Rassistische Wissensbestände über »Ausländer«, die als »fremdvölkisch«, minderwertig, kulturell-biologisch unerwünscht oder gar gefährlich, aber gleichzeitig als ökonomisch brauchbar galten, zirkulierten seit dem Kaiserreich und fanden in der Phase der Zwangsarbeit während des Zweiten Weltkriegs weite Verbreitung. Maria Alexopoulou fragt, was mit dem akkumulierten rassistischen Wissen über »Ausländer« in der sogenannten Stunde Null 1945 geschah. Migranten waren in dieser Zeit durchgängig präsent und prägten mit der sogenannten Gastarbeiter- und späteren Asylmigration immer mehr das Bild vor allem der Industriestädte wie beispielsweise Mannheim.
PD Dr. Maria Alexopoulou
ist Privatdozentin am Historischen Institut der Universität Mannheim und Projektleiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin im Rahmen des »Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt«. Im August 2024 erschien ihre Monografie Rassistisches Wissen in der Transformation der Bundesrepublik Deutschland in eine Einwanderungsgesellschaft 1940–1990 im Wallstein Verlag.
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