Fritz Bauer Institut

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Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung

Ausschreibung zum Sommersemester 2019

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Das Historische Seminar am Fachbereich Philosophie und Geschichtswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main schreibt gemeinsam mit dem Fritz Bauer Institut, Studien- und Dokumentationszentrum zur Geschichte und Wirkung des Holocaust, für das Sommersemester 2019 (April bis September 2019) folgende Position aus:

Gastprofessor/in für interdisziplinäre Holocaustforschung

Die Forschungs- und Lehrtätigkeit im Rahmen dieser Position ist am Fritz Bauer Institut angesiedelt, das sich mit der Erforschung des Holocaust und seiner Auswirkungen bis heute befasst. Gesucht wird ein/e einschlägig ausgewiesene/r Wissenschaftler/in, der/die historisch orientiert arbeitet, interdisziplinärer interessiert ist und seinen/ihren Schwerpunkt im sozial-, geistes- oder humanwissenschaftlichen Bereich der Erforschung der Geschichte und Wirkung des Holocaust in Deutschland und Europa hat. Bewerbungen aus dem Ausland sind willkommen.

Ihr/Ihm steht die Infrastruktur des Fritz Bauer Instituts für eigene Forschungsprojekte und die Durchführung von Lehrveranstaltungen zur Verfügung. Erwartet wird, dass sie/er am Historischen Seminar/Fachbereich Philosophie und Geschichtswissenschaften der Goethe-Universität wöchentlich zwei Lehrveranstaltungen anbietet. Von Bewerbern und Bewerberinnen mit Habilitation werden eine Vorlesung und ein Seminar erwartet, von Bewerbern und Bewerberinnen ohne Habilitation zwei Übungen.

Die Gastprofessur wird aus Drittmitteln finanziert, die dem Fritz Bauer Institut zur Verfügung stehen. Sie beruhen auf der großzügigen Förderung durch Oliver Puhl (Puhl Foundation) und (dem im Januar 2018 verstorbenen) Michael Hauck (Stiftung Michael Hauck). Die Vergütung erfolgt in Anlehnung an das Honorar für Vertretungs- und Gastprofessuren an der Goethe-Universität. Gastprofessor/innen aus dem Ausland werden auf Honorarbasis vergütet.

Ihre Bewerbung mit Lebenslauf, Hochschulzeugnissen, Publikationsverzeichnis, Verzeichnis der Lehrveranstaltungen und Forschungsschwerpunkte sowie einem Motivationsschreiben richten Sie bitte per Post (nicht per E-Mail) bis zum 28. September 2018 (Poststempel) an die Direktorin des Fritz Bauer Instituts, Prof. Dr. Sybille Steinbacher, Goethe-Universität Frankfurt am Main/Campus Westend, Fritz Bauer Institut, Norbert-Wollheim-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main. Bitte senden Sie Kopien Ihrer Zeugnisse ein, da keine Rücksendung Ihrer Unterlagen erfolgen wird.

Stellenausschreibung (pdf-Datei)

Auskunft erteilt:
Manuela Ritzheim
Leitung des Verwaltungs- und Projektmanagements des Fritz Bauer Instituts
Tel.: +49 (0)69.798 322-33
m.ritzheim(at)fritz-bauer-institut.de


Neue Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem
Fortunoff Video Archive for Holocaust Testimonies

https://web.library.yale.edu/testimonies

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Seit kurzem ist das Fritz Bauer Institut Kooperationspartner des Fortunoff Video Archive for Holocaust Testimonies an der Yale University in New Haven, Connecticut. Das Fortunoff Archive bzw. seine Vorgängereinrichtung, das Holocaust Survivors Film Project, ist ein Pionier auf dem Gebiet der Oral History und eine der ersten Einrichtungen weltweit, die systematisch Interviews mit Holocaustüberlebenden geführt, archiviert und der Forschung zur Verfügung gestellt hat. Seine Bestände reichen bis in die späten 1970er Jahre zurück und umfassen mittlerweile über 4.500 Videos in 22 Sprachen.
Das Fortunoff Archive war über die Jahre Vorbild einer ganzen Reihe von Oral-History-Projekten. Etwa für das von Steven Spielberg initiierte Visual History Archive der USC Shoah Foundation, mit dem das Fritz Bauer Institut sowie die Goethe-Universität Frankfurt ebenfalls kooperieren und dessen umfangreiche Bestände hier seit letztem Jahr genutzt werden können (vgl. hierzu ausführlicher den Jahresbericht 2017 des Fritz Bauer Instituts, S. 70f.).
Mit dem Zugang zu den Beständen des Fortunoff Archive eröffnet das Fritz Bauer Institut der Forschung neue Möglichkeiten. Die Sammlung konnte in Deutschland bislang ausschließlich über die Server der Bibliothek der FU Berlin eingesehen werden. Nun ist dies auch in Frankfurt möglich.
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die folgende Kontaktadresse:

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Johannes Klaas Beermann
Archiv und Dokumentation
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69.798 322-25
archiv(at)fritz-bauer-institut.de


Stellenausschreibung des Fritz Bauer Instituts

Forschungsprojekt: Geschichte der »Sozialhygiene« in Frankfurt am Main von den 1920er bis in die 1960er Jahre

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Am Fritz Bauer Institut, einem An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main, das sich mit der Erforschung der Geschichte und Wirkung der nationalsozialistischen Verbrechen, insbesondere des Holocaust, beschäftigt, ist zum 15.10.2018 die Stelle einer/eines

Wissenschaftlichen Mitarbeiterin/Mitarbeiters (E 13, TV-H)

zu besetzen.

Geplant ist ein Forschungsprojekt, das die Geschichte der »Sozialhygiene« in Frankfurt am Main von den 1920er bis in die 1960er Jahre behandelt. Das städtische Gesundheitsamt bildet dabei das Zentrum eines Netzes von Institutionen und Personen, die hauptsächlich sozial benachteiligte und am Rande der Gesellschaft stehende Menschen betreuten, überwachten und disziplinierten. Untersucht werden sollen nicht nur die Medizinverbrechen während des »Dritten Reiches«, sondern auch die Radikalisierungsprozesse vor 1933 sowie mentale und wissenschaftliche Kontinuitäten in der frühen Nachkriegszeit. Einschlägige Quellenbestände sind im Frankfurter Institut für Stadtgeschichte vorhanden.  

Die Stelle ist für drei Jahre befristet zu besetzen. Die Möglichkeit zur akademischen Weiterqualifizierung ist gegeben. Der Dienstort ist Frankfurt am Main.

Erwartet werden ein sehr guter akademischer Abschluss im Fach Neuere und Neueste Geschichte bzw. Zeitgeschichte (MA, Magister, Staatsexamen) mit einem Schwerpunkt in der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts sowie Erfahrung in der Archivrecherche. Promotion ist erwünscht. Von Vorteil ist Forschungserfahrung in thematisch einschlägigen Gebieten (Medizingeschichte, Geschichte der Gesundheitsverwaltung).

Das Fritz Bauer Institut strebt in allen Beschäftigungsgruppen eine ausgewogene Geschlechterrelation an. Frauen sind daher ausdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben. Schwerbehinderte Bewerberinnen/Bewerber werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Auskunft erteilt: Frau Manuela Ritzheim, Leiterin des Verwaltungs- und Projektmanagements des Fritz Bauer Instituts, Telefon: 069.798 322-33, E-Mail: m.ritzheim(at)fritz-bauer-institut.de

Ihre Bewerbung mit Lebenslauf, Hochschulzeugnissen, Publikationsverzeichnis, einem Motivationsschreiben und ggfls. mit Empfehlungsschreiben richten Sie bitte per Post (nicht per Email) bis zum 25.8.2018 (Poststempel) an die Direktorin des Fritz Bauer Instituts, Prof. Dr. Sybille Steinbacher, Goethe-Universität Frankfurt am Main/Campus Westend, Fritz Bauer Institut, IG Farben-Haus, Raum 5.315, Norbert-Wollheim-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main. Bitte senden Sie Kopien Ihrer Zeugnisse ein, da keine Rücksendung Ihrer Unterlagen erfolgen wird.


Gedenkakt aus Anlass des 50. Todestages Fritz Bauers

Sonntag, 1. Juli 2018
Plenarsaal der Frankfurter Paulskirche

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Begrüßung: Prof. Dr. Sybille Steinbacher, Fritz Bauer Institut
Rede: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (Foto)
Grußworte: Stellv. Ministerpräsident Tarek Al-Wazir,
Oberbürgermeister Peter Feldmann
Vortrag: Prof. Dr. Norbert Frei
Musik: Ensemble Modern und Junge Deutsche Philharmonie

Gefördert durch das Bankhaus Metzler, die Holger Koppe-Stiftung, den Förderverein Fritz Bauer Institut e.V. und die Dialogistiker GmbH

›  Programm
›  Fotoalbum (Fotos: Helmut Fricke, © Fritz Bauer Institut)
›  Rede des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier
›  Speach by Federal President Frank-Walter Steinmeier (in English)

Medienspiegel:

›  Gedenkstunde zum 50. Todestag von Fritz Bauer
   Journal Frankfurt, 2. Juli 2018
›  Zum 50. Todestag von Fritz Bauer
   hr-iNFO –Wissenswert, 1. Juli 2018
›  Gedenkstunde für Fritz Bauer
   Hessenschau, 1. Juli 2018
›  Steinmeier würdigt Fritz Bauer in der Paulskirche
   Frankfurter Rundschau, 1. Juli 2018
›  Gedenken an Fritz Bauer mit Steinmeier
   Frankfurter Neue Presse, 1. Juli 2018
›  Fritz Bauer war der bessere 68er
   taz, 30. Juni/1. Juli 2018
›  „Die Holocaust-Leugner sind sehr laut“   
   Frankfurter Rundschau, 30. Juni/1.Juli 2018
›  Wer war eigentlich Fritz Bauer?
   Frankfurter Neue Presse, 29. Juni 2018
›  Fritz Bauers Verschwinden aus der Öffentlichkeit
   Frankfurter Rundschau, 27. Juni 2018
›  Das Vermächtnis des Fritz Bauer
   Süddeutsche Zeitung, 24. Juni 2018


Dr. Stefanie Fischer

Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung
im Sommersemester 2018

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Im Sommersemester 2018 wird Dr. Stefanie Fischer als Gastprofessorin für interdisziplinäre Holocaustforschung am Fritz Bauer Institut forschen und lehren. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Neuere Geschichte/deutsch-jüdische Geschichte der Universität Potsdam und am dort ansässigen Selma Stern Zentrum für jüdische Studien Berlin-Brandenburg. 2016 war Stefanie Fischer Visiting Research Associate und 2017 Adjunct Assistant Professor an der University of Notre Dame in Indiana/USA, 2014 war sie als Dorset Fellow an der University of Oxford, UK und als Visiting Buber Fellow an der Hebrew University, Jerusalem, Israel.
Für ihre Dissertationsschrift Ökonomisches Vertrauen und antisemitische Gewalt: Jüdische Viehhändler in Mittelfranken 1919–1939 erhielt Stefanie Fischer den Fraenkel-Prize in Contemporary History 2012 der Wiener Library in London sowie den Irma Rosenberg Prize/Wiener Preis zur Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus. Ihr aktuelles Forschungsprojekt befasst sich mit der Geschichte der jüdischen Friedhöfe in der frühen Bundesrepublik und untersucht, wie sich die Verfolgung und Ermordung der Juden auf die sozialen Beziehungen nach Kriegsende auswirkten. Zu beiden Forschungsfeldern bietet Stefanie Fischer jeweils eine Übung am Historischen Seminar an.


Fritz Bauer-Hörbuch ausgezeichnet

Deutscher Hörbuchpreis 2018 in der Kategorie »Bestes Sachhörbuch«

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Fritz Bauer
Sein Leben, sein Denken, sein Wirken
Herausgegeben von David Johst
im Auftrag des Fritz Bauer Instituts.
Tondokumente mit Originaltönen von Fritz Bauer,
kommentiert und eingeleitet von Burghart Klaußner.
Berlin: Der Audio Verlag, 2017, 4 CDs, 306 Min.,
mit umfangreichem Booklet, € 19,99
ISBN: 978-3-86231-994-7
Veröffentlicht mit Unterstützung der
Friedrich-Ebert-Stiftung und der Gerda Henkel Stiftung.


Als »Bestes Sachhörbuch« zeichnet die Jury des Deutschen Hörbuchpreises die vom Fritz Bauer Institut in Auftrag gegebene Dokumentation Fritz Bauer. Sein Leben, sein Denken, sein Wirken (Der Audio Verlag) aus. In dieser Kategorie werden Produktionen ausgezeichnet, deren inhaltlicher Schwerpunkt bei der Informations- und Wissensvermittlung liegt. Dem Preisträger David Johst, der akribisch die von Fritz Bauer überlieferten Tondokumente zusammengetragen und sie mit informativen Zwischentexten verbunden hat, ist nach Meinung der Juroren eine »große editorische Leistung« geglückt. Der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer ist als Initiator der Auschwitz-Prozesse bekannt geworden. Ebenso engagiert setzte er sich für eine Reform des Strafrechts und des Strafvollzugs ein. Aktiv nutzte er für Vorträge, Gespräche und eigene Sendungen das Medium Radio, um seine Ideen und Ansichten zu verbreiten. Unter Einbindung zahlreicher Archivquellen lässt das Hörbuch Fritz Bauers Person und Biografie lebendig werden.

Begründung der Preisträgerjury
»Eine große editorische Leistung, die David Johst hier geglückt ist. Akribisch hat er sämtliche Tondokumente zusammengetragen, die von Fritz Bauer überliefert sind. Hinzu kommt die schlüssige Montage der Originaltöne und der informativen Teile – letztere klar und angemessen nüchtern von Burghart Klaußner vorgetragen. So wird dem Hörer die spannende Person Fritz Bauer zugänglich gemacht und dessen gesellschaftlicher Auftrag und große Bedeutung – auch für unsere heutige Zeit – glasklar.«

Begründung der Nominierungsjury

»Ein Verdienst der Herausgeber ist es, Reden, Interviews und andere Hördokumente Fritz Bauers einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dadurch, dass die Zwischentexte und die von ihm selbst gesprochenen Passagen für sich stehen, wirken sie umso intensiver und vermitteln ein lebendigeres Bild des Menschen Fritz Bauer, als eine Biografie es könnte. Der Hörer lernt ihn nicht nur als Initiator der Auschwitz-Prozesse, sondern auch als Rechtsphilosophen und -reformer sowie als Zeitzeugen kennen.«

Dr. David Johst, geboren 1977 in Ost-Berlin, studierte Geschichte und Journalistik in Halle und Leipzig und promovierte im Fach Geschichte zum Thema Begrenzung des Rechtsgehorsams: Die Debatte um Widerstand und Widerstandsrecht in Westdeutschland von 1945 bis 1968. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Als freier Journalist arbeitet er u.a. für das Magazin mare, die Wochenzeitung DIE ZEIT und die Jüdische Allgemeine. David Johst ist Mitherausgeber der gesammelten Schriften Fritz Bauers, die noch in diesem Jahr in der Wissenschaftlichen Reihe des Fritz Bauer Instituts erscheinen werden.

Verleihung des Deutschen Hörbuchpreises 2018
Am 6. März 2018 findet die festliche Verleihung des Deutschen Hörbuchpreises im Klaus-von-Bismarck-Saal des WDR Funkhauses in Köln statt. Sie eröffnet das Literaturfestival Lit.COLOGNE. Verliehen wird der Deutsche Hörbuchpreis in sieben Kategorien.
Neben Götz Alsmann als Moderator haben Yvonne Catterfeld als musikalischer Stargast und die Komikerin und Schauspielerin Cordula Stratmann ihr Kommen angesagt.
Die Preisverleihung wird live gesendet in WDR 5, hr2, NDR Kultur, SWR2 und Antenne Saar. 3sat zeigt eine Aufzeichnung am 11. März 2018 ab 11:00 Uhr.

Kontakt
Deutscher Hörbuchpreis e.V.
Henrike Wenschkewitz
Projektleitung DHP 2018
Ludwigstr. 11
50667 Köln
Tel.: 0221.20352127
hoerbuchpreis(at)wdr-mediagroup.com   
www.deutscher-hoerbuchpreis.de


Michael Hauck
22. April 1927 – 18. Januar 2018

In ehrender Erinnerung

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Am 22. April 1927 wurde Michael Hauck in Frankfurt am Main geboren. Er entstammte einer alteingesessenen Frankfurter Bankiersfamilie und war 38 Jahre persönlich haftender Gesellschafter der Privatbank Georg Hauck & Sohn (heute Hauck & Aufhäuser Privatbankiers), deren Ehrenvorsitzender er war.
Hauck war Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse, des Hessischen Verdienstordens und der Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main. Mit seinem mäzenatischen Wirken hat er die Stadt Frankfurt am Main und insbesondere auch die Goethe-Universität viele Jahre lang unterstützt.
So ermöglichte er gemeinsam mit seinem Schwiegersohn Oliver Puhl durch eine großzügige Förderung die Wiederaufnahme der »Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung« zum Wintersemester 2015/16 für zunächst fünf Jahre. Die Gastprofessur ist am Fritz Bauer Institut angesiedelt und wird für jeweils ein Semester an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit einem Schwerpunkt in der sozial-, geistes- oder humanwissenschaftlichen Erforschung der Geschichte und Wirkung des Holocaust vergeben. Mit ihrer Unterstützung der Gastprofessur verfolgen die Förderer ihr Anliegen, die Holocaustforschung an der Frankfurter Universität noch stärker zu institutionalisieren.
Neben seinem vielfältigen Wirken war Michael Hauck auch publizistisch aktiv. Im letzten Jahr ist sein Buch Frankfurter Allerlei. Erlebtes und Erlerntes aus neun Jahrzehnten im Droste Verlag (Düsseldorf) erschienen.
Am 18. Januar 2018 ist Michael Hauck im Alter von 90 Jahren in Frankfurt am Main gestorben.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fritz Bauer Instituts und der Vorstand des Fördervereins Fritz Bauer Institut werden ihn in ehrender Erinnerung behalten.

Die Trauerfeier für Michael Hauck findet statt am Freitag, dem 26. Januar 2018, um 10:30 Uhr in der Trauerhalle des Frankfurter Hauptfriedhofs, Eckenheimer Landstraße 194.


Stellenausschreibung:
Forschungsprojekt zur Geschichte des Rechtsradikalismus in Deutschland

Wissenschaftliche/r Mitarbeiterin/Mitarbeiter
(E13, TV-GU, 70%-Teilzeit)

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Am Lehrstuhl zur Erforschung der Geschichte und Wirkung des Holocaust der Goethe-Universität Frankfurt am Main ist zum 1. März 2018 die Stelle einer/eines

Wissenschaftlichen Mitarbeiterin/Mitarbeiters
(E13, TV-GU, 70%-Teilzeit)


zunächst für die Dauer von drei Jahren zu besetzen.

Aufgaben:
In Zusammenarbeit mit dem Fritz Bauer Institut ist ein Forschungsprojekt zur Geschichte des Rechtsradikalismus in Deutschland geplant. Der zeitliche Rahmen reicht von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart. Ziel ist es, nach den Zusammenhängen zwischen den Konjunkturen des Rechtsradikalismus und der Massenmigration zu fragen und zu eruieren, ob und inwiefern Verbindungen zur NS-Ideologie, ihrer Sprache und ihren Feindbildern bestanden. Die Möglichkeit zur akademischen Weiterqualifizierung ist gegeben. Der Dienstort ist Frankfurt am Main. Die genaue Vergütungseinstufung erfolgt gemäß der Qualifikationsstufe des Bewerbers/der Bewerberin.

Einstellungsvoraussetzungen:
Erwartet werden ein sehr guter wissenschaftlicher Hochschulabschluss im Fach Neuere und Neueste Geschichte bzw. Zeitgeschichte (MA, Magister, Staatsexamen) mit einem Schwerpunkt in der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts sowie Erfahrung in der Archivrecherche. Die Promotion ist erwünscht.

Auskunft erteilt:
Frau Manuela Ritzheim, Leiterin des Verwaltungs- und Projektmanagements des Fritz Bauer Instituts, Telefon: 069.798 322-33, E-Mail: m.ritzheim@fritz-bauer-institut.de

Ihre Bewerbung mit Lebenslauf, Hochschulzeugnissen, Publikationsverzeichnis, einem Motivationsschreiben und einer (maximal zwei Seiten umfassenden) Ideenskizze für das Forschungsprojekt zur Geschichte des Rechtsradikalismus richten Sie bitte per Post (nicht per Email) bis zum 30. Januar 2018 an die Direktorin des Fritz Bauer Instituts, Prof. Dr. Sybille Steinbacher, Goethe-Universität Frankfurt am Main/Campus Westend, Fritz Bauer Institut, IG Farben-Haus, Raum 5.315, Norbert-Wollheim-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main. Bitte senden Sie Kopien Ihrer Zeugnisse ein, da keine Rücksendung Ihrer Unterlagen erfolgen wird.


Wolfgang Leopold Lauinger, sel. A.

In ehrender Erinnerung

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Wolfgang Lauinger war ein Zeitzeuge, der im Nationalsozialismus als Mitglied einer Gruppe Frankfurter Swingjugendlicher, als Homosexueller und »Halbjude« verfolgt wurde. Auch nach der Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus war für ihn die Verfolgung nicht zu Ende: 1950 wurde er wegen eines vermuteten Verstoßes gegen den §175 erneut inhaftiert. Am 20. Dezember 2017 ist Wolfgang Lauinger im Alter von 99 Jahren in Frankfurt am Main gestorben.

Abb.: Wolfgang Lauinger (im Sessel) im Eisenhower-Saal der Goethe-Universität Frankfurt am Main am 10. Juli 2017, dahinter von links: Finanzminister a.D. Karl Starzacher, Dr. Bettina Leder, Universitätspräsidentin Prof. Dr. Birgitta Wolff, Direktorin des Fritz Bauer Instituts Prof. Dr. Sybille Steinbacher, Staatsminister Dr. Thomas Schäfer
Foto: Gottfried Kößler
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Gewitzter Kämpfer

Nachruf von Pitt von Bebenburg
Frankfurter Rundschau, 21. Dezember 2017
www.fr.de/frankfurt/nachruf-gewitzter-kaempfer-a-1412661

Bettina Leder
Lauingers. Eine Familiengeschichte aus Deutschland
Jüdische Memoiren, Bd. 26
288 S., 42 Abb., € 24,90, Berlin: Hentrich & Hentrich, 2015
https://www.hentrichhentrich.de/buch-lauingers.html


Ehrung für Oberstaatsanwalt a.D. Gerhard Wiese

Verdienstkreuzes am Bande des
Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

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Für seine außerordentlichen Verdienste um die Gerechtigkeit und die deutsche Justiz hat Oberstaatsanwalt a.D. Gerhard Wiese am 14. November 2017 das Bundesverdienstkreuz am Bande von Heiko Maas, Bundesministers der Justiz und für Verbraucherschutz, überreicht bekommen. Die Feierstunde zur Preisübergabe fand statt im Fritz-Bauer-Saal des Landgerichts Frankfurt, dem ehemaligen Dienstzimmer von Fritz Bauer.

Gerhard Wiese (geboren 1928) hat als junger Staatsanwalt unter der Leitung von Generalstaatsanwalt Fritz Bauer die Anklage im »Auschwitz-Prozess« vertreten, der von 1963 bis 1965 vor dem Landgericht Frankfurt am Main stattfand. Wiese hat die Anklageschriften mitformuliert und die Plädoyers gegen einige der brutalsten Täter gehalten. Er hat mitgeholfen, das größte Menschheitsverbrechen der Geschichte vor Gericht zu bringen, Täter zur Verantwortung zu ziehen und den Opfern ein wenig Genugtuung zu verschaffen.
Die Ankläger im »Auschwitz-Prozess« mussten sich großen Widerständen entgegenstellen – aus den Reihen der Justiz selbst aber auch aus der Öffentlichkeit. Denn der Prozess führte allen erstmals den organisierten Völkermord an den Juden Europas vor Augen – oder wie Gerhard Wiese selbst sagte: »Keiner konnte mehr kommen und sagen: Es hat keine Gaskammer gegeben.« Wiese hat sich darüber hinaus in weiteren Prozessen als Staatsanwalt für die Ahndung der NS-Verbrechen eingesetzt. Und auch heute engagiert er sich trotz seines hohen Alters als Zeitzeuge, insbesondere für Schulklassen und Studierende.

In seiner Rede zur Übergabe des Bundesverdienstkreuzes am Bande konzertierte Bundesminister Maas: »Auschwitz ist das Synonym für das größtmögliche Unrecht, das Menschen anderen Menschen angetan haben. Aber die Prozesse in Frankfurt zeigten auch, was Justiz zu leisten vermag, wenn sie den Willen hat, der Gerechtigkeit zu dienen.« Es sei daher wichtig, »jene zu ehren, die sich früher als andere und oft gegen große Widerstände für die richtige Sache engagiert haben. Einer, der das getan hat, war Gerhard Wiese.« … »Ich bin Ihnen für Ihr heutiges Engagement genauso dankbar wie für Ihre Leistungen in der Justiz«, so Maas. »Es ist wichtig, das Wissen um das Unrecht an die junge Generation weiterzugeben. Natürlich wiederholt sich Geschichte nicht. Aber nichts ist unumstößlich, und manches, was uns heute so selbstverständlich scheint, kann schon morgen in Gefahr geraten. Das Wissen um das Unrecht der Vergangenheit schärft unsere Sensibilität, wenn heute Menschenwürde und rechtsstaatliche Prinzipien in Frage gestellt werden. Deshalb ist Engagement so wichtig – oder wie Fritz Bauer einmal sagte: ›Wir können aus der Erde keinen Himmel machen, aber jeder kann etwas dafür tun, damit sie nicht zur Hölle wird.‹«

Artikel des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz
zur Übergabe des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik an Oberstaatsanwalt a.D. Gerhard Wiese.
www.bmjv.de/SharedDocs/Artikel/DE/2017/111417_Bundesverdienstkreuz_Wiese.html

Rede von Bundesminister Heiko Maas

www.bmjv.de/SharedDocs/Reden/DE/2017/111417_Verdienstorden_Wiese.html 

Abbildung oben

Oberstaatsanwalt a.D. Gerhard Wiese (links) im Gespräch mit Oberstaatsanwalt a.D. Johannes Warlo, ehemaliger Mitarbeiter der Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt am Main unter Fritz Bauer. Eröffnung des Fritz-Bauer-Saals im Landgericht Frankfurt am Main, am 17. Mai 2017.
Foto: Werner Lott



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E-Mail: info(at)fritz-bauer-institut.de

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Einsicht 18
Bulletin des Fritz Bauer Instituts
Das Heft erscheint zweimal jährlich (April/Oktober), Auflage 5.500.
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Letzte Änderung: 01. September 2011

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