgung. Strafverfolgung ist im Bereich der nationalsozialistischen Gewaltverbrechen ein bitteres Kapitel, im Feld der Morde an Kranken und Behinderten ein bittereres noch. Der Versuch ist fehlgeschlagen, zudem wäre es fast gelungen, ihn vergessen zu machen.
Es ist eine kulturwissenschaftlich erprobte Methode, über folgenlose Anstrengungen, über das Nachgeschriebene und Weggedrückte auf den Gegenstand zurückzukommen. Der Gegenstand: Die Spitze der Justiz des Deutschen Reichs trifft sich auf Einladung des Justizministers am 23. April 1941 und lässt sich über den Mord an den Anstaltspatienten informieren – von den Haupttätern.
Dies ist auch eine Fritz Bauer-Geschichte: Er initiierte 1960 ein Verfahren gegen die Teilnehmer der Konferenz von 1941. Zwei Jahre nach seinem Tod wird das Verfahren beendet, zehn Jahre nach seinem Tod scheint es vergessen zu sein.
Was nicht erinnert werden durfte, was nicht gesühnt werden konnte, was nicht geschehen sein sollte –, zusammen ergibt es ein eindrucksvolles Bild.
Christoph Schneider
Diener des Rechts und der Vernichtung. Das Verfahren gegen die Teilnehmer der Konferenz von 1941 oder: Die Justiz gegen Fritz Bauer
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2017
242 S., Hardcover gebunden, € 29,95
EAN 9783593506890
<link internal-link internen link im aktuellen>Wissenschaftliche Reihe des Fritz Bauer Instituts, Band 30
Auch als E-Book erhältlich
Christoph Schneider arbeitet als freier Autor und Kulturwissenschaftler in Frankfurt am Main.
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Karl Marx Buchhandlung GmbH
Jordanstraße 11
60486 Frankfurt am Main
Tel.: 069.7077399
<link>info@karl-marx-buchhandlung.de
<link http: www.karl-marx-buchhandlung.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.karl-marx-buchhandlung.de
Im Jahr 2003 gab es in Gunzenhausen einen spektakulären Fund: Bei einer Wohnungsauflösung wurden zahlreiche Fotografien des ortsansässigen Fotostudios Biella entdeckt. Diese insgesamt etwa 2.500 Fotos dokumentieren die gewaltsame Machtetablierung der NSDAP auf lokaler Ebene. Ebenso sind auf den Aufnahmen die Formierung und der Zerfall der lokalen »Volksgemeinschaft« in den Jahren 1933 bis 1949 zu erkennen.
Zahllose »Volksgenossen« in Parteiuniform machen die Selbstmobilisierung derjenigen sichtbar, die nach 1945 nichts gewusst haben wollten. Dass »Volksgemeinschaft« Gewalt gegen andere bedeutete, zeigen knapp 100 Porträts einer »Judenkartei« wie auch die Porträts deportierter Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. Nach Kriegsende blickten dann die zum Zweck der Entnazifizierung polizeilich erfassten lokalen Nazis in die Kamera des Ateliers Curt Biella, dessen Inhaber immer auf der »richtigen« Seite standen.
Dr. Thomas Medicus studierte Germanistik, Politikwissenschaften und Kunstgeschichte in Marburg/Lahn; Promotion 1982. Er war Feuilletonredakteur beim Tagesspiegel in Berlin, stellvertretender Feuilletonchef der Frankfurter Rundschau sowie deren Kulturkorrespondent in Berlin. Heute arbeitet er als freier Autor und Publizist in Berlin. 2011 war er Mitherausgeber des Buches Überleben im Umbruch, das in der Hamburger Edition erschien und den sozialökonomischen Wandel der Kleinstadt Wittenberge an der Elbe nach der Wende behandelt. Im September 2016 erschien das von ihm herausgegebene Buch Verhängnisvoller Wandel. Ansichten aus der Provinz 1933–1949: Die Fotosammlung Biella, ebenfalls im Verlag Hamburger Edition des Hamburger Instituts für Sozialforschung.
www.his-online.de/verlag/9010/programm/detailseite/publikationen/verhaengnisvoller-wandel
www.thomasmedicus.de
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Begleitveranstaltung zur Ausstellung
»Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht«
Eine Veranstaltung des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr – Forum Museum in Kooperation mit der Wochenzeitung DIE ZEIT
Moderation: Martin Machowecz (Redakteur ZEIT im Osten)
Deutschland 1957. Während die junge Bundesrepublik die NS-Zeit hinter sich lassen will, kämpft Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (Burghart Klaußner) unermüdlich dafür, die Täter im eigenen Land vor Gericht zu stellen: Er erhält den entscheidenden Hinweis darauf, wo sich der frühere SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann versteckt halten soll. Gemeinsam mit dem jungen Staatsanwalt Karl Angermann (Roland Zehrfeld) beginnt Bauer zu recherchieren. Doch es formiert sich Widerstand bis in die höchsten Kreise.
Regisseur und Grimme-Preisträger Lars Kraume (»Die kommenden Tage«) zeichnet das kraftvolle und fesselnde Porträt eines mutigen Mannes und dessen Kampf um Wahrheit und Gerechtigkeit. Im Anschluss an die Filmvorführung steht der ehemalige Generalstaatsanwalt Gerhard Wiese zu einem Gespräch zur Verfügung. Er erarbeitete zusammen mit Fritz Bauer die Klageschriften in den Auschwitz-Prozessen.
»Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht«
Eine Ausstellung des Fritz Bauer Institutes und des Jüdischen Museums Frankfurt am Main. Die Ausstellungspräsentation in Dresden wird realisiert in Kooperation mit dem Militärhistorischen Museum der Bundeswehr, dem Münchner-Platz-Komitee e.V. und der Gedenkstätte Münchner Platz Dresden.
Ausstellungszeitraum
Freitag, 10. März bis Dienstag, 27. Juni 2017
Militärhistorisches Museum der Bundeswehr
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Eintritt frei
Öffnungszeiten
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Dienstag und Donnerstag bis Sonntag: 10.00–18.00 Uhr
Mittwoch: geschlossen
Anmeldung zu Gruppenführungen
Claudia Rose
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Begleitband zur Ausstellung
Fritz Backhaus, Monika Boll, Raphael Gross (Hrsg.)
Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2014,
300 S., zahlr. Abb., € 29,90, ISBN: 978-3-5935-0105-5
Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 32
Weitere Informationen zur Ausstellung
www.fritz-bauer-institut.de/fritz-bauer-ausstellung.html
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Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Guide: Patrick Schwentke
Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.
Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz:
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There has been recently an increased interest and attention to Holocaust commemoration ceremonies in Turkey. More and more Turkish and foreign NGOs have been involved in educational seminaries aiming to educate human rights activists and Turkish universities’ faculty members. Furthermore in recent years the Holocaust has been also the subject of movies, novels, and concerts in Turkey. This lecture will attempt to analyze the real motives of this surge of interest of these different actors and will give an overview of the instrumentalization and commercialization of the Holocaust in Turkey, by different actors.
Rɪfat Bali is a historian and publisher. In 2015 the anthology Turkish Jews in Contemporary Turkey, edited by him and Laurent-Olivier Mallet, was released by Libra Kitapçılık ve Yayıncılık. Already in 2013 he has published the monograph Antisentism and Conspiracy Theories in Turkey in the same the publishing house.
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DER KOMMISSAR war eine außerordentlich beliebte deutsche Krimiserie, die zwischen 1969 und 1976 im ZDF ausgestrahlt wurde. Für die Selbstverständigung der Bundesrepublik über moralische Normen und Werte hatte sie eine ähnliche Bedeutung wie heutzutage der TATORT. Die Drehbücher stammten von Herbert Reinecker, der bereits in den 1930er Jahren Jugendbücher, im Krieg in einer Propagandakompanie der Waffen-SS Kriegsberichte und als überzeugter Nationalsozialist propagandistische Bühnenstücke verfasst hatte. Nach 1945 konnte er sich schnell als Drehbuchautor etablieren.
Nach einer Einführung in die Serie und die frühen Arbeiten Reineckers werden zwei Folgen aus der Serie gezeigt und diskutiert. Welche Gefühle zu teilen wird der Zuschauer eingeladen? Tradierte die Serie nationalsozialistische Wertungen und Urteilsformen? Und inwieweit setzte sie sich bewusst oder unbewusst mit Erfahrungen aus dem Nationalsozialismus auseinander?
Haydée Mareike Haass, M.A. Soziologie und Geschichte sowie Staatsexamen für das Gymnasium mit den Fächern Politik- und Wirtschaft und Geschichte an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Ihr Studium schloss sie mit einer Arbeit zur Theorie des Antisemitismus »Schreibstrategien – Die Damaskusaffäre 1840 in Heinrich Heines Lutetia« ab, die am Fritz Bauer Institut betreut wurde. Ihre Doktorarbeit entwickelte sie mit der Unterstützung von apl. Prof. Dr. Werner Konitzer am Fritz Bauer Institut. Seit April 2015 ist sie Stipendiatin der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne. Ihre Dissertation wird von Prof. Dr. Habbo Knoch, Prof. Dr. Ralph Jessen und Prof. Dr. Raphael Gross betreut.
Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft
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Fritz Bauer Institut
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Begleitveranstaltung zur Ausstellung
»Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht«
Eine Veranstaltung des Freundeskreises Synagoge Dresden e.V. in Zusammenarbeit mit der Katholischen Akademie des Bistums Meißen
Moderation: Prof. Dr. Christoph Meyer, Mittweida
Das Leben des Bürgers und streitbaren Juristen Fritz Bauer wurde in jüngster Zeit zum Thema aufsehenerregender Kinofilme und Medienberichte. Konsequent setzte sich der Sohn jüdischer Eltern für die Verfolgten und Schwächsten in der Gesellschaft ein und scheute dabei nicht vor persönlicher Benachteiligung zurück. In einem politischen Klima des Stillschweigens und Wegsehens betrieb Fritz Bauer Aufklärung und von Staats wegen Ahndung der Nazi-Verbrechen. In ihrer 2016 neu aufgelegten Biografie über den Kämpfer für die Menschenrechte fragt Irmtrud Wojaks nach den Motiven, die Fritz Bauer antrieben und nach den Konsequenzen, die sein Plädoyer für die Gerechtigkeit und die Pflicht zum Ungehorsam hatte.
Irmtrud Wojak ist Historikerin, Publizistin, Ausstellungskuratorin, Lehrbeauftragte an der Universität der Bundeswehr München und Geschäftsführerin der gemeinnützigen Gesellschaft BUXUS STIFTUNG.
<link http: www.buxus-stiftung.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.buxus-stiftung.de
Zur Ausstellung
»Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht«
Fritz Bauer hat als Generalstaatsanwalt in Braunschweig und in Hessen, der den Frankfurter Auschwitz-Prozess auf den Weg brachte, bundesrepublikanische Geschichte geschrieben. Dabei blieb sein Leben nicht unberührt von den Verwerfungen des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung dokumentiert seine Lebensgeschichte im Spiegel der historischen Ereignisse. Als Jude und Homosexueller blieb Fritz Bauer von Ausgrenzung und Verfolgung nicht verschont. Als Sozialdemokrat glaubte er dennoch an den Fortschritt, dann trieben ihn die Nationalsozialisten in die Emigration. Als Jurist und Strafrechtsreformer trat für ihn an die Stelle der Staatsräson um jeden Preis der Schutz der Würde des Einzelnen, gerade auch gegen staatliche Gewalt – ein großer Schritt auf dem Weg zur Demokratie.
Ausstellungszeitraum
Freitag, 10. März bis Dienstag, 27. Juni 2017
Militärhistorisches Museum der Bundeswehr
Olbrichtplatz 2, 01099 Dresden
Eintritt frei
Öffnungszeiten
Montag: 10.00–21.00 Uhr
Dienstag und Donnerstag bis Sonntag: 10.00–18.00 Uhr
Mittwoch: geschlossen
Anmeldung zu Gruppenführungen
Claudia Rose
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Begleitband zur Ausstellung
Fritz Backhaus, Monika Boll, Raphael Gross (Hrsg.)
Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2014,
300 S., zahlr. Abb., € 29,90, ISBN: 978-3-5935-0105-5
<link internal-link internen link im aktuellen>Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 32
Eine Ausstellung des Fritz Bauer Institutes und des Jüdischen Museums Frankfurt am Main.
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Joachim Gauck.
Sie wird gefördert durch die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, das Hessische Ministerium der Justiz, für Integration und Europa, die Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung, die Fazit-Stiftung sowie Christiane und Nicolaus Weickert.
Die Ausstellungspräsentation in Dresden wird realisiert in Kooperation mit dem Militärhistorischen Museum der Bundeswehr, dem Münchner-Platz-Komitee e.V. und der Gedenkstätte Münchner Platz Dresden
Weitere Informationen zur Ausstellung
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Olbrichtplatz 2
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Fax: 069.798 322-41
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Mit dem Überfall auf Polen entfesselte Deutschland im September 1939 den Zweiten Weltkrieg. Die zunächst anscheinend unaufhaltsam vorrückende Wehrmacht nahm bis zur Kriegswende in Stalingrad Anfang 1943 Millionen von Kombattanten gefangen; so mussten beispielsweise rund 400.000 polnische Soldaten, 1,9 Millionen Franzosen sowie zwischen 5,35 und 6 Millionen Soldaten der Roten Armee den Gang in deutsche Gefangenschaft antreten. Von den sowjetischen Kriegsgefangenen in deutscher Hand kamen zwischen 2,5 und 3,3 Millionen ums Leben. Dieses Massensterben lässt sich freilich nicht mit den „normalen“ Notständen während des Krieges erklären.
Der Vortrag gibt einen Überblick über die Kriegsgefangenenpolitik der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Dabei wird die Genese der völkerrechtlichen Rahmenbedingungen ebenso beleuchtet wie die Frage, in wie weit völkerrechtliche Vorschriften beachtet wurden. Hierbei gilt das Hauptaugenmerk den sowjetischen Kriegsgefangenen und den Gefangeneneinrichtungen, in denen die Wehrmacht diese im Reichsgebiet unterbrachte.
Dr. Jörg Osterloh ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Fritz Bauer Instituts und Lehrbeauftragter am Historischen Seminar der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
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Gedenkstätte und Museum Trutzhain
Seilerweg 1
34613 Schwalmstadt
Tel.: 06691.710662
<link>info@gedenkstaette-trutzhain.de
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Mit der Entlassung Albert Speers aus dem Spandauer Kriegsverbrechergefängnis am 1. Oktober 1966 beginnt eine der erstaunlichsten Geschichten der Nachkriegszeit: Bis zu seinem Tod am 1. September 1981 war der einstige Architekt und Rüstungsminister Hitlers ein Entlastungszeuge in der Bundesrepublik Deutschland und ein Zeitzeuge in der Welt. Seine Erinnerungen (1969) und seine Spandauer Tagebücher (1975) waren in den Medien und Buchhandlungen überragende Erfolge. In ihrer Studie untersucht Isabell Trommer die Wahrnehmung Speers in der deutschen Öffentlichkeit von den 1960er Jahren bis in die Gegenwart. Im Mittelpunkt stehen dabei Rechtfertigungsdiskurse, die nicht nur den Umgang mit Speer selbst geprägt haben, sondern auch viel über das Verhältnis der Bundesrepublik zum Nationalsozialismus und die Grundzüge ihrer politischen Kultur verraten.
Dr. Isabell Trommer ist Politikwissenschaftlerin und arbeitet als Lektorin beim Campus Verlag in Frankfurt am Main.
In der Wissenschaftlichen Reihe des Fritz Bauer Instituts ist von ihr erschienen:
Isabell Trommer, Rechtfertigung und Entlastung.
Albert Speer in der Bundesrepublik
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2016
367 S., Hardcover gebunden, € 34,90
EAN 978-3-593-50529-9
<link internal-link internen link im aktuellen>Wissenschaftliche Reihe, Band 27
Eine Veranstaltung des Fördervereins Fritz Bauer Institut e.V.
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Fritz Bauer Institut
Dorothee Becker (Sekretariat)
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
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Forum Museum zu den Sonderausstellungen
»Blutiger Boden« und »Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht«
Seit fast vier Jahren läuft der Prozess gegen Beate Zschäpe und vier weitere mutmaßliche Unterstützer des NSU. Während es dem Gericht in erster Linie um die individuelle Schuld der Angeklagten geht, erwarten Nebenkläger und weite Teile der Öffentlichkeit eine weitreichende Aufklärung der rechtsextremen Abgründe in unserem Land. Was aber kann ein Strafprozess tatsächlich für eine historische Aufklärungsarbeit leisten?
Das Beispiel der Frankfurter Auschwitzprozesse in den 1960er Jahren und seine Rolle im Erinnerungsdiskurs zum Holocaust beleuchtet der Historiker Werner Renz, langjähriger Mitarbeiter des Fritz Bauer Instituts. Die Journalistin Heike Kleffner beobachtet seit Jahren Untersuchungsausschüsse und den Prozess zum NSU-Komplex. Die Gerichtsreporterin Annette Ramelsberger hat den NSU Prozess von Beginn an begleitet. Sie berichtet über ihre mehrjährige Konfrontation mit Tätern und ihrem Umfeld und den mühsamen Weg der juristischen Aufarbeitung eines dreizehnjährigen Mordzuges durch unsere Gegenwart.
Zur Ausstellung
»Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht«
Fritz Bauer hat als Generalstaatsanwalt in Braunschweig und in Hessen, der den Frankfurter Auschwitz-Prozess auf den Weg brachte, bundesrepublikanische Geschichte geschrieben. Dabei blieb sein Leben nicht unberührt von den Verwerfungen des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung dokumentiert seine Lebensgeschichte im Spiegel der historischen Ereignisse. Als Jude und Homosexueller blieb Fritz Bauer von Ausgrenzung und Verfolgung nicht verschont. Als Sozialdemokrat glaubte er dennoch an den Fortschritt, dann trieben ihn die Nationalsozialisten in die Emigration. Als Jurist und Strafrechtsreformer trat für ihn an die Stelle der Staatsräson um jeden Preis der Schutz der Würde des Einzelnen, gerade auch gegen staatliche Gewalt – ein großer Schritt auf dem Weg zur Demokratie.
Ausstellungszeitraum
Freitag, 10. März bis Dienstag, 27. Juni 2017
Militärhistorisches Museum der Bundeswehr
Olbrichtplatz 2, 01099 Dresden
Eintritt frei
Öffnungszeiten
Montag: 10.00–21.00 Uhr
Dienstag und Donnerstag bis Sonntag: 10.00–18.00 Uhr
Mittwoch: geschlossen
Anmeldung zu Gruppenführungen
Claudia Rose
<link>mhmfuehrungen@bundeswehr.org
Begleitband zur Ausstellung
Fritz Backhaus, Monika Boll, Raphael Gross (Hrsg.)
Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2014,
300 S., zahlr. Abb., € 29,90, ISBN: 978-3-5935-0105-5
<link internal-link internen link im aktuellen>Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 32
Eine Ausstellung des Fritz Bauer Institutes und des Jüdischen Museums Frankfurt am Main.
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Joachim Gauck.
Sie wird gefördert durch die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, das Hessische Ministerium der Justiz, für Integration und Europa, die Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung, die Fazit-Stiftung sowie Christiane und Nicolaus Weickert.
Die Ausstellungspräsentation in Dresden wird realisiert in Kooperation mit dem Militärhistorischen Museum der Bundeswehr, dem Münchner-Platz-Komitee e.V. und der Gedenkstätte Münchner Platz Dresden
Weitere Informationen zur Ausstellung
<link http: www.fritz-bauer-institut.de fritz-bauer-ausstellung.html _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.fritz-bauer-institut.de/fritz-bauer-ausstellung.html
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Militärhistorisches Museum der Bundeswehr
Olbrichtplatz 2
01099 Dresden
Tel.: 0351.82328-03, Fax: -05
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Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Guide: Patrick Schwentke
Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.
Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz:
<link http: www.wollheim-memorial.de>www.wollheim-memorial.de
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Veranstalter: <link internal-link internen link im aktuellen>Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
Der Vorstand des Fördervereins des Fritz Bauer Instituts lädt alle seine Mitglieder ein zur ordentlichen Mitgliederversammlung (gemäß § 7 der Satzung).
Tagesordnung
1. Eröffnung der Versammlung und Begrüßung durch die 1. Vorsitzende
2. Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung und der Beschlussfähigkeit der Mitgliederversammlung
3. Genehmigung der Tagesordnung
4. Bericht der Vorstandsvorsitzenden über die Vereinsarbeit
5. Bericht des kommissarischen Direktors apl. Prof. Dr. Werner Konitzer
6. Bericht der Schatzmeisterin
7. Bericht der Kassenprüfer
8. Aussprache über die Berichte
9. Entlastung von Vorstand und Schatzmeisterin
10. Wahl einer Wahlleiterin/eines Wahlleiters
11. Wahl des Vorstandes
a) Wahl der/des 1. Vorsitzenden
b) Wahl der/des Vorstandes
c) Wahl der Schatzmeisterin/des Schatzmeisters
d) Wahl der Schriftführerin/des Schriftführers
e) Wahl weiterer Vorstandsmitglieder
12. Wahl der Vertreterin/des Vertreters des Fördervereins im Stiftungsrat
13. Wahl der Kassenprüferinnen/der Kassenprüfer
14. Verschiedenes
Mit freundlichen Grüßen,
Jutta Ebeling
Vorsitzende des Fördervereins
(für den Vorstand)
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Überlebende Juden waren nach dem Holocaust nirgendwo willkommen. Der Befreiung aus Konzentrationslagern und Zwangsarbeit folgte die Erkenntnis, dass sie in ihrer Heimat unerwünscht waren – gleichviel ob diese in Polen oder Ungarn, in der Slowakei oder Rumänien lag. Deutschland war ein Sonderfall: Hier sammelten sich unter der Obhut der U.S. Army und britischer Besatzungstruppen jene, die keine Heimat mehr hatten oder nicht in die Länder zurückkehren wollten, in denen sie gedemütigt worden waren und ihre Angehörigen verloren hatten. Doch den jüdischen »Displaced Persons« war keineswegs das Mitgefühl schuldbewusster Deutscher sicher. Im Gegenteil: Anwohner der DP-Camps beklagten sich über die Juden, und Behörden veranlassten unter dem Vorwand des Verdachts auf Schwarzmarktgeschäfte Razzien.
Prof. Dr. Wolfgang Benz war jahrzehntelang Direktor des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin. Er hat zahlreiche Bücher verfasst und herausgegeben. Zuletzt erschien von ihm im Wochenschau Verlag Antisemitismus: Präsenz und Tradition eines Ressentiments.
Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Jüdischen Museum Frankfurt am Main
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Sonntags-Matinee aus Anlass der Enthüllung einer Gedenktafel am ehemaligen Wohnhaus Fritz Bauers (siehe Veranstaltung am 10. März 2017).
Filmvorführung mit anschließendem Publikumsgespräch, Gastredner ist apl. Prof. Dr. Werner Konitzer (Kommissarischer Direktor des Fritz Bauer Instituts).
Veranstaltet auf Initiative der SPD-Westend in Kooperation mit dem Cinema-Kino Frankfurt.
DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER
Ein Film von Lars Kraume, Deutschland 2015, FSK 6, 105 Min.
Drehbuch: Lars Kraume, Olivier Guez
Darsteller: Burghart Klaußner (Fritz Bauer), Ronald Zehrfeld (Karl Angermann), Sebastian Blomberg (Ulrich Kreidler), Jörg Schüttauf (Paul Gebhardt), Lilith Stangenberg (Victoria), Laura Tonke (Fräulein Schütt), Götz Schubert (Georg-August Zinn), Cornelia Gröschel (Charlotte Angermann), Robert Atzorn (Charlottes Vater), Michael Schenk (Adolf Eichmann), Matthias Weidenhöfer (Zvi Aharoni), Tilo Werner (Isser Harel), Dani Levy (Chaim Cohn), u.a.
www.derstaatgegenfritzbauer.de
Deutschland 1957. Während die junge Bundesrepublik die NS-Zeit hinter sich lassen will, kämpft ein Mann unermüdlich dafür, die Täter im eigenen Land vor Gericht zu stellen: Zwölf Jahre nach Kriegsende erhält der kompromisslose Generalstaatsanwalt Fritz Bauer den entscheidenden Hinweis darauf, wo sich der frühere SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann versteckt halten soll. Gemeinsam mit dem jungen Staatsanwalt Karl Angermann beginnt Bauer, die Hintergründe zu recherchieren. Doch es formiert sich Widerstand bis in die höchsten Kreise: In seiner eigenen Behörde verschwinden immer wieder Akten und auch Oberstaatsanwalt Ulrich Kreidler und BKA-Mitarbeiter Paul Gebhardt behindern den unliebsamen Bauer in seinen Ermittlungen. Ein scheinbar aussichtsloser Kampf gegen unsichtbare Gegner beginnt, doch Bauer und Angermann geben nicht auf, wohl wissend, dass ihnen die Jagd auf Eichmann sowohl beruflich als auch privat alles abverlangen wird.
Kontakt
Cinema-Kino
Rossmarkt 7
60311 Frankfurt am Main
Tel.: 069.21997855
info(at)arthouse-kinos.de
www.arthouse-kinos.de
Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig, der Ortsvorsteher des Ortsbeirates 2, Axel Kaufmann, und das Fritz Bauer Institut laden zur Enthüllung einer Gedenktafel für Fritz Bauer ein. Stadträtin Hartwig übergibt die Tafel an seinem ehemaligen Wohnhaus in der Feldbergstraße 48 der Öffentlichkeit.
Als hessischer Generalstaatsanwalt initiierte Fritz Bauer den ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess, der von Dezember 1963 bis August 1965 stattfand und die Verbrechen im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz verhandelte. Mit diesem Prozess gewann die Auseinandersetzung mit dem Holocaust in der Bundesrepublik Deutschland erstmals eine öffentliche Dimension.
Fritz Bauers Werk galt dem Aufbau einer demokratischen Justiz, der konsequenten strafrechtlichen Verfolgung nationalsozialistischen Unrechts und der Reform des Straf- und Strafvollzugsrechts.
Vom Magistrat der Stadt Frankfurt wurden Fritz Bauers große Verdienste mehrfach gewürdigt. So gehört die Stadt Frankfurt am Main neben dem Land Hessen und dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V. zu den Gründungsstiftern des Fritz Bauer Instituts – Studien- und Dokumentationszentrum zur Geschichte und Wirkung des Holocaust. Eine 2013 im Plenarsaal des Frankfurter Römers installierte Gedenktafel für Fritz Bauer erinnert an die Frankfurter Auschwitz-Prozesse. Das auf Initiative des Fritz Bauer Instituts und im Auftrag des Magistrats realisierte Denkmal der Künstlerin Tamara Grcic vor dem Oberlandesgericht an der Zeil 42 würdigt die großen Verdienste des ehemaligen hessischen Generalstaatsanwalts.
Mit der Tafel in der Feldbergstraße 48 im Frankfurter Westend kommt ein weiterer Ort des Gedenkens an diese herausragende Persönlichkeit hinzu. Hier wohnte der Hessische Generalstaatsanwalt von 1957 bis zu seinem Tod im Jahr 1968.
Es sprechen:
Axel Kaufmann, Ortsvorsteher des Ortsbeirates 2
Dr. Ina Hartwig, Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt am Main
Gottfried Kößler, stellv. Direktor des Fritz Bauer Instituts
Kontakt
Dezernat Kultur und Wissenschaft
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Jana Kremin
Brückenstraße 3–7
60594 Frankfurt am Main
Tel.: 069.212-49232
Fax: 069.212-9749232
jana.kremin(at)stadt-frankfurt.de
Fritz Bauer hat als Generalstaatsanwalt in Braunschweig und in Hessen, der den Frankfurter Auschwitz-Prozess auf den Weg brachte, bundesrepublikanische Geschichte geschrieben. Dabei blieb sein Leben nicht unberührt von den Verwerfungen des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung dokumentiert seine Lebensgeschichte im Spiegel der historischen Ereignisse. Als Jude und Homosexueller blieb Fritz Bauer von Ausgrenzung und Verfolgung nicht verschont. Als Sozialdemokrat glaubte er dennoch an den Fortschritt, dann trieben ihn die Nationalsozialisten in die Emigration. Als Jurist und Strafrechtsreformer trat für ihn an die Stelle der Staatsräson um jeden Preis der Schutz der Würde des Einzelnen, gerade auch gegen staatliche Gewalt – ein großer Schritt auf dem Weg zur Demokratie.
Ausstellungszeitraum
Freitag, 10. März bis Dienstag, 27. Juni 2017
Militärhistorisches Museum der Bundeswehr
Olbrichtplatz 2, 01099 Dresden
Eintritt frei
Öffnungszeiten
Montag: 10.00–21.00 Uhr
Dienstag und Donnerstag bis Sonntag: 10.00–18.00 Uhr
Mittwoch: geschlossen
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Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht
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300 S., zahlr. Abb., € 29,90, ISBN: 978-3-5935-0105-5
Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 32
Eine Ausstellung des Fritz Bauer Institutes und des Jüdischen Museums Frankfurt am Main.
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Joachim Gauck.
Sie wird gefördert durch die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, das Hessische Ministerium der Justiz, für Integration und Europa, die Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung, die Fazit-Stiftung sowie Christiane und Nicolaus Weickert.
Die Ausstellungspräsentation in Dresden wird realisiert in Kooperation mit dem Militärhistorischen Museum der Bundeswehr, dem Münchner-Platz-Komitee e.V. und der Gedenkstätte Münchner Platz Dresden
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Ausgaben des Programmhefts
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