Veranstaltungen & Ausstellungen

Veranstaltungsarchiv

Mi 30
Oktober 2019
18:15

Verwaltet und verwertet

Die fiskalische Verfolgung von Sinti und Roma im Nationalsozialismus

Vortrag von Dr. des. Josephine Ulbricht

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.812

Im Rahmen der Deportation von Sinti und Roma in die nationalsozialistischen Konzentrationslager griffen die Behörden auf deren Vermögenswerte zu. Die Betroffenen durften nur wenige Wäsche- und Kleidungsstücke sowie einen »Mundvorrat« an Lebensmitteln mitnehmen. Es wurden Vermögensverzeichnisse angelegt, alle auffindbaren Werte beschlagnahmt und zugunsten des Deutschen Reichs eingezogen. Die Mitarbeiter der Reichsfinanzverwaltung verwerteten das gesamte Gut durch Verkauf oder öffentliche Versteigerung. Der Vortrag widmet sich insbesondere dem Vorgehen der Behörden. Wer waren die beteiligten Akteure und Profiteure? Gab es Unterschiede oder Gemeinsamkeiten im Vergleich zur fiskalischen Verfolgung anderer Gruppen?

Dr. des. Josephine Ulbricht

ist Historikerin und Mitarbeiterin der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig. 2020 erscheint ihre Dissertation unter dem Titel Das Vermögen der »Reichsfeinde«. Staatliche Finanzverwaltung und Gegnerverfolgung im nationalsozialistischen Deutschland.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Sa 26
Oktober 2019
14:00

Mord und Folter im Wohnviertel

Das »Arbeitserziehungslager« Frankfurt-Heddernheim

Rundgang mit Dr. Petra Meyer

Treffpunkt: U-Bahn-Haltestelle Zeilweg, Bahnsteig stadtauswärts,
Frankfurt am Main (Linien U 1, U 3, U 8)
Veranstaltungsende gegen 16:00 Uhr

Das von 1942 bis 1945 in der Lehmgrube, einer ehemaligen Ziegelei, untergebrachte »Arbeitserziehungslager« der Gestapo ist heute weitgehend überbaut. Eine kleine Gedenkstätte erinnert an Folter, Hinrichtungen und Deportationen von Zwangs- und Fremdarbeitern. Der Rundgang durch das Viertel informiert über ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen.

Dr. Petra Meyer

ist Historikerin und Lehrbeauftragte an der Universität des 3. Lebensalters der Goethe-Universität. Bereits 1986 erschien von ihr die Broschüre Das Arbeitserziehungslager Heddernheim.

Teilnahme nur nach bestätigter Anmeldung.

Programmflyer mit Anmeldeformular (pdf-Datei)

Eine Veranstaltung des Fördervereins Fritz Bauer Institut e.V. im Rahmen der Reihe »Mahnmale des Holocaust – Besuche von Gedenkstätten in Frankfurt am Main und Umgebung«

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Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
verein(at)fritz-bauer-institut.de


Mi 23
Oktober 2019
18:15

Ein Mensch und zwei Leben

Erwin Stein – Hessischer Kultusminister und Bundesverfassungsrichter 1903–1992

Vortrag von apl. Prof. Dr. Anne C. Nagel

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.812

Am 7. März 1903 wurde Erwin Stein in dem Städtchen Grünberg in Oberhessen als Sohn eines Bahnmeisters geboren. Alles deutete auf ein solides Leben ohne Verwerfungen. Die politische Entwicklung in der ersten Jahrhunderthälfte zwang den Juristen, der mit einer Jüdin verheiratet war, jedoch zu größter Zurückhaltung. Die Nachricht von der bevorstehenden Deportation in den Osten trieb seine Frau Hedwig 1943 in den Tod. Nach dem Krieg begann Steins zweites Leben. In der Hoffnung, Einfluss auf die Zukunft Deutschlands nehmen zu können, stürzte er sich in die Politik und griff nachdrücklich in die Gestaltung eines demokratischen Deutschland ein.

Apl. Prof. Dr. Anne C. Nagel

lehrt an der Justus-Liebig-Universität Gießen Geschichte. Bisher liegen von ihr Veröffentlichungen zur nationalsozialistischen Bildungs- und Wissenschaftsgeschichte sowie zum Widerstand im Dritten Reich vor.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung

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Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
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Sa 19
Oktober 2019
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Die Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt.
Sie ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Guide: Thomas Siurkus

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz. Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

Kontakt

Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
+49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Mi 16
Oktober 2019
18:15

Stauffenberg

Porträt eines Attentäters

Vortrag von Thomas Karlauf

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.801

Wer war Claus von Stauffenberg? Die Figur des Obersts, der am 20. Juli 1944 die Bombe zündete, die Hitler töten sollte, blieb immer schemenhaft. Wir kennen die Ereignisse, die zu dem Anschlag führten, aber bis heute besitzen wir kein überzeugendes Bild von der Persönlichkeit des Attentäters. Die Einordnung des militärischen Widerstands fällt schwer, weil die Gruppe um Stauffenberg zu Beginn nicht zu den Oppositionellen des NS-Regimes gehört hatte. Einer der Ersten, die die Rehabilitierung Stauffenbergs betrieben, war Fritz Bauer, den politisch sicher nicht viel mit ihm verband. Die neue Stauffenberg-Biographie rekonstruiert die Ideenwelt des Attentäters, die für ihn lange Zeit vereinbar war mit Hitlers Politik. Erst im Sommer 1942 begann er umzudenken und die politische Verantwortung des Offiziers höher zu stellen als Pflicht und Gehorsam.

Thomas Karlauf

ist freier Lektor und Autor, unter anderem von Biographien zu Stefan George und Helmut Schmidt. Er war Lektor und Endredakteur des öffentlich viel beachteten, 2010 erschienenen Buches Das Amt und die Vergangenheit zur Geschichte des Auswärtigen Amts im Nationalsozialismus und in der Bundesrepublik Deutschland.

Historisches Buch des Jahres 2019

Damals – Das Magazin für Geschichte hat das 2019 im Blessing Verlag erschienene Buch von Thomas Karlauf, »Stauffenberg. Porträt eines Attentäters«, zum Historischen Buch des Jahres gekürt.
www.wissenschaft.de/damals/rezensionen/buecher-des-jahres

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Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Sa 28
September 2019
14:00

Spurensuche um die Villa Kennedy

Rundgang mit Dieter Wesp

Treffpunkt: Straßenbahn-Haltestelle Stresemannallee/Gartenstraße),
Frankfurt am Main (Linien 12, 15, 16, 17, 21)
Veranstaltungsende gegen 16:00 Uhr

Ein Stadtgang voller Entdeckungen: Im Luxushotel Villa Kennedy westlich der Stresemannallee steckt ein »arisiertes « Wohnhaus. Paul Ehrlich entdeckte im Georg Speyer-Haus das erste Medikament gegen die Syphilis, der Maler Jakob Nussbaum lebte in dem Viertel. Hanna von Rothschild stiftete das Carolinum und die Fotopioniere Schleussner bewohnten prächtige Villen. Zum Abschluss besteht die Möglichkeit zur Kaffeepause in der Villa Kennedy.

Dieter Wesp

ist Stadtführer und Stadthistoriker in Frankfurt am Main. Er hat sich mit den »Arisierungen« jüdischer Immobilien durch die Stadt Frankfurt beschäftigt.

Teilnahme nur nach bestätigter Anmeldung.

Programmflyer mit Anmeldeformular (pdf-Datei)

Eine Veranstaltung des Fördervereins Fritz Bauer Institut e.V. im Rahmen der Reihe »Mahnmale des Holocaust – Besuche von Gedenkstätten in Frankfurt am Main und Umgebung«

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Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
verein(at)fritz-bauer-institut.de


Sa 21
September 2019
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Die Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt.
Sie ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Guide: Thomas Siurkus

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz. Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

Kontakt

Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
+49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Sa 14
September 2019
14:00

»Nur die Spitze des Eisbergs«

Denkmal für Fritz Bauer vor dem Oberlandesgericht Frankfurt

Besichtigung mit Tamara Grcic und Werner Renz

Treffpunkt: Haupteingang Oberlandesgericht
Zeil 42, Frankfurt am Main
Veranstaltungsende gegen 16:00 Uhr

Wie die Spitze eines Eisbergs, ein Symbol Fritz Bauers für die Auswirkungen des Nationalsozialismus, lässt die Künstlerin Tamara Grcic einen unbearbeiteten Findling aus dem Boden ragen. Das Denkmal für Fritz Bauer vor dem Oberlandesgericht erinnert an das Wirken des hessischen Generalstaatsanwalts. Im Frankfurter Landgericht wurde 2017 das ehemalige Arbeitszimmer von Fritz Bauer zum Fritz-Bauer-Saal.

Tamara Grcic

in Wien und Frankfurt am Main lebende Künstlerin, ist Professorin für Bildhauerei an der Kunsthochschule in Mainz.

Werner Renz

war langjähriger Leiter des Archivs im Fritz Bauer Institut, Autor und Herausgeber zahlreicher Publikationen.

Teilnahme nur nach bestätigter Anmeldung.

Programmflyer mit Anmeldeformular (pdf-Datei)

Eine Veranstaltung des Fördervereins Fritz Bauer Institut e.V. im Rahmen der Reihe »Mahnmale des Holocaust – Besuche von Gedenkstätten in Frankfurt am Main und Umgebung«

Kontakt

Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
verein(at)fritz-bauer-institut.de


Sa 17
August 2019
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Die Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt.
Sie ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Guide: N.N.

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz. Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

Kontakt

Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
+49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Sa 20
Juli 2019
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Die Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt.
Sie ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Guide: Thomas Siurkus

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz. Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

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Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
+49 (0)69 798 322-40
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Veranstaltungsprogramm

Ausgaben des Programmhefts
(pdf-Datei) seit April 2018

Oktober bis Februar 2019/20
April bis Juli 2019
Oktober bis Februar 2018/19
April bis Juli 2018