Von der European Holocaust Research Infrastructure (EHRI) ist ab sofort das Conny Kristel Fellowship Programm ausgeschrieben, in dessen Rahmen Holocaustforscherinnen und -forscher, vor allem in der Promotionsphase, einige Zeit an Host-Institutionen in diversen europäischen…
8. Jahrgang, Juni 2025, 176 S., Aufl. 2.000, ISSN: 2569-7838
› Jahresbericht 2024 (Download als PDF-Datei)
Der Jahresbericht des Fritz Bauer Instituts informiert über die vielfältigen Tätigkeiten des Instituts im vorangegangenen Jahr. Er gibt einen Überblick über die Editions-…
Das Veranstaltungsprogramm des Fritz Bauer Instituts pausiert in der vorlesungsfreien Zeit der Goethe-Universität. Ab Oktober finden wieder regelmäßig Vortragsveranstaltungen auf dem Campus Westend statt.
Die öffentliche Führungen zum Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus werden auch in den Semesterferien an jedem 3. Samstag im Monat angeboten.
Unser neues Programmheft mit Veranstaltungsankündigungen von Oktober 2025 bis Februar 2026 ist in Vorbereitung. Es wird Ende September verschickt. Sie können das Programmheft mit diesem Formular kostenfrei bestellen:
› Infosendungen des Fritz Bauer Instituts
Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de
Livestream auf YouTube: youtu.be/2VlPnxUWdtA
This talk discusses the main themes of Omer Bartov’s recent book Genocide, the Holocaust and Israel-Palestine – originally published in August 2024 – and goes on to consider how our understanding of these themes has been affected in the wake of the events of October 7 and the war in Gaza. The questions addressed include the fraught relationship between the terms genocide and Holocaust; the impact on our understanding of perceiving genocide as a local event; the use of first-person accounts in the reconstruction of atrocity; the difficulties in adjudicating genocide; and, finally, the tension between memory and commemoration, on the one hand, and erasure and forgetting, on the other.
is Dean’s Professor of Holocaust and Genocide Studies at Brown University. He has written widely on war crimes, genocide, and antisemitism. The German translation of his most recent book Genozid, Holocaust und Israel-Palästina. Geschichte im Selbstzeugnis has been published 2025 with Suhrkamp publishing house.
Fritz Bauer Institut
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Am Beispiel eines Projekts zu Fluchtgeschichten zwischen 1938 und 1945 am Jüdischen Museum Hohenems werden die dramatischen Lebenswege nicht nur von Jüdinnen und Juden behandelt. Sie vermitteln ein differenziertes Bild von der Gewalt der Zeit und geben Raum, auch über die Gegenwart zu sprechen. Der multiperspektivische Dialog ist auch Thema in der politischen Bildung heterogener Gesellschaften. Religiös codierte Ressentiments finden sich nicht erst nach Erfahrungen von Diskriminierung, sondern bereits im Vorschulalter. Was bedeutet das für das Lernen über den Holocaust?
ist Diplom-Politologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Teilprojekt »Religiös codierte Differenzkonstruktionen im Vor- und Grundschulalter« am Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaft der Goethe-Universität und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Fritz Bauer Instituts.
ist Literatur- und Medienwissenschaftler. Er war ab 1995 Gründungsdirektor des Fritz Bauer Instituts und ist seit 2004 Direktor des Jüdischen Museum Hohenems.
Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit der Bildungsstätte Anne Frank
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Treffpunkt ist vor dem Wollheim-Pavillon am Fritz-Neumark-Weg, unterhalb des IG Farben-Hauses, von der Fürstenberger Straße kommend auf der linken Seite des Campus-Geländes.
Die kostenlose Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Das am 2. November 2008 feierlich eröffnete Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna-Monowitz (Auschwitz III). Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, welche die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.
Website mit umfangreichem Informationsmaterial zum Konzentrationslager Buna-Monowitz:
› www.wollheim-memorial.de
Interviews mit Überlebenden des Konzentrationslagers Buna-Monowitz:
› 24 Videointerviews
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Wie haben lokale Machtstrukturen und das Gemeinschaftsgefühl der nichtjüdischen Bevölkerung die Erfahrungen und Überlebenschancen von Jüdinnen und Juden beeinflusst, die während des Holocaust der Verfolgung zu entkommen versuchten? In einer vergleichenden Analyse, die sich sowohl von der Idealisierung einzelner Retter als auch von Verallgemeinerungen über vermeintliche »nationale Eigenschaften« distanziert, beleuchtet Mary Fulbrook die Erfahrungen von Juden, die sich in verschiedenen Regionen versteckt hielten oder untertauchten, und fragt, ob und – wenn ja – welche Lehren aus dieser Untersuchung für die Gegenwart gezogen werden können.
Ramón Jaffé spielt aus Kompositionen seines Vaters, des deutsch-israelischen Komponisten Don Jaffé, der mit seiner Familie 1941 vor den Nationalsozialisten aus Riga in die Sowjetunion flüchten musste und dort überlebte.
ist Professorin für Deutsche Geschichte am University College London und Direktorin des European Institute. Für ihre Forschungen zur deutschen und europäischen Gesellschafts- und Erfahrungsgeschichte im 20. Jahrhundert wurde sie unter anderem mit dem Ernst Fraenkel Prize der Wiener Library ausgezeichnet.
ist ein vielfach mit Preisen geehrter Cellist. Als Solist spielt er mit vielen Orchestern weltweit. Im Jahr 1995 begründete er das Kammermusikfest Hopfgarten in Tirol, seit 2011 leitet er auch das Musikfestival Middelburg in den Niederlanden. Zudem unterrichtet er an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden.
Interessierte können sich bis 15. Oktober 2025 unter dem Link protokoll.ffm.de für die Gedenkstunde am 20. Oktober anmelden und erhalten bei Vorlage eines Ausweises Zugang zur Veranstaltung. Einlass in die Paulskirche ist ab 17:15 Uhr.
Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Dezernat für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main
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Der Vortrag analysiert Völkermordurteile internationaler (Ad-hoc-)Strafgerichte für das ehemalige Jugoslawien, Ruanda und Kambodscha und zeichnet die verschiedenen Ursachen und Modalitäten des Vorgehens der »Täterstaaten« nach. Wie wird der Genozid als »Präventivschlag« gegen eine angebliche Bedrohung eingesetzt? Es zeigt sich, dass die Bedrohungsassoziation und der Bedrohungsgrad durch Verweis auf die Andersartigkeit der Opfergruppe verstärkt werden. Fatih Kolkilic kommt zu dem Resultat, dass die Bedrohungslagen vollständig konstruiert sind und auf der Entmenschlichung der Opfergruppen beruhen.
ist Rechtsanwalt und Kriminologe. Für seine 2024 im Nomos Verlag erschienene Dissertation Zur Kriminologie des Genozids – Handlungsmuster und Erklärungsansätze wurde er 2025 mit dem Fritz Bauer Studienpreis für Menschenrechte und juristische Zeitgeschichte des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz ausgezeichnet.
Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit den Professuren für Verfassungsrecht und Kriminologie der Goethe-Universität Frankfurt am Main
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Tel.: +49 (0)69 798 322-40
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