Fritz Bauer Institut

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Veranstaltungen April 2018

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Vortrag von Prof. Dr. Ulrich Herbert, Freiburg im Breisgau
Woher kam der Judenhass?
Antisemitismus in Deutschland 1890 – 1938

Mittwoch, 11. April 2018, 18:15 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend,
Norbert-Wollheim-Platz 1, Casino-Gebäude, Raum 1.801
Fritz Bauer Lecture

Am Ende des 19. Jahrhunderts zählte man nicht Deutschland zu den Hochburgen des Antisemitismus, sondern eher Russland oder sogar Frankreich. Wie kam es, dass sich dies innerhalb von nicht einmal 35 Jahren so sehr veränderte, dass mit den Nationalsozialisten die judenfeindlichste Partei des Kontinents in Deutschland an die Macht gelangte? Und wie kam es, dass dann so viele, vielleicht die Mehrheit der Deutschen, offenbar überzeugt waren, die Juden seien ihr Unglück? Im Vortrag wird die Zeit zwischen 1900 und 1938 daraufhin untersucht und auch gefragt, warum Linke und Liberale in Deutschland Bedeutung und Dynamik des Antisemitismus so ostentativ unterschätzten.

Prof. Dr. Ulrich Herbert
ist Inhaber des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau und Träger des Leibniz-Preises der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Unter der Schirmherrschaft von Peter Feldmann,
Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main


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60323 Frankfurt am Main
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Mitgliederversammlung
des Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

Samstag, 14. April 2018, 14:00 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1, IG Farben Haus, Nebengebäude, Raum NG 1.741b
Veranstalter: Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

Der Vorstand des Fördervereins des Fritz Bauer Instituts lädt alle seine Mitglieder ein zur ordentlichen Mitgliederversammlung (gemäß § 7 der Satzung).

Jutta Ebeling
Vorsitzende des Fördervereins

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Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
Manuela Ritzheim
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Vortrag von Dr. Tobias Freimüller, Frankfurt am Main:
Medizin ohne Menschlichkeit
Alexander Mitscherlich und die Aufarbeitung der NS-Medizinverbrechen

Mittwoch, 18. April 2018, 18:15 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend,
Norbert-Wollheim-Platz 1, Casino-Gebäude, Raum 1.812
Der Mediziner und Psychoanalytiker Alexander Mitscherlich beobachtete im Auftrag der westdeutschen Ärztekammern 1946/47 den Nürnberger Ärzteprozess. Der Streit um die drei Prozessdokumentationen, die Mitscherlich anschließend vorlegte, illustriert beispielhaft, mit welchen Problemen die Aufarbeitung der NS-Medizinverbrechen in der frühen Bundesrepublik konfrontiert war.

Dr. Tobias Freimüller
ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und stellvertretender Direktor am Fritz Bauer Institut.

Eine Kooperation mit der Veranstaltungsreihe
zum »Denkmal der Grauen Busse«


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Öffentliche Führung:
Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Samstag, 21. April 2018, 15:00 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon
Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Die Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt.
Sie ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Guide: Patrick Schwentke

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz. Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

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Uralt, ganz neu oder alles so wie immer?
Zu aktuellen Debatten um Antisemitismus
Ein Gespräch mit Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum
und Petra Pau, beide Berlin

Montag, 23. April 2018, 18:15 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend,
Norbert-Wollheim-Platz 1, IG Farben-Haus, Raum 411
Was ist Antisemitismus, was ist antisemitisch? Nimmt der Judenhass zu oder ab, oder bleibt er auf ewig gleich, ein 2.000 Jahre alter Virus, wie die Auschwitz-Überlebende Anita Lasker-Wallfisch bei ihrer Rede im Deutschen Bundestag aus Anlass des Holocaust-Gedenktags 2018 sagte?
Über diese Fragen debattiert und streitet man sich in der Wissenschaft, der Politik und in der Öffentlichkeit – mit durchaus gravierenden Folgen für die Bildungsarbeit, die Rechtsprechung und last but not least das gesellschaftliche Klima in unserem Land.
Im Gespräch mit Sybille Steinbacher werden Petra Pau und Stefanie Schüler-Springorum die Ergebnisse des Berichts des Unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus des Bundestages vorstellen, mögliche Konsequenzen diskutieren und zu aktuellen politischen Entwicklungen in Deutschland Stellung nehmen.

Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum
ist Direktorin des Zentrums für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin.

Petra Pau
ist Bundestagsabgeordnete für Die Linke und
Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags in Berlin.

Eine Kooperation mit dem
Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.


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Vortrag von Dr. Simon Duckheim, Gießen
Die Bedeutung von Ökonomie
und Biologismus für die Genese der NS-»Euthanasie«

Mittwoch, 25. April 2018, 18:15 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend,
Norbert-Wollheim-Platz 1, Casino-Gebäude, Raum 1.812
Je näher man hinschaut, desto dringlicher stellt sich die grundlegende Frage, mit welchen Begriffen und Kategorien die Genese der NS-»Euthanasie« erschlossen und diskutiert werden kann. Im Anschluss an ältere und jüngere Erklärungsansätze formuliert Simon Duckheim die These, dass das Ineinander von ökonomischen und biologistischen Motiven dafür von entscheidender Bedeutung war. Dieses Ineinander wird als Ausdruck des dialektischen Verhältnisses von Naturbeherrschung und Naturverfallenheit interpretiert, wie es Adorno und Horkheimer in der Dialektik der Aufklärung entfaltet haben.

Dr. Simon Duckheim
ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für die Geschichte der Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Eine Kooperation mit der Wanderausstellung »erfasst, verfolgt, vernichtet«


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Das Heft erscheint zweimal jährlich (April/Oktober), Auflage 5.500.
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Letzte Änderung: 21. Juni 2011

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