Fritz Bauer Institut

Forschung

Lehrstuhl zur Erforschung der Geschichte und Wirkung des Holocaust

Forschungsprojekte


Die Geschichte der Goethe-Universität Frankfurt am Main
im Nationalsozialismus und in der frühen Bundesrepublik


Ziel des Projekts ist es zu eruieren, in welchem Zusammenhang politische Anschauungen und wissenschaftliche Forschung an der Universität Frankfurt am Main standen. Der zeitliche Fokus ist auf die nationalsozialistische Herrschaft, ihre Vorgeschichte und die frühe Bundesrepublik Deutschland gerichtet. Gefragt wird nach dem Zusammenhang von Politik und Wissenschaft: Wie wurde an der Universität Politik als Wissenschaft verstanden? Und wie wurde Wissenschaft politisiert? Das Forschungsprojekt beginnt mit einer Explorationsphase, in der Archivrecherchen im In- und Ausland durchgeführt werden. Auf der Basis dieser Recherchen wird eine Vorstudie verfasst, die Grundlage für ein größeres Anschlussprojekt in Verbindung mit einer Projektgruppe sein wird.

Das Projekt wird von der Johanna-Quandt-Stiftung und der Alfons und Gertrud Kassel-Stiftung gefördert.

Projektleitung:
Prof. Dr. Sybille Steinbacher und Prof. Dr. Moritz Epple

Mitarbeiter:
Jason Pollhammer MA


Jason Pollhammer MA
Zeitgeschichtsforschung

Jason Pollhammer absolvierte von 2010 bis 2013 ein Bachelorstudium der Geschichtswissenschaften und von 2014 bis 2016 ein Masterstudium der Zeitgeschichte an der Universität Wien. Seine Abschlussarbeit behandelt die politischen und propagandistischen Funktionen des Wohnungsbaus in der DDR. 2012 machte er ein Praktikum im Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes und 2015 ein Praktikum in der Redaktion »zeit.geschichte« des Kultur- und Informationssenders ORF III. Jason Pollhammer arbeitete 2013 und 2014 am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien als studentischer Mitarbeiter und war dort auch als Tutor tätig. Seit Juni 2017 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt zur Geschichte der Goethe-Universität im Nationalsozialismus und in der frühen Bundesrepublik.

Forschungsinteressen:
Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte
NS-Geschichte
Geschichte der DDR

Kontakt:
Jason Pollhammer MA
Lehrstuhl zur Erforschung der Geschichte und Wirkung des Holocaust
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Historisches Seminar
Raum 5.354
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69.798 319-02
E-Mail: pollhammer(at)em.uni-frankfurt.de



Rechtsradikalismus in Deutschland nach 1945

In dem Projekt sollen Konjunkturen des Rechtsradikalismus seit Kriegsende in den Blick genommen und im Zusammenhang mit zeithistorischen Entwicklungen analysiert werden. Es wird nach den Wandlungen, Kontinuitäten und Aktualisierungen des Phänomens Rechtsradikalismus gefragt. Welche Rolle kam der Aktivität von Jugendbünden und Wehrsportgruppen bei der Herausbildung rechter Lebenswelten und Gewaltdynamiken zu? Führten gesellschaftliche Entwicklungen zu Radikalisierungen im rechten Lager und beeinflussten rechtsradikale Kampagnen umgekehrt den Diskurs in der deutschen Öffentlichkeit? Waren personelle Netzwerke ehemaliger Nationalsozialisten entscheidend für die Etablierung neonazistischer Positionen? Das Verhältnis zwischen rechtem Rand und demokratischer Mehrheitsgesellschaft soll in dem Projekt ebenso Betrachtung finden wie wechselseitige Bezüge zwischen beiden deutschen Staaten.

Das Projekt wird von der Commerzbank-Stiftung Frankfurt am Main gefördert.

Projektleitung:
Prof. Dr. Sybille Steinbacher

Mitarbeiter:
Niklas Krawinkel MA


Niklas Krawinkel MA
Zeitgeschichtsforschung

Niklas Krawinkel studierte Neuere und Neueste Geschichte, Mittelalterliche Geschichte und Soziologie in Frankfurt am Main, Berlin und Potsdam. Von 2013 bis 2018 bearbeitete er ein von der Stadt Tübingen gefördertes Forschungsprojekt zum Tübinger Nachkriegs-Oberbürgermeister und vormaligen SA-Standartenführer, NS-Diplomaten und Volkstumsreferenten in der Slowakei, Hans Gmelin. Seine Doktorarbeit mit dem Titel »Hans Gmelin 1911–1991. Betrachtungen zu Nationalsozialismus und Demokratie, Gemeinschaft und Ausgrenzung« entstand bei Prof. Dr. Eckart Conze an der Philipps-Universität Marburg. Seit Mai 2018 ist Niklas Krawinkel wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl zur Erforschung der Geschichte und Wirkung des Holocaust im Forschungsprojekt zur Geschichte des Rechtsradikalismus in Deutschland seit 1945.

Forschungsinteressen:

› Geschichte und Nachgeschichte des Nationalsozialismus
› Geschichte der deutschen Außen- und Volkstumspolitik in Ostmitteleuropa
› Geschichte des Rassismus und Rechtsradikalismus in Deutschland

Veröffentlichung:

»Rassismus und Gemeinschaftserfahrung. Biographische Einblicke in die Juden- und Volkstumspolitik in der Slowakei 1941–1945«, in: Jörg Osterloh/Katharina Rauschenberger (Hrsg.), Der Holocaust. Neue Studien zu Tathergängen, Reaktionen und Aufarbeitungen, Jahrbuch 2017 zur Geschichte und Wirkung des Holocaust, Frankfurt am Main 2017, S. 121–139.

Kontakt:
Niklas Krawinkel MA
Lehrstuhl zur Erforschung der Geschichte und Wirkung des Holocaust
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Historisches Seminar
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Telefon:  +49 (0)69.798 322-10
E-Mail: Krawinkel(at)em.uni-frankfurt.de 


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Letzte Änderung: 13. Juli 2018

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