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Mon 16
January 2012
18:15

Lügen für Deutschland

Der propagandistische Charakter des Films im »Dritten Reich«

Vortrag von Alfons Maria Arns:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
IG Farben-Haus, Raum 411

Kulturpolitik im »Dritten Reich«
Fortsetzung der Vortragsreihe vom WS 2010/2011

Der antisemitische Film war sicher die fürchterlichste »Kulturwaffe« zum Zwecke der Vorbereitung, Durchführung und Bilanzierung des Holocaust. Neben der Komödie und dem Pseudodokumentarfilm bedient sich die NS-Propaganda des offen infamen historischen Melodrams (»Jud Süß«, 1940) und des versteckt perfiden phantastischen Märchenfilms (»Münchhausen«, 1943). Am Beispiel dieser zwei ästhetisch gegensätzlichen Filme zeigt Alfons Maria Arns den politischen Charakter des vermeintlich unpolitischen NS-Unterhaltungsfilms auf.

Alfons Maria Arns (Frankfurt am Main) ist Autor und freiberuflicher Literatur-, Musik- und Filmwissenschaftler.

Kontakt

Dr. Jörg Osterloh
<link mail ein fenster zum versenden der>j.osterloh@fritz-bauer-institut.de



Sat 17
December 2011
15:00

Norbert Wollheim Memorial

Öffentliche Führung:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße
Guide: Céline Wendelgaß

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de
<link http: www.wollheim-memorial.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.wollheim-memorial.de



Mon 05
December 2011
18:15

»Bayreuth der deutschen Klassik«

Theater im »Dritten Reich« am Beispiel der Stadt Frankfurt am Main

Vortrag von Heike Drummer:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Casino-Gebäude am IG Farben-Haus, Raum 1.811

Kulturpolitik im »Dritten Reich«
Fortsetzung der Vortragsreihe vom WS 2010/2011

Wie in der gesamten Kulturpolitik, so änderten sich nach dem 30. Januar 1933 auch die Verhältnisse an den deutschen Bühnen radikal. Der NS-Staat erkannte gerade im Theaterbereich vielseitiges Potenzial, durch anspruchsvolle Unterhaltung zu indoktrinieren und damit vor allem auch das Bildungsbürgertum zu erreichen. Künstlerische Freiheit wurde planmäßig zerstört.
Zu den wichtigen machtpolitischen Maßnahmen gehörten etwa der Prozess der »Gleichschaltung«, die Gründung der Reichstheaterkammer, rassistisch und politisch motivierte Entlassungen innerhalb der Bühnenbelegschaften, Neueinstellungen von Nationalsozialisten, Überwachung und Zensur der Spielpläne, Umdeutung vor allem der Klassiker zu ideologischen Heroenstücken, Missbrauch der Bühnen für NS-Veranstaltungen, die Einführung der Gattung Thingspiele, die Übersetzung international üblicher Theatersprache ins Deutsche und nach 1939 der Einsatz von Fronttheatern.
Der systematische »Kulturkampf« richtete sich vornehmlich gegen die Moderne im Theater und ihre Protagonisten. Meist initiiert von »deutsch-völkischen« Kreisen setzte er bereits in der Weimarer Zeit ein. Am Beispiel der Städtischen Bühnen Frankfurt am Main wird die Theaterpolitik von den 1920er Jahren bis 1945 vorgestellt. Ein Aspekt konzentriert sich auf die Vertreibung des jüdischen Bühnenpersonals, vertieft anhand ausgewählter Künstlerbiografien.

Heike Drummer
, geb. 1962, arbeitet seit 1990 als selbstständige Historikerin in Frankfurt am Main. 2005 war sie an den Recherchen für die Gedenktafel und der Realisation der Ausstellung »… wir haben bis zuletzt ausgehalten. Opfer der Städtischen Bühnen Frankfurt am Main während der NS-Zeit« beteiligt. 1995 Mitgründerin der Geschichtswerkstatt »Zeitsprung. Kontor für Geschichte«. 2011 Gründung (zusammen mit Alfons Maria Arns) der Gesellschaft »DRUMMER und ARNS Historiker GbR«.
Heike Drummer ist Co-Autorin der 2011 im Metropol Verlag erschienenen Publikation Verstummte Stimmen. Die Vertreibung der „Juden« und »politisch Untragbaren« aus den hessischen Theatern 1933 bis 1945. In Kürze erscheint in der Zeitschrift Archiv für Frankfurts Geschichte und Kunst ihr Beitrag »›…dem Wahren, Schönen und Guten zu dienen‹: Friedrich Krebs (1894–1961) – Frankfurter Oberbürgermeister in der NS-Zeit«.

Kontakt

Dr. Jörg Osterloh<link mail ein fenster zum versenden der>
j.osterloh@fritz-bauer-institut.de



Sat 19
November 2011
15:00

Norbert Wollheim Memorial

Öffentliche Führung:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße
Guide: Patrick Schwentke

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
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Thu 17
November 2011
19:30

Die fiskalische Ausbeutung der Juden 1933–1945

Praktiken der Arisierung

Vortrag von Gundi Mohr, mit einer Lesung von Helge Heynold:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Hörsaalzentrum, Raum HZ 14

Eine Veranstaltung des Fördervereins Fritz Bauer Institut e.V.

Dem Holocaust ging die soziale Ausgrenzung und wirtschaftliche Vernichtung der Juden voraus, die mit dem Boykott-Tag gegen jüdische Geschäfte am 1. April 1933 begann. Was folgte, war die gezielte Ausschaltung der Juden aus dem Wirtschaftsleben, die soziale Ächtung und Demütigung von Menschen, die nach den Rassegesetzen der NS-Machthaber als minderwertig galten, der Aufruf zum Hass. Inwieweit waren die Steuergesetzgebung und die Finanzämter wesentlicher Bestandteil der Vernichtungspolitik?

Dieser Frage geht Gundi Mohr, Finanzbeamtin und stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Fritz Bauer Institut, nach.
Helge Heynold, Hessischer Rundfunk, liest aus Dokumenten zum Thema.

Legalisierter Raub.
Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933–1945

Die Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Hessischen Rundfunks ist noch bis zum
30. November 2011 im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen, Barbarossastr. 24 zu sehen.
... <link internal-link internen link im aktuellen>Informationen zur Ausstellung

Kontakt

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Wed 16
November 2011
19:00

Immer wieder »Friedrich«?

Einwände gegen ein beliebtes Jugendbuch

Vortrag von Ulrike Schrader:

Jüdisches Museum Frankfurt am Main
Untermainkai 14/15
Vortragsraum, 2. OG

Der Jugendroman Damals war es Friedrich von Hans Peter Richter erschien 1961 und gilt noch immer als Einstiegsklassiker zum Thema Nationalsozialismus. Das Buch beschreibt anhand einer Freundschaft zwischen dem jüdischen Jungen Friedrich und dem nicht-jüdischen, namenslosen Ich-Erzähler die Ereignisse in einer unbestimmt bleibenden deutschen Stadt in den Jahren von 1925 bis 1942.

Ulrike Schrader, Leiterin der Begegnungsstätte »Alte Synagoge Wuppertal« und Lehrbeauftragte an der Bergischen Universität Wuppertal, unterzieht in dem Vortrag das dem Jugendbuch zugrunde liegende Geschichtsbild einer kritischen Analyse. Dabei bemängelt sie das dem Jugendbuch zugrunde liegende Geschichtsbild, »das keine Handlungsspielräume zulässt, ein aktives Eingreifen von handelnden Personen unmöglich erscheinen lässt und daher die Frage nach Verantwortung und Unterlassung nicht stellt«.

Im Februar wird das Pädagogische Zentrum in einer Lehrerfortbildung ausgewählte Jugendromane zu Nationalsozialismus und Holocaust für den Deutschunterricht vorstellen.

Kontakt
Pädagogisches Zentrum des Fritz Bauer Instituts
und des Jüdischen Museums Frankfurt
Seckbächer Gasse 14
60311 Frankfurt am Main
Tel.: 069.212 74237
<link mail ein fenster zum versenden der>info@pz-ffm.de
<link http: www.pz-ffm.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.pz-ffm.de



Fri 04
November 2011
14:30

Konfrontationen

Pädagogische Annäherung an Geschichte und Wirkung des Holocaust

Lehrer(fort)bildung:

bis Sonntag, 06.November 2011, 12:30 Uhr
Europäischen Jugendbegegnungs- und -bildungsstätte Weimar

Fortbildungsseminar des Fritz Bauer Instituts in Zusammenarbeit mit der
Europäischen Jugendbegegnungs- und -bildungsstätte Weimar, www.ejbweimar.de

Einführungsseminar in das Programm Konfrontationen
Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie an Lehrkräfte und PädagogInnen in der historisch-politischen Bildung, ist aber auch für sonstige Interessierte offen.
Sie ist vom IQ Hessen akkreditiert und vom Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (Thillm Reg.-Nr. ALX-82-133) als Fortbildung anerkannt.
Anmeldeschluss: 10. Oktober 2011

Weitere Informationen zur Lehrer(fort)bildung
... Programmflyer (pdf-Datei)

Weitere Informationen zur Publikationsreihe
... Konfrontationen

Kontakt
Gottfried Kößler
Pädagogisches Zentrum Frankfurt
Tel. 069.212-49439
gottfried.koessler(at)stadt-frankfurt.de
www.pz-ffm.de



Fri 04
November 2011
9:00

Karrieren von Wirtschaftsbürgern während und nach dem Holocaust

Workshop (Geschlossene Veranstaltung):

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
House of Finance
Raum Chicago

Die Frage nach Umbrüchen und Kontinuitäten in der deutschen Gesellschaft nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist derzeit eines der wichtigen Forschungsfelder in der deutschen Historiographie. In diesem Zusammenhang drängt sich auch die Frage nach dem Verhalten der »Kapitäne des Wirtschaftswunders« in den Debatten um die Verantwortung für die Verbrechen des NS-Regimes, insbesondere dem Holocaust, und deren »Wiedergutmachung« auf.

Donnerstag, 3. November 2011
– Öffentlicher Abendvortrag –
IG Farben-Haus, Raum NG 1.741a
18.15–21.00 Uhr

  • Begrüßung zum Workshop »Karrieren von Wirtschaftsbürgern während und nach dem Holocaust«
    Raphael Gross (Fritz Bauer Institut)
  • Werner Plumpe (Frankfurt am Main):
    Wirtschaftsbürgertum im Wandel
  • Empfang

Freitag, 4. November 2011
– Geschlossene Veranstaltung –
House of Finance, Raum Chicago

  • 9.00–9.15 Uhr
    Harald Wixforth (Bielefeld):
    Einführung
  • 9.15–10.15 Uhr
    Cornelia Rauh (Hannover):
    Keine »Nutznießer« des NS-Regimes? Fritz Kiehn und Gustav Schickedanz
  • 10.15–11.15 Uhr
    Ralf Banken (Frankfurt am Main):
    »Vergangenheitsbewältigung« im Degussa-Konzern
  • 11.30–12.30 Uhr
    Stephan H. Lindner (München):
    Die Hoechst AG nach dem Zweiten Weltkrieg –
    Schatten der Vergangenheit oder personeller Neubeginn?
  • 13.30–14.30 Uhr
    Martin Münzel (Berlin):
    Die jüdische Wirtschaftselite Frankfurts. Verdrängung – Ausschaltung – Rückkehr
  • 14.30–15.30 Uhr
    Ingo Köhler (Göttingen):
    »Wiedergutmachung« bei jüdischen Privatbankiers
  • 15.45–16.45 Uhr
    Johannes Bähr (Frankfurt am Main/Berlin):
    Die Frankfurter »Banker Society« nach dem Zweiten Weltkrieg
  • 16.45–17.15 Uhr
    Abschlussdiskussion

Der Workshop richtet sich insbesondere an einschlägig arbeitende Historiker und Sozialwissenschaftler. Aufgrund der begrenzten Platzkapazitäten kann eine Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung erfolgen.

Veranstaltungsfolder
... <link fileadmin downloads _blank download herunterladen der datei>Programmm

Kontakt
Dr. Jörg Osterloh
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Dr. Harald Wixforth
<link mail ein fenster zum versenden der>harald-wixforth@t-online.de



Thu 03
November 2011
18:15

Wirtschaftsbürgertum im Wandel

Werner Plumpe:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
IG Farben-Haus, Nebengebäude, Raum 1.741a

Öffentlicher Abendvortrag im Rahmen des Workshops
»Karrieren von Wirtschaftsbürgern während und nach dem Holocaust«

Begrüßung: Raphael Gross, Direktor des Fritz Bauer Instituts
Anschließend Empfang

Werner Plumpe, geb. 1954 in Recklinghausen, Dr. phil., ist seit 1999 Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main und seit 2008 Vorsitzender des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands. Sein neuestes Buch befasst sich mit »Wirtschaftskrisen. Geschichte und Gegenwart« (erschienen bei C.H. Beck, München 2010).

Kontakt

Dr. Jörg Osterloh<link mail ein fenster zum versenden der>
j.osterloh@fritz-bauer-institut.de
Dr. Harald Wixforth<link mail ein fenster zum versenden der>
harald-wixforth@t-online.de



Mon 24
October 2011
18:00

Zur Bedeutung und Reichweite des Vergleichs

Der Holocaust und die Geschichte der Völkermorde im 20. Jahrhundert.

und Dienstag, 25. Oktober 2011, 9:30 bis 18:00 Uhr
Universität Wien
Spitalgasse 2
A-1090 Wien, Aula am Campus, Hof 1.11

Tagung des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Wien,
des Fritz Bauer Instituts, Frankfurt am Main
und der Österreichischen HochschülerInnenschaft

Mit Unterstützung der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien

Beiträger: Donald Bloxham (Edinburgh), Christoph Dieckmann (Fritz Bauer Institut), Jörg Ganzenmüller (Jena), Raphael Gross (Fritz Bauer Institut), Wolf Gruner (Los Angeles), Werner Konitzer (Fritz Bauer Institut), Andrea Löw (München), Jörg Osterloh (Fritz Bauer Institut), Oliver Rathkolb (Wien), Sybille Steinbacher (Wien), Philipp Ther (Wien), Christian Werkmeister (Jena)

Die zeitgeschichtliche Forschung hat noch keine klare Antwort darauf gefunden, inwiefern sich der Holocaust in die Liste der Völkermordverbrechen im 20. Jahrhundert einreihen lässt. War der systematische Massenmord an den Juden eines von vielen staatlich organisierten Verbrechen im vergangenen Säkulum? Wenn dem so war: Was bedeutet dies für die viel diskutierte Vorstellung von der Singularität des Holocaust? Worin lagen – unter vergleichenden Aspekten – die Besonderheiten des Judenmords? Was war den Zeitgenossen des Dritten Reichs beispielweise über den Völkermord an den Armeniern und über andere Gewaltexzesse gegen Zivilisten bekannt, die im Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg standen? Welche Rolle spielte die Kulturpolitik für die Radikalisierung des Antisemitismus im »Dritten Reich«? Wie sinnvoll ist es, den Holocaust mit stalinistischen Verbrechen zu vergleichen? Was sind die Merkmale sogenannter ethnischer Säuberungen? Und was lässt sich zu den Anfängen der Debatte über die Einzigartigkeit des Judenmords sagen?
Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt der Tagung, die das Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien und das Fritz Bauer Institut zur Geschichte und Wirkung des Holocaust in Frankfurt am Main gemeinsam veranstalten. Ziel ist es, die wissenschaftlichen Ansätze und Erträge der noch relativ jungen Forschungsdisziplin der komparativ ausgerichteten Genozidforschung zu diskutieren, nach den Stärken, aber auch nach den Grenzen des Vergleichs zu fragen und über den historischen Ort des Holocaust in der Verbrechensgeschichte des 20. Jahrhunderts nachzudenken.

Programm
... <link fileadmin downloads _blank download herunterladen der datei>Programmfolder (pdf-Datei)

Kontakt
Universität Wien – Institut für Zeitgeschichte
Mag. Steffi Winterfeld
(Sekretariat Prof. Dr. Sybille Steinbacher)
Spitalgasse 2, Hof 1.13
A-1090 Wien
Tel: 0043-1.4277-41223
Fax: 0043-1.4277-9412
<link mail ein fenster zum versenden der>Steffi.winterfeld@univie.ac.at
<link http: www.univie.ac.at zeitgeschichte _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.univie.ac.at/zeitgeschichte

Fritz Bauer Institut
Dr. Katharina Rauschenberger
Grüneburgplatz 1
D-60323 Frankfurt am Main
Tel: 0049-(0)69.798 322-26
Fax: 0049-(0)69.798 322-41
<link mail ein fenster zum versenden der>k.rauschenberger@fritz-bauer-institut.de



Sun 23
October 2011
11:00

Die mittelalterliche Mikwe in Friedberg

Besichtigung mit Vortrag

Monica Kingreen:

Wetterau-Museum im Stadtzentrum
Haagstraße 16
61169 Friedberg

Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung in Friedberg steht die Besichtigung der 750 Jahre alte »monumentalsten Mikwe der Welt« in der Judengasse. Das einzigartige gotische rituelle Tauchbad der Friedberger Juden wurde im Jahre 1260 gebaut und gehört seit der Jahrhundertwende zu den Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt.
Im Wetterau-Museum präsentiert Monica Kingreen in einem Überblick die wechselvolle Geschichte des »Judenbades« und der Judengasse. Anschließend geht es nach einem kurzen Fußweg durch die Gassen der Altstadt zum ehemaligen jüdischen Viertel, der Judengasse.
Hier wird das unterirdische Tauchbad, »der Turm in die Tiefe«, besichtigt. Auch der benachbarte interessante Gedenkort in der Judengasse zur Erinnerung an die frühere Synagoge wird besichtigt. In den Ausstellungsräumen des Judenbades besteht anschließend noch die Möglichkeit zur individuellen Vertiefung.

Treffpunkt: Wetterau-Museum im Stadtzentrum,
Haagstraße 16, 61169 Friedberg.
Anmeldung für die Exkursion erforderlich!

Kontakt
Monica Kingreen
Pädagogisches Zentrum Frankfurt
Tel.: 069.212 74238
Fax: 069.798 322 41
<link mail ein fenster zum versenden der>Monica.Kingreen@stadt-frankfurt.de



Tue 18
October 2011
18:15

Filmvorführung und Buchpräsentation mit Jens-Jürgen Ventzki

Ventzki – Kinder der Täter, Kinder der Opfer

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Casino am IG Farben-Haus, Raum 1.802

Fritz Bauer Institut in Kooperation mit dem
Freundeskreis Frankfurt/Krakau – Deutsch-Polnische Gesellschaft Frankfurt am Main e.V.

Beim Besuch einer Ausstellung stieß Jens-Jürgen Ventzki unvermittelt auf die deutliche Handschrift seines Vaters unter einem Dokument. Darin ging es um die Kleidung der in Chełmno (Kulmhof) ermordeten Juden. Ein großes Farbfoto nährte seinen Verdacht, dass sein Vater in unvorstellbare Verbrechen verwickelt war. Seitdem empfand er seinen Namen als schwere Last. Erst 2001 schaffte es der Sohn zum ersten Mal, in seine Geburtsstadt Łódź (Litzmannstadt) zu reisen, in der sein Vater, Werner Ventzki, ab 1941 Oberbürgermeister der besetzten Stadt war. Ihm unterstand die Verwaltung des nach Warschau zweitgrößten Ghettos. Die Reise auf den Spuren seines Vaters hat Jens-Jürgen Ventzki in einem Film festgehalten. »Die Kinder der Täter, die Kinder der Opfer« handelt von seinen schwierigen Begegnungen mit Angehörigen von früheren Ghettoinsassen.
Den Lebensweg seines Vaters als Gauamtsleiter, Reichsredner, Oberbürgermeister, Mitglied der Waffen-SS und späteren Beamten der Bundesrepublik hat er in einem Buch aufgeschrieben. Die Veranstaltung wird erst den 40-minütigen Film zeigen und dann Raum bieten, die Ausein-andersetzung des Sohnes mit einem schwierigen Erbe, mit seinen »zwei Vätern«, zu diskutieren.

Jens-Jürgen Ventzki
, 1944 in Łódź geboren, ist Verlagsberater, Geschäftsführer eines Buchverlages, Verlagsleiter und war viele Jahre Lehrbeauftragter an der Ludwig-Maximilians-Universität München (Buchwissenschaft). Sein Buch Seine Schatten, meine Bilder: Eine Spurensuche erschien 2011 im Studienverlag Innsbruck, Wien, Bozen.

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de



Sat 15
October 2011
15:00

Norbert Wollheim Memorial

Öffentliche Führung:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße
Guide: Céline Wendelgaß

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
<link mail ein fenster zum versenden der>info@fritz-bauer-institut.de
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Wed 05
October 2011
9:00

Literatur und Exil. Neue Perspektiven

Internationale Tagung:

bis Freitag, 07. Oktober 2011, 14:00 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
IG Farben-Haus, Eisenhower-Raum, IG 1.314

Zur Eröffnung der Tagung findet eine öffentliche Abendveranstaltung
im Jüdischen Museum Frankfurt statt. (siehe Kalendereintrag am 4. Oktober)

Internastionale Tagung der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Universität Hamburg;
mit Unterstützung des Jüdischen Museums Frankfurt und des Fritz Bauer Instituts;
gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der P. Walter Jacob Stiftung.

Die Tagung soll der Exilforschung, die sich zumal im germanistischen Kontext bislang weitgehend auf das Exil aus Nazideutschland 1933–1945 beschränkt hat, richtungsweisende neue Impulse geben, indem sie die zeitliche und räumliche Ausweitung von Exil-Phänomenen sowie eine kulturwissenschaftliche Reflexion der Verhältnisse zur Diskussion stellt, in die Literatur und Exil im 20. und 21. Jahrhundert treten.
Die Tagung steht im Zusammenhang mit einem gemeinsamen größeren Forschungsprojekt:
»Exil und Hybridität. Poetiken jenseits des nationalen Paradigmas«.

BeiträgerInnen der Tagung
Bettina Bannasch, Augsburg ∙ Sabina Becker, Freiburg ∙ Wolfgang Benz, Berlin ∙ Doerte Bischoff, Hamburg ∙ Cornelia Blasberg, Münster ∙ Stephan Braese, Aachen ∙ Ottmar Ette, Potsdam ∙ Patrick Farges, Paris ∙ Bernhard Greiner, Tübingen ∙ Michael Hofmann, Paderborn ∙ Alfrun Kliems, Leipzig ∙ Susanne Komfort-Hein, Frankfurt am Main ∙ Mona Körte, Berlin ∙ Robert Krause, Freiburg ∙ Claus-Dieter Krohn, Lüneburg ∙ Vivian Liska, Antwerpen ∙ Ruth Mayer, Hannover ∙ Andrea Reiter, Southampton ∙ Gianluca Solla, Verona ∙ Barbara Thums, Tübingen ∙ Zhuang Wie, Hangzhou/Frankfurt am Main ∙ Liliane Weissberg, Philadelphia

Programmfolder
... <link fileadmin downloads _blank download herunterladen der datei>Literatur und Exil (pdf-Datei)

Weitere Informationen

<link http: www.literaturundexil.uni-frankfurt.de _blank external-link-new-window>www.literaturundexil.uni-frankfurt.de

Organisatorinnen
Prof. Dr. Susanne Komfort-Hein
Goethe-Universität Frankfurt
Institut für Deutsche Literatur und ihre Didaktik
<link mail ein fenster zum versenden der>komfort-hein@lingua.uni-frankfurt.de

Prof. Dr. Doerte Bischoff
Universität Hamburg
Institut für Germanistik II
<link mail ein fenster zum versenden der>doerte.bischoff@uni-hamburg.de

Tagungsbüro
Anne-Marie Bernhard, M.A.
Sekretariat Prof. Dr. Susanne Komfort-Hein
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Institut für Deutsche Literatur und ihre Didaktik
Grüneburgplatz 1, Raum IG 1.213
60629 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798-32855
Fax: 069.798-32850
<link mail ein fenster zum versenden der>bernhard@lingua.uni-frankfurt.de



Tue 04
October 2011
19:15

Literatur und Exil. Neue Perspektiven

Eröffnungsveranstaltung zur internationalen Tagung:

Jüdisches Museum
Untermainkai 14–15
Frankfurt am Main

Vortrag von Elisabeth Bronfen (Zürich): »Die Kunst des Exils«
Lesung von Doron Rabinovici (Wien): »Andernorts« (Berlin, Suhrkamp Verlag, 2010)

Öffentliche Abendveranstaltung zur Eröffnung der internationalen Tagung
»Literatur und Exil. Neue Perspektiven«,
5. bis 7. Oktober, Goethe-Universität Frankfurt am Main.
(siehe Kalendereintrag am 5. Oktober)

Internastionale Tagung der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Universität Hamburg;
mit Unterstützung des Jüdischen Museums Frankfurt und des Fritz Bauer Instituts;
gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der P. Walter Jacob Stiftung.

Programmfolder
... <link fileadmin downloads _blank download herunterladen der datei>Literatur und Exil (pdf-Datei)

Weitere Informationen zur Tagung

<link http: www.literaturundexil.uni-frankfurt.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.literaturundexil.uni-frankfurt.de

Kontakt
Anne-Marie Bernhard, M.A.
Sekretariat Prof. Dr. Susanne Komfort-Hein
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Institut für Deutsche Literatur und ihre Didaktik
Grüneburgplatz 1, Raum IG 1.213
60629 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798-32855
Fax: 069.798-32850
<link mail ein fenster zum versenden der>bernhard@lingua.uni-frankfurt.de



Sat 17
September 2011
15:00

Norbert Wollheim Memorial

Öffentliche Führung:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße
Guide: Patrick Schwentke

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

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Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
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Sat 20
August 2011
15:00

Norbert Wollheim Memorial

Öffentliche Führung:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße
Guide: Patrick Schwentke

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

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Fritz Bauer Institut
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Mon 25
July 2011
18:15

A strange kind of love:

Der Philosemitismus in der deutsch-jüdischen Geschichte

Dr. Anthony Kauders, Keele/München:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
IG Farben-Haus, Raum 311

European Leo Baeck Lecture Series 2011
Veranstaltet vom Fritz Bauer Institut in Kooperation mit dem Leo Baeck Institute London
und dem Jüdischen Museum Frankfurt am Main.

In jüngster Zeit haben Wissenschaftler den Philosemitismus oft negativ dargestellt. Für die eine Gruppe habe er nie existiert, für die andere sei er nur der Versuch, Juden zu verdinglichen oder als Projektionsfläche nichtjüdischer Fantasien zu benutzen. Der Vortrag wird versuchen, diese einseitige Einschätzung des Philosemitismus zu hinterfragen. Gleichzeitig plädiert er dafür, die Erforschung des Philosemitismus als alternativen Zugang zur Frage der Beziehungen
zwischen Juden und Nichtjuden zu verstehen.

Dr. Anthony D. Kauders lehrt im Department of History an der Universität von Keele in England. Derzeit forscht er an der Universität München über die Rezeptionsgeschichte der Psychoanalyse in Deutschland, 1900–1985. Zu seinen zahlreichen Veröffentlichungen auf dem Gebiet der deutsch-jüdischen Geschichte gehören Democratization and the Jews, Munich 1945–1965 (2004) und Unmögliche Heimat. Eine deutsch-jüdische Geschichte der Bundesrepublik (2007).

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
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Sat 16
July 2011
15:00

Norbert Wollheim Memorial

Öffentliche Führung:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

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Thu 07
July 2011
18:15

Kristallnacht 1938

Ein deutscher Pogrom

Buchvorstellung von Prof. Dr. Alan E. Steinweis:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
IG Farben-Haus, Raum 311

In Kooperation mit dem Reclam Verlag

Zum Abschluss seiner Gastprofessur am Fritz Bauer Institut stellt Alan E. Steinweis die deutsche Ausgabe seines neuesten Buches vor. Darin beschreibt er umfassend die Ereignisse des 9. November 1938. Dieser erste deutschlandweite Pogrom wird gemeinhin als Auftakt zum Holocaust gewertet. Die mörderische, plündernde und brandschatzende Gewalt gegen die Juden wurde jedoch anders, als man lange geglaubt hat, nicht ausschließlich von oben, vom Nazi-Regime angeordnet und begonnen. Sie brach zum Teil auch von unten aus, in vielen deutschen Kleinstädten, aus einem winzigen, propagandistisch ausgeschlachteten Anlass; und Partei- und Staatsführung hatten einige Mühe, sich an die Spitze der Bewegung zu setzen. Wie genau Hitler und Goebbels mit ihren Gefolgsleuten und dem aufgehetzten Mob der Straße agierten, wie die »Kristallnacht« später gedeutet, verstanden und juristisch aufgearbeitet wurde, all das schildert Steinweis genau, klar und abgewogen.

Prof. Dr. Alan E. Steinweis ist Professor für Geschichte und Direktor des Center for Holocaust Studies der University of Vermont. Im Sommersemester 2011 hat er die Gastprofessur zur Erforschung des Holocaust und der deutsch-jüdischen Geschichte am Fritz Bauer Institut in Frankfurt am Main inne. Sein zuletzt veröffentlichtes Buch Kristallnacht 1938 (Harvard University Press, 2009) wird Anfang August in deutscher Übersetzung im Reclam Verlag erscheinen.
Weitere Publikationen: Art, Ideology, and Economics in Nazi Germany: The Reich Chambers of Music, Theater, and the Visual Arts (University of North Carolina Press, 1993; paperback 1996); Studying the Jew: Scholarly Antisemitism in Nazi Germany (Harvard University Press, 2006; paperback 2008); Coping with the Nazi Past: West German Debates about Nazism and Generational Conflict, 1955–1975 (Berghahn Books, 2006, paperback 2007). 

Alan E. Steinweis: Kristallnacht 1938. Ein deutscher Pogrom
Ditzingen: Reclam Verlag, 2011, Übers.: Karin Schuler, 250 S., ca. € 24,95
ISBN: 978-3-15-010774-4, erscheint Anfang August 2011

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Tue 05
July 2011
18:15

Kritische Perspektiven zur Entstehung und Wirkung eines Paradigmas

Prof. Dr. Ilka Quindeau im Gespräch mit Prof. Dr. José Brunner und PD Dr. David Becker: Holocaust und Trauma.

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
Casino am IG Farben-Haus, Raum 1.811

Das diesjährige Tel Aviver Jahrbuch für deutsche Geschichte setzt sich kritisch mit der Geschichte des Holocaust-Traumas auseinander. Elf Autoren aus sechs Ländern untersuchen die Karriere des Begriffs »Holocaust-Trauma« aus wissenschafts- und sozialgeschichtlicher Perspektive. Dabei zeigen sie, dass der Zusammenhang von Trauma und Holocaust vielfältiger und problematischer ist, als gemeinhin angenommen. So hatten in der Psychiatrie der Überlebenden früher kultur- und sozialsensible Perspektiven bedeutend mehr Gewicht als in den letzten Jahrzehnten, in denen das Holocaust-Trauma zu einer deterministisch vereinfachenden, oft formelhaft verallgemeinernden Kategorie des psychischen und transgenerationellen Opferseins mutierte.

Prof. Dr. José Brunner ist Professor an der juristischen Fakultät und dem Cohn Institut für Wissenschaftsgeschichte und -philosophie der Universität Tel Aviv. Seit einigen Jahren ist er zudem auch Direktor des Minerva-Instituts für deutsche Geschichte. Er hat zahlreiche Publikationen zur Politik der Psychoanalyse und der Psychologie des Nazismus, zu den Praktiken der Wiedergutmachung für Holocaustüberlebende in Israel und Deutschland, zu den politischen Theorien der Gegenwart sowie zu den politischen Ursprüngen und Bedeutungen von Traumatheorien veröffentlicht. Zudem ist er Herausgeber des Tel Aviver Jahrbuchs für deutsche Geschichte.

PD Dr. David Becker ist Psychologe und Direktor des Büros für psychosoziale Prozesse (OPSI) an der Internationalen Akademie für Innovative Pädagogik und Ökonomie INA gGmbH  an der Freien Universität Berlin. Zudem unterrichtet er als Privatdozent an der Universität Hannover Sozialpsychologie. Im Jahre 2006 veröffentlichte er in der Edition Freitag eine umfassende Studie zum Begriff des Traumas unter dem Titel Die Erfindung des Traumas – Verflochtene Geschichten. Seit vielen Jahren arbeitet Dr. Becker mit Opfern politischer Verfolgung und berät psychosoziale Institutionen, zunächst in Lateinamerika und in den letzten Jahren vor allem im Gazastreifen, in Tadschikistan und in Kolumbien.

Prof. Dr. Ilka Quindeau
ist Psychologin, Soziologin und Psychoanalytikerin (DPV/IPA). Als Professorin für Klinische Psychologie unterrichtet sie im Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit an der Fachhochschule Frankfurt am Main. Aus ihrer Arbeit mit Holocaust-Überlebenden veröffentlichte sie schon 1995 eine Monographie unter dem Titel Trauma und Geschichte: Interpretationen autobiographischer Erzählungen von Überlebenden des Holocaust im Verlag Brandes und Apsel.

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Mon 04
July 2011
18:15

The virtuous jewess

Gender and semitic discourse in the nineteenth-century England

Dr. Nadia Valman, London:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
IG Farben-Haus, Raum 311

European Leo Baeck Lecture Series 2011
Veranstaltet vom Fritz Bauer Institut in Kooperation mit dem Leo Baeck Institute London
und dem Jüdischen Museum Frankfurt am Main.
Vortrag in englischer Sprache

From the medieval ballad of the Jew’s daughter who seduces a young Christian boy in order to murder him, to Shakespeare’s uncertain apostate Jessica, the Jewess held a marginal place in English literary history. In the nineteenth century, however, she became a literary preoccupation. In this lecture, Nadia Valman traces the story of the Jewess, from its birth in Romantic and Evangelical writing through myriad rewritings in both popular and high literature. The literary Jewess – invariably beautiful, virtuous and tragic – dramatically reveals the dynamic and ambiguous responses to Jews in England in this period.

Dr. Nadia Valman is Senior Lecturer in Nineteenth-Century Literature at Queen Mary, University of London, the author of The Jewess in Nineteenth-Century British Literary Culture (Cambridge University Press) and the co-editor of five books on Jews and British literature.

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Thu 30
June 2011
19:15

Vernichtungskrieg

Der Krieg gegen die Sowjetunion im Kontext

Vortrag von Prof. Dr. Dieter Pohl:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
IG Farben-Haus, Raum 311

Dieter Pohl ist Universitäts-Professor für Zeitgeschichte mit besonderer Berücksichtung Ost- und Südosteuropas an der Universität Klagenfurt. Seit 1995 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter, ab 2009 Abteilungsleiter am Institut für Zeitgeschichte München–Berlin. 2008 erschien im Oldenbourg-Verlag in München seine Habilitationsschrift unter dem Titel Die Herrschaft der Wehrmacht. Deutsche Militärbesatzung und einheimische Bevölkerung in der Sowjetunion 1941–1944. Er ist einer der international renommiertesten Forscher zur nationalsozialistischen Herrschaft in Osteuropa.

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Tue 28
June 2011
18:15

NS-Prozesse und Deutsche Öffentlichkeit

Besatzungszeit, frühe Bundesrepublik und DDR

Buchpräsentation:

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
IG Farben-Haus, Nebengebäude, Raum NG 1.741a

Buchpräsentation mit den Herausgebern Dr. Jörg Osterloh und Dr. Clemens Vollnhals,
sowie mit Werner Renz und Katharina Stengel.

In 20 Beiträgen untersuchen die Autoren die Reaktionen der deutschen Öffentlichkeit auf bedeutende Prozesse gegen NS-Täter, die während der Besatzungszeit, der frühen Bundesrepublik und DDR vor alliierten und deutschen Gerichten stattfanden. Sie machen die Unterschiede und die Wechselwirkungen der Strafverfolgung zwischen Ost und West deutlich und zeigen, wie sich die öffentliche Wahrnehmung der Prozesse in den Westzonen und später in der Bundesrepublik in all ihren Widersprüchen entwickelte. Auch in der Sowjetischen Besatzungszone gab es anfangs noch einen gewissen Freiraum, doch bald standen Justiz und Öffentlichkeit im Dienste der SED-Propaganda.

Die Beiträge verdeutlichen, dass die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus nicht so geradlinig verlief, wie dies in der Rückschau oft angenommen wird. Es war ein langer, steiniger Weg, bis die populäre Schlussstrich-Mentalität überwunden war und die Mehrheit der (west)deutschen Bevölkerung der Einsicht zustimmte, dass die moralische Verdammung der ungeheuren NS-Verbrechen ohne die konkrete Strafverfolgung der Täter unglaubwürdig bleiben müsse. Im historischen Rückblick wird man die von der Justiz geleistete Arbeit und über die Medien transportierte Aufklärung über den verbrecherischen Charakter des Nationalsozialismus kaum unterschätzen können, so unbefriedigend die aus vielerlei Gründen erst spät einsetzende konsequente Verfolgung von NS-Verbrechen und das oft kritisierte Strafmaß unter moralischen Gesichtspunkten auch bleiben sollten. Es war ein langwieriger, schmerzvoller Prozess gesellschaftlicher Selbstvergewisserung von bemerkenswerter Dauer und Intensität.

Beiträger

Carina Baganz (Berlin), Boris Böhm/Julius Scharnetzky (Pirna), John Cramer (Regesbostel), Christian Dirks (Berlin), Andreas Eichmüller (München), Claudia Fröhlich (Berlin), Gerald Hacke (Dresden), Peter Krause (Konstanz), Heike Krösche (Linz), Claudia Kuretsidis-Haider (Wien), Jörg Osterloh (Frankfurt am Main), Edith Raim (München), Werner Renz (Frankfurt am Main), Markus Riverein (Frankfurt am Main), Mike Schmeitzner (Dresden), Robert Sigel (München), Katharina Stengel (Frankfurt am Main), Falco Werkentin (Berlin), Clemens Vollnhals (Dresden), Annette Weinke (Jena).

Dr. Jörg Osterloh ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fritz Bauer Institut.
Dr. Clemens Vollnhals M.A. ist stellvertretender Direktor des Hannah Arendt Instituts für Totalitarismusforschung e.V. in Dresden.
Werner Renz ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fritz Bauer Institut.
Katharina Stengel ist frei Mitarbeiterin am Fritz Bauer Institut und Stipendiatin der Fritz Thyssen Stiftung.

Jörg Osterloh und Clemens Vollnhals (Hrsg.):
NS-Prozesse und deutsche Öffentlichkeit.
Besatzungszeit, frühe Bundesrepublik und DDR

Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2011, 456 S., € 62,95, ISBN 978-3-525-36921-0
Schriften des Hannah-Arendt-Instituts, Band 45

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Sun 19
June 2011
14:00

Fritz Bauer

Tod auf Raten

Dokumentarfilm:

Mal Seh'n Kino
Adlerflychtstr. 6
60318 Frankfurt am Main

Filmvorführung mit anschließendem Gespräch
Der Film ist mit Audiodeskription versehen. Es besteht die Möglichkeit, sich dafür
Funkkopfhörer an der Kasse auszuleihen. Die anschließende Diskussion wird von
einem/r Gebärdensprachdolmetscher/in begleitet.
Veranstaltung im Rahmen des bundesweiten Filmfestivals der AKTION MENSCH:
<link http: www.aktion-mensch.de filmfestival _blank external-link-new-window externen link in neuem>»ueber Mut – Engagiert. Couragiert. Kontrovers.«
Filmpartner im Rahmen des Festivals: Humanistische Union, Fritz Bauer Institut
und Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V.
Lokaler Veranstalter: Mal Seh'n Kino e.V.
Kartenbestellung: 069.5970845,
<link mail ein fenster zum versenden der>info@malsehnkino.de, <link http: www.malsehnkino.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.malsehnkino.de

Fritz Bauer – Tod auf Raten
Ein Film von Ilona Ziok
Deutschland 2010, 97 Minuten
<link http: www.fritz-bauer-film.de _blank external-link-new-window externen link in neuem>www.fritz-bauer-film.de

»Nichts gehört der Vergangenheit an.
Alles ist Gegenwart und kann wieder Zukunft werden.«
Fritz Bauer

Fritz Bauer gilt als einer der profiliertesten Staatsanwälte der Bundesrepublik. Für ihn spielte die Justiz eine entscheidende Rolle beim Wiederaufbau der Demokratie. Er sah sich in der Tradition Gustav Radbruchs als »Jurist aus Freiheitssinn« und war davon überzeugt, dass der Bürger ein Widerstandsrecht gegen Willkürakte des Staates habe. Hierfür stritt er als als Generalstaatsanwalt von Niedersachsen in einem Aufsehen erregenden Prozess in Braunschweig (1952/53), in dem es um die rechtliche Legitimität des 20. Juli 1944 ging und in dessen Verlauf Bauer die Rehabilitierung der hingerichteten Verschwörer erreichte. Damit war er ein Pionier modernen »zivilgesellschaftlichen« Denkens, aus dem das Rechtswesen nicht ausgenommen war.
Mit derselben Zielgerichtetheit mit der Fritz Bauer die Angehörigen des 20. Juli-Putsches rehabilitierte, hat er wie kein anderer Jurist die Aufhellung und Ahndung der NS-Verbrechen in Gang gesetzt. Als hessischer Generalstaatsanwalt (1956–1968) war er der maßgebliche Initiator der Frankfurter Auschwitz-Prozesse (1963–1965). Fritz Bauer verstand die NS-Verfahren als Selbstaufklärung der deutschen Gesellschaft in den Bahnen des Rechts. In der Bundesrepublik löste Bauer damit erstmals eine breite öffentliche Diskussion über den Holocaust aus.
1965 eröffnete Fritz Bauer die Voruntersuchung für einen weiteren Prozess, der sich gegen die Teilnehmer einer reichsweiten Justizkonferenz von 1941, die juristischen Erfüllungsgehilfen der »Euthanasie«-Morde, richten sollte. Bauer plante damit einen exemplarischen Prozess gegen die in die Verbrechen verstrickte NS-Justiz.
In der Nacht vom 30. Juni auf den 1. Juli 1968 starb Fritz Bauer in seiner Wohnung in Frankfurt am Main. Der noch in der Vorbereitungsphase stehende große Prozess gegen die Schreibtischtäter der »Euthanasie« fand nie statt.

Fritz Bauer
Auflistung biographischer Daten/Bibliographie
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