Fritz Bauer Institut

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Öffentlicher Katalog online zugänglich:

Bibliothek des Fritz Bauer Instituts
zur Geschichte und Wirkung des Holocaust

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Die Bestände der Bibliothek des Fritz Bauer Instituts haben einen öffentlichen Katalog erhalten. Im Katalog (OPAC) sind die Bestände der Bibliothek des Fritz Bauer Instituts nachgewiesen. Alle verzeichneten Medien können nun online recherchiert werden:
https://lbsopac.rz.uni-frankfurt.de/IMPLAND=Y/SRT=YOP/LNG=DU/DB=16/

Die Sammelschwerpunkte sind:
› Forschungsliteratur und Dokumentensammlungen über den Holocaust
› Zeugnisse von Überlebenden
› Literatur über den Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit in der Bundesrepublik Deutschland
› Literatur zur justiziellen Aufarbeitung der NS-Verbrechen
› Literatur und Materialien zur Erziehung nach Auschwitz
Die Ausleihe oder Vormerkung von Medien ist nicht möglich, es handelt sich um eine Präsenzbibliothek.

Die Bibliothek des Fritz Bauer Instituts befindet sich im Bibliothekszentrum Geisteswissenschaften auf dem Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Norbert-Wollheim-Platz 1,
IG Farben-Haus, Querbau Q1, 7. OG, Raum 7.121

Öffnungszeiten:
Mo. bis Fr. 9:00–22.00 Uhr
Sa. 10:00–18:00 Uhr

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Josefine Ruhe
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69.798 322-45
bibliothek(at)fritz-bauer-institut.de
www.fritz-bauer-institut.de/bibliothek.html


Georg-August-Zinn-Preis 2018

Auszeichnung für Oberstaatsanwalt a.D. Gerhard Wiese
und das Fritz Bauer Institut

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Der Georg-August-Zinn-Preis der hessischen Sozialdemokratie zur Förderung von Rechtstaatlichkeit, Demokratie und sozialem Zusammenhalt in Hessen wurde in diesem Jahr an das Fritz Bauer Institut und den Anklagevertreter im Frankfurter Auschwitz-Prozess, Oberstaatsanwalt a.D. Gerhard Wiese verliehen. Die Preisverleihung fand am 13. September 2018 im Hessischen Landtag in Wiesbaden statt.

Mit dem Georg-August-Zinn-Preis erinnert die hessische Sozialdemokratie an einen großen Staatsmann, den Mitmenschlichkeit und Weitsicht, Leidenschaft und Verantwortungsgefühl gleichermaßen kennzeichnen. Er wird an Menschen verliehen, die sich in vorbildhafter Weise um Rechtstaatlichkeit, Demokratie und den sozialen Zusammenhalt verdient gemacht haben. Der Georg-August-Zinn-Preis wird in der Regel alle zwei Jahre verlieren und ist mit 5.000 Euro (in diesem Jahr mit zweimal 2.500 Euro) dotiert.
Unter den hessischen Ministerpräsidenten nimmt Georg August Zinn (geboren am 27. Mai 1901 in Frankfurt am Main, gestorben am 27. März 1976 ebenda) eine besondere Stellung ein. Seine 19jährige Amtszeit von 1950 bis 1969 ist bis heute unerreicht und er gilt aufgrund seines politischen Lebenswerkes als der bedeutendste hessische Ministerpräsident. Ziel seiner Politik war der soziale Rechtsstaat. Er kämpfte für ein angemessenes Gleichgewicht von Freiheit, sozialer Sicherheit und Gleichheit. Georg August Zinn wollte die Versöhnung von Menschen unterschiedlicher Herkunft. Er förderte ihre gesellschaftliche Integration, Ausstattung mit gleichen Rechten und ihre Möglichkeiten zur Teilhabe am Wohlstand.
1956 berief Zinn den Sozialdemokraten Fritz Bauer als Hessischen Generalstaatsanwalt nach Frankfurt am Main und begründete damit eine neue Epoche der Aufarbeitung der NS-Verbrechen. Zinn hatte ein enges Vertrauensverhältnis zu Bauer und gab ihm die notwendige politische Rückendeckung bei der in der Nachkriegszeit von vielen als unbequem und unerwünscht empfundenen juristischen Aufklärung der Gräuel des Nationalsozialismus.
 
Oberstaatsanwalt a.D. Gerhard Wiese war Vertreter der Anklage in Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963–1965). Für sein berufliches Wirken im Justizdienst und sein ehrenamtliches Engagement in der Erinnerungskultur bekam Wiese 2017 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

Das Fritz Bauer Institut
ist eine unabhängige, zeitgeschichtlich ausgerichtete und interdisziplinär orientierte Forschungs- und Bildungseinrichtung an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Es untersucht und dokumentiert die Geschichte der nationalsozialistischen Massenverbrechen – insbesondere des Holocaust – und deren Wirkung bis in die Gegenwart.

Programm
Begrüßung:
Nancy Faeser MdL, Generalsekretärin der SPD Hessen
»Georg-August Zinn – sein Wirken verpflichtet« / Würdigung der Preisträger:
Thorsten Schäfer-Gümbel MdL, Landes- und Fraktionsvorsitzender der SPD Hessen
Ansprachen der Preisträger:
Gerhard Wiese, Oberstaatsanwalt a. D.
Prof. Dr. Sybille Steinbacher, Direktorin des Fritz Bauer Instituts und Inhaberin des Lehrstuhls zur Erforschung der Geschichte und Wirkung des Holocaust an der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Schlusswort:
Günter Rudolph MdL, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD Fraktion im Hessischen Landtag
Musikalische Begleitung:
J Hatch Trio (J Hatch, Piano, Jörg Mühlhaus, Kontrabass; Michael Grossmann, Schlagzeug)
 
Die bisherigen Preisträger
›  2016: Schauspielerin Iris Berben für ihr Wirken für sozialen Zusammenhalt und gegen Rassismus und Antisemitismus
›  2014: Stefan Aust für sein Wirken als bedeutender deutscher Journalist und sein gemein-sam mit Dirk Laabs veröffentlichtes Werk Heimatschutz: Der Staat und die Mordserie NSU
›  2012: Prof. Dr. Jürgen Habermas für sein Wirken als Philosoph und sein Werk Zur Verfassung Europas
›  2010: Steffi Jones für besondere Dienste um Fairness und Integration im Sport und in der Gesellschaft
›  2007: Dr. Axel Ulrich für sein Werk Politischer Widerstand gegen das Dritte Reich im Rhein-Main-Gebiet
›  2005: Dr. Johanna Kübler für ihr Werk Die Säulen der Europäischen Union: einheitliche Grundrechte? Zur Grundrechtsdivergenz zwischen der ersten und dritten Säule am Beispiel des Datenschutzes
›  2002: Dr. Matthias Meusch für sein Werk Von der Diktatur zur Demokratie Fritz Bauer und die Aufarbeitung der NS-Verbrechen in Hessen (1956–1968)

Abbildung, von links: Thorsten Schäfer-Gümbel, Gerhard Wiese, Sybille Steinbacher, Nancy Faeser, Ruth Wagner; Foto: Werner Lott

Kontakt
SPD-Landesverband Hessen
Rheinstr. 22
65185 Wiesbaden
Telefon: 0611.99977-0
presse(at)spd-hessen.de
www.spd-hessen.de/georg-august-zinn-preis


»Michael Hauck Gastprofessur« am Fritz Bauer Institut

Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung

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Die erstmals 2001 am Fritz Bauer Institut eingerichtete »Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung« wurde 2015 durch die großzügige Förderung von Michael Hauck und seinem Schwiegersohn Oliver Puhl wiederbelebt. Am 18. Januar 2018 ist Michael Hauck im Alter von 90 Jahren in Frankfurt am Main gestorben. Aus den Mitteln der jetzt aufgelösten »Stiftung Michael Hauck« und mit der fortgesetzten Unterstützung durch die »Puhl Foundation« kann die nunmehr nach Michael Hauck benannte Gastprofessur für weitere fünf Jahre finanziert werden. Die Gastprofessur ist am Fritz Bauer Institut angesiedelt und bietet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die sich aus historischer Perspektive mit der Erforschung der Geschichte und Wirkung des Holocaust beschäftigen, die Möglichkeit, für jeweils ein Semester nach Frankfurt zu kommen. Dort bieten sie Lehrveranstaltungen am Historischen Seminar der Goethe-Universität an und gehen am Fritz Bauer Institut ihren Forschungsprojekten nach.


Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung

Ausschreibung zum Sommersemester 2019

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Das Historische Seminar am Fachbereich Philosophie und Geschichtswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main schreibt gemeinsam mit dem Fritz Bauer Institut, Studien- und Dokumentationszentrum zur Geschichte und Wirkung des Holocaust, für das Sommersemester 2019 (April bis September 2019) folgende Position aus:

Gastprofessor/in für interdisziplinäre Holocaustforschung

Die Forschungs- und Lehrtätigkeit im Rahmen dieser Position ist am Fritz Bauer Institut angesiedelt, das sich mit der Erforschung des Holocaust und seiner Auswirkungen bis heute befasst. Gesucht wird ein/e einschlägig ausgewiesene/r Wissenschaftler/in, der/die historisch orientiert arbeitet, interdisziplinärer interessiert ist und seinen/ihren Schwerpunkt im sozial-, geistes- oder humanwissenschaftlichen Bereich der Erforschung der Geschichte und Wirkung des Holocaust in Deutschland und Europa hat. Bewerbungen aus dem Ausland sind willkommen.

Ihr/Ihm steht die Infrastruktur des Fritz Bauer Instituts für eigene Forschungsprojekte und die Durchführung von Lehrveranstaltungen zur Verfügung. Erwartet wird, dass sie/er am Historischen Seminar/Fachbereich Philosophie und Geschichtswissenschaften der Goethe-Universität wöchentlich zwei Lehrveranstaltungen anbietet. Von Bewerbern und Bewerberinnen mit Habilitation werden eine Vorlesung und ein Seminar erwartet, von Bewerbern und Bewerberinnen ohne Habilitation zwei Übungen.

Die Gastprofessur wird aus Drittmitteln finanziert, die dem Fritz Bauer Institut zur Verfügung stehen. Sie beruhen auf der großzügigen Förderung durch Oliver Puhl (Puhl Foundation) und (dem im Januar 2018 verstorbenen) Michael Hauck (Stiftung Michael Hauck). Die Vergütung erfolgt in Anlehnung an das Honorar für Vertretungs- und Gastprofessuren an der Goethe-Universität. Gastprofessor/innen aus dem Ausland werden auf Honorarbasis vergütet.

Ihre Bewerbung mit Lebenslauf, Hochschulzeugnissen, Publikationsverzeichnis, Verzeichnis der Lehrveranstaltungen und Forschungsschwerpunkte sowie einem Motivationsschreiben richten Sie bitte per Post (nicht per E-Mail) bis zum 28. September 2018 (Poststempel) an die Direktorin des Fritz Bauer Instituts, Prof. Dr. Sybille Steinbacher, Goethe-Universität Frankfurt am Main/Campus Westend, Fritz Bauer Institut, Norbert-Wollheim-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main. Bitte senden Sie Kopien Ihrer Zeugnisse ein, da keine Rücksendung Ihrer Unterlagen erfolgen wird.

Stellenausschreibung (pdf-Datei)

Auskunft erteilt:
Manuela Ritzheim
Leitung des Verwaltungs- und Projektmanagements des Fritz Bauer Instituts
Tel.: +49 (0)69.798 322-33
m.ritzheim(at)fritz-bauer-institut.de


Neue Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem
Fortunoff Video Archive for Holocaust Testimonies

https://web.library.yale.edu/testimonies

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Seit kurzem ist das Fritz Bauer Institut Kooperationspartner des Fortunoff Video Archive for Holocaust Testimonies an der Yale University in New Haven, Connecticut. Das Fortunoff Archive bzw. seine Vorgängereinrichtung, das Holocaust Survivors Film Project, ist ein Pionier auf dem Gebiet der Oral History und eine der ersten Einrichtungen weltweit, die systematisch Interviews mit Holocaustüberlebenden geführt, archiviert und der Forschung zur Verfügung gestellt hat. Seine Bestände reichen bis in die späten 1970er Jahre zurück und umfassen mittlerweile über 4.500 Videos in 22 Sprachen.
Das Fortunoff Archive war über die Jahre Vorbild einer ganzen Reihe von Oral-History-Projekten. Etwa für das von Steven Spielberg initiierte Visual History Archive der USC Shoah Foundation, mit dem das Fritz Bauer Institut sowie die Goethe-Universität Frankfurt ebenfalls kooperieren und dessen umfangreiche Bestände hier seit letztem Jahr genutzt werden können (vgl. hierzu ausführlicher den Jahresbericht 2017 des Fritz Bauer Instituts, S. 70f.).
Mit dem Zugang zu den Beständen des Fortunoff Archive eröffnet das Fritz Bauer Institut der Forschung neue Möglichkeiten. Die Sammlung konnte in Deutschland bislang ausschließlich über die Server der Bibliothek der FU Berlin eingesehen werden. Nun ist dies auch in Frankfurt möglich.
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die folgende Kontaktadresse:

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Johannes Klaas Beermann
Archiv und Dokumentation
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69.798 322-25
archiv(at)fritz-bauer-institut.de


Stellenausschreibung des Fritz Bauer Instituts

Forschungsprojekt: Geschichte der »Sozialhygiene« in Frankfurt am Main von den 1920er bis in die 1960er Jahre

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Am Fritz Bauer Institut, einem An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main, das sich mit der Erforschung der Geschichte und Wirkung der nationalsozialistischen Verbrechen, insbesondere des Holocaust, beschäftigt, ist zum 15.10.2018 die Stelle einer/eines

Wissenschaftlichen Mitarbeiterin/Mitarbeiters (E 13, TV-H)

zu besetzen.

Geplant ist ein Forschungsprojekt, das die Geschichte der »Sozialhygiene« in Frankfurt am Main von den 1920er bis in die 1960er Jahre behandelt. Das städtische Gesundheitsamt bildet dabei das Zentrum eines Netzes von Institutionen und Personen, die hauptsächlich sozial benachteiligte und am Rande der Gesellschaft stehende Menschen betreuten, überwachten und disziplinierten. Untersucht werden sollen nicht nur die Medizinverbrechen während des »Dritten Reiches«, sondern auch die Radikalisierungsprozesse vor 1933 sowie mentale und wissenschaftliche Kontinuitäten in der frühen Nachkriegszeit. Einschlägige Quellenbestände sind im Frankfurter Institut für Stadtgeschichte vorhanden.  

Die Stelle ist für drei Jahre befristet zu besetzen. Die Möglichkeit zur akademischen Weiterqualifizierung ist gegeben. Der Dienstort ist Frankfurt am Main.

Erwartet werden ein sehr guter akademischer Abschluss im Fach Neuere und Neueste Geschichte bzw. Zeitgeschichte (MA, Magister, Staatsexamen) mit einem Schwerpunkt in der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts sowie Erfahrung in der Archivrecherche. Promotion ist erwünscht. Von Vorteil ist Forschungserfahrung in thematisch einschlägigen Gebieten (Medizingeschichte, Geschichte der Gesundheitsverwaltung).

Das Fritz Bauer Institut strebt in allen Beschäftigungsgruppen eine ausgewogene Geschlechterrelation an. Frauen sind daher ausdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben. Schwerbehinderte Bewerberinnen/Bewerber werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Auskunft erteilt: Frau Manuela Ritzheim, Leiterin des Verwaltungs- und Projektmanagements des Fritz Bauer Instituts, Telefon: 069.798 322-33, E-Mail: m.ritzheim(at)fritz-bauer-institut.de

Ihre Bewerbung mit Lebenslauf, Hochschulzeugnissen, Publikationsverzeichnis, einem Motivationsschreiben und ggfls. mit Empfehlungsschreiben richten Sie bitte per Post (nicht per Email) bis zum 25.8.2018 (Poststempel) an die Direktorin des Fritz Bauer Instituts, Prof. Dr. Sybille Steinbacher, Goethe-Universität Frankfurt am Main/Campus Westend, Fritz Bauer Institut, IG Farben-Haus, Raum 5.315, Norbert-Wollheim-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main. Bitte senden Sie Kopien Ihrer Zeugnisse ein, da keine Rücksendung Ihrer Unterlagen erfolgen wird.


Gedenkakt aus Anlass des 50. Todestages Fritz Bauers

Sonntag, 1. Juli 2018
Plenarsaal der Frankfurter Paulskirche

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Begrüßung: Prof. Dr. Sybille Steinbacher, Fritz Bauer Institut
Rede: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (Foto)
Grußworte: Stellv. Ministerpräsident Tarek Al-Wazir,
Oberbürgermeister Peter Feldmann
Vortrag: Prof. Dr. Norbert Frei
Musik: Ensemble Modern und Junge Deutsche Philharmonie

Gefördert durch das Bankhaus Metzler, die Holger Koppe-Stiftung, den Förderverein Fritz Bauer Institut e.V. und die Dialogistiker GmbH

›  Programm
›  Fotoalbum (Fotos: Helmut Fricke, © Fritz Bauer Institut)
›  Rede des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier
›  Speach by Federal President Frank-Walter Steinmeier (in English)

Medienspiegel:

›  Gedenkstunde zum 50. Todestag von Fritz Bauer
   Journal Frankfurt, 2. Juli 2018
›  Zum 50. Todestag von Fritz Bauer
   hr-iNFO –Wissenswert, 1. Juli 2018
›  Gedenkstunde für Fritz Bauer
   Hessenschau, 1. Juli 2018
›  Steinmeier würdigt Fritz Bauer in der Paulskirche
   Frankfurter Rundschau, 1. Juli 2018
›  Gedenken an Fritz Bauer mit Steinmeier
   Frankfurter Neue Presse, 1. Juli 2018
›  Fritz Bauer war der bessere 68er
   taz, 30. Juni/1. Juli 2018
›  „Die Holocaust-Leugner sind sehr laut“   
   Frankfurter Rundschau, 30. Juni/1.Juli 2018
›  Wer war eigentlich Fritz Bauer?
   Frankfurter Neue Presse, 29. Juni 2018
›  Fritz Bauers Verschwinden aus der Öffentlichkeit
   Frankfurter Rundschau, 27. Juni 2018
›  Das Vermächtnis des Fritz Bauer
   Süddeutsche Zeitung, 24. Juni 2018


Dr. Stefanie Fischer

Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung
im Sommersemester 2018

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Im Sommersemester 2018 wird Dr. Stefanie Fischer als Gastprofessorin für interdisziplinäre Holocaustforschung am Fritz Bauer Institut forschen und lehren. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Neuere Geschichte/deutsch-jüdische Geschichte der Universität Potsdam und am dort ansässigen Selma Stern Zentrum für jüdische Studien Berlin-Brandenburg. 2016 war Stefanie Fischer Visiting Research Associate und 2017 Adjunct Assistant Professor an der University of Notre Dame in Indiana/USA, 2014 war sie als Dorset Fellow an der University of Oxford, UK und als Visiting Buber Fellow an der Hebrew University, Jerusalem, Israel.
Für ihre Dissertationsschrift Ökonomisches Vertrauen und antisemitische Gewalt: Jüdische Viehhändler in Mittelfranken 1919–1939 erhielt Stefanie Fischer den Fraenkel-Prize in Contemporary History 2012 der Wiener Library in London sowie den Irma Rosenberg Prize/Wiener Preis zur Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus. Ihr aktuelles Forschungsprojekt befasst sich mit der Geschichte der jüdischen Friedhöfe in der frühen Bundesrepublik und untersucht, wie sich die Verfolgung und Ermordung der Juden auf die sozialen Beziehungen nach Kriegsende auswirkten. Zu beiden Forschungsfeldern bietet Stefanie Fischer jeweils eine Übung am Historischen Seminar an.


Fritz Bauer-Hörbuch ausgezeichnet

Deutscher Hörbuchpreis 2018 in der Kategorie »Bestes Sachhörbuch«

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Fritz Bauer
Sein Leben, sein Denken, sein Wirken
Herausgegeben von David Johst
im Auftrag des Fritz Bauer Instituts.
Tondokumente mit Originaltönen von Fritz Bauer,
kommentiert und eingeleitet von Burghart Klaußner.
Berlin: Der Audio Verlag, 2017, 4 CDs, 306 Min.,
mit umfangreichem Booklet, € 19,99
ISBN: 978-3-86231-994-7
Veröffentlicht mit Unterstützung der
Friedrich-Ebert-Stiftung und der Gerda Henkel Stiftung.


Als »Bestes Sachhörbuch« zeichnet die Jury des Deutschen Hörbuchpreises die vom Fritz Bauer Institut in Auftrag gegebene Dokumentation Fritz Bauer. Sein Leben, sein Denken, sein Wirken (Der Audio Verlag) aus. In dieser Kategorie werden Produktionen ausgezeichnet, deren inhaltlicher Schwerpunkt bei der Informations- und Wissensvermittlung liegt. Dem Preisträger David Johst, der akribisch die von Fritz Bauer überlieferten Tondokumente zusammengetragen und sie mit informativen Zwischentexten verbunden hat, ist nach Meinung der Juroren eine »große editorische Leistung« geglückt. Der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer ist als Initiator der Auschwitz-Prozesse bekannt geworden. Ebenso engagiert setzte er sich für eine Reform des Strafrechts und des Strafvollzugs ein. Aktiv nutzte er für Vorträge, Gespräche und eigene Sendungen das Medium Radio, um seine Ideen und Ansichten zu verbreiten. Unter Einbindung zahlreicher Archivquellen lässt das Hörbuch Fritz Bauers Person und Biografie lebendig werden.

Begründung der Preisträgerjury
»Eine große editorische Leistung, die David Johst hier geglückt ist. Akribisch hat er sämtliche Tondokumente zusammengetragen, die von Fritz Bauer überliefert sind. Hinzu kommt die schlüssige Montage der Originaltöne und der informativen Teile – letztere klar und angemessen nüchtern von Burghart Klaußner vorgetragen. So wird dem Hörer die spannende Person Fritz Bauer zugänglich gemacht und dessen gesellschaftlicher Auftrag und große Bedeutung – auch für unsere heutige Zeit – glasklar.«

Begründung der Nominierungsjury

»Ein Verdienst der Herausgeber ist es, Reden, Interviews und andere Hördokumente Fritz Bauers einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dadurch, dass die Zwischentexte und die von ihm selbst gesprochenen Passagen für sich stehen, wirken sie umso intensiver und vermitteln ein lebendigeres Bild des Menschen Fritz Bauer, als eine Biografie es könnte. Der Hörer lernt ihn nicht nur als Initiator der Auschwitz-Prozesse, sondern auch als Rechtsphilosophen und -reformer sowie als Zeitzeugen kennen.«

Dr. David Johst, geboren 1977 in Ost-Berlin, studierte Geschichte und Journalistik in Halle und Leipzig und promovierte im Fach Geschichte zum Thema Begrenzung des Rechtsgehorsams: Die Debatte um Widerstand und Widerstandsrecht in Westdeutschland von 1945 bis 1968. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Als freier Journalist arbeitet er u.a. für das Magazin mare, die Wochenzeitung DIE ZEIT und die Jüdische Allgemeine. David Johst ist Mitherausgeber der gesammelten Schriften Fritz Bauers, die noch in diesem Jahr in der Wissenschaftlichen Reihe des Fritz Bauer Instituts erscheinen werden.

Verleihung des Deutschen Hörbuchpreises 2018
Am 6. März 2018 findet die festliche Verleihung des Deutschen Hörbuchpreises im Klaus-von-Bismarck-Saal des WDR Funkhauses in Köln statt. Sie eröffnet das Literaturfestival Lit.COLOGNE. Verliehen wird der Deutsche Hörbuchpreis in sieben Kategorien.
Neben Götz Alsmann als Moderator haben Yvonne Catterfeld als musikalischer Stargast und die Komikerin und Schauspielerin Cordula Stratmann ihr Kommen angesagt.
Die Preisverleihung wird live gesendet in WDR 5, hr2, NDR Kultur, SWR2 und Antenne Saar. 3sat zeigt eine Aufzeichnung am 11. März 2018 ab 11:00 Uhr.

Kontakt
Deutscher Hörbuchpreis e.V.
Henrike Wenschkewitz
Projektleitung DHP 2018
Ludwigstr. 11
50667 Köln
Tel.: 0221.20352127
hoerbuchpreis(at)wdr-mediagroup.com   
www.deutscher-hoerbuchpreis.de


Michael Hauck
22. April 1927 – 18. Januar 2018

In ehrender Erinnerung

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Am 22. April 1927 wurde Michael Hauck in Frankfurt am Main geboren. Er entstammte einer alteingesessenen Frankfurter Bankiersfamilie und war 38 Jahre persönlich haftender Gesellschafter der Privatbank Georg Hauck & Sohn (heute Hauck & Aufhäuser Privatbankiers), deren Ehrenvorsitzender er war.
Hauck war Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse, des Hessischen Verdienstordens und der Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main. Mit seinem mäzenatischen Wirken hat er die Stadt Frankfurt am Main und insbesondere auch die Goethe-Universität viele Jahre lang unterstützt.
So ermöglichte er gemeinsam mit seinem Schwiegersohn Oliver Puhl durch eine großzügige Förderung die Wiederaufnahme der »Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung« zum Wintersemester 2015/16 für zunächst fünf Jahre. Die Gastprofessur ist am Fritz Bauer Institut angesiedelt und wird für jeweils ein Semester an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit einem Schwerpunkt in der sozial-, geistes- oder humanwissenschaftlichen Erforschung der Geschichte und Wirkung des Holocaust vergeben. Mit ihrer Unterstützung der Gastprofessur verfolgen die Förderer ihr Anliegen, die Holocaustforschung an der Frankfurter Universität noch stärker zu institutionalisieren.
Neben seinem vielfältigen Wirken war Michael Hauck auch publizistisch aktiv. Im letzten Jahr ist sein Buch Frankfurter Allerlei. Erlebtes und Erlerntes aus neun Jahrzehnten im Droste Verlag (Düsseldorf) erschienen.
Am 18. Januar 2018 ist Michael Hauck im Alter von 90 Jahren in Frankfurt am Main gestorben.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fritz Bauer Instituts und der Vorstand des Fördervereins Fritz Bauer Institut werden ihn in ehrender Erinnerung behalten.

Die Trauerfeier für Michael Hauck findet statt am Freitag, dem 26. Januar 2018, um 10:30 Uhr in der Trauerhalle des Frankfurter Hauptfriedhofs, Eckenheimer Landstraße 194.



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Telefon: +49 (0)69.798 322-40
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im 5. Stock des IG Farben-Hauses
auf dem Campus Westend der
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Sekretariat: Raum 5.316, Q3, 5. OG
Anfahrt: IG Farben-Haus

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Bulletin des Fritz Bauer Instituts
Einsicht

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Letzte Änderung: 01. September 2011

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