Vermittlung und Transfer

Pädagogische Angebote

Seit seiner Gründung widmen sich vom Hessischen Kultusministerium an das Fritz Bauer Institut abgeordnete Lehrerinnen und Lehrer der Vermittlung der Geschichte und Nachgeschichte des Holocaust, des Nationalsozialismus sowie der jüdischen Geschichte und Gegenwart. Angeboten werden Lehrerfortbildungen, Workshops und Studientage an Schulen und für Institutionen der Jugend- und Erwachsenenbildung sowie Unterrichtsmaterialien und Beratung.
 


Workshops

NS-»Euthanasie«: Vom Wert des Lebens

Zwischen 1939 und 1945 ermordeten Ärzte und Krankenpflegepersonal etwa 200.000 Menschen, die nicht in das Konzept der NS-»Volksgemeinschaft« passten. Sie waren krank, behindert oder galten als sozial missliebig. Diese Mordaktionen, die ihnen zugrunde liegenden rassistischen Gesundheitsvorstellungen, die Perspektive der Opfer und der Täterinnen und Täter werden in diesem Workshop dargestellt und reflektiert.
Ein Angebot für die Jahrgangsstufen 9 bis 13. Dauer: ca. 3 Stunden, Kosten: € 100,– pro Gruppe.
Informationen und Anmeldung: info(at)fritz-bauer-institut.de

NS-»Euthanasie« – Workshop in einfacher Sprache

Anmelden können sich Gruppen und auch einzeln Interessierte. Termine werden dann individuell vereinbart. Das Seminar dauert ca. 3 Stunden und kann in Ihren Räumlichkeiten oder an der Goethe-Universität Frankfurt stattfinden (Seminarkosten nach Absprache).
Informationen und Anmeldung: info(at)fritz-bauer-institut.de

Filmworkshop: »Im Labyrinth des Schweigens«

Der Spielfilm »Im Labyrinth des Schweigens« erzählt die Vorgeschichte des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses (1963–1965), in dem Handlanger und Exekutoren der Massenvernichtung vor Gericht standen. Der Film bezieht sich auf historische Personen, die eine entscheidende Rolle in dem Gerichtsverfahren innehatten, wie etwa Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, den Historiker und Auschwitz-Überlebenden Hermann Langbein und den Journalisten Thomas Gnielka. Der Workshop wird in Verbindung mit einem Filmbesuch im E-Kino Frankfurt (Zeil 125) durchgeführt. Im anschließenden Gespräch wird die fiktive Erzählung mit Fakten über den Auschwitzprozess abgeglichen.
Ein Angebot für die Jahrgangsstufen 10 bis 13. Dauer: 3 Stunden, Kosten: € 9,– (mit Filmbesuch).
Informationen und Anmeldung: info(at)fritz-bauer-institut.de

Juddebube und Schlappekicker.
NS-Gleichschaltungspolitik am Beispiel Eintracht Frankfurt

Der Workshop thematisiert die Teilnahme jüdischer Spieler, Fans und Mitglieder am Vereinsleben der Frankfurter Eintracht bis 1933. Die Konsequenzen des nationalsozialistischen Ausgrenzungs- und Gleichschaltungsprozesses werden an ausgewählten Biografien reflektiert. Der Workshop wird in Kooperation mit dem Eintracht Frankfurt Museum durchgeführt und findet auch dort statt.
Ein Angebot für die Jahrgangsstufen 8 bis 13. Dauer: 2 Stunden, Kosten: € 7,– pro Schülerin oder Schüler. Ort: Eintracht Frankfurt Museum, Commerzbank-Arena.
Informationen und Anmeldung: m.thoma(at)eintrachtfrankfurt.de, Tel. 069.95503 276 oder m.liepach(at)fritz-bauer-institut.de

Das Norbert Wollheim Memorial –
»Zwangsarbeit«, Industriegeschichte und Kampf um Entschädigung

Im Park vor dem IG Farben-Haus auf dem Campus Westend der Goethe-Universität liegt das »Wollheim-Memorial«. Es erinnert an Norbert Wollheim (1913–1998), Überlebender des Konzentrationslagers Buna-Monowitz. Er musste für den Chemiekonzern I.G. Farben Zwangsarbeit auf deren Baustelle in Auschwitz leisten. 1951 verklagte er die IG Farben auf Entschädigung und gewann den Prozess. Das Memorial erinnert an das Leiden und Sterben der Häftlinge in Buna-Monowitz, aber auch an die Geschichte des Chemiekonzerns IG Farben im Nationalsozialismus und an den Kampf der Überlebenden um Entschädigung. Im Workshop lernen die Schülerinnen und Schüler die Biografien von Häftlingen und parallel dazu die Geschichte des IG Farben-Konzerns und seines Konzentrationslagers Buna-Monowitz kennen.
Ein Angebot für die Oberstufe. Dauer: ca. 3 Stunden, Kosten: € 100,– pro Klasse. Informationen und Anmeldung: info(at)fritz-bauer-institut.de

Perspektiven auf den Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963–1965

20 Jahre nach dem Holocaust standen in Frankfurt am Main Handlanger und Exekutoren der Massenvernichtung vor Gericht. Im Prozess sagten über 350 Überlebende des Konzentrationslagers Auschwitz als Zeuginnen und Zeugen aus. Tondokumente aus dem Gerichtssaal, Interviews, Presseartikel und Dokumente sind das Material für den Workshop. Sie ermöglichen es, die unterschiedlichen Perspektiven der Juristen, der Zeugen und der Angeklagten zu betrachten. Weitere Themenschwerpunkte dieses Workshops können nach Absprache festgelegt werden.
Ein Angebot für die Oberstufe. Dauer: ca. 3 Stunden, Kosten: € 100,– pro Klasse.
Informationen und Anmeldung: info(at)fritz-bauer-institut.de


Fritz Bauer Institut

Vermittlung und Transfer

Dr. Martin Liepach

+49 (0)69 798 322-60
m.liepach(at)fritz-bauer-institut.de

Nadine Docktor

+49 (0)69 798 322-32
n.docktor(at)fritz-bauer-institut.de

Gottfried Kößler

(ehrenamtlich)
g.koessler(at)fritz-bauer-institut.de