European Leo Baeck Lecture Series 2014
Vortrag in englischer Sprache!
Eine Kooperation mit dem Historischen Seminar der Goethe Universität Frankfurt am Main.
The Great War shattered Yosef Hayim Yerushalmi’s celebrated distinction between history and memory in Jewish cultural life. The lecture argues that Jewish history and Jewish memory collided between 1914 and 1918 in ways which transformed both and created a new category which I term historical remembrance. Less the ›faith of fallen Jews‹, as Yerushalmi claims, historical remembrance is the practice of finding some meaning in the revolution in violence which erupted in 1914 and has continued to this day. An amalgam of the very old and the very new, Jewish thought and practice approached the terrors of industrialized warfare in striking and at times surprising ways.
Dr. Jay M. Winter is the Charles J. Stille Professor of History at the Yale University, New Haven. As specialist on World War I and its impact on the 20th century he is the author or co-author of a dozen books, including Rene Cassin et les droits de l’homme, co-authored with Antoine Prost, Fayard, Paris 2011, Socialism and the Challenge of War, Ideas and Politics in Britain, 1912–18, Routledge & Kegan Paul, Reading 1974, The Great War and the British People, McMillan, New York 1984, Sites of Memory, Sites of Mourning: The Great War in European Cultural History, Cambridge University Press, Cambridge 2000, and Remembering War: The Great War between History and Memory in the 20th Century, Yale University Press, New Haven 2006.
Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße
Guide: Patrick Schwentke
Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.
Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de
<link http: www.wollheim-memorial.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.wollheim-memorial.de
Vortragsreihe:
Recht und Moral im Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit
Die Einteilung von Menschen in »Rassen« hat eine zentrale Stellung in der nationalsozialistische Politik. Zum Verständnis jener besonderen Funktion ist es notwendig, sich die Genealogie der jeweiligen Modelle in ihrer Unterschiedlichkeit anzuschauen, die Verbindung von Wissenschaft und Politik zu beleuchten und die Frageperspektive um gesellschaftstheoretische und -kritische Aspekte zu erweitern. Nach dem Zweiten Weltkrieg dominierten vor allem Versuche, die rassenanthropologischen Konzepte als Pseudowissenschaft zu beschreiben und entsprechend von einem Bruch mit diesen Vorstellungen nach dem Ende des Nationalsozialismus ausgehen. Entgegen dieser Sichtweisen, lohnt sich heute jedoch vielmehr den Blick auf die Kontinuitätslinien und stetigen Modernisierungen von Rassekonzepten, die bis in die aktuellen genetischen Einteilungen des Menschen reichen, zu richten
Dr. Tino Plümecke ist Pädagoge und Soziologe und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Sein Buch Rasse in der Ära der Genetik: die Ordnung des Menschen in den Lebenswissenschaften ist 2013 im Transkript Verlag erschienen.
Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
Begleitveranstaltung zur Ausstellung
1938: Kunst, Künstler, Politik
1938 verübte Ernst Ludwig Kirchner in der Schweiz Selbstmord. Die Tat wurde weithin mit seiner politischen Verzweiflung erklärt. Tatsächlich hatte Kirchner noch 1933 gehofft, an einem »Aufschwung der deutschen Kunst« teilhaben zu können. Zu seiner widersprüchlichen Persönlichkeit gehört auch das nationalistische und antisemitische Gedankengut, das bisweilen in seinen Schriften aufscheint und uns heute befremdet. Der Vortrag versucht diese Widersprüche zu deuten und Kirchners Weltbild im Zeitalter der Extreme zu rekonstruieren.
Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
Vortragsreihe:
Recht und Moral im Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit
Veränderte Einsichten in Realitäten und Uminterpretationen gesellschaftlicher und politischer Werte haben Folgen für rechtspolitische Gestaltungsoptionen und die juristische Argumentationstechnik, so auch für die Ausgestaltung und dogmatische Durchdringung des Arbeitsrechts. Deshalb geht der Vortrag nach einem kurzen Überblick zur Arbeitsrechtsentwicklung im NS auf die Dogmatik des Arbeitsverhältnisses in der Betriebs- und Volksgemeinschaft und auf die damit verbundene Moralisierung des Arbeitsrechts für die Betroffenen ein. Gleichfalls wird aufgezeigt, wie sich diese Dogmatiken, Rechtslehren und Argumentationsfiguren unter dem Rechtsregime eines freiheitlichen Grundgesetzes fortentwickeln und lange die arbeitsrechtliche Praxis mitbestimmen konnten.
Martin Becker ist Richter am Arbeitsgericht Frankfurt und außerplanmäßiger Professor an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. 2005 erschien im Klostermann Verlag sein Buch Arbeitsvertrag und Arbeitsverhältnis während der Weimarer Republik und in der Zeit des Nationalsozialismus.
Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
Initiiert von der Lajna Imaillah e.V. Frankfurt/IASV
in Kooperation mit dem Fritz Bauer Institut.
Podiumsteilnehmerinnen:
Prof. Dr. Ursula Apitzsch (Politikwissenschaftlerin und Soziologin)
Khola Hübsch (Schriftstellerin und Journalistin)
Moderation:
Dr. Meron Mendel (Direktor der <link http: www.bs-anne-frank.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>Bildungstätte Anne Frank e.V., Frankfurt am Main)
Wie viel Religion verträgt der säkulare Staat? Wenn es um den Islam in Deutschland geht, ist diese Frage von besonderer Brisanz. Vor zehn Jahren sorgte das sogenannte »Kopftuchurteil« für Diskussionen. Die Beschneidungsdebatte und das jüngst gefällte Burkini Urteil zeigen, dass die Frage nach der Bedeutung und Sichtbarkeit der Religion im säkularen Staat nach wie vor aktuell ist. Doch im Zuge der voranschreitenden Pluralisierung unserer Gesellschaft stellt sich nicht nur die Frage, ob »die Scharia« mit der Demokratie kompatibel ist. Die Religionszugehörigkeit dient immer häufiger als Etikett, um das Fremde zu konstruieren. Die Religion des Islam wird dann als Störfaktor im Integrationsprozess wahrgenommen.
Anmeldung erwünscht, aber nicht zwingend.
Kontakt
Alia Hübsch, Religionswissenschaftlerin (B.A.)
Beauftragte für den interreligiösen Dialog der Lajna Imaillah Frankfurt
Steinrutsch 7, 65931 Frankfurt am Main
Tel.: 069.314596, Voice: 0157.73118551
<link mail ein fenster zum versenden der>alia.huebsch@gmail.com
Begleitveranstaltung zur Ausstellung
1938: Kunst, Künstler, Politik
Veranstalter: Gesellschaft der Freunde und Förderer des Jüdischen Museums e.V.
Der Kunstfund in der Schwabinger Wohnung des Cornelius Gurlitt erregt die Gemüter wie kaum je eine Kunstaffäre der letzten Jahrzehnte – auch international. Wie konnte es möglich sein, dass ein Kunsthändler seine Ware aus der Nazizeit jahrzehntelang aufbewahren, sie vererben und sein Sohn sie unerkannt verbergen konnte? Was sagt uns diese Geschichte über den Umgang der Bundesrepublik mit »Entarteter Kunst« und NS-Raubkunst in den Jahren nach dem Krieg? Und: Welche Schlussfolgerungen sind aus all dem zu ziehen?
Spannende Fragen, die bei einer prominent besetzten Podiumsdiskussion besprochen werden soll.
Auf dem Podium:
Julia Voss, promovierte Kunsthistorikerin und Journalistin, seit 2007 leitende Redakteurin des Kunstressorts der FAZ, ist Kuratorin der aktuellen Ausstellung »1938. Kunst, Künstler, Politik«. Dieses Jahr erhielt sie den Luise Büchner-Preis für Publizistik. Sie hat zahlreiche Artikel zu Restitution, Kunst, Kunstgeschichte und Museen im Nationalsozialismus veröffentlicht.
Julius H. Schoeps, Historiker, Politikwissenschaftler, Dr. phil., Prof. em., Direktor des Moses Mendelssohn Zentrums für europäische Studien an der Universität Potsdam und Vorstandsvorsitzender der Moses Mendelssohn-Stiftung, wirkte als Gastprofessor in New York, Oxford, Seattle, Tel Aviv und Budapest. Julius H. Schoeps, der zahlreiche Publikationen veröffentlicht hat, kämpft seit 2003 als Sprecher der Erben des Bankiers Paul von Mendelssohn Bartholdy um die Restitution verschiedener Kunstwerke aus dessen Besitz.
Corinna Budras ist seit 2005 Wirtschaftsredakteurin bei der FAZ. Hier schreibt sie über wirtschaftsrechtliche und juristische Themen und betreut die wöchentliche Beilage »Beruf und Chance«. Sie studierte Jura in Berlin und Lüttich. Auf das juristische Staatsexamen folgte eine Ausbildung an der Berliner Journalistenschule mit verschiedenen Praktika in New York, Hamburg und Berlin. Ihre erste Festanstellung führte sie in den amerikanischen Journalismus: Bei der Nachrichtenagentur Bloomberg arbeitete sie als »Legal Reporter«.
Stefan Koldehoff ist Kulturredakteur beim Deutschlandfunk in Köln und schreibt u.a. für Die Zeit, FAZ, Die Welt, Sonntagszeitung (Zürich) und ARTnews (New York). 2008 wurde er für seine investigativen Recherchen mit dem puk-Journalistenpreis des Deutschen Kulturrats ausgezeichnet. Für sein Engagement gegen Kunstfälschung erhielt er 2012 den Prix Annette Giacometti. Sein neuestes Buch erschien bei Kiepenheuer & Witsch: Falsche Bilder, echtes Geld. Der Fälschungscoup des Jahrhunderts – und wer alles daran verdiente (zusammen mit Tobias Timm).
Der Eintritt ist frei. Wegen einer begrenzten Anzahl an Sitzplätzen wären wir Ihnen für eine verbindliche Anmeldung dankbar.
Kontakt
Jüdisches Museum Frankfurt
Christine Wern
Tel.: 069.212-34856
Fax: 069.212-30705
<link mail ein fenster zum versenden der>christine.wern@stadt-frankfurt.de<link mail ein fenster zum versenden der>
Zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus
Eine gemeinsame Veranstaltung des Fritz Bauer Instituts mit der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG), der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) und dem Jüdischen Museum Frankfurt.
Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
Zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus
Eine gemeinsame Veranstaltung des Fritz Bauer Instituts mit der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG), der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) und dem Jüdischen Museum Frankfurt.
Jüdische Stifterinnen und Stifter und jüdische Gelehrte haben die junge Universität Frankfurt am Main seit der Zeit ihrer Gründung 1914 in erheblichem Maße geprägt – in der Religionswissenschaft, der Orientalistik und Soziologie, ebenso wie in den Wirtschaftswissenschaften, der Medizin und allen Bereichen der Naturwissenschaften. Der Ausschluss und die Vertreibung jüdischer WissenschaftlerInnen zu Beginn der Zeit des Nationalsozialismus bereiteten dieser in der akademischen Kultur in Deutschland vor und nach dem Ersten Weltkrieg einzigartigen Konstellation ein Ende. Christian Wiese, Inhaber der Martin-Buber-Professur für Jüdische Religionsphilosophie an der Goethe-Universität, geht dieser Geschichte am Beispiel paradigmatischer Einzelfiguren nach und reflektiert über die tiefe Zäsur, die das Jahr 1933 für die Frankfurter Universitätsgeschichte und die jüdische Geschichte in Frankfurt markiert.
Prof. Dr. Christian Wiese studierte Evangelische Theologie an den Universitäten Tübingen und Bonn, sowie Judaistik an der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg. 1997 promovierte er an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Im Anschluss forschte er am Salomon-Ludwig-Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen. 1999 wurde er Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Judaistik an der Universität Erfurt und ging 2003 als Visiting Professor nach Kanada, 2004 in die USA und 2005 an das Trinity College, Dublin. An der Universität Erfurt wurde er 2006 für Religionswissenschaft und Judaistik habilitiert und zum Privatdozenten ernannt. Von 2007 bis 2010 war er Direktor des Centre for German-Jewish Studies und Professor für jüdische Geschichte an der University of Sussex. Seit Oktober 2010 ist er Inhaber der Martin-Buber-Professur für Jüdische Religionsphilosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
Zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus
Eine gemeinsame Veranstaltung des Fritz Bauer Instituts
mit dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
Trude Simonsohn kam als 21-Jährige in das Konzentrationslager Theresienstadt. Ihre Erinnerung an den Alltag im Ghetto, die Sorge um ihre Mutter, ihre politischen Aktivitäten, ihre Arbeit mit Kindern und ihre Begegnung mit Berthold Simonsohn ist noch sehr lebendig. In dem Gespräch wird sie schildern, wie sie das Ghetto Theresienstadt und das Konzentrationslager Auschwitz überlebt hat, bis sie in einem Außenlager des Konzentrationslagers Groß-Rosen 1945 befreit wurde.
Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
Zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus
Eine gemeinsame Veranstaltung des Fritz Bauer Instituts
mit dem Präsidium der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
In der »Reichskristallnacht« fand zum ersten Mal seit der nationalsozialistischen Machtübernahme ein öffentlicher, vom Staat geförderter Terrorakt statt. Er bildete eine Eskalation der bis dahin unvollständigen Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung und sollte die Macht- und Rechtlosigkeit der Juden ihnen und der allgemeinen Bevölkerung veranschaulichen. Wie dieser Terrorakt in die Logik des Regimes passte und wie er im Inland und Ausland wahrgenommen wurde, bilden die Themen des Vortrags.
Prof. em. Dr. Peter Pulzer ist Historiker und Politikwissenschaftler. Er wurde 1929 in Wien geboren und floh 1939 mit seiner Familie nach Großbritannien. Pulzer promovierte 1960 an der University of Cambridge und war bis zu seiner Emeritierung Glad-stone Professor of Government an der University of Oxford und Fellow am All Souls College. Er ist Vorsitzender des Leo Baeck Institute, London.
Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
Begleitveranstaltung zur Ausstellung
1938: Kunst, Künstler, Politik
Lotte Laserstein gehört zu den großen Wiederentdeckungen der letzten Jahre. Ihr selbstbewusster Blick auf die Frauen der zwanziger Jahre, ihre gleichermaßen sachliche wie sinnliche Malerei, ihr virtuoses Spiel mit traditionellen und modernen Bildformeln und nicht zuletzt ihr seismographisches Gespür für die politische Situation begründen heute ihren Ruf als große Realistin der Weimarer Republik. Ihre Vertreibung aus Deutschland – von den Nationalsozialisten durchaus intendiert – kam einer Vertreibung aus der Kunstgeschichte gleich.
Auch im schwedischen Exil blieb Laserstein der realistischen Malweise und ihrem favorisierten Thema, dem Menschen, verbunden. Unter den psychisch und materiell belastenden Bedingungen gelang es ihr jedoch nicht, in gleicher Intensität und Qualität an ihren Erfolg vor 1937 in Berlin wieder anzuschließen.
Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße
Guide: Patrick Schwentke
Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.
Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de
<link http: www.wollheim-memorial.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.wollheim-memorial.de
Begleitveranstaltung zur Ausstellung
1938: Kunst, Künstler, Politik
Podiumsdiskussion mit Dr. Julia Voss, Kuratorin der Ausstellung und leitende Redakteurin beim Kunstressort der FAZ; Dr. Christian Fuhrmeister, Projektreferent in der Forschungsabteilung des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München; Dr. Andreas Hüneke, Mitarbeiter der Forschungsstelle »Entartete Kunst« am Kunsthistorischen Institut der Freien Universität Berlin; Prof. Dr. Wolfgang Ruppert, Arbeitsstelle für kulturgeschichtliche Studien, Universität der Künste Berlin.
Moderation: Dr. Eva Atlan, Kuratorin der Ausstellung, Jüdisches Museum Frankfurt
Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
Nach dem Mauerfall reist Jutta Ditfurth in die DDR und sieht sich mit den Widersprüchen ihrer adligen Herkunft konfrontiert. Sie folgt den Spuren ihres schillernden Urgroßonkels Börries Freiherr von Münchhausen, einem Balladendichter, der ein Freund der Juden zu sein schien – doch dann findet sie einen Brief…
Hinter dem Mythos des 20. Juli 1944 verbirgt sich der besondere Antisemitismus des deutschen Adels im 19. und 20. Jahrhundert. Juden galten in adligen Kreisen oft als »Fremdrassige«, die die adlige »Blutreinheit« bedrohten. Auf den Schlössern und Rittergütern hatten Juden bis 1945 nichts verloren. Sie trugen vermeintlich Schuld an Revolutionen, an Kriegsniederlagen, am Sturz der Monarchie und an der Errichtung der Weimarer Republik. Der Hass auf die Juden wurde schließlich »von allen moralischen Skrupeln befreit«.
Jutta Ditfurth erzählt die bewegte Geschichte von Börries Freiherr von Münchhausen. Sein engster Freund war um 1900 der Künstler Ephraim Moses Lilien – bis Münchhausen zum glühenden Antisemiten wurde.
Jutta Ditfurth, Soziologin und Publizistin, lebt in Frankfurt am Main und ist für die Wählervereinigung <link http: www.oekolinx-arl.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>ÖkoLinX-Antirassistische Liste Stadtverordnete im Römer. Sie ist Autorin zahlreicher Bücher, darunter der Roman Die Himmelsstürmerin über die ungewöhnliche Geschichte ihrer Urgroßmutter Freiin Gertrud Elisabeth von Beust. 2013 erschien bei Hofmann und Campe ihr Buch Der Baron, die Juden und die Nazis.
Jutta Ditfurth, Der Baron, die Juden und die Nazis.
Reise in eine Familiengeschichte
Hamburg: Hoffmann & Campe, 2013, 400 S., 21,99 Euro
ISBN 978-3-455-50273-2
Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße
Guide: Céline Wendelgaß
Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.
Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de
www.wollheim-memorial.de
European Leo Baeck Lecture Series 2013
Der Novemberpogrom 1938
Vortrag in englischer Sprache!
This lecture will firstly explore why the »Kindertransport« came into existence: was it a particular and unusual response to the Jewish plight in 1938 or more part of a pattern of British immigration procedures since 1918? It then analyses patterns of memory concerning this movement and why we have come to remember and represent the »Kindertransport« so intensely, especially in relation to other migrant and refugee movements to Britain. It will analyse especially the notion of the »Kinder« »journey« and how it has been constructed to make it part of the classic refugee narrative. It will consider the stories that tend »not« to be remembered within »Kindertransport« journeys. Finally, it will suggest ways forward to make the history and memory of the »Kindertransport« more inclusive and self-reflexive.
Tony Kushner ist Professor für Geschichte und Direktor des Parkes Institute for the Study of Jewish/non-Jewish relations an der Universität von Southampton. Sein Forschungsinteresse richtet sich auf die moderne jüdische Geschichte Großbritanniens, die Geschichte der Migration sowie die Geschichte des Rassismus und des Antisemitismus. Er ist Autor von acht Monographien, u.a. Remembering Refugees: Then and Now (Manchester University Press, 2006) und Anglo-Jewry since 1066: Place, Locality and Memory (Manchester University Press, 2009) Sein jüngstes Buch The Battle of Britishness: Migrant Journeys since 1685 erschien 2012 ebenfalls bei Manchester University Press.
Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
European Leo Baeck Lecture Series 2013
Der Novemberpogrom 1938
und Begleitprogramm zur Ausstellung
1938: Kunst – Künstler – Politik
Während des Zweiten Weltkriegs ermordeten das NS-Regime und seine Kollaborateure etwa sechs Millionen Juden in Europa. Verglichen damit war der »Reichskristallnacht«-Pogrom von November 1938 ein Verbrechen von verhältnismäßig begrenztem Ausmaß. Trotzdem nimmt der Pogrom, sowohl unter Deutschen als auch unter Juden, zu Recht eine Sonderstellung in der kollektiven Erinnerung an den Holocaust ein. Der Vortrag wird die Geschichte des Pogroms im Zusammenhang mit der nationalsozialistischen Judenpolitik erklären und seine Bedeutung als Zivilisationsbruch erläutern.
Alan E. Steinweis ist Professor für Geschichte und Miller Distinguished Professor für Holocaust-Studien an der Universität von Vermont. Im Sommersemester 2011 war er Gastprofessor zur Erforschung des Holocaust und der deutsch-jüdischen Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. 2011 erschien im Reclam Verlag die deutsche Übersetzung seines Buches Kristallnacht 1938.
Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
Der Förderverein Fritz Bauer Institut e.V. und der Hessische Rundfunk laden ein zur Preview der Dokumentation »Auschwitz vor Gericht«, die Rolf Bickel und Dietrich Wagner aus Anlass des 50. Jahrestages der Eröffnung des Frankfurter Auschwitzprozesses zusammengestellt haben.
Noch einmal werden die erschütternden Aussagen der Zeugen zu hören sein, die in Tondbandaufzeichnungen festgehalten wurden. Bickel und Wagner besuchten einige der Zeugen später in ihrer Heimat, so dass die Filmzuschauer auch die Gesichter kennenlernen. Den Autoren gelingt ein sehr dichtes Bild des Prozesses, bei dem sich 23 Männer, die alle zum Personal des Vernichtungslagers Auschwitz gehört hatten, wegen Mordes verantworten mussten. 360 Zeugen wurden gehört, an 183 Tagen wurde verhandelt. Wie dieser Prozess das System des Völkermordes in Auschwitz entlarvte und welch ungeheure Anstrengung es für die Überlebenden war, im Angesicht der Täter ihre Aussagen zu machen, das ist in der Dokumentation festgehalten.
Im Anschluss an die Filmvorführung besteht Gelegenheit mit den Autoren des Films, mit dem Staatsanwalt Gerhard Wiese sowie dem Vertreter der Nebenklage Christian Raabe zu diskutieren.
Der Eintritt ist kostenlos.
Kontakt
Sabine Mieder
Hessischer Rundfunk
Redaktion FS Politik und Gesellschaft
Tel.: 069.155 3656
Ausstellung im Jüdischen Museum Frankfurt am Main
Donnerstag, 28. November 2013 bis Sonntag, 23. Februar 2014
Öffnungszeiten: Di. bis So., 10.00–17.00 Uhr; Mi., 10.00–20.00 Uhr; Mo. geschlossen
Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Jüdischen Museum Frankfurt.
Unterstützt von der Kulturstiftung des Bundes, dem Kulturfonds RheinMain, der Ernst von Siemens Kunststiftung und eXperimente – eine Kulturinitiative der Aventis Foundation.
Das Jahr 1938 war ein Schicksalsjahr in der jüdischen Geschichte. Durch den »Anschluss« Österreichs im März und die Besetzung des Sudetenlandes durch deutsche Truppen im Oktober fielen große jüdische Bevölkerungen unter die nationalsozialistische antisemitische Herrschaft. Die Pogrome im November 1938 trafen ganz unmittelbar fast alle in Deutschland und Österreich lebenden Juden und Jüdinnen. Was ihnen an Brutalität angetan wurde, geschah in aller Öffentlichkeit. Es beteiligten sich so viele Menschen daran, dass die deutsche Gesellschaft von nun an eine andere war.
Die Ausstellung beschäftigt sich mit einem bislang wenig beachteten Aspekt der katastrophalen Entwicklung, dessen Folgen weit über das Jahr 1938 und auch über das Jahr 1945 hinaus reichten. Sie beschränkt sich dabei bewusst auf einen kulturellen und gesellschaftlichen Bereich, der durch seine Objekte eindrucksvoll präsentierbar ist: den Kunstbetrieb. Wer dort zum Opfer und wer zum Täter wurde, zeigt diese Ausstellung. Die Besonderheit der Schau besteht darin, dass alle Akteure dem Kunstbetrieb entstammen. Was 1938 geschah, schlug sich in den Lebensläufen von Künstlern, Sammlern, Händlern, Kritikern und Museumsangestellten nieder. Nach dem »Anschluss« wurden in Wien etwa zahllose jüdische Sammlungen von den Nationalsozialisten geplündert. Der bekannte jüdische Kunsthändler Hugo Helbing wurde im November bei den Pogromen so schwer verletzt, dass er kurz darauf starb. Wer von den Gewalttaten dabei profitierte, lässt sich im Kunstsystem besonders deutlich aufzeigen.
Die Ausstellung versammelt die Werke von verfolgten Künstlern wie Lotte Laserstein, Elfriede Lohse-Wächtler oder Jankel Adler. Gezeigt werden auch Arbeiten von NS-Künstlern wie etwa Werner Peiner oder Edmund Steppes. Korrigiert werden soll die gängige Vorstellung, im Zentrum der nationalsozialistischen Kunstpolitik hätte die Verfolgung der Avantgarde gestanden. Das Ziel war, restlos zu kontrollieren, wer am Kunstbetrieb teilnimmt. Über die Teilnahme entschieden vor allem rassepolitischen Kriterien. Die vollständige »Arisierung« des Kunstbetriebs wurde 1938 durchgesetzt – mit Folgen bis weit in die Nachkriegszeit hinein. Mit dieser Ausstellung soll auch gerade diese nach 1945 anhaltende »Vertreibung« jüdischer Künstler, Kunsthändler, Kritiker und Museumsfachleute aus dem deutschen Kunstbetrieb aufmerksam gemacht werden. Viele von den 1938 verfolgten jüdischen Künstlern wurden auch nach 1945 nicht mehr in Deutschland gesammelt oder sonst stärker rezipiert. Zur Vertiefung dient ein Begleitband, in dem neue Forschungen von Historikern, Kunsthistorikern und Journalisten präsentiert werden.
Kuratorinnen: Dr. Julia Voss (Konzept und Idee), Dr. Eva Atlan
Gestaltung der Ausstellungsarchitektur: Studio Tobias Rehberger
Ausstellungskatalog
Raphael Gross, Julia Voss, Eva Atlan (Hrsg.): 1938. Kunst – Künstler – Politik
Göttingen: Wallstein Verlag, 2013, 340 S., 103, z.T. farb. Abb., € 24,90
ISBN: 978-3-8353-1412-2.
Der Begleitband zur Ausstellung dokumentiert u. a. Werke von verfolgten Künstlern und stellt sie anderen Künstlern und Kunstschaffenden gegenüber, die vom Nationalsozialismus gefördert wurden.
Kontakt
Jüdisches Museum Frankfurt
Untermainkai 14/15
60311 Frankfurt am Main
Tel.: 069.212-35000
Fax: 069.212-30705
<link mail ein fenster zum versenden der>info@juedischesmuseum.de
<link http: www.juedischesmuseum.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.juedischesmuseum.de
Veranstaltungsreihe: »50. Jahrestag des Frankfurter Auschwitz-Prozesses«
... <link fileadmin downloads _blank download herunterladen der datei>Programmflyer der Veranstaltungsreihe (pdf-Dartei)
Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem DGB-Stadtverband Frankfurt am Main.
Viele Jahre mussten vergehen, bis eine deutsche Staatsanwaltschaft nach dem Krieg erstmals umfassende Ermittlungen gegen die Verbrechen einleitete, die im Vernichtungslager Auschwitz begangen worden waren. Es sollte der größte Strafprozess der deutschen Nachkriegsgeschichte werden. Im Winter 1963 begann vor den Augen der Weltöffentlichkeit der erste Auschwitz-Prozess, die größte und wichtigste juristische Aufarbeitung des Holocaust. Devin O. Pendas erzählt auf Basis umfangreicher Quellen die Geschichte dieses Verfahrens, das die Öffentlichkeit spaltete und bei dem nicht nur 22 NS-Täter, sondern auch die deutsche Vergangenheit vor Gericht standen.
Devin O. Pendas ist Professor für Geschichte am Boston College. Seine Forschungsschwerpunkte sind deutsche Geschichte, Rechtsgeschichte und die Geschichte von Kriegen und Völkermord. In zahlreichen Publikationen hat er sich mit den Prozessen gegen NS-Täter und der juristischen Aufarbeitung von Massenverbrechen auseinandergesetzt.
Devin O. Pendas, Der Auschwitz-Prozess. Völkermord vor Gericht
(Originaltitel: The Frankfurt Auschwitz Trial, 1963-1965: Genocide, History, and the Limits of the Law, Cambridge University Press 2013)
München: Siedler Verlag, 2013, aus dem Engl. von Klaus Binder, 432 S., mit Abb., € 24,99
Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
»Fritz Bauer Lecture« im Rahmen der Veranstaltungsreihe:
»50. Jahrestag des Frankfurter Auschwitz-Prozesses«
... <link fileadmin downloads _blank herunterladen der datei>Programmflyer der Veranstaltungsreihe (pdf-Dartei)
Ein Festvortrag im Rahmen des 50. Jahrestags des Frankfurter Auschwitz-Prozesses auf Einladung des Oberbürgermeisters der Stadt Frankfurt am Main und des Fritz Bauer Instituts.
Der ursprünglich für diesen Termin vorgesehene Vortrag von Prof. em. Dr. Dr. h.c. mult. Winfried Hassemer (Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts a.D.), »Das weinende Volk – 50 Jahre Auschwitz-Prozess«, muss krankheitsbedingt leider entfallen.
Kann ein Strafprozess die Antwort auf Auschwitz sein? Verfügt der moderne Rechtsstaat über Strafmittel, die diesem Unrecht und dieser Schuld gerecht werden? Ist er nicht faktisch gezwungen, nur ein paar Schuldige herauszugreifen und den Rest unbehelligt zu lassen? Ist das alles also nur symbolisches, täuschendes Strafrecht, das so tut als ob – eher schädlich als hilfreich? Was könnte man denjenigen Staaten raten, die sich jetzt aufmachen, auf Verbrechen vor einem früheren Systemwechsel auch mit Mitteln des Rechts zu antworten?
Norbert Frei ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Leiter des Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts. Er ist Autor zahlreicher Werke zur deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert, darunter Der Führerstaat. Nationalsozialistische Herrschaft 1933 bis 1945 (Neuausgabe 2013) und Vergangenheitspolitik. Die Anfänge der Bundesrepublik und die NS-Vergangenheit (Neuausgabe 2012).
Geschlossene Veranstaltung nur für geladene Gäste.
Teilnahmewünsche bitte anmelden bis zum 7. Oktober 2013 bei:
Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße
Guide: Patrick Schwentke
Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.
Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de
www.wollheim-memorial.de
Veranstaltungsreihe: »50. Jahrestag des Frankfurter Auschwitz-Prozesses«
... <link fileadmin downloads _blank download herunterladen der datei>Programmflyer der Veranstaltungsreihe (pdf-Dartei)
Mit Prof. Dr. Cornelius Nestler (Universität Köln), Amtsrichter i. R. Thomas Walther, Dr. Annette Weinke (Schiller-Universität Jena), Moderation: Sabine Mieder (Hessischer Rundfunk).
Eine Veranstaltung des Fördervereins Fritz Bauer Institut e. V.
68 Jahre nach der Ermordung von 1,1 Millionen Juden im deutschen Vernichtungslager Auschwitz sollen die wenigen noch lebenden Wachmänner strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden – eine Folge des im Jahr 2011 ergangenen Urteils gegen den Wachmann John Demjanjuk aus dem Todeslager Sobibór. Das Münchner Gericht wertete seine Taten als Beihilfe zum Mord, obwohl ihm keine Einzeltat nachgewiesen wurde. Diese Rechtsauffassung wurde bereits 1965 auf Weisung Fritz Bauers im Auschwitz-Prozess (1963–1965) von der Staatsanwaltschaft vertreten.
In der Veranstaltung wird unter rechtspolitischen und gesellschaftspolitischen Aspekten der Frage nachgegangen: Warum erst jetzt – warum jetzt noch?
Prof. Dr. Cornelius Nestler ist Ordinarius für Strafrecht an der Universität zu Köln und war in dem Strafprozess gegen John Demjanjuk Vertreter von Nebenklägern.
Thomas Walther ist Amtsrichter i. R. und war zwischen 2006 und 2008 an die Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Verfolgung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg abgeordnet.
Dr. Annette Weinke ist wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Friedrich Schiller Universität Jena.
Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
Veranstaltungsreihe: »50. Jahrestag des Frankfurter Auschwitz-Prozesses«
... <link fileadmin downloads _blank download herunterladen der datei>Programmflyer der Veranstaltungsreihe (pdf-Dartei)
Präsentation der zweibändigen Publikation Der Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963–1965). Kommentierte Quellenedition, herausgegeben von Raphael Gross und Werner Renz
Grußworte: Jörg-Uwe Hahn, Justizminister des Landes Hessen
und Prof. Dr. Raphael Gross, Direktor des Fritz Bauer Instituts
Im Anschluss an die Buchpräsentation der Vortrag von
Prof. em. Dr. Joachim Rückert: Auschwitz – ein Prozess im Buch
Ein singulärer Prozess, ein Prozess im Buch, ein Erinnerungsort der deutschen Geschichte und der Weltgeschichte, die moderne Justiz als Akteur der Zeitgeschichte, als Justiz im Grundrechtestaat und Rechtsstaat, ein Prozess als Leidensort und Bühne – diese und weitere Stichworte zur Wiederkehr werden gemeinsam zu bedenken sein.
Raphael Gross, Werner Renz (Hrsg.)
Der Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963–1965). Kommentierte Quellenedition
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2013
1.398 S., Edition in zwei Teilbänden, € 78,–
Wissenschaftliche Reihe des Fritz Bauer Instituts, Bd. 22
Kontakt
Dorothee Becker
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>d.becker@fritz-bauer-institut.de
Ausgaben des Programmhefts
(pdf-Datei) seit April 2018
› April bis Juli 2026
› Oktober bis Februar 2025/26
› April bis Juli 2025
› Oktober bis Februar 2024/25
› März bis Juli 2024
› Oktober bis Februar 2023/24
› April bis Juli 2023
› Oktober bis Februar 2022/23
› April bis September 2022
› Oktober bis Februar 2021/22
› Juni bis Juli 2021
› April bis Mai 2021
› Januar bis Februar 2021
› Oktober bis November 2020
› März bis Juli 2020
› Oktober bis Februar 2019/20
› April bis Juli 2019
› Oktober bis Februar 2018/19
› April bis Juli 2018