Fritz Bauer Institut

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Lesung mit Michael Schütz und Jana Schulz:
Geraubte Heimat!?
Lesung aus Exponaten der Dauerausstellung »Exil. Erfahrung und Zeugnis«

Freitag, 14. September 2018, 20:30 Uhr
Deutsche Nationalbibliothek
Adickesallee 1, Frankfurt am Main
Begrüßung: Dr. Sylvia Asmus, Leiterin des Deutschen Exilarchivs 1933–1945

»Wir haben aufregende Tage und Wochen hinter uns. Unter sehr großen Strapazen haben wir Marseille und Frankreich verlassen, Spanien durchquert, um endlich in Portugal anzukommen. Weitaus das Allerschwerste dabei aber war, Euch zurücklassen zu müssen.« Diese Worte sendete Franz Werfel kurz vor seiner Ankunft in New York am 12. Oktober 1940 an seine Eltern.
Etwa 500.000 Menschen wurden zwischen 1933 und 1945 aus dem Machtbereich der nationalsozialistischen Diktatur ins Exil gezwungen. Ihnen gemeinsam war, dass sie ausgegrenzt und verfolgt wurden. Die Erfahrungen des Exils waren jedoch vielfältig und individuell: Erfahrungen von Bruch und Verlust ebenso  wie von Neuanfang und Zugewinn. Die Heimat, die sie mit dem Weg ins Exil verließen, war ihnen oft schon vorher geraubt worden. Die Lesung aus ausgewählten Exponaten der Dauerausstellung »Exil. Erfahrung und Zeugnis« des Deutschen Exilarchivs 1933–1945 erlaubt einen facettenreichen Blick auf die Erfahrungen einer geraubten Heimat, aber auch auf die Hoffnungen auf einen Neuanfang. So schrieb Werfel im gleichen Brief über seine Ankunft in den USA: »Ich habe Anzeichen, daß ich freundschaftlich erwartet werde.«

Michael Schütz
gehörte von 2010–2017 zum Ensemble des Schauspielhauses Bochum. Seit 2017 ist er Ensemblemitglied des Schauspiels Frankfurt. Daneben wirkt er in Fernsehproduktionen und als Sprecher in Hörspielen und Lesungen mit.

Jana Schulz war acht Jahre Ensemblemitglied am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Es folgten Engagements am Burgtheater Wien, am Schauspielhaus Bochum und am Schauspiel Frankfurt, wo sie aktuell in mehreren Titelrollen zu sehen ist, unter anderem in Georg Büchners »Woyzeck«.

Eine Veranstaltung des Deutschen Exilarchivs 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek in Kooperation mit hr2-kultur im Rahmen der Ausstellung »Legalisierter Raub. Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933–1945«. Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Hessischen Rundfunks. Die Ausstellung ist noch bis zum 14. Oktober 2018 im Historischen Museum Frankfurt zu sehen.

Die Lesung findet begleitend zur Tagung »Archive und Museen des Exils – Jahrestagung der Gesellschaft für Exilforschung« statt.
Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten:
www.dnb.de/veranstaltungfrankfurt

Kontakt
Deutsche Nationalbibliothek
Adickesallee 1
60322 Frankfurt am Main
Tel.: 069.1525-1961
exilarchiv-veranstaltungen(at)dnb.de
www.dnb.de

Öffentliche Führung:
Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Samstag, 15. September 2018, 15:00 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon
Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Die Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt.
Sie ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Guide: Thomas Siurkus

Das Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna/Monowitz. Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.
Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

Kontakt
Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de
Martinee:
Zur Erinnerung an Wolfgang Lauinger (1918–2017)
Feier anlässlich seines 100. Geburtstags

Sonntag, 23. September 2018, 11:00 Uhr
Gallus Theater, Kleyerstraße 15, Frankfurt am Main
Mit Volker Beck, Frank Ebert, Helge Heynold, Marc Joliff, Bettina Leder, Jo van Nelsen, Sophie Schmidt, Christian Setzepfandt, Swingtänzerinnen und Swingtänzern, Stephan Wuthe
Moderation: Florian Schwinn

Als Swing Kid, so genannter Halbjude und Homosexueller hat Wolfgang Lauinger den Nationalsozialismus nur mit Glück überlebt. Doch auch nach der Befreiung war die Verfolgung für ihn nicht zu Ende. 1950 wurde er wegen des Verdachts, gegen den § 175 verstoßen zu haben, erneut verhaftet und saß noch einmal für sieben Monate in dem Gefängnis, in dem er schon in der NS-Zeit inhaftiert gewesen war. Seine Rehabilitierung wurde im Oktober 2017 abgelehnt, weil er »nur« in Untersuchungshaft gesessen hatte. Trotz allem: Er war und blieb »ein gewitzter Kämpfer« (Pitt von Bebenburg), ein lebensfroher Menschenfreund.
Am 5. September wäre Wolfgang Lauinger 100 Jahre alt geworden. Wir feiern und erinnern uns an ihn.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Fritz Bauer Instituts mit der Aidshilfe Frankfurt, dem Amt für multikulturelle Angelegenheiten, der Bundestiftung Magnus Hirschfeld, dem Freundeskreis Frankfurter Engel, dem Gallus Theater, dem Verein Gegen Vergesselebt – Für Demokratie e. V., der Heinrich-Böll-Stiftung-Hessen e.V., dem Hessischer Flüchtlingsrat, dem Jüdischen Museum Frankfurt, der Landeszentrale für Politische Bildung und dem Lesben- und Schwulenverband in Deutschland e.V. (LSVD-Hessen)

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.
Wir bitten um Reservierung der Karten auf der Webite des Gallus Theaters:
www.gallustheater.de/2018/09/wlauing.php

Kontakt
Gallus Theater
Kleyerstr. 15
60326 Frankfurt am Main
Tel.: 069.758060-20, Fax: -17
info(at)gallustheater.de
www.gallustheater.de

Kontakt
Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de

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Letzte Änderung: 21. Juni 2011

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