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Freitag, 10. August 2018

DIE GRAUEN BUSSE
Zum Gedenken an die Opfer der »Euthanasie«-Verbrechen im Nationalsozialismus

Denkmalsinstallation mit umfangreichem Begleitprogramm
19. August 2017 bis Mai 2018
Rathenauplatz, Frankfurt am Main

Das mobile »Denkmal der Grauen Busse« ist ein Mahnmal in Bewegung. Nach Berlin, Köln, München und 16 weiterer Städte wird es vom 19. August 2017 bis in den Mai 2018 auf dem Frankfurter Rathenauplatz zu sehen sein, im Gedanken an die Opfer der sogenannten »Euthanasie – Aktion T4«. Mit einer umfangreichen Veranstaltungsreihe über die medizin-historischen Ereignisse und die nationalsozialistische Ideologie von »unwertem« Leben wird an den organisierten Massenmord erinnert. Neben drei ergänzenden Ausstellungen werden Exkursionen, Workshops, Führungen, Theater- und Filmvorführungen, Vorträge, Lesungen und Diskussionsveranstaltungen die Ausstellung begleiten.
Weitere Informationen zum mobilen Denkmal und zum Begleitprogramm:
http://die-grauen-busse-frankfurt.de 

Das »Denkmal der Grauen Busse« wurde 2005 von den Künstlern Horst Hoheisel und Andreas Knitz initiiert und entworfen. Mit dem in Originalgröße aus Beton gegossenen Bus erinnern die Künstler nicht nur an die Opfer, sondern sie suchen mit der Nachbildung des Tatwerkzeugs auch die Auseinandersetzung mit den Tätern. Mit grauer Tarnfarbe gestrichene ehemalige Postbusse brachten psychisch kranke oder geistig behinderte Kinder und Erwachsene zwischen 1940 und 1941 zu sechs Tötungsanstalten in Deutschland, in denen sie ermordet wurden. Eine davon war Hadamar in Mittelhessen.
Weitere Informationen auf der Website des mobilen Denkmals:
www.dasdenkmaldergrauenbusse.de 

Veranstalter
Amt für multikulturelle Angelegenheiten Frankfurt am Main | Dezernat Kultur und Wissenschaft Stadt Frankfurt am Main | Dezernat Personal & Gesundheit Stadt Frankfurt am Main | Fritz Bauer Institut zur Geschichte und Wirkung des Holocaust | Gesundheitsamt Frankfurt am Main | Haus am Dom, Katholische Akademie Rabanus Maurus | Institut für Stadtgeschichte im Karmeliterkloster Frankfurt am Main | Kulturamt Frankfurt am Main | Psychiatriewoche Frankfurt am Main | Stadtbücherei Frankfurt am Main

Förderer und Kooperationspartner
ABG Frankfurt Holding | Amt für Straßenbau und Erschließung Frankfurt am Main | Atelier Goldstein | Evangelische Akademie Frankfurt | Evangelische Kirche Frankfurt am Main | FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH | Filmforum Höchst | Feuerwehr Frankfurt am Main | Förderverein Roma e.V. | Frankfurter Werkgemeinschaft e.V. | Gegen Vergessen für Demokratie e.V. | Historische Straßenbahn der Stadt Frankfurt am Main | Staatliches Schulamt Frankfurt am Main | Straßenverkehrsamt Frankfurt am Main | VGF Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main | Volkshochschule Frankfurt am Main | Zentrum für Psychische Gesundheit

Dazu ist erschienen
Thomas Müller, Paul-Otto Schmidt-Michel, Franz Schwarzbauer (Hrsg.):
Vergangen? Spurensuche und  Erinnerungsarbeit – Das Denkmal der Grauen Busse
Zwiefalten, Verlag Psychiatrie und Geschichte, 2017, 276 S., € 15,90
ISBN 978-3-931200-25-1
www.forschung-bw.de/VersFHist/VerlagPsychGesch/buecher/GrauerBus_2017_Inhalt.pdf

Kontakt
Stadt Frankfurt am Main
Gesundheitsamt
Breite Gasse 28
60313 Frankfurt am Main
www.gesundheitsamt.stadt-frankfurt.de


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