Fritz Bauer Institut

Gastprofessur

Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung

Sommersemester 2018


Dr. Stefanie Fischer

Die Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung am Fritz Bauer Institut übernimmt zum Sommersemester 2018 Dr. Stefanie Fischer.
www.zentrum-juedische-studien.de/person/fischer-stefanie


Dr. Stefanie Fischer
Die Toten unter den Lebenden im Europa nach der Shoah
Übung, Historisches Seminar
16. April bis 9. Juli 2018, montags, 14:00–16:00 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt, Campus Westend, Raum IG 251

Der Zweite Weltkrieg hat Millionen tote Körper produziert, Millionen Menschen, die nicht eines natürlichen Todes gestorben waren. Unter den Toten waren gleichermaßen Zivilisten, Soldaten, SS-Mitglieder, jüdische und nichtjüdische KZ-Häftlinge und andere NS-Verfolgte aus 27 europäischen Ländern. Während es in den ersten Monaten nach Ende des Kriegs in erster Linie um die Bestattung der toten Körper ging, ging es in den darauffolgenden Jahren darum, Formen der Trauer um und der Erinnerung an die Toten zu finden. Im Mittelpunkt der Übung steht die Frage, wie Bestattungs- und Trauerrituale die Beziehung zwischen Toten und Lebenden nach dem Holocaust prägten. Insbesondere soll die Spannung zwischen individuellem Tod und Massenmord nach dem Holocaust herausgearbeitet werden.
Die Übung basiert auf einer eingehenden Lektüre von Sekundärliteratur sowie auf einem grundlegenden Quellenstudium. Wir werden mit Literatur und Filmen, aber auch mit Briefen und Berichten von Zeitzeugen arbeiten. Die Lektüre von englischer Fachliteratur wird vorausgesetzt.
Die Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt. Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an: sekretariat.steinbacher(at)fritz-bauer-institut.de.

Literatur:

› Alon Confino, Paul Betts, Dirk Schumann (Hrsg.), Between Mass Death and Individual Loss. The Place of the Dead in Twentieth Century Germany, New York, Oxford 2008
› Laura Jokusch u.a. (Hrsg.), Jewish Honor Courts. Revenge, Retribution, and Reconciliation in Europe and Israel after the Holocaust, Detroit 2015
› Tony Judt, Postwar. A History of Europe since 1945, London 2006.



Dr. Stefanie Fischer
Antisemitische Gewalt im Europa der Zwischenkriegszeit, 1919–1939
Übung, Historisches Seminar
18. April bis 11. Juli 2018, mittwochs, 10:00–12.00 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt, Campus Westend, Raum IG 0.454

Bei der Suche nach einer Antwort auf die Frage, wie der Mord an sechs Millionen europäischen Juden möglich war, richtete die Forschung in den letzten Jahren den Fokus auf die alltägliche Praxis antisemitischer Gewalt in der Zwischenkriegszeit. In der Übung wird die Praxis antisemitischer Gewalt im europäischen Kontext vor Ausbruch des Vernichtungskrieges und damit vor Beginn der Verschleppung von Millionen von Juden in die nationalsozialistischen Vernichtungslager nach Polen untersucht. Im Mittelpunkt des Interesses stehen dabei jüdische und nichtjüdische Akteure aus allen Teilen der Gesellschaft.
Die Übung basiert auf einer eingehenden Lektüre von Sekundärliteratur sowie auf einem grundlegenden Quellenstudium. Wir werden mit Literatur und mit Filmen, aber auch mit Briefen und Berichten von Zeitzeugen arbeiten. Die Lektüre von englischer Fachliteratur wird vorausgesetzt. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt. Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an: sekretariat.steinbacher(at)fritz-bauer-institut.de.

Literatur:
› Hannah Ahlheim, »Deutsche, kauft nicht bei Juden!«. Antisemitismus und politischer Boykott in Deutschland 1924 bis 1935, Göttingen 2011
› Stefanie Fischer, Ökonomisches Vertrauen und antisemitische Gewalt. Jüdische Viehhändler in Mittelfranken, 1919–1939, Göttingen 2014
› Andrea Löw, Frank Bajohr (Hrsg.), The Holocaust and European Societies. Social Processes and Social Dynamics, London 2016.



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