Fritz Bauer Institut

Veranstaltungen

Kalender des Fritz Bauer Instituts

Veranstaltungen Mai 2018

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Öffentliche Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Sybille Steinbacher,
Professorin für Geschichte und Wirkung des Holocaust:
»In ganz Europa wird die Judenfrage Schritt für Schritt, aber beharrlich geregelt. In Griechenland ist diesbezüglich noch nichts Entscheidendes geschehen.«
Zur Dimension des Massenmords an den europäischen Juden im Zweiten Weltkrieg

Mittwoch, 02. Mai 2018, 12:15 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend,
Norbert-Wollheim-Platz 1, Casino-Gebäude, Raum 1.801
Prof. Dr. Sybille Steinbacher hat 2017 die Leitung des Fritz Bauer Instituts übernommen und ist Inhaberin des neu geschaffenen Lehrstuhls zur Erforschung der Geschichte und Wirkung des Holocaust am Historischen Seminar der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Sybille Steinbacher studierte in München Neuere und Neueste Geschichte, Mittelalterliche Geschichte und Politikwissenschaft. Sie wurde an der Ruhr-Universität Bochum promoviert und habilitierte sich an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Sie war Stipendiatin am Institut für Zeitgeschichte München und am Deutschen Historischen Institut in Warschau. Sie arbeitete am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte von Prof. Dr. Norbert Frei an der Ruhr-Universität Bochum und später an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Für die Unabhängige Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Hauses Bertelsmann im Dritten Reich war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. Als Lynen-Stipendiatin der Alexander von Humboldt-Stiftung ging sie für ein Jahr an die Harvard University. Im Sommersemester 2010 hatte sie die Gastprofessur des Fritz Bauer Instituts zur interdisziplinären Holocaustforschung an der Goethe-Universität inne. Auf Einladung des United States Holocaust Memorial Museum in Washington D.C. war sie 2012/13 Ina Levine Invitational Scholar am dortigen Mandel Center for Advanced Holocaust Studies. Von 2010 bis 2017 war sie Universitätsprofessorin für Zeitgeschichte/Vergleichende Diktatur-, Gewalt- und Genozidforschung an der Universität Wien.

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Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
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Buch- und Projektvorstellung:
AntiAnti – Museum Goes School
Mit Prof. Dr. Benno Hafeneger, Marburg, Dr. Türkân Kanbıçak
und Dr. Mirjam Wenzel, beide Frankfurt am Main

Mittwoch, 02. Mai 2018, 18:15 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend,
Norbert-Wollheim-Platz 1, Casino-Gebäude, Raum 1.812
»AntiAnti – Museum Goes School« ist ein kulturelles Bildungsprogramm des Jüdischen Museums Frankfurt zur antisemitismuskritischen Extremismusprävention an berufsbildenden Schulen. Es ist dank der Förderung von Vonovia langfristig angelegt. Benno Hafeneger wird das Projekt bildungspolitisch kontextualisieren, einen praktischen Einblick in die konkrete Bildungsarbeit gibt die Projektleiterin Türkân Kanbıçak. Das Gespräch widmet sich unter anderem der Erziehung zur Selbstreflexion.

Dr. Mirjam Wenzel
ist Direktorin des Jüdischen Museums Frankfurt am Main.

Prof. Dr. Benno Hafeneger
ist Jugend- und Extremismusforscher und war bis zu seiner Emeritierung Professor für Erziehungswissenschaften an der Philipps-Universität in Marburg.

Dr. Türkân Kanbıçak
ist Lehrerin und Mitarbeiterin am Pädagogischen Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt.

Eine Kooperation mit dem Jüdischen Museum Frankfurt


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Fortbildung für Lehrkräfte:
Schwierige Erinnerung: Frühe Völkermorde des 20. Jahrhunderts
Deutsch-Südwestafrika (Herero) und Osmanisches Reich (Armenier)

Samstag, 05. Mai 2018, 09:45 Uhr
Veranstaltungsschluss gegen 15:30 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend,
Max-Horkheimer-Str. 4, Seminarhaus, Raum SH 5.104
Nicht erst anlässlich der Resolution des Bundestages 2016 zum Völkermord an den Armeniern sind die beiden Genozide in Deutsch-Südwestafrika und im Osmanischen Reich als umstrittene Themen historischer Erinnerung verstärkt in die öffentliche Debatte gekommen. Die Herero und Armenier waren im jeweiligen historischen Kontext auch nicht die einzigen Opfergruppen, sondern stehen nur herausgehoben für die Opfer von Vernichtungsstrategien im frühen 20. Jahrhundert. Die Vorträge präsentieren die Fakten und thematisieren die Probleme des Gedenkens und der historischen Verantwortung. Im Plenum wird auch die Frage nach dem pädagogischen Umgang mit dem Thema zur Sprache kommen.

Programm
Begrüßung
Vortrag mit Diskussion:
Prof. Dr. Henning Melber, Uppsala/Pretoria, »Völkermord in Deutsch-Südwestafrika aus heutiger Sicht«
Vortrag mit Diskussion:
Prof. Dr. Ulrich Sieg, Marburg: »Der Völkermord an den Armeniern«
Nach der Mittagspause: Workshops des Pädagogischen Zentrums des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt
Gottfried Kößler: »Das Wollheim-Memorial – Zwangsarbeit bei der IG Farben«
Sophie Schmidt: »Erinnerungsstätte Großmarkthalle – die Deportationen der Frankfurter Jüdinnen und Juden«

Infoblatt (pdf-Datei)
Veranstaltungsflyer

Eine Kooperation mit dem Verband Hessischer Geschichtslehrerinnen und -lehrer

www.geschichtslehrerverbandhessen.de/html/veranstaltungen.html#5.5.2018


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Ausstellungseröffnung:
Legalisierter Raub.
Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933–1945

Mittwoch, 16. Mai 2018, 18:00 Uhr
Historisches Museum Frankfurt,
Sonnemannsaal, Saalhof 1, Frankfurt am Main
Ausstellungszeitraum
Mittwoch, 16. Mai bis Sonntag, 14. Oktober 2018

Abschlusspräsentation der Wanderausstellung
des Fritz Bauer Instituts und des Hessischen Rundfunks.
Mit Unterstützung der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.


Die Ausstellung »Legalisierter Raub« ist seit ihrer Eröffnung in der Goldhalle des Hessischen Rundfunks am 28. Mai 2002 sehr erfolgreich durch Hessen und darüber hinaus gewandert. Das Ausstellungsteam hatte für jeden Ausstellungsort neue regionale Vitrinen erarbeitet, die sich mit der Geschichte des legalisierten Raubes vor Ort beschäftigten.
Nach 16 Jahren Wanderschaft und 29 Ausstellungsstationen kehrt die Ausstellung nach Frankfurt zurück, wo sie – erweitert um neue lokale Forschungsergebnisse – im Historischen Museum abschließend präsentiert werden wird.

Aktzuelle Publikation zur Ausstellung:
Bettina Leder, Christoph Schneider, Katharina Stengel
Ausgeplündert und verwaltet
Geschichten vom legalisierten Raub an Juden in Hessen

Berlin: Hentrich & Hentrich, 528 S., 390 Abb., Hardcover, € 29,90
ISBN: 978-3-95565-261-6
Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 36

Weitere Informationen zur Ausstellung
www.fritz-bauer-institut.de/legalisierter-raub.html
www.hr.de/legalisierter-raub
www.historisches-museum-frankfurt.de 

Gekauft, gesammelt, geraubt?

Vom Weg der Dinge ins Museum
Ergänzende Ausstellungen zur Provenienzforschung in vier Frankfurter Museen.
Die Ausstellung »Legalisierter Raub« nehmen vier Frankfurter Museen zum Anlass, nach den Spuren des »legalisierten Raubs« in ihren Sammlungen zu suchen: Historisches Museum Frankfurt, Jüdisches Museum Frankfurt/Museum Judengasse, Museum für Angewandte Kunst, Weltkulturen Museum.

Eine Kooperation mit dem Hessischen Rundfunk, dem Historischen Museum Frankfurt, dem Jüdischen Museum Frankfurt, dem Museum für Angewandte Kunst und dem Weltkulturen Museum; unter der Schirmherrschaft von Dr. Thomas Schäfer, Hessischer Minister der Finanzen

Kontakt
Historisches Museum Frankfurt
Saalhof 1, 60311 Frankfurt am Main
Tel.: 069.212-35599
info.historisches-museum(at)stadt-frankfurt.de
https://historisches-museum-frankfurt.de

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Öffentliche Führung:
Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Samstag, 19. Mai 2018, 15:00 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon
Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Die Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt.
Sie ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Guide: Patrick Schwentke

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz. Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

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Vortrag von Christoph Schneider, Frankfurt am Main:
Diener des Rechts und der Vernichtung

Mittwoch, 23. Mai 2018, 18:15 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend,
Norbert-Wollheim-Platz 1, Casino-Gebäude, Raum 1.812
Die Spitze der Justiz des Deutschen Reichs traf sich auf Einladung des Justizministers am 23. April 1941 und ließ sich über den Mord an den Anstaltspatienten informieren – von den Tätern. Fritz Bauer initiierte 1960 ein Verfahren gegen die Teilnehmer dieser Konferenz. Im Zuge der Ermittlungen wurde deutlich: Hochrangige Juristen hatte einen wehrlosen und schutzbedürftigen Teil der Bevölkerung aus eigenem Antrieb preisgegeben. Zwei Jahre nach Bauers Tod wurde das Verfahren beendet, zehn Jahre nach seinem Tod war seine Existenz vergessen. Der Vortrag zeigt, wie die Strafverfolgung fehlschlug und wie verhindert wurde, dass Erkenntnisse aus dem Ermittlungsverfahren geschichtspolitisch wirksam werden konnten.

Christoph Schneider
ist freier Autor und Kulturwissenschaftler in Frankfurt am Main.

Eine Kooperation mit der Veranstaltungsreihe
zum »Denkmal der Grauen Busse«


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Das Heft erscheint zweimal jährlich (April/Oktober), Auflage 5.500.
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Letzte Änderung: 21. Juni 2011

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