Publikationen

Sonstige

Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts

Verschiedene Verlage, 1992–2018

Stephan Braese (Hrsg.)

Rechenschaften

Juristischer und literarischer Diskurs in der Auseinandersetzung mit den NS-Massenverbrechen

Tagungsband zum internationalen Symposium »Dichter und Richter«, 15. und 16. November 2002 in Frankfurt am Main. Eine Veröffentlichung der Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, mit Unterstützung des Fritz Bauer Instituts.

Vermochten deutschsprachige Schriftsteller auf die Erfahrung der NS-Prozesse literarisch zu antworten?

Als in den Nürnberger Prozessen und im Frankfurter Auschwitz-Prozeß das Ausmaß der nationalsozialistischen Massenverbrechen zutage trat, wurde offenkundig, daß der juristische Diskurs nur eingeschränkt in der Lage war, dem, was Deutsche in Europa angerichtet hatten, einen auch nur annähernd angemessenen Ausdruck zu verleihen. 1965 bekannte der Hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer: »Wir Juristen in Frankfurt haben erschreckt gerufen nach dem Dichter, der das ausspricht, was der Prozeß auszusprechen nicht imstande ist.« Tatsächlich hatten einige deutschsprachige Schriftsteller die Prozesse im Gerichtssaal mitverfolgt. Doch konnten sie der Erwartung, die Bauer formulierte, überhaupt entsprechen?

Inhalt

Stephan Braese: Juris-Diktionen. Eine Einführung
Robert André: Im Stillen. W. E. Süskind, der Nürnberger Prozess und die Sprache des »Unmenschen«
Cornelia Vismann: Sprachbrüche im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess
Henry A. Lea: Verfolger und Verfolgte: Wolfgang Hildesheimers Erfahrung der Nürnberger Prozesse
Hanno Loewy: Are we going to do this again? Nürnberg, Jerusalem, Frankfurt: Auschwitz im Courtroom Drama
Vivian Liska: Das Aktenkundige und die Dichtung. Zu Marie Luise Kaschnitz' »Zoon Politikon«
Marcel Atze: »Ich will nur dasitzen und zuhören, zusehen und beobachten.« Horst Krüger im Auschwitz-Prozess
Burkhardt Lindner: Protokoll, Memoria, Schattensprache. »Die Ermittlung« von Peter Weiss ist kein Dokumentartheater
Rainer Stollmann: Wovon man nicht reden kann, das ist gemeinsame Sache aller Teilsprachen. KZ, Krieg, politisches Verbrechen im Werk Alexander Kluges
Klaus Lüdersen: Die Wahrheit des »Vorlesers«
William Collins Donahue: Der Holocaust als Anlass zur Selbstbemitleidung. Geschichtsschüchternheit in Bernhard Schlinks »Der Vorleser«

Stephan Braese

geb. 1961, ist Professor für Europäisch-jüdische Literatur- und Kulturgeschichte an der RWTH Aachen. 2002 war er Gastprofessor für interdisziplinäre Holocaustforschung an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main, danach Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Vertretungsprofessor für deutschsprachige Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts an der Universität Bremen.

Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung, Band 1,
Göttingen: Wallstein Verlag
200 S., brosch., 14 x 22,2
ISBN 3-89244-756-X
Preis: 24 Euro


Ausstellungskataloge, Broschüren und Dokumentationen

Stephan Braese (Hrsg.)

Rechenschaften

Juristischer und literarischer Diskurs in der Auseinandersetzung mit den NS-Massenverbrechen

Tagungsband zum internationalen Symposium »Dichter und Richter«, 15. und 16. November 2002 in Frankfurt am Main. Eine Veröffentlichung der Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, mit Unterstützung des Fritz Bauer Instituts.

Vermochten deutschsprachige Schriftsteller auf die Erfahrung der NS-Prozesse literarisch zu antworten?

Als in den Nürnberger Prozessen und im Frankfurter Auschwitz-Prozeß das Ausmaß der nationalsozialistischen Massenverbrechen zutage trat, wurde offenkundig, daß der juristische Diskurs nur eingeschränkt in der Lage war, dem, was Deutsche in Europa angerichtet hatten, einen auch nur annähernd angemessenen Ausdruck zu verleihen. 1965 bekannte der Hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer: »Wir Juristen in Frankfurt haben erschreckt gerufen nach dem Dichter, der das ausspricht, was der Prozeß auszusprechen nicht imstande ist.« Tatsächlich hatten einige deutschsprachige Schriftsteller die Prozesse im Gerichtssaal mitverfolgt. Doch konnten sie der Erwartung, die Bauer formulierte, überhaupt entsprechen?

Inhalt

Stephan Braese: Juris-Diktionen. Eine Einführung
Robert André: Im Stillen. W. E. Süskind, der Nürnberger Prozess und die Sprache des »Unmenschen«
Cornelia Vismann: Sprachbrüche im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess
Henry A. Lea: Verfolger und Verfolgte: Wolfgang Hildesheimers Erfahrung der Nürnberger Prozesse
Hanno Loewy: Are we going to do this again? Nürnberg, Jerusalem, Frankfurt: Auschwitz im Courtroom Drama
Vivian Liska: Das Aktenkundige und die Dichtung. Zu Marie Luise Kaschnitz' »Zoon Politikon«
Marcel Atze: »Ich will nur dasitzen und zuhören, zusehen und beobachten.« Horst Krüger im Auschwitz-Prozess
Burkhardt Lindner: Protokoll, Memoria, Schattensprache. »Die Ermittlung« von Peter Weiss ist kein Dokumentartheater
Rainer Stollmann: Wovon man nicht reden kann, das ist gemeinsame Sache aller Teilsprachen. KZ, Krieg, politisches Verbrechen im Werk Alexander Kluges
Klaus Lüdersen: Die Wahrheit des »Vorlesers«
William Collins Donahue: Der Holocaust als Anlass zur Selbstbemitleidung. Geschichtsschüchternheit in Bernhard Schlinks »Der Vorleser«

Stephan Braese

geb. 1961, ist Professor für Europäisch-jüdische Literatur- und Kulturgeschichte an der RWTH Aachen. 2002 war er Gastprofessor für interdisziplinäre Holocaustforschung an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main, danach Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Vertretungsprofessor für deutschsprachige Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts an der Universität Bremen.

Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung, Band 1,
Göttingen: Wallstein Verlag
200 S., brosch., 14 x 22,2
ISBN 3-89244-756-X
Preis: 24 Euro


Digitale audiovisuelle Medien

Stephan Braese (Hrsg.)

Rechenschaften

Juristischer und literarischer Diskurs in der Auseinandersetzung mit den NS-Massenverbrechen

Tagungsband zum internationalen Symposium »Dichter und Richter«, 15. und 16. November 2002 in Frankfurt am Main. Eine Veröffentlichung der Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, mit Unterstützung des Fritz Bauer Instituts.

Vermochten deutschsprachige Schriftsteller auf die Erfahrung der NS-Prozesse literarisch zu antworten?

Als in den Nürnberger Prozessen und im Frankfurter Auschwitz-Prozeß das Ausmaß der nationalsozialistischen Massenverbrechen zutage trat, wurde offenkundig, daß der juristische Diskurs nur eingeschränkt in der Lage war, dem, was Deutsche in Europa angerichtet hatten, einen auch nur annähernd angemessenen Ausdruck zu verleihen. 1965 bekannte der Hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer: »Wir Juristen in Frankfurt haben erschreckt gerufen nach dem Dichter, der das ausspricht, was der Prozeß auszusprechen nicht imstande ist.« Tatsächlich hatten einige deutschsprachige Schriftsteller die Prozesse im Gerichtssaal mitverfolgt. Doch konnten sie der Erwartung, die Bauer formulierte, überhaupt entsprechen?

Inhalt

Stephan Braese: Juris-Diktionen. Eine Einführung
Robert André: Im Stillen. W. E. Süskind, der Nürnberger Prozess und die Sprache des »Unmenschen«
Cornelia Vismann: Sprachbrüche im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess
Henry A. Lea: Verfolger und Verfolgte: Wolfgang Hildesheimers Erfahrung der Nürnberger Prozesse
Hanno Loewy: Are we going to do this again? Nürnberg, Jerusalem, Frankfurt: Auschwitz im Courtroom Drama
Vivian Liska: Das Aktenkundige und die Dichtung. Zu Marie Luise Kaschnitz' »Zoon Politikon«
Marcel Atze: »Ich will nur dasitzen und zuhören, zusehen und beobachten.« Horst Krüger im Auschwitz-Prozess
Burkhardt Lindner: Protokoll, Memoria, Schattensprache. »Die Ermittlung« von Peter Weiss ist kein Dokumentartheater
Rainer Stollmann: Wovon man nicht reden kann, das ist gemeinsame Sache aller Teilsprachen. KZ, Krieg, politisches Verbrechen im Werk Alexander Kluges
Klaus Lüdersen: Die Wahrheit des »Vorlesers«
William Collins Donahue: Der Holocaust als Anlass zur Selbstbemitleidung. Geschichtsschüchternheit in Bernhard Schlinks »Der Vorleser«

Stephan Braese

geb. 1961, ist Professor für Europäisch-jüdische Literatur- und Kulturgeschichte an der RWTH Aachen. 2002 war er Gastprofessor für interdisziplinäre Holocaustforschung an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main, danach Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Vertretungsprofessor für deutschsprachige Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts an der Universität Bremen.

Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung, Band 1,
Göttingen: Wallstein Verlag
200 S., brosch., 14 x 22,2
ISBN 3-89244-756-X
Preis: 24 Euro


Websites des Fritz Bauer Instituts

und assoziierte Websites mit Beteiligung des Instituts

Tonbandmitschnitte des Auschwitz-Prozesses (1963–1965)
»Strafsache gegen Mulka u.a.« – Landgericht Frankfurt am Main, Aktenzeichen 4 Ks 2/63

Die Online-Datenbank macht die Mitschnitte der Zeugenvernehmungen des 1. Frankfurter Auschwitz-Prozesess als Audio-Dateien und in transkribierter Form als pdf-Dateien zugänglich.
Herausgeber: Fritz Bauer Institut in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Hauptstaatsarchiv, Wiesbaden und der Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv (DRA), Projektleitung: Werner Renz.
Auf einer Website macht das Fritz Bauer Institut die Tonbandmitschnitte des Auschwitz-Prozesses als Audio-Dateien und in transkribierter Form als pdf-Dateien online zugänglich.
Herausgeber: Fritz Bauer Institut in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Hauptstaatsarchiv, Wiesbaden und der Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv (DRA), Projektleitung: Werner Renz.
www.auschwitz-prozess.de

Cinematographie des Holocaust
Online-Datenbank – Dokumentation und Nachweis von filmischen Zeugnissen

Ein Projekt des Fritz Bauer Instituts in Zusammenarbeit mit CineGraph – Hamburgisches Centrum für Filmforschung, Hamburg; Deutsches Filminstitut – DIF, Frankfurt am Main; Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main
Mit Unterstützung des Bundesarchivs – Filmarchiv, Berlin und dem Steven Spielberg Jewish Film Archive, Jerusalem
Projektleitung: Ronny Loewy
www.cine-holocaust.de

Norbert Wollheim Memorial
Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der I.G. Farben

Herausgeber: Wollheim-Kommission der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Künstlerische Konzeption und Gestaltung: Hainer Blum
Wissenschaftliche und pädagogische Beratung: Fritz Bauer Institut
www.wollheim-memorial.de

Vor dem Holocaust
Fotos zum jüdischen Alltagsleben in Hessen

Herausgeber: Fritz Bauer Institut
Projektleitung: Monica Kingreen
Das Internetportal »Vor dem Holocaust« ist ausschließlich über das interne Netzwerk des Fritz Bauer Instituts nutzbar.

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www.facebook.com/fritz.bauer.institut


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Materialien als pdf-Dateien

Sachverzeichnis
Fritz Bauer. Kleine Schriften

Erstellt von Inga Steinhauser
Frankfurt am Main 2020, 89 Seiten
Sachverzeichnis (pdf-Datei)

Zu der von Lena Foljanty und David Johst herausgegebenen Publikation Fritz Bauer. Kleine Schriften (Wissenschaftliche Reihe des Fritz Bauer Instituts, Band 32, Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2018) ist ein umfangreiches Sachverzeichnis erschienen. Es wurde erstellt von Inga Steinhauser, die an der Goethe-Universität Frankfurt am Main Geschichte mit den Nebenfächern Germanistik und Soziologie studiert.


Materialien

Stephan Braese (Hrsg.)

Rechenschaften

Juristischer und literarischer Diskurs in der Auseinandersetzung mit den NS-Massenverbrechen

Tagungsband zum internationalen Symposium »Dichter und Richter«, 15. und 16. November 2002 in Frankfurt am Main. Eine Veröffentlichung der Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, mit Unterstützung des Fritz Bauer Instituts.

Vermochten deutschsprachige Schriftsteller auf die Erfahrung der NS-Prozesse literarisch zu antworten?

Als in den Nürnberger Prozessen und im Frankfurter Auschwitz-Prozeß das Ausmaß der nationalsozialistischen Massenverbrechen zutage trat, wurde offenkundig, daß der juristische Diskurs nur eingeschränkt in der Lage war, dem, was Deutsche in Europa angerichtet hatten, einen auch nur annähernd angemessenen Ausdruck zu verleihen. 1965 bekannte der Hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer: »Wir Juristen in Frankfurt haben erschreckt gerufen nach dem Dichter, der das ausspricht, was der Prozeß auszusprechen nicht imstande ist.« Tatsächlich hatten einige deutschsprachige Schriftsteller die Prozesse im Gerichtssaal mitverfolgt. Doch konnten sie der Erwartung, die Bauer formulierte, überhaupt entsprechen?

Inhalt

Stephan Braese: Juris-Diktionen. Eine Einführung
Robert André: Im Stillen. W. E. Süskind, der Nürnberger Prozess und die Sprache des »Unmenschen«
Cornelia Vismann: Sprachbrüche im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess
Henry A. Lea: Verfolger und Verfolgte: Wolfgang Hildesheimers Erfahrung der Nürnberger Prozesse
Hanno Loewy: Are we going to do this again? Nürnberg, Jerusalem, Frankfurt: Auschwitz im Courtroom Drama
Vivian Liska: Das Aktenkundige und die Dichtung. Zu Marie Luise Kaschnitz' »Zoon Politikon«
Marcel Atze: »Ich will nur dasitzen und zuhören, zusehen und beobachten.« Horst Krüger im Auschwitz-Prozess
Burkhardt Lindner: Protokoll, Memoria, Schattensprache. »Die Ermittlung« von Peter Weiss ist kein Dokumentartheater
Rainer Stollmann: Wovon man nicht reden kann, das ist gemeinsame Sache aller Teilsprachen. KZ, Krieg, politisches Verbrechen im Werk Alexander Kluges
Klaus Lüdersen: Die Wahrheit des »Vorlesers«
William Collins Donahue: Der Holocaust als Anlass zur Selbstbemitleidung. Geschichtsschüchternheit in Bernhard Schlinks »Der Vorleser«

Stephan Braese

geb. 1961, ist Professor für Europäisch-jüdische Literatur- und Kulturgeschichte an der RWTH Aachen. 2002 war er Gastprofessor für interdisziplinäre Holocaustforschung an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main, danach Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Vertretungsprofessor für deutschsprachige Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts an der Universität Bremen.

Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung, Band 1,
Göttingen: Wallstein Verlag
200 S., brosch., 14 x 22,2
ISBN 3-89244-756-X
Preis: 24 Euro


Verzeichnisse

Stephan Braese (Hrsg.)

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Juristischer und literarischer Diskurs in der Auseinandersetzung mit den NS-Massenverbrechen

Tagungsband zum internationalen Symposium »Dichter und Richter«, 15. und 16. November 2002 in Frankfurt am Main. Eine Veröffentlichung der Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, mit Unterstützung des Fritz Bauer Instituts.

Vermochten deutschsprachige Schriftsteller auf die Erfahrung der NS-Prozesse literarisch zu antworten?

Als in den Nürnberger Prozessen und im Frankfurter Auschwitz-Prozeß das Ausmaß der nationalsozialistischen Massenverbrechen zutage trat, wurde offenkundig, daß der juristische Diskurs nur eingeschränkt in der Lage war, dem, was Deutsche in Europa angerichtet hatten, einen auch nur annähernd angemessenen Ausdruck zu verleihen. 1965 bekannte der Hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer: »Wir Juristen in Frankfurt haben erschreckt gerufen nach dem Dichter, der das ausspricht, was der Prozeß auszusprechen nicht imstande ist.« Tatsächlich hatten einige deutschsprachige Schriftsteller die Prozesse im Gerichtssaal mitverfolgt. Doch konnten sie der Erwartung, die Bauer formulierte, überhaupt entsprechen?

Inhalt

Stephan Braese: Juris-Diktionen. Eine Einführung
Robert André: Im Stillen. W. E. Süskind, der Nürnberger Prozess und die Sprache des »Unmenschen«
Cornelia Vismann: Sprachbrüche im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess
Henry A. Lea: Verfolger und Verfolgte: Wolfgang Hildesheimers Erfahrung der Nürnberger Prozesse
Hanno Loewy: Are we going to do this again? Nürnberg, Jerusalem, Frankfurt: Auschwitz im Courtroom Drama
Vivian Liska: Das Aktenkundige und die Dichtung. Zu Marie Luise Kaschnitz' »Zoon Politikon«
Marcel Atze: »Ich will nur dasitzen und zuhören, zusehen und beobachten.« Horst Krüger im Auschwitz-Prozess
Burkhardt Lindner: Protokoll, Memoria, Schattensprache. »Die Ermittlung« von Peter Weiss ist kein Dokumentartheater
Rainer Stollmann: Wovon man nicht reden kann, das ist gemeinsame Sache aller Teilsprachen. KZ, Krieg, politisches Verbrechen im Werk Alexander Kluges
Klaus Lüdersen: Die Wahrheit des »Vorlesers«
William Collins Donahue: Der Holocaust als Anlass zur Selbstbemitleidung. Geschichtsschüchternheit in Bernhard Schlinks »Der Vorleser«

Stephan Braese

geb. 1961, ist Professor für Europäisch-jüdische Literatur- und Kulturgeschichte an der RWTH Aachen. 2002 war er Gastprofessor für interdisziplinäre Holocaustforschung an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main, danach Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Vertretungsprofessor für deutschsprachige Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts an der Universität Bremen.

Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung, Band 1,
Göttingen: Wallstein Verlag
200 S., brosch., 14 x 22,2
ISBN 3-89244-756-X
Preis: 24 Euro


Biographien

Stephan Braese (Hrsg.)

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Tagungsband zum internationalen Symposium »Dichter und Richter«, 15. und 16. November 2002 in Frankfurt am Main. Eine Veröffentlichung der Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, mit Unterstützung des Fritz Bauer Instituts.

Vermochten deutschsprachige Schriftsteller auf die Erfahrung der NS-Prozesse literarisch zu antworten?

Als in den Nürnberger Prozessen und im Frankfurter Auschwitz-Prozeß das Ausmaß der nationalsozialistischen Massenverbrechen zutage trat, wurde offenkundig, daß der juristische Diskurs nur eingeschränkt in der Lage war, dem, was Deutsche in Europa angerichtet hatten, einen auch nur annähernd angemessenen Ausdruck zu verleihen. 1965 bekannte der Hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer: »Wir Juristen in Frankfurt haben erschreckt gerufen nach dem Dichter, der das ausspricht, was der Prozeß auszusprechen nicht imstande ist.« Tatsächlich hatten einige deutschsprachige Schriftsteller die Prozesse im Gerichtssaal mitverfolgt. Doch konnten sie der Erwartung, die Bauer formulierte, überhaupt entsprechen?

Inhalt

Stephan Braese: Juris-Diktionen. Eine Einführung
Robert André: Im Stillen. W. E. Süskind, der Nürnberger Prozess und die Sprache des »Unmenschen«
Cornelia Vismann: Sprachbrüche im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess
Henry A. Lea: Verfolger und Verfolgte: Wolfgang Hildesheimers Erfahrung der Nürnberger Prozesse
Hanno Loewy: Are we going to do this again? Nürnberg, Jerusalem, Frankfurt: Auschwitz im Courtroom Drama
Vivian Liska: Das Aktenkundige und die Dichtung. Zu Marie Luise Kaschnitz' »Zoon Politikon«
Marcel Atze: »Ich will nur dasitzen und zuhören, zusehen und beobachten.« Horst Krüger im Auschwitz-Prozess
Burkhardt Lindner: Protokoll, Memoria, Schattensprache. »Die Ermittlung« von Peter Weiss ist kein Dokumentartheater
Rainer Stollmann: Wovon man nicht reden kann, das ist gemeinsame Sache aller Teilsprachen. KZ, Krieg, politisches Verbrechen im Werk Alexander Kluges
Klaus Lüdersen: Die Wahrheit des »Vorlesers«
William Collins Donahue: Der Holocaust als Anlass zur Selbstbemitleidung. Geschichtsschüchternheit in Bernhard Schlinks »Der Vorleser«

Stephan Braese

geb. 1961, ist Professor für Europäisch-jüdische Literatur- und Kulturgeschichte an der RWTH Aachen. 2002 war er Gastprofessor für interdisziplinäre Holocaustforschung an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main, danach Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Vertretungsprofessor für deutschsprachige Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts an der Universität Bremen.

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200 S., brosch., 14 x 22,2
ISBN 3-89244-756-X
Preis: 24 Euro


Dossiers

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Als in den Nürnberger Prozessen und im Frankfurter Auschwitz-Prozeß das Ausmaß der nationalsozialistischen Massenverbrechen zutage trat, wurde offenkundig, daß der juristische Diskurs nur eingeschränkt in der Lage war, dem, was Deutsche in Europa angerichtet hatten, einen auch nur annähernd angemessenen Ausdruck zu verleihen. 1965 bekannte der Hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer: »Wir Juristen in Frankfurt haben erschreckt gerufen nach dem Dichter, der das ausspricht, was der Prozeß auszusprechen nicht imstande ist.« Tatsächlich hatten einige deutschsprachige Schriftsteller die Prozesse im Gerichtssaal mitverfolgt. Doch konnten sie der Erwartung, die Bauer formulierte, überhaupt entsprechen?

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Robert André: Im Stillen. W. E. Süskind, der Nürnberger Prozess und die Sprache des »Unmenschen«
Cornelia Vismann: Sprachbrüche im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess
Henry A. Lea: Verfolger und Verfolgte: Wolfgang Hildesheimers Erfahrung der Nürnberger Prozesse
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Vivian Liska: Das Aktenkundige und die Dichtung. Zu Marie Luise Kaschnitz' »Zoon Politikon«
Marcel Atze: »Ich will nur dasitzen und zuhören, zusehen und beobachten.« Horst Krüger im Auschwitz-Prozess
Burkhardt Lindner: Protokoll, Memoria, Schattensprache. »Die Ermittlung« von Peter Weiss ist kein Dokumentartheater
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Klaus Lüdersen: Die Wahrheit des »Vorlesers«
William Collins Donahue: Der Holocaust als Anlass zur Selbstbemitleidung. Geschichtsschüchternheit in Bernhard Schlinks »Der Vorleser«

Stephan Braese

geb. 1961, ist Professor für Europäisch-jüdische Literatur- und Kulturgeschichte an der RWTH Aachen. 2002 war er Gastprofessor für interdisziplinäre Holocaustforschung an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main, danach Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Vertretungsprofessor für deutschsprachige Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts an der Universität Bremen.

Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung, Band 1,
Göttingen: Wallstein Verlag
200 S., brosch., 14 x 22,2
ISBN 3-89244-756-X
Preis: 24 Euro


Newsletter

zur Geschichte und Wirkung des Holocaust

Erschien von 1992 bis 2008 im Eigenverlag.
Im Juni 2000 erschien einmalig eine International Edition in englischer Sprache.
Seit 2009 erscheint in Nachfolge des Newsletters: Einsicht – Bulletin des Fritz Bauer Instituts.

Newsletter, Nr. 1

April 1992, 1. Jahrgang, 8 S.
Redaktion: Hanno Loewy (ViSdP)

Newsletter, Nr. 2

September 1992, 1. Jahrgang, 8 S.
Redaktion: Hanno Loewy (ViSdP), Jacqueline Giere

Newsletter, Nr. 3

Dezember 1992, 1. Jahrgang, 20 S.
Redaktion: Hanno Loewy (ViSdP), Jacqueline Giere

Newsletter, Nr. 4

April 1993, 2. Jahrgang, 20 S.
Redaktion: Hanno Loewy (ViSdP), Jacqueline Giere

Newsletter, Nr. 5

Juli 1993, 2. Jahrgang, 22 S.
Redaktion: Hanno Loewy (ViSdP), Jacqueline Giere, Werner Lott

Newsletter, Nr. 6

November 1993, 2. Jahrgang, 26 S.
Redaktion: Hanno Loewy (ViSdP), Jacqueline Giere, Gottfried Kößler, Werner Lott

Newsletter, Nr. 7

März 1994, 3. Jahrgang, 28 S.
Redaktion: Hanno Loewy (ViSdP), Jacqueline Giere, Gottfried Kößler, Werner Lott

Newsletter, Nr. 8

Dezember 1994, 3. Jahrgang, 26 S.
Redaktion: Hanno Loewy (ViSdP), Jacqueline Giere, Gottfried Kößler, Werner Lott

Newsletter, Nr. 9

Juni 1995, 4. Jahrgang, 32 S., 1. Auflage: 6.000, 2. Auflage 1.000
Redaktion: Hanno Loewy (ViSdP), Jacqueline Giere, Werner Lott, Frank Männicke

Newsletter, Nr. 10

Dezember 1995, 4. Jahrgang, 48 S., Auflage: 10.000
Redaktion: Hanno Loewy (ViSdP), Jacqueline Giere, Werner Lott, Frank Männicke

Newsletter, Nr. 11

September 1996, 5. Jahrgang, 72 S., Auflage: 10.000
Redaktion: Hanno Loewy (ViSdP), Jacqueline Giere, Werner Lott, Frank Männicke, Werner Renz

Newsletter, Nr. 12

April 1997, 6. Jahrgang, 68 S., 1. Auflage: 10.000, 2. Auflage 3.000
Redaktion: Hanno Loewy (ViSdP), Jacqueline Giere, Werner Lott, Werner Renz

Newsletter, Nr. 13

Oktober 1997, 6. Jahrgang, 64 S., Auflage: 10.000
Redaktion: Hanno Loewy (ViSdP), Jacqueline Giere, Werner Lott, Werner Renz

Newsletter, Nr. 14

April 1998, 7. Jahrgang, 72 S., Auflage: 10.000
Redaktion: Hanno Loewy (ViSdP), Jacqueline Giere, Werner Lott, Werner Renz

Newsletter, Nr. 15

Herbst (Oktober) 1998, 7. Jahrgang, 72 S., Auflage: 10.000
Redaktion: Hanno Loewy (ViSdP), Jacqueline Giere, Werner Lott, Werner Renz

Newsletter, Nr. 16

Frühjahr (April) 1999, 8. Jahrgang, 80 S., Auflage: 10.000
Redaktion: Hanno Loewy (ViSdP), Jacqueline Giere, Werner Lott, Werner Renz

Newsletter, Nr. 17

Herbst (Oktober) 1999, 8. Jahrgang, 72 S., Auflage: 10.000
Redaktion: Hanno Loewy (ViSdP), Jacqueline Giere, Jutta Lindenthal, Werner Lott, Werner Renz

Newsletter, Nr. 18

Frühjahr (April) 2000, 9. Jahrgang, 100 S., Auflage: 10.000
Redaktion: Hanno Loewy (ViSdP), Jutta Lindenthal, Werner Lott, Werner Renz

Newsletter on the History and Impact of the Holocaust, No. 1
Information from the Fritz Bauer Institute – International Edition

Summer (June) 2000, Vol. 1, 56 p., Print-run: 7.000, ISSN 1615-2727
Published with generous support of the Foreign Office of the Federal Republic of Germany.
Editors: Dr. Hanno Loewy (editor-in-chief), Jutta Lindenthal, Werner Lott, Werner Renz

Newsletter, Nr. 19

Herbst (Oktober) 2000, 9. Jahrgang, 72 S., Auflage: 11.000
Redaktion: Micha Brumlik (ViSdP), Jutta Lindenthal, Hanno Loewy, Werner Lott, Werner Renz

Newsletter, Nr. 20

Frühjahr (April) 2001, 10. Jahrgang, 72 S., Auflage: 11.000
Redaktion: Micha Brumlik (ViSdP), Jutta Lindenthal, Hanno Loewy, Werner Lott, Werner Renz

Newsletter, Nr. 21

Herbst (Oktober) 2001, 10. Jahrgang, 88 S., Auflage: 11.000
Redaktion: Micha Brumlik (ViSdP), Hanno Loewy, Werner Lott, Werner Renz

Newsletter, Nr. 22

Frühjahr (April) 2002, 11. Jahrgang, 88 S., Auflage: 11.000
Redaktion: Micha Brumlik (ViSdP), Hanno Loewy, Werner Lott, Werner Renz

Newsletter, Nr. 23

Herbst (Oktober) 2002, 11. Jahrgang, 88 S., Auflage: 11.000
Redaktion: Micha Brumlik (ViSdP), Hanno Loewy, Werner Lott, Werner Renz

Newsletter, Nr. 24

Frühjahr (April) 2003, 12. Jahrgang, 72 S., Auflage: 11.000
Redaktion: Micha Brumlik (ViSdP), Werner Lott, Werner Renz

Newsletter, Nr. 25

Herbst (Oktober) 2003, 12. Jahrgang, 72 S., Auflage: 11.000
Redaktion: Micha Brumlik (ViSdP), Werner Lott, Werner Renz

Newsletter, Nr. 26

Herbst (Oktober) 2004, 13. Jahrgang, 88 S., Auflage: 5.000
Redaktion: Micha Brumlik (ViSdP), Werner Lott, Werner Renz

Newsletter, Nr. 27

Herbst (Oktober) 2005, 14. Jahrgang, 88 S., Auflage: 5.000
Redaktion: Micha Brumlik (ViSdP), Werner Lott, Werner Renz

Newsletter, Nr. 28

Frühjahr (April) 2006, 15. Jahrgang, 80 S., Auflage: 5.000
Redaktion: Dietfried Krause-Vilmar (ViSdP), Werner Lott, Werner Renz

Newsletter, Nr. 29

Herbst (Oktober) 2006, 15. Jahrgang, 88 S., Auflage: 5.000
Redaktion: Dietfried Krause-Vilmar (ViSdP), Werner Lott, Werner Renz

Newsletter, Nr. 30

Frühjahr (April) 2007, 16. Jahrgang, 96 S., Auflage: 5.000
Redaktion: Dietfried Krause-Vilmar (ViSdP), Werner Lott, Werner Renz

Newsletter, Nr. 31

Herbst (Oktober) 2007, 16. Jahrgang, 80 S., Auflage: 5.000
Redaktion: Raphael Gross (ViSdP), Werner Konitzer, Werner Lott, Werner Renz

Newsletter, Nr. 32

Frühjahr (April) 2008, 17. Jahrgang, 88 S., Auflage: 5.000
Redaktion: Raphael Gross (ViSdP), Werner Konitzer, Werner Lott, Werner Renz

Newsletter, Nr. 33

Herbst (Oktober) 2008, 17. Jahrgang, 96 S., Auflage: 5.000
Redaktion: Raphael Gross (ViSdP), Werner Konitzer, Werner Lott, Jörg Osterloh, Werner Renz