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Ausgeplündert und verwaltet Titelbild

Bettina Leder, Christoph Schneider, Katharina Stengel

Ausgeplündert und verwaltet

Geschichten vom legalisierten Raub an Juden in Hessen

Dieses Buch enthält rund 100 Geschichten jüdischer Familien, die in Hessen und Rheinhessen ansässig waren. Sie handeln von Armen und Reichen, Jungen und Alten, von Studenten, Bauern, Kaufleuten, Intellektuellen, Arbeitern, Schülern; von Menschen, die sehr unterschiedlich dachten, glaubten und lebten. Wir fanden ihre Spuren in den Akten der Finanzverwaltung, die ab 1933 penibel den Besitz einer jeden Jüdin und eines jeden Juden registrierte, um ihn dann zu enteignen. Das Buch geht zurück auf Recherchen im Rahmen der Ausstellung »Legalisierter Raub. Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933–1945«, die 16 Jahre lang durch Hessen und Rheinhessen wanderte und an 30 Ausstellungsorten mit einem jeweils neuen regionalen Schwerpunkt zur Ausplünderung der Bevölkerung am Ausstellungsort zu sehen war.
Diese Publikation entstand in Kooperation zwischen dem Fritz Bauer Institut und dem Hessischen Rundfunk. Sie wird gefördert durch die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen

Bettina Leder, geboren 1954 in Ost-Berlin, 1977 Ausreise in die Bundesrepublik, Studium der Germanistik, Theaterwissenschaften und Philosophie, seit 1992 freie Mitarbeiterin des Hessischen Rundfunks. Als Ausstellungsmacherin u.a. beteiligt an der Konzeption und Realisierung des Ausstellungsprojekts »Legalisierter Raub. Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933–1945«.

Christoph Schneider arbeitet als freier Autor und Kulturwissenschaftler in Frankfurt am Main.

Dr. Katharina Stengel ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow in Leipzig. Studium der Mittleren und Neueren Geschichte, der Soziologie und politischen Wissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Von 2008 bis 2012 Doktorandin an der Ruhr-Universität Bochum, gefördert durch die Fritz-Thyssen-Stiftung; Promotion zum Dr. phil. 2012, Thema der im Campus-Verlag erschienenen Dissertation: Hermann Langbein. Ein Auschwitz-Überlebender in den erinnerungspolitischen Konflikten der Nachkriegszeit. Langjährige wissenschaftliche Mitarbeit am Fritz Bauer Institut in Forschungs- Editions- und Ausstellungsprojekten.

Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 36
Berlin: Hentrich & Hentrich, 2018
456 Seiten, 315 Abb., Hardcover
ISBN: 978-3-95565-261-6
29,90 €