Veranstaltungen & Ausstellungen

Veranstaltungsarchiv

Sa 16
Februar 2019
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Die Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt.
Sie ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Guide: Thomas Siurkus

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz. Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

Kontakt
Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Mi 13
Februar 2019
18:15

Zur Transformation des sowjetischen Gedenkortes bei Trostenez in einen gesamteuropäischen Erinnerungsort

Vortrag von Dr. Aliaksandr Dalhouski

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.802

Der Ort der Massenvernichtung Malyj Trostenez in Weißrussland, der schon zu Zeiten der Sowjetunion zum Gedenkort wurde, soll gegenwärtig in einen gesamteuropäischen Erinnerungsort umgewandelt werden. Der Vortrag schildert die mit dieser Entwicklung verbundenen Schwierigkeiten und beleuchtet an diesem Beispiel die Probleme der Historisierung sowie die Besonderheiten der sowjetischen Wahrnehmung und Gestaltung von Orten des Gedenkens an die Massenvernichtung. Er basiert auf den im Rahmen der Vorarbeiten zur Ausstellung »Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung« erzielten Forschungsergebnissen und behandelt unter anderem folgende Fragen: Wie geriet die größte Vernichtungsstätte in der Region in Vergessenheit? Wie kam es in der Sowjetzeit dazu, dass die nach Trostenez deportierten und dort ermordeten mitteleuropäischen Juden in der offiziellen Erinnerungskultur als friedliche Sowjetbürger dargestellt wurden?

Dr. Aliaksandr Dalhouski

ist Historiker, verantwortlich für den Bereich Forschungsarbeit in der Geschichtswerkstatt Minsk.

Veranstaltung im Begleitprogramm der Ausstellung
Vernichtungsort Malyj Trostenez: Geschichte und Erinnerung
26. Januar – 17. März 2019, Karmeliterkloster, Frankfurt am Main
Veranstalter: Institut für Stadtgeschichte, Fritz Bauer Institut, Pädagogisches Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums, Internationales Bildungs- und Begegnungswerk
Informationen zur Ausstellung

Kontakt
Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
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Mi 06
Februar 2019
18:15

Fritz Bauer: Kleine Schriften

Präsentation des Editionsprojekts

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
IG Farben-Haus, Raum 311

Fritz Bauer (1903–1968) war eine der bedeutendsten Persönlichkeiten im Kampf für die juristische Ahndung der NS-Verbrechen in den 1950er und 1960er Jahre in der Bundesrepublik. Von den Nationalsozialisten ins Exil getrieben, kehrte Bauer 1949 nach West-Deutschland zurück und setzte sich als Generalstaatsanwalt für die Demokratisierung des Landes ein.

Es ist eine ironische Note, dass die »Kleinen Schriften« Fritz Bauers nun in einer Edition mit mehr als 1.800 Druckseiten erschienen sind. Man sieht, wie breit gestreut das Interesse von Verlagen, Zeitungen und Zeitschriften an seinen Auffassungen war. Zudem wird deutlich, dass er fast sein ganzes Leben lang publizierte.

Nach mehr als fünf Jahren Recherche und redaktioneller Arbeit legen wir die bislang bekannten und identifizierbaren Schriften Bauers in zwei Teilbänden vor. Sie decken die Jahre 1921 bis 1969 ab und lassen die Konjunkturen seiner Auseinandersetzung mit Themen wie der Emigration, den Wirtschaftssystemen, den Kriegsverbrechen, dem Widerstand, der Strafrechtsreform, den nationalsozialistischen Gewaltverbrechen, dem Sexualstrafrecht und dem Strafvollzug erkennen.

Programm

Es sprechen
für das Fritz Bauer Institut: Prof. Dr. Sybille Steinbacher
die Herausgeberin und der Herausgeber: Dr. Lena Foljanty und Dr. David Johst
für die Gerda Henkel Stiftung: Dr. Sybille Wüstemann

Vortrag von Oberstaatsanwalt a.D. Günther Feld:
»NSG-Verfahren in den 1980er/1990er Jahren – vertane Chancen!«

Mit Audio- und Videoaufnahmen von Fritz Bauer sowie einer Lesung aus seinen Texten durch Christoph Pütthoff (Schauspiel Frankfurt).

Anschließend Empfang

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Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
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Mi 30
Januar 2019
18:15

Umgang in der Demokratie mit der völkischen Rechten

Vortrag von Prof. Dr. Samuel Salzborn

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
IG Farben-Haus, Raum 311

Die völkische Rebellion der antidemokratischen Rechten war erfolgreich, wobei dieser Erfolg auf neurechte Medien- und Öffentlichkeitsstrategien zurückgeht, die denen der sogenannten Konservativen Revolution und deren Kampf gegen die Weimarer Demokratie entlehnt sind. Zu lange und zu oft wurde bisher ignoriert, dass es solche Strategien gibt, die – würde man sich mit ihnen befassen – leicht zu konterkarieren wären. Statt den Fokus hierauf zu richten, werden ganz im Gegenteil stets dieselben Fehler im Umgang mit der völkischen Rechten wiederholt, was ihnen weiter in die Hände spielt. Der Vortrag benennt wesentliche rechte Strategien und zeigt, welche Fehler im demokratischen Umgang mit ihnen gemacht werden.

Prof. Dr. Samuel Salzborn
ist zurzeit Gastprofessor für Antisemitismusforschung am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin.

Eine Kooperation mit dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

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Mo 28
Januar 2019
12:00

Vorlesung zum Holocaust-Gedenktag:

Der Todesmarsch an die Bernsteinküste.
Die Geschehnisse von Palmnicken im Januar 1945

Vortrag von Prof. Dr. Sybille Steinbacher

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Theodor-W.-Adorno-Platz 1
Gebäude Präsidium und Administration, Lobby

Veranstaltung zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Begrüßung

Prof. Dr. Birgitta Wolff
Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt

Etwa zur selben Zeit, als die Rote Armee am 27. Januar 1945 Auschwitz befreite, trieb in Ostpreußen ein SS-Mordkommando Tausende Menschen, fast ausschließlich jüdische Frauen, an die Bernsteinküste bei Palmnicken. Eines der größten Massaker in der Zeit der Todesmärsche begann: Die Frauen wurden ins Meer gescheucht, erschossen und erschlagen. Was in Palmnicken geschah, ist bis heute wenig bekannt. Im Vortrag wird beleuchtet, was sich über die deutsche Zivilbevölkerung und die lokalen Amtsträger in der Zeit der Todesmärsche sagen lässt. Die Palette der Verhaltensweisen war breit: Mitleid und Hilfe, aber auch Feindseligkeit, Abscheu und Angst wurde den Frauen in Palmnicken entgegengebracht. Das Geschehen zeigt: Mit der Befreiung von Auschwitz endete der Massenmord nicht.

Im Anschluss an den Vortrag Umtrunk und Imbiss.

Prof. Dr. Sybille Steinbacher

ist Professorin für die Geschichte und Wirkung des Holocaust an der Goethe-Universität und Direktorin des Fritz Bauer Instituts.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Präsidium der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

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Fritz Bauer Institut
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So 27
Januar 2019
19:00

Viktors Kopf

Vom Umgang mit einem NS-Unrechtsurteil, 2016

Filmvorführung mit Carmen Eckhardt

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Bockenheim
Pupille – Kino in der Uni
Studierendenhaus
Mertonstr. 26–28

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Die Filmemacherin Carmen Eckhardt begann siebzig Jahre nach der Ermordung ihres Urgroßvaters mit der Spurensuche: Georg Viktor Kunz, geboren 1884 als unehelicher Sohn des Barons Georg von Oertzen, engagierte sich erst in der Sozialistischen Arbeiterjugend, dann beim Spartakusaufstand 1919 in Berlin und avancierte zum Minister in der Rheinischen Republik Autonome Pfalz. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten suchte ihn die Gestapo. Im Jahr 1943 wurde er von Roland Freisler, Präsident des Volksgerichtshofs, zum Tode verurteilt und für »immer ehrlos« erklärt. In Stuttgart wurde das Urteil mit dem Fallbeil vollstreckt. Seine Urenkelin kämpfte darum, Kunz zu rehabilitieren. Aber das 1998 vom Bundestag verabschiedete NS-Aufhebungsgesetz hebt NS-Urteile pauschal auf und macht die juristische Würdigung von Einzelschicksalen unmöglich.

Carmen Eckhardt
ist Produzentin und Regisseurin von SeeMoreFilm. Sie lebt in Köln.

Eine Kooperation mit Pupille e.V. – Kino in der Uni und dem AStA der Goethe-Universität Frankfurt am Main

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So 27
Januar 2019
16:00

Klänge des Verschweigens

Ein detektivischer Musikfilm über Wilhelm Heckmann, 2012

Filmvorführung mit Dr. Klaus Stanjek

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Bockenheim, Pupille – Kino in der Uni
Studierendenhaus, Mertonstr. 26–28

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Wilhelm Heckmann war Konzertsänger und Pianist mit einem breiten Repertoire an Arien, Chansons und romantischen Liedern. Von 1923 bis in die 1960er Jahre trat er in Deutschland und in der Schweiz auf. Auch während der NS-Zeit wurde seine Musik geschätzt. Seine bisexuelle Orientierung wurde ihm jedoch zum Verhängnis. 1937 wurde er ins KZ Dachau deportiert, später ins KZ Mauthausen. Trotz der extrem harten Umstände durch langjährige Arbeit im Steinbruch und Bunkerhaft überlebte er bis zur Befreiung. Als Mitglied des Gefangenenorchesters wurde er als Funktionshäftling behandelt und später zu leichteren Aufgaben herangezogen. Seine Familie hat den Grund für seine Haft nie thematisiert, bis nach seinem Tod sein Neffe, Klaus Stanjek, auf seine Geschichte stieß. 

Dr. Klaus Stanjek
i
st Dokumentarfilmregisseur und Hochschullehrer. Er lebt in Babelsberg bei Berlin.

Eine Kooperation mit Pupille e.V. – Kino in der Uni und dem AStA der Goethe-Universität Frankfurt am Main

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So 27
Januar 2019
11:00

Die IG Farben und das Konzentrationslager Buna-Monowitz.

Wirtschaft und Politik im Nationalsozialismus
Vortrag von Prof. Dr. Sybille Steinbacher:
Auschwitz. Eine Stadt und ihr Lager

Eröffnung der Wanderausstellung

Museum für Kunst und Kulturgeschichte
Hansastr. 3, 44137 Dortmund

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Prof. Dr. Sybille Steinbacher
ist Direktorin des Fritz Bauer Instituts und Inhaberin des Lehrstuhls für die Erforschung der Geschichte und Wirkung des Holocaust an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Ausstellungszeitraum
Sonntag, 27. Januar bis Sonntag, 7. April 2019
Museum für Kunst und Kulturgeschichte
Hansastr. 3, 44137 Dortmund

Öffnungszeiten
Di., Mi., Fr. und So.: 10:00–17:00 Uhr
Do.: 10:00–20:00 Uhr, Sa.: 12:00–17:00 Uhr
Der Eintritt für die Ausstellung ist frei.
Für die öffentlichen Führungen ist eine Gebühr von 3 Euro pro Person fällig.

Informationen zur Ausstellung
Museum für Kunst und Kulturgeschichte
Tel.: +49(0)231 502602-8
info.mkk(at)stadtdo.de
www.mkk.dortmund.de
Nordstadtblogger – Nachrichten aus Dortmund

Die IG Farben-Ausstellung des Fritz Bauer Instituts

Anmeldung für Schulkassen und Gruppen
Mahn- und Gedenkstätte Steinwache
Tel. +49(0)231 502500-2
Di. bis So. 10:00–17:00 Uhr

Der Chemiekonzern IG Farben ließ ab 1941 in unmittelbarer Nähe zum Konzentrationslager Auschwitz eine chemische Fabrik zur Produktion von Buna errichten, einem für die Kriegswirtschaft wichtigen synthetischen Kautschuk. Neben deutschen Fachkräften setzte das Unternehmen auf der riesigen Baustelle tausende von Häftlingen aus dem KZ Auschwitz, außerdem Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aus ganz Europa ein. Mit der SS arbeiteten die IG-Farben-Manager eng zusammen. Für die ständig steigende Zahl von KZ-Häftlingen errichteten sie 1942 gemeinsam mit der SS das firmeneigene Konzentrationslager Buna-Monowitz. Tausende Häftlinge kamen durch die unmenschlichen Arbeitsbedingungen auf der Baustelle zu Tode oder wurden in den Gaskammern in Auschwitz-Birkenau ermordet, sobald sie nicht mehr arbeitsfähig waren. Im Durchschnitt lebte nur noch etwa drei Monate lang, wer zur Zwangsarbeit nach Buna-Monowitz abkommandiert worden war.

Die Ausstellung zeichnet Entstehung, Alltag und Auflösung des KZ Buna-Monowitz nach. Historische Fotografien, die anlässlich eines Besuches von Heinrich Himmler, dem Reichsführer SS, am 17. und 18. Juli 1942 gemacht wurden, dokumentieren die Perspektive von SS und IG Farben. Sie werden kontrastiert mit autobiographischen Texten von überlebenden Häftlingen, darunter Primo Levi, Jean Améry und Elie Wiesel, sowie Aussagen von Überlebene in den Nachkriegsprozessen. Informationen zu den Gerichtsverfahren und den Bemühungen der Überlebenden um Entschädigung nach 1945 ergänzen die Ausstellung, die als Wanderausstellung konzipiert ist und zum Verleih zur Verfügung steht.

Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts
Die Präsentation der Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt des Museums für Kunst und Kulturgeschichte, Dortmund sowie der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache in Verbindung mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Ausstellung und Begleitprogramm werden gefördert von Borussia Dortmund und Evonik.

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Fr 25
Januar 2019
17:00

Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung

Ausstellungseröffnung mit einem Vortrag von Dr. Petra Rentrop-Koch

Institut für Stadtgeschichte
Münzgasse 9, Frankfurt am Main

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

25 Jahre nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Belarus und Deutschland erarbeitete das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund gemeinsam mit seiner Partnerorganisation in Minsk und der Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft« eine Ausstellung, in der die zwischen 1942 und 1943 von den Deutschen begangenen Gewaltverbrechen in Malyj Trostenez dokumentiert werden. Die Wanderausstellung wurde nach ihrer Premiere in Minsk in vielen deutschen Städten gezeigt, aus denen Juden nach Minsk deportiert worden waren. Auch aus Frankfurt gab es Transporte nach Minsk. Ein kleiner lokaler Schwerpunkt geht auf einige Opfer aus Frankfurt ein.

Die Ausstellung ist vom 26. Januar bis zum 17. März 2019 im Institut für Stadtgeschichte, Frankfurt am Main zu sehen.

Vortrag von Dr. Petra Rentrop-Koch:
Malyj Trostenez – Ein Landgut als Vernichtungsstätte (1942–1944)

Malyj Trostenez
bei Minsk in Weißrussland war während der deutschen Besatzung ein Schauplatz nationalsozialistischer Massenverbrechen. Im Wald nahe der zum Arbeitslager umfunktionierten örtlichen Kolchose wurden Zehntausende von Menschen erschossen oder in Gaswagen erstickt. Juden aus dem »Großdeutschen Reich« sowie aus Minsk und Umgebung waren die Hauptopfergruppe. Während des Partisanenkriegs wurden dort auch nichtjüdische Einheimische ermordet. Die Gesamtopferzahl wird heute auf mindestens 60.000 Menschen geschätzt. Der Vortrag skizziert die Geschichte von Malyj Trostenez und verortet sie im Kontext des Holocaust und des Vernichtungskriegs gegen die Sowjetunion. Außerdem widmet er sich den unterschiedlichen Opfergruppen und ihren Überlebenschancen.

Dr. Petra Rentrop-Koch
hat ihre Dissertation zum Thema verfasst und ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsverbund SED-Staat an der Freien Universität Berlin.

Eine Kooperation mit dem Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main, dem Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund und der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung

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Fr 25
Januar 2019
9:00

Die Deutschen und die NS-Vergangenheit seit 1945

Verweigerung, Engagement und Ermüdung im »Erinnerungsdienst«

Masterclass mit Prof. Dr. Norbert Frei:

Freitag, 25. Januar 2019, 9:00 Uhr
Veranstaltungsende: 13:00 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main,
Campus Westend, Max-Horkheimer-Str. 4,
Seminarhaus, Raum SH 5.107

Voraussetzung für die Teilnahme an der Masterclass ist die Lektüre zweier kurzer, noch unveröffentlichter Essays von Norbert Frei, die zusammengenommen eine knappe, vor allem diskursgeschichtlich angelegte Chronik des Umgangs der Deutschen mit der NS-Vergangenheit seit 1945 bilden.

Teilnahme nur auf Einladung.

Prof. Dr. Norbert Frei
ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Leiter des Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts. Gegenwärtig ist er Fellow des Exzellenzclusters Normative Orders am Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität Franfurt am Main

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Exzellenzcluster Normative Orders an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

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