Veranstaltungen & Ausstellungen

Veranstaltungen

Mi 13
November 2019
18:15

Neostalinismus und die russische Gesellschaft heute

Vortrag von Prof. Dr. Irina Scherbakowa

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.801

In der heutigen russischen Gesellschaft wird auf das bitterste um die Erinnerung an die sowjetische Vergangenheit gekämpft. Es ist symptomatisch, dass das Bild Stalins dabei eine entscheidende Rolle spielt. Der Vortrag befasst sich mit den Gründen, warum dessen Popularität wächst. Er analysiert diesen Blick auf die russische Geschichte und behandelt vor allem die Frage, welche Rolle die Massenkultur und die sozialen Medien bei der Entstehung eines neuen Stalinbildes spielen. Darüber hinaus wird ein Zusammenhang zwischen dieser Erinnerungsdebatte und internationalen Diskussionen hergestellt.

Prof. Dr. Irina Scherbakowa

ist Germanistin und Kulturwissenschaftlerin. Sie arbeitet als Übersetzerin, Journalistin, Redakteurin, Dozentin und Buchautorin, forscht zur Geschichte des Stalinismus, engagiert sich als Menschenrechtsaktivistin für die Organisation Memorial, zu deren Begründern sie zählt, und hat zahlreiche Auszeichnungen bekommen. Ihr jüngstes Buch Die Hände meines Vaters. Eine russische Familiengeschichte erschien 2017 auf Deutsch.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Sa 16
November 2019
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Die Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt.
Sie ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Guide: Thomas Siurkus

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz. Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

Kontakt

Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
+49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Mi 20
November 2019
18:15

Das Provisorium von 1949 als »Antwort« auf die Erfahrung von Weimar

Rechtsstaat und »wehrhafte Demokratie«

Prof. em. Dr. Dr. h.c. mult. Michael Stolleis

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Theodor-W.-Adorno-Platz
Hörsaalzentrum, Raum HZ 7

Vortragsreihe:
»Verfassung, Recht und Demokratie. 70 Jahre Grundgesetz«

Die Vorberatungen des Grundgesetzes auf Herrenchiemsee und die Beratungen im Parlamentarischen Rat 1948/49 standen unter dem Eindruck des Scheiterns der Weimarer Verfassung. Man glaubte, die Lektion gelernt zu haben. Die ersten Gehversuche der Demokratie waren vom Kalten Krieg und von Angst geprägt.

Prof. em. Dr. Dr. h.c. mult. Michael Stolleis

ist Rechtshistoriker und war bis zu seiner Emeritierung 2006 Professor für Öffentliches Recht und Rechtsgeschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Bis 2009 war er Direktor des Max-Planck-Instituts für europäische Rechtsgeschichte.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Sa 23
November 2019
10:00

Nationalsozialistische »Euthanasie«-Verbrechen

Exkursion zur Gedenkstätte Hadamar

Führung durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gedenkstätte Hadamar und Gespräch

Bus ab Frankfurt: Goethe-Universität,
Eingang Campus Westend, Fürstenbergerstraße
Veranstaltungsende gegen 17:30 Uhr

In der Tötungsanstalt Hadamar wurden zwischen 1941 und 1945 rund 15.000 Menschen ermordet. Patientinnen und Patienten mit körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen starben in der Gaskammer, an überdosierten Medikamenten und gezielter Mangelernährung. Der Rundgang informiert über die nationalsozialistischen »Euthanasie«-Verbrechen auf dem Mönchberg. Die Führung und das anschließende Gespräch dauern ungefähr drei Stunden.

Teilnahme nur nach bestätigter Anmeldung.

Kostenbeitrag 20 Euro pro Person zzgl. Restaurantverzehr (optional)
Programmflyer mit Anmeldeformular (pdf-Datei)

Eine Veranstaltung des Fördervereins Fritz Bauer Institut e.V. im Rahmen der Reihe »Mahnmale des Holocaust – Besuche von Gedenkstätten in Frankfurt am Main und Umgebung«

Kontakt

Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
verein(at)fritz-bauer-institut.de


Mi 27
November 2019
18:15

Inge Deutschkron: Auschwitz war nur ein Wort

Berichte über den Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963–1965

Buchvorstellung mit Dr. Beate Kosmala

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.801

Über den ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963–1965), der die deutsche Gesellschaft mit der Judenvernichtung konfrontierte und sie nachhaltig veränderte, berichtete auch die Journalistin Inge Deutschkron. Der vorgestellte Band versammelt einen Großteil ihrer täglichen Berichte aus Frankfurt nach Tel Aviv, die sie als Bonner Deutschlandkorrespondentin der israelischen Zeitung Maariv verfasste, sowie einige Reportagen über den Prozess. Sie stand vor der fast unlösbaren Aufgabe, das Grauen von Auschwitz und die Versuche, ihm mit juristischen Mitteln zu begegnen, ihren israelischen Lesern nahezubringen, unter denen viele Überlebende waren.

Dr. Beate Kosmala

ist Historikerin und Übersetzerin. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung sowie Kuratorin der Gedenkstätte »Stille Helden« in der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin. Die 2019 auf Deutsch erschienenen Beiträge Inge Deutschkrons wurden von ihr übersetzt und herausgegeben.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

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Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Mi 04
Dezember 2019
18:15

Polen im Wachtraum

Die Revolution 1939–1956 und ihre Folgen

Lecture in English by Dr. habil. Andrzej Leder

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.802

Andrzej Leder’s book Polen im Wachtraum provoked a broad discussion in Poland in 2014. It’s about the core of the upheavals in East Central Europe between 1939 and 1956: the murder of Polish Jews under German occupation as well as the destruction of the landed gentry as a result of socialist order imposed after 1945. Leder explains that the character of the actors as subjects in the course of the »Polish revolution« was systematically faded out because independent political actions were not possible under German and Soviet rule. According to him, only critical analysis can lead to an awakening from this »daydream«.

Dr. habil. Andrzej Leder

is Professor at the Institute of Philosophy and Sociology of the Polish Academy of Sciences in Warsaw. He is the author of philosophical treatises and historical work on the history of Poland. His book Polen im Wachtraum appeared in 2019 in German.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Institut mit dem Deutschen Polen-Institut (Darmstadt)

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Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
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Mi 11
Dezember 2019
18:15

Zur Darstellung des Holocaust in den aktuellen Schulgeschichtsbüchern

Eine Bestandsaufnahme

Vortrag von Dr. Martin Liepach

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.812

Schulbücher sind Arbeitsmaterial für den Unterricht und zugleich Ausdrucksform von Geschichtskultur – Letzteres, indem sie Aufschluss über geschichtskulturelle Wahrnehmungs- und Deutungsmuster geben. Der Vortrag knüpft an die Befunde der Deutsch-Israelischen Schulbuchkommission aus dem Jahr 2015 an und beschäftigt sich mit ausgewählten Aspekten der Darstellung des Holocaust in der jüngsten Schulgeschichtsbuchgeneration, vor allem in der Sekundarstufe I. Es geht um die Frage der Umsetzung didaktischer Kernforderungen wie der der Multiperspektivität sowie um den Umgang mit Definitionen, Arbeitsaufträgen und Bildquellen.

Dr. Martin Liepach

ist Gymnasiallehrer für Geschichte und Mathematik sowie Lehrbeauftragter an der Goethe-Universität und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fritz Bauer Institut im Bereich Vermittlung und Transfer. Als Mitglied der Deutsch-Israelischen Schulbuchkommission ist er Mitautor der 2015 erschienenen deutsch-israelischen Schulbuchempfehlungen.

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Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
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Sa 21
Dezember 2019
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Die Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt.
Sie ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Guide: Thomas Siurkus

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz. Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

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Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
+49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Mi 15
Januar 2020
18:15

Righteous Among the Nations

The Emergence of a Unique Commemorative Category

Lecture in English by Prof. Dr. Dan Michman

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Theodor-W.-Adorno-Platz
Hörsaalzentrum, Raum HZ 7

Almost 27.000 non-Jews have hitherto been recognized by Yad Vashem as »Righteous Among the Nations«. This category has gained high profile in Holocaust commemoration and education and an international status as a kind of Nobel prize for morality and humaneness. But how and why did this commemorative category come into being at all? What does the term mean? Who decides about the recognition? What were – and are – the problems and challenges facing the committee that has to decide about the awarding? Does this category have historical value? And to what extent is it manipulated in current politics?

Prof. Dr. Dan Michman

is professor for modern Jewish history at Bar-Ilan University in Ramat Gan and heading the Finkler Institute of Holocaust Research. Moreover he is one of the leading historians at the International Institute for Holocaust Research at the memorial Yad Vashem. In 2017 his book Adolf Hitler, the Decision-Making Process Leading to the »Final Solution of the Jewish Question« was published.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Do 16
Januar 2020
18:15

25 Jahre Fritz Bauer Institut

Zur gesellschaftlichen und politischen Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen

Podiumsdiskussion

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Theodor-W.-Adorno-Platz
PA-Gebäude (Präsidium der Administration)
Lobby (Erdgeschoss)

Im Januar 1995 wurde das Fritz Bauer Institut als Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion waren die 1990er Jahre von der Einschätzung bestimmt, dass die parlamentarischen Demokratien westlicher Prägung sich gegenüber dem Staatssozialismus der Ostblock-Staaten durchgesetzt hatten. Gleichzeitig begann eine intensive Auseinandersetzung mit dem Holocaust auch innerhalb der Zivilgesellschaft. Parallel dazu sprachen Anschläge auf Asylantenheime für eine wiedererstarkende, gewaltbereite rechtsextreme Szene. Heute befinden wir uns erneut in einer Übergangssituation. Zunehmende rechtsextreme und völkische Bewegungen und ihre Gewalt verunsichern zusätzlich. Welche Aufgaben hatte das Fritz Bauer Institut zu seiner Gründungszeit, welche sehen wir heute? Darüber wird auf der Podiumsdiskussion debattiert.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Veranstaltungsprogramm

Oktober bis Februar 2019/20
Programmheft (pdf)