News

Online-Unterrichtsmodul erschienen:

Antisemitismus in Deutschland nach 1945

von Wolfgang Geiger

In der Publikationsreihe »Online-Unterrichtsmodule zur Auseinandersetzung mit dem Holocaust« ist nunmehr das achte Modul erschienen. Die verschiedenen Phasen bis zur Gegenwart, in denen sich in der Geschichte der Bundesrepublik Antisemitismus äußerte, und die Formen, in welchen…

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Fritz Bauer. Prokurator.

Nazistowskie zbrodnie przed sądem

Online-Ausstellung jetzt auch in polnischer Sprache

Die Erinnerung an den historisch bedeutenden hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (1903–1968), der maßgeblich zur juristischen Aufarbeitung der NS-Verbrechen beitrug, erfährt eine wichtige Erweiterung: Die umfassende Online-Ausstellung zu seinem Leben und Wirken liegt nun…

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Upcoming events

Wed 10
December 2025
18:15

Von der »Auflösung in Episoden«

Fritz Bauers Strafrechtskritik angesichts der Dimension der Massenverbrechen

DER VORTRAG VON PROF. DR. LENA FOLJANTY MUSS LEIDER ENTFALLEN.

Wir bemühen uns, die Veranstaltung im Sommersemester 2026 nachzuholen.

Die Urteilsverkündung im ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess hat sich 2025 zum 60. Mal gejährt. Als erster Prozess im Land der Täter, der den Opfern eine Stimme gab, ist er ein Meilenstein bundesdeutscher Erinnerungsgeschichte. Dennoch blieb er weit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Das Strafgesetzbuch von 1871 bot keine hinreichende Handhabe für Massenverbrechen wie die Shoah. Fritz Bauer wandte sich entschieden gegen die »Auflösung in Episoden«, die das überkommene Strafrecht verlangte. Er forderte, das Lager als »Tatkomplex« zu begreifen. In dem Vortrag wird der Frage nachgegangen, warum er mit dieser Forderung kein Gehör fand, und die Rechtsprechungsentwicklung bis in die Gegenwart reflektiert.

Prof. Dr. Lena Foljanty

ist Professorin am Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte der Universität Wien und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Fritz Bauer Instituts.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Wed 17
December 2025
18:15

Der Gazakrieg

Wie das Shoah-Erinnerungskapital verspielt wird

HYBRID — Vortrag von Prof. Dr. Moshe Zimmermann mit anschließendem Gespräch mit Jürgen Kaube (F.A.Z.)

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.801

Hybridveranstaltung

Livestream auf YouTubeyoutu.be/tORsmZIEZ44

Der Zionismus präsentiert sich als absolute Alternative zur »Endlösung der Judenfrage«. Entsprechend schöpft der zionistische Staat aus dem Erinnerungskapital der Shoah seine Rechtfertigung und viele seiner politischen Argumente. Der inflationäre Griff nach diesem Erinnerungskapital verbraucht und verspielt es, besonders seit dem 7. Oktober 2023, mit dem Ergebnis, dass der Zionismus nicht mehr auf diese Erinnerung zurückgreifen kann und er seine Manifestation, den Staat Israel, delegitimiert.

Prof. Dr. Moshe Zimmermann

ist Professor emeritus für Neuere Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem. Zwischen 1986 und 2012 war er Direktor des Richard-Koebner-Minerva-Zentrums für Deutsche Geschichte. Er ist Autor zahlreicher Bücher, zuletzt erschien von ihm der Band Niemals Frieden? Israel am Scheideweg im Propyläen Verlag, Berlin 2024.

Jürgen Kaube

ist Herausgeber sowie Chef des Feuilletons der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Träger des Ludwig-Börne-Preises 2015.

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Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Sat 20
December 2025
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Wollheim-Pavillon

Treffpunkt ist vor dem Wollheim-Pavillon am Fritz-Neumark-Weg, unterhalb des IG Farben-Hauses, von der Fürstenberger Straße kommend auf der linken Seite des Campus-Geländes.
Die kostenlose Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Das am 2. November 2008 feierlich eröffnete Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna-Monowitz (Auschwitz III). Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.

Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, welche die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial zum Konzentrationslager Buna-Monowitz:
www.wollheim-memorial.de
Interviews mit Überlebenden des Konzentrationslagers Buna-Monowitz:
24 Videointerviews

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de


Wed 14
January 2026
18:15

Rechter »Rand« und demokratische »Mitte«

Extrem rechte Politik nach 1945

PRÄSENZ — Vortrag von Dr. Niklas Krawinkel

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.801

Extrem rechte Diskurse rücken immer stärker in die »Mitte« der Gesellschaft. Ein Blick in die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zeigt allerdings, dass wechselseitige Bezugnahmen zwischen Akteuren der extremen Rechten und demokratischen Kräften keineswegs neu sind. Die extreme Rechte fand stets Anknüpfungspunkte an gesellschaftlich etablierte Vorstellungen und radikalisierte sie. Auf diese Weise gewann sie Legitimation für ihre Politik und ihren Einfluss weit über ihr angestammtes Milieu hinaus. Der Vortrag geht der Frage nach, welchen Wandlungen, Kontinuitäten und Aktualisierungen ihre Ideologie und Praxis zwischen 1950 und 1990 unterworfen waren. 

Dr. Niklas Krawinkel

forschte zwischen 2018 und 2025 am Lehrstuhl zur Erforschung der Geschichte und Wirkung des Holocaust über die Geschichte des Rechtsradikalismus in der Bundesrepublik Deutschland. Seine Dissertation ist 2020 im Wallstein Verlag unter dem Titel Belastung als Chance. Hans Gmelins politische Karriere im Nationalsozialismus und in der Bundesrepublik Deutschland erschienen.

Niklas Krawinkel
Rechter »Rand« und demokratische »Mitte«
Radikalisierung und Legitimation extrem rechter Politik in Deutschland nach 1945

Studien zur Geschichte und Wirkung des Holocaust, Band 14
hrsg. von Sybille Steinbacher im Auftrag des Fritz Bauer Instituts
Göttingen: Wallstein Verlag, 2025, ca. 400 S., € 38,–
EAN 978 3835359383, erscheint am 19. November 2025

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Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
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Sat 17
January 2026
15:00

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

Öffentliche Führung

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz
Treffpunkt am Wollheim-Pavillon

Treffpunkt ist vor dem Wollheim-Pavillon am Fritz-Neumark-Weg, unterhalb des IG Farben-Hauses, von der Fürstenberger Straße kommend auf der linken Seite des Campus-Geländes.
Die kostenlose Führung findet jeden 3. Samstag im Monat statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Das am 2. November 2008 feierlich eröffnete Norbert Wollheim Memorial ist ein Ort des Gedenkens und der Information über die Zwangsarbeiter der IG Farben im Konzentrationslager Buna-Monowitz (Auschwitz III). Das Memorial befindet sich auf der Grünfläche vor dem IG Farben-Haus – der ehemaligen Konzernzentrale der I.G. Farben Industrie AG – auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.

Die Führung greift die Konzeption des Memorials auf, welche die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial zum Konzentrationslager Buna-Monowitz:
www.wollheim-memorial.de
Interviews mit Überlebenden des Konzentrationslagers Buna-Monowitz:
24 Videointerviews

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Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
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Wed 21
January 2026
18:15

»Nicht alles ist erlaubt, nicht alles ist verboten«

Die deutsch-israelischen Beziehungen in den Geisteswissenschaften (1950–1990)

PRÄSENZ — Buchvorstellung mit Dr. Irene Aue-Ben-David, Dr. Silja Behre und Dr. Sharon Livne

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude, Raum 1.811

Vor dem Hintergrund des Spannungsfelds zwischen den Schatten der Shoah, diplomatischen Erwartungen, der Wiedergutmachungspolitik und universitären Konkurrenzen geht die Studie der Frage nach, wann und wie sich die ersten akademischen Kontakte zwischen der Bundesrepublik und Israel in den Geisteswissenschaften entwickelten. 

Dr. Irene Aue-Ben-David

ist Leiterin des Leo Baeck Institute Jerusalem. 

Dr. Silja Behre

ist Historikerin.

Dr. Sharon Livne

ist stellvertretende Direktorin des Leo Baeck Institute Jerusalem und lehrt am Schechter Institute for Jewish Studies in Jerusalem. 

Gemeinsam verfasste Studie:
Sharon Livne, Irene Aue-Ben-David, Silja Behre
»Nicht alles ist erlaubt, nicht alles ist verboten«
Die deutsch-israelischen Beziehungen in den Geisteswissenschaften (1950–1990)
Makom – Schriftenreihe des Franz Rosenzweig Minerva-Forschungszentrums für deutsch-jüdische Literatur und Kulturgeschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem, Band 13
Leiden, Niederlande: Brill ǀ Wilhelm Fink Verlag, 2025 
244 S., € 49,90, ISBN: 978-3-8467-6398-8

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit der Martin-Buber-Professur für jüdische Religionsphilosophie der Goethe-Universität Frankfurt am Main

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Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 798 322-40
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Bulletin des Fritz Bauer Instituts

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Niklas Krawinkel

Rechter »Rand« und demokratische »Mitte«

Radikalisierung und Legitimation extrem rechter Politik in Deutschland nach 1945

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