Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße
Guide: Stefanie Plappert
Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.
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www.wollheim-memorial.de
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Das Internetportal Vor dem Holocaust – Fotos zum jüdischen Alltagsleben in Hessen erschließt und kommentiert historische Fotografien aus etwa 300 hessischen Dörfern und Städten. Sie zeigen das Alltagsleben jüdischer Menschen in ihren hessischen Heimatorten in Familie, Schule, Beruf, Freizeit, im religiösen Leben und im öffentlichen Bereich. Die Fotos sind ein einzigartiger Fundus zur Erinnerung an eine komplexe kulturelle Lebenswelt in Hessen, die durch die nationalsozialistische Verfolgung zerstört und ausgelöscht wurde. Monica Kingreen wird in die Nutzung der Online-Fotodatenbank einführen und auch Hinweise zur pädagogischen Nutzung des Materials geben.
Monica Kingreen ist Lehrerin, Diplompädagogin und seit 2003 wissenschaftliche Mitarbeiterin des Fritz Bauer Instituts sowie Lehrbeauftragte am Seminar für die Didaktik der Geschichte der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Seit der Gründung des <link http: www.pz-ffm.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>Pädagogischen Zentrums des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt im Jahr 2009 gehört sie dem dort tätigen Pädagogenteam an. Sie ist Autorin zahlreicher Arbeiten zur jüdischen Geschichte und zum Holocaust in Hessen.
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Moderation: Prof. Dr. Alan Steinweis (Professor für Geschichte und Direktor des Center for Holocaust Studies der University of Vermont, derzeit Gastprofessor am Fritz Bauer Institut)
Während des Zweiten Weltkriegs und des Holocaust betrieb das nationalsozialistische Deutschland, namentlich die Rundfunkabteilung des Auswärtigen Amtes, eine Rundfunksendung in Arabisch für Nordafrika und den Nahen Osten. Diese Propagandaeinrichtung in arabischer Sprache war das Produkt einer ideologischen Zusammenarbeit der Nazis mit pro-nazistischen arabischen Politikern wie Haj Amin el-Husseini, Rashid el Kilani und ihren Anhängern, die die Kriegsjahre in Berlin verbrachten. Die Radiosendungen und die gedruckten Materialien zeigen einen kulturellen Zusammenschluss zwischen nationalsozialistischer Ideologie, insbesondere dem Antisemitismus und dem Antizionismus, einerseits und geläufigen Formen des säkularen arabischen Nationalismus sowie dem radikalen Islamismus andererseits. Die Dokumentation dieser Propagandakampagne beruht auf Materialien der deutschen und britischen Staatsarchiven, aber auch auf Beständen des US State Department. Seine Diplomaten in Kairo produzierten während des Krieges umfangreiche wörtliche Niederschriften der Radiosendungen. Obwohl dieses Material seit 1977 freigegeben ist, ist es erst in den letzten Jahren zum Gegenstand wissenschaftlicher Recherche geworden. Das erst kürzlich gesichtete Material gibt einen neuen Einblick in ein wichtiges Kapitel der Geschichte des Antisemitismus, seine Verbreitung im Nahen Osten und seine Auswirkungen nach dem Krieg.
Jeffrey Herf ist Professor für Geschichte an der Universität von Maryland. Sein Spezialgebiet ist das 20. Jahrhundert der europäischen Intellectual History, insbesondere der deutschen. Er hatte eine Vielzahl an Stipendien darunter solche an der Harvard University, der University of Chicago, des Institute for Advanced Study in Princeton, das German Historical Institute in Washington und das Yitzak Rabin Center for Israel Studies in Tel Aviv. Im Jahr 2009 erschein sein Buch Nazi Propaganda For the Arab World bei Yale University Press. 2010 wurde seine jüngste Publikation Nazi Propaganda During World War II and the Holocaust (Yale University Press) veröffentlicht, die mit dem Bronzenen Buchpreis des Washington Institute for Near East Policy ausgezeichnet wurde. In Deutsch erschien im April 2010 in den Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte sein Artikel »Hitlers Dschihad. Nationalsozialistische Rundfunkpropaganda für Nordafrika und den Nahen Osten«.
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Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Tatort: Deutschland«
Der Nationalsozialismus in Deutschland in seiner zeitlichen und räumlichen Entwicklung und in seinen räumlichen Manifestationen.
In jüngster Zeit werden vermehrt Vorwürfe erhoben, die sich gegen verschiedene Formen der Erinnerung an den Nationalsozialismus, bzw. gegen die Erinnerungskultur allgemein richten. In ihrem Zentrum steht der Begriff der Opferidentifizierung. Inwieweit ist diese Kritik angemessen? Wann wird sie unangemessen? Diese Fragen berühren den Zusammenhang von Erinnerung und Moral.
PD Dr. Werner Konitzer ist stellvertretender Direktor des Fritz Bauer Instituts. Sein Arbeitsschwerpunkt ist die Erinnerung und moralische Auseinandersetzung mit dem Holocaust.
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PD Dr. Werner Konitzer
Telefon: +49 (0)69.798 322-29
Telefax: +49 (0) 69.798 322-41
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Öffentliche Veranstaltung im Rahmen des III. Interdisziplinären Doktorandenseminars:
Neue Forschungen zu Geschichte und Wirkung des Holocaust (siehe Ankündigung oben)
Veranstaltet in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Arnoldshain
Andrea Löw, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Zeitgeschichte München – Berlin im Editionsprojekt »Judenverfolgung 1933–1945«, zuvor wissenschaftliche Mitarbeiterin der Arbeitsstelle Holocaustliteratur an der Justus-Liebig-Universität Gießen, Veröffentlichungen u.a.: Juden im Getto Litzmannstadt. Lebensbedingungen,Selbstwahrnehmung, Verhalten, Göttingen 2006. Im Frühjahr 2011 erscheint im Wallstein Verlag von Andrea Löw und Markus Roth Juden in Krakau unter deutscher Besatzung 1939 bis 1945.
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Geschlossene Veranstaltung!
Siehe dazu: Öffentlicher Vortrag von Andrea Löw am 7. Juni 2011.
Veranstaltet in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Arnoldshain.
Dienstag, 7. Juni 2011
15:30 Uhr, Einführung und Vorstellungsrunde
16:30 Uhr, Vortrag von Andrea Löw (München):
Chronisten des Gettos: Dokumentationstätigkeit in Litzmannstadt, Warschau und Bialystok
Mittwoch, 8. Juni 2011
9:15 Uhr, Christof Czech (Innsbruck):
Politisches Spitzenpersonal der Ostmark. Die Funktionäre der Gauleitungen und die Kreisleiter. Eine politische Sammelbiographie
10:15 Uhr, Mirja Keller (Frankfurt am Main):
Die transnationale Entwicklung der religiös-zionistischen Kibbutzbewegung auf europäischer Ebene von 1933 bis 1945
11:30 Uhr, Dagmar Lieske (Berlin):
Unbequeme Opfer? Das Instrument der kriminalpolizeilichen Vorbeugehaft im Nationalsozialismus und »Kriminelle« als Häftlinge im KZ Sachsenhausen
14:00 Uhr, Hanna Schmidt Holländer (Hamburg):
Bildung in den »jüdischen« Ghettos im zweiten Weltkrieg
15:00 Uhr, Judith Weißbach (Heidelberg):
Transformation jüdischer Identität – der Erinnerungsdiskurs deutschsprachiger jüdischer Flüchtlinge über das Exil in Schanghai 1938–1949
16:30 Uhr, Sebastian Voigt (Leipzig):
Zwischen Resistance und Holocaust. Zur politischen Erfahrungsgeschichte jüdischer Intellektueller im Nachkriegsfrankreich
17:30 Uhr, Britta C. Jung (Groningen):
Transnationalsierung des Nationalen. Nationalisierung des Transnationalen: Die Inszenierung des Nationalsozialismus und Holocaust in der zeitgenössischen Jugendliteratur
Donnerstag, 9. Juni 2011
9:15 Uhr, Katharina Obens (Berlin):
Rezeption von NS-Zeitzeugengesprächen bei Schülerinnen in Deutschland – Geschichtsbewusstseinsforschung mit Gruppendiskussionen
10:15 Uhr, Sarah Kleinmann (Tübingen):
Museale Repräsentation von NS-Täterschaft, Täterinnen und Tätern
11:30 Uhr, Fabian Schwanzar (Jena):
Vom Protest zur Erinnerung. Gedenkstättenbewegung und Geschichtspolitik 1979–1990
13:30 Uhr, Abschlussdiskussion
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Dr. Jörg Osterloh
Tel.: 069.798 322-35
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Andrea Löw und Markus Roth schildern erstmals ausführlich die Geschichte und Geschichten der Menschen eines der größten Gettos in Polen. Auf der Grundlage zahlreicher Tagebücher, Erinnerungsberichte und Dokumente zeichnen sie ein wissenschaftlich fundiertes und plastisches Bild vom jüdischen Leben in der Hauptstadt des besetzten Polen. Im Mittelpunkt ihrer Darstellung steht keine Masse anonymer und vermeintlich passiver Opfer, sondern Menschen, die als Individuen denken, fühlen und handeln.
Dr. Andrea Löw ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Zeitgeschichte München – Berlin im Editionsprojekt »Judenverfolgung 1933–1945«. Zuvor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der Arbeitsstelle Holocaustliteratur an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Sie ist Mitherausgeberin des Buches Deutsche – Juden – Polen. Geschichte einer wechselvollen Beziehung im 20. Jahrhundert, das 2004 in der <link internal-link internen link im aktuellen>Wissenschaftliche Reihe des Fritz Bauer Instituts (Band 9) im Wallstein Verlag erschienen ist. Ebenfalls bei Wallstein erschien 2006 ihr Buch Juden im Getto Litzmannstadt. Lebensbedingungen, Selbstwahrnehmung, Verhalten.
Dr. Markus Roth ist stellvertretender Leiter der Arbeitsstelle Holocaustliteratur an der Justus-Liebig-Universität Gießen und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Herder-Institut Marburg. Er ist unter anderem Verfasser des Buches Theater nach Auschwitz. George Taboris »Die Kannibalen« im Kontext der Holocaust-Debatten, das 2003 im Verlag Peter Lang erschien. 2009 kam im Wallstein Verlag sein Buch Herrenmenschen. Die deutschen Kreishauptleute im besetzten Polen – Karrierewege, Herrschaftspraxis und Nachgeschichte heraus.
Andrea Löw und Markus Roth:
Juden in Krakau unter deutscher Besatzung 1939–1945
Göttingen: Wallstein Verlag, 2011, 248 S., 73 Abb., ISBN: 978-3-8353-0869-5, € 19,90
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Veranstaltung in englischer Sprache.
The trial of John Demjanjuk has brought partial closure to the survivors of Sobibor and the families of those who perished. But it has also raised new and highlighted old questions about the post-Holocaust history of Germany and the Soviet Union as well as about the role of the United States in bringing Nazi war criminals to justice. With the last of the living survivors and perpetrators, what challenges are posed in making a documentary film about the so-called last Nazi trial? Most important, how will the trial shape the legacy of the Holocaust and what impact – legal and otherwise – might it have on future prosecutions of crimes of genocide?
John S. Friedman is Associate Professor of Media and Communications/American Studies at State University of New York, College at Old Westbury. Prior to this the historian and scientist of comparative literature was fellow, guest lecturer and assistant professor at several universities. In 1985 to 1989 he was the producer of the film Hotel Terminus: The Life and Times of Klaus Barbie which received the Academy Award in 1989 for best documentary feature and the 1988 International Critics Prize at the Cannes Film Festival for Best Picture. In 1996 to 2002 he was co-producer/director of Stealing the Fire, a ninety minute documentary about Karl-Heinz Schaab, Saddam Hussein’s top nuclear spy. He is author of several books. His latest production, The End of Living Memoy, is a ninety minute documentary on the trial in Germany of John Demjanjuk.
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Buchpräsentation mit den Herausgebern Dr. Jörg Osterloh und Dr. Clemens Vollnhals,
sowie zwei Autoren des Sammelbandes, Dr. Edith Raim und Dr. Falco Werkentin.
Veranstalter: Stiftung Topographie des Terrors mit dem Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e.V. an der Technischen Universität Dresden und dem Fritz Bauer Institut
Veranstaltung im Begleitprogramm der Sonderausstellung der Stiftung Topographie des Terrors, »Der Prozess – Adolf Eichmann vor Gericht«, 6. April bis 18. September 2011
In 20 Beiträgen untersuchen die Autoren des Bandes NS-Prozesse und deutsche Öffentlichkeit. Besatzungszeit, frühe Bundesrepublik und DDR die Reaktionen der deutschen Öffentlichkeit auf bedeutende Prozesse gegen NS-Täter, die während der Besatzungszeit, der frühen Bundesrepublik und DDR vor alliierten und deutschen Gerichten stattfanden. Sie machen die Unterschiede und die Wechselwirkungen der Strafverfolgung zwischen Ost und West deutlich und zeigen, wie sich die öffentliche Wahrnehmung der Prozesse in den Westzonen und später in der Bundesrepublik in all ihren Widersprüchen entwickelte. Auch in der Sowjetischen Besatzungszone gab es anfangs noch einen gewissen Freiraum, doch bald standen Justiz und Öffentlichkeit im Dienste der SED-Propaganda.
Die Beiträge verdeutlichen, dass die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus nicht so geradlinig verlief, wie dies in der Rückschau oft angenommen wird. Es war ein langer, steiniger Weg, bis die populäre Schlussstrich-Mentalität überwunden war und die Mehrheit der (west)deutschen Bevölkerung der Einsicht zustimmte, dass die moralische Verdammung der ungeheuren NS-Verbrechen ohne die konkrete Strafverfolgung der Täter unglaubwürdig bleiben müsse. Im historischen Rückblick wird man die von der Justiz geleistete Arbeit und über die Medien transportierte Aufklärung über den verbrecherischen Charakter des Nationalsozialismus kaum unterschätzen können, so unbefriedigend die aus vielerlei Gründen erst spät einsetzende konsequente Verfolgung von NS-Verbrechen und das oft kritisierte Strafmaß unter moralischen Gesichtspunkten auch bleiben sollten. Es war ein langwieriger, schmerzvoller Prozess gesellschaftlicher Selbstvergewisserung von bemerkenswerter Dauer und Intensität.
Beiträger
Carina Baganz (Berlin), Boris Böhm/Julius Scharnetzky (Pirna), John Cramer (Regesbostel), Christian Dirks (Berlin), Andreas Eichmüller (München), Claudia Fröhlich (Berlin), Gerald Hacke (Dresden), Peter Krause (Konstanz), Heike Krösche (Linz), Claudia Kuretsidis-Haider (Wien), Jörg Osterloh (Frankfurt am Main), Edith Raim (München), Werner Renz (Frankfurt am Main), Markus Riverein (Frankfurt am Main), Mike Schmeitzner (Dresden), Robert Sigel (München), Katharina Stengel (Frankfurt am Main), Falco Werkentin (Berlin), Clemens Vollnhals (Dresden), Annette Weinke (Jena).
Dr. Jörg Osterloh ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fritz Bauer Institut.
Dr. Clemens Vollnhals ist stellvertretender Direktor des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung e.V. und Lehrbeauftragter für Zeitgeschichte an der Technischen Universität Dresden.
Jörg Osterloh und Clemens Vollnhals (Hrsg.):
NS-Prozesse und deutsche Öffentlichkeit.
Besatzungszeit, frühe Bundesrepublik und DDR
Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2011, 456 S., € 62,95, ISBN 978-3-525-36921-0
Schriften des Hannah-Arendt-Instituts, Band 45
Kontakt:
Topographie des Terrors
Niederkirchnerstr. 8, 10963 Berlin
Tel.: 030.254 509-0
Fax: 030.254 509-99
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European Leo Baeck Lecture Series 2011
Veranstaltet vom Fritz Bauer Institut in Kooperation mit dem Leo Baeck Institute London
und dem Jüdischen Museum Frankfurt am Main
Vortrag in englicher Sprache!
The claims about Jewish intellectual superiority surface regularly even in the 21st century. Modern genetics, it is claimed, proves that Jews are smart and that this is a singular component of defining »being Jewish«. It can’t be a bad thing to be thought to be smart. Or is it? This claim reveals itself to be a form of insidious philosemitism, an on-going form of anti-Semitism, which has traditionally masked itself as being supportive of the Jews. Often it is your supposed friends that you have to worry about most.
Sander L. Gilman is a distinguished professor of the Liberal Arts and Sciences as well as Professor of Psychiatry at Emory University in Atlanta. A cultural and literary historian, he is the author or editor of over eighty books. His Obesity: The Biography appeared with Oxford University Press in 2010; his most recent edited volume, Wagner and Cinema (with Jeongwon Joe), was published in that same year. He is the author of the basic study of the visual stereotyping of the mentally ill, Seeing the Insane, published by John Wiley and Sons in 1982 (reprinted: 1996) as well as the standard study of Jewish Self-Hatred: Anti-Semitism and the Hidden Language of the Jews, the title of his Johns Hopkins University Press monograph of 1986. From 2007 to the present he served as Professor at the The Birkbeck Institute for the Humanities at the University of London; 2010 to 2013 as a Visiting Research Professor at the University of Hong Kong. He has been a visiting professor at numerous universities.
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10 Jahre – 10 Orte
Unter diesem Motto steht die Lesereise mit den Autor/innen von Israel – Nah im Osten, die zum Erscheinen des Buches anlässlich des 10-jährigen Bestehens von ConAct geplant ist. Das Buch des deutsch-israelischen Autorenpaares Judith Seitz und Itay Lotem zeichnet den Alltag und die vielfältigen Lebenswelten in Israel nach. Es wird ergänzt durch Kurztexte von Jugendlichen aus Deutschland und Israel, die während einer Schreibwerkstatt in Berlin entstanden sind. Aus unterschiedlichen Perspektiven wird derer Alltag von Jugendlichen in Israel betrachtet. Dabei werden die zentralen Themen wie das jüdisch-arabisches Zusammenleben, Israel als Einwanderungsland, der Nahost-Konflikt und die Gegenwärtigkeit des Holocausts in jugendgemäßer Sprache dargestellt. Daneben finden sich eine Vielzahl verschiedener Stimmen und Eindrücke, die von dem Autorenpaar zu einem facettenreichen und informativen Buch über Israel zusammengefügt wurden, das sich sowohl an Jugendliche wie an junge Erwachsene richtet und das beim Leser das Interesse an Israel wecken sowie ein Grundwissen zur Geschichte, Gegenwart, Gesellschaft und Leben in Israel vermitteln soll.
Was interessiert junge Erwachsene aus Deutschland an Israel? Wie schreibt man über ein Land, das so häufig im Mittelpunkt medialer Berichterstattung steht und über das nicht selten vorschnell starke Meinungen gebildet werden? Zwanzig Jugendliche aus Deutschland und Israel trafen sich im Herbst 2009 und schrieben über ihre persönlichen Erfahrungen in und mit Israel. In der Lesung werden zwei Jugendliche aus Israel und die Autorin Judith Seitz über die vielfältigen Lebensrealitäten der israelischen Gesellschaft und die Vielschichtigkeit der Geschichte und Gegenwart Israels berichten.
Alle Besucher der Lesung erhalten ein Exemplar des Buches Israel – Nah im Osten als Geschenk!
Veranstalter der Lesung in Frankfurt ist die Jugendbegegnungsstätte Anne Frank in Kooperation mit ConAct – Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch, dem Jugendbildungswerk Frankfurt am Main und dem Pädagogischen Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt.
Judith Seitz und Itay Lotem: Israel – Nah im Osten
Rheinbreitbach: NDV Neue Darmstädter Verlagsanstalt, 2011, hrsg, von Andreas Holzapfel, veröffentlicht in Zusammenarbeit mit ConAct – Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch, 144 S., zahlr. Ill., ISBN 978-3-87576-664-6, € 12,80
... <link http: fbi.jubelware.de fileadmin downloads _blank herunterladen der datei>Einladungsflyer (pdf-Datei, 654 kbit)
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Jugendbegegnungsstätte Anne Frank e.V.
Hansaallee 150
60320 Frankfurt am Main
Tel.: 069.56 000 20
Fax: 069.56 000 250
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ConAct
Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch
Altes Rathaus – Markt 26
06886 Lutherstadt Wittenberg
Tel.: 03491.420 260
Fax: 03491.420 270
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Eichmann, Arendt und das Theater in Jerusalem
Das Verfahren gegen Adolf Eichmann vor dem Landgericht in Jerusalem war das erste öffentlichkeitswirksame Ereignis, das den Holocaust thematisierte und zugleich medialisierte. Die Fernsehbilder von dem Angeklagten im Glaskasten, den Zeugen, den Richtern und dem Ankläger aus dem eigens umgebauten Theatersaal gingen um die Welt. Wie Susan Sontag bemerkte, hatten der Ort, an dem der Prozess stattfand, und die Aufnahmen von den Prozessbeteiligten, ja das Verfahren selbst einen theatralen Charakter. Diese Wahrnehmung teilte Sonntag nicht nur mit Hannah Arendt. Sie prägt auch den Film »Un Spécialiste« von Eyal Sivan (1999) und die Video-Installation »Criminal Case 40/61: Reverb« von Andrea Geyer (2009).
Der Vortrag (mit Filmausschnitten) wird diese Verschränkung von Theater und Gericht in der Eichmann-Rezeption skizzieren und der Frage nach ihrer Bedeutung nachgehen.
Dr. Mirjam Wenzel hat Literaturwissenschaft sowie Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft und Politikwissenschaft studiert. Ihre Dissertation wurde 2009 unter dem Titel Gericht und Gedächtnis: Der deutschsprachige Holocaust-Diskurs der sechziger Jahre im Wallstein Verlag veröffentlicht. Sie konzipierte Medieninstallationen und kuratierte viele Ausstellungen. Heute ist sie Abteilungsleiterin am Jüdischen Museum Berlin.
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Veranstalter: Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
Am 27. Januar 2011 hielt Zoni Weisz als niederländischer Sinti und Überlebender des nationalsozialistischen Völkermords an Sinti und Roma die Rede bei der Gedenkveranstaltung des Deutschen Bundestags. Ende dieses Jahres soll nach langen Jahren des Streits das Holocaust-Denkmal für die in der Zeit des Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma in Berlin eingeweiht werden.
Diese beiden Ereignisse verdeutlichen, dass die Erinnerung an den Völkermord an Sinti und Roma inzwischen Teil des allgemeinen Bewusstseins und der Erinnerungskultur in Deutschland geworden ist. Dies war über viele Jahrzehnte keineswegs selbstverständlich.
Der historisch-politische Vortrag von Silvio Peritore behandelt die Geschichte des nationalsozialistischen Völkermords an Sinti und Roma und seine Verdrängung und Erinnerung nach 1945. Neben den aktuellen Diskussionen und Ereignissen der letzten Jahre wird er auch die lange Zeit vorherrschende Verdrängung des Themas sowohl in Wissenschaft und Gedenkstätten als auch in der öffentlichen und politischen Wahrnehmung näher beleuchten.
Silvio Peritore (geb. 1961) ist Leiter des Referats Dokumentation im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg und Mitglied im Vorstand des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma. Er schreibt seine Dissertation über die Thematik des Vortrags und hat mehrere Aufsätze zum Antiziganismus und zu museums- und gedenkstättenpädagogischen Fragen zur Erinnerung des Völkermords an Sinti und Roma verfasst.
Wir freuen uns auf den Vortrag mit anschließender Diskussion und laden Sie sehr herzlich zu dieser Veranstaltung des Fördervereins des Fritz Bauer Instituts ein.
Für den Vorstand
Brigitte Tilmann (Vorsitzende)
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Förderverein
Fritz Bauer Institut e.V.
Tel.: 069.798 322-39
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European Leo Baeck Lecture Series 2011
Veranstaltet vom Fritz Bauer Institut in Kooperation mit dem Leo Baeck Institute London
und dem Jüdischen Museum Frankfurt am Main.
Philosemitismus wird oft missverstanden als schlichter Antisemitismus im Schafsgewand. Diese Vorlesung von Dr. Adam Sutcliffe wird verdeutlichen, dass er im Gegensatz dazu ein reales und wichtiges Phänomen ist, das tiefe Wurzeln sowohl in der säkularen als auch in der christlichen Haltung den Juden gegenüber hat.
Der Vortrag wird einen Überblick über die Geschichte des Philosemitismus von seinen Anfängen im Altertum und in der frühchristlichen Theologie über seine politische, literarische und kulturelle Rolle im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit bis ins 19. Jahrhundert geben. Darüber hinaus wird er die mächtigen Manifestationen des Philosemitismus in den letzten Jahrzehnten vorstellen, angefangen bei den christlich-evangelikalen Unterstützern Israels bis hin zum Tourismus und der Klezmer-Szene in Zentral- und Osteuropa. Der Vortrag schließt auch die Diskussion der komplexen Rolle des Philosemitismus in der gegenwärtigen globalen Politik mit ein.
Dr. Adam Sutcliffe unterrichtet Europäische und Jüdische Geschichte am King’s College London. Er ist Autor des Buches Judaism and Enlightenment (2003) und Mitherausgeber des Bandes Philosemitism in History (Cambridge University Press 2011).
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Tagung des Fritz Bauer Instituts in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Arnoldshain.
In Anlehnung an das von Ulrike Jureit und Christian Schneider veröffentlichte Buch Gefühlte Opfer. Illusionen der Vergangenheitsbewältigung (2010) will die Tagung einen kritischen Blick auf die deutsche Erinnerungskultur der letzten fünfzig Jahre werfen und eine Debatte anregen, die nach einem anderen Verständnis von historischer Trauer und Erinnerung fragt. Dabei geht es vor allem darum, die in den letzten Jahrzehnten gewachsenen Formen, Muster und Praktiken des öffentlichen Erinnerns an den Holocaust zu reflektieren und seine theoretischen Prämissen kritisch zu hinterfragen. Zugleich ergibt sich die Herausforderung, die in Deutschland dominierende Identifikation mit den Opfern angesichts globaler Erinnerungs- und Gedenkkonjunkturen neu zu überdenken.
Unter Mitwirkung der beiden Buchautoren, der Hamburger Historikerin Ulrike Jureit und des Frankfurter Soziologen und Forschungsanalytikers Christian Schneider, stellt die Tagung zentrale Grundfiguren des in Deutschland etablierten Erinnerns zur Debatte, das sich in einem Spannungsfeld von Opferidentifikation, Erlösungshoffnung und Anerkennungsbegehren begrifflich vermessen lässt. In Vorträgen, moderierten Gesprächen und Podien wird das Verhältnis von Vergessen und Erinnern thematisiert und die Frage diskutiert, inwiefern eine opferidentifizierte Erinnerungskultur selbst Züge einer Vergessenskultur aufweisen kann. Insbesondere wird es dabei auch um die Bedeutung von Trauer als zentraler Metapher deutscher Erinnerungspolitik gehen.
Die Tagung will darüber hinaus den Blick auf transnationale Erinnerungsprozesse und gegenwärtige Herausforderungen lenken, die für die Holocaust-Erinnerung in der deutschen Migrationsgesellschaft sowie im erweiterten Europa eine Rolle spielen.
... <link fileadmin downloads _blank download herunterladen der datei>Tagungsprogramm (pdf-Datei)
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Akademie Arnoldshain
Jutta Theil (Tagungssekretariat)
Tel.: 06084.9598-132
Fax: 06084.9598-138
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Der industrielle Massenmord in Auschwitz wäre ohne die von der Erfurter Firma J. A. Topf & Söhne konstruierten Leichenverbrennungsöfen und deren Gaskammer-Lüftungstechnik nicht möglich gewesen. Annegret Schüle rekonstruiert die Geschichte dieser Firma und belegt die Mitwisser- und Mittäterschaft der Inhaber, Ingenieure und Monteure. Dargestellt wird, wie ein Thüringer Traditionsunternehmen, das in der Weimarer Republik Bestattungsöfen für städtische Krematorien entwickelte, zum direkten Auftragnehmer der SS wurde. Die Autorin fragt, wer diese Menschen waren, die in der Massenvernichtung eine technologische Herausforderung, eine Chance zur Gehaltssteigerung und einen zukunftsträchtigen Markt sahen. Wie war es möglich, dass sich in der Betriebsgemeinschaft kein Widerspruch regte und sogar Arbeiter aus dem kommunistischen Widerstand zu Mittätern wurden? Wie gingen die Beteiligten und die beiden Nachkriegsgesellschaften mit dieser Schuld um?
Topf & Söhne ist ein Beispiel dafür, welche Schlüsselrolle private Wirtschaftsunternehmen bei der Massenvernichtung im Nationalsozialismus spielten. Zu diesem Teil der Industriegeschichte des 20. Jahrhunderts leistet diese Monographie einen wichtigen Beitrag.
»Hier liegt eine ungemein eindringliche Untersuchung einer auf beklemmende Weise beispielhaften industriellen Mitwirkung am Holocaust vor. Sie wird auf lange Zeit die abschließende Untersuchung zu Topf & Söhne und der geeignete Begleitband für den Gedächtnisort in Erfurt werden.«
(Lutz Niethammer)
Dr. Annegret Schüle, geb. 1959 in Neckarsulm, ist Mitarbeiterin der Gedenkstätte Buchenwald. Im Auftrag der Stadt Erfurt leitet sie den Aufbau des Erinnerungsortes Topf & Söhne auf dem ehemaligen Firmengelände. Zuletzt erschien von ihr das Buch Industrie und Holocaust. Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz (Hrsg. von der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Göttingen: Wallstein Verlag, 2010, 464 S., 29,90).
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Fritz Bauer Institut in Kooperation mit dem Zentrum für Historische Geisteswissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Im Oktober 1903 findet in Bayreuth ein aufsehenerregender Kriminalprozeß statt. Der 23jährige Jurastudent Andreas Dippold ist angeklagt, als Hauslehrer seine beiden Schüler körperlich so sehr gezüchtigt zu haben, daß einer der Jungen an den Folgen der Mißhandlung starb. Der Hauslehrer beharrt auf der Rechtmäßigkeit seines Tuns, weil sich seine Zöglinge dem Laster der Onanie hingegeben hätten. Die großbürgerlichen Eltern – der Vater steht an der Spitze der Deutschen Bank – setzen alle Einflußhebel in Bewegung, um den Angeklagten als gemeingefährlichen Sexualstraftäter hinzustellen. Das Gericht bewahrt sich seine eigene Sicht und verurteilt Dippold zu acht Jahren Zuchthaus. Es folgt ein Aufschrei der Empörung, Prozeßbeobachter und die breite Öffentlichkeit sind ob des aus ihrer Sicht zu milden Urteils entsetzt. Eine erregte Auseinandersetzung in den Zeitungen des Kaiserreichs beginnt, an der sich auch angesehene Publizisten wie Maximilian Harden beteiligen.
Gestützt auf zahlreiche Quellen und die Gerichtsakten erzählt Michael Hagner zunächst die Geschichte des Hauslehrers, der Jungen und der Eltern bis zum Prozeß. Im Anschluß daran untersucht er die Mechanismen, mit denen Medien und Humanwissenschaften aus dem vielschichtigen Geschehen einen exemplarischen, nur noch partiell mit den realen Vorgängen übereinstimmenden Fall konstruieren, der am Ende als klassisches Beispiel von Erziehersadismus (»Dippoldismus«) in den Lehrbüchern abgelegt wird.
Souverän setzt sich Hagner über die Grenze zwischen Erzählung und wissenschaftlicher Abhandlung hinweg und zeichnet ein düsteres Bild: von der Kompromißlosigkeit der Erziehung, den Ansichten der gebildeten Kreise Deutschlands zu Pädagogik und Bildung, Sexualität und Bestrafung, Normalität und Perversion sowie nicht zuletzt von den Wissenschaften vom Menschen, die hier eine eher zwielichtige als aufklärerische Rolle spielen. Eine beklemmende Geschichte. Ein zeitloses Lehrstück.
Prof. Dr. Michael Hagner, geboren 1960, Studium der Medizin und Philosophie an der Freien Universität Berlin (1980–86). 1987 erfolgte die Promotion zum Dr. med., danach Postdoc am Neurophysiologischen Institut der FU (1987–89) und Visiting Scholar am Wellcome Institute for the History of Medicine in London (1989); Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medizin- und Wissenschaftsgeschichte der Medizinischen Universität Lübeck (1989–91) und am Institut für Geschichte der Medizin der Georg-August Universität Göttingen (1991–95), wo 1994 die Habilitation an der Medizinischen Fakultät erfolgte. Ab 1995 am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin, zunächst als Heisenberg-Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (1995–96), dann als Senior Scientist (1997–2003). Seit 2003 Professur für Wissenschaftsforschung an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. Gastprofessuren in Salzburg, Tel Aviv, Frankfurt am Main und Köln; 2001 Fellow am Collegium Helveticum der ETH Zürich; 2006 und 2007 Fellow am Zentrum für Literatur und Kulturforschung, Berlin; 2008 Fellow an der Maison des Sciences de L'Homme, Paris. 2000 Auszeichnung mit dem Preis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, 2008 Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Zahlreiche Veröffentlichungen.
Michael Hagner: Der Hauslehrer. Die Geschichte eines Kriminalfalls.
Erziehung, Sexualität und Medien um 1900.
Berlin: Suhrkamp Verlag, 2010, 280 S., € 19,90
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Filmvorstellung und Diskussion
Die Regisseurin Ilona Ziok ist anwesend.
Eine Veranstaltung von DIE LINKE
Fritz Bauer – Tod auf Raten
Ein Film von Ilona Ziok
Deutschland 2010, 97 Minuten
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Fritz Bauer
Auflistung biographischer Daten/Bibliographie
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Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße
Guide: Patrick Schwentke
Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.
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Die Vortragsreihe widmet sich historischen Grundlagen und Erscheinungsformen sowie gegenwärtigen Herausforderungen des Phänomens religiöser wie säkularer apokalyptischer und fundamentalistischer Denkformen vonder Antike bis ins 21. Jahrhundert. International renommierte ForscherInnen lehren über Apokalyptik in der biblischen, zwischentestamentlichen und rabbinischen Literatur, über messianische und apokalyptische Bewegungen in Judentum, Christentum und Islam sowie über unterschiedliche Manifestationen des religiösen und politischen Fundamentalismus im globalen Zeitalter.
Veranstaltet von Rebekka Voß (Seminar für Judaistik), Christian Wiese (Martin-Buber-Professur für Jüdische Religionsphilosophie) und Raphael Gross (Fritz Bauer Institut).
Gefördert durch das Präsidium und die Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Mittwoch, 13. April, 18:15–20:00 Uhr
Isaiah Gafni (Hebrew University of Jerusalem):
Messiah and Messiahs in Ancient Judaism. From the Bible to the Rabbis
Mittwoch, 20. April, 18:15–20:00 Uhr
Stefan Alkier (Goethe-Universität Frankfurt am Main):
Johannes-Apokalypse, eine Frage der Macht
Mittwoch, 27. April, 18:15–20:00 Uhr
Felicitas Schmieder (Fernuniversität Hagen):
Gogs und Magogs »natürliche Milde«? Die Mongolen als Endzeitvölker im Wandel von Wissen und Wünschen
Mittwoch, 4. Mai, 18:15–20:00 Uhr
Jacob Barnai (University of Haifa):
The Impact of Sabbateanism on Modern Jewish History
Mittwoch, 11. Mai, 18:15–20:00 Uhr
Filmvorführung und Diskussion:
Silhouette City. Ein Film von Michael W. Wilson (USA 2008)
Moderation: Christian Wiese (Goethe-Universität Frankfurt am Main)
Mittwoch, 18. Mai, 18:15–20:00 Uhr
Michael Barkun (Syracuse University):
Christian Identity. A Theology of Racial Apocalypticism
Mittwoch, 25. Mai, 18:15–20:00 Uhr
Claus-Ekkehard Bärsch (Universität Duisburg/Essen):
Die Schoah als Folge messianischer Apokalyptik und religiöser Rassedoktrin. Der religiöse Gehalt der Schriften von Dietrich Eckart, Joseph Goebbels, Alfred Rosenberg und Adolf Hitler
Mittwoch, 8. Juni, 18:15–20:00 Uhr
Hans G. Kippenberg (Jacobs-University Bremen):
Enklaven anbrechender Heilszeit. Fundamentalismus und Vergemeinschaftung im Zeitalter der Globalisierung
Mittwoch, 15. Juni, 16:15–18:00 Uhr (2 Stunden vorverlegt!)
Micha Brumlik (Goethe-Universität Frankfurt am Main):
Vom politischen zum religiösen Zionismus. Wie die Sehnsucht nach Judäa und Samaria die Idee des Judenstaats zerstört
Mittwoch, 29. Juni, 18:15–20:00 Uhr
David Cook (Rice University of Houston, Texas):
Trends in Contemporary Muslim Apocalyptic Thought
Mittwoch, 6. Juli, 18:15–20:00 Uhr
Bassam Tibi (Georg-August-Universität Göttingen):
Heiliger Krieg und westliche Sicherheit
Mittwoch, 13. Juli, 18:15–20:00 Uhr
David Berger (Yeshiva University of New York):
Religious Revisionism in a Fundamentalist Mode. Lubavitch Hasidism and the Second Coming of a Jewish Messiah
... <link fileadmin downloads flyer_ringvorlesung_ss-2011.pdf download herunterladen der datei>Flyer: Ringvorlesung SoSe 2010 (pdf-Datei, 228 kBit)
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Die Tagung ist öffentlich, Anmeldung erwünscht. Die Teilnahme ist kostenlos.
Veranstalter: Fritz Bauer Institut, Frankfurt am Main. Gefördert durch den Arbeitskreis selbständiger Kulturinstitute e.V. (AsKI), Bonn. Mit Unterstützung des Norddeutschen Rundfunks, Studio Hamburg, Distribution & Marketing GmbH
Die Ergreifung Eichmanns durch den israelischen Geheimdienst Mossad erfolgte nach Informationen, die der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer von einem in Argentinien lebenden jüdischen Emigranten und Dachau-Überlebenden erhalten und an israelische Stellen weitergegeben hatte. Bauer schaltete weder die bundesdeutsche Justiz noch diplomatische Stellen im In- und Ausland ein, weil er erhebliche Zweifel am Ahndungswillen der Justiz und am Aufklärungsinteresse Bonns hatte.
Die israelische Staatsführung unter David Ben Gurion nahm die Gelegenheit wahr, in einem großen Prozess das lange in Israel vorherrschende Schweigen über die Shoah zu brechen und die israelische Gesellschaft und die Welt über das von Deutschen und ihren Helfershelfern verübte Menschheitsverbrechen aufzuklären.
Die zweitägige Tagung behandelt nicht an erster Stelle die Funktion Eichmanns im NS-Vernichtungsprozess, sie konzentriert sich vielmehr auf die Rolle, die der Prozess für die israelische und die deutsche Gesellschaft hatte. Sie beleuchtet sowohl die Umstände, die das Verfahren begleiteten, als auch die Außenwirkung, die die Anklagevertretung, die Verteidigung und die Verteidigungsstrategie des Angeklagten Eichmann, der sich im Gerichtssaal bewusst inszenierte, hatten. Ein Gespräch mit dem Anklagevertreter aus Israel, Gabriel Bach, sowie Auszüge der im Deutschen Fernsehen ausgestrahlten Sonderberichte des Norddeutschen Rundfunks über den Jerusalemer Prozess schließen die Tagung ab.
Die Ergebnisse der Tagung werden im Jahr 2012 in der Wissenschaftlichen Reihe des Fritz Bauer Instituts veröffentlicht.
Programm
› Prof. Dr. Raphael Gross, Fritz Bauer Institut, Frankfurt am Main:
Einführung in die Tagung
› Prof. Dr. Hanna Yablonka, Ben-Gurion-University, Beer Sheva:
»The Eichmann trial: Was it the Jewish Nuremberg?«
› Univ. Doz. Dr. Hans Safrian, Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien:
»Von den ›Zentralstellen für jüdische Auswanderung‹ zum Referat im RSHA. Eichmann als Organisator von Vertreibungen und Deportationen«
› Dr. Bettina Stangneth, Philosophin, Hamburg:
»›Offenes Visier ist bei mir ein geflügeltes Wort‹« – Bekenntnisse des Täuschers Adolf Eichmann«
› Dr. Ruth Bettina Birn, Historikerin, Den Haag:
»Ein deutscher Staatsanwalt in Jerusalem. Zum Kenntnisstand der Anklagevertretung im Eichmann-Prozess und der Strafverfolgungsbehörden in der Bundesrepublik«
› Lisa Hauff, Stiftung Topographie des Terrors, Berlin:
»›Und Ihnen hat Müller nie gesagt, Sie müssten nicht Eichmann, sondern Weichmann heißen?‹: Die Richter im Eichmann-Prozess«
› Willi Winkler, Süddeutsche Zeitung, Hamburg:
»Adolf Eichmann und seine Verteidiger. Ein kleiner Nachtrag zur Rechtsgeschichte«
› Gabriel Bach, ein Vertreter der Anklage:
Ein Zeitzeuge im Gespräch
› Ronny Loewy, Deutsches Filminstitut, Frankfurt am Main:
Einführung in Eine Epoche vor Gericht – Sonderberichte des Deutschen Fernsehens vom Eichmann-Prozess in Jerusalem. Sonderberichterstatter: Joachim Besser und Peter Schier-Gribowsky.
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Prof. Dr. Norbert Frei, Historiker und Mitautor der Studie »Das Amt und die Vergangenheit. Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik« im Gespräch mit Joachim Frank, Chefredakteur der Frankfurter Rundschau
Im Jahre 2005 setzte der damalige Bundesaußenminister Joschka Fischer nach einem heftigen Streit über die Nachrufpraxis des Auswärtigen Amtes eine unabhängige Historikerkommission zur Aufarbeitung der Geschichte des Amtes im Nationalsozialismus ein. Im Oktober 2010 legte die Kommission ihren Bericht »Das Amt und die Vergangenheit. Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik« vor. Schon vor der offiziellen Präsentation, mit noch größerer Heftigkeit aber danach, setzte eine kontroverse Debatte ein, mit der wir uns in unserer nächsten öffentlichen Veranstaltung auseinandersetzen wollen.
Eine gemeinsame Veranstaltung der Gesellschaft der Freunde und Förderer
des Jüdischen Museums e.V. und des Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
Anmeldung erforderlich per Fax oder E-Mail:
069.212 30705
<link mail ein fenster zum versenden der>christine.wern@stadt-frankfurt.de
»Das Herbeiführen einer Aussöhnung zwischen Juden und Deutschen« und „die Unterstützung der Lebensrechte des israelischen Volkes« sind für die Redakteure des Axel Springer Verlags per Arbeitsvertrag verbindliche Ziele. Zwanzig Jahre nach dem Holocaust verschrieb sich Axel Springer (1912–1985) dieser pro-israelischen Haltung, die ein persönliches Anliegen für ihn wurde. Wie kam er dazu und wie war seine Haltung zu Israel und den Juden?
Eine internationale Konferenz des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt am Main soll die Position Axel Springers und seines Konzerns in der deutschen Nachkriegsgesellschaft beleuchten.
Prominente Wissenschaftler, Politiker, Journalisten und Medienexperten gehen dabei den folgenden Fragen nach: Wie kam es zu dem Nebeneinander von Juden und ehemaligen Nazis in der Führungsetage des Springer-Verlags? Was waren die Positionen der »68er« und der RAF in Bezug auf Axel Springer und Israel? Welche Rolle spielte die BILD-Zeitung in der pro-jüdischen Positionierung des Springer-Verlages und was ist die Position der BILD in der heutigen medienpolitischen Landschaft? Wie nahmen die Israelis die Figur Axel Springers wahr? In welchem Verhältnis standen der »Antizionismus« der DDR und die pro-jüdische Haltung des Springer-Verlags zueinander?
Die Konferenz steht im Zusammenhang mit einem Ausstellungsvorhaben des Fritz Bauer Instituts. Die Ausstellung wird im März 2012 im Jüdischen Museum Frankfurt am Main eröffnet werden.
Die Konferenz ist öffentlich, die Teilnahme ist kostenlos.
Veranstalter: Fritz Bauer Institut in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Frankfurt am Main, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.
Organisation: Dr. Dmitrij Belkin (Fritz Bauer Institut)
Tagungsprogramm
... <link fileadmin downloads download herunterladen der datei>Programmflyer (pdf-Datei)
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Dr. Dmitrij Belkin
Tel.: 069.798 322-60
<link mail ein fenster zum versenden der>d.belkin@fritz-bauer-institut.de
In einer Kooperationsveranstaltung des Fritz Bauer Instituts und des Exzellenzclusters »Die Herausbildung normativer Ordnungen« an der Goethe-Universität Frankfurt am Main diskutiert Stefan Gosepath mit Susan Neiman über ihre Thesen.
»Der Begriff Moral ist verpönt, ein Wort wie Held ist tabu, gut und böse tauchen nur mit Anführungszeichen auf«, so Susan Neiman in ihrem Buch Moralische Klarheit. Darin will sie die Sprache der Moral und deren Konzept des Guten, die von konservativen Parteien und der religiösen Rechten vereinnahmt wurden, für die Linke zurückgewinnen. Denn das Scheitern des Kommunismus habe die Linke so gelähmt, dass sie nun meint, nicht mehr im Namen moralischer Werte wie etwa der Gerechtigkeit agieren zu können.
Susan Neiman ist eine Moralphilosophin mit dem Anspruch, die Philosophie für das politische Handeln fruchtbar zu machen. In ihrem Buch untersucht sie politische Theorien auf ihre moralischen Aussagen hin und entwickelt ein philosophisches Fundament für heutiges politisches Denken und Handeln. Durch ihre aktuellen Analysen von moralischen Urteilen über Gut und Böse entsteht eine völlige neue Sicht auf die Grundwerte der Aufklärung.
Prof. Dr. Susan Neiman ist Direktorin des Einstein Forums in Potsdam. Geboren in Atlanta, Georgia, studierte sie Philosophie an der Harvard University und der Freien Universität Berlin. Bevor sie im Jahr 2000 die Leitung des Einstein Forums übernahm, war sie Professorin für Philosophie an der Yale University und der Tel Aviv University. Ihr Buch Moralische Klarheit. Leitfaden für erwachsene Idealisten ist 2010 im Verlag Hamburger Edition erschienen.
Prof. Dr. Stefan Gosepath ist Professor für Politische Theorie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Rahmen des Exzellenzclusters »Die Herausbildung normativer Ordnungen«. Er studierte Philosophie, Geschichte und Germanistik an den Universitäten Tübingen, der Freien Universität Berlin und der Harvard University. Er war Visiting Fellow an der Columbia University, der New York University und der Harvard University und hatte zahlreiche Vertretungsprofessuren inne. Sein Buch Gleiche Gerechtigkeit. Grundlagen eines liberalen Egalitarismus erschien 2004 im Suhrkamp Verlag.
Susan Neiman: Moralische Klarheit. Leitfaden für erwachsene Idealisten
Aus dem Englischen von Christiana Goldmann, 480 S., Hamburg: Hamburger Edition, 2010
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Ausgaben des Programmhefts
(pdf-Datei) seit April 2018
› April bis Juli 2026
› Oktober bis Februar 2025/26
› April bis Juli 2025
› Oktober bis Februar 2024/25
› März bis Juli 2024
› Oktober bis Februar 2023/24
› April bis Juli 2023
› Oktober bis Februar 2022/23
› April bis September 2022
› Oktober bis Februar 2021/22
› Juni bis Juli 2021
› April bis Mai 2021
› Januar bis Februar 2021
› Oktober bis November 2020
› März bis Juli 2020
› Oktober bis Februar 2019/20
› April bis Juli 2019
› Oktober bis Februar 2018/19
› April bis Juli 2018