Veranstaltungen & Ausstellungen

Mittwoch, 13. Februar 2019 - 18:15 Uhr

Zur Transformation des sowjetischen Gedenkortes bei Trostenez in einen gesamteuropäischen Erinnerungsort

Vortrag von Dr. Aliaksandr Dalhouski

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.802

Der Ort der Massenvernichtung Malyj Trostenez in Weißrussland, der schon zu Zeiten der Sowjetunion zum Gedenkort wurde, soll gegenwärtig in einen gesamteuropäischen Erinnerungsort umgewandelt werden. Der Vortrag schildert die mit dieser Entwicklung verbundenen Schwierigkeiten und beleuchtet an diesem Beispiel die Probleme der Historisierung sowie die Besonderheiten der sowjetischen Wahrnehmung und Gestaltung von Orten des Gedenkens an die Massenvernichtung. Er basiert auf den im Rahmen der Vorarbeiten zur Ausstellung »Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung« erzielten Forschungsergebnissen und behandelt unter anderem folgende Fragen: Wie geriet die größte Vernichtungsstätte in der Region in Vergessenheit? Wie kam es in der Sowjetzeit dazu, dass die nach Trostenez deportierten und dort ermordeten mitteleuropäischen Juden in der offiziellen Erinnerungskultur als friedliche Sowjetbürger dargestellt wurden?

Dr. Aliaksandr Dalhouski

ist Historiker, verantwortlich für den Bereich Forschungsarbeit in der Geschichtswerkstatt Minsk.

Veranstaltung im Begleitprogramm der Ausstellung
Vernichtungsort Malyj Trostenez: Geschichte und Erinnerung
26. Januar – 17. März 2019, Karmeliterkloster, Frankfurt am Main
Veranstalter: Institut für Stadtgeschichte, Fritz Bauer Institut, Pädagogisches Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums, Internationales Bildungs- und Begegnungswerk
Informationen zur Ausstellung

Kontakt
Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


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