Veranstaltungen & Ausstellungen

Veranstaltungsarchiv

Mi 17
April 2019
18:15

Mörderische Zwangsarbeit.

Das KZ-Außenlager Katzbach bei den Adlerwerken in Frankfurt am Main

Vortrag von Dr. Andrea Rudorff

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
IG Farben-Haus, Raum 311

Grußworte:

Stadträtin Elke Sautner in Vertretung von Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig
Prof. Dr. Sybille Steinbacher für das Fritz Bauer Institut

In zahlreichen deutschen Rüstungsunternehmen waren im letzten Kriegsjahr KZ-Häftlinge zur Zwangsarbeit eingesetzt – so auch in den Frankfurter Adlerwerken. Bis heute ist vielen Frankfurterinnen und Frankfurtern unbekannt, dass sich mitten in der Stadt ein Konzentrationslager befand. 1944 wurde auf dem Gelände der Adlerwerke das Außenlager »Katzbach« eingerichtet. Die meisten Gefangenen stammten aus Polen, viele von ihnen waren am Warschauer Aufstand beteiligt. In den Adlerwerken mussten sie unter grauenvollen Bedingungen Zwangsarbeit für die deutsche Rüstungsindustrie leisten. Nur selten war die Sterblichkeit von Zwangsarbeitern so hoch wie hier: Über ein Drittel der nach Frankfurt verschleppten Menschen starb binnen weniger Wochen und Monate aufgrund von Unterernährung, katastrophalen Lebensbedingungen und Gewalt.

Die Stadt Frankfurt vergab 2018 einen Forschungsauftrag an das Fritz Bauer Institut, um die wissenschaftliche Grundlage für eine Gedenkstätte zu schaffen, die an das Schicksal der Gefangenen des Konzentrationslagers erinnert. Zum Semesterauftakt präsentiert die mit der Studie betraute Historikerin Dr. Andrea Rudorff ihre Forschungsergebnisse im Rahmen eines Vortrags.

Im Anschluss an den Vortrag findet ein Empfang statt.

Dr. Andrea Rudorff

ist wissenschaftliche Projektmitarbeiterin am Fritz Bauer Institut.
 
Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Kulturdezernat der Stadt Frankfurt am Main

Kontakt

Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Mo 08 - Di 09
April 2019

Juridical Testimonies after 1945 –

Expectations, Contexts and Comparisons

Workshop

Simon Dubnow-Institut
Goldschmidtstr. 28
04103 Leipzig

Workshop des Leibniz-Instituts für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow in Kooperation mit dem Fritz Bauer Institut

Das Bezeugen des Holocaust und die Strafverfolgung der Täter waren nach 1945 eng miteinander verbunden. Viele Überlebende, die Zeugnis ablegten, taten das ganz selbstverständlich auch im Hinblick auf eine Verfolgung der Täter. Das Beklagen der Toten und die Anklage der Verbrechen gingen ineinander über, ebenso das Verlangen nach Gerechtigkeit, Wahrheit und gelegentlich nach Rache.
Später fielen die Sphären der Strafverfolgung und der Zeugenschaft des Holocaust zunehmend auseinander. Die juristische Zeugenschaft der Überlebenden wurde eine kontroverse Angelegenheit, gekennzeichnet von widersprüchlichen Erwartungen und Anforderungen. Bundesdeutsche Strafjuristen und ein Teil der Öffentlichkeit bestanden mit Verweis auf rechtstaatliche Grundsätze darauf, die Prozesse gegen die (Mit-)Täter des staatlich organisierten Massenmords als ganz normale Strafprozesse zu führen. Aus dieser Perspektive waren die Überlebenden mit ihren tiefen Verletzungen zweifelhafte Zeugen, zu voreingenommen und emotional. Die Glaubwürdigkeit der Zeugen wurde nicht zuletzt daran bemessen, ob sich bei ihnen Zeichen von Hass oder Rachegefühlen zeigten.
Die ehemaligen KZ-Häftlinge und Holocaust-Überlebenden nutzten die Prozesse weiterhin, um in den Formen, die ihnen das Strafrecht zubilligte, öffentlich ihr Wissen über die Verbrechen kundzutun. Ihre Motive und Anliegen waren vielfältig; ihre Möglichkeiten, sich vor Gericht verständlich zu machen, variierten. Die juristische Zeugenschaft des Holocaust war ein transnationales Phänomen; die Herkunft aus verschiedenen, nicht selten wechselnden Erinnerungsgemeinschaften und die Sprachen, die im Zeugenstand gesprochen wurden, bestimmten den Gehalt und die Rezeption der Aussagen wesentlich mit. Der Workshop wird aus der Perspektive unterschiedlicher Disziplinen und mit Blick auf verschiedene Zeiträume und Länder die juristische Zeugenschaft der Holocaust-Überlebenden diskutieren.

Programm (pdf-Datei)

Anmeldung bis 29. März 2019

Kontakt

Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow
Dagi Knellessen / Katharina Stengel
Goldschmidtstr. 28
04103 Leipzig
+49 (0)341 21735-755
antwort(at)dubnow.de
http://www.dubnow.de


Mi 27
März 2019
17:30

Feierstunde aus Anlass der Neubenennung des Trude Simonsohn und Irmgard Heydorn-Saals

Mit einem Vortrag von Dr. Markus Roth

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.811

Vortrag von Dr. Markus Roth:

Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus.
Zur Würdigung von Trude Simonsohn und Irmgard Heydorn

Trude Simonsohn ist Überlebende des Holocaust und für die Goethe-Universität eine wichtige Zeitzeugin für das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. Irmgard Heydorn war NS-Widerstandskämpferin. Sie setzte sich Zeit ihres Lebens gegen das Vergessen der Verbrechen der Nationalsozialisten ein. Beide verband eine lebenslange Freundschaft.

Nach der feierlichen Enthüllung des Raumschildes wird der Historiker Dr. Markus Roth (Arbeitsstelle Holocaustliteratur, Justus-Liebig-Universität Gießen) einen Vortrag zur Würdigung von Trude Simonsohn und Irmgard Heydorn halten.

Eine Kooperation des Präsidiums der Goethe-Universität Frankfurt am Main mit dem Fritz Bauer Institut.

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Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Sa 23
März 2019
13:00

Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

Mitgliederversammlung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1
IG-Farben Haus, Raum 311

Veranstalter
Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

Der Vorstand des Fördervereins des Fritz Bauer Instituts lädt alle seine Mitglieder ein zur ordentlichen Mitgliederversammlung (gemäß § 7 der Satzung). Im Rahmen der Mitgliederversammlung wird der Vorstand neu gewählt.

Mit freundlichen Grüßen
Jutta Ebeling
(für den Vorstand)

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Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
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Do 21 - Fr 22
März 2019

Frankfurt und der Nationalsozialismus

Tagung

Historisches Museum Frankfurt
Saalhof 1, Sonnemannsaal

Eine Tagung des Historischen Museum Frankfurt in Kooperation mit dem Fritz Bauer Institut und der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung sowie der Bildungsstätte Anne Frank, dem Historischen Seminar der Goethe-Universität, dem Institut für Stadtgeschichte und dem Jüdischen Museum Frankfurt

Im Jahr 2020 jährt sich das Ende der nationalsozialistischen Herrschaft zum 75. Mal. Das Historische Museum Frankfurt wird in diesem Jahr die erste umfassende Ausstellung über die Zeit des Nationalsozialismus in Frankfurt eröffnen. Es überrascht, wie schnell und gründlich sich das zuvor so liberale und weltoffene Frankfurt unter seinem NS-Oberbürgermeister Friedrich Krebs der NS-Ideologie angeschlossen hat. Die Ausstellung will das lange gehegte Bild der Stadt als »widerständig« hinterfragen und die Beteiligung der Bevölkerung Frankfurts, ihrer Verwaltung, Universität und Wirtschaft am nationalsozialistischen System verdeutlichen.
Die Tagung bringt zur Vorbereitung der Ausstellung Wissenschaftler/innen und Praktiker/innen zusammen, die aktuelle Forschungsprojekte zu Frankfurt im Nationalsozialismus vorstellen und davon berichten, wie man andernorts mit den Herausforderungen umgeht, vor denen heute die Erinnerung an diese Epoche der deutschen Geschichte steht. Die Erwartungen der Frankfurter Stadtgesellschaft an eine solche Ausstellung sollen gleichermaßen Berücksichtigung finden. Deshalb sind alle Interessierte und Akteur/innen, die sich mit diesem Thema befassen, eingeladen.

Donnerstag, 21. März 2019

Erwartungen

10.00 Uhr
Begrüßung: Dr. Jan Gerchow (Historisches Museum Frankfurt)
Grußwort: Dr. Ina Hartwig (Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt am Main)
Grußwort: N.N. (Hessische Landeszentrale für politische Bildung Wiesbaden)

10.30 Uhr    
Key Note: Von der Heimat ohne NS zum NS ohne Heimat. Der Nationalsozialismus und die lokale Geschichtskultur nach 1945
Prof. Dr. Habbo Knoch (Universität Köln)

11.00 Uhr    
Ideensammlung mit dem Publikum: Was erwarten wir von einer Frankfurter NS-Ausstellung?

12.30 Uhr  
Mittagspause

Stand der Forschung zu Frankfurt, laufende Projekte und Desiderata

13.30 Uhr    
Stand der Forschung
Prof. Dr. Christoph Cornelißen (Historisches Seminar, Goethe-Universität Frankfurt)

14.00 Uhr    
Aktuelle Projekte des Fritz Bauer Instituts
Prof. Dr. Sybille Steinbacher (Fritz Bauer Institut, Frankfurt)

14.30 Uhr    
Die Frankfurter Universität im Nationalsozialismus
Prof. Dr. Moritz Epple (Historisches Seminar, Goethe-Universität Frankfurt)

15.00 Uhr    
Gemeinsame Diskussion und Kaffeepause

15.45 Uhr    
Die Webseite »Frankfurt1933–1945«
Dr. Thomas Bauer (Institut für Stadtgeschichte, Frankfurt)

16.15 Uhr    
Das neue Konzept des Jüdischen Museums Frankfurt
Dr. Mirjam Wenzel (Jüdisches Museum Frankfurt)

16.45 Uhr    
Vergangenheit und Zukunft der Gedenkpädagogik in Frankfurt
Gottfried Kößler (Pädagogisches Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt)

17.15 Uhr  
Gemeinsame Diskussion

Öffentlicher Abendvortrag

18.30 Uhr
Historisches Wissen und das Fortleben postnazistischer Bilderwelten in der Popkultur
Dr. Jelena Jazo (Frankfurt)

Freitag, 22. März 2019

Methoden: Wie den Nationalsozialismus ausstellen und vermitteln? Erfahrungen andernorts

9.30 Uhr    
Partizipative Ansätze in Ausstellungsprojekten: Das denk.mal Hannoverscher Bahnhof in Hamburg
Dr. Oliver von Wrochem (KZ-Gedenkstätte Neuengamme)

10.00 Uhr    
Der Nationalsozialismus in der geplanten Dauerausstellung des Deutschen Historischen Museums
Fritz Backhaus (Deutsches Historisches Museum, Berlin)

10.20 Uhr    
Emotionen und Diskurs. Erfahrungen im Umgang mit NS-Objekten
Dr. Sylvia Necker (Nottingham/Frankfurt)

10.40 Uhr    
Kaffeepause

11.00 Uhr    
Vielfältige Ansätze. Von der Erforschung zur Darstellung von Akteurinnen und Akteuren
PD Dr. Jan Erik Schulte (Gedenkstätte Hadamar)

11.20 Uhr    
Medial und interaktiv. geplante NS-Dokumentationszentrum in Mannheim
Andreas Mix (MARCHIVUM, Mannheim)

11.40 Uhr    
Digitale Medien in der historisch-politischen Bildung
Dr. Meron Mendel (Bildungsstätte Anne Frank, Frankfurt)

12.00 Uhr    
Design für Alle. Die neue Dauerausstellung in der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz
Dr. Elke Gryglewski (Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, Berlin)

12.20 Uhr    
Gemeinsame Diskussion

13.00 Uhr  
Mittagspause

Resümee

14.00 Uhr    
Welche Anstöße kann eine Ausstellung der Stadtgesellschaft geben?
Dr. Hanno Loewy (Jüdisches Museum Hohenems)

14.30 Uhr  
Zusammenfassung des gesammelten Inputs

15.00 Uhr    
Ende der Veranstaltung

An beiden Tagen ganztägig:
Poster-Präsentationen von Initiativen zur Frankfurter NS-Geschichte

Teilnahmegebühr: € 20,– / ermäßigt € 10,–
Vor Ort an der Museumskasse zu bezahlen.

Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht!

Tagungsflyer (pdf-Datei)

Kontakt
Historisches Museum Frankfurt
Saalhof 1
60311 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 212-35599
info(at)historisches-museum-frankfurt.de  
www.historisches-museum-frankfurt.de  

 


Sa 16
März 2019
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Die Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt.
Sie ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Guide: Thomas Siurkus

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz. Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

Kontakt
Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Mo 25
Februar 2019
19:30

Zur rechten Zeit. Wider die Rückkehr des Nationalismus

Buchvorstellung mit Prof. Dr. Norbert Frei, Dr. Franka Maubach, PD Dr. Christina Morina und Dr. Maik Tändler

Deutsche Nationalbibliothek
Adickesallee 1
60322 Frankfurt am Main

Moderation

Caroline Rebecca Schmidt, Geschäftsführerin des Exzellenzclusters »Die Herausbildung normativer Ordnungen«

Begrüßung

Prof. Dr. Sybille Steinbacher, Direktorin des Fritz Bauer Instituts
Prof. Dr. Klaus Günther, Co-Sprecher des Exzellenzclusters

Die Sehnsucht nach einer »konservativen Revolution« zieht sich durch die gesamte deutsche Nachkriegsgeschichte. Immer wieder forderten Nationalkonservative und Rechtsradikale die liberale Demokratie heraus. Doch seit der »Flüchtlingskrise« hat sich die Sprengkraft ihrer Argumente enorm verstärkt: Viele Positionen von AfD, Pegida und der Neuen Rechten sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen und das Verlangen nach einer heilen Geschichte heizt die Stimmung weiter an. Sind das noch die Deutschen, die glaubten, ihre Vergangenheit mustergültig »bewältigt« zu haben? Präzise führen die Autoren vor Augen, was derzeit auf dem Spiel steht – und wie es dazu gekommen ist.

Prof. Dr. Norbert Frei

forscht derzeit als Fellow des Exzellenzclusters am Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität in Bad Homburg. Er ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Leiter des Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Dr. Franka Maubach

ist Historikerin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und schreibt derzeit an einer Arbeit über die Deutung des »deutschen Sonderwegs«.

PD Dr. Christina Morina

lehrt Neuere und Neueste Geschichte Deutschlands in Europa an der Universität Amsterdam.

Dr. Maik Tändler

ist Historiker an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und forscht zur Geschichte der intellektuellen Rechten in Deutschland.

Norbert Frei, Franka Maubach, Christina Morina, Maik Tändler
Zur rechten Zeit. Wider die Rückkehr des Nationalismus
Berlin: Ullstein, 2019, Hardcover, 256 S., € 16,00
ISBN-13 9783550200151 (erscheint am 22. Februar 2019)

Eine gemeinsame Veranstaltung des Fritz Bauer Instituts und des Exzellenzclusters »Die Herausbildung normativer Ordnungen« an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, der Ullstein Buchverlage, der Karl-Marx-Buchhandlung und der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.
Anmeldung erbeten unter: www.dnb.de/veranstaltungfrankfurt

Kontakt

Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Sa 16
Februar 2019
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Die Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt.
Sie ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Guide: Thomas Siurkus

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz. Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

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Mi 13
Februar 2019
18:15

Zur Transformation des sowjetischen Gedenkortes bei Trostenez in einen gesamteuropäischen Erinnerungsort

Vortrag von Dr. Aliaksandr Dalhouski

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.802

Der Ort der Massenvernichtung Malyj Trostenez in Weißrussland, der schon zu Zeiten der Sowjetunion zum Gedenkort wurde, soll gegenwärtig in einen gesamteuropäischen Erinnerungsort umgewandelt werden. Der Vortrag schildert die mit dieser Entwicklung verbundenen Schwierigkeiten und beleuchtet an diesem Beispiel die Probleme der Historisierung sowie die Besonderheiten der sowjetischen Wahrnehmung und Gestaltung von Orten des Gedenkens an die Massenvernichtung. Er basiert auf den im Rahmen der Vorarbeiten zur Ausstellung »Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung« erzielten Forschungsergebnissen und behandelt unter anderem folgende Fragen: Wie geriet die größte Vernichtungsstätte in der Region in Vergessenheit? Wie kam es in der Sowjetzeit dazu, dass die nach Trostenez deportierten und dort ermordeten mitteleuropäischen Juden in der offiziellen Erinnerungskultur als friedliche Sowjetbürger dargestellt wurden?

Dr. Aliaksandr Dalhouski

ist Historiker, verantwortlich für den Bereich Forschungsarbeit in der Geschichtswerkstatt Minsk.

Veranstaltung im Begleitprogramm der Ausstellung
Vernichtungsort Malyj Trostenez: Geschichte und Erinnerung
26. Januar – 17. März 2019, Karmeliterkloster, Frankfurt am Main
Veranstalter: Institut für Stadtgeschichte, Fritz Bauer Institut, Pädagogisches Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums, Internationales Bildungs- und Begegnungswerk
Informationen zur Ausstellung

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Fritz Bauer Institut
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Mi 06
Februar 2019
18:15

Fritz Bauer: Kleine Schriften

Präsentation des Editionsprojekts

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
IG Farben-Haus, Raum 311

Fritz Bauer (1903–1968) war eine der bedeutendsten Persönlichkeiten im Kampf für die juristische Ahndung der NS-Verbrechen in den 1950er und 1960er Jahre in der Bundesrepublik. Von den Nationalsozialisten ins Exil getrieben, kehrte Bauer 1949 nach West-Deutschland zurück und setzte sich als Generalstaatsanwalt für die Demokratisierung des Landes ein.

Es ist eine ironische Note, dass die »Kleinen Schriften« Fritz Bauers nun in einer Edition mit mehr als 1.800 Druckseiten erschienen sind. Man sieht, wie breit gestreut das Interesse von Verlagen, Zeitungen und Zeitschriften an seinen Auffassungen war. Zudem wird deutlich, dass er fast sein ganzes Leben lang publizierte.

Nach mehr als fünf Jahren Recherche und redaktioneller Arbeit legen wir die bislang bekannten und identifizierbaren Schriften Bauers in zwei Teilbänden vor. Sie decken die Jahre 1921 bis 1969 ab und lassen die Konjunkturen seiner Auseinandersetzung mit Themen wie der Emigration, den Wirtschaftssystemen, den Kriegsverbrechen, dem Widerstand, der Strafrechtsreform, den nationalsozialistischen Gewaltverbrechen, dem Sexualstrafrecht und dem Strafvollzug erkennen.

Programm

Es sprechen
für das Fritz Bauer Institut: Prof. Dr. Sybille Steinbacher
die Herausgeberin und der Herausgeber: Dr. Lena Foljanty und Dr. David Johst
für die Gerda Henkel Stiftung: Dr. Sybille Wüstemann

Vortrag von Oberstaatsanwalt a.D. Günther Feld:
»NSG-Verfahren in den 1980er/1990er Jahren – vertane Chancen!«

Mit Audio- und Videoaufnahmen von Fritz Bauer sowie einer Lesung aus seinen Texten durch Christoph Pütthoff (Schauspiel Frankfurt).

Anschließend Empfang

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