Fritz Bauer Institut

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Aktuell


Fritz Bauer und die 68er.
Verbindendes und Trennendes
Tagung anlässlich des
50. Todestages Fritz Bauers


Montag, 2. Juli 2018, 10:00–18:30 Uhr
und Dienstag, 3. Juli, 10:00–15:00 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Nina-Rubinstein-Weg 1
Casino-Gebäude, Raum 823


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Unsere nächsten Veranstaltungen

Vortrag von Dr. Elisabeth Gallas, Leipzig:
»Aus dem Brande gesammelte Reste«
Jüdisches Kulturraubgut im Offenbach Archival Depot.
Kommentar zur Ausstellung »Geraubt, Zerstört, Verstreut:
Zur Geschichte von jüdischen Dingen in Frankfurt«
Dienstag, 26. Juni 2018, 19:00 Uhr

Museum Judengasse, Battonnstr. 47, Frankfurt am Main

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Vortrag von Dr. Stefanie Fischer
Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung im Sommersemester 2018:
Ökonomisches Vertrauen und antisemitische Gewalt im ländlichen Raum:
Jüdische Viehhändler in der Zwischenkriegszeit
Mittwoch, 27. Juni 2018, 18:15 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend,
Norbert-Wollheim-Platz 1, Casino-Gebäude, Raum 1.812

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Gedenkakt aus Anlass des 50. Todestages Fritz Bauers
Sonntag, 01. Juli 2018, 11:30 Uhr

Plenarsaal der Paulskirche,
Paulsplatz 11, Frankfurt am Main

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Fritz Bauer und die 68er. Verbindendes und Trennendes
Tagung aus Anlass des 50. Todestages von Fritz Bauer
Montag, 02. Juli 2018, 10:00 Uhr

bis Dienstag, 03. Juli 2018, 15:00 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend,
Nina-Rubinstein-Weg 1, Casino, Raum 823

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Erinnern! Wozu?
Ernst Grube – Jude und Kommunist.
Ernst Grube spricht mit der Filmemacherin und Historikerin Jutta Neupert, beide München, über sein Leben
Mittwoch, 11. Juli 2018, 18:15 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend,
Theodor-W.-Adorno-Platz 5, Hörsaalzentrum, Raum HZ 9

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Öffentliche Führung:
Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus
Samstag, 21. Juli 2018, 15:00 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

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Weitere Veranstaltungen
im Kalender des Fritz Bauer Instituts
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Lehrveranstaltungen



Das Fritz Bauer Institut bietet regelmäßig Lehrveranstaltungen am Historischen Seminar und am Seminar Didaktik der Geschichte an.

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2018
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Ausstellungen



Fritz Bauer. Der Staatsanwalt
NS-Verbrechen vor Gericht

Donnerstag, 15. März bis Sonntag, 3. Juni 2018
Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände
Bayernstr. 110, 90478 Nürnberg
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Die IG Farben und das Konzentrationslager Buna-Monowitz
Wirtschaft und Politik im Nationalsozialismus
Samstag, 24. März bis Dienstag, 31. Juli 2018
Erinnerungsort Topf & Söhne
Sorbenweg 7, 99099 Erfurt
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Legalisierter Raub
Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933–1945

Mittwoch, 16. Mai bis Sonntag, 14. Oktober 2018
Historisches Museum Frankfurt
Saalhof 1, 60311 Frankfurt am Main
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Ausstellungsangebote
Wanderausstellungen des Fritz Bauer Instituts
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Nachrichten

Dr. Stefanie Fischer

Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung
im Sommersemester 2018

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Im Sommersemester 2018 wird Dr. Stefanie Fischer als Gastprofessorin für interdisziplinäre Holocaustforschung am Fritz Bauer Institut forschen und lehren. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Neuere Geschichte/deutsch-jüdische Geschichte der Universität Potsdam und am dort ansässigen Selma Stern Zentrum für jüdische Studien Berlin-Brandenburg. 2016 war Stefanie Fischer Visiting Research Associate und 2017 Adjunct Assistant Professor an der University of Notre Dame in Indiana/USA, 2014 war sie als Dorset Fellow an der University of Oxford, UK und als Visiting Buber Fellow an der Hebrew University, Jerusalem, Israel.
Für ihre Dissertationsschrift Ökonomisches Vertrauen und antisemitische Gewalt: Jüdische Viehhändler in Mittelfranken 1919–1939 erhielt Stefanie Fischer den Fraenkel-Prize in Contemporary History 2012 der Wiener Library in London sowie den Irma Rosenberg Prize/Wiener Preis zur Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus. Ihr aktuelles Forschungsprojekt befasst sich mit der Geschichte der jüdischen Friedhöfe in der frühen Bundesrepublik und untersucht, wie sich die Verfolgung und Ermordung der Juden auf die sozialen Beziehungen nach Kriegsende auswirkten. Zu beiden Forschungsfeldern bietet Stefanie Fischer jeweils eine Übung am Historischen Seminar an.


Fritz Bauer-Hörbuch ausgezeichnet

Deutscher Hörbuchpreis 2018 in der Kategorie »Bestes Sachhörbuch«

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Fritz Bauer
Sein Leben, sein Denken, sein Wirken
Herausgegeben von David Johst
im Auftrag des Fritz Bauer Instituts.
Tondokumente mit Originaltönen von Fritz Bauer,
kommentiert und eingeleitet von Burghart Klaußner.
Berlin: Der Audio Verlag, 2017, 4 CDs, 306 Min.,
mit umfangreichem Booklet, € 19,99
ISBN: 978-3-86231-994-7
Veröffentlicht mit Unterstützung der
Friedrich-Ebert-Stiftung und der Gerda Henkel Stiftung.


Als »Bestes Sachhörbuch« zeichnet die Jury des Deutschen Hörbuchpreises die vom Fritz Bauer Institut in Auftrag gegebene Dokumentation Fritz Bauer. Sein Leben, sein Denken, sein Wirken (Der Audio Verlag) aus. In dieser Kategorie werden Produktionen ausgezeichnet, deren inhaltlicher Schwerpunkt bei der Informations- und Wissensvermittlung liegt. Dem Preisträger David Johst, der akribisch die von Fritz Bauer überlieferten Tondokumente zusammengetragen und sie mit informativen Zwischentexten verbunden hat, ist nach Meinung der Juroren eine »große editorische Leistung« geglückt. Der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer ist als Initiator der Auschwitz-Prozesse bekannt geworden. Ebenso engagiert setzte er sich für eine Reform des Strafrechts und des Strafvollzugs ein. Aktiv nutzte er für Vorträge, Gespräche und eigene Sendungen das Medium Radio, um seine Ideen und Ansichten zu verbreiten. Unter Einbindung zahlreicher Archivquellen lässt das Hörbuch Fritz Bauers Person und Biografie lebendig werden.

Begründung der Preisträgerjury
»Eine große editorische Leistung, die David Johst hier geglückt ist. Akribisch hat er sämtliche Tondokumente zusammengetragen, die von Fritz Bauer überliefert sind. Hinzu kommt die schlüssige Montage der Originaltöne und der informativen Teile – letztere klar und angemessen nüchtern von Burghart Klaußner vorgetragen. So wird dem Hörer die spannende Person Fritz Bauer zugänglich gemacht und dessen gesellschaftlicher Auftrag und große Bedeutung – auch für unsere heutige Zeit – glasklar.«

Begründung der Nominierungsjury

»Ein Verdienst der Herausgeber ist es, Reden, Interviews und andere Hördokumente Fritz Bauers einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dadurch, dass die Zwischentexte und die von ihm selbst gesprochenen Passagen für sich stehen, wirken sie umso intensiver und vermitteln ein lebendigeres Bild des Menschen Fritz Bauer, als eine Biografie es könnte. Der Hörer lernt ihn nicht nur als Initiator der Auschwitz-Prozesse, sondern auch als Rechtsphilosophen und -reformer sowie als Zeitzeugen kennen.«

Dr. David Johst, geboren 1977 in Ost-Berlin, studierte Geschichte und Journalistik in Halle und Leipzig und promovierte im Fach Geschichte zum Thema Begrenzung des Rechtsgehorsams: Die Debatte um Widerstand und Widerstandsrecht in Westdeutschland von 1945 bis 1968. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Als freier Journalist arbeitet er u.a. für das Magazin mare, die Wochenzeitung DIE ZEIT und die Jüdische Allgemeine. David Johst ist Mitherausgeber der gesammelten Schriften Fritz Bauers, die noch in diesem Jahr in der Wissenschaftlichen Reihe des Fritz Bauer Instituts erscheinen werden.

Verleihung des Deutschen Hörbuchpreises 2018
Am 6. März 2018 findet die festliche Verleihung des Deutschen Hörbuchpreises im Klaus-von-Bismarck-Saal des WDR Funkhauses in Köln statt. Sie eröffnet das Literaturfestival Lit.COLOGNE. Verliehen wird der Deutsche Hörbuchpreis in sieben Kategorien.
Neben Götz Alsmann als Moderator haben Yvonne Catterfeld als musikalischer Stargast und die Komikerin und Schauspielerin Cordula Stratmann ihr Kommen angesagt.
Die Preisverleihung wird live gesendet in WDR 5, hr2, NDR Kultur, SWR2 und Antenne Saar. 3sat zeigt eine Aufzeichnung am 11. März 2018 ab 11:00 Uhr.

Kontakt
Deutscher Hörbuchpreis e.V.
Henrike Wenschkewitz
Projektleitung DHP 2018
Ludwigstr. 11
50667 Köln
Tel.: 0221.20352127
hoerbuchpreis(at)wdr-mediagroup.com   
www.deutscher-hoerbuchpreis.de


Michael Hauck
22. April 1927 – 18. Januar 2018

In ehrender Erinnerung

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Am 22. April 1927 wurde Michael Hauck in Frankfurt am Main geboren. Er entstammte einer alteingesessenen Frankfurter Bankiersfamilie und war 38 Jahre persönlich haftender Gesellschafter der Privatbank Georg Hauck & Sohn (heute Hauck & Aufhäuser Privatbankiers), deren Ehrenvorsitzender er war.
Hauck war Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse, des Hessischen Verdienstordens und der Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main. Mit seinem mäzenatischen Wirken hat er die Stadt Frankfurt am Main und insbesondere auch die Goethe-Universität viele Jahre lang unterstützt.
So ermöglichte er gemeinsam mit seinem Schwiegersohn Oliver Puhl durch eine großzügige Förderung die Wiederaufnahme der »Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung« zum Wintersemester 2015/16 für zunächst fünf Jahre. Die Gastprofessur ist am Fritz Bauer Institut angesiedelt und wird für jeweils ein Semester an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit einem Schwerpunkt in der sozial-, geistes- oder humanwissenschaftlichen Erforschung der Geschichte und Wirkung des Holocaust vergeben. Mit ihrer Unterstützung der Gastprofessur verfolgen die Förderer ihr Anliegen, die Holocaustforschung an der Frankfurter Universität noch stärker zu institutionalisieren.
Neben seinem vielfältigen Wirken war Michael Hauck auch publizistisch aktiv. Im letzten Jahr ist sein Buch Frankfurter Allerlei. Erlebtes und Erlerntes aus neun Jahrzehnten im Droste Verlag (Düsseldorf) erschienen.
Am 18. Januar 2018 ist Michael Hauck im Alter von 90 Jahren in Frankfurt am Main gestorben.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fritz Bauer Instituts und der Vorstand des Fördervereins Fritz Bauer Institut werden ihn in ehrender Erinnerung behalten.

Die Trauerfeier für Michael Hauck findet statt am Freitag, dem 26. Januar 2018, um 10:30 Uhr in der Trauerhalle des Frankfurter Hauptfriedhofs, Eckenheimer Landstraße 194.


Wolfgang Leopold Lauinger, sel. A.

In ehrender Erinnerung

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Wolfgang Lauinger war ein Zeitzeuge, der im Nationalsozialismus als Mitglied einer Gruppe Frankfurter Swingjugendlicher, als Homosexueller und »Halbjude« verfolgt wurde. Auch nach der Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus war für ihn die Verfolgung nicht zu Ende: 1950 wurde er wegen eines vermuteten Verstoßes gegen den §175 erneut inhaftiert. Am 20. Dezember 2017 ist Wolfgang Lauinger im Alter von 99 Jahren in Frankfurt am Main gestorben.

Abb.: Wolfgang Lauinger (im Sessel) im Eisenhower-Saal der Goethe-Universität Frankfurt am Main am 10. Juli 2017, dahinter von links: Finanzminister a.D. Karl Starzacher, Dr. Bettina Leder, Universitätspräsidentin Prof. Dr. Birgitta Wolff, Direktorin des Fritz Bauer Instituts Prof. Dr. Sybille Steinbacher, Staatsminister Dr. Thomas Schäfer
Foto: Gottfried Kößler
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Gewitzter Kämpfer

Nachruf von Pitt von Bebenburg
Frankfurter Rundschau, 21. Dezember 2017
www.fr.de/frankfurt/nachruf-gewitzter-kaempfer-a-1412661

Bettina Leder
Lauingers. Eine Familiengeschichte aus Deutschland
Jüdische Memoiren, Bd. 26
288 S., 42 Abb., € 24,90, Berlin: Hentrich & Hentrich, 2015
https://www.hentrichhentrich.de/buch-lauingers.html


Ehrung für Oberstaatsanwalt a.D. Gerhard Wiese

Verdienstkreuzes am Bande des
Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

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Für seine außerordentlichen Verdienste um die Gerechtigkeit und die deutsche Justiz hat Oberstaatsanwalt a.D. Gerhard Wiese am 14. November 2017 das Bundesverdienstkreuz am Bande von Heiko Maas, Bundesministers der Justiz und für Verbraucherschutz, überreicht bekommen. Die Feierstunde zur Preisübergabe fand statt im Fritz-Bauer-Saal des Landgerichts Frankfurt, dem ehemaligen Dienstzimmer von Fritz Bauer.

Gerhard Wiese (geboren 1928) hat als junger Staatsanwalt unter der Leitung von Generalstaatsanwalt Fritz Bauer die Anklage im »Auschwitz-Prozess« vertreten, der von 1963 bis 1965 vor dem Landgericht Frankfurt am Main stattfand. Wiese hat die Anklageschriften mitformuliert und die Plädoyers gegen einige der brutalsten Täter gehalten. Er hat mitgeholfen, das größte Menschheitsverbrechen der Geschichte vor Gericht zu bringen, Täter zur Verantwortung zu ziehen und den Opfern ein wenig Genugtuung zu verschaffen.
Die Ankläger im »Auschwitz-Prozess« mussten sich großen Widerständen entgegenstellen – aus den Reihen der Justiz selbst aber auch aus der Öffentlichkeit. Denn der Prozess führte allen erstmals den organisierten Völkermord an den Juden Europas vor Augen – oder wie Gerhard Wiese selbst sagte: »Keiner konnte mehr kommen und sagen: Es hat keine Gaskammer gegeben.« Wiese hat sich darüber hinaus in weiteren Prozessen als Staatsanwalt für die Ahndung der NS-Verbrechen eingesetzt. Und auch heute engagiert er sich trotz seines hohen Alters als Zeitzeuge, insbesondere für Schulklassen und Studierende.

In seiner Rede zur Übergabe des Bundesverdienstkreuzes am Bande konzertierte Bundesminister Maas: »Auschwitz ist das Synonym für das größtmögliche Unrecht, das Menschen anderen Menschen angetan haben. Aber die Prozesse in Frankfurt zeigten auch, was Justiz zu leisten vermag, wenn sie den Willen hat, der Gerechtigkeit zu dienen.« Es sei daher wichtig, »jene zu ehren, die sich früher als andere und oft gegen große Widerstände für die richtige Sache engagiert haben. Einer, der das getan hat, war Gerhard Wiese.« … »Ich bin Ihnen für Ihr heutiges Engagement genauso dankbar wie für Ihre Leistungen in der Justiz«, so Maas. »Es ist wichtig, das Wissen um das Unrecht an die junge Generation weiterzugeben. Natürlich wiederholt sich Geschichte nicht. Aber nichts ist unumstößlich, und manches, was uns heute so selbstverständlich scheint, kann schon morgen in Gefahr geraten. Das Wissen um das Unrecht der Vergangenheit schärft unsere Sensibilität, wenn heute Menschenwürde und rechtsstaatliche Prinzipien in Frage gestellt werden. Deshalb ist Engagement so wichtig – oder wie Fritz Bauer einmal sagte: ›Wir können aus der Erde keinen Himmel machen, aber jeder kann etwas dafür tun, damit sie nicht zur Hölle wird.‹«

Artikel des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz
zur Übergabe des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik an Oberstaatsanwalt a.D. Gerhard Wiese.
www.bmjv.de/SharedDocs/Artikel/DE/2017/111417_Bundesverdienstkreuz_Wiese.html

Rede von Bundesminister Heiko Maas

www.bmjv.de/SharedDocs/Reden/DE/2017/111417_Verdienstorden_Wiese.html 

Abbildung oben

Oberstaatsanwalt a.D. Gerhard Wiese (links) im Gespräch mit Oberstaatsanwalt a.D. Johannes Warlo, ehemaliger Mitarbeiter der Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt am Main unter Fritz Bauer. Eröffnung des Fritz-Bauer-Saals im Landgericht Frankfurt am Main, am 17. Mai 2017.
Foto: Werner Lott


Zum UNESCO-Weltdokumentenerbe ernannt:

Verfahrensakten und Tonbandaufnahmen
des 1. Frankfurter Auschwitz-Prozesses (1963–1965)

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Pressemeldung des
Hessischen Wissenschaftsministeriums:
https://wissenschaft.hessen.de/print/38898

Hessisches Landesarchiv:

Der 1. Frankfurter Auschwitz-Prozesses
als Weltdokumentenerbe

www.auschwitz-trial-frankfurt.hessen.de

Hessenschau vom 30.11.2017:
Akten zu Auschwitz-Prozess sind Weltdokumentenerbe

www.hessenschau.de/gesellschaft/akten-zu-auschwitz-prozess-sind-weltdokumentenerbe,auschwitz-akten-kulturerbe-100.html

Abbildung links:
Fritz Bauer, 1963, Foto: Schindler-Foto-Report

Das von der UNESCO-Generaldirektion berufene internationale Komitee hat mit seiner Entscheidung vom 30. November 2017 der Aufnahme der Prozessakten und Tonbandaufnahmen des 1. Frankfurter Auschwitz-Prozesses (1963–1965) in die Liste »UNESCO-Weltdokumentenerbe« zugestimmt.
Kriterien für die Ausnahme sind u.a. die weltweite Bedeutung der Unterlagen, ihre Unersetzlichkeit und ihre Einzigartigkeit. Der Auschwitz-Prozess wurde wesentlich von Fritz Bauer initiiert, der von 1956 bis zu seinem Tod 1968 Generalstaatsanwalt in Hessen war. Die Akten des Auschwitz-Prozesses liegen im Hauptstaatsarchiv Wiesbaden.
Der Tonbandmitschnitt des 1. Frankfurter Auschwitz-Prozesses, unter anderem mit den Zeugenaussagen von Überlebenden, blieb erhalten und wurde vom Fritz Bauer Institut publiziert und online zugänglich gemacht.

Fritz Bauer Institut und Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau (Hrsg.):
Der Auschwitz-Prozess.
Tonbandmitschnitte, Protokolle und Dokumente

DVD-ROM, Berlin: Directmedia Verlag, 2004
Die Digitale Bibliothek 101, ca. 80.000 S., ISBN 3-89853-501-0
Infoblatt [pdf/677 kb]
Eine Neuauflage der DVD ist für € 19,90 (zzgl. Versand) zu beziehen über:
www.versand-as.de/shop/Software-DigiBib-mehr/Digitale-Bibliothek/Zenoorg/Der-Auschwitz-Prozess-2-verbesserte-Auflage--2002.html

Tonbandmitschnitt des
1. Frankfurter Auschwitz-Prozesses

Zeugenvernehmungen in der »Strafsache gegen Mulka u.a.«
vor dem Landgericht Frankfurt am Main, 1963–1965
(Die Audio-files der Website sind nicht mit allen Browsern kompatibel!)
www.auschwitz-prozess.de

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Sekretariat: Raum 5.316, Q3, 5. OG
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Das Institut verschickt zweimal jährlich ein gedrucktes Programmheft mit einer Veranstaltungsvorschau. Im Frühjahr erscheint der Jahresbericht des Instituts und im Herbst »Einsicht«, das umfangreiche Bulletin des Fritz Bauer Instituts. Diese  Publikationen können kostenlos bezogen werden. Zudem informiert das Institut mit einem E-Mail Versand über seine Veranstaltungen. Wenn Sie eines oder mehrere der genannten Informationsangebote beziehen möchten, so vermerken Sie dies bitte im Kontaktformular.

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Veranstaltungen April bis Juli 2018
Programmheft (pdf-Datei)
Jörg Osterloh, Katharina Rauschenberger (Hrsg.)
Der Holocaust. Neue Studien zu Tathergängen, Reaktionen und Aufarbeitungen
Jahrbuch 2017
Das »Großdeutsche Reich« und die Juden.
Jörg Osterloh,
Kim Wünschmann (Hrsg.)

»… der schrankenlosesten Willkür ausgeliefert« Häftlinge der frühen Konzentrationslager 1933–1936/37
Wissenschaftliche Reihe, Band 31
Das »Großdeutsche Reich« und die Juden.
Bettina Leder, Christoph Schneider, Katharina Stengel:
Ausgeplündert und verwaltet.
Geschichten vom legalisierten Raub an Juden in Hessen

Schriftenreihe, Band 36

Das »Großdeutsche Reich« und die Juden.
Fritz Bauer
Sein Leben, sein Denken, sein Wirken
Hrsg. von David Johst
im Auftrag des Fritz Bauer Instituts

Elektronische Medien, 4 CDs

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Letzte Änderung: 11. Mai 2018

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