The Institute

Tuesday, 8. September 2026

Veranstaltungen des Fritz Bauer Instituts
Oktober bis Februar 2026/27

Unser Programmheft zu den öffentlichen Veranstaltungen des Fritz Bauer Instituts im Wintersemester 2026/27 ist erschienen:
Veranstaltungsprogramm (pdf-Datei)

Im  kommenden Wintersemester haben wir mehrere lokalgeschichtliche Vorträge im Programm. Auf der jährlich mit dem Kulturdezernat der Stadt Frankfurt ausgerichteten Veranstaltung zum Gedenken an die erste Deportation aus Frankfurt am 19. Oktober 1941 wird dieses Jahr Fritz Backhaus in der Paulskirche sprechen. János Varga stellt seine Studie über die Mitglieder der Polytechnischen Gesellschaft vor, Mirjam Schnorr die Ergebnisse ihrer Forschung zur Immobilien-»Arisierung« unter besonderer Beteiligung der Stadt Frankfurt am Main. Anna Junge analysiert die Sozialgeschichte der ländlichen Region um Marburg zwischen 1941 und 1954.

Mehrere Vorträge beschäftigen sich mit der rechtlichen Aufklärung der Verbrechen des Holocaust: So stellt Patrick Hoferer die Position des Rechtsanwalts Konrad Redeker vor. Andrea Rudorff untersucht die frühen Strafprozesse zu den Verbrechen in Auschwitz, die in Polen seit 1944 geführt wurden. Und Vojtěch Kyncl spricht über das Verfahren gegen Karl Hermann Frank in Prag 1946, von dem Tonbandaufnahmen jetzt online zugänglich sind.

Einige Vorträge beschäftigen sich mit aktuellen Debatten: Oliver Rathkolb wird die für das letzte Sommersemester angekündigte Veranstaltung über die »Ökonomie der Angst« nachholen. Jeffrey Herf widmet sich dem Umgang mit Islamismus und Antisemitismus in der Bundesrepublik nach dem Anschlag vom 11. September 2001. Und Jacob Eder stellt die Frage nach der Reichweite deutscher Erinnerungspraktiken, die nach dem 7. Oktober 2023 von besonderer Aktualität ist.

Mit einem Vortrag zur Sozialgeschichte des Ghettos Theresienstadt von Anna Hájková möchten wir an den fünften Todestag von Trude Simonsohn erinnern, die Theresienstadt und Auschwitz überlebt hat. Ulrika Mientus wird sich mit dem Kampf der Opfer eugenischer Gewalt um ihre Anerkennung beschäftigen. Natali Stegmann gibt Einblick in die Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Familiengeschichte. Maik Tändler geht dem Einfluss des Publizisten Armin Mohler auf die Herausbildung einer Neuen Rechten in der Bundesrepublik nach.

Besondere Aufmerksamkeit richtet sich wie jedes Jahr auf den Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar, den 2027 René Schlott mit seiner Biografie über den Pionier der Holocaustforschung, Raul Hilberg, bestreiten wird.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
 

Veranstaltungsprogramm
Oktober bis Februar 2026/27

Fritz Bauer Institut, Stiftung bürgerlichen Rechts
Prof. Dr. Sybille Steinbacher (V.i.S.d.P.)
Redaktion: Dr. Katharina Rauschenberger
Bildredaktion: Dr. Katharina Rauschenberger, Werner Lott
Lektorat: Regine Strotbek
Gestaltung/Layout: Werner Lott
Druck: Vereinte Druckwerke Frankfurt am Main
Erscheinungsweise: zweimal jährlich
Auflage: 3.800

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